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Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Fr Apr 26, 2013 1:01 am
von Lorelei
ich denke nicht, dass das, was bleibt, und das, was du als "nichts" bezeichnest, auch "nichts" ist. Es ist mehr als das. Das erkennst du allein dadurch, dass du Raum in einem Zimmer einnimmst, Dinge von einem Platz an den anderen bewegen kannst, dass die Luft durch deine Atmung ausgetauscht wird. Du bist da.

Das, was du (in diesem Vorschlag) aufgibst, sind alle Gewohnheiten, die dir das Leben schwer machen.

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Fr Mai 03, 2013 12:37 pm
von Lorelei
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... und sie war selbst Überlebende.

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Sa Mai 04, 2013 3:20 pm
von Lorelei
Selbstliebe lernen (Anfänger-Mittelstufe)

Huhu!

Ich war vorgestern bei einem Yogatherapie-Workshop zum Thema "Selbstliebe". Von dort möchte ich euch einige Anregungen mitgeben.

Zunächst bat die Seminarleiterin uns darum, 20 Punkte aufzuschreiben, die wir an uns selber mögen. "Zwanzig?!", fragte jemand aus dem Raum. "Mindestens", sagte sie. (Wer mitmachen möchte, greift sich jetzt einen Stift und einen Zettel oder sein Lieblingsnotizbuch und schreibt alles auf, was an ihm / ihr selbst schätzenswert ist.)

1) ...
2) ...
3) ... usw.

Danach sollte man sich eine Person vorstellen, die man mag. Und zwanzig Punkte aufschreiben, die an dieser Person schätzenswert sind. Das kann ein Freund sein, eine Freundin, ein Vorbild, das man gar nicht persönlich kennt, Hauptsache, man findet diesen Menschen gut. Wiederum aufschreiben, was genau man da gut findet:

1) ...
2) ...
3) ... usw.

Wer mag, kann sich auch zwei Personen aussuchen, die er gut findet, und auch für diese zweite Person wieder zwanzig Punkte aufschreiben, die schätzenswert an ihr sind.

Jetzt kommt Trick 17: "Schaut einmal nach, wie viele Eigenschaften, die ihr jetzt dort aufgeschrieben habt, auch auf euch selbst zutreffen", wies sie uns die nächste Aufgabe zu. "Viele Eigenschaften, die an uns positiv sind, bemerken wir gar nicht. Meistens wird immer nur das Negative herausgegriffen oder kritisiert."

Also abhaken von der zweiten oder dritten liste:

1) ... hab ich auch.
2) ... hab ich auch.
3) ... das trifft auf mich eher nicht zu.

Danach sollten wir uns in Dreier- oder Vierergruppen zusammenfinden und sagen, ob es uns leicht oder schwer gefallen ist, diese Übung zu machen. (Wer gerade alleine ist, stellt für sich selbst fest, wie die Übung gewirkt hat.)

Als nächsten Schritt bat sie uns, uns voneinander zu lösen, uns hinzusetzen, die Augen zu schließen und mit der rechten Hand die linke Hand langsam und vorsichtig, ganz zart, so zu berühren, als wäre es die eines lieben Menschen. (Wer mag, darf diese Übung für sich ausdehnen auf Arme, Hals, Gesicht...).
Zum Schluss war es ihr wichtig, dass wir uns selbst umarmten. "Oft brauchen wir auch diese körperliche Ebene, um das zu verstehen", erklärte sie.

Wir sangen das Mantra "So Ham", was zu deutsch "Ich bin" bedeutet. Es ist eines der wichtigsten Mantras neben dem OM. "Ich bin nicht groß, ich bin nicht klein, ich bin nicht dieser Körper, ich bin nicht mein Beruf, ich bin nicht das, was ich über mich denke und sage, ich bin nicht das, was andere Leute über mich denken und sagen. Ich bin reine Seele. Ich bin verbunden mit dem Universum."
(Hier eine ruhige Version zum Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=ilPWv2RuVUQ)

Eine Geste, die beide Hände übereinander zur Mitte der Brust, über unser spirituelles Herz, ablegte, schloss die Stunde ab.

Darauf folgte eine Yogastunde zu demselben Thema. Wichtig waren hier vor allem sanfte Bewegungen, die nicht überfordern sollten. Unter den ausgeführten Haltungen waren der Mondgruss (Chandra Namaskar), der Schulterstand (früher hat man dazu Kerze gesagt), die Stellung des Kindes und die Waage. Ich habe sie später darauf angesprochen, welche Übungen geeignet wären, und sie meinte, dass es alle Asanas sein können, die für festen Stand zuständig sind, (z. B. der Fels, der Held), alle öffnenden Asanas (die Kobra, der Fisch), und alles, was das Gleichgewicht trainiert (der Baum, die Waage). Danach ist die Endentspannung wichtig. (Anregungen findet ihr unter http://www.yoga-vidya.de)

Wichtig war immer der Gedanke, nur das zu tun, was jetzt gerade gut ist. "Man muss nichts leisten, um geliebt zu werden."

Zum Abschluss eine kleine Meditation:

Möge ich glücklich und friedlich leben.
Möge ich lernen, mich selbst mit den Augen der Liebe
und des Verstehens zu betrachten.
In mir sind die Keime der Freude und des Glücks
Möge ich sie erkennen und berühren.

hoffe, ich konnte euch etwas weiter geben,

mit besten Grüßen,
Lorelei

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: So Mai 05, 2013 7:58 pm
von Lorelei
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Das gilt natürlich nicht für alle, die TATSÄCHLICH noch unter schlechten Einflüssen zu leiden haben - sondern ist an diejenigen gerichtet, die rein äußerlich in Sicherheit sind. Wenn ihr jetzt noch in einer schlechten Beziehung lebt, euch fragt, ob ihr Konfrontationen mit Tätern stillschweigend erdulden solltet, oder menschen begegnet, die einfach nur aufdringlich sind - tut euch etwas Gutes, steht auf, sagt, wenn ihr wollt, die Wahrheit, und geht.

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Mo Mai 13, 2013 4:54 pm
von Lorelei
Mach mal Pause (Anfänger - Profis)

Neulich habe ich meine Therapeutin gefragt, warum es so schwer fällt, alte Gedankenmuster loszulassen. Sie hat mit dem Beispiel einer Patientin geantwortet, die auch viel an sich verändert hatte und urplötzlich das Gefühl bekam, ganz leer zu sein. Sie hatte sich so lange über ihre Krankheit definiert, monate- und jahrelang an nichts anderes gedacht, nur über ihre Krankheit geredet, dass sie das Gefühl bekam, ohne Krankheit gar nichts mehr zu sein. Ein Zustand, den sie nur schwer aushalten konnte. Sie hat nach und nach diese Scheu überwunden und ganz langsam neu zu leben begonnen. Sie hat neue Dinge ausprobiert und festgestellt, was ihr Spaß machen könnte.

Wenn es nichts anderes gibt, woran ihr euch gerade festhalten könnt, und ihr Weltmeister im Sorgen machen oder Schlechte-Dinge-Prophezeien, im Immer-wieder-über-dasselbe-reden oder im Sich-selber-fertig-machen geworden seid und das feststellen könnt - macht mal blau. Einen ganzen Tag lang. Keine Sorgen machen. Keinen Grübeleien nachhängen. Wer auf den Rummelplatz gehen mag, um Zuckerwatte zu essen und Lotterie zu spielen, macht das. Wer einen Spaziergang an der frischen Luft braucht, der zieht sich feste Schuhe an, nimmt etwas zu essen und zu trinken mit und geht den Weg, der gerade am besten dafür ist - anstrengende Routen verschaffen einem außerdem noch einen angenehmen sportlichen Nebeneffekt. Auch ein Tag im Zoo kann gut sein, um auf andere Gedanken zu kommen.

Und dann stellt man am Ende des Tages fest: Oh, ich mag den Rummelplatz und das Riesenrad. Ich mag die kleinen blauen Blumen am Wegrand und die Eichhörnchen, die ich gesehen habe. Ich mag die Ziegen und die Antilopen mit ihren sanften dunklen Augen, und die Papageien und Schmetterlinge.

Raus aus der Routine. Was ganz anderes machen. Das erfrischt unheimlich.

Lo
ist gerade zurück von einem total lernintensiven Seminar und macht Pause von der Nachbearbeitung 8)

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Di Mai 14, 2013 5:52 pm
von Lorelei
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Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Mi Mai 15, 2013 12:36 am
von Lorelei
weißt du, es ist von außen immer leichter, Tips zu geben, als sie in einer/deiner Situation dann auch befolgen zu können
das meint keiner böse, es ist nur der Retter, der da aus jedem herauskommt, jeder hier will dich retten, und das lieber schon gestern als heute, aber eben, wenn das so einfach wäre, dann wäre ja im Prinzip auch keiner Opfer
ich habe schon vor einem knappen Jahr einem Mädchen aktiv dabei geholfen, Missbrauch beenden zu können, genauso sind mir aber schon mindestens 5 untergekommen, die konkret mich um Hilfe baten, bei denen ich aber absolut nichts tun konnte
manche Menschen kann man retten, andere nicht
helfen kann man trotzdem
ich kann dich nicht retten, ich kann dir nur dabei helfen, wie du dich selbst retten kannst, denn im Endeffekt wirst nur du dich selbst retten können

- Inde

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Mi Mai 15, 2013 12:51 am
von Lorelei
Staying grounded (English)

Den konnte ich einfach nicht vorbei gehen lassen... gehört mit in die Sammlung. Ist allerdings alles englisch.

http://howtoraiseyourvibration.blogspot ... -do-i.html

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Mi Mai 15, 2013 7:17 am
von eva*

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Do Mai 16, 2013 8:37 pm
von starofhope
für den, der was damit anfangen kann: sich seine eigene teezeremonie herstellen. es gibt viele tees, die als heilkräftig gehandelt werden. und selbst, wenn es nur der placebo-effekt ist - schon der hilft mit zu stabilisieren.
für mich ist gerade eine tasse emotional detox-tee in ruhe getrunken(!), wichtig. (ersetzt nicht den arztbesuch und wirkt nicht bei hoher Instabilität, aber als flankierende maßnahme (selbstfürsorge, für den geschmackssinn)) super

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Do Mai 16, 2013 8:39 pm
von *wirrli
Ich hab auch Freude dran, verschiedene Tees zu probieren
und erfreue mich am Yogi Tea
da gibts dann auch immer noch nen Spruch zu :)

Ich finde es gut, bewusst den Tee auszusuchen,
welcher helfen könnte oder "passt"

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Fr Mai 17, 2013 11:25 pm
von Lorelei
Raus aus der Bewertungsfalle... und wenn es nur für die paar Sekunden ist, in denen ihr darüber nachdenkt, wie dieser Text gemeint ist...

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Du bist nicht einmal dein Körper.
Du bist nicht deine Gedanken.
Du bist weder schwarz noch weiß.
Du bist weder indisch noch deutsch.
Du kannst auf keine Art und Weise definiert werden.
Alle Definitionen werden zu kurzsichtig sein.
Du bist nicht definierbar.
Du bist etwas, das alle Definitionen übersteigt.


...man möchte ergänzen: DU BIST.

(Notiz an mich: Ich bin nicht meine Fehler. Ich bin nicht meine Vergangenheit. Ich bin nicht das, was andere aus mir gemacht haben.)

Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Fr Mai 17, 2013 11:38 pm
von Lorelei
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Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Di Mai 21, 2013 7:14 pm
von Lorelei
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Re: Stabilisierungstechniken

Verfasst: Di Mai 28, 2013 11:29 pm
von Lorelei
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