OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
*Sophie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von *Sophie »

Huhu,

nee nicht automatisch. Musste das zusammen mit dem BSA beantragen bzw meine Anwältin.

Hier gibts den ausführlichen Text zu den Rentenarten (Leistungen nach dem BVG). Denk das erklärts ganz gut.
http://www.zbfs.bayern.de/sozentsch/leistungen.html


lg, Sophie
Gast Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast Enni »

@ Sophie

Dann erst mal -
lieben Dank für deine Zeit und Bemühungen ! :)

MFG
*Sophie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von *Sophie »

Hey Enni,
macht keine Mühe, mach ich gern
lg,Sophie
Gast Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast Enni »

@Sophie

seit gestern mache ich mir Gedanken, mit der Therapiefortsetzung nach den 120 bewilligten Stunden von der KV. Als ich dann lass . . . .
Mein Verfahren zieht sich seit 5 Jahren hin und sie sagen, dass Reha vor Rente gilt und ich noch mehr Therapie machen und noch mehr Medikamente nehmen müsse und ich dann wieder voll arbeitsfähig sei. (Und das bei nem GdB von 100 wg. PTBS und ner unbefristeten EU sowie 900 stattgefundenen Th-Sitzungen) - weil sie nicht zahlen wollen.
Du schreibst das du bereits 900h bekommen hast. Da die KV höchstens 100-120h übernimmt, fällt meine Therapie für zwei Jahre aus, wobei wir noch am Anfang stehen. Finanzierst du deine Stunden mittlerweile über das OEG ? Wenn ja, war es ein steiniger Weg dorthin ?
und noch mehr Medikamente nehmen müsse und ich dann wieder voll arbeitsfähig sei.
Das kann nicht wirklich wahr sein, denn niemand kann und darf einen Menschen zur Medikamenteneinahme zwingen. Darüber hinaus sie oftmals wirklungslos bleiben und verheerende Folgeschäden im Körper anrichten können. Ausserdem kann man die psychische Angelegenheit nicht heilen, sondern nur "übertünchen" (bis zum nächsten Ausbruch). Ferner weiss jeder Fachspezialist, dass man einen durchgängigen, auch jahrzehntelangen Missbrauch nicht aufarbeiten kann. Ich habe es auch von einem Gutachter zu hören bekommen, der dann noch frech zu mir sagte, eine Therapie ist in ihrem Falle unsinnig. Jawohl. Ich war sprachlos und niedergeschlagen ! Mal schauen wie das ganze weiter geht.
Und das bei nem GdB von 100 wg. PTBS
Das heisst du hast auf deiner Psyche einen Wert von 100 GdB, auch GdS 100 erhalten ?
Leidest du auch unter körperliche Beeinträchtigungen die durch das Trauma hervorgerufen worden sind, wie z.B. muskuläre Verspannungen bis hin zu Bandscheibenvorfälle ?

Das heisst du hast einen Gesamtwert von 100 GdS, nicht einen Einzelwert der Psyche von 100 ?

MFG
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Hallo Sophie,

vielen lieben Dank für deine Antwort und den sehr nützlichen Infos :) Sollte ich die Anerkennung bekommen, schaue ich mal, ob ich den Weg des BSA gehe. Ich bin Mitglied beim SoVD, da werde ich mich dann wegen Unterstützung hinwenden.

Hat jemand Erfahrungen, Ideen, Tipps für meine anderen Fragen? Hier nochmal:
Es ist so, dass ich (etwa seit 2006) einen Schwerbehindertenausweis mit Grad 50 habe (Neubegutachtung nächstes Jahr). Ich beziehe seit 2006 eine, inzwischen unbefristete, EM-Rente. Kann mir das zu irgendeinem... "Vorteil" gereichen?

Ich fürchte mich ja ein wenig vor Anhörung und Gutachten. Gibt es das immer bei einem OEG Antrag oder wird manchmal darauf auch verzichtet?
Neue Anmerkung von mir: Anhörung ja, Gutachten nicht immer, stimmt das in etwa?
Und wo finden Gutachten, Anhörung statt? In Hessen? Wird mir dann die Fahrt bezahlt (ist ja echt ein riesen Batzen Geld für mich so eine Bahnfahrt von Berlin nach Darmstadt)? Kann eine Begleitperson mit?


Wegen der Fahrt, das wäre wichtig. Also, ob sie bezahlt wird. Auch wie das mit einer Begleitperson aussieht. Ohne Begleitung gehe ich nicht da hin. Allerdings würde ich an der Stelle meinen Partner mitnehmen und nicht den Therapeuten. Ich weiß nicht, ob und wie das möglich dann ist.

Danke schon mal an euch!

Grüßchen
darkflame
Gast Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast Enni »

Wegen der Fahrt, das wäre wichtig. Also, ob sie bezahlt wird. Auch wie das mit einer Begleitperson aussieht. Ohne Begleitung gehe ich nicht da hin. Allerdings würde ich an der Stelle meinen Partner mitnehmen und nicht den Therapeuten. Ich weiß nicht, ob und wie das möglich dann ist.
Ja du kannst eine Begleitperson mitbringen. Oftmals möchten aber die Gutachter nicht, das diese Person mit bei einem Gutachten im Raume verweilt. Alles schon erlebt.

Die Reisekosten wirst du erstattet bekommen, wenn der Gutachter eine Begleitperson für angemessen hält.

Auf ein aussagekräftiges Gutachten wird meistens jedoch nicht verzichtet. Sehe auch nicht den Unterschied einer Anhörung und die es Gutachten. Beides ist anstrengend !

MFG
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Danke Enni für deine Antwort :)
Gast Enni hat geschrieben:Auf ein aussagekräftiges Gutachten wird meistens jedoch nicht verzichtet. Sehe auch nicht den Unterschied einer Anhörung und die es Gutachten. Beides ist anstrengend !
Ich habe gerade gesehen, dass ich da etwas durcheinander geworfen habe. Ach, der Kopf, die Konzentration ist einfach nicht so da...

Ich habe auch kein Unterschied machen wollen, für mich wird beides anstrengend. Und ich hoffe, ich schaffe das auch. Aber ich denke eigentlich schon.

Grüßchen
darkflame
Gast Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast Enni »

Passiert mir auch immer wieder. Alles kein Problem. :)

Es wäre phantastisch, dürfte man den eigenen Therapeuten, zum gutachterlichen Termin, mitbringen. Er für einem einspringt, wenn man sprachlos wird. . . .

MFG
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Hallo Enni,

Danke nochmal :)

An sich würde ich beim Gespräch selbst gar niemanden dabei haben wollen. Da will ich irgendwie allein durch oder so. Ja, das mag sich komisch anhören, aber irgendwie.... Für mich ist wichtig, dass ich nach dem Gutachten und der Anhörung nicht allein bin. Dass da jemand ist, der mich kennt, der weiß wie ich ticke und mir dann auch zur Seite stehen kann, wenn ich allzu fertig mit den Nerven bin. Ich werde meinen Notfallkoffer dabei haben, gut für mich sorgen. Sowohl danach wie auch davor schon :)

Nur dass das Ticket bezahlt wird, das wäre wichtig. Zumindest das für mich. Weil eine Bahnfahrt eben echt ein für mich teurer "Spaß" ist...

Grüßchen
darkflame
Gast Anni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast Anni »

Nur dass das Ticket bezahlt wird, das wäre wichtig. Zumindest das für mich. Weil eine Bahnfahrt eben echt ein für mich teurer "Spaß" ist...
Im Einzellfall bezahlt die Staatskasse die Reisekosten. Erkundige dich hier beim zuständigen Gericht. Wenn man da nicht auf Hut ist und seine finanzielle Not detailiert darlegen kann, hat man das Nachsehen. Selbst Hartz IV Empfänger müssen bedingt für die Kosten aufkommen, es wird ihnen zugemutet.

Mit der "Fahrkartenvergabe" vom Gericht scheint eine komplizierte Sache zu sein.
*Sophie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von *Sophie »

Huhu,

bezüglich der Frage nach den Therapiestunden:
ich hab einen Teil der 900 Stunden selbst bezahlt, ein Teil lief als psychiatrische Behandlung (dann halt nur 20 oder 30 Minuten) - und danach hat das Versorgungsamt die Kosten bei einer nicht kassenärztlich zugelassenen Th übernommen. Ich hab mal im Netz gesucht - hier gibts sogar Beispielfälle, auf die man sich berufen kann:

http://versorgung.lkbh.net/vafr/vvbw/beispieleoeg.html

Zitat aus dieser Quelle - Hervorhebung v. Sophie

Beispiel zum Anspruch auf Psychotherapeutische Behandlung
Gisela F. wurde nachts schlafend von ihrem Vermieter, der in ihre Wohnung eingebrochen war, überfallen und im Schlafzimmer vergewaltigt. Sie erlitt aufgrund dieses Vorkommnisses eine psychische Störung. So ist sie seit diesem Vorfall nachts von Ängsten geplagt, schläft nur bei Licht und kann ihr Schlafzimmer nicht mehr betreten.

Auf Antrag nach dem OEG stellte das Versorgungsamt für die Dauer von 2 Jahren fest, dass sie an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Ihre Erwerbsfähigkeit ist um 30 v.H. gemindert. Sie erhält eine monatliche Grundrente in Höhe von 115 Euro. Außerdem werden die Kosten der langdauernden psychotherapeutischen Behandlung durch einen nicht kassenärztlich zugelassenen Therapeuten einer Selbsthilfeeinrichtung vom Versorgungsamt übernommen, weil die gesetzlich Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt.
lg Sophie
Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Enni »

@ Sophie

Ja danke, habe die Seite auch schon öfters durchgegoogelt.

Mal schauen, was in meinem Fall geschieht, von statten geht. Da ist so einiges.

Das Gutachten müsste bald dem Anwalt vorliegen.

MFG
*Sophie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von *Sophie »

da drück ich feste die Daumen, nicht aufgeben!
lg Sophie
dani0303

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von dani0303 »

Hallo ,
habe heute meinen Termin für Gutachten erhalten,
muss da am 27.06. hin,
was erwartet mich da?
Lg dani
Enni

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Enni »

Hallo Danni,
was dich erwartet ? Fragen, Fragen, Fragen . . . :wink:
Ernsthaft, jeder Gutachter hat seine eigenen Methoden. Um dich jetzt nicht abschrecken zu wollen und doch bei der Wahrheit zu bleiben, ich hatte im OEG Verfahren einen scharfzynischen Gutachter. Diesen besagten Mann kann ich nach wie vor, in keiner Kategorie einordnen.
Was dich erwartet hängt von der Methode des Gutachters ab. Sicherlich folgen Fragen nach den Geschehnissen(Vorfällen), die du durchleiden musstest, wobei das aber nicht immer der Fall sein muss. Kenne "anerkannte Opfer" da wurde im gutachterlichen Termin, kein Wort von den schlimmen Geschehnissen gewechselt, vielmehr von den gravierenden Folgen und wie es dazu gekommen ist. Nicht alle Gutachter gehen ins Detail. Da reicht auch oftmals eine grobe nüchternde Umschreibung.

Und ganz wichtig -
behaupte dich ! Leg ihn deine Beschwerden deutlich und in einem bestimmten Tonfall nahe (nicht zu taff, aber doch bestimmend), damit er oder sie deine Schwierigkeiten im Alltag "optimal" erkennen und einschätzen kann. Lass dich nicht beirren.
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