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Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mi Apr 13, 2016 4:54 pm
von starofhope
was hilft zu überleben? JETZT ganz konkret?
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mi Apr 13, 2016 5:34 pm
von *wirrli
Jetzt?
Irgendwie allein mit/unter vielen da durch...
Mit der Traurigkeit jonglieren wohl...
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mi Apr 13, 2016 10:19 pm
von lara64
annehmen, auch wenn es schmerzt, jeder Anteil für sich hat damit wohl seine Erfahrungen, die gilt es herauszukristalisieren, später, morgen, in ein paar Tagen oder so.
Für heute - auch wenn wir nur mit Nickname da sind, aber wir sind da- es ist nicht wie früher!!
Du bist da nicht alleine, mit/unter den vielen von dir- und den verschiedenen Traurigkeitszuständen.
Dich hier zeigen, macht dich nicht alleine.
Shalom - lara64
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Do Apr 14, 2016 8:47 pm
von chaoskopf unl.
*wirrli, keine ahnung ob du dich noch erinnerst, an mein versprechen an dich? das versprechen, es nicht zu tun......
hilft dir sowas?
kannst du/könnt ihr versprechen? wollt ihr?
ich kenne das so sehr. dieses tiefe traurige gefühl. diese schmerzen. und die leere. sinnlosigkeit. und dieses verdammte allein sein. das tut so weh. ich denke an dich und bin da bei dir. ich zünde dir eine kerze an, möge sie dir einen klitzekleinen lichtblick verschaffen.
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Do Apr 14, 2016 9:43 pm
von lGast
keine Alternative.
gestorben wird sowieso. und vielleicht ist das genauso scheiße
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Do Apr 14, 2016 11:20 pm
von Birgit unl.
Ich weiß nicht, bis auf so zwei drei mal in meinem Leben bin ich nie suizidial gewesen. Also nicht so, das ich mich selbst t*ten wollte. Aber schon so, das ich nicht mehr leben wollte und mir dachte, dann bring mich doch um. Also das ich mir wünschte, ein anderer würde mein Leben auspusten, wenn ich schon nicht gewollt bin.
Vorgestern hatte ich wieder einen Flash und da kam der Anteil hoch, schnitt sich im Geist die Arme auf und meinte, dann töte mich, jetzt!
Kam zum Glück schnell wieder da raus, aber erschreckt mich dann doch wieder, diese "Hingabe"

Re: tabuthema suizid
Verfasst: Fr Apr 15, 2016 9:37 am
von *wirrli
Vielen Dank chaoskopf!
Bin in der Sackgasse...
versuche es jetzt nochmal anders
mal schauen, ob es klappt...
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Fr Apr 15, 2016 2:40 pm
von chaoskopf
hoffe, dass es klappt wirrli!
daumen drücke
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Fr Apr 15, 2016 2:52 pm
von *wirrli
Danke fürs Daumen drücken chaoskopf
ich weiß es nicht....
sehr vertrackt grad

Re: tabuthema suizid
Verfasst: Fr Apr 15, 2016 3:22 pm
von surli
und jetzt..
umdrehen..
"nur" ein schritt..
richtungswechsel ?

Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mo Apr 18, 2016 3:29 pm
von Gast
starofhope hat geschrieben:was hilft zu überleben? JETZT ganz konkret?
Sich Gutes tun, Gebet, wenn man gläubig ist, oder von jemand Fürbitte, im Falle man kann selbst nicht beten.
Eine gute Tagesstruktur.
Hoffnung, ganz konkret, irgendwas was hoffen und lieben lässt.
Aber selbst ohne dies Ding, kann auch ein Fernsehprogramm, ein Radioprogramm oder ein schönes Lied überleben helfen.
Ein Anruf bei der TS kann auch schonmal hilfreich werden: 0800-111-0-111 ist aber nicht jedermanns Sache.
Manchmal muß man auch einfach durch die Hölle durch, mit allen Schmerzen bis es doch etwas besser wird

Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mo Apr 18, 2016 7:57 pm
von starofhope
@gast. danke für deinen beitrag.
aber zur richtigstellung: die frage war antwort und anfrage für *wirrli, die im beitrag genau vor meinem ziemlich kämpfte. es war keine allgemeine frage und schon gar nicht meine eigene frage. seit ich das suchtpotential, das für mich in meiner suizidalität enthalten war/ist erkannt habe, gehe ich anders damit um, wenn das phänomen auftaucht. dazu habe ich frieden mit mir geschlossen und das bedeutet: verabschiedung von autoaggressiven verhaltensweisen, die ihren wert als bewältigungsstrategien so verloren haben. nein, damit ist nicht auf einmal wunderbar alles gut. darum geht es auch nicht, sondern um das einüben anderen verhaltens und einer anderen perspektive - rückfälle eingeschlossen.....
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Mo Apr 18, 2016 8:33 pm
von lara64
@ wirrli,
oder ganz langsam Rückwärtsgang, so im slowmotion, damit geschaut werden kann, wo die Abbiegung verpasst wurde.
so für den Fall dass umdrehen aus "räumlichen" Gründen nicht geht.
Auch wenn es abgedroschen klingt:
Es gibt immer einen Weg - du musst nur dir den richtigen zeigen lassen.
Gibt es genügend Wegbegleitung und ganz wichtig oder fast noch wichtiger, genügend gute und nährende Wegzehrung. So ein Weg kostet ziemlich Energie, da braucht es Tankstellen und Auffüllstationen, liegen die am Wegesrand?
Wenn Situationen vertrackt erscheinen hilft der Blick von oben oder von außen. Gelingt es die Außensicht herzustellen, mit Distanz darauf zu blicken, wie wenn es nicht deine/eure Situation ist und dann zu überlegen was hilft hier gerade am meisten, was ist am wichtigsten zu entscheiden, wo braucht es Unterstützung und Ratgeber...
Die Traurigkeit einladen, damit sie erzählen kann, was tröstet und was als Trost gebraucht wird, jemanden reales suchen, der ein Stück Trost spenden kann, weiß superschwer anzufragen und anzunehmen...kostet ein bisschen was, gibt aber auch was...
soviele Gedanken für dich mal wirrli.
Shalom - lara64
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Do Apr 21, 2016 7:19 am
von *wirrli
es ist so verrückt....
unlogisch vielleicht auch...
Das Allerschlimmste überlebt...
aufgespalten um zu überleben...
dem Tod ständig von der Schippe gesprungen...
.....
und trotzdem ist es immernoch ein schwerer Überlebenskampf..
das ist doch verrückt...!
Re: tabuthema suizid
Verfasst: Do Apr 21, 2016 9:25 am
von starofhope
@wirrli: nein weder verrückt noch unlogisch....verzweifelter versuch sich zu retten... jedenfalls in meinem fall, wenn es keine anderen subjektiven möglichkeiten gibt.
sondern pure überlebensstrategie unter umständen, die einer ganz eigenen logik folgen.
ich erkenne für mich immer mehr, wie "traumagetränkt" meine suizidalität war/ist, mein weltbild dahinter entspricht dem einer akuten traumasituation eines kleinen kindes, das noch keine (ausreichenden) ressourcen gegen diese existenziell bedrohliche situation zu setzen hat und für das situationen viel schneller lebensbedrohlich erscheinen als sie es für erwachsene tun.
heute kann ich um die unbeschreibliche not und Isolation des kindes trauern und fühle als erwachsene namenloses entsetzen, wenn ich auf meinen weg mit allem sterben-wollen zurücksehe.
dazu ist das ein extrem schmerzhaftes stadium. suizidalität als Chiffre für wort-loses leid. erst heute fange ich langsam an zu verstehen, die chiffre dekodiert zu lesen.
nicht wir sind ver-rückt, *wirrli, sondern die umstände in denen suizidalität als lösung erschien/erscheint. irgendwann hat sich das ganze bei mir automatisiert und so auch vom traumatischen kontext abgelöst und fing an, ein eigenleben zu führen....jetzt gehe ich millimeter um millimeter den weg der heilung.
vorher hätte ich nicht verstehen können, nicht ertragen können. deshalb dieser lange weg der inneren vorbereitung, vermute ich.
wie immer: wenn es dir nichts sagt, vergiss es einfach....in jedem fall: liebe grüße
starofhope