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Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Do Sep 14, 2017 5:47 pm
von Evenstar
Danke dir für deine Offenheit.
Ich wünsche dir, dass auch du ganz viel in deinem Leben hast, was dich tragen kann/ und die dich tragen können.
Lieben Gruß
Even
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Do Sep 14, 2017 10:14 pm
von Evenstar
Heute um Hilfe gebeten,
verstanden worden, es war nachvollziehbar für das Gegenüber. Wahrgenommen werden in meinem Sein, meiner Angst. Auch das wirkt gerade nach und auch das Angebot bekommen zu haben, weitere Unterstützung zu bekommen. Himmel, das löst einiges in mir aus. Um es kurz zu sagen, ich habe meinen Chef um einen Termin gebeten, weil ich mit einer Kollegin einige schwierige Momente habe, weil da sehr viel Neid gegenüber mir mitspielt... nun steht Coaching im Raum...und das macht jetzt gerade Angst...heute Mittag war ich komplett dafür. So viel Angst, da aufzufallen? Werden Fragen kommen zu früher, oder steht das hier und jetzt im Fokus? Wenn was kommt, hat er Schweigepflicht gegenüber meinem Vorgesetzten?
Achherjeh. Gerade macht es Angst... unfähig zu sein, Hilfe zu brauchen...blöd. Falscher Gedankenkreis, ich weiß.
Even
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Sa Sep 16, 2017 5:15 pm
von Evenstar
Und heute eine größere Runde joggen gewesen... es wird langsam echt besser mit der Kondition.
Evens, die früher so Sport gehasst haben...aber wir brauchen es gerade aber sehr, weil der Stresslevel auf Arbeit steigt und irgendwo Ausgleich wichtig ist...
Naja, ganz nebenbei spüren wir den Körper und es tut auch gut zu spüren, dass wir sehr wohl können, was wir alles schaffen können.
Die Kleinen haben auch wieder ein Geschenk bekommen. Nun ist das zweite Einhorn hier eingezogen.

Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: So Sep 17, 2017 9:28 pm
von Evenstar
Das könnte triggern!!! - Altes! -
Angst haben, die nächste Situation nicht aushalten/überleben zu können.
Diese Angst, die so enorm ist, dass wir lieber sterben würden?
Weil es dann zuende ist? weil wir nicht mehr aushalten, überstehen müssen.
Dieses Ganze nicht aushalten zu müssen. Den Schmerz nicht spüren zu müssen.
Angst, dass etwas eintritt. Es steht noch nicht einmal fest,
aber die Angst, dass es eintritt, riesig.
Und wenn es eintritt, dann? was wird dann?
Niemand sagt, dass wir Schmerzen aushalten müssen. Niemand sagt das.
Aber das Alte ist angetriggert.
Das Alte spricht in uns.
Schmerzen, Schmerzen die nicht aushaltbar sind, Angst davor,
was sie wieder tun, Angst, zitternd da sitzen,
abwarten, auf einem Stuhl stehen müssen, nackt, nicht wissend,
was sie da tun. Stehen, abwarten, frieren, stehen, nicht mehr stehen können,
aber wissend, wenn sie sehen, dass ich nicht mehr kann. Die Strafe.
Der Schmerz, der auf uns gewartet hat, wenn sie endlich anfingen. Abwarten warten warten,
dass sie endlich anfangen es zu tun, dass es irgendwann vorbei ist.
Das Gefühl, dass man wenigstens weiß, dass sie etwas tun und man nicht mehr vor Angst warten muss.
Aushalten. Aushalten. Aushalten.
Die Angst, den Schmerz, die Worte, das Gewicht.
Aushalten. Und eigentlich zu wissen, dass wir das nicht aushalten können.
Zu wissen, dass wir sterben, dass wir zugrunde gehen. Daran.
Das Lachen in den Ohren, Ihr Lachen.
Die Übelkeit in mir, Panik, sterben? fühlt es sich so an? Doch nicht sterben.
Lachen in den Ohren, das Lachen dass sie so Macht haben.
und irgendwer hält einfach aus. Atmet, obwohl atmen gar nicht mehr geht. Lebt obwohl leben gar nicht geht.
Steht obwohl stehen gar nicht mehr möglich ist, liegen, schnaufen, atmen.
Diese Angst davor, wenn sie wieder da sind, wenn sie wieder auftauchen. Wenn er kommt um uns zu holen, wenn wir im Auto sitzen und da hin fahren.
Die Anderen, die anderen Kinder.
Warten und aushalten, aushalten, diese scheiß Angst, was wird heute nur passieren...was werden sie tun.
Da sitzt man und wartet oder muss stehen, sie schauen zu, nackt steht man da und wartet, darf sich nicht bewegen. Sie wählen aus. Wir haben keine Wahl. Still stehen, warten, Angst und Schmerz.
Wir haben solche Angst.
Es ist 2017, der 17.09.2017. Heute sind wir in Sicherheit. J. der schwarzweiße Hund sorgt dafür, dass niemand uns was tut. Es ist Sonntag, der 17.09.2017. Wir sind in Sicherheit. Die Angst, die gerade da ist, sie darf da sein. Aber die Situation liegt noch weit vor uns und es wird gute Lösungen dafür geben, S. kann mit helfen. Wir werden eine gemeinsame Lösung finden. Es wird keinen Schmerz, keine Strafe für uns bedeuten. Wir schaffen das.
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Mi Sep 20, 2017 11:02 pm
von Evenstar
Zu sich selber stehen, zu sich selbst stehen.
Hach, annehmen? Das alles? Was so unreal wirkt.
Triggert vielleicht?
Dass er, Täter und Patenonkel seine Spielchen ausgelebt hat ja. Das er sexualisierte Gewalt ausgeübt hat. Ja. Auch das können wir so stehen lassen. Damit leben können wir ja.
Aber dass es darüber hinaus gehen soll. Dass es nicht nur er war, dass es der Typ aus der Querstraße war, der, der so tolle Hasen hatte und mit denen Hasen ich oft spielen durfte. Der auf den Feldern eine Wiese hatte mit einem Häuschen. Ja. Der auch? Der, der auch ein totes Mädchen gefunden hat?
Wir vermuten es schon lange. Und wer waren all die anderen Menschen? Gab es sie wirklich? oder spielt mir mein Kopf Streiche? Macht es schlimmer als es war?
Die Stadt mit Turm. So in Erinnerung geblieben.
Können wir das akzeptieren? Hinzufügen?
Das macht ein ganz anderes Ausmaß klar. Sind unsere Verletzungen vielleicht dazu zu gering? zu wenige Narben. Natürlich hat der Körper Narben aber müsste es nicht dafür noch mehr geben? Müsste dafür nicht noch viel mehr physisch wie psychisch zerstört sein?
Alles in Frage stellen.
Thera stellte den Begriff "organsisiertes Verbrechen" in den Raum. Seitdem arbeitet es in meinem Kopf. Nein, diese Wörter so schwierig zu akzeptieren, mit aufzunehmen zu uns? Nein. Und doch. Und lieber nicht.
Einen Weg finden...meinen Weg finden...unseren Weg finden?
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Do Sep 21, 2017 6:41 pm
von Evenstar
Heute Fortbildung gehabt.
Mist, tatsächlich ein Coaching vor der ganzen Gruppe gehabt und uns ist ein Satz rausgerutscht und sind dann sofort zurück gerudert, der Leiter hat dann auch gesagt, dass wir nun erstmal das andere betrachten...

Lebenswert nur durch Arbeit zu sein...

shit, das sollte da nicht gesagt sein
Er hat dafür versucht mir zu erklären, dass ich (wir) nicht immer der Zauberer auf Arbeit sein müssen, die Person, die jedes Problem wegzaubert.
Mir raucht der Kopf. Und so viel losgetreten. Echt blöd!
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Do Sep 21, 2017 9:10 pm
von Evenstar
Als hätte jemand die Energie gerade so rausgesaugt....
sitze da und frage mich, wie ich überhaupt hoch komme von der Couch.
Chinchillas haben wieder ein sauberes neues Heim, Das Esszimmer ist schon urlaubsfertig, Wohnzimmer auch. Aber irgendwie wollte ich mich noch um die Wäsche kümmern... aber das klappt gerade gar nicht.
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Sa Sep 30, 2017 5:00 pm
von Even unloggt
Wir haben überlebt.
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Fr Okt 06, 2017 6:16 pm
von Evenstar
Heute Thera.
Organisierte Gewalt. So nennt sie es.
Können wir es für uns auch so benennen? Können wir das für uns glauben?
Und sie hat uns auch erklärt, warum wir so funktionieren. Warum wir alltagstauglich funktionieren. Warum wir so "bewusst" gespalten sind, warum ich überhaupt nichts weiß, was passiert ist. Weil das bewusst und gewünscht von den Tätern so gewollt hervorgerufen wurde.
Der beste Schutz für die.
Und sie hat versucht mir die Angst zu nehmen. Sie meinte in 25 Jahren ihrer Tätigkeit mit Opfern hat sie noch nie erlebt, dass jemand, der so einen starken Alltagsanteil hat tatsächlich am Ende arbeitsunfähig werden würde. Depressionen, Burnout, etc. ja. Aber das, wovor ich Angst habe, dass hat sie mir verneint, was nicht bedeutet, dass es dies nicht gibt, aber sie fand es nicht mega wahrscheinlich.
Organisierte Gewalt. Sie hat mich gefragt, ob ich eine Plattform habe, wo ich Menschen kenne, die so etwas auch erlebt haben...
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Sa Okt 07, 2017 11:49 pm
von Littlefoot*
Dann hast du ja deine Sicherheit, die du dir wünschst...Alltagstaublichkeit, Arbeitsfähigkeit...

Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: So Okt 08, 2017 11:01 am
von Evenstar
nur fällt es mir schwer, das selbst zu glauben.
Da sitze ich nun auf der Couch, eigentlich krieche ich gleich wieder ins Bett zurück. So viel hatte ich heute vor - aber ich glaube, ich vergesse es einfach.
Morgen geht es wieder arbeiten und ich frage mich tatsächlich, ob ich das gerade möchte. Im Urlaub kam mir die Idee, einfach gar nicht mehr zurück zu mögen. Aber natürlich freue ich mich irgendwie auch wieder morgen zurück zu kehren. Schließlich habe ich nun einen neuen Kollegen, auf den bin ich sehr gespannt und da er da ist, habe ich nun auch 80% weniger Arbeit als die letzten drei Monate. Irgendwie freue ich mich da richtig drauf, endlich weniger Arbeit zu haben. Aber auch die Angst schwingt mit, dass irgendwas in meiner Abwesenheit war und es deswegen gar nicht ruhiger wird. Aber das wäre gerade soooo lebensnotwendig.
Ich frage mich ja auch, wie ich überhaupt das Ganze gerade schaffen möchte. Mein Fuß spinnt immer noch. Mein Mann meinte, ich soll zum Arzt, aber es wird langsam besser und mag nicht wegen nichts zum Arzt.
Meine Motivaiton mich aufzuraffen und etwas zu tun, das fällt mir echt schwer. Aber es klappt noch, ich stehe ja doch auf und mache. Wäscheberge sind durch die Waschmaschine gestern und heute gewandert...aber es fühlt sich an, als würde ich gar nichts hinbekommen.
Naja, wird auch wieder besser werden.
Even
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: So Okt 08, 2017 5:40 pm
von Evenstar
Fundus in unserem Kopf.
Könnte... Triggern.
Diese Angst.
Angst, schwanger zu sein.
Angst, dass sie mich einfach töten.
Angst, dass sie, wie angedroht, einfach da zu fest zudrücken.
Wie oft ich gedacht habe,dass ich das nicht überleben kann.
Achherjeh, wie oft ich mich selbst trainiert habe, Luft anzuhalten. Lange Luft anzuhalten. Immer und immer wieder habe ich das geübt.
Aber das allerschrecklichste, Panikzustände, wenn man den Kopf unter Wasser gehalten hat. Einmal bin ich komplett in Panik verfallen, als wir als Kinder mit dem Verein im Schwimmbad waren und mich jemand getunkt hat. Chaos, jahrelang war ich nicht mehr zu bewegen ins Schwimmbad zu gehen und wenn dann nur, wenn ich den Boden unter den Füßen spüre. Bis heute ist es so, sobald der Boden weiter weg erscheint, packe ich es fast gar nicht. Sofort bricht Panik aus.
Mein Hals, Niemand darf daran. Absolutes gefügig sein, sobald da jemand auch nur darüber streichelt. Zack, keine Chance. Wahrscheinlich gut konditioniert. Ein Mechanismus, denn ich noch nicht los bin. Wo ich machtlos bin.
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: So Okt 08, 2017 6:17 pm
von who?
Dir mal einen Tee hin stell.
Erschreckend, wie sehr sich ihre Methoden doch gleichen. Kenne es auch so und komme kaum dagegen an.
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: So Okt 08, 2017 6:35 pm
von lara64
Hallo Even,
Mein Hals, Niemand darf daran. Absolutes gefügig sein, sobald da jemand auch nur darüber streichelt. Zack, keine Chance. Wahrscheinlich gut konditioniert. Ein Mechanismus, denn ich noch nicht los bin. Wo ich machtlos bin.
oja, und es ist sooo- bedrohlich.
Bis heute gehe ich NIE (auch bei 35°C im Schatten9 ohne Halstuch oder ähnliches aus dem Haus...da sitzt so tief
ich setz mich mal zu dir, und halt das mit aus..so wie es für dich passt.
und deine Schilderungen zum "Thema "Wasser" ach wie bekannt..auch so ein perfides, subtil bis heute wirksames Ding...
inzwischen geht manchmal schwimmen gehen, wenn klar ist wer aus dem Helferinnenkreis dabei ist...
wünsche dir in kleinen Schritten ein nähern dem Thema und ja ich glaube auch, dass wir so "getrimmt" wurden zu funktionieren, dass wir arbeitsfähig sind/bleiben oder wieder werden, weil das so eingewurzelt ist, tief verankert.
Shalom dir - lara64
Re: ich darf endlich... *t*
Verfasst: Fr Okt 13, 2017 9:44 pm
von Evenstar
ach lara,
danke für eure Worte.
Endlich Wochenende... so schön, das zu wissen. Das Füßchen spinnt immer noch, gestern hatte ich mir tatsächlich mal überlegt, meine Hausärztin anzurufen. Aber ehm ja, relativ schnell verworfen.
So viele Menschen bei mir auf der Arbeit, die mir so positiv eingestellt sind, zwei Chefs kamen auf mich zu und haben mich sehr gelobt. Puh. geht gar nicht, damit umgehen zu können. Nun beschäftigt mich das schon seit ein paar Tagen. Kann es nicht zulassen.
Ech blöd, oder?
Hätten sie Kritik geäußert, hätte ich es sofort angenommen und mich zu Tode geschämt und mich mit Selbstzweifeln überschüttet...
Aber Lob?
Geht gar nicht. Kennt das System nicht. Können wir nicht abspeichern.