tabuthema suizid

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Maya
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Maya » Do Mär 03, 2011 8:39 pm

als ich da so tief drin gesteckt habe, dachte ich auch nicht es sei egoistisch. ich dachte mein mann findet ne bessere, meinen kindern schade ich mit meinem schaden nur. ich habe familie aber damals nicht wirklich freunde. und schluß endlich dachte ich dann noch ich muß auch mal an mich denken, ich will einfach nicht mehr und ich kann doch nicht nur wegen anderen leben.
nein, es ist egoistisch. wobei egoistisch so negativ ist. es ist ein ausdruck von verzweiflung.

immer habe ich alles getrennt. kein mensch hätte sich gedacht das ich schwach sein kann. ich bin hier die starke, manchmal hat man sogar angst vor mir, weil ich alles kann, alles aushalte und mich immer wehre. ich dachte keiner würde verständnis haben, ich dachte ich würde keinem mehr unter die augen treten können wenn sie merken das ich schwach bin. es kam das es nicht mehr zu übersehen war das es mir schlecht ging und ich mußte zum psychologen. und später nach dem suizid in die psychatrie und dann noch in eine reha. aber es ist nichts passiert. nichts! alle denken immer noch ich halte alles aus. keiner weiß warum ich depressionen habe. keiner fragt, keiner behandelt mich anders. ich hätte das bevor ich es selber versucht habe nie gedacht.
bei meiner freundin, die habe ich in der reha kennen gelernt, ist es ähnlich. auch sie hatte die selben ängste und auch bei ihr hat sich nichts geändert dadurch das sie sichtbar für alle hilfe brauchte und in anspruch nahm.

vielleicht denkst doch nochmal nach was du deinem umfeld zumuten kannst. dich schwach und vielleicht leidend zu sehen oder dich zu beerdigen. wenn du ihenen das nämlich zutraust, dann können sie auch für dich da sein, bzw mitbekommen das du zb in eine klink gehst. denkst du nicht das sie erst diese chance verdint haben bevor du so entgültige pläne machst?

monalisa

Re: tabuthema suizid

Beitrag von monalisa » Do Mär 03, 2011 8:56 pm

ich denke immer ich bin austauschbar
ist man ja auch
manchmal würde ich lieber sterben, als so leben

Maya
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!

Beitrag von Maya » Do Mär 03, 2011 9:14 pm

kann ich gut verstehen.
aber es geht auch nicht darum für andere zu leben. für andere, freunde familie, kinder weiter zu machen kann nur eine übergangslösung sein. in einer schweren zeit wenn du selber lieber weg sein willst. um dich kurz zu halten, aufzuraffen, aufstehen und weiter zu gehen. und dann schleichen sich immer wieder sehr schöne, glückliche momente ein. und irgendwann überwiegen die wieder. wirklich.

ich weiß nicht obs lästig ist, ich hoffe nur du siehst es geht. meinen mann habe ich kennen gelernt als ich völlig abgeschlossen hatte. da hatte ich so ein paar tage richtig spaß weil klar war, gerichtverhandlung ist um, alles geschafft beim nächsten tief ist es dann um. ich hab nicht gesucht und nicht damit gerechnet und mich so doll verliebt, wie vorher noch nie.
es werden noch so viele überraschungen kommen.
ich denke oft so viel glück wie ich mit allem die letzten jahre hatte habe ich gar nicht verdient. aber vielleicht ja doch, gerade deswegen, vielleicht weiß man das glück auch anders zu schätzen. andere haben das selbe und dazu vielleicht noch keine geldsorgen und sind nicht glücklich, können es nicht sehen und nicht genießen.
sagte vor einer weile eine frau zu mir, sie ist über 50 und hat jetzt krebs, sie würde jetzt erst sehen wie schön alles ist. kleine dinge, wie laub, sonne farben, familie. würde sie jetzt alles anders wahrnehmen und schätzen. und ich dachte, gesagt habe ich das natürlich nicht, arme frau! denn erst mit 50 wenn ihr leben vielleicht bald schon um ist, merks sie was sie schon alles hatte und nicht gesehen hat. du kannst es aber sehen. und eins ist sicher, die sonne wird wieder kommen und du, grade du wirst sie genießen können.

ich quassel immer viel, sorry, sag einfach stopp, wenn ich was falsches sage.
liebe grüße

Birgit1967

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Birgit1967 » Do Mär 03, 2011 9:25 pm

Wir alle, die wir dann und wann mal an Suizid denken, sollten uns bewusst sein, das wenn wir es in die Tat umsetzen würden wir zum Täter würden.
Nicht nur an uns selbst, sondern auch an denen, die möglicherweise ungewollt an dem Suizid beteiligt wären.

Wie würde es dir damit gehen wenn du einen Selbstmörder tot auffinden würdest?

Da wäre die Mutter, der Vater, der Bruder die Schwester der Freund/die Freundin, der Nachbar/die Nachbarin, der Polizist, die Polizisten oder wer auch immer, der dich tot auffinden würde.


Da sind Ärzte, die alles in ihrer Macht stehende tun um Menschenleben zu retten und möglicherweise könnte es zu spät sein.

Da sind Lockführer, die ihr Leben lang traumatisiert sind.
Es gibt ca. 1000 Selbstmörder jedes Jahr die sich vor einen Zug schmeißen und damit nicht nur ihr Leben auf einen schlag bebenden, manch einer überlebt so etwas auch und ist sein ganzes Leben am Rollstuhl gefesselt.

Selbstmörder, die mit ihrem Auto mit 100 Sachen in den Gegenverkehr rasen. Manchmal überleben sie aber ein unschuldiger ist tot.

Ich könnte noch einige weitere Opfer von Selbstmördern aufzählen.

Ich glaube keiner hat das Recht sich selbst zu töten, wir würden immer Opfer hinterlassen.

lg

endlos

skunk

Re: tabuthema suizid

Beitrag von skunk » Do Mär 03, 2011 9:31 pm

endlos hat geschrieben:Da sind Lockführer, die ihr Leben lang traumatisiert sind.
Es gibt ca. 1000 Selbstmörder jedes Jahr die sich vor einen Zug schmeißen und damit nicht nur ihr Leben auf einen schlag bebenden, manch einer überlebt so etwas auch und ist sein ganzes Leben am Rollstuhl gefesselt.

Selbstmörder, die mit ihrem Auto mit 100 Sachen in den Gegenverkehr rasen. Manchmal überleben sie aber ein unschuldiger ist tot.
DAS ist ja nun mal das aller letzte.
wenn ich mich schon umbringe, dann wenigstens so, das ich da keinen aktiv beteilige.
ich tue es einfach.
heimlich, still und leise in meinem bett
oder ... nee, das sag ich jetzt nicht

kigwumi

Re: tabuthema suizid

Beitrag von kigwumi » Do Mär 03, 2011 9:51 pm

@ ki: darf ich dich fragen, wie es für dich war, unterstützung zu leisten? wie ging es dir dabei? woher hast du kraft geschöpft?....

wie es war?
es war anstrengend.
extrem anstrengend. es war wie ein rennen.
immer mehr worte, immer mehr zuhören,
immer ehrlich bleiben...war nicht einfach...aber unehrlichkeit hätte sie sofort bemerkt.
ich hatte angst, angst dass sie es macht...gleichzeitig war ich froh, weil ich wusste, dass das reden darüber ihr druck nimmt.
also war ziemlich klar, reden tut gut, ich will nicht, dass sie stirbt.

wie es mir damit ging?
ich glaube wirklich schlimm wärs mir damit nur gegangen, wenn sie es gemacht hätte.
ich fand es vor allem anstrengend.

wie hab ich kraft geschöpft?
aus dem glauben daran, dass es vorbei geht,
aus der ehrlichkeit, sie trotzdem noch als ganze person zu sehen und ihr gegenüber auch selbst noch ganz zu bleiben...
also nicht die angst mich unehrlich machen lassen.
viele lange gespräche mit anderen, wenn sie schlief.
aber vor allem der glaube daran, dass es wieder vorbeigeht.
und mein verständnis vielleicht...
mit 17 wollt ich auch mal nicht mehr.
aber...als ichs tun wollte hab ich gedacht: "nee, nicht bevor ich angefangen habe, zu leben, für mich zu leben, nicht für andere!"
also ich er-kenne das gefühl und ich erkenne es auch an... ich muss nicht gruselnd mich davor umdrehen und die kalte schulter zeigen.

was war schlimmste daran? (die frage bau ich mal mit ein...)
wieviel verantwortung kann ich tragen?

also für mich wäre es sehr hilfreich gewesen,
mit ihr in zeiten in denen sie erreichbarer war abzusprechen, ab welchem punkt ich die verantwortung auch ohne ihre zustimmung abgeben kann (klinik o.ä.) das wäre auch mein wunsch fürs nächste mal... klare absprachen, nicht über das wie oder das warum und ob überhaupt, sondern über das ab-wann-nicht-mehr? denn über ihren kopf hinweg konnte ich nichts entscheiden.
geht für mich nicht.
wenn es aber eine solche vereinbarung gegeben hätte, das hätte mir glaube ich sehr geholfen.

aber.... ich bin nicht zusammengebrochen, ich trage es auch nicht ewig mit mir rum als krasse belastung oder so.
es ist nun vergangen.
sie lebt.
das war und ist das wichtige.
und wenn mit mir reden ihr etwas druck genommen hat, es etwas erträglicher gemacht hat,
dann wars das wert. ganz einfach.

und ...sie war die ganze zeit über wo es so akut war (zweidrei wochen) bei mir.
ich glaube sie hat sich auch geschämt für ihren zustand..aber bin im ehrlichen geblieben,...und hab auch gesagt:
"ja, für mich ist das gerade schwer. ...aber für dich ist es noch viel schwerer."

ich will inzwischen sehr dringend leben.
das leben ist mir über die jahre sehr wertvoll geworden.
das ist mir nochmal klar geworden dadurch.
ich glaube, wenn das mir nicht so klar wäre, das "ja" zum leben nicht so stabil,
dann wärs wahrscheinlich nicht machbar gewesen.

alles alles gute.
und, ja, ich glaube dir, dass es gut tut, darüber reden zu können.
ki

rosa eiffel unl.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von rosa eiffel unl. » Do Mär 03, 2011 9:52 pm

hi gästefrau,

finds toll, dass du jedem ein paar zeilen da gelassen hast...
mmh, aber mmh hast du sie mal gefragt, wie sie weiter leben würden? natürlich wirst du erwidern, die wären froh, aber würden sich natürlich nicht trauen, dir das ins gesicht zu sagen. das kann ich letzlich nicht beurteilen, dazu kenn ich deine beziehungen zu wenig. aber ich denke nicht, dass ALLE so denken, vielleicht einer, aber die anderen? gibt es keinen menschen, von dem glaubst, er hat dich gern?
wenn es nur einziger ist, so fände ich es egoistisch ihm so weh zu tun.
also nochmal anti suizid vertrag schriftlich.. dass es nicht hilft sich besser zu fühlen, denke ich auch. aber es hilft vielleicht es zu lassen.

mmh und auch wenn du schon jahrelang dagegen kämpfst, rechtfertigt es das - auch wenn es hart klingt - finde ich nicht. viele menschen sind jahrzehntelang chronisch krank und leben im elend. klingt mist, ich weiß. damit will ich auch nicht sagen, dass dein leid nicht extrem schlimm ist. mmh, aber dies ist einfach ein grenze, die der mensch akzeptieren muss. ich richte nicht darüber, wenn es passiert, denn das ist ja was individuelles, was für jeden menschen ne krasse entscheidung ist. aber solang jemand noch da ist, finde ich es wichtig zu sagen: du bist moralisch dazu verpflichtet zu leben. das kann ich vielleicht aber auch nur sagen, weil ich an gott glaube und glaube, dass er über mein leben richten sollte und ich nicht selbst.

alles gute dir
rosa

Frieda

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Frieda » Do Mär 03, 2011 11:03 pm

Ich hatte mal eine Freundin, die hatte ihre Mutter nach dem Selbstmord tod aufgefunden. Meine Freundin war damals 17 Jahre alt gewesen. Als ich sie kennenlernte war sie 30 und hatte schon zwei Selbstmordversuche hinter sich.
Ihre Augen wirkten oft so leer.

Ich denke, dass möchte ich keinem Menschen antun (ich hoffe und bete jedenfalls, dass ich nie soweit komme, dass zu tun).

Frieda

steh_auf
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von steh_auf » Do Mär 03, 2011 11:05 pm

Hallo,

ich kann jetzt gerade nicht wirklich etwas hochtrabendes beitragen, aber ich wollte einfach sagen, dass Thema berührt mich gerade sehr.
Ich kämpfe mit den Gedanken an Suizid, ja, aber ich merke auch, ich will leben, denn das Leben kann viel schneller vorbei sein, als einem lieb ist. Das erlebe ich auch gerade.
Dadurch ist bei mir der Zwiespalt zwischen Leben wollen und sterben wollen. Endlich alles hinter sich lassen.
Bei mir einfach gerade schwierig.

Steh auf
Nichts macht uns so einsam wie unsere Geheimnisse!

schirm

Re: tabuthema suizid

Beitrag von schirm » Fr Mär 04, 2011 8:00 am

ich will leben, leben, leben. auch wenn ich meine lebensträume schon lange nicht geträumt habe...
ich will, dass sich was ändert. aber das tut es nicht, wenn ich einfach abhaue.
ändern kann sich nur etwas, wenn wir hier bleiben und es verändern oder es zu verändern versuchen.

daran denke ich...

kleine _hexe

Re: tabuthema suizid

Beitrag von kleine _hexe » Fr Mär 04, 2011 10:07 am

hallo gästefrau

auch ich hatte und habe noch suizidgedanken
wenn sich mir diese gedanken auftun dann igel ich mich zuhause ein und weine denn sie sollen weg raus aus meinem kopf
mir geht es dann ein paar tage so miess und überlege schon wie ich es besten anstellen könnte
wenn es zu heftig würd ritz ich mich auch manchmal naja

LG hexe

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Ma.
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Ma. » Fr Mär 04, 2011 10:36 am

Hallo zusammen,

hier steht (unter anderem) einiges an negativen Dingen. Es ist okay, weil ich es für wichtig halte, das sagen bzw. schreiben zu dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden.
Soviel erst mal vorweg.

ABER: Genauso wichtig ist es, dass jeder für sich selbst überlegt, was in Krisensituationen hilfreich sein kann. Ich finde diese Frage unheimlich schwer, weil wir viele der positiven Dinge noch nie wirklich erfahren haben. Sich dann vorzustellen, was die Gedanken bremsen oder sogar den Suizid verhindern kann, ist nicht einfach. Ich weiß auch aus Erfahrung, dass es nicht unbedingt hilft, an die Hinterbliebenen zu denken, weil man ja überzeugt ist, die sind sowieso ohne einen besser dran. Gegen die Gedanken muss man auch noch nicht unbedingt massiv vorgehen. Sobald es aber zu (gedanklichen) Planungen/Konkretisierungen kommt, ist Handeln angesagt.

Ich selber habe eine solche Suizidvereinbarung mit meiner Therapeutin, kann aber auch jederzeit mit ihr reden, wenn diese Gedanken auftauchen. Das gibt mir Sicherheit, dass sich durch Verheimlichen nicht auch noch Druck aufbaut. Das eigene Umfeld verschont man in der Regel ja mit diesem Thema. Wenn solche Gedanken sich also mal wieder häufen, denke ich an die Vereinbarung. Das sorgt schon ein bisschen dafür, dass es sich nicht manifestiert.
Nun ja...und letztlich gibt es noch einige andere Möglichkeiten, sich selbst zu helfen (http://www.wildwasser.de/forum/viewtopi ... =6&t=27006). In wieweit das jeder in einer Krisensituation nutzen kann, ist wohl unterschiedlich.
Heute weinte ich –
aber keine Träne benetzte eine Blume.
Still, leise und nutzlos!
Werde ich auch so von der Welt gehen?

sk.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von sk. » Fr Mär 04, 2011 12:06 pm

hallo ich finde es toll das der austausch nicht unterbunden wird, es hilft sehr.

ich bin auch ab und zu in diese situation, habe aber niemanden zu dem ich gehen kann, weder familie noch ärzte und derzeit auch keine thera. und zudem wurde ich vor ein paar jahren mal fast zwangseingewiesen als ich auch nur einen teil meiner dunklen gedanken rausgelassen hab (keine ankündigung!), das werde ich nie vergessen und das verschließt mir den mund. hat das jemand auch erlebt und wie kann man dann wieder vertrauen fassen?
vg sk.

kleine _hexe

Re: tabuthema suizid

Beitrag von kleine _hexe » Fr Mär 04, 2011 12:56 pm

hallo sk

ich hab auch keinen an meiner seite dem ich wenn es mal wieder soweit ist anvertrauen kann es ist wie bei dir
zwecks so einer zwangseinweisung hab ich noch keine erfahrungen machen müssen zum glück
wem gegenüber hast du denn diese gedanken geäussert wenn ich fragen darf
ich würde mich auch gern einigen leuten mehr öffnen wollen/können doch dann zerstör ich das bild meiner eltern was sie von ihnen haben
dabei sind sie doch die schuldigen warum ich heute so denke und man ist so hilflos

vertrauen denk ich kannst du bei einer thera wieder finden denke ich denn sie ist ja da um dich aufzubauen
loszukommen von diesen gedanken

lg hexe

Maya
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Maya » Fr Mär 04, 2011 12:57 pm

so gings mir auch, das ich so angst davor hatte eingewiesen zu werden. bei mir ist es allerdings immer mein mann der mit entscheidungen trifft.
vertrauen ist da schwer. und ich sage auch nur sehr dosiert den ärzten wenn ich soweit bin. anderseits haben alle bisher mit sich reden lassen. und wenn du freiwillig in die geschlossene gehts, wirst du ja auch nicht zwangseingewiesen, kannst aber allerdings auch nicht so einfach wieder gehen.
ich brauche immer einen streitplan was ich als nächstes tue. um mir halt zu geben. und da kann ich mich voll reinhängen, dafür kämpfen und andere überzeugen. zb ich suche mir sofort einen neuen therapeut, geh wieder in die psychatrie wenn die situation mir entgleitet usw. aber es ist schwer weil alle einen nicht mehr als mündigen menschen behandeln. man hat keine gewallt und verantwortung mehr und ich fand, da kann man sich dann auch ganz schnell fallen lassen dadrin, in diesem gefühl. weil aufrappeln muß man sich ja letztendlich selber, dazu muß man sein leben wieder in die hand nehmen.
aber es kommt eben immer auch an an wen man so gerät. ich hatte auch mal einen echten idiot, richtig verachtend mir gegenüber und sagt als säße ich nicht daneben zu meinem mann er solle lieber überlegen sich scheiden zu lassen. das kränkt sehr wenn man nach allem was ich geschafft habe plötzlich wegen einer schwäche so respektlos behandelt wird. richtig verachtend. vielleicht macht es den menschen angst das andere nicht mehr leben wollten, vielleicht weil jeder mal so denkt.
ich weiß es nicht, aber mich verletzt das sogar jetzt noch wenn ich daran denke.

du schreibst du hast niemanden, bist du dir denn da ganz sicher? meist gibt es ja einige menschen die wir nur nicht nah genug an uns ranlassen, die aber gerne für einen da wären. und ansonsten hast du dich selbst. du kannst zb hier schreiben. deine gedanken, den druck rauslassen. oder hier üben dann mit jemanden realen zu sprechen. und dann die notrufnummern.
und wenn es dir wieder etwas besser geht, du dich bisschen mehr entfaltest, dann werden auch wieder menschen in dein leben treten können. und du wirst sie näher kommen lassen.

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