Hallo redet-endlich,
Aha, na dann danke ich Dir erstmal. Daran hab ich nicht gedacht, werds aber in Betracht ziehen. Und was das Umgehen betrifft, denke ich gelten natürlich auch hier immer die Regeln des menschlichen Umgangs. Ein liebe- und respektvoller Umgang. Meistens ist es so, dass ich dann aber in so ne art Papa/Mama-Verhalten hineinrutsche und - jetzt nicht wirklich übertrieben - aber doch einwenig einen väterlichen/mütterlichen Umgang mit "dem Kind" habe. Und mich jetzt frage, ob das richtig oder falsch war/ist.
Das mit der Regression hat mich schon nachdenklich gemacht, denn diese Person zeigt, wie ich schon früher festgestellt habe, viele Verhaltensmuster von BL. Aber Du hast recht, dass es wohl keine "Ferndiagnose" gibt. Und ich mag mich auch nicht mit Termini herumschlagen und versuchen "dem Kind einen (falschen) Namen zu geben" (welch Wortspiel ) sondern die Situationen als ganzes ansehen ohne gleich das Verhalten in eine Ecke zu stellen.
Auf Therapie habe ich als außenstehende/r keinen Einfluss. So muss ich wohl nach Gefühl gehen...
LG Konj.
Meine Thera hat mir auch schon oft von dem inneren Kind erzählt,das ich in mir habe.Lange Zeit konnte ich es nicht sehen,oder spüren.Ich fand keinen Zugang zu ihm.Doch vor einiger Zeit hat es sich doch gemeldet und ich war erst sprachlos.
Es gab eine Zeit in der ich sehr schlecht schlafen konnte.Ich hatte Alpträume und schon Angst einzuschlafen,wenn ich ins Bett ging.Damals machte mir meine Thera den Vorschlag,mir einen "sicheren Ort" auszudenken.einen Ort,in dem nur ich sein kann,wo niemand anderes Zugang hat.In dem ich mich sicher und beschützt fühle.Ich dachte mir eine große,breite Fensterbank,auf der eingekuschelt in eine weiche Decke sitze und viele Kissen um mich herum.Ich schaue hinaus und sehe eine Wiese,und einen Teich,auf dem Enten und Schwäne schwimmen,davor steht eine große Trauerweide,die sehr dicht ist,damit mich auch wirklich niemand von außen sehen kann.Es dauerte eine Zeit,aber dann funktionierte es immer besser.Und heute ist es wie ein Ritual für mich.
Vor einiger Zeit hörte ich dann auf einmal eine leise Stimme in mir,die mir zurief:"In deinem Ort ist kein Platz für mich.Er ist nicht Kindgerecht,weil er zu dunkel ist.Ich brauche mehr Licht."Zuerst dachte ich,das ich spinne und maß dem keine Bedeutung zu.Aber die Stimme wurde lauter und kam öfter.Ich erzählte es meiner Thera und sie lächelte mich an und sagte zu mir:"Sehen sie,sie haben doch dieses innere Kind in sich.Es meldet sich gerade bei ihnen und das bedeutet,das es langsam beginnt,ihnen zu vertrauen.Es möchte Zugang zu ihnen."
Meine Trauerweide mochte ich nicht fällen,aber ich habe die dichtesten Äste beseitigt und es wurde heller.
Mittlerweile kann ich mein Kind auch sehen.Es sieht aus,wie ich,als ich klein war.Nun sitzen wir gemeinsam an "unserem" sicheren Ort.Die Kleine lehnt sich an mich,aber sie redet nicht mit mir.Noch ist sie wohl nicht soweit.Aber ich habe ihr gesagt,das ich warten werde,bis sie reden möchte.Solange werden wir beide einfach nur dasitzen und kuscheln.Und ich habe auch die Wiese verändert.Es ist nun eine Blumenwiese geworden,auf der Gänseblümchen,Kleeblumen und Löwenzahn blühen und die Sonne scheint darauf.
Wir fühlen uns wohl,wenn wir da sitzen.
ich weiß, der Thread ist inzwischen etwas lang geworden. Aber das Thema ist auch mit wenigen Worten nicht erklärt.
Kurz: In meinen Augen hat jeder Mensch ein inneres Kind. Viele werden in dem Sinne nie Kontakt zu ihm haben, es ist ein natürlicher Bestandteil der Psyche und stellt grob gesagt die Erfahrungen der Kindheit dar und vertritt diese im Gesamtbild der Psyche (wenn man so will gibt es also mindestens einen inneren Erwachsenen).
Trauma: Durch besonders einem Trauma in der Kindheit/Jugend kann es zu einer Art Separation einzelner Bewusstseins-Ausprägungen kommen. Diese können sehr, sehr schwach sein und unauffällig bis hin zu sehr starken Trennungen. Hier liegt meiner Info nach schon eine Form der Dissoziation vor. Diese dient dem Schutz der Psyche des Kindes, weil es so mit dem Trauma nicht klar kommt.
Ich selber habe hier in dem Thread und auf meiner HP einiges dazuu geschrieben. Nähere dich wenn dem Thema langsam und vorsichtig. Erzwingen kannst du gar nichts. Wenn sie da sind, dann melden sie sich von ganz alleine.
Also ich habe mir hier im Thread einiges durchgelesen und ich bin mir einfach nicht sicher ob bei mir einige Dinge auch etwas mit einem "inneren Kind" zu tun haben oder haben könnten!
So ist es bei mir zum Beispiel so, dass ich ein eher kritischer Mensch gegenüber anderen Menschen bin, vielleicht würden manche sogar sagen ich sei eher pessimistisch weil ich eher an das negative denke um im Nachhinein nicht enttäuscht zu werden! Das hat mir schon oft vor Verletzungen geholfen... Ich bin mir aber durchaus im klaren, dass dies auch manchmal verletzend auf Menschen wirken kann, die keine böse Absichten haben!
Dann ist da noch so das Problem mit der "Bindung"...ich finde ich bin nicht wirklich in der Lage mich zu binden, ich weiß selber aber nicht so recht, warum. Angefangen hat es vor 6 Jahren nach der Trennung meines damaligen Freundes...war dann 6 Jahre Single (mit 23!!), habe seit fast einem Jahr einen Freund (Fernbeziehung) und kann mir nicht vorstellen mit ihm ein gemeinsames, also häusliches Leben zu führen...ich weiß nicht warum.
Vom Gefühl her würde ich es so beschreiben: Ich fühle mich in Gedanken schon wie abgeschnürt und eingeengt, wenn ich daran denke oder mir dies vorstelle. Auf der anderen Seite wünsche ich mir genau diese Nähe und finde das schon ein wenig (salopp gesagt) schizophren! Aber warum ich diese "Zwiespältigen" Emotionen habe ist mir nicht klar...ich meine liegt es wirklich noch an einem MB der für mich im Grunde "abgeschlossen" ist?
Ich habe nie eine Therapie gemacht, habe das alleine geschafft indem ich mich Menschen anvertraut habe und drüber gesprochen hab! Das hat mir sehr geholfen...ich war mit dem Thema immer offen und nie in mich gekehrt...mh.
Sollte ich doch lieber noch eine Therapie machen? Vielleicht haben diese "Bindungsprobleme" im Unterbewusstsein doch etwas mit der frühen kindlichen Schädigung zu tun? Ich meine, dass Urvertrauen war ja somit zerstört...Fragen über Fragen!
Bin ein wenig nachdenklich...dieses Forum hat es geschafft mich wieder mit dem Thema zu befassen, dabei wollte ich dies gar nicht...ob das gut ist oder nicht, ich weiß es nicht!
Als ich heute auf Arbeit war, schien die Sonne und mein inneres Kind meinte ich soll jetzt Inlineskater holen und damit herum fahren!
Ich fand die Idee total super!!
So ging ich zu mein Chef und sagte ihn, das ich jetzt voll lust auf Inlineskaten habe!
Und er sagte nur wir sind ja nicht im Kindergarten!
Manchmal hasse ich Erwachsene,
die haben keine Ahnung wie toll es ist nur zu spielen!
Da ihr hier so große Erfahrungen habt, mit den inneren Kindern, wollte ich mal eine Frage stellen.
Es geht dabei um mehrere innere Kinder.
Wenn eins davon traurig ist und weinen möchte, kriegt man dann raus welches Kind weint?
Ich meine jedes dieser Kinder wird ja traurig gewesen sein.
Kann man das sicher zuordnen oder ist es eher nur Traurigkeit, die man nicht einordnen kann?
nun sitz ich hier .... ringe mit den Tränen ...
Aber ... es ist gut,
ich beginne langsam .. zu verstehen.
Auch mein Engel hat " innere Kinder " .... wie wohl jeder hier* denke ich.
Mit diesen ich auch schon kommunizieren konnte.
Ich spreche mit meinem Engel darüber ... wenn es geschehen ist.
Und ....
auch ich bin der Meinung, das zumindest das " eine " Kind von Ihr --- langsam vertrauen zu mir fasst.
Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so.
Ich kann " Sie " beruhigen ... und das relativ schnell.
Ich " rede " mit Ihr .... wenn sie auch .... selten antwortet.
Das braucht sie auch nicht, denn ich bemerke das anhand Ihrer Reaktion.
Danke, das Du dieses Thema hier eingestellt hast.
LG
Draci
svinie hat geschrieben:
Wenn eins davon traurig ist und weinen möchte, kriegt man dann raus welches Kind weint?
Hallo svinie,
es kommt immer darauf an, wie intensiv sie sich bei dir darstellen. Ich sehe meine Innies recht deutlich und kann sie sehr genau unterscheiden. Sie sind auch recht unterschiedlich vom Charakter her und nach außen spiegelt dass wiederum meinen Gesamtcharakter.
ich weiß nicht genau aber ich glaube jetzt, ich weiß WAS mit Innere Kinder gemeint ist und wenn es so ist, dann habe ich auch eins!
Und zwar (ich hoffe ich bekomme keine Schelte) ein "hysterisches Tyrannisches"oder vielleicht auch ein "kolerisches". Ich weiß auch nicht, aber ich b in z.B. total schnell gereizt...wegen Kleinigkeiten!!!!!!!!!!!! Manchmal reicht da wirklich schon das morgendliche Aufstehen, ich bin noch nicht ganz wach aber schon so richtig mies gelaunt und könnte ausrasten!!!!!
Ich meine, wenn ich dann anschließend zur Besinnung komme und so drüber nachdenke frage ich mich auch, was war denn das jetzt? Aber es ist eben immer mal wieder so, dass ich oft unzufriedene, genervte Zustände habe und ich fühle mich nicht wirklich als ICH in diesem Moment!
Da gibt es einen kleinen, schüchternen und ganz lieben Kerl, mit dem ich ab und an rede und den ich tröste und den ich immer wieder versuche auf den Arm zu nehmen. Ich denke, es ist der kleine "Emotio" . er hat mir mal erzählt, dass er sich in der ersten Wohnung, in der er mit seinen Eltern und seinem Bruder wohnte, immer gefürchtet hat. Er sagt, die Wohnung war ihm immer so leer vorgekommen, als ob ausser ihm niemand drin gewohnt hätte. Und, wenn er aus Angst und Einsamkeit weinte und die Arme gen Himmel streckte, war nie jemand da, der ihn hochnahm, ihn streichelte und ihm die Angst wieder nahm.
Wenn es mir heute manchmal schlecht geht, ist er es, der mir sagt, Du, das sind doch meine Ängste, Du musst Dich nicht fürchten, so wie ich mich damals gefürchtet habe, denn nur Papa und Mama hatten die Macht über uns, Du bist heute groß und stark, bist erwachsen und hast eigene Kinder. Ja, und dann wird der große "Emotio" ganz traurig, weil er merkt, dass dass der kleine "Emotio" und der reale Sohn viel Ähnlichkeiten haben, und das, obwohl beide ganz unterschiedliche Eltern gehabt haben sollten. Heute versuche ich, mein inneres Kind zu trösten und hoffe, dass er mir eines Tages sagen kann, Danke, jetzt gehts mir gut.
GEht es um diese inneren Kinder ?
Emotio
Ja Emotio,um diese inneren Kinder geht es.
Ich finde es schön,das du deins auch gefunden hast.Und eines Tages wird der kleine dir ganz bestimmt sagen:"Danke,jetzt geht es mir gut."
erst einmal bin ich tief betroffen und ergriffen von deinem bericht. ich habe im moment ein großes problem mit meinem inneren kind. ich kann es spüren, spüre die schmerzen und die tränen, aber ich komme nicht an sie ran??? mir geht es damit sehr schlecht, muß diese schmerzen mit anderen überdecken, da es kaum auszuhalten ist für mich.
magst du mir sagen, wie du in kontakt gekommen bist????? ich hab schon so viel versucht, aber ncihts.
ich habe schon mal daran gedacht mit einem kinderpsychologen darüber zu reden. das nicht ich als erwachsener mit ihm agiere sondern nur mit dem kind agiert wird und es dort abgeholt wird und in meine welt integriert werden kann.
nur so nebenbei, ich kann das was geschehen ist nicht akzeptieren und auch nicht die krankheiten die damit zusammenhängen.
aber das ist ja mein größtes problem. ich will es einfach nicht, ich will nicht das ich ein opfer war. ich kann für mich die tränen nicht weinen, die ich für jeden weine, dem so etwas wiederfahren ist. ich weiß nichtl, wie ich aus meinem eigenen starrsinn rauskomme.
kannst du verstehen, was ich meine, ich möchte mich nicht damit auseinandersetzten, ich helfe jedem gerne, abe ich .....