Hey liebe Even,
vielleicht fühlst du dich mittlerweile in deiner Haut schon ein wenig wohler und dein Körper erholt sich langsam?
Wenn ich im Fitnesscenter bin, steht jeden Tag ein Spruch auf einer Tafel als Willkommensgruß. So las ich: "Sorge dich gut um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast." (Jim Rohn). Ja, der Körper ist wie eine "Hülle", in der deine Seele lebt und dieser Körper ist (manchmal leider) an Raum und Zeit gebunden. Deine Seele vermag sich "wegzubewegen", auch dann wenn der Körper " bewegungslos" ist, nicht weg kann, denn er ist und bleibt gebunden. Es ist schwer, diese Begrenzungen des Körpers anzunehmen. Du weißt, dein Körper kann nichts dafür, für all das schreckliche Erleben und doch, was wäre gewesen, wenn der Körper Superkräfte hätte, wenn er deiner Seele beim Flüchten doch nur hätte folgen können...

Aber dein Körper konnte nicht flüchten und vielleicht kannst du eines Tages deinem Körper verzeihen - verzeihen, dass er begrenzt ist. Du mutest deinem Körper viel zu, du hältst ihn in Bewegung, auch dann wenn er erkrankt, angeschlagen ist, entkräftet. Dein Körper wird angetrieben von dir, sich aufrecht zu halten, in Bewegung zu sein, dir, deiner Seele, zu folgen. Dein Körper ist folgsam, er folgt nun dir. Aber manchmal kann er auch dir nicht folgen, wie jetzt, wenn er einfach nicht mehr kann, wenn es einfach gar nicht mehr geht. Ich bin mir sicher, dass du es eines Tages schaffen wirst, deinen Körper auch in diesen Augenblicken frei zu geben, sein zu lassen, wohlwollend sein zu lassen. Dein Körper darf sein. Dein Körper muss sich nicht auflösen und dein Körper darf bewegungslos sein, denn dein Körper ist sicher - heute ist er sicher - er darf unbewegt da sein und das ist gut so, denn diese Bewegungslosigkeit schont ihn, lässt ihn genesen. Dein Körper braucht es auch manchmal, dass die Seele ihm folgt.
Liebes Grüßchen, Littlefoot