hey,
ich weiß ehrlich gesesagt nicht, wie ich anfangen soll. Ich bin froh, dass es hier wenigstens anonym geht, weil mir das echt unangenehm ist.
Kurz zu mir: Ich bin seit 3 jahren in Therapie wegen Missbrauchserfahrung durch den eigenen Bruder. Klingt erstmal härter als es ist (bin vielleicht immer noch in der kleinreden phase). Ich war damals 10/11 als er nachts in mein Zimmer reinkam und das machte. Er dachte ich würde schalfen, aber eigentlich war ich nur in einer Stockstarre und konnte mich nicht bewegen. Der Akt selbst war was verwirrendes für mich natürlich, aber es hat sich trotzdem gut angefühlt. Ich hatte unendliche Schuldgefühle, die ich oft mit SVV kompensiert habe.
Mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich verstehe, dass ich keine Schuld trage und dass es normale körperliche Reaktionen waren.
Womit ich aber jetzt struggle ist das Thema Sexualität.
Ich habe einen männlichen Therapeuten, der an sich sehr nett verständnisvoll ist, aber er ist halt totzdem ein Mann. Über das Thema Sexualutät konnte ich mit ihm nicht sprechen. Er hat das Thema mehrmals angesprchen, aber bei jedem mal bin ich wegdisoziiert. Ich komme auch aus einer koservativen Familie, wo über diese Themen einfach nicht gesprochen werden. Das heißt für mich war es das erste mal, dass ich über dieses Thema spreche und ich werde allein mit Worten nicht beschreiben können, wie unangenehm das Thema für mich war. Alles, was mit dem Bereich Sexualutät zu tun hat, habe ich vermieden. Mit ca. 18 Jahren habe ich aber das erste mal mich angefasst. Ich hatte das noch nie gemacht, es hat aber so positve GEfühle in mich hervorgebracht. Ich habe mich für diese Gefühle unendlich geschämt, weil ich mir dachte, ich bin nicht besser als der Täter, denn er hatte ja auch positive Gefühle als er mich angefasst hat (IN meinem Kopf hat das Sinn gemacht). Dann wurde es exessiv. Ich habe angefangen "Filme über 18" zu schauen, weil meine Neugier so groß war. Es wurde exessiv. Bis heute schaue ich diese Videos an und fasse mich dabei an, Ich schäme mich so unendlich dafür, das kann ich nicht mal beschreiben. Einerseits weil ich es mache, aber andererseit auch einfach weil es so extrem unmoralisch ist. Ich hasse mich dafür so sehr.
Vielleicht eine Sache: Mit der Sv habe ich aufgehört, ich habe aber das Gefühl, dass das mein Ventil stattdessen geoworden ist. Das Thema " sich selbst anfassen" hatten wir in der Therapie paar mal, aber er weiß von den Videos nicht Bescheid. Zum anfassen sagt er, dass es war ganz normales und schönes sei, aber ich verbinde damir nur Ekel und Abscheu mir gegenüber.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was ich mir durch den Post erhoffe, aber ich hab das Gefühl, das muss raus.. Danke fürs Lesen