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Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Jul 23, 2012 12:17 pm
von Meli-2006
Nee, das dauert noch, die Gutachterin hat zu viel zu tun:-(

Gut, dass du alles richtig gestellt hast!!!

LG
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Jul 23, 2012 12:54 pm
von dani unge.
Hallo Meli,
drücke dir die Daumen ,
das nicht mehr solange warten musst ,
und vorallem das dein Gutachten positiv für dich ausfällt :wink:

Blieb mir ja nichts anderes übrig ,als es richtig zustellen.
Der Brief ist abgeschickt,jetzt abwarten was kommt.

wünsche dir einen schöne Tag
und viel glück
Lg dani

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Do Aug 23, 2012 8:29 pm
von daydreamer
endlich habe ich mich entschieden,mich bei Euch anzumelden....nach langem,langem hin und her.Weiss nicht,ob ich hier in diesem Thread richtig bin um mich kurz vorzustellen und auch gleich eine Frage die mich heute sehr beschäftigt los zu werden....???? Ich bin 37 ,habe drei Kinder mit denen ich in einem kleinen Dorf in der Südpfalz lebe.Ich wurde in meiner Kindheit jahrelang von mehreren Männern (3) sexuell missbraucht.Ich habe vor etwas mehr als drei Jahren ,alles aufgerollt mit Hilfe des weissen Ringes....leider war ja meine *Sache* lange verjährt.....aber der weisse Ring und ich haben einen Antrag auf OEG gestellt.Das ganze gezedere geht jetzt bereits seid Mai 2009....und ich habe immernoch kein Bescheid oder besser eine Entscheidung....ich war in Wupperthal zu einem Glaubwürdigkeitsgutachten etc....Nun wollte das Versorgungsamt nochmal wissen,wo und welche Therapien ab 2007 gewesen sind.Das habe ich dann alles detailliert hingeschickt...nun warte und warte und warte ich.Die Gutachterin hat mir auch nicht gesagt,ob sie mich für Glaubwürdig hielt oder eben nicht.Diese Ungewissheit ist schon ziemlich blöd.....nun hab ich heute in Koblenz auf dem Versorgungsamt angerufen,weil ich mal den Stand der Dinge wissen wollte.Der Sachbearbeiter antwortete auf meine Frage,ob mir jetzt anhand des Gutachtens geglaubt wird,mit er könnte mir dazu nicht´s sagen.Es würde jetzt eine Aärztin alles auswerten und den Grad der Schädigung ermitteln.....aber meine Frage ist: WARUM konnte man mir nicht sagen,ob mir geglaubt wird oder wurde???? Was denkt ihr dazu? Habe ich Chancen? Mmmmhm???? Lg Nina

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: So Aug 26, 2012 5:13 pm
von daydreamer
???????????????????

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: So Aug 26, 2012 6:04 pm
von Meli-2006
Also, grundlegender Tipp: du solltest nicht mit deinem Versorgungsamt-Menschen reden. Denn der macht sich Aktennotizen! Und das ist nicht wirklich nützlich. Seit Mai 2009 geht dein OEG-Antrag? Stell dich darauf ein, dass er jahrelang gehen wird. Stell dich darauf ein, dass du eine Anwältin/einen Anwalt brauchen wirst, der sich damit auskennt, der Weiße Ring allein kann das - glaub ich - nicht leisten. Wie lange das dauern kann, bis das Gutachten kommt? Über ein Jahr z.B. - bei mir. Du musst dich unbedingt schlau machen, darüber, wie OEG geht, was da wie gehandhabt wird, etc. - Im Moment kommst du mir was das Verfahren und die Verhaltensweisen der Versorgungsämter angeht, noch sehr naiv vor, das ist nicht schlimm, sondern ehrt dich eher. Aber du musst schnell lernen, wie der Hase läuft, wenn du willst, dass das klappt.

Lies mal "Kein Recht für Opfer?" - das ist als pdf im Internet erhältlich, ebenso ein neuerer Artikel derselben Autorin. Die sind Gold wert und helfen sehr, sich in diesem fremden Terrain zurecht zu finden.

LG
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Aug 27, 2012 8:40 am
von daydreamer
Okkkkk......owei,das wussteich so alles nicht....Danke Meli,für Deine Antwort.Nicht gerade aufbauend.Also wäre der nächste Schritt erst mal ein Anwalt.Ja,Du hast recht,ich habe leider ÜBERHAUPT keine Ahnung vom OEG....hehe.Habe zwar schon viel gelesen im I-net,aber sonst....Weiss nicht,was mich da erwartet,oder eben auch nicht....ich dachte ich würde schon eeeeeewig warten,lach.Aber anscheinend,wie Du schreibst,werde ich noch viiiiiiiiiiiiel länger warten,bis was passiert und ich etwas weiss.Vielen Dank Dir nochmal. :-)

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Mo Aug 27, 2012 2:28 pm
von Anderl02
Moin

Mein Verfahren läuft schon seit ca. 5 Jahren und ist jezt beim hiesigen Sozialgericht anhängig, die erhebung einer Klage kann man / Frau auch selbst machen da ist nicht unbedingt ein Anwalt erforderlich den im ersten Rechtszug besteht kein Anwaltszwang, die Klage erfolgt beim zu ständigen Sozialgericht am Wohnsitz des Klägers, der Klägerin. Hierfür reicit es aus wenn man dem Sozialgericht mitteilt man das gegen den Widerspruchsbescheid Klage erhebt (sollte man das nicht selbst formulieren können gibt es beim Sozialgericht die Rechtsantragsstelle dort kann dann die erhebung der Klage zu Protkol geben) und die Begründung schnellstmöglich bzw. umgehend nachreicht, so habe ich mal eben 6 Wochen zu sätzlich rausgeholt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg

gruss
Anderl02

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 12:48 pm
von Silberlicht unl.
Sagt mal, hat jemand schon den Antrag zurückgezogen?

So wie es aussieht, habe ich das Glück, keine weiteren Traumafolgestörungen mehr zu haben.
Und der Antrag wird negativ beschieden werden, weil ich nicht mehr krank genug bin (platt gesagt) und in der aussagepsychologischen Begutachtung nicht 100 %ig bestanden habe.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 1:24 pm
von Meli-2006
Also, an Wunderheilungen glaub ich eher nicht...

Die aussagepsychologische Begutachtung sagt nichts darüber aus, ob du die Wahrheit sagst oder nicht... sie ist nicht "allmächtig", das hätten die Herren und Frauen Richter zwar gern, aber es ist nicht so. Du kannst Einwände erheben und ein eigenes Gutachten nach § 109 beantragen. Es kann allerdings sein, dass du dafür in Vorkasse gehen müsstest. Hast du keinen Anwalt, der dich beraten kann?

LG
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 3:30 pm
von Silberlicht unl.
Nein, trotz intensiver Suche gibt es hier im Umkreis keine, die OEG machen.

Die Aussage über die Traumafolgestörungen kommen nicht vom Gutachter - auch wenn ich es selbst noch nicht so recht glauben kann. Die Frage ist also, was nützt ein eigenes Gutachten, das für die Zukunft nichts mehr sagen kann?

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 3:38 pm
von Meli-2006
Tja, Silberlicht, du musst selbst wissen, was du tust... ich kann mir - wie gesagt - nicht vorstellen, dass Traumafolgestörungen einfach so verschwinden, es hat vielleicht einen Grund, dass man bei Unfallfolgestörungen immer erst mal sechs Monate abwartet, bevor man eine endgültige Diagnose erstellt. Das Gutachten soll im Übrigen nichts über die Zukunft aussagen, sondern über die Vergangenheit, oder seh ich das falsch?

Wie gesagt: your decision.

LG
Meli

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 3:51 pm
von Silberlicht
*reusper* Die Frage, was du dir vorstellen kannst, stellt sich nicht.
Es ist die Aussage meiner Therapeutin. Ich versteh zwar auch noch nicht so ganz, wie sie darauf kommt, aber sie steht.

Also... gehe ich in Widerspruch, kommt es zu einer Zweitbegutachtung - über den Zeitraum ab Widerspruch...- richtig?
Will ich das bestehen, "darf" ich nicht soweit genesen, dass ich gut mit der Vergangenheit leben kann - richtig?
Es schließt Traumakonfrontation aus, oder?

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 6:46 pm
von Meli-2006
Schön, dass du es so gut verstehst, Menschen in die Schranken zu weisen. Dann kannst du dir sicher auch deine Fragen selber beantworten. Ich bin ziemlich allergisch dagegen, wenn jemand so großkotzig daher kommt:-(((

Echt, ich bin so blöd, dass ich hier überhaupt noch versuch Leuten zu antworten, außer Beschimpfungen und ständigem Abgreifen wollen von Informationen kommt da nie was zurück!

Merci, dass ich mich daran erinnern kann nun. Dann lass ich es halt mit dem Antworten hier.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: Di Aug 28, 2012 7:03 pm
von Silberlicht unl.
Jepp, ich kann mir meine Antworten auch selbst recherchieren.

Und nein, wenn ich Informationen habe, gebe ich sie auch hier weiter.
(Wir hatten das Problem übrigens schon mal, ein paar Seiten weiter vorn.) :wink:

Wenn im OEG-Verfahren weiterzukommen letztendlich bedeutet im status quo zu verharren, dann pfeiff ich drauf.
Dafür ist mir mein Leben zu wertvoll.

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen

Verfasst: So Sep 16, 2012 4:08 pm
von jemand
das gerechte und opferfreundliche rechtssystem, vorgestern halbherziger suizidversuch als folge der überforderung durch ein gerichtsurteil.
überlegt euch gut, ob ihr leben wollt oder ob ihr es auf einen rechtsstreit ankommen lasst. man kann wohl nur verlieren. es gibt keinen sicheren raum für menschen mit seelischer behinderung, tägliche angstzustände, ptbs zählen nicht...

hintergrund:

- 6 jahre oeg-rentenstreit, in erster instanz gewonnen - ohne jeden zweifel, 13 jahre therapie, alles lückenlos aktenkundig und bestätigung meiner glaubhaftigkeit.
- berufung des versorgungsamts, ignorieren weiterhin alle atteste, bin inzwischen als unbefristet erwerbsunfähig eingestuft. zählt nicht.
- 2. instanz entscheidet (voreingenommen): weil meine verhandlungsfähigkeit nicht hergestellt ist, ist dies beweis dafür therapeutin (8 jahre bin ich dort) nichts tauge.
- deal: gutachter soll entscheiden ---> man schickt mich zum gutachter der bekannt dafür ist, ptbs und menschen mit komplextrauma als simulanten zu begutachten. stichwort tübingen.

und jetzt?
wo ist der opferschutz?
wo ist die einzelfallentscheidung?
wo ist das wahrnehmen von menschen mit behinderung?
ich bin seit der übergriffe ein seelischer krüppel - oder doch nur ein simulant?


*t*
"alles nicht so schlimm, stell dich nicht so an, du bildest dir das ein. und jetzt halt die fresse und mach die beine breit. dir wird eh nicht geglaubt."