Selbstliebe lernen (Anfänger-Mittelstufe)
Huhu!
Ich war vorgestern bei einem Yogatherapie-Workshop zum Thema "Selbstliebe". Von dort möchte ich euch einige Anregungen mitgeben.
Zunächst bat die Seminarleiterin uns darum, 20 Punkte aufzuschreiben, die wir an uns selber mögen. "Zwanzig?!", fragte jemand aus dem Raum. "Mindestens", sagte sie. (Wer mitmachen möchte, greift sich jetzt einen Stift und einen Zettel oder sein Lieblingsnotizbuch und schreibt alles auf, was an ihm / ihr selbst schätzenswert ist.)
1) ...
2) ...
3) ... usw.
Danach sollte man sich eine Person vorstellen, die man mag. Und zwanzig Punkte aufschreiben, die an dieser Person schätzenswert sind. Das kann ein Freund sein, eine Freundin, ein Vorbild, das man gar nicht persönlich kennt, Hauptsache, man findet diesen Menschen gut. Wiederum aufschreiben, was genau man da gut findet:
1) ...
2) ...
3) ... usw.
Wer mag, kann sich auch zwei Personen aussuchen, die er gut findet, und auch für diese zweite Person wieder zwanzig Punkte aufschreiben, die schätzenswert an ihr sind.
Jetzt kommt Trick 17: "Schaut einmal nach, wie viele Eigenschaften, die ihr jetzt dort aufgeschrieben habt, auch auf euch selbst zutreffen", wies sie uns die nächste Aufgabe zu. "Viele Eigenschaften, die an uns positiv sind, bemerken wir gar nicht. Meistens wird immer nur das Negative herausgegriffen oder kritisiert."
Also abhaken von der zweiten oder dritten liste:
1) ... hab ich auch.
2) ... hab ich auch.
3) ... das trifft auf mich eher nicht zu.
Danach sollten wir uns in Dreier- oder Vierergruppen zusammenfinden und sagen, ob es uns leicht oder schwer gefallen ist, diese Übung zu machen. (Wer gerade alleine ist, stellt für sich selbst fest, wie die Übung gewirkt hat.)
Als nächsten Schritt bat sie uns, uns voneinander zu lösen, uns hinzusetzen, die Augen zu schließen und mit der rechten Hand die linke Hand langsam und vorsichtig, ganz zart, so zu berühren, als wäre es die eines lieben Menschen. (Wer mag, darf diese Übung für sich ausdehnen auf Arme, Hals, Gesicht...).
Zum Schluss war es ihr wichtig, dass wir uns selbst umarmten. "Oft brauchen wir auch diese körperliche Ebene, um das zu verstehen", erklärte sie.
Wir sangen das Mantra "So Ham", was zu deutsch "Ich bin" bedeutet. Es ist eines der wichtigsten Mantras neben dem OM. "Ich bin nicht groß, ich bin nicht klein, ich bin nicht dieser Körper, ich bin nicht mein Beruf, ich bin nicht das, was ich über mich denke und sage, ich bin nicht das, was andere Leute über mich denken und sagen. Ich bin reine Seele. Ich bin verbunden mit dem Universum."
(Hier eine ruhige Version zum Anhören:
http://www.youtube.com/watch?v=ilPWv2RuVUQ)
Eine Geste, die beide Hände übereinander zur Mitte der Brust, über unser spirituelles Herz, ablegte, schloss die Stunde ab.
Darauf folgte eine Yogastunde zu demselben Thema. Wichtig waren hier vor allem sanfte Bewegungen, die nicht überfordern sollten. Unter den ausgeführten Haltungen waren der Mondgruss (Chandra Namaskar), der Schulterstand (früher hat man dazu Kerze gesagt), die Stellung des Kindes und die Waage. Ich habe sie später darauf angesprochen, welche Übungen geeignet wären, und sie meinte, dass es alle Asanas sein können, die für festen Stand zuständig sind, (z. B. der Fels, der Held), alle öffnenden Asanas (die Kobra, der Fisch), und alles, was das Gleichgewicht trainiert (der Baum, die Waage). Danach ist die Endentspannung wichtig. (Anregungen findet ihr unter
http://www.yoga-vidya.de)
Wichtig war immer der Gedanke, nur das zu tun, was jetzt gerade gut ist. "Man muss nichts leisten, um geliebt zu werden."
Zum Abschluss eine kleine Meditation:
Möge ich glücklich und friedlich leben.
Möge ich lernen, mich selbst mit den Augen der Liebe
und des Verstehens zu betrachten.
In mir sind die Keime der Freude und des Glücks
Möge ich sie erkennen und berühren.
hoffe, ich konnte euch etwas weiter geben,
mit besten Grüßen,
Lorelei