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Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Mo Aug 16, 2010 12:23 pm
von Bruni
Hallo an Alle
Bin erst seit heut hier... und brauche ganz dringend nen guten Rat...
Ich bin ein Opfer von MB...sowohl in meiner Kindheit als auch in meiner Ehe...habe mit hilfe des Weißen Rings gegen die Täter vorgehen wollen bzw eine Rente beantragen wollen...im Mai diesen Jahres waren dann die Gutachten...meine Rechtanwältin (vom Weißen Ring gestellt) machte mir echt Mut und sagte mir das es für mich sehr sehr gut aussehen würde...und dann wars nach dem ersten Gutachten so das die Gutachterin (vom Versorgungsamt) sich sehr lange Zeit nicht gemeldet hat um den Termin fürs zweite Gutachten zu setzen,und ein Gespräch mit meiner Rechtsanwältin ergab dann das diese Gutachterin Angst vor dem weiteren Gutachten hätte und alles mögliche (
Ärtztlichen Rückhalt-geschützte Räumlichkeiten und Menschen die für mich danach da wären) in meinem hintergrund wünschte.
Als alles dann stand fand das zweite Gutachten auch statt...es war allerdings für mich das allererste mal das ich über einzelheiten bis ins kleinste Detaill reden sollte(wichtig zu erwähnen wäre noch das meine Rechtsanwältin vor diesem zweiten Gutachten nicht für mich zu sprechen war).Es war der Horror schlechthin...ich war wie gelähmt...selbst für Pausen,die ich hätte mit sicherheit gebraucht hätte war ich zu fertig mit den Nerven um sie einzufordern...
Die Gutachterin hat mir im wahrsten Sinne die kraft genommen,weil ich Angst hatte sie wieder in Angst zu versetzen...und Rasselte alles nur runter...
Nun habe ich am Freitag von meiner Rechtsanwältin erfahren das die Anklage zurück genommen werden soll...

und das es nicht an mir läge und so...was soll das???wie geh ich denn jetzt damit um???ich möchte nicht mehr als lügnerin da stehen...ich hoffe das mir jemand raten kann...
Jeder sagt mir das ich weiter kämpfen soll...das die Gutachterin hätte ausgetauscht werden sollen/müssen...aber wie stelle ich das an....???Bitte helft mir...
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Mo Aug 16, 2010 1:28 pm
von Meli-2006
Du kannst nach § 109 eine eigene Gutachterin benennen, das Gericht kann dann sagen, dass du einen Teil oder womöglich das ganze Gutachten selbst finanzieren musst... eventuell würde der Weiße Ring das übernehmen (nachfragen)... Allerdings ist ein schlechtes Gutachten meist nicht das Ende von einem Prozess... da ist auch deine Anwältin gefordert, dass sie sich kümmert und das Gegengutachten bei Gericht beantragt... Übrigens sind Richter nicht verpflichtet, den Gutachten zu folgen - sie müssen sich schon auch einen persönlichen Eindruck vom Opfer verschaffen, um zu einem Urteil zu kommen...
Wenn du kannst, lies dir mal für deinen Hintergrund den Text "Kein Recht für Opfer?" durch, der im Internet über eine Suchmaschine deines Vertrauens zu finden ist.
Freundliche Grüße
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Di Aug 17, 2010 11:20 am
von Bruni
Hallo Meli
Vielen Dank für den hinweis...wie finde ich denn einen solchen Gutachter?-und einen RA?
Nachdem was ich hier zu lesen hatte machts mir sehr viel Mut weiter zu machen...
Bin zwar noch total am Boden zerstört und total verwirrt,aber meine Thera war sehr sehr lieb und hat den heutigen Theratermin aufs teln verlegen können...

das tat verdammt gut...
Bin für jeden Rat dankbar
lg
Bruni
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Di Aug 17, 2010 11:39 am
von Meli-2006
Melde dich doch mal beim Weißen Ring - das ist eine Opferschutzorganisation. Die können dir kompetente Rechtsanwälte benennen und geben meist auch einen Erstberatungsschein. Es erstaunt mich etwas, dass du deinen OEG-Antrag noch nicht von einer Anwältin begleiten lässt. Und es erstaunt mich auch, dass dir das hier Geschriebene Mut macht, weiter zu machen. Ich will dich nicht desillusionieren, aber OEG ist ein furchtbarer Kampf, der sich über Jahre bis Jahrzehnte hinziehen kann... und es macht selbst lebenserfahrene Menschen oft ratlos und verzweifelt. Stell dir das bitte nicht zu leicht vor. Wichtig ist, einen guten Anwalt zu haben und sich auch selbst schlau zu machen, dafür habe ich dir ja den Artikel "Kein Recht für Opfer?" genannt, den du dann deinem Anwalt geben könntest.
LG
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Di Aug 17, 2010 11:59 am
von Bruni
Hallo Meli
Vielleicht habe ich meinen Beitrag nicht ausführlich geschrieben,ich habe den Antrag mit hilfe des Weißen Rings vor ca 7Jahren gestellt und dieses Jahr hatte ich ein,über drei Sitzungen,Gutachten...die RA vom Weißen Ring hat nun auf Rat der Richterin die klage zurück nehmen sollen.
Da habe ich aber widersprochen.
Die RA war für mich nicht so die Ansprechpartnerin,sprich war nicht so mit mir in kontakt wie ichs hätte gebraucht.
Denn die Gutachterin hatte nach der ersten Sitzung wohl ernorme Angst bzw bedenken das ich die nächsten Sitzungen nicht so übersteh ohne das sie hilfe stellung leisten müsste...d.h. sie hatte Angst davor das ich ne PA bekomme oder schlimmeres und sie hätte mir helfen müssen in irgendeiner weise (wozu sie sich nicht verantwortlich fühlen würde).
Also bin ich nicht nur mit Angst um mich sondern auch mit ganz viel Angst um diese Gutachterin in diese Sitzung gegangen.
Dies alles hätte ich gern mit meiner RA vorher besprochen aber sie war für mich nicht erreichbar.
Und all das verwirrt mich.
lg
Bruni
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Di Aug 17, 2010 12:17 pm
von Meli-2006
Tja, dann würde ich an deiner Stelle mit der RA reden oder zumindest das versuchen, schriflich zu klären - besser ist sicher immer ein Termin. Eine Gutachterin, die derart massiv suggestiv einwirkt auf dich, kannst du genau mit diesem Hinweis der suggestiven Beeinflussung sehr fundiert ablehnen. Dieses Verhalten ist ziemlich unprofessionell von ihr.
Deine Konflikte mit deiner RA können wir hier natürlich nicht lösen, ich wüsste nicht, wie ich da helfen kann - außer, du fragst beim Weißen Ring danach, ob sie dir noch einen guten Anwalt in dem Bereich empfehlen können und wechselst dann den Anwalt - ist aber auch immer nicht so toll, wenn man den Anwalt wechselt, glaub ich...
Besser ist, du klärst den Konflikt direkt mit der Anwältin. Kannst das ja in der Therapie vorbereiten und dann angehen.
LG
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Fr Aug 20, 2010 7:41 am
von rosenwiese
einfach nur kurz schreiben mag bei mir wuerden jegliche zahlungen abgehlehnt weil sie eine gesetzesluecke gefundne haben und es ueber die anderen taten zwar ein Urteil gab aber da fuer ihn ausfiel auch wen mir dort alle geglaubt haben naja
deutschland ein rechtsstaat ist schon klar
wuensche euch einen super tag
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Fr Aug 20, 2010 11:40 am
von Meli-2006
Rosenwiese, nicht aufgeben! Die versuchen doch immer erst mal einen abzuwimmeln! Bleib dran!
LG
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Sa Aug 21, 2010 1:08 am
von Gast
Hallo Meli
Sorry das ich erst jetzt antworte,mir gings einfach zu mies.
Möchte versuchen das mal alles klarer zu erklären:Nach Antrag stellung sind ca 8Jahre vergangen mit Zeugen/Täter vernehmen,dann gabs eine Verhandlung an der ich Persönlich anwesend sein musste...dazu muß ich erklären das ich große Schwierigkeiten habe eine gewiße Grenze,die nach Dortmund wo sich das VA befindet,zu überschreiten.Dies konnte ich nur unter Medikamentösem Einfluß irgendwie gepackt habe.Das war 2006.Und bis heute gings nur noch daum,so RA,das die noch ausstehenden Aussage bzw das erscheinen einiger Täter(es waren 6,wobei einer 5mal unter androhung einer Strafe vorgeladen werden musste).Nachdem das alles dann vorbei war stand dann das erste Gutachten an,welches sich für die Gutachterin wohl sehr schwierig empfand weil ich so schrecklich reagiert habe...viel geweint-Atemnot-Panik.In einem moment lam mein Sohn zur Tür rein und da packte die Gutachterin in windeseile Ihre sachen und verabschiedete sich ganz schnell.Da ich nicht weiß wie sowas läuft dachte ich das sei normal.Das zweite Gutachten sollte dann zwei Wochen später stattfinden...aber es verging eine entlos lange Zeit ohne antwort oder mitteilung.Als ich dann meine RA um den Stand der Dinge befragte sagte sie mir das alles super für mich aussähe und das das Gutachten nun das letzte wäre was zu überstehen wäre,praktisch alles achon in der Tasche hätte.Das die Gutachterin wohl die Totale Angst hätte,sagte sie mir dann auch, das weitere Gutachterin mit mir zu machen und hatte dann Räumlichkeiten in meinem Wohnort aber mit Art,sprich meinem Neurologen in Rücken und Menschen die mich in ner Panikattacke oder schlimmerem auffangen können gefordert.Das alles hatte ich auch mit ganz vielen lieben Menschen hinbekommen.Tage vor diesem zweiten Gutachten wollte ich mit meiner RA noch vorher ein gespräch haben weil ich ihr erklären wollte welche Panik dies wissen um die Gutachterin mich total in Panik versetzt,aber leider habe ich ein solches gespräch nicht zustande gebracht weil ich die RA nicht erreichen konnte.Das zweite Gutachten gestaltete sich für mich mit solchem Druck und nur in aller vorsichtig mit dem was ich zu meinem MB erzählen sollte,heißt das ich nur drauf geachtet habe das ich dieser Frau keine Angst bereite und sie nicht wieder so blitzartig packt und geht.Ich war die ganze sitzung über wie gelähmt-spürte nicht das ich evtl die eine oder andere Pause sehr sehr dringend gebracht hätte oder einfach nur alles rausschreihen hatte gewollt und zum heulen war mit so sehr...war mit den Nerven so sehr am Boden das ich nicht wußte was da richtig oder schief läuft.Das dritte Gutachten hat eine andere Gutachterin gemacht,welches ganz ok war.
Nach all den Gutachten wollte ich mit der RA wieder ein gespräch haben aber auch nach mehrfachen versuchen kams auch dann nicht dazu.Das war im Mai diesen Jahres,Als ich die RA dann letzten Freitag erreichte erklärte sie mir ich hätte die Klage verloren und das es nicht an mir lag.Mehr erklärte sie mir nicht.Darauf das ich widerspruch einlegen wollte ging sie gar nicht ein,sondern erklärte mir nochal ganz deutlich mit Ihr nicht.(RA ist vom weißen Ring gewesen).
Was ist denn jetzt schief gelaufen?-Was kann ich denn jetzt noch tun/versuchen?Möchte nicht einfach so aufgeben!

Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Sa Aug 21, 2010 1:57 am
von Meli-2006
Ich würde erst mal formal Widerspruch einlegen, dazu hast du nämlich nur einen Monat Zeit... da reicht ein Schrieb "hiermit lege ich Widerspruch gegen die Entscheidung/das Urteil vom xxxxxx (Datum) ein. Begründung folgt." Dann würde ich mir einen neuen Anwalt suchen. Und vor allem würde ich mich mehr stabilisieren, das zumindest versuchen. Und natürlich die Gutachterin angreifen, dass sie dir so Druck gemacht hätte, dass eine ordentliche Begutachtung nicht möglich gewesen sei für dich. Am besten noch mit einem Attest vom Arzt/Psychiater.
Ich kann gut nachvollziehen, dass einen das alles sehr stresst. Musst dir halt wirklich gut überlegen, ob du das durchstehen willst und vor allen Dingen: kannst. Da scheint mir mehr das Problem zu liegen. Stabilisierung ist das Wichtigste, nur dann kann man überhaupt das OEG angehen, wenn man sich stabil hält. Klingt leicht, ist aber mühsam, weiß ich auch.
LG
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Mi Aug 25, 2010 1:48 pm
von Bruni
Hallo Meli
Vielen Dank für deine Antwort.
Du hast ja so recht,fühl mich im moment nur geschwächt.Habe das auch heut mit meiner Therapeutin durchgesprochen.
Werde diesen Weg,mit neuem RA angehen.
Gerade heute habe ich erfahren,vom Weißen Ring,das diese besagte RA längst nicht mehr für den Weißen Ring tätig ist-sondern für den Landschaftsverband arbeitet.
Was das alles bedeutet weiß ich noch nicht.Der Mitarbeiter vom Weißen Ring wird sich jetzt mit der Ra in verbindung setzen,um auch an meine Unterlagen zu kommen,und sich dann wieder bei mir melden um die Angelegenheit weiter oder erneut anzugehn.
Das alles ist für mich so undurchsichtig und verwirrend.
Würd mich interessieren wer noch solche Erfahrung gemacht hat.
lg
Bruni
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: Mi Aug 25, 2010 2:18 pm
von Meli-2006
Hallo, Bruni,
ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg mit deiner Sache und dem neuen Anwalt!
Liebe Grüße
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: So Sep 12, 2010 8:48 am
von Taesha
Hallo ,
tja ich habe jetzt meinen entgültigen Bescheid bekommen vom Versorgungsamt. E wird als Tatsache angesehen das ich ein Opfer bin und meine Angaben alle richtig waren und bewiesen sind . Trotz allem wurde von deren Gutachter befunden das die psychischen und gesundheitlichen Störungen nicht von dem SMB kommen sondern eine andere Ursache haben müssen. Mein Anwalt riet mir falls ich nichts gegenteiliges beweisen kann den Antrag als abgelehnt anzunehmen. Ich habe keine Ahnung wie ich das Beweisen soll.
Ich habe jetzt einen Termin für eine Hypnoseklinik die auf Traumabehandlung spezialisiert ist in die ich für ein paar Wochen gehen will.Mein Anwalt hat gesagt wenn die Behandlung abgeschlossen ist und neue Erkenntnisse gewonnen werden kann ich einen Neuantrag stellen. Ich weiss wirklich nicht ob ich das nochmal durchziehen will denn das ganze war mehr als belastend für mich.Besonders die Ablehnungen und Befragungen.Ausserdem ziehen die immer wieder das alte Gutachten dazu und lassen dadurch kein anderes gelten das für mich Positiv ausfallen könnte.Das habe ich gelernt. Ich kann jedem nur Raten sich eine Antagsstellung sehr genau zu überlegen.Vor allen Dinge sollte man sehr stabil sein um die Sache durchzustehen.
Ich werde jetzt erst mal sehen das ich das ganze verarbeiten kann und hoffe das ich vielleicht irgendwann einigermassen normal leben kann.
LG Taesha
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: So Sep 12, 2010 11:39 am
von Meli-2006
Hi, Taesha,
falls du stabil genug bist, würde ich weiter machen mit dem OEG, diese blöde Ausrede, dass die Schädigungen von was anderem als dem Missbrauch kommen, versuchen sie doch immer. Es gibt Urteile - z.B. aus Hessen, da hat jemand nach 40 Jahren noch OEG bekommen - kuck mal im Netz danach. Dein Anwalt, ist er versiert in OEG-Sachen?
Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass dein Klinikaufenthalt gut ist und dich stabilisiert!
LG
Meli
Re: OEG Diskussion/Ergänzungen/Erfahrungen
Verfasst: So Sep 12, 2010 12:53 pm
von Taesha
Hallo Meli,
ja er ist darauf spezialisiert. Da ist halt so ein Gutachten von einem Psychiater der sich total über mich lustig gemacht hatte und sogar meinen pfälzischen Akzent in dem Gutachten mit Anführungszeichen zitiert hatte , damit jedem ersichtlich werden konnte wie für wie wenig intelligent und primitiv er mich hielt. Er sagte das ich eher unwahrscheinlich an den Dingen leide die ich angegeben habe da man mir nichts anmerkt. Obwohl dafür andere Befunde vorlagen.Er sprach mir sogar meine Essstörung ab die wenn man mich sieht ,mehr als offensichtlich ist und auch die daraus resultierenden Blutwerte.
Das Gutachten wurde eigentlich für die LVA gemacht um zu beweisen das ich keine Reha nötig habe. Aber natürlich hat dies das Versorgungsamt gleich genutzt um mir eine entgültige Ablehnung zu verpassen.
Ich muss halt jetzt warten wie gut es mir nach dem Klinikaufenthalt geht und was die für Diagnosen stellen ob ich nocheinmal loslege. Ich werde die Behandlung davon unabhängig durchziehen.An erster Stelle steht jetzt das ich weiterleben kann dann sehen wir was kommt.
LG Taesha