Rosenrot hat geschrieben:Es gibt hier im Forum (wie im wahren Leben auch) einen bunten Strauß von verschiedenen Meinungen
und Ansichten - je nachdem was für MB-Erfahrungen die Menschen (Forie*s) halt erleiden musste.
Und wenn man auch manchmal nicht mit den Ansichten aller contrer gehen kann o. einverstanden ist,
ein bißchen "rauher Gegenwind" kann nicht schaden, finde ich ...
Oder möchte man nur weil man "Opfer" ist immer mit dem (oft falschen) Deckmantel der Harmonie
umhüllt werden? Man möchte doch auch weiter kommen, raus aus der Opferrolle, wieder ein
Stück weit ins Leben finden und heil(er) werden: da ist es doch gar nicht schlecht, wenn man
erstmal hier im virtuellen Rahmen ein paar Meinungsverschiedenheiten ausdiskutieren kann.
Macht doch wieder fit fürs "richtige" Leben: und draußen in der Arbeitswelt oder
auch nur beim Einkaufen geht doch oftmals auch "heiß" her (meine Erfahrung
jedenfalls). - Also nicht nicht immer alles so zu Herzen und persönlich nehmen.
die frage ist, ob man das erträgt. diese unsicherheit. diese gefühlte bedrohung.
ich habe heute verstanden, dass ich gerade eine art gesundes ich suche, was gerade ziemlich beschämend ist.
gesund bedeutet, jemand der die kontrolle über seine gedanken, gefühle und handlungen hat, der ruhig
bleibt, wenn ich durchdrehe, der auch mal locker flockig daher kommt, wenn mir tausend nadeln in die
nerven stechen. gesund, weil keine monster im rachen warten, gesund, weil man sich spürt und andere spürt.
gesund, damit sie mir nicht weh tun.
auf der anderen seite, glaub sehr widersprüchlich, dann doch die suche nach einer art ich. nach verständnis, nach
jemandem der so tickt wie ich, so fühlt wie ich, so denkt wie ich. jemand, der bleibt vielleicht auch, gezwunger-
massen hald, weil mich sonst niemand aushält. jemand der mir die einsamkeit nimmt, was ja gerade so paradox ist.
du sehnst dich gerade nach dem unsicheren du?
ein du, das nicht so verkorkst in sich ist, das sich nicht an den immer gleichen glaubenssätzen aufhängt, das
nicht immer am selben scheitert und sich in sich selbst, in seiner festgefahren meinung über sich und die welt festhängt?
das vielleicht nicht immer verstanden wird, aber sich unabhängig von der eigenen scheisse im kopf entwickeln kann?
etwas unsicheres, das das sichere gefängnis, das man sich geschaffen hat, zerstört?
es ist nicht so, dass ich es kognitiv nicht fassen könnte. es ist nur so, dass ich bei diesem "unsicher" - und im moment wirkt
mal wieder alles unsicher und bedrohlich auf mich, vom ich aus und vom ihr aus. oder sie. oder wer auch immer ... fadenabrisse
sind auch scheisse ja und das geschleiere vor meinen augen auch, wollte ich noch erwähnen ... erm ja. egal, weiter. was unsicher
ist, fühlt sich hald schon wieder wie ein riesiges, zähnefletschendes tier an. vielleicht töte ich mich dann doch wieder lieber selber, als dass da jemals ein neues du wäre. ein er. ein sie. und die hilflosigkeit im nacken.
ich bin wirr sorry. ist ja nur ein erkenntnisthread. irgendwie ist da einfach nie eine klare erkenntnis. selbst der zweifel wird angezweifelt.