und irgendwie mutmachend
Chaos, Sortiertes und Baustellen
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Danke, *wirrli
Mutmachend, ja das ist es.
Auch für mich selber.
Immer wieder - an "schlechten Tagen" - kann ich hierauf zurück greifen.
Das zeigt mir dann, dass ich selber großen Einfluss habe.
Auf mein Leben halt.
Schwer zu beschreiben...
Mutmachend, ja das ist es.
Auch für mich selber.
Immer wieder - an "schlechten Tagen" - kann ich hierauf zurück greifen.
Das zeigt mir dann, dass ich selber großen Einfluss habe.
Auf mein Leben halt.
Schwer zu beschreiben...
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
-
Tamar unl.
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Hall0 LunaSue,
Ja, so manches Schönes schleicht sich still und leise herein - ohne den berühmten "Aha-Effekt" oder dem großen Knall
. Schön, was du schreibst und an guten Tagen kann ich das auch unterschreiben
Aus meiner Sicht ist der eigene Einfluss eben doch nicht da und dann liegt die Kunst darin, dies zur Kenntnis zu nehmen. Man/ Frau ist eben doch nicht immer "ihres Glückes Schmid" und vieles ist auch von anderen Dingen als von einem selbst abhängig. Das Einzige was ich dann eben tun kann - mein Einstellung dazu ändern.
Wie im Folgenden beschrieben ...
„Die Kraft und Bereitschaft zu verändern, was möglich ist; die Gelassenheit zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ (n. Franz von Assisi?)
LG, Tamar
Ja, so manches Schönes schleicht sich still und leise herein - ohne den berühmten "Aha-Effekt" oder dem großen Knall
Darauf muss ich jetzt doch noch eingehen.LunaSue hat geschrieben:Das zeigt mir dann, dass ich selber großen Einfluss habe.
Auf mein Leben halt.
Aus meiner Sicht ist der eigene Einfluss eben doch nicht da und dann liegt die Kunst darin, dies zur Kenntnis zu nehmen. Man/ Frau ist eben doch nicht immer "ihres Glückes Schmid" und vieles ist auch von anderen Dingen als von einem selbst abhängig. Das Einzige was ich dann eben tun kann - mein Einstellung dazu ändern.
Wie im Folgenden beschrieben ...
„Die Kraft und Bereitschaft zu verändern, was möglich ist; die Gelassenheit zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ (n. Franz von Assisi?)
LG, Tamar
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Ja, da hast du sicher auch Recht, Tamar.
Die gute Erkenntnis dabei ist für mich, dass ich letztlich auch nicht alles ändern muss
oder Einfluss nehmen muss.
Ich brauche einerseits eine Menge Dinge heute nicht mehr ohmächtig über mich ergehen lassen
oder mich dem aussetzen.
Im Laufe der Zeit habe ich vieles an die Hand bekommen oder kennnengelernt und ausprobiert, was mir hilft
meinen Zustand, mein Befinden zu beeinflussen, zu verbessern oder eben auch hinzunehmen, was ist.
Mit einer veränderten Einstellung.
Manches ist der Lauf der Welt oder der Dinge, denen unser Leben unterworfen ist, klar.
Also andererseits kann ich das auch aushalten, was ich nicht beeinflussen kann.
Auch das war mal ziemlich anders...
Danke - da hast du einen wichtigen Aspekt angesprochen und ergänzt!
Lieber Gruß
Luna
Die gute Erkenntnis dabei ist für mich, dass ich letztlich auch nicht alles ändern muss
oder Einfluss nehmen muss.
Ich brauche einerseits eine Menge Dinge heute nicht mehr ohmächtig über mich ergehen lassen
oder mich dem aussetzen.
Im Laufe der Zeit habe ich vieles an die Hand bekommen oder kennnengelernt und ausprobiert, was mir hilft
meinen Zustand, mein Befinden zu beeinflussen, zu verbessern oder eben auch hinzunehmen, was ist.
Mit einer veränderten Einstellung.
Manches ist der Lauf der Welt oder der Dinge, denen unser Leben unterworfen ist, klar.
Also andererseits kann ich das auch aushalten, was ich nicht beeinflussen kann.
Auch das war mal ziemlich anders...
Danke - da hast du einen wichtigen Aspekt angesprochen und ergänzt!
Lieber Gruß
Luna
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
-
Tamar unl.
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Das stimmt wohl, jedoch gibt es auch Dinge, die ich gerne ändern möchte, da es mich immer noch schmerzt oder am Leben hindert, mich be-hindert. Das halte ich für unheimlich schwer. Vor allem dann, wenn sich das häuft und ich mir an einer Wand nach der anderen die Nase blutig schlage. Wie derzeit ...LunaSue hat geschrieben:Die gute Erkenntnis dabei ist für mich, dass ich letztlich auch nicht alles ändern muss
oder Einfluss nehmen muss.
Natürlich bekam ich auch vieles an die Hand um Veränderungen herbeizuführen. Allerdings bin ich auch näher an mir und meinen Gefühlen dran, sodass ich mich auch verletzlicher fühle. Und wenn dann noch die Erkenntnis kommt, dass andere aus meiner Vergangenheit das alles "verbockt" haben, kommt doch ganz viel Wut und Verzweiflung hoch. Ich muss das verändern was andere angerichtet haben. Das ist ungerecht!
Und doch weiß ich, was du meinst, LunaSue. Nur manchmal ist das echt schwer ...
Kann es sein, dass du diese Dinge hier vor allem in sehr "abgeklärten" Momenten schreibst?
Ja, vermutlich, denn du schreibst ja, dass du diesen Thread dafür nutzen möchtest in "schlechten Tagen" darauf zurückzugreifen.
LG, Tamar
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Hallo Tamar!
Ja, das ist ungerecht. Das allerdings ist etwas, wozu ich Abstand gewinnen konnte.
Wie mir das glungen ist - finde ich ganz schwer in Worte zu fassen.
Ich denke, dass ich mich über das Zitat, welches du genannt hast, mal versuche.
Gelassenheit - das wäre schon sehr hoch gegriffen und die hatte ich sicher ganz lange nicht.
Was mir aber half war der Teil, dass ich die Taten nicht mehr ändern konnte.
Dass es ungerecht ist steht außer Frage.
Nur - das, was ich an Schwerstarbeit geleistet habe, tat ich nur und ausschließlich für mich.
Ich hatte irgendwann völlig neue Ansprüche an mein Dasein, später an mein Leben.
Verkopft war das nicht weiter schwer zu verstehen. Dafür ein Gesamtbewusstsein zu
entwickeln schon eine langwierigere Sache.
Es entspricht schon dem, was du auch schreibst: eine veränderte Einstellung.
Dass du schreibst, du seiest näher an dir, an deinen Gefühlen und verletzlicher
kann ich gut nachvollziehen. Zeiten, in denen ich weit weg war, hinter dicken Mauern
Gefühle unter Verschluss hielt, hätte ich in einer andren Phase rückblickend als "ruhiger" bezeichnet.
Heute weiß ich allerdings, dass das ein großer Irrtum war, denn mir war der "Innere Sturm"
schlichtweg nicht bewusst. Als mir so Einiges bewusst wurde, was ich an Folgen zu tragen hatte,
was das mit mir machte - da fühlte ich ebenfalls Wut,Verzweiflung und Schmerz.
Das Wörtchen immer - Tamar, nein: natürlich kann ich das nicht immer.
Und sicher ist das auch sehr abhängig von dem, worum es geht.
Mir geht es hier - und das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen - um viele
Alltagssituationen, die ich heute in Ruhe und mit Selbstverständlichkeit meistere.
Dinge, die mich vor einiger Zeit vollkommen aus der Bahn hätten werfen können,
die mich verunsicherten, an denen ich mich aufrieb.
Gar nicht so die "großen Baustellen".
Das Verhalten anderer, beispielsweise einer Kollegin, das ich nicht ändern kann.
Aber bei ihr lassen, von mir als Person fernhalten, als ihr Problem erkennen und nicht
als etwas, das ich verursache. Nein sagen und Grenzen setzen, anstatt in Ängste zu geraten
ode mich schuldig zu fühlen.
Dann ist da noch das Wörtchen "aushalten".
Das hat für mich zweierlei Qualitäten.
Einerseits kann ich zustimmen, wenn du sagst: Na, aushlaten ist nicht unbedingt erstrebenswert.
Da kommt es auch wieder darauf an worum es geht.
Vielleicht wird deutlicher, was ich damit meine, wenn ich das ersetze und sage: ich kann vieles anders (er)tragen.
Ohne am Rad zu drehen, in Panik zu geraten, agressiv zu werden oder in Fatalismus zu verfallen.
Ja, vieles ist für mich tragbar geworden, ohne, dass ein innerer Sturm losbricht.
In dem Sinne meine ich: aushalten können. So verstanden finde ich das in der Tat erstrebenswert.
Und das ist manchmal sicher schwer. Was für mich hier im Vordergrund steht ist allerdings,
mir bewusst zu machen das es im Laufe der Zeit immer weniger schwer wurde.
Die kleinen, leisen, Schritte wahrzunehmen.
Wie du auch schreibst:
wenn ich während der Faht getriggert wurde und bezweifle, dass mich meine Beine tragen werden.
Dass ich mich wage mich in meiner Bedürftigkeit zu zeigen.
Verstehst du, was ich meine?
Es stimmt schon, dass ich diesen Thread nutze, um darauf zurück zu greifen.
Ja, als ich schrieb, war das ein sehr guter Moment.
Dennoch werde ich das hier auch weiterhin für schwierige Momente und Zeiten nutzen.
Für Baustellen - wie diese Autofahrt - die noch bearbeitet werden müssen.
Lieber Gruß
Luna
Ja, das ist ungerecht. Das allerdings ist etwas, wozu ich Abstand gewinnen konnte.
Wie mir das glungen ist - finde ich ganz schwer in Worte zu fassen.
Ich denke, dass ich mich über das Zitat, welches du genannt hast, mal versuche.
Gelassenheit - das wäre schon sehr hoch gegriffen und die hatte ich sicher ganz lange nicht.
Was mir aber half war der Teil, dass ich die Taten nicht mehr ändern konnte.
Dass es ungerecht ist steht außer Frage.
Nur - das, was ich an Schwerstarbeit geleistet habe, tat ich nur und ausschließlich für mich.
Ich hatte irgendwann völlig neue Ansprüche an mein Dasein, später an mein Leben.
Verkopft war das nicht weiter schwer zu verstehen. Dafür ein Gesamtbewusstsein zu
entwickeln schon eine langwierigere Sache.
Es entspricht schon dem, was du auch schreibst: eine veränderte Einstellung.
Dass du schreibst, du seiest näher an dir, an deinen Gefühlen und verletzlicher
kann ich gut nachvollziehen. Zeiten, in denen ich weit weg war, hinter dicken Mauern
Gefühle unter Verschluss hielt, hätte ich in einer andren Phase rückblickend als "ruhiger" bezeichnet.
Heute weiß ich allerdings, dass das ein großer Irrtum war, denn mir war der "Innere Sturm"
schlichtweg nicht bewusst. Als mir so Einiges bewusst wurde, was ich an Folgen zu tragen hatte,
was das mit mir machte - da fühlte ich ebenfalls Wut,Verzweiflung und Schmerz.
Das Wörtchen immer - Tamar, nein: natürlich kann ich das nicht immer.
Und sicher ist das auch sehr abhängig von dem, worum es geht.
Mir geht es hier - und das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen - um viele
Alltagssituationen, die ich heute in Ruhe und mit Selbstverständlichkeit meistere.
Dinge, die mich vor einiger Zeit vollkommen aus der Bahn hätten werfen können,
die mich verunsicherten, an denen ich mich aufrieb.
Gar nicht so die "großen Baustellen".
Das Verhalten anderer, beispielsweise einer Kollegin, das ich nicht ändern kann.
Aber bei ihr lassen, von mir als Person fernhalten, als ihr Problem erkennen und nicht
als etwas, das ich verursache. Nein sagen und Grenzen setzen, anstatt in Ängste zu geraten
ode mich schuldig zu fühlen.
Dann ist da noch das Wörtchen "aushalten".
Das hat für mich zweierlei Qualitäten.
Einerseits kann ich zustimmen, wenn du sagst: Na, aushlaten ist nicht unbedingt erstrebenswert.
Da kommt es auch wieder darauf an worum es geht.
Vielleicht wird deutlicher, was ich damit meine, wenn ich das ersetze und sage: ich kann vieles anders (er)tragen.
Ohne am Rad zu drehen, in Panik zu geraten, agressiv zu werden oder in Fatalismus zu verfallen.
Ja, vieles ist für mich tragbar geworden, ohne, dass ein innerer Sturm losbricht.
In dem Sinne meine ich: aushalten können. So verstanden finde ich das in der Tat erstrebenswert.
Und das ist manchmal sicher schwer. Was für mich hier im Vordergrund steht ist allerdings,
mir bewusst zu machen das es im Laufe der Zeit immer weniger schwer wurde.
Die kleinen, leisen, Schritte wahrzunehmen.
Wie du auch schreibst:
Für mich kann es der Erfolg sein meinen Mann zu bitten kann mir aus dem Auto zu helfen,Ja, so manches Schönes schleicht sich still und leise herein - ohne den berühmten "Aha-Effekt" oder dem großen Knall
wenn ich während der Faht getriggert wurde und bezweifle, dass mich meine Beine tragen werden.
Dass ich mich wage mich in meiner Bedürftigkeit zu zeigen.
Verstehst du, was ich meine?
Es stimmt schon, dass ich diesen Thread nutze, um darauf zurück zu greifen.
Ja, als ich schrieb, war das ein sehr guter Moment.
Dennoch werde ich das hier auch weiterhin für schwierige Momente und Zeiten nutzen.
Für Baustellen - wie diese Autofahrt - die noch bearbeitet werden müssen.
Lieber Gruß
Luna
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
-
Tamar unl.
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Vermutlich geht das alles über Wut, Trauer und annehmen und eben viel zeit *seufz*LunaSue hat geschrieben:Ja, das ist ungerecht. Das allerdings ist etwas, wozu ich Abstand gewinnen konnte.
Wie mir das glungen ist - finde ich ganz schwer in Worte zu fassen.
Für einige Anteile ist derzeit sehr wichtig, dies alles als Ungerechtigkeit zu benennen. Vermutlich hat dies auch etwas mit "annehmen" zu tun. Es tut ganz schön weh, sich dessen auch gefühlt bewusst zu machen. Es geht also vom Abspalten über das Wahr- und Ernstnehmen hin zum Akzeptieren und einen "gesunden" Abstand dazu zu haben. Also von Dissoziation zu Gelassenheit udn Hinnehmen - ganz platt gesagt ...
Ich denke, das sollte die Hauptmotivation sein. Und doch - wie viel Energie kostet mich das und wie viel anderes könnte ich erreichen. Schon bin ich in einem Teufelskreis gefangen, den ich jedoch nicht mit "erzwungener Gelassenheit" entgegentreten sollte (was ich oft genug getan habe). Erst muss frau durch den Schmerz durch. Die Gefühle dazu fühlen.Nur - das, was ich an Schwerstarbeit geleistet habe, tat ich nur und ausschließlich für mich.
Ich habe nun überhaupt mal Ansprüche. Vorher hatte ich keine, denn das darf ich ja nicht habenIch hatte irgendwann völlig neue Ansprüche an mein Dasein, später an mein Leben.
Meine Therapeutin sagte mal zu mir, sie haben das Gefühl, dass nun einiges vom Kopf in den Bauch geplumbst sei. Danach geht es noch ums Festigen des Ganzen und dem geht dann eine veränderte Einstellung einher. Oder anders herum? Erst das bemühen um die andere Einstellung und dann der große Plumps. Ich glaube ja.Verkopft war das nicht weiter schwer zu verstehen. Dafür ein Gesamtbewusstsein zu
entwickeln schon eine langwierigere Sache.
Kürzlich sagte mal jemand zu mir, als ich sagte durch mein Einlassen von Beziehungen hätte ich das Gefühl meine Autonomie zu verlieren, dass die vorher keine Autonomie gewesen sei, sondern pure Bewältigung. Erst wenn ich die Gefühle zu den Menschen und ich mit den Gefühlen, welche durch den Kontakt zu ihnen entstehen adäquat umgehen und möglichst unabhängig davon handeln könnte, dann sei ich wirklich autonom. Tja, dazu fehlt mir noch das "Ich-Gefühl". Ich fühle kein wirkliches "Ich", kopiere noch vieles, schwanke von einem Extrem zum anderen, weil ich nie ein ich entwickeln konnte und durfte. Ich musste mich anpassen, kopieren, nachmachen um überleben zu können. Nun hat sich mein Umfeld verändert, nun darf ich "ich" sein und irgendwie überfordert mich das manchmal. Es ist das was ich auch oben zu den Ansprüchen schrieb. Um Ansprüche zu haben muss ich mir erst mal im Klaren sein, was ich eigentlich möchte. Was meine Ziele und Ideale sind. Als meine echten und nicht die von denen Anteile denken sie müssen wegen dem oder der so und so sein.Dass du schreibst, du seiest näher an dir, an deinen Gefühlen und verletzlicher
kann ich gut nachvollziehen. Zeiten, in denen ich weit weg war, hinter dicken Mauern
Gefühle unter Verschluss hielt, hätte ich in einer andren Phase rückblickend als "ruhiger" bezeichnet.
Heute weiß ich allerdings, dass das ein großer Irrtum war, denn mir war der "Innere Sturm"
schlichtweg nicht bewusst. Als mir so Einiges bewusst wurde, was ich an Folgen zu tragen hatte,
was das mit mir machte - da fühlte ich ebenfalls Wut,Verzweiflung und Schmerz.
Etwas weitschweifend, jedoch fiel mir das noch dazu ein ...
Das verstehe ich. Allerdings gibt es bei mir noch einen anderen Aspekt. Vieles hat mich noch nie aufgeregt und ich kann manche Aufregung anderer nicht verstehen und blieb da schon immer ruhig und vor allem unberührt. Ich hatte keinerlei Kontakt zu meinen Gefühlen. Und festzustellen, was ist nun Dossoziation und was ich echte Ruhe und Gelassenheit, ist manchmal nicht so einfach.viele Alltagssituationen, die ich heute in Ruhe und mit Selbstverständlichkeit meistere.
Dinge, die mich vor einiger Zeit vollkommen aus der Bahn hätten werfen können,
die mich verunsicherten, an denen ich mich aufrieb.
Das was du zu "aushalten" schreibst verstehe ich und nicke das vollkommen ab.
Ja. Vollkommen! Wagen die eigenen Grenzen wahrzunehmen, sie nicht abzuwerten und dann sich noch trauen in Kontakt mit anderen zu gehen und diese um Hilfe zu bitten. Vor zwei Jahren nahezu unmöglich und heute immer wieder eine wundervolle Erfahrung. Daneben ermöglicht es den anderen Menschen besser zu verstehen.Für mich kann es der Erfolg sein meinen Mann zu bitten kann mir aus dem Auto zu helfen,
wenn ich während der Faht getriggert wurde und bezweifle, dass mich meine Beine tragen werden.
Dass ich mich wage mich in meiner Bedürftigkeit zu zeigen.
Verstehst du, was ich meine?
Seit einiger Zeit mache ich mit meinem Partner auch gemeinsam eine Therapie und versuche mich da so weit als möglich einzulassen. Nun meldete mir mein Partner zurück, dass ihm erst dadurch bewusst wird, welch Schwerstarbeit ich in der Therapie leiste. Erst so konnte er auch einige Dinge im Alltag besser verstehen. Gleichzeitig ermöglichte es mir manche Schutzmechanismen ihm gegenüber herunterzufahren.
Ist denn für dich ein Autausch in dieser Art jetzt OK oder möchtest du diesen Tread ausschließlich für dich alleine nutzen?Es stimmt schon, dass ich diesen Thread nutze, um darauf zurück zu greifen.
Danke, dass du so ausführlich auf das was ich geschrieben hatte, eingegangen bist. Ich nahm mich doch etwas "destruktiv" wahr und hatte die Befürchtung, ich mach dir damit etwas kaputt.
Liebe Grüße
Tamar
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Hallo Tamar!
Erstmal nur kurz, später dann ausführlicher:
Das ist absolut o.k. Ich freue mich über diesen Austausch!
Das Gegenteil von destruktiv also!
Du hast da gerade etwas angestoßen, was mir so noch gar nicht bewusst war,
aber mir wird Einiges klar. Das muss ich nun mal für mich sortieren.
Lieber Gruß
Luna
Erstmal nur kurz, später dann ausführlicher:
Das ist absolut o.k. Ich freue mich über diesen Austausch!
Das Gegenteil von destruktiv also!
Du hast da gerade etwas angestoßen, was mir so noch gar nicht bewusst war,
aber mir wird Einiges klar. Das muss ich nun mal für mich sortieren.
Lieber Gruß
Luna
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Hallo Tamar!
Ich denke auch:
Für mich war der Teil Trauer am schwierigsten, gleich gefolgt von dem Faktor viel Zeit.
Auch hatte ich große Mühe an den richtigen Stellen Kampf einzusetzen, dafür an den anderen, dafür richtigen Stellen,
das Kämpfen endlich aufzuhören.
Vielleicht klingt das komisch, aber in puncto Trauer war Kapitulation für mich wichtig.
Davor bin ich immer zurückgeschreckt, doch jetzt habe ich die Erfahrung machen können,
dass Trauer aushaltbar und wichtig ist. Je entspannter ich bin, desto mehr bin ich auch fähig dazu,
auch wenn das irgendwie Paradox klingen mag.
Ich fand es absolut schwierig an dem Punkt, an dem Kontakt zu Gefühlen dann da war
zu unterscheiden, was echte gefühle sind, was ich lernen sollte wahrzunehmen.
Und was so Unechtes ist - wie Schuldgefühle.
Zeitweilig war ich voll verwirrt, denn für mich waren Schuldgefühle "echt" - und die sollten weg?
Manchmal herrschten große Fragezeichen und auch heute noch werde ich mit Sachen konfrontiert,
die ich verblüfft und spontan verneine - aber dann bei näherem Hinsehen doch denke: Ups, stimmt.
Dieser Weg also, wie du ihn stark auf das Wesentliche reduziert beschrieben hast - das ist gar nicht so einfach.
Aber was ich dennoch als positiv wahrnehme ist, dass so eine gewisse "Grundfähigkeit" da ist und es immer weniger schwierig ist.
Etwas für sich selber zu tun sollte Hauptmotivation sein, ja.
Nur - wie du das auch schreibst und was mir durch deine Zeilen erstmal so wirklich klar wird:
Das war nict immer so und auch das musste ich lernen.
Ich-Gefühl und nicht "nacheifern".
Überangepasstes Verhalten ablegen.
Das hätte ich so gar nicht in Worte fassen können und habe ich so klar formuliert nie zur Verfügung gehabt.
Dafür danke ich dir, Tamar!
Das konnte ich absolut nicht - da war das größte Problem neben anderen Ängsten Verlustangst.
Angst geht gar nicht!*seufz*
Angst hatte ich auch nie.*schmunzel*
Natürlich hatte und habe ich Angst.
Seit neuestem habe ich gelernt, dass die Agression, die Angst auslöst ganz wichtig und einsetzbar ist.
Aha? Nun muss ich noch lernen, diese in die richitigen Kanäle fließen zu lassen und diese Spannung für
eine Handlungsfähigkeit zu nutzen. Tja, mache ich doch mit links...*hüstel*
Zu dem Thema Autonomie hast du aber einen klugen Sponsor, Tamar!
Deine Überforderung kann ich nachvollziehen.
Nun habe ich das Glück aus meinem Umfeld so Einiges an Rückmeldung zu bekommen
und ich finde das total spannend!
Ich weiß schon, dass es eine Gradwanderung ist. Wir wollen bestimmt nicht Gefahr laufen
wieder femddefiniert, nur jetzt durch andere Personen, in die nächste Abhängigkeit zu schliddern.
Aber das genau sind positive neue Erfahrungen und ein lohnenswerter Anlass, sich auf Beziehungen einzulassen.
Hm, aber da bin ich auch oft noch unsicher und kann damit schlecht umgehen.
Puh, ich kann mich heute schlecht konzentrieren...
Ich kann das nachempfinden, wenn du sagst:
Insofern darf ich dir die Frage stellen: könntest du wirklich so viel anderes erreichen?
Manchmal ist es schwierig die Prioritäten zu ändern, weil in dem Moment Dinge dran sind,
die wütend machen und Abwehr erzeugen. Und doch habe ich es als günstig erlebt, mich um das zu kümmern,
was sich als Priorität von selber zeigt. Das hat eine große Hürde bedeutet:
Da habe ich nicht so die Kontrolle.
An der Stelle passt für mich dein Ausspruch:
Erst der Kopf, dann die Einstellung/Persketive, dann in den Bauch.
Eine Freundin nennt es den Unterschied zwischen verstehen und begreifen,
ich sage Kopfwissen und Bauchwissen. Und dann kann man es leben.
Sich dem zuzuwenden, was da ist und nicht zu hadern, Tamar,
ist aus meiner Sicht Kontrolle aufgeben, die man sowieso nicht hat.
Schwierige Einsicht. Aber letztendlich ging daran kein Weg vorbei.
Und ich habe es versucht. Im Eiltempo. Ging nicht.
Lieber Gruß
Luna
Ich denke auch:
Und ich mutmaße mal, dass es Teil von Wut ist, die Ungerechtigkeit auszusprechen. Ja, das ist sicher wichtig.Vermutlich geht das alles über Wut, Trauer und annehmen und eben viel zeit *seufz*
Für mich war der Teil Trauer am schwierigsten, gleich gefolgt von dem Faktor viel Zeit.
Auch hatte ich große Mühe an den richtigen Stellen Kampf einzusetzen, dafür an den anderen, dafür richtigen Stellen,
das Kämpfen endlich aufzuhören.
Vielleicht klingt das komisch, aber in puncto Trauer war Kapitulation für mich wichtig.
Davor bin ich immer zurückgeschreckt, doch jetzt habe ich die Erfahrung machen können,
dass Trauer aushaltbar und wichtig ist. Je entspannter ich bin, desto mehr bin ich auch fähig dazu,
auch wenn das irgendwie Paradox klingen mag.
Ich fand es absolut schwierig an dem Punkt, an dem Kontakt zu Gefühlen dann da war
zu unterscheiden, was echte gefühle sind, was ich lernen sollte wahrzunehmen.
Und was so Unechtes ist - wie Schuldgefühle.
Zeitweilig war ich voll verwirrt, denn für mich waren Schuldgefühle "echt" - und die sollten weg?
Manchmal herrschten große Fragezeichen und auch heute noch werde ich mit Sachen konfrontiert,
die ich verblüfft und spontan verneine - aber dann bei näherem Hinsehen doch denke: Ups, stimmt.
Dieser Weg also, wie du ihn stark auf das Wesentliche reduziert beschrieben hast - das ist gar nicht so einfach.
Aber was ich dennoch als positiv wahrnehme ist, dass so eine gewisse "Grundfähigkeit" da ist und es immer weniger schwierig ist.
Etwas für sich selber zu tun sollte Hauptmotivation sein, ja.
Nur - wie du das auch schreibst und was mir durch deine Zeilen erstmal so wirklich klar wird:
Das war nict immer so und auch das musste ich lernen.
Ich-Gefühl und nicht "nacheifern".
Überangepasstes Verhalten ablegen.
Das hätte ich so gar nicht in Worte fassen können und habe ich so klar formuliert nie zur Verfügung gehabt.
Dafür danke ich dir, Tamar!
Das konnte ich absolut nicht - da war das größte Problem neben anderen Ängsten Verlustangst.
Angst geht gar nicht!*seufz*
Angst hatte ich auch nie.*schmunzel*
Natürlich hatte und habe ich Angst.
Seit neuestem habe ich gelernt, dass die Agression, die Angst auslöst ganz wichtig und einsetzbar ist.
Aha? Nun muss ich noch lernen, diese in die richitigen Kanäle fließen zu lassen und diese Spannung für
eine Handlungsfähigkeit zu nutzen. Tja, mache ich doch mit links...*hüstel*
Zu dem Thema Autonomie hast du aber einen klugen Sponsor, Tamar!
Deine Überforderung kann ich nachvollziehen.
Nun habe ich das Glück aus meinem Umfeld so Einiges an Rückmeldung zu bekommen
und ich finde das total spannend!
Ich weiß schon, dass es eine Gradwanderung ist. Wir wollen bestimmt nicht Gefahr laufen
wieder femddefiniert, nur jetzt durch andere Personen, in die nächste Abhängigkeit zu schliddern.
Aber das genau sind positive neue Erfahrungen und ein lohnenswerter Anlass, sich auf Beziehungen einzulassen.
Hm, aber da bin ich auch oft noch unsicher und kann damit schlecht umgehen.
Puh, ich kann mich heute schlecht konzentrieren...
Ich kann das nachempfinden, wenn du sagst:
Du hast auch geschrieben, dass vieles aber hinderlich ist und be-hinert.Und doch - wie viel Energie kostet mich das und wie viel anderes könnte ich erreichen.
Insofern darf ich dir die Frage stellen: könntest du wirklich so viel anderes erreichen?
Manchmal ist es schwierig die Prioritäten zu ändern, weil in dem Moment Dinge dran sind,
die wütend machen und Abwehr erzeugen. Und doch habe ich es als günstig erlebt, mich um das zu kümmern,
was sich als Priorität von selber zeigt. Das hat eine große Hürde bedeutet:
Da habe ich nicht so die Kontrolle.
An der Stelle passt für mich dein Ausspruch:
Erst der Kopf, dann die Einstellung/Persketive, dann in den Bauch.
Eine Freundin nennt es den Unterschied zwischen verstehen und begreifen,
ich sage Kopfwissen und Bauchwissen. Und dann kann man es leben.
Sich dem zuzuwenden, was da ist und nicht zu hadern, Tamar,
ist aus meiner Sicht Kontrolle aufgeben, die man sowieso nicht hat.
Schwierige Einsicht. Aber letztendlich ging daran kein Weg vorbei.
Und ich habe es versucht. Im Eiltempo. Ging nicht.
Lieber Gruß
Luna
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
~ Du musst das Positive sehen ~
Es ist mal wieder Zeit mir selber ein Feedback zu geben.
"Du musst das Positive sehen"
Wer kennt das nicht. Nur ein blöder Spruch?
Auf den ich so reagiere:
Ja, in dem Moment, indem ich diesen Spruch gesagt bekomme - sicher.
Sich dagegen aufzulehnen bringt nichts.
Oft genug habe ich mich auf den Sprecher "gestürzt".
Wie soll das denn gehen?
Es gibt Situationen, denen kann man aber auch gar nichts Positives abgewinnen.
Hat der "Sprüchklopfer" dann also Unrecht?
Puh, wie oft ist mir so jemand auf die Nervene gegangen mit dem Spruch.
Äh - und wie oft ich jemand anderem?
Heute sehe ich, dass wir einfach zu früh dran sind damit.
In dem Moment, in dem die Situation akut ist, geht es nicht
und es ist auch ganz schlecht aushaltbar zu hören.
Dafür bin ich in dem Moment zu sehr "drin" in der Situation.
Mit etwas Abstand, sicher auch zeitlichem, offenbaren sich aber dann doch Dinge,
die den Spruch rechtfertigen.
Störend ist vielleicht das Wörtchen "muss".
Aber selbst damit kann ich meinen Frieden machen,
denn um eine Situation in ihrer Gesamheit wahrzunehmen, muss man tatsächlich alle
Komponenten betrachten.
In diesen Tagen wird wieder ganz präsent der Tod eines Menschen,
weil er sich jährt.
Was kann man da jetzt bitte positiv sehen?
So schockiert und traurig und wütend ich auch auch bin -
das Ganze hat auch eine Seite, die ich positiv sehen kann.
Das war das Schlimmste, was in meinem Dasein als erwachsener Mensch
auf mich getroffen ist bislang.
Und doch hat es dazu geführt, dass mein Partner und ich näher zusammen gerückt sind.
Das kann, muss, möchte ich daran positiv sehen.
Diese Erfahrung das gemeinsam durchzustehen, zusammen zu halten - das hat mir
noch eine ganz andere Erkenntnis gebracht:
Instinktiv sind wir dann füreinander da, wenn wir einander brauchen.
Auf Anforderung funktioniert das eher schlecht.
Das werfen wir uns auch munter gegenseitig vor.
Aber in den Situationen, wo es darauf ankommt, wirklich darauf ankommt,
da sind wir füreinader ungefragt da. So, wie es gebraucht wird.
Das ist es, was eben auch dabei heraus gekommen ist.
Niemals wird es mir gelingen diesen Todesfalls positiv zu betrachten.
Das wäre auch irgendwie pervers...
Vielleicht gelngt es Wut und Trauer noch weiter loszulassen.
Aber auch zu sehen, was darüber hinaus in Bewegung gekommen ist,
Aufeinanderzu-Bewegung, das ist mir gelungen und darüber hinaus auch
mit unerfüllten Erwartungen an meinen Partner friedlciher umgehen zu können.
Etwas, das ich hier wieder einmal festpinne, damit ich darauf zurückgreigen kann,
wenn ich das aus den Augen verliere.
Das wird passieren...
LunaSue
10.08.2011
Es ist mal wieder Zeit mir selber ein Feedback zu geben.
"Du musst das Positive sehen"
Wer kennt das nicht. Nur ein blöder Spruch?
Auf den ich so reagiere:
Ja, in dem Moment, indem ich diesen Spruch gesagt bekomme - sicher.
Sich dagegen aufzulehnen bringt nichts.
Oft genug habe ich mich auf den Sprecher "gestürzt".
Wie soll das denn gehen?
Es gibt Situationen, denen kann man aber auch gar nichts Positives abgewinnen.
Hat der "Sprüchklopfer" dann also Unrecht?
Puh, wie oft ist mir so jemand auf die Nervene gegangen mit dem Spruch.
Äh - und wie oft ich jemand anderem?
Heute sehe ich, dass wir einfach zu früh dran sind damit.
In dem Moment, in dem die Situation akut ist, geht es nicht
und es ist auch ganz schlecht aushaltbar zu hören.
Dafür bin ich in dem Moment zu sehr "drin" in der Situation.
Mit etwas Abstand, sicher auch zeitlichem, offenbaren sich aber dann doch Dinge,
die den Spruch rechtfertigen.
Störend ist vielleicht das Wörtchen "muss".
Aber selbst damit kann ich meinen Frieden machen,
denn um eine Situation in ihrer Gesamheit wahrzunehmen, muss man tatsächlich alle
Komponenten betrachten.
In diesen Tagen wird wieder ganz präsent der Tod eines Menschen,
weil er sich jährt.
Was kann man da jetzt bitte positiv sehen?
So schockiert und traurig und wütend ich auch auch bin -
das Ganze hat auch eine Seite, die ich positiv sehen kann.
Das war das Schlimmste, was in meinem Dasein als erwachsener Mensch
auf mich getroffen ist bislang.
Und doch hat es dazu geführt, dass mein Partner und ich näher zusammen gerückt sind.
Das kann, muss, möchte ich daran positiv sehen.
Diese Erfahrung das gemeinsam durchzustehen, zusammen zu halten - das hat mir
noch eine ganz andere Erkenntnis gebracht:
Instinktiv sind wir dann füreinander da, wenn wir einander brauchen.
Auf Anforderung funktioniert das eher schlecht.
Das werfen wir uns auch munter gegenseitig vor.
Aber in den Situationen, wo es darauf ankommt, wirklich darauf ankommt,
da sind wir füreinader ungefragt da. So, wie es gebraucht wird.
Das ist es, was eben auch dabei heraus gekommen ist.
Niemals wird es mir gelingen diesen Todesfalls positiv zu betrachten.
Das wäre auch irgendwie pervers...
Vielleicht gelngt es Wut und Trauer noch weiter loszulassen.
Aber auch zu sehen, was darüber hinaus in Bewegung gekommen ist,
Aufeinanderzu-Bewegung, das ist mir gelungen und darüber hinaus auch
mit unerfüllten Erwartungen an meinen Partner friedlciher umgehen zu können.
Etwas, das ich hier wieder einmal festpinne, damit ich darauf zurückgreigen kann,
wenn ich das aus den Augen verliere.
Das wird passieren...
LunaSue
10.08.2011
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Autsch...dieser Spruch ist auch in MEINEN Ohren eine mittlere Katastrophe.
Wobei ich damit wohl anderes verbinde. Für mich ist es eine dieser grausigen, oberflächlichen Aussagen, die von Leuten kommen, die gar nicht hören wollen, was ich sagen würde, wenn ich ehrlich wäre. Hundertfach so erlebt und deswegen hat es sich wohl irgendwie negativ eingebrannt. Außerdem glaube ich, dass der negative Anteil einer Situation so groß sein kann, dass das Positive nicht wahrnehmbar ist...damit für mich nicht existent. Wahrscheinlich ist es manchmal sogar so, dass ich nix Positives sehen WILL, sondern "einfach nur" über die Ungerechtigkeit der Welt rummosern.
Es ist wirklich super, wenn es Leute gibt, die es schaffen, in jeder Situation (später - mit Abstand) noch etwas Postives zu sehen.
Vielleicht macht es das leichter, damit zurechtzukommen, dass das Leben nicht gerecht ist...
Wobei ich damit wohl anderes verbinde. Für mich ist es eine dieser grausigen, oberflächlichen Aussagen, die von Leuten kommen, die gar nicht hören wollen, was ich sagen würde, wenn ich ehrlich wäre. Hundertfach so erlebt und deswegen hat es sich wohl irgendwie negativ eingebrannt. Außerdem glaube ich, dass der negative Anteil einer Situation so groß sein kann, dass das Positive nicht wahrnehmbar ist...damit für mich nicht existent. Wahrscheinlich ist es manchmal sogar so, dass ich nix Positives sehen WILL, sondern "einfach nur" über die Ungerechtigkeit der Welt rummosern.
Es ist wirklich super, wenn es Leute gibt, die es schaffen, in jeder Situation (später - mit Abstand) noch etwas Postives zu sehen.
Vielleicht macht es das leichter, damit zurechtzukommen, dass das Leben nicht gerecht ist...
Heute weinte ich –
aber keine Träne benetzte eine Blume.
Still, leise und nutzlos!
Werde ich auch so von der Welt gehen?
aber keine Träne benetzte eine Blume.
Still, leise und nutzlos!
Werde ich auch so von der Welt gehen?
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Danke, Ma. hierfür, denn mir dadurch nochmal bewusst,
wo der eigentlich Fallstrick oft für mich ist.
"du musst DAS positiv sehen" ist nämlich der totale no-go!
Und ich denke auch nicht, dass ein positiver Aspekt, eine positive Wirkung
aus einer Situation etwas Positives machen kann, die Ungerechtigkeit wegnehmen,
etwas relativieren kann.
Es gibt einer Situation eher eine weitere Bedeutung.
wo der eigentlich Fallstrick oft für mich ist.
Deine Aussage inspirierte mch jetzt nochmal genauer zu schauen:Es ist wirklich super, wenn es Leute gibt, die es schaffen, in jeder Situation (später - mit Abstand) noch etwas Postives zu sehen.
Vielleicht macht es das leichter, damit zurechtzukommen, dass das Leben nicht gerecht ist...
"du musst DAS positiv sehen" ist nämlich der totale no-go!
Und ich denke auch nicht, dass ein positiver Aspekt, eine positive Wirkung
aus einer Situation etwas Positives machen kann, die Ungerechtigkeit wegnehmen,
etwas relativieren kann.
Es gibt einer Situation eher eine weitere Bedeutung.
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
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Lorelei
Re: Chaos, Sortiertes und Baustellen
Mir hat meine Lehrerin gesagt, dass ich etwas erlebt habe, was mich bestimmt sehr geprägt hat, aber dass ich deshalb ein Mensch bin, der unglaublich viel emotionalen Reichtum erlebt hat und auch darstellen kann. Andere Menschen müssen sich erst mühsam vorstellen, was da sein könnte, wenn man den Boden unter den Füßen verliert, und wie es sein könnte. Das muss ich nicht. "Dir ist nichts Menschliches fremd."
Wenn ich in Betracht ziehe, wie extrem die Emotionen sind, die auf einer Opernbühne so erlebt werden, ist das etwas, was mich reicher und interessanter, authentischer und berührender macht.
Ich weiß, dass sie Recht hat.
Lo
Wenn ich in Betracht ziehe, wie extrem die Emotionen sind, die auf einer Opernbühne so erlebt werden, ist das etwas, was mich reicher und interessanter, authentischer und berührender macht.
Ich weiß, dass sie Recht hat.
Lo
Re:
Das muss ich gerade mal vorkramen.LunaSue hat geschrieben:~gestern und heute~
Und heute?LunaSue hat geschrieben:Ich geh kaputt! Ich bin so umtrieben heute, dass ich gar nicht weiß, wie ich das aushalten soll. Wie kann man überleben mit idesen Bildern im Kopf, dem Gefühl, völlig ausgeliefert zu sein? Kann mir bitte jemand helfen und mir sagen, dass ich diese Qualen überleben kann?
Ja, heute bin ich auch unruhig. Aber es macht mich nicht mehr "kaputt".
Damals reichten sich mir Hände, die mich hielten.
Eine besonders, Danke dir dafür!!
Heute weiß ich, dass man überlebt und noch viel mehr!!
Ich lebe, mittlerweile ganz überwiegend ohne diese Bilder im Kopf!
Nein, Qualen erleide ich schon lange nicht mehr!
Nein, es hat mich nicht zerissen. Der Schmerz hat so sehr nachgelassen. Selten meldet er sich mal, lange nicht mehr so schlimm!!LunaSue hat geschrieben:Hallo,
Schmerz trifft es schon, aber ich werde auch fast erdrückt.
Ich glaub, ich häng zu sehr an meinem sch... bischen übrig gebliebenen Leben, aber ich verstehe heute zum ersten Mal, dass man einer Belastung nicht standhalten kann und flieht. Ich will diesen perversen Sch... nicht noch einmal erleben müssen, um ihn abhaken zu können. Ich kann mich weder stellen noch weglaufen, und heute zerreißt es mich einfach.
Und erdrückt hat er mich auch nicht!
Mittlerweile habe ich mich auseinander gesetzt. Und ich bin froh darüber!LunaSue hat geschrieben:Der gewaltige Haken an der Sache ist wohl, dass ich mich noch nie mit dem MB auseinander gesetzt habe. Ich mußte das auch nicht, oder glaubte das, denn es hat mich nicht gequält. Es gab diesen Teil meiner Geschichte, Punkt. Wirklich gelitten habe ich da nie drunter, es war weg, ausgeblendet und hat sich nicht gemeldet. Urplötzlich ist es da, blendet sich ein und ich krieg es auch nicht mehr raus. Warum habe ich diesen Druck plötzlich? Das ist viele Jahre her...
Also stehe ich wohl eher ganz am Anfang von "was weiß ich, aber da rollt was an" Ich habe da Angst vor, richtig schlimm-
Viele, viele Ängste haben sich relativiert.
Wie viele Erinnerungen sich doch mittlerweile zusammengefügt habe.LunaSue hat geschrieben:Um die Ohren geflogen, ganz genau! Das war ein Fam. Mb, ich kann den Zeitraum gar nicht eingrenzen. Vielleicht 5 Jahre, auch ab Grundschulalte, ca. dritte Klasse. Zu Anfang war mir gar nicht klar, dass da was falsch ist, da war nur dieses Unbehagen. Später habe ich schon versucht mich zu wehren, das aber irgendwann aufgegeben, weil sinnlos. Mir fehlt ganz viel Erinnerung , da gibt es nur so Spots...
Einfluss hatte das bestimmt, o.k. aber jetzt werde ich wieder davon beherrscht.
Deine Hand nehme ich dankend, ich habe das Gefühl jemanden zu brauchen, der mich hier im Leben festhält. Aufgeben wäre jetzt viel einfacher, weggehen...
Wie viel ich für mich klären konnte.
Aber , Puh, wie schwer war es, Hilfe anzunehmen.
Eine Hand anzunehmen.
Mich mal halten zu lassen.
Das war ein Riesenschttensprung.
Darüber muss ich heute wirklich lächeln.
Es hat sich so viel verändert...
Nein, ich hatte da keine Chance, es wollte damals ans Tageslicht und dem habe ich mich auch gefügt.LunaSue hat geschrieben:Oh, heulen würde ich jetzt mal gerne, vielleicht könnte das den Knoten lösen.
Therapie ist bestimmt sinnvoll, ich habe schon Erfahrung damit. Nur gute, aber dieses Thema habe ich immer ausgeklammert. Nicht mal angedeutet.
Ich kann mich da nicht outen, obwohl ich in meinem Kopf weiß, dass ich sicher nichts falsch gemacht habe. Ich habe keine Schuldgefühle, oder so.
Ich habe es einmal versucht, vor 15 Jahren, bin aber an den total falschen geraten. Ich wurde gefragt, was mein Problem damit sei: mein schlechtes Gewissen, weil es mir Spaß gemacht hat, oder die Tatsache als solche. Danach war dicht.
Und das solls auch bleiben am liebsten, ich schleich mich einfach weg...
Und ich weiß, dass es gut so war!
Geheult habe ich mittlerweile wirklich genug!
Auch das war gut, selbst wenn es mich oft frustriert und ausgelaugt hat.
Jede Träne hat einen kleinen Teil Schmerz fortgespült.
Naja, manchmal dachte ich wirklich, das hört nie mehr auf.
Aber wie viel hat "aufgehört".
Gestern war vor einem Jahr, heute ist heute.
Es war gut so wie es war.
Es ist gut so wie es ist.
LunaSue
Danke, dass du mich daran erinnert hast!
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.
Viktor Frankl