OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Elli321

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Elli321 »

Die ellenlange Wartezeit ist für den Betroffenen eine Zumutung, die nicht im gesunden Verhältnis steht.
Am Ende ist die - /oder derjenige völlig gesundheitlich ruiniert, so dass dann die bewilligten Therapiestunden,
gerade noch für den Schaden der unzumutbaren Wartezeit maximal ausreichen. Traurig.

Bloss nicht aufregen !
Gast

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Gast »

Hallo Meli,

ja da hast Du recht.Ich denke auch das dies alles so gewollt ist mit der Wartezeit usw. Ich habe gehört das bis jetzt circa 730 Anträge gestellt wurden und als ich den gestellt habe waren es gerade mal 30 eingegangene Anträge .Da kann man sich ja ausrechnen wie lange das dauert wenn man z.b. Nummer 588 auf der Liste ist. Bei mir sind es jetzt fast 10 Monate seit Antragstellung und ich bin sozusagen Nummer 31 :roll: .Darum hat das Netzwerk B auch das mit der Augenwischerei gesagt ,mit Recht. Es ist wie es ist uns werden Steine in den Weg geworfen wo es nur geht.Da ist das Verständnis und die Hilfe für die Täter meistens viel unbürokratischer.


LG alii
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo Meli,
Meli-2006 hat geschrieben:submarine, du könntest aber eine Anfrage für Hilfsleistungen bei dem Fonds sexueller Missbrauch stellen, die vergeben keine Gelder, sondern übernehmen z.B. Kosten für Therapie - schau mal auf deren Website... und vielleicht lässt du dich vom Weißen Ring beraten bei dem Ausfüllen des Antrags. Vielleicht hilft dir das ja auch etwas weiter.
Über den ***eißen Ring hatte ich mich in einem anderen Thread bereits ausführlich aufgeregt. Ich bin da an einen ehemaligen Kriminalbeamten und strammen "christlich-asozialen" Parteisoldaten sowie ein angebliches Missbrauchsopfer anscheinend allzumännlicher Orientierung geraten, die irgendwas durcheinanderzubringen schienen. Was die da geredet haben ging auf keine Kuhhaut, nach so einer Erfahrung benötigt man dann wirklich eine Psychotherapie. Immerhin versteht man dann endgültig wie klug es war, seinerzeit nach den eigenen Missbrauchserlebnissen lieber nicht zur Polizei zu gehen.
Ich meine, wenn dann da solche Torfköppe vor einem sitzen, haarklein ein Profil von einem erstellen und pedantisch nebensächliche Dinge abfragen als wäre man ein Verdächtiger, irgednwas mitschreiben was man gar nicht gesagt hatte, dauernd genervt auf die Uhr gucken, einen mit Fangfragen und Ratschlägen ("kaufen Sie sich doch eine Waschmaschine") überrollen und sich ungeniert einen abgrinsen, während man vor sich hinstammelt und versucht denen irgendwie sein Anliegen begreiflich zu machen... das ist wie wenn man im falschen Film gelandet wäre. Wieso treten die vom ***eißen Ring nicht mit Pappnase auf, dann weiß man wenigstens dass die vom Kostümverein sind. :twisted:

Was den Fonds angeht, das hatte ich weiter oben ja schon selber gepsotet, aber das Ganze scheint wohl eine Lobbyisten-Veranstaltung der Berliner Psychotherapeuten-Gilde zu sein, wenn ich das richtig begriffen habe. Klar dass die immer zuerst nach Psychotherapie fragen. Blöd dass ich bereits ungefähr 10 Jahre Therapie und hochpotente Teuroleptika in allen damals bekannten Varianten erlitten habe. Erlitten? Erlitten! Geholfen hat das alles nämlich eher den Psychos. Jetzt könnte ich natürlich noch ambulante DBT, KVT, EMDR, Serotoninwiederaufnahme-"Hämmer", Insidon und stationäre Traumaklinik erleiden, denn das gab es zu meiner Zeit alles noch nicht für arme Pflichtverunsicherte. Und wennn ich dann alle Therapien durch habe und immer noch nicht schlagartig gesund bin, gibt es vielleicht mal irgendwann das staatliche (aber nicht das stattliche) Gnadenbrot für irreversibel Missbrauchs- bzw. Therapiebeschädigte, selbstredend nur als Sachleistung, wenn überhaupt... Oder wie? Schließlich müsste ich anderenfalls wieder das Geld der Täter annehmen, also nebenbei selber zum Sozialbetrüger werden, womit die Täter endgültig auf ganzer Linie gewonnen hätten, die Psycho-Profis ihren Rubel rollen lassen können und der Staat wie gehabt einfach weg- bzw. zugucken kann.

"Sowas gibt´s nicht". Ach so.

Grütze
sub
opfer1956

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von opfer1956 »

Hallo,bin neu hier und brauche Rat.
Habe 2012 über den "Weißen Ring" einen Antrag nach OEG gestellt. (Bin heute fast 60 Jahre alt). Dann ging dieser Antrag ans Landessozialamt. Da mein Vergewaltiger bereits 1977 gestorben ist ,waren kaum noch Akten vorhanden.Hatte ihn damals nicht angezeigt,weil er mir nur gedroht hatte,dass mir eh keiner glauben wird.Nach Suicidversuch durfte ich auch aus der Familie rauß.(schwererziehbar!!!!!!!!!)
So nun weiter: Das Landessozialamt hat den Antrag geprüft und mich dann gefragt,ob ich mit einem "aussagekräftigem Gutachten" einverstanden wäre.Natürlich habe ich dies nun,ein Jahr später über mich ergehen lassen.War hart!!!!!!!!!
Heute habe ich beim Landess. angerufen und gefragt,wie es weiter geht.Da wurde mir gesagt,dass jetzt ein MDden Grad nach GDs feststellen muss. (Bin bereits wegen der Folgen des sex.M . seit 1992 in EU-Rente und habe 100% im Schwerbehindertemnausweis mit Merkzeichen "G" und "B")
Nun meine Frage; Kann es sein,oder wird es so sein,dass der MDK den GDs nach Aktenlage benennt? Wer hat Erfahrung damit?
Loopp

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Loopp »

Warum hast du nicht gleich nachgehackt und gefragt, ob du zum medizinischen Dienst musst ? Okay, manchmal fällt es einem ja nicht gleich ein, ruf dort noch mal kurz durch, dann musst du nicht mehr grübeln :wink: .

Aber gleich wie, "wer den GDS feststellen wird", es wird nie nach den tatsächlichen bzw. den dir zustehenden Grad entschieden, das nur mal vorab, das solltest du wissen.

Dein Schwerbehindertenausweis spielt nur eine Rolle, wenn die Taten dazu beigetragen haben, das du heute aufgrund dessen schwerbehindert bist, es Folgeschäden sind.
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo
Nun meine Frage; Kann es sein,oder wird es so sein,dass der MDK den GDs nach Aktenlage benennt? Wer hat Erfahrung damit?
also in Deutschland kenne ich das nur so dass der OEG- Antrag an´s zuständige Versorgungsamt geht (in Bayern an das ZBFS, ggf. an das im jeweilgen Regierungsbezirk für Härtefälle zuständige), auch der ***eiße Ring schickt den Kram da direkt hin. Dass dafür jetzt das Sozialamt zuständigs sein soll ist mir neu, richtig ist aber dass das Sozialamt auch Gutachten veranlassen kann, wenn man Leistungsempfänger ist. Dass das Sozialamt allerdings selber den GdS nach dem OEG gutachterlich feststellen lässt, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Für die Schwerbehinderung müsste ja außerdem auch das Versorgungsamt zuständig sein, jedenfalls war das bei mir solange ich diesen Schwbh-Ausweis hatte (den man nicht braucht un den ich auch nicht mehr haben wollte).

Wenn der Antrag an´s zuständige Amt geleitet wird, gibt es zwei Möglichkeiten, entweder bekommt man einen Termin beim Juristen des Versorgungsamts (der von sowas eigentlich gar keine Ahnung hat, so dass sein Einvernahme-Protokoll kein aussagepsychologisches Gutachten sein kann und höchstens relevant sein könnte falls das Ganze strafrechtlich relevant und noch nicht verjährt ist)... oder der Antrag wird im Amtsverfahren nach Aktenlage beschieden. Dabei werden im Widerspruchsverfahren (also wenn man Widerpsruch gegen die Ablehnung einlegt) alle Akten dahingehend ausgelegt dass man nicht aussageglaubwürdig sei ((z.B. wenn man ijn psychiatrischer Behandlung war) und die vorliegenden Behinderungen genetischen oder allgemein psychosozialen Ursprungs seien.

Außer man hat für die tatasächlichen Sachverhalte objektive Beweise, d.h. direkte Augenzeugen (z.B. noch lebende Familenangehörige).
Soweit kenne ich jedenfalls selber das OEG-Verfahren aus eigener Anschauung,. Ich behaupte aber nicht dass ich darüber allgemeingültige Informationen geben kann.

Grüß
Sub
daydreamer

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von daydreamer »

Huhu...ich habe gewonnwn. GDS 50...ich kann kaum beschreiben wie erleichtert ich bin...dass die mir zum einen glauben und zum anderen....das sich der lange Weg gelohnt hat... (beantragt habe ich im Mai 2009) Was muss ich nun tun bzw. beachten? Ich lese mich so oft durch,aber diese ganzen Paragraphen... :( *seufz
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Wow, herzlichen Glückwunsch, Daydreamer - und das auch noch in so kurzer Zeit.. es gibt viele Verfahren, die länger dauern! Ganz toll, ich freue mich sehr mit dir! - Was du nun tun und beachten musst, kann ich dir auch nicht sagen, aber ich habe einen Tipp für dich: es gibt ein "Hilfeforum" im Internet - da gibt es eine Abteilung, die "Gewalt" heißt, da posten einige zum Thema OEG.

Nochmals Herzlichen Glückwunsch!!!
Meli
GastA+

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von GastA+ »

das finde ich auch ganz toll, und,ich gratulier dir ganz herzlich Daydreamer
schön, dass du`s geschrieben hast.das macht mir so viel mut durchzuhalten.

netten Gruß
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo

ich meinerseits habe nunmehr beschlossen, auf eine OEG-Klage vor dem Landessozialgericht endgültig zu verzichten. Der (ablehnende) Bescheid und Widerspruchsbescheid des Versorgungsamtes berief sich auf die psychologisch-psychiatrische Aktenlage (obwohl die in Wirklichkeit widersprüchlich ist), und meine Angehörigen, die die einzigen Zeugen wären, mauern lieber statt mir Aussagen zuzusichern, u.a. weil sie Zivilklagen wegen unterlassener Hilfeleistung von mir fürchten. Ich nehme aber an dass es "hinter meinem Rücken" eine vertrauliche und verschwiegene Zusammnenarbeit zwischen meiner Mutter und den behandelnden Amtsärzten gibt. Da ich davon ausgehe dass ich vor Gericht nur mithilfe externer psychiatrischer Sachverständiger gewinnen könnte, diese aber nur dann Gutachten in meinem Sinne erstellen dürften wenn ich in eine (Borderline- bw. Trauma-) Therapie einwillige, was ich nicht will, weil ich dafür zu dickköpfig bin, rechne ich mir vor Gericht keine realistischen Chancen aus, jedenfalls solange der Täter (mein Vater) noch unter den Lebenden ist und alle Beteiligten mit Geld einwickelt und mit Verleumdungsklage bedroht. :roll:

Immerhin hat mir die Rentemversicherung nach erneuter Begutachtung inzwischen geschrieben dass ich "grundsätzlich" Anspruch auf anscheinend unbefristete Weiterzahlung meiner Grundsicherungsrente hätte. Aber was heißt hier "grundsätzlich" ?! :? Ein Anruf beim Sachbearbeiter brachte noch mehr Unklarheit, denn der sagte mir zwar dass er mehr Unterlagen brauche... aber nicht von mir. Und vom Gutachter oder behandelnden Arzt auch nicht.
Ja von wem denn dann?

Gebranntes Kind, das ich nunmehr bin (nach jahrelangem Spießrutenlauf zwischen Bürgerämtern, Psychiatern, Arbeitsagenturen, sozialpsychiatrischen Diensten, amtsärztlichen GutachterInnen, Sozialämtern, Versorgungämtern usw.), fürchte ich dahinter eine erneute Falle: Ich fürchte nämlich dass mir erneut, wie so oft in der Vergangenheit, unterstellt werden dürfte dass ich irgendwelche Zusatzeinkünfte verschweige und die Behörden daher erneut versuchen werden mir einfach die Leistungen zu verweigern, sich gegenseitig zu blockieren und den Bedürftigen , also mich, mit uneinhaltbaren Fristen, angeblich erforderlichen aber von mir selber nicht beschaffbaren Unterlagen etc. zu gängeln und in den Irrsinn zu treiben. :twisted:

Denn das Sozialamt hat mir ebenfalls geschrieben dass für eine Weiterzahlung der Hilfe um Lebensunterhalt "weitere Unterlagen" benötigt werden, u.a. zu meinen (natürlich gar nicht vorhandenen) "Vermögensverhältnissen". Ich fürchte dass das Amt nun erneut, wie bereits in der Vergangenheit, mithilfe einer sich selbst widersprechenden aber in der Rechtsform eines Bescheides inkl. "Anhörung", also ohne Widerspruchsmöglichkeit, ergehenden Fristsetzung eine Kontenaufstellung von mir verlangen wird, für die ich eine für mich weder erschwingliche noch sinnvolle Reise antreten müsste, weil ich mein Konto erstens ganz woanders habe und das kontoführende Institut zweitens ja auch nicht mehr wissen kann als das Sozialamt. Mit dem Trick sind die Sozialamts-Ganoven mir schon mal gekommen, damals musste ich Zeugen suchen, mit dem Staatsanwalt und einer Aufsichtsbeschwerde drohen und den Amtsleiter persönlich mit einer Frist und möglichen Rechstfolgen konfrontieren, damit dieser amtliche Nötigungsversuch unverzüglich eingestellt wird.

Dieses Mal kommt aber noch dazu dass das Amt wahrscheinlich auch das Erwerbsminderungsgutachten verlangen wird, welches aber selbstverständlich nur der Rentenversicherung zugeleitet wurde (da diese das Gutachten ja beauftragt und bezahlt hat). Denn den Rentenbescheid kann ich ja schlecht vorlegen solange ich ihn noch gan nicht habe, da aber die Rentenversicherung dafür zuerst die Unterlagen vom Sozialamt fordert, wie ich den schwurbeligen Aussagen des Sachbearbeiters am Telefon entnommen habe, können die sich nun gegenseitig blockieren und mich zum Hanswurst machen, mich sozusagen am ausgestreckten Arm verhungern lassen, so wie sie das schon vorher x-mal gemacht haben, shitegal ob das rechtswidrig ist oder nicht.

Mit verarmten, sozial isolierten, misstrauischen, nervlich belasteten Missbrauchsopfern und anderen armen Irren kann man sowas ja machen. :idea: Jetzt frage ich mich ob ich von meiner Rentenversicherung die Weiterleitung des Erwerbsminderungs-Gutachtens an das Sozialamt verlangen kann? :?: Denn dann müssten die, nach meinem Verständnis der Rechtslage, doch eigentlich zum Zahlen verpflichtet sein. Oder muss ich nunmehr davon ausgehen dass das Sozialamt einen eigenen Gutachter bestimmen wird, mich also z.B. zum Landessozialamt schicken wird? Und dass der dortige Gutachter rein zufällig zu einem anderen Ergebnis kommt, z.B. schon wieder zu einer teilweisen Erwerbsfähigkeit?

Beides, sowohl der Zwang zu einer Reise in eine andere Stadt für eine völlig sinnfreie Begutachtung (da könnte ich ja dann auch ebensogut in Sachen OEG zum Landessozialgericht reisen, wenn ich so belastbar wäre, müßig mit dem Zug durch die Landschaft zu reisen) wie auch eine Zurücksstufung meiner Erwerbsminderung würde mit hundertprozentiger Sicherheit zu meinem Suizid führen. Mir kommt das Ganze wie eine nicht enden wollende Folter vor, an deren Ende aber auch nur wieder dasselbe stehen soll was ich schon vor fünfundzwanzig Jahren hätte bekommen können, wenn ich mich damals auf eine stationäre Borderline-Therapie (und damit auf meine geistige Umnachtung) eingelassen hätte:

Das Abstellgleis nämlich. :x

Grüße
sub
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

sub, ich kann dir nur dringend raten, versuch dich innerlich zu distanzieren von dem allen! Es belastet, ja. Aber es darf dich nicht auffressen!!! Arbeite an deinem "Inneren sicheren Ort" und am "Inneren Tresor" - diese Imaginationsübungstexte kannst du im Internet finden. Als Zweites möchte ich dir raten, such dir kompetente Hilfe, was die Regelung all dieser Dinge angeht, z.B. beim Vdk - der ist nicht teuer und ist sehr kompetent, gerade in Sachen wegen Erwerbsminderungsrenten etc. - dann brauchst du die Last nicht allein zu tragen! Und als Drittes kann ich dir die sozialpsychiatrischen Zentren, die es in eigentlich jeder größeren Stadt in der BRD gibt, empfehlen, denn dort bekommt man sehr viel Unterstützung durch gut ausgebildtete Sozialarbeiter, die die lokalen Hilfsmöglichkeiten vor Ort sehr gut kennen und die einen auch unterstützend längere Zeit mit Gesprächen begleiten oder auch zu Ämtern. Gerade wenn man in schwierigen Situationen ist, muss man sich ein Netz zusammensuchen, das trägt. Weil eins wollen wir ja garantiert nicht: dass die Täter am Ende einfach siegen, und man selbst verstummt. Das dürfen wir uns und den vielen anderen Opfern nicht antun. Also, nimm deinen Widerspruchsgeist, der sicher immer noch irgendwo vorhanden ist und versuch, dir gute Unterstützung zu suchen!!! Es gab bisher keine Zeit auf diesem Planeten, in der man leichter gute Unterstützung finden konnte, nutz diese Angebote!!! Alles Gute und ich denke an dich!
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo Meli,

Danke für die Worte, mit dem SPDi arbeite ich allerdings fallweise sowieso schon zusammen und beim VdK war ich vor längerem auch schon mal vorstellig, aber in der Sache um die es jetzt geht bräuchte ich eher konkret greifbare, simple Informationen. Der Vdk hat es nicht so gern wenn man ihm nur beitritt um einen kostenfreien Rechtsbeistand für ein konkretes Problem zu bekommen und dann wieder abzuspringen, da versuchen die einen Riegel vorzuschieben, außerdem ist das im Prinzip ein Laden für Vereinsmeier und Kaffeetanten, für sowas bin ich viel zu soziophob .Und der SPDi "schlumpft" einen tendenziell in Versorgungssystem und Abhängigkeit hinein, soweit er kann, alles andere ist mehr oder weniger Glückssache. Da es in meinem Fall eigentlich um internationales Grund- und Menschenrecht geht müsste ich mich im Extremfall vielleicht eher an eine NGO wenden, aber nach allem was ich bereits hinter mir habe glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr dass ich mir jetzt noch Hilfe holen werde. Entweder ist der Keks jetzt endlich gegessen oder es ist eh alles egal, irgendwann ist man genug in den April geschickt worden.

Ich wollte eigentlich wissen ob und wie ich der obig beschriebenen Falle entgehen kann, also dass sich Versorgungsamt, Sozialamt und Rentenversicherung gegenseitig lahmlegen, weil natürlich keiner dauerhaft zahlen will?

Die Rentenversicherung lässt einfach einen "Verwaltungsinspektor" antanzen, der mir Schriftstücke zusendet die anscheinend der zuständigen Sachbarbeiterin überhaupt nicht bekannt und daher in der Sache unerklärlich sind, die aber offensichtlich von höherer Autorität sind, so dass im Zweifelsfall niemand zuständig sein will. :twisted: Nach meinem Rechtsverständnis ist das amstärztliche Erwerbsunfähigkeits-Gutachten der Rentenversicherung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips der Sozialleistungsträger aber für das Sozialamt rechtsverbindlich, die Frage die ich gestellt habe lautet daher:
Kann ich als Versicherter von meiner Versicherung verlangen, das Gutachten zeitnah an das Amt weiterzuleiten? (Für das Amt müsste ja eigentlich das pure Ergebnis genügen, so dass nicht einmal eine zusätzliche ärztliche Schweigepflichtsentbindung nötig sein sollte)

Ich hoffe natürlich dass so ein K(r)ampf um meine Rechte gar nicht nötig werden wird, weil ich im günstigsten Falle ganz einfach rechtzeitig einen Bescheid von der Rentenversicherung bekomme, den ich dann dem Sozialamt ja nur vorlegen muss, so wie ich das bei der Verlängerung der Rente bisher auch immer getan habe. Aber bisher hat eben die Rentenversicherung auch nie von "weiteren Unterlagen" gefaselt, und da bin ich hellhörig geworden, denn sowas schreibt ein Verwaltungsinspektor gewiss nicht aus Laune, auch wenn dann am Telefon plötzlich alle die Unschuld vom Lande spielen.

Naja, wie dem auch sei, immerhin habe ich meinen Fall hier öffentlich gemacht, falls es also zum "worst case" kommen sollte wird meine Geschichte der Nachwelt ein Fanal sein. Vielleicht ändert sich dann irgendwann mal was an der Art und Weise, wie unser reiches Land mit seinen unverschuldet mittel- und wehrlos gewordenen Bürgern umspringt?

Grüße
sub
Surie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Surie »

beim VdK war ich vor längerem auch schon mal vorstellig, aber in der Sache um die es jetzt geht bräuchte ich eher konkret greifbare, simple Informationen. Der Vdk hat es nicht so gern wenn man ihm nur beitritt um einen kostenfreien Rechtsbeistand für ein konkretes Problem zu bekommen und dann wieder abzuspringen, da versuchen die einen Riegel vorzuschieben, außerdem ist das im Prinzip ein Laden für Vereinsmeier und Kaffeetanten, für sowas bin ich viel zu soziophob
Dem gegenüber habe ich aber ein völlig anderes Bild erhalten. Die Arbeit des VdKs ist im Übrigen nicht ganz kostenfrei, denn neben die monatliche Mitgliedsschaftsgebühr werden für entsprechende Schriftsätze z.B. Berufungsschreiben Gebühren erhoben. Das kann dann auch ganz schnell um die 200Euro kosten.

Und die Angebote die der VdK den Mitgliedern macht(preiswerte Fahrten z.B. 4 Tage Bodensee für 99 Euro) ist doch eine feine Sache. Für mich kommt es auch nicht in Frage, da psychisch krank. Bedenke, es sind nicht alle Mitglieder psychisch krank. Die Fahrten haben reichlich wenig mit "Vereinsmeier und Kaffeetanten" zu tun.

Der VdK ist für viele sehr hilfreich.
submarine

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von submarine »

Hallo
Surie hat geschrieben:Dem gegenüber habe ich aber ein völlig anderes Bild erhalten. Die Arbeit des VdKs ist im Übrigen nicht ganz kostenfrei, denn neben die monatliche Mitgliedsschaftsgebühr werden für entsprechende Schriftsätze z.B. Berufungsschreiben Gebühren erhoben. Das kann dann auch ganz schnell um die 200Euro kosten.
nein, dass alles gratis ist habe ich ja auch nicht geschrieben. Und dass die das nicht gern sehen wenn man nur wegen aktueller Rechtsfragen beitritt und dann wieder abzwitschert habe ich selber erlebt, sonst wäre ich nämlich beigetreten, ich hatte das ausgefüllte Mitgliedschaftsformular schon in der Hand. Es geht auch nicht darum die Arbeit des Vdk madig machen, man sollte das bitte im jeweiligen Kontext lesen.
Bedenke, es sind nicht alle Mitglieder psychisch krank.
Aber hier ist ein Forum für Opfer sexuellen Missbrauchs, da gibt es auch schwere Fälle. Und denen den Vdk zu empfehlen ist im Einzelfall eben etwas problematisch. Bedenke, die Stärkeren sollten auf die Schwächeren Rücksicht nehmen. Das sollte auch für Missbrauchsopfer gelten. :idea:
Die Fahrten haben reichlich wenig mit "Vereinsmeier und Kaffeetanten" zu tun.
so, und womit dann? :D Dieselbe Frage könnte man übrigens beim ***eißen Ring auch stellen, denn diesen Vereinsmeier-Verein bekommt man ja auch immer empfohlen. Nur dass die letzteren Vereins-Meier sogar die Mittel der Intrige und der üblen Nachrede gegenüber anderen Institutionen nicht scheuen, wenn es darum geht den Opfern in den Rücken zu fallen. Was ich da mittlerweile erfahren musste wäre eigentlich einen Prozess gegen diesen Verein wert, wenn ich nur nicht so viele andere Probleme hätte. Ich lasse das jetzt hier mal lieber nur als Andeutung stehen, sonst bekomme ich noch eine Anzeige von denen. Ich sage nur, die haben mich gegenüber meinem Fallbetreuer beim SPDi angeschwärzt, und zwar mit einer Kolportage die ausschließlich aus heißer Luft bestand aber offensichtlich genügte, das Vertrauensverhältnis zwischen mir und meinem Fallbearbeiter zu erschüttern. Der wollte dann sogar meinen Personalausweis sehen und hat begonnen mir jedes Wort im Munde herumzudrehen und mit dem Amtsarzt zu drohen, obwohl er micht seit Jahren kennt. Sowas ist mir auch noch nicht passiert. Dass hinter dieser Verleumdungskampagne die "Arbeit" des ***eißen Rings stand, war erstens aus dem Zusammenhang erkennbar und zweitens hat mein Fallbetreuer das in einem Nebensatz auch erwähnt, außerdem konnte es auch gar niemand anderes gewesen sein. Nur gestimmt hat eben nichts davon. Tolle "Arbeit". :roll:

Grüße
suib

P.S.: Ich würde immer noch gerne wissen ob ich von meiner Rentenversicherung als Versicherter verlangen kann, dass das EU-Gutachten des Rentengutachters fristgerecht an das Sozialamt weitergeleitet wird? Falls nicht, habe ich ein echtes Problem. Dann müsste ich nämlich gegen das Sozialamt am Sozialgericht klagen, falls das Amt unter Berufung auf meine "Mitwirkungspficht" Bedingungen für die Weiterzahlung meiner Grundsicherung stellen sollte. Das wäre wie gesagt in diesem konkreten Fall Nötigung im Amt, schließlich wurde ich ja bereits begutachtet. Es würde dann darauf hinauslaufen dass ich für weniger Geld (nur GruSi) dieselben Hürden bekomme wie für mehr Geld (GruSi+OEG), nämlich Doppel- oder Mehrfachbegutachtung sowie psychosoziale Mehrbelastung durch Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Landessozialamt bzw. Landessozialgericht. Für mich ist sowas jedesmal der nackte Horror, deswegen bekomme ich ja GruSi-Rente.
Surie

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Surie »

Schade das du so schlechte Erfahrungen mit dem weissen Ring und dem VdK machen musstest, das tut mir leid. Ich von meiner Seite aus, besonders auch in der Schwere meiner Problematik gesehen, kann nur positiv von beiden Seiten berichten. Dass das natürlich nicht gern von denen gelesen wird, die eine weniger erfreuliche Erfahrung gemacht haben, kann ich nachvollziehen. Es gibt immer zwei Seiten.

Ich wünsche dir viel Glück.
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