Hey es ist ganz "normal" dass du hippelig bist, aber: Dein Leben hängt
nicht von der Note ab!! Das sind zwei völlig unterschiedliche Sachen. Es gibt keinen Grund, Todesängste auszustehen, vielleicht hilft es das nochmal zurecht zu rücken und vielleicht auch etwas Panik rauszunehmen? Mir hilft es zumindest immer, solche Events in die richtige Perspektive zu rücken. Gut ich übertreibe dann manchmal etwas damit, so dass meine Vernunftsebene dann gar nicht mehr weiß wer da eigentlich aufgeregt ist und wieso

Aber gut, die muss ja auch die Prüfung fahren.
Mir hilft es gegen so Aufregung immer enorm, am Tag vorher für den Abend so ne Art "Entspannungsprogramm" zu machen.
Also schon Sachen die mich beruhigen, runterbringen aber halt keinen Leerlauf (den ich nutzen würde um über Lernstoff nachzugrübeln, unverzeihlichen Wissenslücken festzustellen und in Panik zu verfallen).
Aber auch: Lernstopp. Dann weiß ich, ich muss eh nicht mehr rumgrübeln, es bringt nichts, ich "darf" ja nicht ins Buch gucken.
Panik und Lernen gehen nicht gut zusammen. Die Panik drosselt das Aufnahmevermögen und das gedrosselte Aufnahmevermögen schürt die Panik. So ist es zumindest bei mir.
Nicht zuletzt hilft es mir, mir zu sagen, dass niemand will, dass ich eine schlechte Note in dieser Prüfung mache.
Die Prüfer_in nicht, ich nicht,
niemand. Es ist kein gegeneinander, es ist ein zusammen in dieser Prüfung und die anderen helfen mir dabei, sie zu bestehen so gut sie können.
Ich glaube das ist für die nicht-Vernunft-Ebene wichtig zu wissen.
Außerdem, wenn du schon gute Vornoten hast, ist das super. Das heißt nämlich dass sie dir ganz viele fragen stellen werden, die du gar nichtz beantworten musst - weil sie nur dazu gut sind, um dich auf ne noch bessere Note zu bringen. Das heißt, ungefähr ein drittel der Fragen kannst du getrost mit "Weiß ich nicht" beantworten ohne dass es deine Note verschlechtert. Je nachdem wie intensiv deine Prüfer_innen das versuchen. Und jede Frage die dich vor große Rätsel stellt kann sone Frage sein. Also musst du in die Prüfung eigentlich nur "mitnehmen", was du während des Schuljahres und während des Schreibens der Arbeit durch Osmose aufgenommen hast.
So, ich hoffe dieser Text hilft dir etwas.
Ich denke an dich und drücke schonmal für heute die Däumchen. Dass du es schaffst, so ruhig wie möglich zu bleiben. Denn ich denke, du hast nichts zu befürchten.
Liebe Grüße
opaque
PS: Wegen der Frage an deine Bera: Ich finde die auch nicht peinlich. Gerade solche Fragen zu stellen, von denen man denkt das Fragt man nicht (obwohl es persönlich wichtig für eine ist), erfordert enorm viel Mut, weil du gegen die Angst handeln musstest um das zu tun. Und auch da würde ich sagen es ist ein großer Schritt in Richtung innerer Freiheit (weil: alte Denkverbote nicht mehr genug zählen, um das fragestellen zu verhindern). Also alles andere als peinlich.