Stabilisierungstechniken

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herzkrank
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von herzkrank »

ich hab in meinem traumakurs gelernt, dass visualisierungstechniken nicht so wirksam sind und es besser sei, mit dem körper direkt zu arbeiten. wie tief und langsam atmen. sich fest in eine decke wickeln (pucken). oder die queren muskeln im körper für eine weile anzuspannen.

ich hab mit den visualisierungssachen so halbwegs positive erfahrungen. führt meist für eine weile zu entspannung. die anderen sachen habe ich noch nicht über einen längeren zeitraum ausprobiert
miriam81

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von miriam81 »

Ich weiss nicht ob es schon jemand geschrieben hat... Mir hilft die Übung wenn ich das Gefühl habe den Boden unter meinen Füssen zu verlieren
Füsse schulterbreit auseinander stellen. Augen schliessen ( wenn es geht- ich bin anfangs fast umgefallen - dann erst geöffnet lassen)
Tief in die Füsse atmen und mit jedem Atemzug stell ich mir vor dass ich hier in der Realität stehe und dass mir jetzt nichts passieren kann. Ich stehe hier fest auf den Boden und fühle diesen unter meinen Füssen. Die Übung hab ich von meinem Therapeuten empfohlen bekommen als ich das Gefühl hatte in irgendwelchen Gefühlen unter zu gehen und den Halt zu verlieren. youtube: sicherer ort, atmen, loslassen
Ich muss gestehen, dass ich diese Technik bis vor kurzem sogar während des Sex angwendet habe, da ich teilweise sehr heftige Flashbacks habe und mir die geschilderte Technik wirklich sehr gut hilft in solchen Momenten. Umso wichtiger ist ein Partner, der das versteht und akzeptiert. Ich weiß wie glücklich ich mich schätzen kann, so einen guten Partner zu haben.
herzkrank
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von herzkrank »

ich habe heute morgen die erfahrung gemacht, dass mich eine angeleitete yogastunde wieder ins hier und jetzt gebracht hat
Steph

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Steph »

herzkrank hat geschrieben: Fr Apr 23, 2021 12:18 pm ich habe heute morgen die erfahrung gemacht, dass mich eine angeleitete yogastunde wieder ins hier und jetzt gebracht hat
Wow, das klingt gut. Ich habe leider ganz oft das Gefühl, dass Techniken bei mir nicht wirken, weil die Trigger oder Körperflashs wie Wellen kommen und zu plötzlich und überwältigend sind. Was für eine Art Yoga übst Du denn, darf ich fragen? Liebe Grüße, Steph
herzkrank
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von herzkrank »

ich vermute, dass das übliche Hathayoga war. (ich mache vieles und es ist ja nun echt schon lange auch wieder her)

für mich eigentlich hilfreicher ist etwas langsameres entspannteres wie Yinyoga. Aber ich kenne mich auch nicht wirklich damit aus. Feldenkrais fand ich auch hilfreich als sanft und viel in den Körper spürend.

Bei mir hilft einerseits oft etwas einmal toll und dann nicht mehr. Yoga aber z.B. jahrelang nicht, ich bin drangeblieben und jetzt hab ich ziemlich gute Stunden inzwischen.
Ich habe zum Glück aber auch wenig mit Flashbacks zu tun und bisher kam keins beim Yoga. (irgendwie netterweise immer dosiert, wenn ich in einer Gruppe oder mit einer Person bin, die das halten kann)
Hanna765

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Hanna765 »

shattered soul hat geschrieben: So Jan 22, 2012 3:00 pm Das Krafttier

Das Krafttier ist so etwas wie ein kleiner Hilfsgeist. Es verkörpert all die Tiere seiner Tierart mit all ihren typischen Eigenschaften. Dieses Tier möchte gerne von seiner Geistebene zu uns kommen und an unserer Welt teilhaben, dafür braucht es aber einen Menschen, der es willig aufnimmt und durch diese Welt führt. Im Gegenzug hilft das Krafttier gegen all das Böse, das jeden Tag auf uns einprasselt, seien das Krankheiten, Beschimpfungen, Flüche oder einfach nur Pech.
Jeder Mensch hat im Verlauf seines Lebens mehrere bzw. viele verschiedene Krafttiere; die meisten, ohne es jemals zu merken, sogar mehrere gleichzeitig. Das Krafttier sucht sich immer Menschen, die in irgendeiner Form etwas tun, das ihm gefällt und zu ihm passt; so könnte sich ein Tier, das gerne weit läuft, jemanden suchen, der Bergführer ist oder einfach nur selbst viel wandert; ein anderes sucht sich vllt. jemanden, der die entsprechende Tierart sehr liebt und den Kontakt zu ihr sucht (Haustiere / häufige Besuche im Zoo).
Wenn sich ein Krafttier einmal bei einem eingefunden hat, ist es wichtig, es zu pflegen; man kann Zwiesprache mit ihm halten oder aber Dinge tun, die ihm gefallen. Dann bleibt es länger, denn wenn es dem Tier in seinem gewählten Mensch nicht mehr gefällt, zieht es weiter (man bleibt allerdings nicht alleine, meistens kommt dann ein anderes; bliebe man wirklich alleine, wäre das ein schamanischer "Notfall").
oh wow das Krafttier ist wirklich klasse! Das tut mir auch richtig gut.
Blondie
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Blondie »

*Trigger*



Mir helfen rollenspiele beim Sex. So kann ich mir die Kontrolle zurück holen
Pianolullaby
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Registriert: Mo Mär 14, 2022 8:07 pm

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Pianolullaby »

Hmm, ob das als Stabilisierungstechnik gilt, naja, wäre für mich zumindest keine Stabi Technik
Auf dem Weg

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Auf dem Weg »

Hallo ihr Lieben,
ich praktiziere Buddhismus und habe leider auch Missbrauch als Kind erlebt. Ich möchte ein paar buddhistische Mittel mit euch teilen:

Für die Rede
Was immer geht ist das Mantra Om Ma Ni Pe Me Hung. Mantra bedeutet Schutzlaut, weil es wie ein innerer Ölfilm wirkt auf dem schwierige Gefühle wegrutschen und man nicht mehr in alte Gewohnheiten reinfällt. Des weiteren wirkt es wie ein Universalwaschmittel, das schwierige Gefühle entfernt. Deshalb lohnt es sich dieses Mantra eine Millionen Mal zu wiederholen.

Für den Geist:
Was auch hilft sind gute Wünsche zum Wohle aller, also man wünscht allen Wesen so oft und stark wie man kann einfach alles Gute. Dadurch wird der alte Groll im Geist entfernt, welche Ängste verursacht. So kann man jede Angst im Geist entfernen, was das Leben deutlich vereinfacht.

Beim Sex:
Bei sexuellen Blockaden hilft es den eigenen Körper als Werkzeug zu sehen um dem Partner ganz viel Glück und Freude zu schenken. Bei Sexualität geht es auch um das miterleben von Freude. Deshalb nimmt man einfach den besten Trip. Wenn die Frau ein ganz tiefes Gefühl hat taucht der Mann einfach bei ihr unter und freut sich, dass er ihr all das schenken kann. Wenn der Mann ganz viel Kraft erlebt verschmilzt die Frau im Gefühl mit ihr und freut das sie all das bei ihm in Gang setzen kann. Es ist wie bei einem Treffen mit alten Freunden. Man lässt den erzählen, der die beste Geschichte zu erzählen hat.

ACHTUNG:
Bei Meditation sollte man aufpassen, da in der Meditation die alten Gefühle und Erinnerungen ganz direkt hochkommen und wirklich überwältigend sein kann.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft auf eurem Weg.
herzkrank
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Registriert: Mi Aug 05, 2020 9:34 am

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von herzkrank »

ich habe in einem seminar the work von byron katie kennengelernt. und das hat mir nochmal ganz viel bei der heilung geholfen. am meisten aber eher sogar ein sommercamp von dem verein (vtw), weil es eine woche ging und mit sehr vielen erfahrenen leuten war. kann ich empfehlen. für die teilnahme werden auch stipendien vergeben. (essen und unterkunft waren aber noch ziemlich teuer. könnte vielleicht der fond für sexuellen missbrauch übernehmen)
Hoffnung
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Hoffnung »

Hallo,

was helfen kann sind gezielte Selbstsuggestionen. Praktisch sich selber ständig umprogrammieren, neu ausrichten.
Da muss man aber wirklich dran bleiben. es ist schon Arbeit an sich selber.
Kommt ein schlechter Gedanke, denk oder sag sofort was
Gutes über dich.
Lebst du so wie ich auch in einem System, lass deinen Systemvorstand Entscheidungen treffen
und nicht die anderen Anteile.
Wenn da nun ein sich selbst hassender und selbst schädigen wollender Anteil das Ruder übernimmt,
kann man damit auch "reden". Klingt erstmal verrückt, klappt aber tatsächlich.
Zb sage ich dann, ja ist ok, wenn du diese Meinung hast, ich habe aber
eine andere! Du kannst das nun so negativ sehen, du darfst dich zwar aufregen und ich verstehe dich, aber ich bin der Vorstand
in unserem System und wir machen was ich sage, ich entscheide das.
Genauso mache ich es mit den kleinen Kindern in mir. Mit dem einen lache ich mit, das andere nehme ich
ernst und tröste es usw, aber ich bleibe der Vorstand.

Wenn es alles viel zuviel wird und ich ganz down und richtig depressiv werde, hilft oft das sprichwörtliche "Decke über den Kopf ziehen"
ganz gut. Es gibt Wärme, Halt, Ruhe. Und ich suche dann Gespräche mit mir sehr nahe stehenden Personen.
Die natürlich unter solchen Umständen auch ganz schön was mitmachen. Deswegen, seid eurem Umfeld nicht
böse, wenn die auch mal nicht mehr können. Wir sind ja alles nur Menschen.

Was kann noch helfen. Fachliche Hilfe auf jeden Fall und auch selber eine Routine zu entwickeln.
Ich bin leider sehr anfällig, wenn störende Einflüsse von Aussen kommen. Allerkleinste Dinge können massivsten Stress in mir auslösen.
Dann kann auch ein extrem überlasteter Anteil auftreten, der lässt sich dann nichts mehr sagen oder gut zureden.
Der kämpft um sein Leben und kippt in eine hysterische Überregung und massive emotionale Überflutung.
Den kann ich nur aushalten und sich müde kämpfen lassen.
Das ist leider jedesmal sehr erschöpfend. Aber gehört auch zum System dazu und seine Funktion und natürlich seinen Ursprung.

Ja, was noch? Sich selber wie es geht, natürlich ablenken und was Gutes tun. Wenn das denn möglich ist.

Ich denke sehr viel Ruhe und eine absolute stressfreie Umgebung können helfen bisschen auf der Spur zu bleiben.
Sich nur mit Menschen umgeben die Verständnis haben. Und andere mit denen man zu tun hat, direkt selbst innerlich
Grenzen zu setzen. Eigene Grenzen kennen und setzen und auch verteidigen.
Sich nicht schämen, für wie man ist! Denn das haben wir ja nicht selber verursacht. Menschen die einen verstehen
sind wichtig. Und zur Not kann man es anderen auch kurz erklären. Dass man Blackouts hat, plötzlich mitten im Gespräch
weg driftet, Anteile wechseln, einen leeren Blick bekommt. Und weiter erklären, dass man bemüht ist dann wieder
zurück zu kommen. Und wenns nicht klappt, ist es eben so. Flüchtigen Bekannten erzählt man das nicht sofort, damit meine ich nun
die Menschen die einen umgeben. Ist ja schon wichtig denen auch eine Art Anleitung zu geben damit es nicht so oft
zu Missverständnissen kommt. ( Ich muss aber dazu sagen, dass ich selber einen sehr offensiven Weg mit all diesen Tatsachen gehe. Das ist natürlich vorausgetzt. )

Bei mir ist das leider so, dass ich mich sehr von äusseren Einflüssen schützen muss und ständig wertend in einem inneren Dialog
darüber stehe. Ich scanne praktisch meine Umgebung und die Menschen und lese sie wie ein Buch. Ansonsten ziehe ich mich auch sehr zurück.
Ist es ein einsames Dasein. Mitunter ja, natürlich. Wird sich das nochmal ändern? Bei mir leider nein. Ich hoffe bei euch ja.
Notwendigkeit ständiger Selbstregulation. In allen möglichen für anderen völlig normalen Alltagssituationen. Gesprächen mit Männern. In jeder Sekunde. Selbstregulierung. Gegensuggestionen. Sonst droht eine Depersonalisation. Ausserkörperliche Wahrnehmung; das ist ein ständiger Kampf. Man muss sich darüber im klaren sein.
Also was hilft? Trotzdem nicht aufgeben und lernen mit einem kaputten System trotzdem weiter zu machen und zu leben, was noch geht.

Es gibt ja auch schöne Momente. Man muss die teilweise allerdings auch bewusst selber erschaffen, sich für sich selber Zeit nehmen,
tun, was einem Spaß macht und vor allem viel Ruhe gibt.

Also zusammen gefasst: in manchen Momenten Decke über den Kopf ziehen, viel Ruhe, anderes unvermeidbares aushalten, dran bleiben, versuchen wo es geht die Führung zu behalten, nicht aufgeben, schöne Momente erschaffen, leben, den Moment geniessen und immer nach Vorne schauen.
Nie zurück. Redet ruhig auch mit der Vergangenheit. Sagt ja ich weiss, du hast mir nichts Neues mehr zu sagen, kenne ich alles. Jetzt mache ich hier mal weiter mit meinem Leben. Sich selbst versuchen da raus zu bekommen. Durch positive Suggestionen. Und ist der Falshback zu hart, wieder wenn Zuhause für eine Weile die Decke über den Kopf ziehen und einkuscheln. Handy aus. Internet aus. Ruhe.

Bei mir funktioniert diese Art Selbstkommunkkation ganz gut soweit. Ich hoffe, wenn ihr betroffen sein, bei euch auch.

LG
Antworten