So, um 6 Uhr ging das Schlafen einfach nicht mehr. Egal. Fühle mich jetzt nicht müde...und das ist auch eine Uhrzeit, die ok ist. *mal behaupte*
Mich auf die Couch verzogen habe, Musik auf die Ohren, große Studiokopfhörer verschaffen mir einen tollen Klang und lässt den Rest im Haus weiterschlafen.
Ich habe nach der Nachricht des Todes von einem guten Bekannten und Vereinsmitglied, weiter gemacht. Finde eh dieses Telefongespräch bescheuert... Möchte solche Nachrichten nicht auf der Heimfahrt bekommen. Aber gut, es sucht sich ja niemand aus. Ich bin mit dieser Nachricht einen Schritt aus der Welt hinausgetreten. Ich finde mich mitten im Hauptbahnhof wieder. Mitten unter Menschen und alles wuselt an einem vorbei, in allen Richtungen wuseln sie und man steht mitten drin und versteht die Welt nicht mehr. Die Welt dreht sich einfach so weiter. Da ist gerade ein Mensch gestorben und die Welt geht einfach weiter, als wäre nie etwas passiert.
Und ich? ich stand ein paar Minuten da in der Bahnhofshalle, wusste nicht weiter... und habe mich dann von diesem Strom voller Menschen, die einfach weiter machen ohne mich mitreissen lassen... Bin im absoluten Chaos gefangen aber ich renne von A nach B über C,D,E,F,G,H und I mache ich mir gleichzeitig noch Gedanken...
Und ich habe Angst. Angst vor Morgen. Morgen um 13 Uhr ist Beerdigung. Und das erste Mal für mich, dass da wohl ein Sarg steht (ich war schon auf unzähligen Beerdigungen mit Urnenbeisetzungen). Und das macht mir dolle Angst.

Kann diese Angst hier nicht beschreiben...

Und vor noch etwas habe ich viel mehr Bedenken...
morgen wird das real, was ich bisher nur vom Telefon gehört habe, was ich vielen Menschen mitteilen musste... aber morgen wird es real. Der Tod war zu Besuch. Es wird real, dass so viele schöne, als auch schmerzhafte Momente vorbei sind. Und es fällt mir schwer, es mit mir selbst zu vereinbaren, dass ich auch sagen kann, ja es gab auch schmerzhafte Momente... denn ein Stimmchen sagt in meinem Kopf, über Tode darf man nur Gutes reden.
Ambivalenzen in meinem Kopf. Hin und hergerissen auch über die Gefühle in mir. Auf der einen Seite traurig sein, auf der anderen Seite erleichtert...

ich habe Angst vor diesen Gedanken, aber sie sind da.
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Und mein Bauch, ihm geht es nicht gut. Genauso wie es meinem Rücken gar nicht gut geht. Und es war doch jetzt zwei Monate heile. Schon wieder Physiotherapie?
Ich mag das nicht mehr... und da fällt mir auch ein, dass ich noch ganz dringend einen Termin bei der FA machen muss.... ach Mensch!!! das schiebe ich schon seit zwei Monaten vor mich hin.
Wenn ich gerne eines wieder heile haben würde, dann meine Hüfte. Die hat er gekonnt zerstört. Danke Täter. Die hättest du gerne ganz lassen können.
TRIGGERT! aber Beine von Kindern muss man ja spreizen und dass es dann passiert, dass später ein Hüftschaden darauf resultiert danke.

Und das ist bestimmt nicht die einzige Langzeitfolge, dass ist nur die, die ich am belastenden finde derzeit.
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Even
PS: Dieses Instrument, wie auch dieses
Lied werde ich in meinem Elternhaus zurücklassen müssen.
