Die.Wolfsfrauen. hat geschrieben:
Du kannst auch nicht aus Deiner Haut, gell?


Doch, kann ich schon.
Aber bei Euch ist es mittlerweile so, dass ich "rabiat" werde und mal in die richtige Richtung schubse. Sogar Täterintrojekte sind Anteile, sind menschlich. Dh, wenn man an die ranschwätzt, dann geht auch bei denen irgendwann was in die Ohren rein und was drin ist, kann auch nicht gleich wieder so einfach raus, dh, sie werden sich damit auseinandersetzen, ob sie wollen oder nicht. Das ist, wie wenn ich in einen See einen Stein werfe. Der wird Wellen machen auf'm See, ob's dem See passt oder nicht.
Ich sag' Euch mal, was mein "böser" Thera zu Euch sagen würde:
"Na scheinbar macht's ja Spaß, nachts nicht schlafen zu können, sonst würden Sie ja mal die Medis dagegen ausprobieren?! Mir würde das keinen Spaß machen, mich jede Nacht stunden hin und her zu drehen und vor lauter Müdigkeit nicht mehr zu können. Aber wenn's Ihnen Spaß macht, dann können Sie ja ruhig so weitermachen und am nächsten Tag sind Sie dann gerädert und fix und fertig. Wenn's Ihnen gut tut???!! Bitte. Für mich wäre das nix! Ich würde es mir leichter machen. Würde gut schlafen und morgens erholt aufwachen, dann kann ich auch arbeiten und viele produktive Dinge tun, weil ich die Kraft dazu hätte."
"Panikattacken? Ja, sollen wir was dagegen tun oder wollen Sie die behalten? Ach, Sie wollen keine Tabletten nehmen, die die Angst verringern und Ihnen die Panikattacken ersparen? Ok, dann lassen wir's und Sie halten das halt weiter jeden Tag aus! Aber wenn Sie nicht wollen, dass man Ihnen hilft, dann brauchen Sie's auch eigentlich nicht ansprechen, dass ich helfen soll. Sie sagen: "Helfen Sie mir bitte bei dem und dem Problem. Ich sage dann, dass ich das gerne mache und zwar so und so. Dann sagen Sie, dass Sie gerne die Hilfe annehmen, aber so und so das nicht geht und es keine Hilfe ist. Gut, dann sage ich: Einmal im Kreis gelaufen, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Wollen Sie jetzt geholfen haben oder nicht? Soll es besser werden oder nicht? Wenn ja, dann schreib' ich ein Rezept aus und Sie versuchen es. Wir schauen, ob es hilft. Wenn Sie einen Versuch machen wollen, sagen Sie mir Bescheid. Aber Sie dürfen gerne weiterleiden. Ich muss das nicht aushalten, das müssen Sie aushalten!".
Ja, so würde das da laufen. Das schreib' ich nicht, um Euch auf den Geist zu gehen. Sondern damit Ihr seht, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Hilfe kriegen bedeutet auch, dass man sie zulassen muss und annehmen muss. Sonst wird es nichts. Und das ist auch für die Täterintrojekte so. Sie wollen noch nicht einsehen, dass sie was verändern müssen, damit sie für das System in der jetzigen Situation auch gut ihren Job machen.
Ihr glaubt einem alle zusammen einfach nichts. Ständig stellt Ihr Euer Misstrauen über das, was Andere Euch raten. Aber die haben die Erfahrung, die Ihr noch nicht habt. Sie sind selber Opfer geworden und können Euch Dinge sagen, die Euch andere nicht sagen können. Es wäre gut, wenn Ihr auf Leute wie Unverblümts, wie Regenbogenmädchen, wirrlis, AdW und va hört.
Ihr müsst jetzt langsam mal die Waffen strecken und wirklich statt Euch zu verschanzen, aufmachen und die Dinge, die Euch helfen werden, an Euch ranlassen. Ihr macht offiziell Therapie, aber überall, wo's ernst wird in der Umsetzung kneift Ihr und fallt auf die alten Strategien zurück.
Das ist ok und ganz normal. Aber bitte nehmt auf, was andere an Euch herantragen. Wenn der Moment gekommen ist, werdet Ihr Euch aus diesen ganzen Infos ein Gerüst zusammenbauen und werdet weiterkommen.
Ich sollte Euch im Prinzip mit Medis jetzt solange nerven, bis Ihr sagt: "Ja, gut, wir versuchen es. Es scheint ja doch wirklich sinnvoll zu sein.".
Ja, es ist wirklich sehr sinnvoll für PTBS, besonders, wenn's so schlimm ist wie bei Euch.
Ihr könnt es so sehen: Wenn man am Verbluten ist, dann wehrt man sich auch nicht mehr gegen den Notarzt, sondern lässt ihn machen. So, wie man da einfach Vertrauen aufbringt und haben muss, weil diese Situation das abverlangt, so ist es auch in der Traumatherapie. Irgendwann muss man sich mal drauf verlassen, dass andere einem helfen wollen und muss einfach mitziehen.
Das ist der große Sprung über den Graben. Ihr steht auf der anderen Seite und traut Euch einfach nicht über diesen Graben. Aber wenn Ihr ihn nicht überspringt, also vor allem die Täterloyalen, dann kommt Ihr nie auf die andere Seite.
Wollt Ihr springen? Gut, dann müsst Ihr's tun.
Was also machen?
Arzttermin ausmachen und Medis verordnen lassen und nicht auskotzen. Geht nicht!! Das darf nicht sein!!! Und da müssen sich eben manche dann auch mal an neue Regeln gewöhnen. Kein Mensch kann grade machen, was er will. Wer einen Job hat muss morgens pünktlich kommen. Wer Diabetes hat, muss Diät leben und vernünftig Insulin spritzen usw....
So ein Lotterleben geht nicht, nicht mal mit so einer Störung. Wenn Ihr gesund werden wollt, braucht Ihr Disziplin in der Behandlung.
Es geht nicht anders. Ihr müsst disziplinierter sein als andere. Bei gesunden Menschen funktioniert das alles ganz automatisch, wofür jemand wie wir sehr viel Arbeit und Fleiß investieren muss.