Rinderbraten klassich
A und O eines Bratens ist das Stück Fleisch, aus dem man ihn macht. Am Besten da von einem Metzger beraten lassen. Es sollte ein Stück sein, das durchwachsen ist, nicht zu mager. Sollte es trotzdem sehr mager sein, kann man das Fleisch spieken, sprich Speck in das Fleisch einbringen. Dazu eignet sich normaler Speck oder auch grüner Speck. Der wird in länglisch Stifte geschnitten. Man braucht nicht unbdingt ein Spickmesser, es geht auch mit einem länglichen, scharfen Messer. Einfach entsprechend der Specklänge das Messer einstechen, etwas hin und her bewegen, damit Platz entsteht und dann den Speck in die Öffnung stecken. Dann das Messer vorsichtig rausziehen.
Für ca. 6 Personen:
1,2 bis 1,5 KG Fleisch (min. 200 gr. pro Person)
1 große Zwiebel
2 bis 3 Karotten
2 Scheiben Sellerie
1 Stange Lauch
1 rote Paprika (kann sein)
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
1 Lorbeerblatt
6 Wacholderbeeren
1 Teelöffel Thymian
1/2 Teelöffel Rosmarin
Salz, Pfeffer
Buillon
neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl) oder Bratfett
1/4 Liter Rotwein oder
4 cl Balsamiko dunkel
4 bis 8 cl Sojasoße
2 Teelöffel Preiselbeeren
Geräte:
Bräter
Feinsieb
Das Bratenstück gut abtupfen und mit Salz und schwarzem Pfeffer einreiben. Fett im Bräter erhitzen und den Braten rundherum kurz und scharf anbraten und dann aus dem Bräter nehmen. Zwiebel und Wurzelgemüse dann im Bräter auch kurz anbraten, bis es Farbe bekommt. Braten wieder auf das Gemüsebett, Tomaten, Knobi, Paprika hinzu. Mit Rotwein, Wasser und Sojasoße aufgießen. Mit Buillon und Salz abschmecken (schmeckt im Moment noch etwas komisch, nur prüfen, ob es würzig genug ist). Alle übrigen Zutaten in den Sud geben (Kräuter ect.). Der Braten sollte von der Flüssigkeit bedeckt sein.
Nun das ganze in die Röhre für 1 Stunde bei 160 Grad. Danach noch ca. 10 Minuten offen in der Röhre lassen, damit das Fleisch oben Farbe annimmt. Backofen runterdrehen auf ca. 70/80 Grad und das Fleisch auf einem Teller oder ähnlichem ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Bratensaft durch ein Feinsieb gießen und nochmal abschmecken. Andicken kann man es mit Stärkemehl, dazu Stärke in eine Tasse oder kleine Schüssel geben (2 Teelöffel reichen) und lansam Wasser dazu geben. Dann verrührt sich die Stärke sauber. Nie mit Sahne oder so was probieren, das klumpt. Der Bratenfond sollte sanft köcheln. Langsam die Stärke nach und nach unterrühren. Sie zieht in der Regel sofort an, also kann man sie sauber dosieren. In der Regel reicht weniger, denn die Soße sollte ja nicht zu dick sein.
Abrunden: Es gibt einige Tricks, um so eine Soße zu veredeln. Gerade bei Rind passt es, etwas Senf drunter zurühren, etwas Creme fraiche ist auch lecker. Auch tut es sich gut, einen Hauch Balsamiko zum Abschluss drunter zugeben. Auch ein paar Pilze tun gut.
Den Braten aus der Röhre nehmen und in entsprechende Scheiben schneiden. Zum Anrichten auf einer Platte etwas Soße über den Braten geben. Dazu passt natürlich das klassiche Rotkraut und Klöße als Beilage, aber auch große Röhrennudeln, ganze kleine Kartoffeln, die man zum Schluss zusammen mit dem Braten in der Röhre wärmt. Auch feines Kaisergemüse passt, am Besten in der Pfanne geschwenkt.
Und als besonderer Gag: Je Portion eine halbe Birne aus der Dose, in die man Preiselbeeren füllt. Dazu die Birne an der runden Seite ein wenig anschneiden, damit sie nicht kippt.
Mahlzeit!
