OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Gast02

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast02 »

Soweit mir bekannt ist fallen nur Ansprüche auf das VA die man gegen die Täter wie zum Beispiel Schadensersatz was bedeutret alle Ansprüche für welche das VA in vorlaistung tritt hat das VA auch einen Erstattungsanspruch da das VA für das Erbe nicht in vorleistung geht dürfgte m.E. kein Erstattungsanspruch geltend gemacht werden können.

Wenn man alös Sozialleistungsepfänger Erbt muss man sich sich das Erbe anrechnen lassen als Einkommen dies gilt vor allem bei der Grundsicherung.

Es ist klar das man für die mandatierung eines Anwaltes zahlen muss, werr ein Gutchten haben will zahlt ebenfalls dafür also wenn die Behörde ein Gutachten will soll sie auch dafür bezahlen (wer die Musik bestellt zahlt auch dafür, darf aber auch bestimmen was gespielt wird).

Das der Weise Ring falsche Infomationen gibt das kann ich nicht sagen hier kann und will mir auch kein Urteil anmassen denn ich habe meine OEG Sache von der Antragsstellung über den Überprüfungsantrrag bis hin zum hiesigen Sozialgericht in eigen Regie durch gezogen erst als die Gegenseite eine für Ihren Geschmack brauchbare Musik bestellte und auch gespielt bekommen hat musste ich einen Antrag auf PKH stellen und habe gleichzeitig einen Antrag auf Beipordnung der von mirbenannten Anwältin mit eingereicht erst als mein Antrag genhemigt wurde habe ich eine Mandatierung vorgenommen.

Jetzt wurde seitens des Gerichtes wurde Kapelle Angagiert welche die Beklagte nicht beeinflussen kann, und ihr auch nicht gefallen dürfte.
submarine hat geschrieben:
Gast1 hat geschrieben:Ich habe gehört, das, wenn man OEG Leistungen erhält, später von den Erben (wenn es die Täter sind) sein Pflichtteil bekommt, dieses Erbe dann auf dem Versorgungsamt fällt.
Hallo Gast

ja eben, das sage ich ja. Ich glaube dass es da zwar einen kleinen Vermögenschutzbetrag oder sowas gibt, und außerdem dass es bei Leistungsempfängern wie mir also dann eben das Sozialamt ist, das einem wieder wegnimmt was einem doch zusteht, aber das ist ja eigentlich Jacke wie Hose.
Diese OEG-Leistungen, wenn man sie denn erhält, müssten den Verlust des Erbes eigentlich mit berücksichtigen. Nach allem was ich bisher gehört habe ist dieses OEG aber Betrug, denn es wird damit eigentlich nicht das Gewaltopfer entschädigt sondern es werden in erster Linie Versicherungen, Anwälte, Psychologen und Ärzte damit fett gemacht. Das Opfer selber ist der Ausgeschmierte, ob mit oder ohne OEG. Vielleicht bekommt man einen Ausgleich für das kassierte Pflichterbe, aber innerfamiliäre Missbrauchstäter die nicht dumm sind höhlen den Pflichtteil rechtzeitig durch Schenkungen an die anderen Angehörigen systematisch aus, damit diese still halten, und verpulvern den Rest. Dagegen gibt es meines Wissens keine rechtliche Handhabe. Ein Pflichterbteil existiert dann einfach nicht.

Möglicherweise will der Staat dass innerfamiläre Opfer zu Betrügern werden und den Mund halten? Ich habe schon in den 80er Jahren in der Schule gelernt dass das in der Praxis wirklich so ist, aber ich hatte gehofft dass Vereine wie der "Weiße Ring", Hilfesysteme wie die sozialpsychiatrischen Dienste und das ergänzende Hilfesystem (Missbrauchsfonds), oder eben neuere Gesetze wie das "OEG" an dieser Misere etwas ändern. Scheint aber ein Flop zu sein. Es sind alles nur neue Namen für den selben, immer gleichen Betrug an den Schwächsten der Gesellschaft. Am schlimmsten finde ich bisher den ***eißen Ring, die einen mit unrichtigen Infos über den Ablauf des OEG-Verfahrens in die Irre führen und gleichzeitig mit reichhaltigen Geldern aus dem MB-Fonds zu ködern versuchen, aber nicht dazu sagen dass es so gar nicht läuft. Ich sage es unverblümt: Der ***eiße Ring betreibt organisierten Betrug an innerfamilären Missbrauchsopfern, unter Ausnützung von Traumatisierung, Beweislast und Notlage. Der sozialpsychiatrische Dienst kooperiert mit diesem Verein gegen die Opfer. Ich habe es gesehen.

Grüße
sub
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo Gast02

super Antwort, tausend Dank!!
Mir geht es ja gar nicht mal vorrangig um das Geld, jedenfalls habe ich im Moment ganz andere Probleme, hauptsächlich psychosoziale. Das meiste davon ist mit Geld ebenso wenig lösbar wie mit Therapie. Aber so wie es jetzt ist kann ich es auf Dauer auch nicht stehen lassen, weil mir mein Gewissen gegenüber den unzähligen anderen Opfern innerfamiliären MNissbrauchs im Weg steht. Es darf einfach nicht so bleiben dass sich für diese Menschen niemand zuständig fühlt, jeder "selber schuld" sagt und die Psychiatrie ihnen nicht richtig helfen kann, weil die Täter schweigen. bzw. mit Klage drohen. Ich kann mich nicht auf Beziehungen zu Menschen einlassen solange ich das Gefühl habe, selber zum Komplizen der "Täterlobby" geworden zu sein, wenn ich einfach alles verdränge und das Geld der Täter nehme, oder gar nichts nehme und so tu als wäre nie was gewesen. Außerdem bezweifle ich dass das überhaupt geht. Verdrängen ist kein Weg, Schatten holen mich ein und umkreisen mich wie Aasgeier.

Aber wenn du mir schon so kenntnisreiche Antworten gibst, hätte ich da noch´ne Frage, und zwar wurde mein Verfahren ja vom Sozialgericht eingestellt, da ich denen aus Angst, sonst keine GruSi zu bekommen und völlig in der Luft zu hängen, ein Schreiben zugeschickt hatte was das Gericht als Bitte um Einstellung interpretiert hatte.
Also jetzt de Frage, kann ich später einfach eine Wiederaufnahme des selben Klageverfahrens beantregen oder muss ich dafür den ganzen Behördenweg erneut gahen, also den ganzen OEG-Antrag beim VA neu einreichen, Ablehnungswiderspruch samt Begründung und erneute Klageschrift vor dem Landessozialgericht?

Grüße
sub
Gast02

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast02 »

Erst mal oist z67u sagen das dir die Grundsicherung zusteht wenn du zu wenig hast sprich Lebensunterhalt + Miete + Wasser Abwasser und bei denzentraler Warmwasser bereitung noch eine Pauschale von ca. 9 € mtl. hiergegen wird das Einkommen gerechnet der rest steht als Grundsicherung zu.

Was dein Schreiben bitte der Einstellung des Verfahrens angeht Beantragen kannst du es und schildere den Grund hierfür abgesehen davon währe im Falle der Gewährung einer Grundrente diese nicht als Einkommen anrechenbar da diese einer Zweckbindung unterworfen ist, soll heisen

Wenn mir kein Grund für für Rechtsmittel einfällt schreibe ich immer die Begründung wird schnellst möglich nachgereicht, schau mal das schreiben Sozialgerichtes an ob hier ein Rechtsmittel steht.

Du brauchst kein schlechtes gewissen zu haben Geld anzu nehmen ob die Täter mit Klage drohen oder peng, mir wurde auch mit Anzeige gedroht wenn ich nicht dammit aufhöre, er würde mich Anzeigen wegen Rufschädigung bis Dato kam nichts aber auch rein gar nichts das zeigt mir das er weis das er im Unrecht ist.

Also nicht Bange machen lassen wenn die Möpglichkeit besteht Verfahren wieder Aufnehmen und durchziehen.

Hatte letzten Mittwoch Termin bei einer Gutachterin die hat durchblicken lkassen das sie mir Glaubt und das erst Gutachten das so geschrieben worden ist das es zu gunsten der Auftraggeberin in diesem Fall die Behörde Ausfällt. Nächsten Mittwoch ist wieder Termin dann noch ein zwei Tests und dann gehts ans Eingemachte sprich das was mir pasiert ist muss ich wiederholen ist zwar ziemlich stressig und geht mir ziemlich an die substanz aber es muss sein. Was mir geschehen ist will ich hier nicht wiederrgeben.

Lass dich Beraten von einem Anwalt / Anwältin für Sozialrecht die sich im OEG auskennen.

Viel Erfolg

Gruss

Gast02
Gast02

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast02 »

NACHTRAG

Soll heisen: die Greundrente soll für Soziale Nachteile die man durch die Taten erlitten hat Entschädigen, wiedergutmachen kann es das angetane Unrecht niemals.
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo Gast02
Gast02 hat geschrieben:Nächsten Mittwoch ist wieder Termin dann noch ein zwei Tests und dann gehts ans Eingemachte sprich das was mir pasiert ist muss ich wiederholen ist zwar ziemlich stressig und geht mir ziemlich an die substanz aber es muss sein. Was mir geschehen ist will ich hier nicht wiederrgeben.

Lass dich Beraten von einem Anwalt / Anwältin für Sozialrecht die sich im OEG auskennen.
puuh, das hört sich nach sehr viel Arbeit an, wobei mir weitaus weniger vor dem Wiederholen des Erlebten graut als vielmehr vor den Formalitäten (Klagewiederholung, Klagebegründung, Anwaltssuche, Beratungsschein, PKH-Anträge, Beiordnungsantrag, Mandatierung, Gerichtstermine, "Tests" [was immer das sein soll, IQ-Test, Dissoziationstest ?]), und vor allem auch die Fahrten mit öffenlichen Verkehrsmitteln zu den ganzen jeweiligen Stellen. Denn letztere allein dürften schon dazu führen dass ich bei den Terminen immer schon halb am Rad drehe, und wenn dann auch noch die Wiederholung des erlebten oben dauf kommt, wird das todsicher zu Dekompensation, erneuter Aufspaltung und Regression führen, weil ja auch schon meine Sockel-Persönlichkeitsstruktur durch die frühkindlich erlebte (aber nicht beweisbare) Gewalt labil ist, sodass ich nur wählen kann zwischen dissoziativer Teilamnesie, exkorporiertem Satelliten-Sprachich, Mutismus, Dekompensation, Regression oder induzierter Psychose. Anders ist ein Wiederleben des Erlebten unter den geschilderten erschwerten Bedingungen vollkommen ausgeschlossen.
Und dann können die Pharma-Psychiater wieder daherkommen und eine Bordie-Störung diagnostizieren wo grundzipiell eigentlich gar keine ist, oder zumindest hätte sein müssen. Welcome back! :twisted: Vielleicht kann man der Misere entgehen wenn ich objektive Beweise anschleppen kann, mal sehen. Denn für das was die Wiederaufnahme des Klageverfahrens begründen soll, gibt es definitv Augenzeugen, die Frage ist nur ob diese auffindbar sind, nach 40 Jahren, und ob meine steinalte Mutter mir dabei hilft, oder ob die ihre Ruhe haben will... :| Außerdem wird man mich sofort fragen wieso ich damals während des Missbrauchtwerdens durch größere Schulkinder, die größtenteils selber noch im Schutzalter waren, in einer passiven Duldungsstarre verrharrte und meine zahlreichen außerfamiliären homosexuellen Missbrauchserlebnsiee nicht meldete, als es Jahre später sogar in der Schule dazu eine Fragebogen-Aktion gab. :idea:
Und dann werden die Pharma-Psychiater wieder daherkommen und sagen dass ich damals nicht nur nicht einwilligungsfähig sondern nicht zurechnungsfähig war, denn fremder Willenseinfluss des Elternhauses ist nicht plausibel wenn die Taten im Elternhaus selber weiter vertuscht beleiben, und das werden die, leider. Zumindest solange der Vater noch lebt. Da haben wir den Salat. Oder gibt es einen Ausweg aus diesem Teufelskreis? :oops:

Ich will nicht mehr in die Klapse, insbesondere wenn nicht absehbar ist dass mein Leben dadurch ein besseres wird! :roll:

Grüße
sub
Meli-2006
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Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

sub, jeder deiner Texte zeigt deine großartige Intelligenz auf... nutze sie, um aus diesem Karussel der Dekompensationen etc. auszusteigen... du kannst den inneren Beobachter stärken, du musst dich nicht identifzieren mit den Gefühlen... (oh, und ich weiß, wie leicht sich das schreibt und wie schwer das dann aber doch ist, ich kann das auch nicht jeden Tag, aber ich kann es immer öfter!!!) Wenn jemand so viel Kraft und Intelligenz hat wie du, dann muss der nicht in die Klappse, sondern der braucht Menschen, die ihn schulen im Lernen den inneren Beobachter zu stärken statt der Identifikation mit den Gefühlen... Dissoziation - bzw. die Fähigkeit dazu kann man auch nutzen... ich z.B. kann auch nicht gut durch die Gegend fahren, schon gar nicht von dem schrecklichen Großstadtbahnhof der Stadt, in der ich wohne.., ich erschaffe mir, um das zu können einfach die Idee, ich wäre ein 10jähriges Kind, das zum ersten Mal allein verreisen darf und alles total spannend findet... im Grunde geht es um Achtsamkeit (buddhistische Übungen) und Meditation... der einzige Ausweg aus dem inneren Durcheinander.

Und die Zeit, das hier zu tippen, nehm ich mir nur, weil ich dich sehr schätze, nicht, dass du denkst, ich wollte dich kritisieren. Im Gegenteil! Hut ab vor deiner Kraft!!!

LG
Meli
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo Meil
Meli-2006 hat geschrieben:du kannst den inneren Beobachter stärken, du musst dich nicht identifzieren mit den Gefühlen
wieso, es ist doch gerade der "innere Beobachter" der diese Gefühle bei mir erst erzeugt! :shock:
Die anderen, ursprünglichen Gefühle dissozieere ich sowieso die ganze Zeit zwanghaft, sonst hätte ich schon als Einjähriger den Verstand verloren. Sag mal "schizoid"... Das Problem ist die (schizotype) Struktur die auf dem schizoiden Dissoziieren der authentischen (Borderline-)Gefühle erst aufbaut, denn das ist bei mir das, was du bei dir deinen inneren Beobachter nennst. Du hast eine grundlegend andere Ichstruktur als ich. Das kannst du ja nicht wissn, aber du musst auch nicht von dir auf andere schließen. Es ist schlimm genug dass die Nicht-Missbrauchten das alle so machen. Korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege. :?:
Ich identifiziere mich seit frühester Kindheit mit diesem "Beobachter", aber auch der erzeugt Gefühle, insbesondere pseudomutualistische, also die Pseudo-Gefühle die daraus entstehen dass man kein eigenes (also mit den eigenen Körperbedürfnissen naiv, affektiv und impulsiv assoziertes) Sprach-Ich hat und in den projizierten Ichs der anderen weiterlebt. Das erzeugt erstens das (beengende) Gefühl dauernd verfolgt zu werden (eine Art Phantomschmerz, denn das fehlende eigene Ich begegnet zwangsläufig in den Ichs der anderen, die das natürlich nicht kapieren können), zweitens das (deprimierende) Gefühl komplett isoliert zu sein und dauernd missverstanden und verletzt zu werden, und drittens das (Verlust-)Gefühl dass das eigene Leben an einem vorbeizieht wie eine visionäres Märchenschloss zu dem man keinen Zutritt mehr hat, obwohl man theoretisch der rechtmäßige Eigentümer ist, dies aber nicht beweisen kann. Stattdessen muss man durch die Fenster zugucken wie andere darin wüste Partys feiern und versuchen, einen vom Grundstück zu vertreiben, weil man sie beim Feiern stört. :(
ich erschaffe mir, um das zu können einfach die Idee, ich wäre ein 10jähriges Kind, das zum ersten Mal allein verreisen darf und alles total spannend findet...
hm, aber wie verfährst du dann mit diesen ganzen Anmachern und Anmacherinnen? Die hängen doch scharenweise an den Bahnhöfen herum und denken an nichts anderes als an... genau das.
An genau das also wovor Leute wie ich eine (scheinbar) paranoide Angst haben, weil sie sich wehrlos fühlen und faktisch auch sind: Sprachlos, und damit manövrierunfähig. Wenn ich mir jetzt auch noch vorstellen würde ich wäre ein Zehnjähriger (ich wurde zwischen meinem siebten und neunten Lebensjahr hunderte Male von Heranwachsenden misshandelt und sexuell misbraucht), wüsste ich aus meiner Sicht jetzt nicht was sich dadurch bessern würde. Dein bestimmt gutgemeinter Tipp erinnert mich an die kontraprodutkiven Interventionen meines früheren Psychotherapeuten. Der trieb mich mit seinen absurden Ratschlägen in immer noch größere Abgründe hinein, aber im besten Glauben mir damit was Gutes getan zu haben.
Wenn ich sexualisierten Angreifern/Angreiferinnen versuche zu sagen, was mit mir los ist, heißt es nur "da kann ich doch nichts dafür" Hast du mal erlebt dass darauf irgendwer Rücksicht nimmt, diese Vergnügungsüchtigen meinen doch automatisch dass das nur eine Strategie ist. Denn beweisen kann man´s ja nicht, ich jedenfalls nicht. Außerdem lagen die schwersten Misshandlungen und Missbrauchserlebnisse bei mir in den ersten vier Lebensjahren, und ich habe damals schon germekt dass ich ca. zwei Drittel des Erlebten sofort löschen musste, weil es viel zu viel für mein Gehirn war. Auch die frühkindliche Amnesie habe ich bemerkt, aber mit einem Trick konnte ich bestimmte Schlüsselerlebnisse in meiner Erinnerung bewahren (indem ich sie bereits als Dreijähriger symbolisch nachspielte, bzw. meinen Vater zum Wiederholen zwang). Ich erwähne das deshalb weil eine traumatherapeutische Wiederholung des Erlebten allein schon aus Gründen der Teilamnesie zum Scheitern verurteilt ist. Was nicht gelöscht wurde, begenet als nonverbales, visionäres, dysmorphes bzw. metamorphes Flashback, durchwuchert von diffus oszillierenden Bereichen, in denen sich Innen und Außen, ich und Nichtich und verschiedene Zeitebenen teilweise untrennbar vermengen. Das sind im Kern die Bereiche des tatsächlichen Misbrauchtwerdens, die bleiben für immer ein Teil der eigenen Struktur, weil sie "Ich" sind.

Wenn´s um Bahnhof-Sachen geht, sind Frauen übrigens genau so egostische Hyänen wie schwule Jungs, den Rest besorgt der gewaltbereite Mob, der immer sagt "wir wollen doch helfen". Genau deswegen laufe ich nur noch mit dem demonstrativ drohend gezeigten Messer durch solche Gegenden, das klappt zumindest hin und wieder. Ich empfehle Messer die dem aktuellen Waffenrecht entsprechen.... :mrgreen: Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber das mit dem zehnjährigen Kind musst du mir mal bitte rklären, das hört sich für mich an wie ein total sinnwidirger Plan, außer du gehst da gezielt hin weil du allein Abenteuer suchst. Dann würde ich aber sagen dass du geheilt bist und obendrein anscheinend gern gefählich lebst! :|
Oder hast du vergessen dazu zu sagen dass du nur in Begleitung deines gesetzlichen Betreuers auf die Straße gehst?
Achtsamkeit (buddhistische Übungen) und Meditation... der einzige Ausweg aus dem inneren Durcheinander.
ich mache das mehr mit Gymnastk, bewusster Ernährung und "verschrifltichem Denken", d.h. ich denke immer mit einem Kugelshreiber in der Hand und versuche, meine geschriebenen Gedanken so gründlich durchzuarbeiten bis da Ordnung reinkommt. Das Aufschreiben kostet wahnsinnig viel Zeit und Konzentration, die Gymnastik benötigt eine mordsmäßige Selbstüberwindung, aber es funktioniert. Das mit der Meditation versuche ich seit Jahrzehnten hin und wieder, aber erstens schläft mir da immer der Fuß ein und zweitens ist das nur ein Weg um zu vergessen, aber keiner um etwas zu verändern, außer man glaubt an die "Spontanität", die aber nunmal in einer kapitalistisch berechnenden Gesellschaft wie der unseren ein sehr zweischneidiges Schwert ist.
Und die Zeit, das hier zu tippen, nehm ich mir nur, weil ich dich sehr schätze, nicht, dass du denkst, ich wollte dich kritisieren. Im Gegenteil! Hut ab vor deiner Kraft!!!
Oh! Danke, wie lieb von dir :)

Grüße
sub
Meli-2006
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Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Hi, Sub, ach, du hast natürlich Recht... ich bin mal wieder selbst dem auf dem Leim gegangen, dass man immer denkt, der andere wäre so wie man selbst verfasst... mei, ist das eine Übung, da ständig drauf zu achten, ich hätte nicht gedacht, dass mir das echt noch passiert. Sorry vielmals!!!

Also, ich durfte diese Woche mal wieder Bahnhof erleben... das mit dem 10jährigen... ich schauspielere dann... mit dem erwachsenen Anteil in mir, der schauspielert dann das neugierige Kind... ich muss dazu sagen, dass ich Bahnhöfe sehr gut kenne, weil ich mein ganzes Leben lang viel mit Bahnhöfen zu tun hatte ... und was Spannendes Interessantes finde ich da allemal... ich dissoziier einfach alles, was dann grad nicht passt an Erinnerungen, Gedanken, etc. - ich bin dann nur noch im "Hier und Jetzt", als hätte ich keinerlei Vergangenheit... da der Bahnhof hier sehr groß ist, krieg ich allerdings von Menschen nicht sehr viel mit, das sind nur Störfaktoren, durch die ich durch muss... also ich fühle mich dann wie rundum geschützt, indem ich mir eine andere Welt erschaffe als die, die da ist... Oh je, nachdenken darüber, wie ich das mache, macht mich auch nicht froh:-(... nochmals Entschuldige bitte, dass ich dachte, ich könnte irgendwie helfen, ich wollte das so gern, dass es dir besser ergeht damit... jedenfalls herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort!!!
mirabellalola

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von mirabellalola »

Hallo, ich würde gerne wissen, wie weit und genau man den Antrag ausfüllen muss (also mit Tätername usw. erfährt der Täter das dann?? etc ).was passiert dan mit dem Antrag, geht der zur Kasse oder so? Würd nicht wollen, wenn ich vor dem Bearbeiter meiner Kasse sitze und der dann mal eben so nebenher sagt, OH da ist ja der OEG angekommen .wäre mir total unangenehm :-(
Meli-2006
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Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

mirabellalola, füll ihn doch gemeinsam mit dem Weißen Ring aus, die können dich gut beraten - zumindest haben sie Erfahrung damit.
Gast02

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast02 »

@mirabella den Antrag auf Leistungen nach dem OEG/BVG musst du so genau und gewissenhaft wie möglich aber auch wahrheitsgemäss ausfüllen, ob der Täter von dem Antrag erfährt das kann ich nicht sagen, deine Kasse wird davon vieleicht was erfahren allerdings brauchst du keine Angst habern das du bei deiner Kasser (Krankenkasser) alles erzählen musst dafür ist dieses Thema zu sensibel.

Das zuständige Amt hilft dir aber auch beim Ausfüllen des Antrages, oder der Weise Ring.
Lass dich nicht ins Boxhorn jagen von wegen schwarz auf weis wollen die das sehen was dir angetan wurde sprich den vollbeweis. Bin mit meinem Verfahren fast durch das hiesige Sozialgericht hat ein zweites Gutachtn (Beweisanordnung) in Auftrag gegeben die unabhängige Gutachterin scheint mir zu glauben.

Ich wünsche dir viel Kraft das erlebte und durchlebte zu verarbeiten und viel Erfolg mit deinem Antrag nach dem OEG hnd lass dich nicht einschüchtern egal was der Täter sagt oder auch immer meint tun zu wollen wenn du das weiterhin behauptest und die Linie weiterhin fährst.
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo

ich bin mit meinem OEG-Verfahren noch nicht weiter gekommen. Ein Rechtsmittel oder eine Frist stand auf der Benachrichtigung vom Gericht über die Einstellung des Verfahrens nicht drauf. Ich nehme an dass es sozusagen in der Schwebe gehalten wird. Vermutlich weil ich geschrieben hatte dass ich das Leistungsbegehren sowieso wiederhole, sobald ich neue Beweismittel habe.
So wie es derzeit aussieht werde ich auch bald sowohl neue Tatbestände als auch neue Beweismittel haben. Dem Anschein nach gibt es sowohl ein geheimes Gutachten über meinen innerfamilären Missbrauch als auch mindestens eine Zeugin für meinen außerfamiliären, und beides könnte ich demnächst entweder selber bekommen oder es wird dem Gericht von anderer Seite zugestellt. Außerdem sieht es so aus dass sogar mein Bruder gesehen hat wie mein Vater mich missbraucht hat, und eigentlich kann es auch gar nicht anders sein, denn da mich mein großer Bruder selber bereits als kleines Kind "spielerisch"missbrauchte muss er es ja mal irgendwo gesehen haben (Anführungszeichen deswegen, weil es nur für ihn, für den Größeren, Stärkeren ein "Spiel" war).

Außerdem hat sich herausgestellt dass die Fragebogen-Aktion an der Schule, mit der damals die gerüchteweise allgemein bekannten Schul-Missbrauchsfälle erfasst werden sollten, ausgerechnet vom Vater eines der Täter durchgeführt wurde. Es legt auf der Hand dass nur leere, weiße Bögen abgegeben wurden. Stattdessen sollte eine einzelne poizeibekannte Person als Alleintäter inkriminiert werden, und es wurde versucht mich als damals Siebenjährigem mit wirklich faulen Tricks zur Anzeige dieses "Sündenbocks" zu zwingen!!!

Ich grüble aber immer noch darüber, wieso mir das alles nie einer erklärt hat und wieso alle entweder bis heute lügen, oder die Wahrheit nur scheibchenweise rausrücken. Kann es denn sein dass es allein das Schamgefühl ist, das die alle stumm macht? Denn zumindest was den innerfamiliären Missbrauch angeht, sieht es so aus dass sowohl meine Mutter als auch mein Vater und Bruder, von denen ich in der Abwesenheit der Mutter heimlich sexuell missbraucht wurde, selber Missbrauchsopfer sind, bzw. sich zumindest indirekt als solche darstellen. Oder gehört es zur typischen Täterpsychologie, dass die Täter sich als die Opfer sehen, und die Mutter die Wahrheit vor lauter Schamhaftigkeit und Selbstvorwürfen nicht beim Namen nennen will ?
Oder kann es viellelciht sein dass das Ganze ein Art "Wesenstest" sein soll, weil niemand weiß ob ich an echter dissoziativer Amnesie leide bzw. litt, oder ob ich vielmehr aus Schamgefühlen, Berechung oder gar aus Einwilligung jahrzehtelang schwieg?

Wie auch immer, es ist sehr schwer für mich mit dem Gefühl zu leben, dass ich immer mehr eindeutige Anzeichen dafür erkenne dass meine fragmentierten, diffusen Erinnerungsvisionen wirklich den Tatsachen enstsprechen, aber alle Zeugen um den heißen Brei herumreden und ich nichts konkretes in der Hand halte, obwohl ich mich von Beweismitteln und Zeugen geradezu umzingelt fühle.

Soll man zuerst das OEG-Klageverfahren fortführen oder sich zuerst für eine stationäre Traumabehandlung anmelden?
Geht letzteres überhaupt ohne Thera, Fach- oder zumindest Hausarzt? Macht sowas auch der soz.-psych. Dienst? Würde der SpDi mir auch bei Anwaltssuche, Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln, PKH-Anträgen usf. unterstützen?

Wie endet eine stationäre Traumabehandlung, wenn ca. zwei Drittel meiner Missbrauchserinnerungen nie mehr rekonstruierbar sind, weil ich damals zu klein und die Beschädigung der betreffenden Gehirnareale zu schwer war? Endet das nicht automatisch in BPS-Diagnose, Pharma-Behandlung, Nervenzusammenbruch und Betreuungsverfahren?
Kann man während der Behandlung, auch bei Hypnoseverfahren wenn der Gerichtsgutachter diese für eine Differentialdiagnose verlangt, eine Grenze ziehen und sagen "bis hierher und nicht weiter"?

Oder hat man dann auch seine Rechtsansprüche verloren?

Grüße
sub
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Hi, sub...

also, mal die Fragen versuchen zu beantworten:

1. Ja, Täter sehen sich so gern als Opfer, du glaubst gar nicht, wie sehr... was interessant ist, ist, dass sie oft auch eine dissoziative Störung haben (sonst könnten sie ihre Taten vielleicht gar nicht begehen), das aber nicht wissen... wenn sie nicht wissen, dass sie amnestisch sind für manche ihrer Handlungen, denken sie, die sind nicht geschehen (ist nicht bei jedem Täter so, kann aber vorkommen)
2. Erst OEG weiter oder stationäre Traumatherapie? Ha, stationäre Traumatherapie hat Wartezeiten... es gibt davon leider nicht so viele Kliniken, ich kenne Bielefeld, Göttingen und Krefeld (Alexianer-Krankenhaus)... man muss da überall erst anrufen und fragen, wie lang die Wartezeiten sind. Meist schicken sie einem Fragebögen, etc. - die Alexianer haben vielleicht am ehesten geringe Wartezeiten - wie gesagt: anrufen...
3. Erst OEG weiter oder stationäre Traumatherapie? Hängt auch davon ab, wie stabil und belastbar du dich fühlst... was in einer stationären Traumatherapie gemacht wird, ist zuallererst Stabilisierung... meist ist es Intervall-Therapie... du bleibst 6 Wochen z.B. und bist dann 3 Monate zuhause, dann gehst du wieder für 6 Wochen etc. - Stabilisierung ist das A und O jeder Traumaarbeit. Es kann sein, dass es gar nicht zu aufdeckender Arbeit kommt.
4. Den Gutachter, der von dir eine Hypnose verlangt, würde ich am liebsten verklagen wollen - Hypnose kann im Allgemeinen bei Ängsten oder beim Rauchen aufhören sehr sinnvoll sein - für traumatisierte Menschen ist es aber nichts. Und schon gar nicht, um deine Erinnerungslücken aufzufüllen, danach würde dir jedes Gericht der Welt kein Wort mehr glauben, weil in der Hypnose erworbenen Erinnerungen genau der Grund für Ablehnungen von OEG-Anträgen sind bezüglich Glaubwürdigkeit (man kann nicht verifizieren, dass diese Erinnerungen "real" sind).. .insofern scheint der Gutachter des Gerichts selbst keine Ahnung zu haben, was zumindest erstaunlich ist.
5. Rechtsanwaltssuche - der Weiße Ring kennt in seinem lokalen Umfeld eigentlich am ehesten Anwälte, die sich mit OEG auskennen... ich würde aber an deiner Stelle auch ruhig RAs, die "Sozialrecht" machen anrufen und fragen, ob sie dich vertreten wollen. (Achtung: nichts mitsenden von deiner Geschichte, weil sie dazu verpflichtet wären, diese Unterlagen dann aufzubewahren, das kann nicht so toll sein, wenn du den Anwalt später gar nicht beauftragst)... ich habe so rumtelefoniert und einen guten gefunden von 10, die ich angefragt hatte.
6. Ich würde als erstes gegen die Einstellung des Verfahrens protestieren. Selbst, wenn da keine Frist steht. Einfach, damit du das dokumentiert hast.

Allgemein: ich finde es eine für dich sehr schlimme Erfahrung zu sehen, dass alle Zeugen sich schwammig verhalten etc. - ich glaube, daraus, dass einen das zermürbt, kann man nur aussteigen, wenn man sein ganzes Herz über das Hindernis wirft und sich eine Welt vorstellt, in der es einem trotzdem gut geht und man trotzdem sich selbst sein kann, auch wenn sie einfach nicht anerkennen wollen, was geschehen ist... das ist sehr schwer... und gemein, es überhaupt tun zu müssen... aber ich möchte nicht, dass du mit all deiner Schönheit und Intelligenz darunter so leidest... zur Not, wenn das mit dem OEG nicht geht jetzt, mach später ein Wiederaufnahmeverfahren... stabilisier dich erst, finde Wege, um deine Wahrheit zu sagen, jenseits dieser Ärsche... (sorry, falls jetzt etwas davon für dich blöd klingt, entschuldige ich mich jetzt schon - du weißt, ich kenn dich ja nicht und kann nur allgemein schreiben)... und, das möchte ich auch noch sagen, ich bleibe dabei, dich zu bewundern für deine Kraft und wünsche dir von Herzen Alles Gute!!!
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo @meli

super Antwort!
Mein Klageverfahren ist nicht eingestellt, sondern einfach "erledigt".
Wie ich heute am Telefon von der Richterin erfuhr, habe ich die Klage selbst zurückgenommen, jedenfalls wurde ich vom Gericht so verstanden. In Wirklicheit hatte ich das ganz anders formuliert, habe aber leider vergessen mir davon eine Kopie zu machen, daher wird ein Protest jetzt wenig Sinn machen. Oder soll ich trotzdem? Ich hatte zunächst keine Begründung für die Klage vorgelegt, weil ich noch keine ausreichende Begründung hatte. Ich wartete erstmal ab und schrieb dann an das Gericht dass das Verfahren eingestellt werden "kann". Die Ursache war meine existenzielle Befürchtung keine Grundsicherung bzw. kein Erwerbsunfähigkeitsgutachten zu bekommen wenn gleichzeitig ein Verfahren wegen geltend gemachter Gewalttaten läuft.
Das Gericht sieht es nun anscheinend so dass mit diesem Schreiben von mir die Klage als nicht erhoben gilt und sich endgültig erledigt hat. ich habe mehrmals nachgefragt.

Ich weiß nicht ob es so was wie ein Wiederaufnahmeverfahren geben kann. Da in meinem Fall eine Vielzahl von Missbrauchserlebnissen aus ganz versciedenen Stadien meiner Kindheitsentwicklung bestehen, und das Amt meine bisherige Argumentation hauptsächlich damit ablehnte dass die frühkindliche Amnesie es unmöglich mache, sich an sowas überhaupt zu erinnern, habe ich mich darauf eingestellt das ganze OEG-Antragsverfahren nochmal neu zu machen. Diesmal beginne ich nicht mit den frühkindlichen Erlebnissen mit meinem Vater, sondern mit dem Missbrauch durch pubertierende Jugendliche im Umfeld des Wohnhauses und auf dem Schulweg. Leider sind diese Erlebnisse eher noch diffuser als die frühkindlichen, obwohl daran dutzende Kinder beteiligt waren, unter anderem mein Bruder und angeblich sogar meine Schwester ("angeblich" deswegen weil ich diese Beghauptung meiner Angehörigen für eine Finte halte, eine von vielen Finten... leider).

Auf jeden Fall würden bei einem solchen Neuantrag die bisherigen Argumente des ZBFS nicht mehr ziehen. Dafür entstehen nun andere Probleme:
1.) Datierung: Ich wurde jahrelang missbraucht. Oft waren zahlreiche Kinder beteiligt, bis auf wenige Ausnahmen nur Jungen. Mädchen hielten sich nicht komplett zurück, aber sie missbrauchten mich nicht. Die Handlungen wiesen fließende Übergänge zwischen Spiel, Einschüchterung, Misshandlung, Übertwältigung und sexuellem Vollzug auf, insbesondere jene an denen eine größere Anzahl von Kindern mitwirkten.
Ich kann keinen einzigen Vorfall datieren. Einzelne Tatorte sind sicher, aber einige nicht.

2.) Ich weiß dass es Zeugen gibt, darunter auch meine Mutter und mein Bruder sowieso. Aber es gab außer vielen Mitwirkenden, von denen einige fast passiv blieben und daher als Zeugen wirken könnten, auch eine außerfamliäre Zeugin die wirklich ausschließlich Zeugin war. Aber ich weiß nicht wer das war.

3.) Ich weiß nicht wie ich begründen soll warum ich keine Anzeige erstattete. ich weiß natürlich warum. Es hatte mit meinem innerfamiliärem Missbrauch, mit meinern Flashbacks, mit dem Verhalten meines größeren Bruders und meiner permanenten Retraumatisierung im Elternhaus zu tun, aber eben das kann ich ja nicht beweisen.

Grüße
sub
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo

Nachtrag zu meinem Posting:

Die beteilgten Kinder waren größtenteils selber noch im Schutzalter und meines Wissens war keiner strafmündig. Ein Täter war polizeibekannt, aber wie ich herausfand war das eigentlich der einzige der sich mir gegenüber anständig benahm. Der wurde anscheinend von den anderen systematisch als Sündenbock benützt. Als er merkte dass ich selber gar nicht so erregbar war und gar nicht aus sexuellen Gründen zu ihm ging, sagte er mir von sich aus dass ich gehen soll weil er sonst Schwierigkeiten bekommt. Kein anderer hatte sich so fair verhalten, außerdem war ihm anzumerken dass seine homosexuelle Neigung von Zärtlichkeit getragen war, nicht von Überwältigung eines Schwächeren. Allerdings begab ich mich aus ganz anderen Gründen zu ihm, denn ich wollte die Zusammenhänge verstehen die mir meine Angehörigen (und auch sonst niemand) je erklärte.

Die anderen Täter, darunter zahlreiche Trittbrettfahrer, überfielen und überrumpelten mich, nützten meine Traumatisierung, ihre Überzahl und ihre körperliche Überlegenheit aus, ferner verdroschen sie mich damit ich nicht petzen gehe. Es gab meist keine Trennlinie zwischen Spiel, Misshandlung und Missbrauchsvvollzug. Letzterer wurde mir nur ein Einzelfällen überhaupt vollbewusst, weil die Täter sehr stolz waren und ich sie bewundern musste dass sie es endlich auch geschafft hatten, einen Kleineren auf dem Schulweg anal zu vergewaltigen.

Ich war bei keinem Missbrauch älter als 9 Jahre. Alle Mitwirkenden waren älter als ich. Am Anfang war es mein großer Bruder der seine Mitschüler auf mich hetzte.

So schien sich das Gerücht zu bilden ich wolle das alles so, da ich ja nicht zur Polizei gehe und mein großer Bruder mir gewiss nur helfen wolle. Auch mit dem polizeibekannten Sündernbock verkuppelte mich mein Bruder, offensichtlich sollte später alles auf diese Person geschoben werden, daher stellte mir mein Bruder auch eine Falle wegen der ich längere Zeit ohnmächtig war und sogar ärztlich behandelt werden musste. Mein Bruder wurde daraufhin angeblich von der Polizei einvernommen und deutete auf ein Fahndungsfoto des Sündenbocks, obwohl mein Bruder selber der Täter war.

Nachtrag zum neuen OEG-Antrag:
4.) Schädigungsfolgen:
Ich muss im Antrag einen Schaden nennen, den ich kausal mit den Missbrauchserlebnissen verknüpfen kann.
Da ich eigentlich meinen gesundheitichen Schaden eher auf die frühkindlichen, wirklch schweren Missbrauchs- und Misshandlungserlebnisse zurückführe, die das Amt jedoch nicht anerkennen will, habe ich nun ein Problem damit die Verknüpfung anders vorzunehmen.
Welcher Schaden könnte nun das Resultat der außerfamiliären sexualisierten Gewalt sein? Meine so genannte Persönlichkeitsstörung ist aus meiner Sicht Grund und nicht Folge späteren Missbrauchs. Ohne diese "Störung" (also ohne die Folgen des früheren, innerfamiliären frühkindlichen Missbrauchs, bei dem mir systematisch und gewaltsam verboten wurde zu schreien) hätte ich geschrieen. Ich hätte reagiert wie jedes Kind, und es wäre vermutlich entweder wenig oder nichts passiert.

Ohne geltend gemachten gesundheitlichen Schaden im Zusammenhang mit den Vorfällen ist aber der gantze Antrag gegenstandslos. Mal ganz abgesehen davon dass der Ärztliche Dienst ders Amts eine Kausalität sowieso anzweifeln wird. Dafür werden die bezahlt. :roll: Und da kommt dann wahrscheinlich die Therapie in´s Spiel... oder wie oder was?

Grüße
sub
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