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Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Do Jul 17, 2014 9:49 pm
von submarine
Hallo Meli

noch ein Nachtrag, diesmal zu deinem Post:
Meli-2006 hat geschrieben:was in einer stationären Traumatherapie gemacht wird, ist zuallererst Stabilisierung... meist ist es Intervall-Therapie... du bleibst 6 Wochen z.B. und bist dann 3 Monate zuhause, dann gehst du wieder für 6 Wochen etc. - Stabilisierung ist das A und O jeder Traumaarbeit. Es kann sein, dass es gar nicht zu aufdeckender Arbeit kommt.
interessant! Stabilisieren tut sich der Mensch von selbst, dafür braucht man doch kein Krankenhaus! Ich will da hin um Schreien zu lernen, um Vertrauen zu lernen, und um zu lernen über das Erlebte allmählich sprechen zu können, ohne verrückt zu werden.

Ich halte nicht viel von ambulanter Thera bei tiefen Traumatisierungen, weil man da mindestens jeweils vierstündige Sitzungen bräuchte, sonst kommt man doch gar nicht richtig in einen konstruktiven Prozess hinein. Dann geht man wieder heim ohne dass überhaupt etwas in der Tiefe passiert ist. Nur Stress, Kontaktangst, Worte, Verwirrung, Zwang. Ich glaube dass das jeder weiß, der wirkliches Missbrauchsopfer ist. Meine Uroma, meine Oma, meine Mutter und meine Tante wurden vergewaltigt,dieses Wissen ist in meiner Familie tief verankert. Ich habe 10 Jahre Therapie hinter mir.
Den Gutachter, der von dir eine Hypnose verlangt, würde ich am liebsten verklagen wollen - Hypnose kann im Allgemeinen bei Ängsten oder beim Rauchen aufhören sehr sinnvoll sein - für traumatisierte Menschen ist es aber nichts. Und schon gar nicht, um deine Erinnerungslücken aufzufüllen, danach würde dir jedes Gericht der Welt kein Wort mehr glauben, weil in der Hypnose erworbenen Erinnerungen genau der Grund für Ablehnungen von OEG-Anträgen sind bezüglich Glaubwürdigkeit (man kann nicht verifizieren, dass diese Erinnerungen "real" sind)
das wusste ich nicht. Das mit der Hypnose haben mir die Ärzte in der Allgemeinpsychiatrie gesagt, zumindest hate ich es so verstanden. Das ist aber 20 Jahre her, vielleicht hat man das damals so gesehen?

Grüße
sub

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Fr Jul 18, 2014 1:40 pm
von Meli-2006
Hi, sub...

ich habe deine Beiträge beide gelesen... vielleicht magst du sie jetzt löschen, weil das Forum doch relativ öffentlich ist. Du gehst einfach auf "Bearbeiten" und dann markierst du den Text, löschst ihn und schreibst irgendein Wort stattdessen da hin... blabla oder so, und dann auf speichern gehen.

Da das Gericht das so verstanden hat, dass du auf Klageerhebung verzichtest, würde ich dem widersprechen, schriftlich und um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bitten, falls du das mit diesem abgelehnten OEG-Antrag weiter führen möchtest. Ich glaube, ob du nun diesen - bereits abgelehnten - Antrag als Ausgangsbasis nimmst oder einen neuen Antrag stellst (die nehmen sicher alle Fakten vom ersten Antrag mit rein!!!) ist relativ egal. Du musst dir darüber klar sein, dass die Behörde sich sowieso stur stellen wird (weil, Kassen leer, etc.) und du dich möglicherweise einem Glaubwürdigkeitsgutachten unterziehen musst. Es ist nicht leicht, so ein Glaubwürdigkeitsgutachten zu bestehen, vor allem, wenn Erinnerungslücken bestehen. Ich möchte dir dringend anraten, den Text "Kein Recht für Opfer?" von RA Striening-Döring (oder so ähnlich) zu lesen, den findest du im Internet über eine Suchmaschine deines Vertrauens. Dieser Text kann dir eine Ahnung davon vermitteln, wie sich das alles für die Behörden darstellt. Es gibt von dieser Rechtsanwältin auch noch einen neueren Text dazu, den findet man auch im Internet.

Vermutlich wird so eine Klage lang dauern, und viel von deiner Kraft fordern... nun bist du ja sehr intelligent und könntest dich vielleicht in die Thematik einarbeiten und vor allem einen guten Rechtsanwalt suchen und finden, der dir hilft. Ich würde so etwas allerdings nur angehen, wenn ich extrem stabil wäre, sprich: dein Umfeld müsste einfach klasse sein, unterstützend, aufbauend, dich im Hier-und-Jetzt haltend - ich weiß ja nicht, ob das so ist. Als Pluspunkt auf deiner Seite hast du, dass du sehr klar formulieren kannst, intelligent bist, dich kundig machen kannst, etc. - aber wie gesagt, das kann - im ungünstigsten Fall - viele Jahre dauern, so ein Verfahren. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich anraten kann. Vielleicht ist der Gedanke, andere Wege zu finden, wie du dein Leid sichtbar machen kannst und Anerkennung erfahren kannst, besser? (Buch schreiben, Filmdrehbuch, etc.)

Alles Gute für dich!!!
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Sa Jul 19, 2014 12:41 pm
von Gast
Ich halte nicht viel von ambulanter Thera bei tiefen Traumatisierungen, weil man da mindestens jeweils vierstündige Sitzungen bräuchte, sonst kommt man doch gar nicht richtig in einen konstruktiven Prozess hinein. Dann geht man wieder heim ohne dass überhaupt etwas in der Tiefe passiert ist. Nur Stress, Kontaktangst, Worte, Verwirrung, Zwang. Ich glaube dass das jeder weiß, der wirkliches Missbrauchsopfer ist.
Ich behaupte, wenn man 2h ambulant am Stück bekäme, müsste das auch ausreichen um konstruktiv arbeiten zu können / 50min sind definitiv zu niedrig angesetzt, gerade wenn es um komplexe Traumen geht. In Holland schaut das System besser aus, denn da bekommen komplex Traumatisierte 90min.

In einer Klinik erhält man wöchentlich nur eine Stunde für ein Einzelgespräch, ansonsten nur Gruppengespräche. Wer dem nicht gewachsen ist, wird auch dort nicht "glücklicher" mit seiner Gesamtsituation werden. Und was ist danach (??) Dies nur mal zur Info.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Jul 21, 2014 8:55 pm
von submarine
Hallo Meli
Meli-2006 hat geschrieben:Du musst dir darüber klar sein, dass die Behörde sich sowieso stur stellen wird (weil, Kassen leer, etc.) und du dich möglicherweise einem Glaubwürdigkeitsgutachten unterziehen musst. Es ist nicht leicht, so ein Glaubwürdigkeitsgutachten zu bestehen, vor allem, wenn Erinnerungslücken bestehen.
vor einer Glaubhaftigkeitsbegutachtung habe ich nun wirklich keine Angst, allerdings vor dem Weg dorthin (öffentliche Verkehrsmittel... würg...), vor Terminstress, sozialer Kontaktangst usw., und auch vor dem Nachspiel, wenn sich im Hirn wieder alles dreht, weil man seine ohnehin extrem dünnen Grenzen geöffnet hat... und dann einfach wieder allein nach hause geschickt wird, auf die Straße, den Blicken der ganzen wilden Affen der Zivilisation ausgesetzt... soziale Paranoia... "nackt im Wind"... :cry: Wenn die aussagepsychologischen Kriterien nur mal richtig angewendet werden würden, dürfte meine Aussagen kein Psychologe als unglaubhaft einstufen können, das Problem scheint aber u.a. zu sein dass dies diese Köppe sich an ihre eigenen Regeln nicht halten, weil sie selber für´s Lügen bezahlt werden. Jedenfalls war das in meinem Ablehnungsbescheid extrem offensichtlich. Da habe sogar ich als Laie auf den ersten Blick gemerkt dass die Regeln der aussagepsychologischen "Kunst" geradezu auf den Kopf gestellt werden. Erinnerungslücken z.B. sollten doch eigentlich eher ein Indiz für Glaubhaftigkeit sein oder. Da s andere Problem ist dass es auch eine sog. "Glaubwürdigkeit" gibt, die sich auf die Person des Aussagenden bezieht. Da wird es wahrscheinlich zur Sackgasse, wenn man amtlich als geistesgestört abgestempelt wurde und dann aber die Chuzpe hat plötzlich wie ein Vernünftiger daherzureden. Sowas geht gar nicht... Wo kämen wir hin, wenn die Verrückten auf einmal verlangen dass man ihnen zuhört?!? So denken die Ärztlichen Dienste vermutlich. :evil:

Aber was zum Geier machen die eigentlich wenn ich irgendwann doch noch Beweismittel, Zeugen oder sowas habe? Ich nehme an dass das nur eine Frage der Zeit ist, wenn ich mich jetzt nicht weichkochen lasse sondern hart bleibe. Aber wenn ich mich jetzt korrumnpieren lasse, also z.B. das böse Geld von den Tätern annehme und später doch noch mit Beweisen aufkreuze, um auf mein vermeintliches Recht zu pochen, mache ich mich todsicher zum Obst! :roll: Und ich weiß doch dass es Zeugen und wahrscheinlich auch andere Beweismittel gibt. ich weiß bloß noch nicht ob ich da rankomme. Probieren.

Das größere Problem ist dann der medizinische Nachweis der Schädigungsfolgen und der Kausalität, andererseits frage ich mich ob es im Sinne des OEG überhaupt einen "vernünftigen Zweifel" geben kann, dass solche Erlebnisse (auch für einen amtlich anerkannten Geistesgestörten wie mich... :twisted: ) schädigend sind? Fragt sich bloß WIE schädigend... :idea: Oder gilt es gar nicht als Gewalttat im Sinne des OEG wenn ein Kind von etwas älteren Kindern vergewaltigt wird? Fragen über Fragen. :?

Grüße
sub

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Jul 21, 2014 9:18 pm
von submarine
Hallo noch mal
Meli-2006 hat geschrieben:ich habe deine Beiträge beide gelesen... vielleicht magst du sie jetzt löschen, weil das Forum doch relativ öffentlich ist.
wieso, wenn es keinen stört kann das alles so stehen bleiben. Ich selber habe nix verbrochen und auch nicht vor, künftig etwas zu verbrechen, und daher nix zu verbergen. Es kann höchstens sein dass einige Details in meinen Ausfährungen konfus sind, das räume ich ein, weil meine Erinnerungen nicht so klar sind wie meine Formulierungen es vielleicht suggerieren. Zum Beispiel sind meine Eriinerungen an außerfamiliären MB total personenunspezifisch, soll heißen dass es in meinem Erleben vollkommen egal war wer da gerade über mich herfiel. Daher vermischen sich die Identitäten der Täter weitgehend, und in diesem Bereich könnten Fehler auftreten, aber nur soweit es sich bei den Tätern nicht um Angehörige handelt. Auch mit der Festlegung von Chronologie und Lokaslisierung der Ereignisse hapert es, das hat alles etwas ozeanisches. Zirkulierende Zeit und sich vermengende Orte... einzelne glasklare Momente und gefrorene Worte, die die Jahrzehnte überdauert haben und sich wie Inseln aus einer Unendlichkeit der Lähmung zu erheben scheinen... (stimmt ich sollte ein Buch schreiben... aber erstens wird es dann Klagen von real existierenden Personen regnen, die sich darin wieder erkennen, und zweitens sind die Dinge die ich erlebt habe so hardcore dass kein Verlag das drucken würde, schließlich ist es ja auch alles andere als erotisch).
Gast hat geschrieben:In einer Klinik erhält man wöchentlich nur eine Stunde für ein Einzelgespräch, ansonsten nur Gruppengespräche. Wer dem nicht gewachsen ist, wird auch dort nicht "glücklicher" mit seiner Gesamtsituation werden.
komisch, beim Weißen Ring war einer dabei, der behauptete er sei selber MB-Opfer und hätte in 3 Wochen stationärer Traumaklinik ("Heiligenfeld" o.ä.) ausschließlich Einzelgespräche gehabt.
Ich dachte nämlich eigentlich auch dass es da eher um Gruppenarbeit geht,und hatte extra mehrmals nachgefragt, aber er blieb dabei und beotonte noch dass man da selber auswählt was man will, und nix machen muss was man nicht machen will, also eben z.B. Gruppenarbeit. *grübel* :?:

Grüße
sub

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Jul 21, 2014 10:58 pm
von Gast
komisch, beim Weißen Ring war einer dabei, der behauptete er sei selber MB-Opfer und hätte in 3 Wochen stationärer Traumaklinik ("Heiligenfeld" o.ä.) ausschließlich Einzelgespräche gehabt.
Das ist mir neu, okay, man kann (sollte) sich ja vorab informieren.

Ein weiteres Problem ist, man kann nur ein Mal einen Therapeutenwechsel in einer Klinik vornehmen. Für meine Wenigkeit wäre es unmöglich einen "vorgesetzten Therapeuten" zu bekommen. Als ich mir hier vor Ort einen Therapeuten gesucht habe, habe ich mir fast die Schuhsohlen abgelaufen, um einen nach zig Anläufen zu finden, der mir sympathisch erschien.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Jul 22, 2014 12:07 am
von Meli-2006
sub, Heiligenfeld ist eine Klinik, bei der man selber zahlen muss... da können die natürlich auch mehr bieten als vielleicht andere Kliniken...

Deine Fragen bezüglich Schädigungsnachweis - ich glaub, es gab mal eine Richtlinie vom Arbeitsministerium zur Posttraumatischen Belastungsstörung - vielleicht findest du die irgendwo im Netz - da stand - wenn ich mich recht erinnere, dass bei psychischen Erkrankungen das nie so chirurgisch korrekt getrennt werden kann z wischen Schädigungsfolge oder Vorerkrankung, aber genau erinner ich das nicht, sorry.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Sa Aug 02, 2014 7:13 pm
von Gast
Mal eine Frage im Raum -
Sicherlich waren hier schon viele bei einem Gutachter vorstellig. Hat der Gutachter /in in eurem Gutachten, insofern ihr keine Psychopharmaka einnimmt (könnt), festgehalten, das die Patientin /Patient bei der festgehaltener psychischen Diagnose keine Medis einnimmt, mit Medis das jeweilige Beschwerdebild aber deutlich reduzieren könne . :shock: :shock: :shock: Wie würdet ihr auf diesen Passus reagieren. Muss man Medis einnehmen, wenn man psychisch erkrankt ist oder kann man sich gegen eine Einnahme auch weigern. Es handelt sich hier um ein OEG Verfahren.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Sa Aug 02, 2014 7:14 pm
von Gast
...verbessern könne :wink:

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Sa Aug 02, 2014 7:25 pm
von Meli-2006
Natürlich kann man sich weigern. Da hat wohl einer zu viele Geschenke von der Pharmaindustrie bekommen. Du hast generell natürlich eine Mitwirkungspflicht, damit es dir besser geht, aber wenn die Maßnahmen dafür deine Gesundheit langfristig schädigen können, musst du das nicht machen!!! Bei Neuroleptika gibt es jede Menge von Langzeitschäden (google mal dazu), bei Antidepressiva auch. Außerdem ist erwiesen, dass z.B. eine Stunde Sport am Tag viel besser bei Depressionen wirkt als die Medikamente und als Drittes noch: es ist auch erwiesen, dass Psychotherapie den Gehirnstoffwechsel verbessert - diese Fans der Biologie vergessen immer, dass das Gehirn sehr viel mehr ist und auf sehr viel mehr anspricht als nur auf Medikamente.

Tjs... was für ein Passus, echt der Hammer:-). Süffisant könnte man ihm gern anbieten, dass man Medis nimmt, wenn er sie zuvor nimmt und dir beweist, dass sie nützen...:-(((

Alles Gute!
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Sa Aug 02, 2014 8:10 pm
von Gast
Meine Mitwirkungspflicht besteht aus einem Besuch der Psychotherapie. Da aber nach vielen Therapiestunden immer noch keine Besserung eingetreten ist
man sollte auch wissen, das ich jahrelang misshandelt worden bin, es ohnehin zu keiner Heilung kommen kann. Ja, da spielen ja bei mir auch
noch mehrere Faktoren mit rein, die ich hier aus persönlichen Gründen nicht niederschreiben kann. Zumindest hat der Gutachter diesen Passus
geschrieben, mir aber dennoch 60 auf die Psyche gegeben. Ich kann es nicht so ganz nachvollziehen, warum er diesen Passus geschrieben hat (??)
Ich vertraue niemanden, warum sollte ich ein Medikament vertrauen ? (geschweige den Arzt dahinter) Ja, und Nebenwirkungen brauche ich nicht,
und oftmals bekomme ich all die, die dort niedergeschrieben sind. Seltsam, gelle ? Meine Ängste ziehen alles an.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: So Aug 03, 2014 1:37 pm
von Meli-2006
Ich sehe, du hast eine sehr klare und vernünftige Haltung. Bleib dabei:-)

Liebe Grüße
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: So Aug 03, 2014 2:26 pm
von Gast
Meli danke dir für deine guten Worte :D .
Dir noch einen schönen Sonntag.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Aug 04, 2014 9:39 pm
von submarine
Hallo Gast,

verstehe ich das recht, du bekommst jetzt GdS 60 und OEG-Grundrente, aber nur weil du eine Therapeutin glücklich machst? Und wenn du das nicht machst, gibt´s auch keine Kohlen.
Das hört sich ja an als hättest du eine Bank ausgeraubt und dürftest nur auf Bewährung raus, wenn du brav zum Laberhannes gehst und dich wöchentlich Sansoschäfchen-weich labern lässt. Da fragt man sich ja ob man nicht lieber eine Stunde wöchentlich beim Nachbarn die Hecken schneidet, das gibt auch Geld und ist gesünder. :twisted:

............
Meine Richterin will jetzt von mir wissen ob ich meine Klage gegen die Bescheide des Versorgungsamts zurückziehe oder nicht. Sie meint ich solle einen Überprüfungsantrag beim Amt einreichen und die Klage am Gericht fallen lassen. Sie sagt aber nicht (und das Amt auch nicht) ob da dann ein neuer Bescheid kömmt wo ein Rechtsmittel und Frist draufstehen wird oder nicht, und was es bedeutet wenn das Verfahren durch Rücknahme "in der Hauptsache erledigt ist" (laut Rechtslage). Heißt das dann dass ich im Grundsatz mit dem Schwachsinn, den der Ärztliche Dienst des Amtes in den Bescheiden verzapft, einverstanden bin?

Und was passiert wenn ich die Klage nicht zurüclziehe? Der Jusrist des Amtes sagt ich solle zum Ü-Antrag auch gleich Beweismittel beifügen, da nur ein massiv begründeter Ü-Antrag überhaupt Chancen habe. So wie es aussieht bekomme ich aber keine Beweismittel, ich habe alle angemailt die mir helfen könnten aber entrweder gar keine oder keine aussagekräftigen Antworten bekommen.

WTF soll ich jetzt machen.

Grütze
sub

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 05, 2014 11:58 am
von Meli-2006
Tja, sub... wenn ich mich da mal auskennen würde... ich glaube, die Auskunft kann dir nur ein Anwalt geben, so komplex wie die Dinge bei Gericht immer sind, lohnt es sich, bevor man was tut, doch einen sachverständigen Rat einzuholen...

Liebe Grüße
Meli