Hallo Izzy,
nein, ich habe keine bösen Absichten, möchte Dir dennoch auch widersprechen.
Und ich sehe kein Selbstmitleid und Jammern (und selbst wenn), sondern es ist ja einfach ein Scheisssituation.
Finde Selbstmitgefühl passt hier gut.
Vielleicht ist es Selbstmitgefühl, allerdings nur ein kleiner Anteil vom Selbstmitleid. Denn dadurch, dass Whisper eben beide Seiten sehen kann und das nicht nur was die Klinik betrifft, macht es das für sie etwas einfacher. Sie kann rausfiltern was sie denkt/fühlt und was der Realität entspricht. Und deswegen macht es das für mich zum Selbstmitleid.
Sie kann es ändern, indem sie sich zurück ins Hier holt. Und das kann sie, dass hat sie schon sehr oft gezeigt.
Doch geht auch und ist auch wichtig.
Jeder muss sich letztendlich entscheiden was man will. In der Vergangenheit festkleben und nicht weiterkommen, nichts erreichen, mit dem ganzen Mist leben oder nach vorne sehen, jeden Tag einen kleinen Schritt weiter gehen, Dinge erreichen, über sich hinaus wachsen, neues kennenlernen, etc.
Niemand kann stehen bleiben. Whisper nicht, Du nicht und auch ich nicht. Denn an jedem Tag läuft man. Nur entscheidet man selber ob einen Schritt zurück, oder einen Schritt nach vorne.
Woher weisst du das?
Whisper hat schon öfter mal geäussert was sie mag. Zum Beispiel kann ich mich erinnern, dass sie reiten toll findet.
Wäre es nicht also dann eine Möglichkeit den Beruf mit Pferd in Verbindung zu bringen? Reittherapeutin, Pferdewirtin,....?
Sie macht sich das nur selber schwer und stellt sich in den Weg. Sie soll aufhören das zu tun, denn dann kann sie auch sehen, was sie erreichen könnte.
Natürlich hat sich jeder hier Zusammenreissen müssen. Aber es kommt auch drauf an, auf welche Art und Weise man das tut.
Ich lese oft wie Whisper schreibt, dass ihr Kopf Dinge sagt, die sie nicht hören will. Das sie immer wieder an bestimmte Tage denkt.
Wenn sie sich zusammenreisst und dem Kopf entgegenwirkt, dann würde sie es auch schaffen. Sie würde es hinbekommen, dass sie dem Kopf nicht nachgibt. Wenn sie über die Tage spricht, was sie bei der Pflegemutter kann(!), dann wäre sie nicht ganz allein damit und könnte an den Tagen etwas machen, was vielleicht zum Abschied hilft. Was ihr hilft, dass besser zu verkraften.
Aber Whisper streubt sich dagegen. In der Zeit, in der sie damit beschäftigt ist, den Kampf fortzuführen könnte sie etwas ändern. Reden. Hier schreiben, was sie ändern möchte, bzw. wie sie es ändern könnte. Und nicht schreiben, wie sie vielleicht noch tiefer reinrutschen könnte.
Whisper, bitte versuch einmal komplett umzudenken und anders über Dich und Deine Zukunft zu denken.
Es würde vieles einfach leichter machen und du könntest dann sehr stolz auf Dich sein. Du würdest dann merken, dass Du an nichts Schuld hast und das andere dafür verantwortlich für alles sind. Nicht Du!
Es soll nicht böse sein, aber ich möchte Dir, Whisper, gerne einen kleinen Denkanstoß geben.