Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » Sa Sep 19, 2020 1:24 pm

Hallo Leuts,

ihr seit Viele oder kennt selbst Viele-ähnliche Strukturen, wie DDESNOS,DDNOS oder ESD. Mit eurem So-Sein habt ihr euch angefreundet oder seit auf dem Weg dahin - weil mit sich hadern bringt hier eh nix. Evtl. passt ihr damit sogar in den ICD-Schlüssel rein, ich bekanntlich nicht.

Ihr arbeitet daran, dass Anteile miteinander kooperieren, manche integrieren sich vielleicht auch, einige sind offen für neues, jo, und der eine oder andere Anteil ist doch sehr, sehr skeptisch, um es vorsichtig zu formulieren.

Anteile bringen Stärken und Schwächen mit, einige sind ganz früher mal sehr verletzt worden und bedürfen der besonderen Fürsorge, wieder andere kümmern sich darum, unterstützen diese Arbeit. Und es gibt die Anteile, die am Status quo nichts ändern wollen, womöglich auch nicht besonders gesprächsbereit sind.

Wie baut ihr Vertrauen zu den Anteilen mit Abwehrhaltung auf, wie habt ihr hier Kooperationsbereitschaft erreicht, ohne dass die - aus heutiger Sicht - Destrutivität dieses Anteils (zu sehr) nach außen durchdringen konnte? "Destruktivität" war als Überlebensmuster oder Überlebensglaubenssatz notwendig gewesen, ist es aber heute nicht mehr. Das wissen jene ja nicht.

Mir ist bewußt, dass ein Austausch darüber in diesem Forum Mut erfordert. Um so mehr freue ich mich über Antworten, Fragen, gern im Thread. 8)

Viele Grüße

Silberlicht

PS:
All jene, die mit DIS, Anteilen und so nem "Gedöns" wenig bis nix anfangen können, halten sich bitte zurück.
Gleiches gilt für jene, denen sich bei dem Thema DIS & co. eher die Haare aufstellen, weil es das ja gar nicht geben kann, oder so ähnlich. - Die Diskussion ist hier unerwünscht. - Ich bedanke mich schon mal im Voraus, dass diese Grenze respektiert wird.
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

EineVonUns50
Beiträge: 1102
Registriert: Di Nov 22, 2016 8:00 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von EineVonUns50 » Sa Sep 19, 2020 3:35 pm

Wir haben im Moment nur eine Literaturempfehlung: das Buch zu den Täterintrojekten von Michaela Huber. haben es zwar nicht ganz gelesen, aber dort stehen auf jeden Fall auch Strategien / kommunikationsmöglichkeiten drin, um mit Anteilen, die im Alten festhängen und destruktive Gedankenmuster als einzige verfügbare Strategie haben, in Kontakt zu kommen.
Bevor es um Kooperationsbereitschaft oder Änderung oder gar gegenseitiges Vertrauen geht, muss ja zunächst mal Kontakt hergestellt werden.

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » Sa Sep 19, 2020 6:01 pm

Klingt vielleicht blöd, aber EineVonUns50, was verstehst du hier unter "Kontakt herstellen" bzw. was ist "Kontakt haben"?
Genauer zum wem muss dieser Kontakt zwingend bestehen?

Reicht es aus, wenn helfende/unterstützende Anteile diese Anteile kennen und mit diesen auch Kontakt haben und somit Vermitteln könnten? Oder muss der Kontakt direkt bestehen - mit murren von Seiten der Betreuenden für die verletzten Kinder. :?
Die befürchten Unruhe.

Für mich gibt es ja keine "greifbaren Persönlichkeiten", ich bin ja nicht Viele.
Es sind, außer den Kindern, eher Gefühle, die auf verschiedene Anteile aufgesplittert sind und dadurch besteht zumindest irgendeine Art von Kontakt. Die Kinder sind da inzwischen außen vor, bis auf Pubertine, aber die ist eben Pubertistin. :mrgreen:
Aber die Techniken müssten doch ähnlich funktionieren, oder?

Seufz, Fragen über Fragen... :? :shock:
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

EineVonUns50
Beiträge: 1102
Registriert: Di Nov 22, 2016 8:00 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von EineVonUns50 » So Sep 20, 2020 9:22 pm

ich meinte Kontakt zu den Anteilen, die sich destruktiv verhalten oder entsprechende Denkmuster haben oder Gefühle. Ich kann das halt nur aus Viele-Sicht beschreiben.

Reicht es aus, wenn helfende/unterstützende Anteile diese Anteile kennen und mit diesen auch Kontakt haben und somit Vermitteln könnten? Oder muss der Kontakt direkt bestehen - mit murren von Seiten der Betreuenden für die verletzten Kinder. :?
Die befürchten Unruhe.
ich versteh nicht, was du mit "muss Kontakt direkt bestehen" meinst. Es müssen nicht alle anteile mit denen reden.. Wenn der Kontakt Angst auslöst, muss diese zuerst versorgt werden. Egal bei wem... Und ansonsten braucht es halt mindestens einen vernünftigen, zugewandten Erwachsenen, der in Kontakt ist.
Aber das ist eigentlich ein Thema, was in die therapie gehört, weil das ja viel auslöst bei anderen gleich mit und das ganze System durcheinander würfeln kann. Es gibt Gesprächstechniken, die die Huber beschreibt und auch Theorien, wie solche anteile entstehen und wie man mit der problematik arbeiten kann. Ob und wie man das jetzt auch auf Egostates übertragen kann, weiß ich nicht. Aber ganz sicher gibt es auch für Egostates entsprechende Literatur.. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Annäherung, Kontakt, Verstehen-lernen, Verständnis, Absprachen entwickeln, Ängste berücksichtigen, alternative Sicherheiten entwickeln usw. schon übertragbar ist. Aber das ist ein längerer Prozess. Finde ich schwierig ohne therapeutische Unterstützung. Hast du denn eine therapeutin, die sich mit dissoziativen Störungen/Strukturen ausgekennt?

Luanna*
Beiträge: 390
Registriert: So Jan 14, 2018 5:49 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Luanna* » So Sep 20, 2020 10:07 pm

also nur mal so ne anmerkung der thread hier is ja schon bisschrn ein wiederspruch. weil wenn da @viele steht wird man ja als viele angsprochen gleichzeitig soll man aber nich als gast schreiben. macht irgendwie nich so sinn. vielleicht sollte man den namen des threads ändern. finde das so sehr widersorpchlich und nich klar ersichtlich das man als gast unerwpnscht is.
And it'll be hard, but I know I will make it out
Step by step, I'll move on and get on with life

Benutzeravatar
Dorie
Beiträge: 10041
Registriert: Mi Sep 29, 2010 11:12 am

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Dorie » So Sep 20, 2020 10:19 pm

Luanna* hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 10:07 pm
also nur mal so ne anmerkung der thread hier is ja schon bisschrn ein wiederspruch. weil wenn da @viele steht wird man ja als viele angsprochen gleichzeitig soll man aber nich als gast schreiben. macht irgendwie nich so sinn. vielleicht sollte man den namen des threads ändern.
@viele heißt nicht das hier viele user schreiben sollten, sondern was nach den @ Zeichen steht sind Diagnosen und wer diese Diagnose hat, an die gehen diese Fragen
Luanna* hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 10:07 pm
und nich klar ersichtlich das man als gast unerwpnscht is.
Schau mal in die Signatur von Silberlicht. Unten steht das sie keine gastbeiträge möchte.

Es gibt Menschen die möchten und es gibt Menschen die möchten es nicht.
Träume nicht dein Leben,sondern lebe deinen Traum


Gib mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann.
Gib mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » So Sep 20, 2020 10:24 pm

Hallo Luanna,
Luanna* hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 10:07 pm
also nur mal so ne anmerkung der thread hier is ja schon bisschrn ein wiederspruch. weil wenn da @viele steht wird man ja als viele angsprochen gleichzeitig soll man aber nich als gast schreiben. macht irgendwie nich so sinn. vielleicht sollte man den namen des threads ändern. finde das so sehr widersorpchlich und nich klar ersichtlich das man als gast unerwpnscht is.
da gibt es keinen Widerspruch.
"Viele" ist eine Bezeichnung für Menschen mit DIS. Und jene, die angesprochen sind, verstehen mich auch. :wink:

Wer den Beitrag ganz durchliest, liest auch die Signatur.
Dann bleibt es "Vielen" selbst überlassen, ob und falls ja, wie damit umgegangen wird.
Lies: Jene, die sich im Thread beteiligen möchten, brauchen für sich eine akzeptable Lösung, welche die vorgegebenen Grenzen respektiert. Lautet die Lösung, nicht zu schreiben, ist das für mich auch o.k.

Hast du auch einen konstruktiven Beitrag in dem fraglichen Thread zum Thema des Threads?
Ja? Dann lass mal hören. :wink:

Viele Grüße

Silberlicht
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

Luanna*
Beiträge: 390
Registriert: So Jan 14, 2018 5:49 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Luanna* » So Sep 20, 2020 10:31 pm

ist mir schon klar was es heist so doof bin ich auch nich..widespricht sich halt trotzdem.
man wird ja quasi als viele angesprochen darf aber als gast dann nix sagen.
und nö ich les zum beispiel auch nich immer die signatur..wollts nur anmerken dsmits keine missverständnisse gibt.
bin dann auch wieder still.
And it'll be hard, but I know I will make it out
Step by step, I'll move on and get on with life

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » So Sep 20, 2020 10:35 pm

Hallo EineVonUns50,
EineVonUns50 hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 9:22 pm
ich versteh nicht, was du mit "muss Kontakt direkt bestehen" meinst. Es müssen nicht alle anteile mit denen reden.. Wenn der Kontakt Angst auslöst, muss diese zuerst versorgt werden. Egal bei wem... Und ansonsten braucht es halt mindestens einen vernünftigen, zugewandten Erwachsenen, der in Kontakt ist.
O.k., "fett markiert" ist der Punkt. Es besteht teilweise kein direkter Kontakt als zugewandte Erwachsene zu all diesen Anteilen. Teilweise geht das noch über einen weiteren Anteil. Dieser leistet, zumindest wird das versucht, Vermittlungsarbeit. Ob das sinnvoll ist? Keine Ahnung. :?
EineVonUns50 hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 9:22 pm
Aber das ist eigentlich ein Thema, was in die therapie gehört, weil das ja viel auslöst bei anderen gleich mit und das ganze System durcheinander würfeln kann. Es gibt Gesprächstechniken, die die Huber beschreibt und auch Theorien, wie solche anteile entstehen und wie man mit der problematik arbeiten kann. Ob und wie man das jetzt auch auf Egostates übertragen kann, weiß ich nicht. Aber ganz sicher gibt es auch für Egostates entsprechende Literatur.. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Annäherung, Kontakt, Verstehen-lernen, Verständnis, Absprachen entwickeln, Ängste berücksichtigen, alternative Sicherheiten entwickeln usw. schon übertragbar ist. Aber das ist ein längerer Prozess. Finde ich schwierig ohne therapeutische Unterstützung. Hast du denn eine therapeutin, die sich mit dissoziativen Störungen/Strukturen ausgekennt?
Details würde ich hier nicht ausbreiten wollen, eben weil es viel auslösen kann, sowohl bei mir als auch bei mitschreibenden und mitlesenden.

Ja, ich arbeite mit einem systemischen Traumatherapeuten, der sich auskennt. Das hatte ich vor Beginn der Therapie "abgeklopft".
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

silan
Beiträge: 63
Registriert: Do Jul 18, 2019 9:17 am

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von silan » Mo Sep 21, 2020 7:15 am

Silberlicht hat geschrieben:
Sa Sep 19, 2020 1:24 pm
Hallo Leuts,

ihr seit Viele oder kennt selbst Viele-ähnliche Strukturen, wie DDESNOS,DDNOS oder ESD. Mit eurem So-Sein habt ihr euch angefreundet oder seit auf dem Weg dahin - weil mit sich hadern bringt hier eh nix. Evtl. passt ihr damit sogar in den ICD-Schlüssel rein, ich bekanntlich nicht.

Ihr arbeitet daran, dass Anteile miteinander kooperieren, manche integrieren sich vielleicht auch, einige sind offen für neues, jo, und der eine oder andere Anteil ist doch sehr, sehr skeptisch, um es vorsichtig zu formulieren.

Anteile bringen Stärken und Schwächen mit, einige sind ganz früher mal sehr verletzt worden und bedürfen der besonderen Fürsorge, wieder andere kümmern sich darum, unterstützen diese Arbeit. Und es gibt die Anteile, die am Status quo nichts ändern wollen, womöglich auch nicht besonders gesprächsbereit sind.

Wie baut ihr Vertrauen zu den Anteilen mit Abwehrhaltung auf, wie habt ihr hier Kooperationsbereitschaft erreicht, ohne dass die - aus heutiger Sicht - Destrutivität dieses Anteils (zu sehr) nach außen durchdringen konnte? "Destruktivität" war als Überlebensmuster oder Überlebensglaubenssatz notwendig gewesen, ist es aber heute nicht mehr. Das wissen jene ja nicht.

Mir ist bewußt, dass ein Austausch darüber in diesem Forum Mut erfordert. Um so mehr freue ich mich über Antworten, Fragen, gern im Thread. 8)

Viele Grüße

Silberlicht

PS:
All jene, die mit DIS, Anteilen und so nem "Gedöns" wenig bis nix anfangen können, halten sich bitte zurück.
Gleiches gilt für jene, denen sich bei dem Thema DIS & co. eher die Haare aufstellen, weil es das ja gar nicht geben kann, oder so ähnlich. - Die Diskussion ist hier unerwünscht. - Ich bedanke mich schon mal im Voraus, dass diese Grenze respektiert wird.
Hallo Silberlicht,
bei uns ist es derzeit mal wieder so weit...
Vertrauen aufbauen zu denen, die eigentlich eher gegen uns ankämpfen... sehr schwierig, aber wir hoffen auch dieses Mal nicht unmöglich.
Wir haben das schon einige Male durch. Und wir haben gelernt, dass das keine Sache von ein paar Wochen ist sondern sich über Jahre hinzieht... Wir sind jetzt seit fast 30 Jahren in Therapie, ohne großartige Unterbrechung.
Sind erst gerade jetzt wieder in der Situation...
Was uns bislang am meisten geholfen hat ist Kommunikation. Kontakt aufnehmen, annehmen, wertschätzen, reden, zeigen, überzeugen, glauben...
Wir hatten vor fast 30 Jahren eine super Therapeutin. Traumatherapie war damals noch kein Begriff, DIS war so ziemlich die exotischste Diagnose, die man sich vorstellen konnte. Doch sie hat sich damit auseinandergesetzt, sich überall wo es ging Rat gesucht, wie sie uns helfen kann. Und sie hat damals mit uns zusammen Innen einen großen (relativ) runden Tisch aufgestellt. Und viele Stühle drumherum. Und 1x die Woche haben sich alle die schon dazu bereit waren um diesen großen runden Tisch versammelt und wir haben versucht zu sprechen. Es hat wirklich Jahre gedauert, bis wir am runden Tisch eine rege Kommunikation hatten, doch es hat sich gelohnt.
Und er lohnt sich noch heute. Gerade in den letzten Monaten sind wir auf ein großes Subsystem gestoßen... Sehr aggressive Vertreter darunter, aber auch viele sehr verletzte Kinder und Jugendliche. Das ganze Paket, wie du es oben beschreibst. Daraufhin haben wir vor zwei Wochen unseren alten runden Tisch wieder ausgekramt... hatten dessen Funktion im Laufe der Zeit eigentlich schon fast vergessen. Jetzt werden wir wieder aktiv mit ihm arbeiten.
Ansonsten versuchen wir auch so in Kontakt zu kommen, indem wir Präsenz zeigen und klare Regeln definieren. Seit einigen Wochen leben wir wieder mit einem Vertrag, der für alle bindend ist. Aber nicht nur Reglementierung ist wichtig, sondern auch Fürsorge und Verständnis.
Wir haben das Gefühl, wir gehen seit 4 Monaten auf dem Zahnfleisch. Schlafen kaum, switchen wild hin und her. Viele der "neuen" sind sehr verängstigt, wissen nicht ob ihnen gerade wieder schreckliches passiert. Kennen gar nicht den Unteschied zwischen Innen und Außen, kennen die "neue" Umgebung nicht, die"neuen" Menschen die hier mit uns leben, wissen nicht, dass sie in einem "alten Körper" sind, obwohl sie oft noch Kinder sind. Alles sehr verwirrend und dann noch die Angst, die sie sowieso schon haben, die Schmerzen, Erinnerungen etc... Ein paar von den Kids sind aber auch sehr neugierig, treiben sich hier vorne rum und versuchen die Welt zu entdecken...
Ja, und mit denen, die destruktiv sien, versuchen wir ebenfalls zu sprechen, ihnen zu sagen dass sie ein Recht haben da zu sein und dass ihre Art früher sogar wichtig war, dass wir aber heute in einer anderen Zeit leben wo das eher schlecht ist, was sie machen. Aber dass es andere Möglichkeiten für sie gibt. Da sind wir im Moment.

Wir haben das schon einige Male durch. Es funktionierte bislang ganz gut. Einige konnten sich schlafen legen, andere sind in die Nähe gekommen und haben neue Aufgaben übernommen. Wieder andere sind einfach verschwunden... Integration ist kein Thema für uns, Co-Bewusstsein ist unser Ziel.
Vielleicht hilft dir das weiter?

EineVonUns50
Beiträge: 1102
Registriert: Di Nov 22, 2016 8:00 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von EineVonUns50 » Mo Sep 21, 2020 5:11 pm

Silberlicht hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 10:35 pm
Hallo EineVonUns50,
EineVonUns50 hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 9:22 pm
ich versteh nicht, was du mit "muss Kontakt direkt bestehen" meinst. Es müssen nicht alle anteile mit denen reden.. Wenn der Kontakt Angst auslöst, muss diese zuerst versorgt werden. Egal bei wem... Und ansonsten braucht es halt mindestens einen vernünftigen, zugewandten Erwachsenen, der in Kontakt ist.
O.k., "fett markiert" ist der Punkt. Es besteht teilweise kein direkter Kontakt als zugewandte Erwachsene zu all diesen Anteilen. Teilweise geht das noch über einen weiteren Anteil. Dieser leistet, zumindest wird das versucht, Vermittlungsarbeit. Ob das sinnvoll ist? Keine Ahnung. :?
Dann ist es das, was gerade möglich ist und dann würd ich das nutzen. Du kannst ja nichts erzwingen. Warum sollte es nicht sinnvoll sein über Vermittler zu gehen? Was befürchtest du?
Ich denke halt: wenn du zu dem/den Vermittlern Kontakt hast und die wiederum zu diesen Anteilen, ist das doch schon mal bessser als gar kein Kontakt und was worauf man aufbauen kann.

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » Mo Sep 21, 2020 8:45 pm

Hallo Silan,

vielen Dank für Eure offenen Worte. Puhha, das klingt sehr anstrengend, was ihrbeschreibst.
Ihr habt meinen größten Respekt für die Arbeit die hinter euch liegt - und die besten Wünsche für das, was vor euch liegt.

Da werde ich ganz still.

Ich bin ja nicht "Viele", komme aber mit dem In-"Viele"-Denken besser zurecht, es liegt mir einfach mehr. Mit diesem Denken musste ich mich nur solange ganz arg anstrengen, solange ich "es" mir versuchte zu verbieten - Stichwort "isch bin fei au normal" - was immer das nun sein mag. Seitdem ich "Wer bin ich und wenn ja wie viele" und einiges von Peichel gelesen hatte, habe ich den "Krampf" aufgegeben und seitdem ist es irgendwie leichter. Die Betonung liegt auf "irgendwie".

Vieles, was du berichtest, scheine ich instinktiv gemacht zu haben. Meine Immanginationsübungen habe ich so verinnerlicht, dass Körperzeichen diese im Hintergrund in Gang setzen. Die Helferteams wissen dann, was zu tun ist. Wöchentlich habe auch ich etwas ähnliches wie einen runden Tisch, allerdings haben da destruktive Anteile keinen Zutritt. Da besteht offensichtlich noch zu wenig Vertrauen.

Jetzt mit dem neuen Therapeuten scheint ein Ruck durch die "Introjekt-Bande" zu gehen. Sie lugen neugierig vor, sind bei der Therapie dabei - wurden ausdrücklich eingeladen, sich alles in Ruhe anzusehen. Einzige Bedingung, sie (Zacharias - Emil - Richard)-stören nicht, dürfen sich selbst benennen und vorstellen, wenn sie das wollen oder auch schweigen. Alles o.k. - Ich vermute, sie hatten angst davor, "vernichtet" zu werden. Aber das Ziel lautet ausdrücklich Kooperation und da, wo es sich als sinnvoll und für alle beteiligten als stimmig erweist evtl. auch "Fussion", z. B. durch Wächter-Teams, die bestimmte Aufgaben übernehmen.

Darf ich euch fragen, wie die Subsysteme "entdeckt" wurden?

Viele Grüße

Silberlicht
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » Mo Sep 21, 2020 9:17 pm

EineVonUns50 hat geschrieben:
Mo Sep 21, 2020 5:11 pm
Dann ist es das, was gerade möglich ist und dann würd ich das nutzen. Du kannst ja nichts erzwingen. Warum sollte es nicht sinnvoll sein über Vermittler zu gehen? Was befürchtest du?
Ich denke halt: wenn du zu dem/den Vermittlern Kontakt hast und die wiederum zu diesen Anteilen, ist das doch schon mal bessser als gar kein Kontakt und was worauf man aufbauen kann.
Da ist etwas dran. :D

Danke!
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

Silberlicht
Beiträge: 336
Registriert: Di Jun 30, 2020 9:57 pm

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Silberlicht » Mo Sep 28, 2020 6:32 am

Mich beschäftigt schon seit geraumer Zeit folgende Frage:
Fördert es die strukturelle Dissoziation, wenn Anteile Namen bekommen oder erleichtert es die Kommunikation nach innen?
Und wenn Namen, welcher Art sind diese Namen; Vornamen, Vor- und Nachname, Funktionsbezeichnung (Tätigkeit, Merkmal, etc.)?

Mit den Kids war das nie ein Thema.
Doch bei der Introjektarbeit, kommen diese Fragen.

Danke fürs Lesen. :D
Danke fürs Gedankenteilen. :D
Bitte keine Gastbeiträge nichtregistrieter UserInnen in meinem Thread. Danke.

Cady

Re: Bitte um Unterstützung @Viele, @DDESNOS, DDNOS, ESD

Beitrag von Cady » Mo Sep 28, 2020 5:32 pm

Fördert es die strukturelle Dissoziation, wenn Anteile Namen bekommen oder erleichtert es die Kommunikation nach innen?
Meiner Meinung nach ist das so allgemein nicht zu beantworten.
Bzw.: darüber "streiten sich die Geister" / auch in der Fachwelt, soweit ich das mitbekommen habe.

Mir sind Ärzte und Therapeuten begegnet, die der Meinung waren, dass es die Dissoziation verstärkt oder aufrecht erhält.
Bis hin zur Annahme der DIS als "iatrogen" erzeugt" - sprich über das "Einreden von Außen" durch Therapeuten, durch Namen geben, usw.

Mein Therapeut hatte die Sicht, dass es Ordnung schafft und Kommunikation in der Therapie auch erleichtert.

Bei mir ist der Dissoziationsgrad aus dem hoch-komplexen Dissoziationsbereich deutlich zurück gegangen - trotz Namen.
Auch bei DIS sind die Namen ja nicht vom Himmel gefallen, sondern Namen werden vergeben, von einem selbst / im inneren System oder von Außen - und bei mir sind im Zuge der Arbeit mit inneren Landkarten immer mehr Namen "aus dem Innen", "aus dem System genannt sozusagen" aufgetaucht.

Die Namen waren bei mir dann relativ bezeichnend für die "Inhalte" des Anteils.
Manchmal auch Gruppennamen sowie auch Funktionen.
Je nach Bedarf. Hat sich mit den Jahren verändert.
Oder auch direkter Name + Funktion - oder "die Dunklen" - und dann Untergruppen, Namen.
Immer wieder neu innere Landkarten auch anpassen müssen, auch über viele Jahre.

Heute sind Namen gar nicht mehr so wichtig. Das System ist so vertraut, da sage ich dann eher mal, um etwas zu bezeichnen: der Teenie-Anteil oder Bereich. (Früher gab es da mehrere Namen und auch Anteile mit ausgeprägterer Identität in der Wahrnehmung).

Wenn du keine Ahnung hast, welche Namen oder Bezeichnungen du für Anteile, Introjekte nehmen sollst - würde ich vermutlich ausprobieren.
Landkarten gestalten. Bis was passt. Auch in der Literatur zum inneren Familiensystem schauen oder Schematherapie - ob ich bei manchen Begriffen andocke.

Bis du gefunden hast, womit du arbeiten kannst.

Oder: es ist nicht der richtige Weg mit den Namen an dem Punkt für dich.

Das ist ja sehr individuell.
Was einem gut tut und weiter hilft.

Bezüglich der Sorge, die Dissoziation zu verstärken / künstlich aufrecht zu erhalten - da war ich achtsam mit mir - so gut es ging -
bzw. mein Therapeut hat da auch sehr drauf aufgepasst, dass das nicht geschieht.

Lieben Gruß, Cady

Antworten