tabuthema suizid

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*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

gästefrau hat geschrieben:ja, wenn ich gute laune hab, gehts mir besser, doch akzeptieren kann ich mich auch dann sehr schlecht.....
aber vielleicht könntest du anfangen, dich mit dieser guten Laune dann wertzuschätzen?
Also wirklich mit kleinsten Stücken anfangen :)

Und die Seite ist schon sehr speziell, mir ging es nur um dieses:
es ist, wie es ist
und das beinhaltet eben auch zu akzeptieren,
dass es dir nicht gut geht z.B.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

naj, ich werd das dann mal versuchen, wenn es mir gut geht.....und bis dahin warte ich daumendrehend......nein...sorry.....
tja, jedenfalls....
es ist wie es ist......ja, so seh ich das auch, aber wenn es um mich gehen würde, müsste es ja heißen
"ich bin wie ich bin" oder?....und das hat ja wieder eine ganz andere bedeutung.....oder :(
DeepWater

Re: tabuthema suizid

Beitrag von DeepWater »

@ Gaestefrau: Vielleicht mag das Wort "Selbstliebe" zu "gross" fuer dich sein, aber es ist das, was mich am Leben erhaelt und kaempfen laesst. Vielleicht ist es fuer dich wirklich einfacher, mal mit Selbstakzeptanz anzufangen.

Liebe kann man nicht wirklich beschreiben. Bei mir ist es ein Brennen, eine Flamme unterhalb des Solar plexus.

LG dir.
regenschirm

Re: tabuthema suizid

Beitrag von regenschirm »

was machst du denn gerne, wenn es dir gut geht?

dann brauchst du nicht nur däumchendrehen. also, falls dir das zu langweilig ist.
abwarten und tee trinken mag ich auch nicht, deswegen habe ich mir eine "was kann ich machen, wenns mir schlecht geht"-liste zusammengestellt.
weil wenns mir nicht so gut geht, dann fällt mir auch nicht ein, was ich gerne mache.

weiß nicht, obs dir hilft?

und wenn du was gemacht hast, was du gerne machst, vielleicht gibts dann ja ein ergbenis (z.b. kochen oder malen oder soundso viel meter geschwommen/gelaufen oder fernsehen und damit soundso lange nicht gedacht, dass ich doof bin oder mein leben usw.)?
und mit dem ergebnis kann man ja was anfangen. zum beispiel stolz drauf sein :)
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

v
ielen dank, auf dem weg, für deine antwort....
du sagst, das kann dauern.....ja, aber ich hab jetzt schon drei jahre therapie.....und die krisen kommen noch immer.....ist das normal?
ja, das mit den medis hat auch meine therapeutin wieder vorgeschlagen.....aber ich hab verdammte angst davor!....ich hab angst, mich selbst noch mehr zu verlieren.....
du hast mir hier in diesem thread mal geschrieben, dass du antidepressiva genommen hast...oder nimmst?? weiß nicht mehr genau.....wie ging/geht es dir damit? und wie reagiert deine umwelt darauf? ....ich kenne jemanden, der sich durch solche medikamente total zum negativen entwickelt hat und nicht mehr er selbst war......davor hab ich angst, und davor, dass ich das selbst nicht merke, wenn ich mich verändere.....
und noch was, kannst du mir sagen, wie du mit deinen krisen umgehst? ...sorry, wenn ich soviel frage....aber du musst ja nicht alles beantworten, wenn du nicht willst.....
Auch wenn es dich frustriert - drei Jahre sind normal, ich binim elften Jahr Therapie -mit kurzen Pausen und steck gerade mal wieder in einer üblen Krise.
Vor AD`s brauchst du echt keine Angst haben. Man fängt niedrig dosiert an. Meine Umwelt hat nie gemerkt dass ich sowas nehme. Nur ich hab gespürt, dass das Morgentief und die andauernde Apathie weg waren, ich mich wieder zu mehr aufraffen konnte. Ansonsten hat sich meine Psyche null verändert. Und übrigens würdest du es merken, wenn du dich änderst, man wird ja nicht "abgeschossen" mit diesen Medikamenten.
Wie ich mit Krisen umgehe? Erste STrategie ist immer Ablenkung. Teils durch Arbeit (kann auch Haushalt sein) teil durch Musik. Das funktioniert natürlich nur bedingt. Wichtig ist, das ich gelernt habe darüber zu reden. Freunden - oder auch euch hier - zu erzählen dass es mir scheiße geht. Dadurch geht zumindest zu einem Teil das Gefühl weg, immer noch allein zu sein. Wichtig auch mir klar zu machen, wieviel ich schon geschafft habe und das ich jetzt und hier sicher bin, mir Hilfe holen kann.
Was jetzt kommt ist nicht empfehlneswert möchte ich aber der Ehrlichkeit halber anfügen. Wenn ich nicht mehr aus dem Haus muss trinke ich , damit die Verspannung weg geht. Und leider gibt es auch schon mal svv .....wenn das auch selten geworden ist.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

@deepwater: danke für deine worte, du hast recht, das wort "selbstliebe" ist mir viel zu gross.....für mich ist selbstakzeptanz schon ein "großes" wort.......

ich danke dir, regenschirm, für deine lieben worte.....ja, ich hab sowas, so eine art "liste, wenns mir schlecht geht"....einen sogenannten notfallkoffer....und den hab ich ja schon relativ voll....ich hab ihn in letzter zeit etwas vernachlässigt und erst vergangene woche wieder aufgemacht und ausgepackt.....ich fand ein paar sehr brauchbare sachen....relativ große teile meiner verwirrungen wurden auch dank meiner therapeutin entwirrt.....ich bin sehr, sehr froh, dass es sie gibt!

das mit dem stolz sein: da hab ich so meine probleme damit, aber immerhin hab ich es geschafft für mich zu kochen, auch wenn das nicht unbedingt zu meinen lieblingsbeschäftigungen zählt, was ich aber aufgrund meiner essstörung machen muß! sport war nur bedingt möglich, ich war viel zu erschöpft......
aber: es geht bergauf, das spüre ich! und das ist ein sehr gutes und beruhigendes gefühl!

und auch dir, oder vor allem dir, auf dem weg danke ich sehr herzlich für deine ehrlichkeit. es tut mir sehr leid für dich, dass du grad eine so schwere zeit durchmachen musst!....
du schreibst, du bist im elften therapie-jahr....ich bewundere deine geduld! ....und ich weiß, dass es auch bei mir noch dauern wird.....
ich danke dir für deine antwort bezüglich antidepressiva....das klingt irgendwie recht positiv....irgendwie erleichternd.....ich muss mir das noch weiter durch den kopf gehen lassen, da es momentan so aussieht, als würde es wieder bergauf gehen.....
das mit musik war übrigens super von dir, dass du das erwähnt hast, dadurch hab ich mich auch wieder mehr drauf konzentriert....musik ist ein sehr wichtiger teil in meinem leben und ich hab fast drauf vergessen! :shock: ....das mit dem alkohol kann ich gut nachvollziehen :? ...mach ich auch immer wieder mal.....(svv würd ich zwar immer wieder gern machen, konnte ich bis jetzt aber noch stoppen)....DANKE! für deine ehrlichkeit!, ich weiß das wirklich sehr zu schätzen....und ich wünsche dir ganz viel kraft und hoffe, dass es dir bals besser geht! alles gute!

lg, gästefrau
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Sehr gern - und zum Thema stolz sein: mir wird gerne mal erzählt ich könne über dies oder das stolz sein und in der Thera hör ich regelmäßig ich sei mutig ..........und steh dann ratlos da. Wer? Ich? Ist doch alles selbstverständlich .......
Wo es mir inzwischen gelingt stolz auf mich zu sein, ist der Beruf - aber ansonsten Fehlanzeige.......
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

auf dem weg: ich kenne deine geschichte nicht, aber ich würde gern mal in deinem thread vorbeischaun.....
was ich aber mit sicherheit sagen kann ist, dass du bestimmt viel schlimmes erleben musstest....und ich glaub, wer seinen mut so beweist, wie du es tust, der kann stolz auf sich sein....
ich finde es toll, ich hab schon viele antworten von dir hier im forum gelesen und ich muss sagen, dass du mir dadurch schon sehr geholfen hast....und vielen anderen bestimmt auch.....
das ist ehrlich gemeint und sollte eine art "DANKESCHÖN" sein.....
bei mir war heute in der thera auch "komplimente" kurzes thema und meine therapeutin reagierte besorgt, als ich ihr erklärte, dass ich damit nichts anfangen kann und keine komplimente hören will - egal von wem sie kommen.....weil ich mich einfach sehe......

...aber immerhin kannst du schon stolz auf deine arbeit sein! das ist gut so....und ein anfang.....
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

drei jahre sind normal......drei jahre! sind schon vorbei!....wie lange wohl noch?....irgendwie ist kein ende in sicht.....irgendwie treibe ich so dahin, ohne aussicht auf ein ziel, auf das ich hinstrebe.....wahrscheinlich hab ich mich verirrt......
so viel zeit vergeht....so schnell.....

ich bin so wahnsinnig müde....jaja, ich weiß, ich muss weitermachen. tu ich ja auch. aber ich bin müde. ich bin erschöpft. und ich hab manchmal keine lust. ....arbeit ist gut, da muss ich funktionieren, muss 100% anwesend sein....aber wenn ein tag schlecht läuft kritisiere ich mich sehr und bin unzufrieden mit mir.....auch wenn ich nichts dafür kann war es irgendwie immer auch ein stück meine verantwortung.....und trotz des ganzen zuspruchs und des lobes...ich kann schwer damit umgehen...

phu....jetzt gehts weiter....gesundheitlicher check.....bin mal gespannt was da rauskommt.......
Gast

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Gast »

du hast schon viel geschafft und deshalb klopfe ich dir jetzt mal anerkennend auf die schulter. du darfst auchmal müde sein, das ist ok, hörst du es ist auch ok, müde zu sein!!!
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

vielen dank, lieber gast, fürs schulterklopfen und für deine lieben tröstenden worte......ich darf müde sein?....wie oft denn? und wie lange? ...ich bin so oft müde....
weißt du, manchmal da hab ich das gefühl ich befinde mich ständig auf dünnem eis.....ich drohe jederzeit einzubrechen und kann mich dann selbst nicht retten......das ist kein schönes gefühl.....
klar, ich hab schon viel gelernt, ich komme im alltag meistens sehr gut alleine zurecht, trotz allem gibt es immer wieder diese schlechten phasen, in denen ich mich total hilflos und ausgeliefert fühle....in denen ich keinen sinn mehr sehe und ich vergesse, wofür ich hier eigentlich kämpfe.....und in diesen phasen ist das immer besonders schlimm, weil ich nicht akzeptieren kann, dass es mir schlecht geht, weil ich oft nicht akzeptieren kann, dass ich dann nicht mehr klar komme....dadurch entwickelt sich in mir ein immer stärker werdender selbsthass.....und wenn ich mich so sehr hasse geht es immer schlechter......ich versteh meistens nicht, woher das alles gekommen ist, weiß nicht warum....und ich werd dann umso wütender mit mir, weil ich mich so anstelle und es mir eigentlich gut gehen müsste......
naja....so irgendwie ist das......
und jetzt sag ich nochmal danke fürs schulterklopfen, das tut grad irgendwie gut......
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

DAs ist echt eine blöde Spirale, in die man gern immer tiefer reindreht - ich kenn das auch und viel andere hier ebenso, was dir natürlich auch nicht hilft.
Mir hilft es, wenn mir denn bewusst geworden ist, was da passiert, mir ganz bewusst aufzulisten, was ich schon alles geschafft habe. Was im jetzt einfach gut ist - und seien es Kleinigkeiten. Manchmal ist es einfach schwer, trotzdem weiter zu machen, dann versuche ich an irgendwas in den nächsten TAgen zu denken, auf das ich mich freue - und sei es "nur" ein ruhiger Abend, ein Ausflug ans wAsser oder ähnliches.
Wichtig ist erstmal,d ass dir bewusst wird, was da passiert - denn nur dann kann man den Kreislauf unterbrechen.

Meine GEschichte ist übel ja - doch ich weiß nicht, wieweit das noch wichtig ist - es sei denn es würde dir Mut machen weiter zu kämpfen. In meinem jetzigen Thread steht aber kaum was, und der alte dürfte in der Versenkung verschwunden sein. Wenn es wichtig für dich ist, gib einfach laut - hier oder per pn, dann geb ich dir ne Kurzfassung.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

auf dem weg, danke!!!
DAs ist echt eine blöde Spirale, in die man gern immer tiefer reindreht - ich kenn das auch und viel andere hier ebenso, was dir natürlich auch nicht hilft
ja, ist es. und doch - das hilft mir schon. und weißt du auch warum? weil du/ihr es nachvolziehen könnt....und es für andere oft ganz schwer zu verstehen ist, was da los ist.....und ich mich deswegen dann umso komischer fühl.....
jaja, meistens häufen sich bei mir eine ganze menge dinge an....es betrifft dann meistens alle bereiche: privat, arbeit, dann wirkt es sich gesundheitlich aus und irgendwann überrollt mich dann eine richtige lawine voller dreck und bringt mich wieder nach unten......wo ich dann erstmal erschöpft liegenbleibe, bevfor wieder alles von vorn losgeht....so irgendwie....
ja, mit meiner therapeutin schau ich dann auch immer, wo die probleme liegen, was die auslöser für den rückfall sind und wie ich die in zukunft verhindern kann...aber ich rede zu wenig über meine probleme, finde die meistens lächerlich und mich nur zu klein und zu schwach....finde immer, ich müsste das locker schaffen, mit meinen problemchen zurecht zu kommen.....und schaff es doch nicht.....was mich nicht unbedingt ermutigt......und mich noch kleiner macht....
dake auch, für deine tipps. das mit freuen, auf einen schönen tag sagt meine therapeutin auch immer wieder, danke fürs dran erinnern.....
was ich schon alles geschafft habe? :? ...naja, vielleicht sollte ich mal versuchen, mir so eine liste an zu legen......

und noch was: leider bin ich hier nicht registriert. ich schreib zwar schon lange hier....aber traue mich nicht, mich zu registrieren, weil ich angst hab, meine anonymität zu verlieren...ich weiß nicht ob du das verstehen kannst, aber ich hab irgendwie schiss davor.......
aber vielleicht schaff ich das ja irgendwann. denn als "gast" ist es mir - glaub ich - nicht möglich, dir eine pn zu schicken, oder??? falls das doch irgendwie geht....wie?

naja, auf alle fälle möcht ich dir danken, dass du hier schreibst!

lg, gästefrau
Laila

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Laila »

Eine Freundin hat sich das Leben genommen! Es war soooo schlimm und wie Sanddorn schon sagt darf man es den Tätern nicht gönnen. Jeder einzelne kann es schaffen und ich bin mir sicher ihr werdet es schaffen.
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