tabuthema suizid

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

was meinst du mit verantwortung übernehmen? wofür? dafür, dass alles so beschissen ist, wie es ist?
IST es nicht so, dass man den freitod nur als allerletzten ausweg wählt, in tiefster verzweiflung. nur dann, wenn sonst gar nichts mehr geht? wenn man so in sich gefangen ist, dass man nicht mehr weitersieht, weil alles ganz dunkel ist und man nur mehr am boden liegt und sich nicht bewegen kann, weil die bleierne schwere es unmöglich macht? weil man innerlich dermaßen starke schmerzen hat, die keiner nachvollziehen kann, der sich ausbreitet und jede minute zur qual macht? dieser unsagbar große innerliche schmerz, der einen zu zerreißen droht.....und wenn man sich selbst nicht mehr aushält, ein gefangener seiner selbst ist.... wenn man sich keinem mehr anvertrauen kann, weil an das gefühlt hat, nur mehr belastung zu sein? ich frage mich, welche rolle spielt in so einer situation verantwortung?
als gast

Re: tabuthema suizid

Beitrag von als gast »

Wenn ich nicht bin dann gibt es gewisse verbindungen zum täter nicht. Damit übrrnrhme ich verantwortung. In tod weil ich es um leben nicht s haffe.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

tut mir leid, das verstehe ich nicht......
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Sorry- kann ich auch nicht nachvollziehen. Denn die Verbindungen zum Täter sind ja zu seinem Schaden, normalerweise...
bitte lass dir helfen

Re: tabuthema suizid

Beitrag von bitte lass dir helfen »

mutter-täter=kind(bist du das kind)oder hängst du noch in einer art abhängigkeit zum täter!
ist das die verbindung?
gib bitte nicht auf, hier kannst du schreiben!es gibt die telefonseelsorge oder beratung! hier gibt es viele, die dir helfen möchten, aufgeben ist keine gute lösung!
Du hast kinder?vielleicht kann das ein halt sein, kraft für einen weiteren kleinen schritt!!

LG
als gast

Re: tabuthema suizid

Beitrag von als gast »

ja. okay.
entschuldigung.
Frosta

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Frosta »

als Gast hat geschrieben:und manchmal wird man auch dazu getrieben, obwohl
man es nicht will, um durch den tod verantwortung zu
übernehmen, zu dem man im leben nicht fähig war.

die einen sind beim ersten versuch gerade mal 8,
kämpfen sich durch jahre hindurch um doch zu
versagen.
und wenn noch kinder da sind, die jemand betreuen
müsste, dann ist wohl besser, die person bringt sich
um, dann müssen andere schauen. ffe bis man die
kinder entdeckt. zu viel arbeit für einen menschen.
zu hohe kosten. hat ja 8 Mia Einwohner.

hilfe ist nicht immer hilfe. und verträge? ich hab das
nie begriffen, wenn ich was will dann tue ich es. aus
amen, dann sind mir verträge sowas von egal. ja,
ich bin ja auch nur egoist, jeder mensch sollte sich
quälen lassen, auf ewig. das wäre nobel, anständig.
hab ich ja auch nicht anders gelernt bekommen.

aber wenn jemand krebs hat, dann ist es okay. das
ist nicht egoistisch. er stirbt ja sowieso. der arme
hat schmerzen. ja schon klar, ich bin wenig empathisch.
eigentlich bin ich ziemlich sauer. aber da können die
krebskranken nichts dafür.

manchmal scheint mir, als hätten sogenannte fach-
personen keine ahnung, wie es sich anfühlt.

aber man darf suizidal sein.
man darf es nur nicht tun.
wer das diktiert habe ich noch nicht rausgefunden.
aber ich bin nicht suizidal, also was solls.
Das sehe ich anders: Selbstmordgedanken, hat jeder von uns hier, nur die jenigen, die schon ganz unten sind und der Meinung sind: „Ich beende mein Leben. Es hat kein Sinn mehr“ Usw. Sind keine Menschen abzustufen, so nach dem Motto: „Weniger Ärger. Mehr Platzt für den anderen“

Jeder Mensch hat ein RECHT zu leben, auch wenn die Situation noch aussichtslos ist.

Ich selbst, denke jeden Tag darüber nach, mich zu töten, du es aber nicht, denn ich leide jeden Tag darunter und denke ständig nach, wie es mir besser gehen könnte und das gibt mit die Kraft zu leben, auch wenn sich nichts entert an meiner Lage.

Du denk mal darüber nach, denn es gibt mehr zu sehen als man glaubt, nur sieht man es nicht gleich.
fabienne87

Re: tabuthema suizid

Beitrag von fabienne87 »

Meine kleine 14 Jährige schwester hat sich vor kurzem das Leben genommen und jeden Tag frage ich mich warum!
Sie war äußerlich immer ein fröhlicher Mensch wir haben immer wieder viel zusammen gelacht :)
aber wir haben auch sehr viel miteinander gesprochen auch über traurige dinge sie wusste das sie immer zu mir kommen kann ob Tag und Nacht und vorallem egal wo sie war ich wäre immer zu ihr gekommen sie war mein fleisch und blut jetzt wo sie weg ist, ist auch ein sehr großer teil von mir gegangen!
Ich denke sehr oft daran ihr einfach zu folgen um sie in den Arm zu nehmen so wie früher um ihr einfach zu sagen wie sehr ich sie liebe, aber dann denke ich an meine Familie und an mein Freund und weiß das es ihr dort wo sie jetzt ist gut geht und von ihrem leid erlöst ist und wenn ich jetzt auch gehen würde es meine Mutter nicht mehr schaffen würde das will ich ihr nicht an tun dafür liebe ich sie viel zu sehr. Es gibt immer wieder ein Sinn witer zu machen und der größte Sinn des Lebens ist die Familie denn sie ist immer für dich da!
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Gut, wenn du es so sehen kannst fabienne. Weißt du, es gibt einfach Momente, da setzt das klare Denken aus , darum können wir letztlich auch niemand vor dem Suizid bewahren.
Ich glaube auch, dass es deiner Schwester gut geht jetzt und dass sie deine guten Gedanken spüren kann. So ist es bestimmt sinnvoller, als wenn du ihr in den Tod folgen würdest.
Cheetah

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Cheetah »

Ich habe das Thema gerade entdeckt und länger überlegt, ob ich etwas schreiben soll.
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal mitten im Sommer bei schönstem Wetter Selbstmordgedanken. Und die waren sehr extrem. Sonst kenne ich das nur von der Winterzeit, wenn es grau, dunkel, kalt und nass ist. Weißer Schnee dagegen gibt ja enorm viel Licht wieder. Damit lässt es sich aushalten. In einem Jahr regnete und regnete es so stark, dass ich mich fragte, ob Regen auch mal alle sein kann. Damals hatte ich die Möglichkeit zu verreisen. Kurz entschlossen war ich über 4 Wochen lang weg an 2 versch. Urlaubsorten. Erst ging es nach Madeira, dann im Anschluss direkt nach Mallorca, nachdem der Wetterbericht für Deutschland nicht besser aussah. Ich wusste, ich würde in D' land Blödsinn machen. Nun habe ich diese Möglichkeit finanziell nicht mehr und die Gedanken kommen trotzdem ab und an wieder. Mal ganz schwach, mal sehr stark. Mitunter hilft weder ein heißes Bad, noch ein Beruhigungstee oder sonstiges, was man immer so empfohlen bekommt, wenn man sich nicht gut fühlt. Auch die Anti- Depressiva können das nicht verhindern. Um ehrlich zu sein, ich sehe bzgl diesem Problem in den Tabletten weder einen Vor- noch einen Nachteil.
Ich weiß noch nicht, wie ich über den Winter kommen soll. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich mir ein Ferienhaus mieten. Irgendwo in Frankreich, Portugal o.ä.
Ich brauche die Sonne und Wärme. Auf Mallorca waren es zwar im Januar / Februar auch nur um die 12/ 15 Grad, aber das fühlte sich ganz anders an. Es war sonnig, oben in der Tramuntana lag Schnee. Total interessant.
Wenn sich die Möglichkeit ergibt, in ein anderes Land zu ziehen, würde ich das machen. Ich schaffe die Winter in D'land immer nur so gerade eben.
Mir geht es dann sehr schlecht. Ich mache nichts mehr, stehe nicht mehr auf, esse nicht, will einfach nicht mehr da sein.
Seitdem ich den Hund habe, habe ich dann beschlossen für ihn so lange zu leben, wie er lebt. Mitlerweile gibt es eine Angst, was aus ihm wird, sollte mir mal etwas passieren. Er wird nun 8 Jahre alt im Oktober und ich habe leider niemanden, der ihn 100 % ig nehmen würde. Eine Freundin bot sich kürzlich mal an, sollte hier mal etwas sein. Ob das dann aber auch immer in der Realität so klappt, wer weiß das schon.
Jedenfalls sorgt er hier für schöne Momente, macht mit 5 Min. Beschäftigung so vieles wieder gut.
Ich muss der Fairness halber dazu sagen, dass es Momente gibt, da sind die Gedanken so schlimm, dann kann auch er nichts mehr retten.
Hier sehe ich tatsächlich nur einen Umzug in ein anderes Land als Lösung. Damals war ich noch bei einem Therapeuten, aber dort saß ich dann die ganzen 50 Min. nur weinend, konnte teilweise auch eher gehen. Sobald ich an einem sonnigen Ort bin, geht es mir besser.
Ein 2. Wohnsitz ist finanziell nicht machbar, somit suche ich nach einer Möglichkeit, vllt ganz umzuziehen.
Es ist nicht ganz einfach, sich vorher bzgl Gesetze, Rente, Arbeitsmöglichkeit usw zu informieren. Ich spreche gut Englisch, lernte in der Schule auch franz., aber mir liegt die Sprache nicht so gut. Ein engl. sprachiges Land wäre von Vorteil, jedoch haben Portugal und/ oder Frankreich ihre eigenen Sprachen.
Die USA sagen mir nicht zu. Es muss ja auch mit den Einreisebestimmungen etc. passen. Alles nicht ganz einfach.
Ich hoffe sehr, dass sich dieser Traum erfüllen lässt, obwohl ich sehr an meinem Häuschen hier hänge.
Wesentlich einfacher wäre es, genügend Geld zu haben, um überwintern zu können. Dann fallen die Einwanderungsgesetze etc. weg.
Ich denke immer, unter die Erde kann man immer noch. Es wäre aber ja super schade, wenn man alles andere nicht vorher probiert hätte.
Mein größtes Problem ist die Arbeit. Ich bin leider nicht in der Lage, einen normalen Job anzunehmen, wegen meinen Angst vor Menschen.
Der Bereich, in dem ich etwas kann, wird nur in den USA gut bezahlt. Vllt sind die ja gar nicht so doof, wie ich immer denke und man müsste sich mal erkundigen, bewerben etc.
Was mir auch immer wieder hilft. Ein Ausflug ins 1,5 Km entfernte Holland. Das ist unvorstellbar, welch ein Unterschied diese 1,5 Km machen.
Die Leute sind stets gut gelaunt, gut drauf, spontan, lustig etc. Ich fühle mich dort sehr wohl. So ein Tag dort macht einfach glücklich und zufrieden. Keine Ahnung, wie die es machen und woher sie dir Kraft nehmen, aber mir hilft es.
Klein Mü

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Klein Mü »

Hallo Kii!
Ich versteh dich sehr gut. Dieses Weglaufen hilft wirklich eine Weile. Schau doch mal in den Weltreiseforen rein, dort findesr du viele Menschen, die ähnlich ticken. Wenn du soviel Zeit hast, lerne doch einfach noch spanisch. Es gibt auch Apps und CD-Rom-Kurse. Ich habe auch mal an der Grenze zu Holland und auchmal an der Grenze zu Frankreich gewohnt und genoss sehr die kleinen Ausflüge. Vor allem die Supermärkte hatten es mir angetan. Schokoladen-Bananenstreusel und Caramelcreme aufs Brot, da überlegt man sich das mit dem Selbstmord nochmal nach so einem Hollandausflug. Bei mir ist es so, dass ich, wenn ich mit dem Gedanken spielte, mich umzubringen, danach viel risikofreudiger war. Denn was hatte ich noch zu verlieren. In so einer Situation wächst man echt über seine Grenzen hinaus.
Ich möchte auch nochmal umziehen, allerdings ins Allgäu. Dort fühl ich mich wohl.
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

........und ein bisschen hilft es, im Winter für ausreichende Beleuchtung zu sorgen, sich ein Rotlicht zu besorgen und gern mal ins Sonnenstudio zu gehen.
AD sind, was Suizid betrifft, sogar eher kontraindiziert. Denn ohne Ad hat man gar nicht genug antrieb um es wirklich zu tun ..... es passiert tatsächlich relativ häufig, dass schwer depressive Menschen sich genau dann das Leben nehmen, wenn sie anfangen Ad`s zu nehmen.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

und ich hab mich schon gefragt, was der grund dafür sein könnte.......aber das erklärts. danke, auf dem weg.
......bin gespannt, wie s bei mir weitergeht, fürchte es geht wieder los :?
soll jetzt zu ner psychiaterin die den serotoninspiegel im blut messen kann........mal sehen was da raus kommt.......aber das dauert noch, muss erst mal fragen ob ich nen termin bekomm
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Scheinbar gibt es ja bei euch schneller Termine als hier .........aber dennoch wird es wohl dauern, da hast du recht ......
Melpomenita

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Melpomenita »

Oh Gott, vor dem Winter graut es mir auch schon wieder.......
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