OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

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lisa4891

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von lisa4891 »

Hallo,
ich kämpfe nun seit 2006. liege mittlerweile beim sozialgericht. meiner meinung nach blos nicht aufgeben. schwerbehinderung ist auch nicht einfach. ich habe noch- und die gesetze sind auch da noch geändert worden vor ca 3 Jahren- noch 80%schwerbehinderung auf ptbs bekommen. nützt nichts, weil es dich nicht als opfer anerkennt. damit hat man keinerlei vergünstigungen wie therapie ohne zeitliche beschränkung bis zur heilung, dafür kämpfe ich und auch die berufsausgleichrente ist dait nicht erfasst.
mein täter ist -nach meiner 4 stündigen befragung nicht erschienen- und dem gericht wurde mitgeteilt, das er unter betreueung steht. leider wird mir die akteneinsicht nicht erlaubt und selbst meine weisser ring anwältin wird untersagt mir details mitzuteilen. allerdings hat sie mir gesagt das eine zu den taten passende diagnose im raume stünde. bin gespannt was das gericht damit macht.
also ich würde nicht aufgeben.
lg lisa
Buster88

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Buster88 »

Moin,

Ich kämpfe schon seit 2007 bin seit ca. einem Jahr vor dem hiesigen Sozialgericht und abe gestern auf meinen Antrag hin auf gewährung von PKH den Beschluss erhalten mir wird PKH gewährt und zwar erstinzanziel, im übrigen wird mir die von mir benannte Anwältin beigeordnet. Bin gespannt wies es jezt weiter geht.

gruss

Anderl02
Lorelei

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Lorelei »

Aufgeben ist eigentlich nur dann eine Option, wenn es einen nicht mehr belastet. Dann fühlt es sich eher an wie ein Loslassen von etwas, was nicht mehr zu einem passt, weil es nicht mehr wichtig ist, weil man inzwischen wichtigere Dinge im Leben gefunden hat. (Ist bei mir der Fall). Aber wenn es noch einen Leidensdruck bei euch ausmacht und ihr euch unzufrieden damit fühlt, das einfach auf sich beruhen zu lassen, dann bleibt dran!

Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam... ich habe zwei Richter (für andere Fachgebiete) in meinem Bekanntenkreis und kann nur sagen, dass es oft so lange dauert, bis ein Fall weiter bearbeitet wird, weil so unglaublich viele genau dasselbe wollen, und man als Richter oft nur damit zu tun hat, eine Unmenge von Akten aus dem Raum zu schaffen. Das geht in die hunderte.

Wünsche euch Glück, Erfolg und eine standfeste Psyche,

Lorelei
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Ich muss mal hier ein bisschen "Abk*tzen"... Es regt misch uff...

Ende Januar hatte ich mein Gutachter-Termin. Etwa drei Monate später teilte mir mein SB mit, die Akte sei zurück vom Ärztlichen Dienst und nun könne dann höchstwahrscheinlich der Bescheid erstellt werden. In den nächsten Tagen hieß es... Tja...

Daraus wuren Wochen und Monate. Vor etwas mehr als vier Wochen (ich war in einer Klinik und rief zusammen mit der Therapeutin dort an) rief ich meinen SB an. Er tat erstaunt, dass die Akte nun doch noch zur Mitprüfung zum Bundesministerium gesendet worden sei. Da dies aber schon vier Wochen her sei, müsse demnächst die Akte wieder zurückkommen und dann der Bescheid erstellt werden...

Wie man sieht ist immer noch nichts passiert. Ich habe heute angerufen: Der SB ist im Urlaub. Drei Wochen. Die Akte läge beim Chef. Wenn nichts weiter ist, schlug mir seine Kollegin vor, könne sie dann den Bescheid erstellen (nachdem sie sich meine Akte angesehen habe). Es sei im Endspurt, sagte sie.

Nun, ich bin spektisch. Ich werde wohl noch mindestens vier Wochen warten müssen, fürchte ich. Das Warten macht mich kirre....

Danke euch fürs Lesen :)
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Meine Akte war einmal 8 Monate verschwunden, wusste niemand, wo sie ist. Wenn man bedenkt, welche sensiblen Inhalte darin stehen, musste ich sehr an mich halten, um nicht auszurasten. Ach ja, und erfahren haben wir das auch nur per "Zufall", weil mein Rechtsanwalt fragte, was denn jetzt passiere als nächstes...

Warum allerdings das Bundesministerium da drüber schaut, das wundert mich allerdings, hast du das irgendwie initiiert oder kam das von denen allein?

LG
Meli
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Hi Meli,

danke für deine Antwort :)

"Verschwunden" war deine Akte? Es ist einfach unglaublich. Das klingt wie in einem sehr schlechten Film... Kann mir gut vorstellen, wie dir da zumute gewesen sein muss. Ich fand halt interessant, dass der SB bei mir so tat, als hätte er das gar nicht gewusst/ihn total überrascht mit der Weitergabe der Akte zum Bundesministerium. Gleichzeitig klang das total unglaubwürdig...

Das mit dem Bundesministerium wunderte mich auch. Ich selbst habe da nichts initiiert. Ich rief an, der SB teilte mir mit, dass die Akte dort hingesendet worden sei. Ob ich was an den Zähnen hätte, fragte er (da war ich erstmal sehr irritiert). Ich verneinte dies. Die vor Ort hätten wohl keine Zahngutachter, da würde das dann auch zum Bundesministerium gesendet. Dann meinte er, dass es dann um irgendwelche Kosten ginge. Näher wollte er sich dazu nicht äußern.

Vermutungen sind: Meine ambulante Therapie zahlt die Krankenkasse nicht mehr (mein Thera hat versucht rauszuholen, was ging - nächste Möglichkeit für neue Therapie ist erst wieder Anfang nächsten Jahres). Vielleicht ging es dabei um die Kostenübernahme.

Andere Vermutung (triggert!):
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V*ter (=T*ter) hat damals was bei der Polizei zugegeben. Ich weiß nicht, ob darüber dann die Möglichkeit besteht, ihn in Regress zu nehmen. Das Verfahren wurde wegen Verjährung eingestellt. Aber er hat da ja Dinge eingestanden. Ob sich daraus die Möglichkeit des Schadensersatzes ableiten lässt... *Schulter zuck* Und ob die vielleicht das geprüft haben im Bundesministerium...

LG
darkflame
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Dann wünsch ich dir mal, dass die gerade prüfen und dir dann weiter Therapie bewilligen!

Ich drück dir jedenfalls sehr die Daumen!!!

LG
Meli
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Tja, und auf einmal ist der Bescheid da...

Antrag wird abgelehnt.

"...da schädigungsunabhängige Einflüsse die wesentliche Bedeutung für das Entstehen der bei Ihnen vorliegenden Gesundheitsstörungen bilden."

Okay. ich werde Widerspruch einlegen. Befürchte aber, dass das Ergebnis dann das selbe bleiben wird.

Bin ziemlich platt und fertig gerade. Und es ärgert mich tierisch.
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Du solltest dich nicht ärgern, weil es nicht dich persönlich meint, es ist deren übliche Vorgehensweise. Aber sehr leicht zu entkräften: ein sogenannter Vorschaden muss sicher nachgewiesen werden. Lies mal den Artikel "Kein Recht für Opfer?" von RA Gudrun Striening oder so ähnlich heißt die, findest du über eine Suchmaschine deines Vertrauens...

Alles Gute!!!!!!!!!
Meli
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Ich danke dir sehr für deine Worte, Meli. Wirklich das tut sehr gut zu lesen. Und eigentlich weiß ich das ja auch... Es nicht persönlich zu nehmen ist aber für einige Anteile echt schwer....

Nun gut, ich bin in Aktion getreten. Gestern noch habe ich den Widerspruch abgeschickt. Ich habe den Sozialverband (bin Mitglied) angeschrieben wegen Hilfe beim Widerspruch. Mal sehen, das wird sich ja jetzt sicher noch so 1-2 Jahre hinziehen mit dem Widerspruch.

Ich fürchte halt, dass mein Aufwachsen in der fundamentalistisch-christlichen Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas "schwerer gewichtet" wurde. Irgendwie schon auch... makaber, finde ich. Klar, das hat auch Spuren hinterlassen, ohne Frage. Aber die Übergriffe... Ach, nicht zu viel drüber nachdenken. Macht mich sonst nur unnötig wütend.

Nochmal danke Meli :)
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Ich bleibe dabei, dir die Daumen zu drücken!!!:-)

Liebe Grüße
Meli
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Danke schön, liebe Meli :) Das kann ich gut gebrauchen!
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

So, ich habe heute mit einer Anwältin telefoniert, mit der ich nächste Woche einen Termin habe. Ich habe auch beim Weißen Ring angerufen wegen eines Beratungsschecks. Sonst kann ich mir die Anwältin nämlich nicht leisten... Ich habe auch beim Versorgungsamt angerufen, um zu fragen, ob der Widerspruch eingegagen ist. Das ist er. Ist auch schon an die Abteilung für Widersprüche weitergeleitet worden.

Ich berichte weiter :)
Meli-2006
Beiträge: 375
Registriert: Do Nov 23, 2006 5:52 pm

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von Meli-2006 »

Du kannst auch beim Amtsgericht nach Beratungskostenhilfe fragen, dann kannst du auch für kleines Geld zum Anwalt. Alternativ dazu gibt es noch den vdk - der eventuell auch helfen kann, nachfragen kostet nix. www.vdk.de

Alles Gute!
Meli
darkflame

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Beitrag von darkflame »

Danke Meli für den Hinweis :)

Dass mit dem Beratungsscheck sollte eigentlich ganz gut klappen. Ich bin auch beim SoVD (Sozialverband Deutschland: www.sovd.de). Da habe ich in zwei Wochen auch noch einen Termin. Bin also bestens gerüstet :)
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