ich erinnere mich, wie schlimm es war, als ich diesen thread hier eröffnet habe. das war eine elende zeit, gefüllt mit qualen, die kaum aushaltbar waren. ich wollte definitiv sterben und hätte es mit sicherheit gemacht, wenn ich mich nicht bereits in therapie befunden hätte und gemerkt hab, wie sehr meine thera sich für mich ins zeug legt und dass ich sie da jetzt ein stück mit reingezogen hab. das war unvorstellbar hart, ihr wisst genau, was ich meine und wie sich das anfühlt. und wenn der kampf so auswegslos und das leben so vollkommen sinnlos zu sein scheint (oder sogar ist), wozu dann leben? hmmmm, ich stelle mir diese frage auch heute noch oft, obwohl ich nicht mehr suizidal (derzeit zumindest nicht) und aktuell nicht depressiv bin. tja, wozu leben? ....keine ahnung.....ich weiß es wirklich nicht und ich werde es vermutlich nie wissen. und das leben ist und bleibt für mich irgendwie sinnlos. aber hat das nicht auch was positives?
kein tier der welt stellt sich vermutlich diese fragen. die leben einfach.
warum stellen wir uns ständig diese fragen? warum denken wir über unerklärliche dinge nach? ist das nötig? ginge es uns sonst vielleicht zu gut? wenn wir "einfach" leben würden und es schaffen könnten, vergangenes als dieses abzutun und hinter uns zu lassen und mit narben und macken weiterzumachen?
ich für mich hab gelernt, dass es mir nicht weiterhilft, in der vergangenheit zu leben, diesem scheiß missbrauchsthema so viel raum zu geben. aber bei mir war es ja auch nicht so schlimm als bei euch.
achtung: eventuell trigger!!!!!!
bei war es schließlich eine einmalige vergewaltigung im alter von 21 jahren, in dem ich also selbst einen großen teil der verantwortung dafür trage. ich hätte das getränk nicht zu mir nehmen müssen, das mich an den rand zur ohnmacht getrieben hat.......egal....darauf wollte ich nicht hinaus....
trigger ende, schätz ich mal.......
was mir jedenfalls bewusst wurde ist, je weniger ich dem thema platz einräume, desto besser geht es mir. nein, nicht im sinne von verdrängen. es gibt zeiten, fixe zeitpunkte, in denen das thema platz zum aufarbeiten bekommt, wo es sein darf und hingehört, nämlich in der therapie. aber für den rest der zeit, MEINER zeit hab ich - mit ein paar unausweichlichen ausnahmen (aktuelle ereignisse, forenbesuche, trigger,...) - dem thema die berechtigung genommen. es darf da sein, weil es teil meiner vergangenheit ist, aber nur zeitlich begrenzt. das ist sehr harte arbeit gewesen. und das st es auch jetzt noch, aber es geht mir besser damit.
jetzt hab ichs wieder mal geschafft, das thema irgendwie zu wechseln......
aber es hängt ja doch alles irgendwie zusammen.....
jedenfalls mag ich allen, die hier sind und sich dem thema suizid ständig stellen müssen mut zusprechen, mal neue wege auszuprobieren. es ist so hart und es tut so weh, wenn man am boden liegt und keine kraft hat, sich auch nur ansatzweise aufzurichten. und das schlimmste ist, dass einem scheinbar niemand helfen kann. bleibt eine weile liegen, versucht, die position zu ändern, sodass der schmerz vielleicht ein klein wenig besser wird. es darf weh tun und ich glaub das muss es auch, aber es darf auch wieder gut werden. das hat jeder einzelne verdient und diese kraft hat meiner meinung nach jeder einzelne in sich. nur ist dieser zugang oft versteckt und verwinkelt, sodass es einem schier unmöglich erscheint, den zu finden. doch meistens tut der sich dann von selbst auf. habt bitte geduld mit euch und versucht nichts zu erzwingen. seid stark! gebt nicht auf! ihr werdet es bestimmt schaffen.
ich höre nicht auf, an jeden einzelnen von euch zu glauben, weil ich mittlerweile auch an mich glaube.