tabuthema suizid

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Ok, ihr könnt nicht gehe, wenn es keine Erlaubnis gibt.

Diese wird es wohl mittelfristig nicht geben
also wäre es wohl gut, von diesem Wunsch abzurücken
und sich etwas Neues zusuchen :wink:
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Wolfs.chaos..... hat geschrieben:und ja.... wir hätten gerne.... puh... so eien Erlaubnis.... von ihr... dass sie uns nicht verurteilt dafür.... nicht hasst.... :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: und es ist uns nunmal nicht egal.... und ehrlich gesagt... verstehn wir auch nicht... was daran so falsch sein soll???
Ihr könnt nicht erwarten, dass eine Thera euch die Erlaubnis gibt
denn das könnte sie tatsächlich ihre Zulassung kosten.

Und wenn nicht die Zulassung, hätte sie sicher auch ein persönliches Problem damit.

Wollt ihr das?

Entescheiden, dass ihr sterben wollt,
könnt ihr nur allein.
Eine Erlaubnis wird es von Außen nicht geben.
Wolfs.chaos.....

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.chaos..... »

Und da gibt es einen Film... am Ende befreit mich doch der Tod.... und da hat uns dolle berührt... eine der Begleiterinnen.... galuben sogar eine Seelsorgerin??? wie die da im Film gesagt hat.... dass sie das nicht kann... das verurteilen.... also wie die das gesagt hat.... das hst uns dolle berührt.... und im Viele Buch.... gibt es auch eine Begleiterin... die sogar mmal jemandfrau versprochen hat.... gemeinsam hin zu fahren.... wenn es denn wirklich soweit ist.... zur Sterbehilfe (die war aber eben auch noch körperlich dolle krank)... und vielleicht... ja... sowas wäre erlösend für uns.... glauben....
nicht auch noch allein vielleicht???? selbst dann damit??? endllich einmal... einen Weg... diesen Weg... gehen dürfen.... denn wirrli.... unsere Erfahrung ist eben doch... mit diesem Thema... bleibt manfrau... auch lieber "alleine".... in dieser Welt....
oh... wir hatten eures gar nicht gelesen.... und natürlich wissen das mit der Zulassung und fragen uns schon wieder?????? WARUM uns niemand versteht?????? und die Thera hat uns da... ach Klappe halten... sinnlos.... Wolfsfrauen... fremd... so fremd....
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Ihr wünscht euch jemanden, der euch versteht und der euch begleitet beim Sterben?!
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Wolfs.chaos..... hat geschrieben: ach Klappe halten... sinnlos.... Wolfsfrauen... fremd... so fremd....
gar nicht frem, das denkt ihr nur 8)
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

und doch auch ein Verantwortung abgeben wollen...

wofür ist das gut?
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Wolfs.chaos..... hat geschrieben:mit diesem Thema... bleibt manfrau... auch lieber "alleine".... in dieser Welt....
und auch...JA
denn, wenn ich mich umbringen will,
dann ist das meins!

Oder?
Wolfs.chaos.....

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.chaos..... »

Wieso geben wir denn Verantwortung dann ab????
Die Entscheidung liegt doch bei uns????
Nur weil uns nicht alles scheissegal ist???? hinterher??? ist DAS nicht??? verantwortungsloser?????
War auf euren Beitrag davor geantwortet....
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Verantwortung abgeben, weil eine Erlaubnis erwartet wird.
Wolfs.chaos.....

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.chaos..... »

Wo steht denn bitte etwas von "Erwartung"????? wünschen würden uns es....
Vielleicht geht es auch weniger um "erlaubnis"... als um... verzeihen.....
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

Sorry Wolfsfrauen,
geht euren Weg in eurem Tempo.

Sind etwas drüber
und entschuldigen uns, wenn es zu viuel war.
Wolfs.chaos.....

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.chaos..... »

Danki...
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

*wirrli hat geschrieben:Und wenn man denkt "es reicht nicht" "es geht nicht mehr"
dann vielleicht nochmal schauen, dass es diese Gedanken und Gefühle schon mal gab
und auch die scheinbare Ausweglosigkeit
und dass es dann doch wieder weiter ging
und dass es dann doch auch gute Momente, schöne Begegnungen, Freude, Ruhe... gab
und dass es diese wieder geben wird,
wenn das jetzige Dunkel wieder heller wird.

Woher also wissen, dass "es nun wirklich nicht mehr geht"?

Ist das denn jetzt wirklich das Ende?

Oder geht es nicht immer wieder um "so nicht leben wollen"?
Raus aus dem, was so frustriert und traurig macht?
Raus aus Angst und Einsamkeit, Hilflosigkeit, Traurigkeit, Mutlosigkeit.

Und annehmen kann hilfreich sein
annehmen, dass das Leben nicht so ist,
wie man es sich wünscht oder man es braucht.

Und schauen: kann die innere Einstellung verändert werden?

Können die Wünsche und Erwartungen so verändert werden,
dass leben wieder lebbar wird?

Denn es ist ja doch das einzige Leben, welches zur Verfügung steht.

Und vielleicht ist da doch irgendwo der heile Kern
und vielleicht ist da doch auch Sehnsucht, Hoffnung, Lebenslust und -Freude
vielleicht ist da doch noch Mut und Kraft und Neugier für das Leben?

Immer wieder neu schauen dürfen
und immer wieder neu überlegen: was kann das Leben lebbarer machen?

Ich kenne Menschen, die nach einem Suizidversuch froh waren, dass es nicht geklappt hat.
Auch Menschen, die als S.-Folge körperlich "verkrüppelt" waren und trotzdem ging es Ihnen besser als vorher.
Weil vielleicht doch tief drinnen der Wunsch nach leben steckt?

Vielleicht...

Jeder soll und darf das für sich entscheiden
aber die Frage nach dem Zeitpunkt....
warum jetzt?

Ich wünsche allen hier immer wieder einen Weg, ausreichend Licht und den Mut, es noch ein wenig zu probieren.
chaoskopf

Re: tabuthema suizid

Beitrag von chaoskopf »

ich erinnere mich, wie schlimm es war, als ich diesen thread hier eröffnet habe. das war eine elende zeit, gefüllt mit qualen, die kaum aushaltbar waren. ich wollte definitiv sterben und hätte es mit sicherheit gemacht, wenn ich mich nicht bereits in therapie befunden hätte und gemerkt hab, wie sehr meine thera sich für mich ins zeug legt und dass ich sie da jetzt ein stück mit reingezogen hab. das war unvorstellbar hart, ihr wisst genau, was ich meine und wie sich das anfühlt. und wenn der kampf so auswegslos und das leben so vollkommen sinnlos zu sein scheint (oder sogar ist), wozu dann leben? hmmmm, ich stelle mir diese frage auch heute noch oft, obwohl ich nicht mehr suizidal (derzeit zumindest nicht) und aktuell nicht depressiv bin. tja, wozu leben? ....keine ahnung.....ich weiß es wirklich nicht und ich werde es vermutlich nie wissen. und das leben ist und bleibt für mich irgendwie sinnlos. aber hat das nicht auch was positives?
kein tier der welt stellt sich vermutlich diese fragen. die leben einfach.
warum stellen wir uns ständig diese fragen? warum denken wir über unerklärliche dinge nach? ist das nötig? ginge es uns sonst vielleicht zu gut? wenn wir "einfach" leben würden und es schaffen könnten, vergangenes als dieses abzutun und hinter uns zu lassen und mit narben und macken weiterzumachen?


ich für mich hab gelernt, dass es mir nicht weiterhilft, in der vergangenheit zu leben, diesem scheiß missbrauchsthema so viel raum zu geben. aber bei mir war es ja auch nicht so schlimm als bei euch.



achtung: eventuell trigger!!!!!!





bei war es schließlich eine einmalige vergewaltigung im alter von 21 jahren, in dem ich also selbst einen großen teil der verantwortung dafür trage. ich hätte das getränk nicht zu mir nehmen müssen, das mich an den rand zur ohnmacht getrieben hat.......egal....darauf wollte ich nicht hinaus....



trigger ende, schätz ich mal.......



was mir jedenfalls bewusst wurde ist, je weniger ich dem thema platz einräume, desto besser geht es mir. nein, nicht im sinne von verdrängen. es gibt zeiten, fixe zeitpunkte, in denen das thema platz zum aufarbeiten bekommt, wo es sein darf und hingehört, nämlich in der therapie. aber für den rest der zeit, MEINER zeit hab ich - mit ein paar unausweichlichen ausnahmen (aktuelle ereignisse, forenbesuche, trigger,...) - dem thema die berechtigung genommen. es darf da sein, weil es teil meiner vergangenheit ist, aber nur zeitlich begrenzt. das ist sehr harte arbeit gewesen. und das st es auch jetzt noch, aber es geht mir besser damit.


jetzt hab ichs wieder mal geschafft, das thema irgendwie zu wechseln...... :roll:
aber es hängt ja doch alles irgendwie zusammen.....


jedenfalls mag ich allen, die hier sind und sich dem thema suizid ständig stellen müssen mut zusprechen, mal neue wege auszuprobieren. es ist so hart und es tut so weh, wenn man am boden liegt und keine kraft hat, sich auch nur ansatzweise aufzurichten. und das schlimmste ist, dass einem scheinbar niemand helfen kann. bleibt eine weile liegen, versucht, die position zu ändern, sodass der schmerz vielleicht ein klein wenig besser wird. es darf weh tun und ich glaub das muss es auch, aber es darf auch wieder gut werden. das hat jeder einzelne verdient und diese kraft hat meiner meinung nach jeder einzelne in sich. nur ist dieser zugang oft versteckt und verwinkelt, sodass es einem schier unmöglich erscheint, den zu finden. doch meistens tut der sich dann von selbst auf. habt bitte geduld mit euch und versucht nichts zu erzwingen. seid stark! gebt nicht auf! ihr werdet es bestimmt schaffen.
ich höre nicht auf, an jeden einzelnen von euch zu glauben, weil ich mittlerweile auch an mich glaube.
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

schöne Worte chaoskopf :)
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