Genau jetzt

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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Okt 18, 2020 4:06 pm

Nein Silan, ich sehe das anders.

DU solltest dir bewusst werden dass deine Täter dämliche Idioten waren, die die popeligste und primitivste Verschlüsselung nutzten die es gibt. Lächerlicher wäre es nur gewesen wenn sie euch hätten rückwärts schreiben lassen.
Oder aber erkennen, dass es wohl garnicht um Verschlüsselung ging, sondern sie einfach sehr geschickt darin waren KINDER mit etwas zu beindrucken das gar nicht so beeinduckend ist.
Nichts, dass sie euch so haben zukommen lassen, war je "sicher verschlüsselt"
Keine Ahnung wozu das dienen sollte.

Ich bedaure dass da jemand hervorgetriggert wurde, aber weil ich eben NICHT der richtige Ansprechpartner für denjenigen bin/sein kann/sein will. Es gibt keine Gemeinsamkeiten. Das "erscheckt sein" darüber dass ich das kann... dadurch fühle ich mich in eine Ecke gedrückt in der ich nie stand.
Was ich also bedaure ist dass da jemand weiterhin allein in einer (dunklen) Ecke steht und sich vielleicht Hoffnung auf Austausch oder sowas gemacht hat.


ROT13 ist eine uralte, bekannte, Art Texte schwerer lesbar zu machen. Zu Zeiten Cäsars, mag das noch Up to date gewesen sein um zu verschlüsseln, mittlerweile ist das, gerade im Internet, gang und gäbe um Texte SCHWERER lesbar zu machen. Es geht nicht darum (sicher) zu verschlüsseln.

Warum sollt ich mich davon distanzieren?

Anders herum betrachtet müsste ich dann ja auch berechtigt sein dieses säuselige lieb geschreibe im Forum zu unterlassen. Denn das verbinde ich mit der widerlichen Falschheit meines Vaters. Gott, was war der nett und konnte sich ausdrücken, wenn andere dabei waren....

Aber nö, andere dürfen (zu RECHT!) so lieb schreiben, Segen verteilen und sonst was machen... ich empfinde das regelmäßig als künstlich und falsch. Überprüfe das und empfinde es dann nicht mehr bei jedem so ;)

So, aber sei beruhigt, ich darf so offiziell nicht mehr schreiben sonst werde ich 8 Wochen gesperrt. DANKE dafür an denjenigen der sich beschwert hat, dass man es ja nicht lesen kann, es somit "inhaltslos" ist.

Ich bin eben doch ein öffentliches Spektakel, das gefälligst jedem und vor allem barrierefrei zur Verfügung zu stehen hat.

Man hätte mich ja auch fragen können, ob ich erkläre was ich da mache... war ja beim unsichtbar schreiben auch so und ich habe es erklärt... war kein Problem... aber das hier ist nun eines?
Im übrigen nicht wegen dem Aspekt des Triggerns, oder so... nein, weil es so eben inhaltslos ist, aus sicht derer die nicht verstanden haben was das hier ist.

Da es Antworten gab, lag es wohl eher am "sich ausgeschlossen" fühlen (?) Denn das widerlegt doch den Vorwurf der Inhaltslosigkeit im Keim(?)

Joa, nicht schreiben dürfen, gefälligst nicht lesen sollen... fühlt ich scheiße an. Mein (ehrliches) Mitgefühl an dieser Stelle.


Na dann...


Jeder findet hier seinen Weg zu schreiben... ob bei brenzligen Themen als Gast, ob mit einzelnen Buchstaben, klitzeklein, farblich getarnt, oder unter zu Hilfe nahme der armen Sternchentaste.

Da wird sich wohl etwas (anderes) finden, das auch ich darf


So, wie schreibe ich also was mich bewegt, was schwierig ist, was keinen Platz hat... OHNE jemandem auf die Füße zu treten, OHNE mich dabei nackt zu fühlen, OHNE Zensur, ???

Bin für Vorschläge offen
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Okt 18, 2020 5:12 pm

Bis ich eine Lösung habe also offen.
Der ein oder andere sollte also JETZT Popcorn holen und Softdrinks.


Ich finde es ätzend, dass ich nicht schützenswert bin, nicht mitgenommen werde/wurde, mehr machen soll, weniger darf... Und nein, ich meine NICHT das Forum.


Warum wurde ich nicht mitgenommen? So hin und wieder mal (dadurch) geschützt?

Für ihn habe ich Erklärungen, (Entschuldigungen?) manches ist akzeptiert, bzw. schlicht und ergreifend nicht mehr zu ändern.
Er hat mich benutzt. Warum? Keine Ahnung. Bei der komission sagte ich dass ich nicht denke er sei pädophil. Gesteigertes Interesse daraufhin bei dem Typ der mit da war. Irgendwie gabs da keinen Draht, nicht mal den Namen erinnere ich noch. Was ich sonst denke?
"Anders krank"

Ist "krank" eine Entschuldigung?

Wahrscheinlich war ich einfach lästig, ein Puffer für seine Wut, ein Ersatzobjekt, als meine Mutter (vermutet) nicht wollte(?)

Es gibt bei mir eine klare Unterscheidung zwischen Missbrauch und (???) ja und was? Wie nennt man das? Bzw. warum kann ich es nicht (be)nennen?

"Folter" hat der Typ gesagt. Das war es nicht. Das Wort fand ich schlimm. Das was es bedeutet... konnte es nicht schreiben... aber das war es nicht. Vielleicht kann ich es deswegen (wieder) schreiben(?)


Erzählen möchte ich es gern. Morgen.

Etwas das (mal wieder) hoch kam.

Nur wie?

Schaffe das ohnehin wieder nicht... werde feststecken... aber immerhin schafft es die Thera mit mir an den blockierten Dingen dann zu arbeiten. Sehr frustrierend langsam... ich verstumme... bleibe stumm... will, kann aber nicht... irgendwann dann einzelne Worte... nicht das was ich hätte erzählen wollen.. sondern was ich spüre und wo... auflösen...

beim letzten Mal war ich so dermaßen entspannt danach. Das gabs jetzt seit Jahren nicht. Könnte mich zumindest nicht erinnern.
Die Thera meinte, es wäre schön, mich so entspannt zu sehen...

Es hilft, tut gut. Aber leider nicht nachhaltig.

Immer wieder frage ich mich, warum ich unbedingt erzählen will. Ob das unbedingt sein muss. Ob erzählen notwendig ist zum aufarbeiten(?)

Die Thera sagt nein... viele Theras sagen nein...


Bisher ist es aber nicht deutlich und vor allem nicht nachhaltig besser geworden.


Rumstichern... versuche... meine (noch immer) schlechten Nächte... Gedanken von ihr dazu... ideen, es anders zu machen besser.

Unter anderem Abends nicht spät essen. Kurzes Durcheinander... ihr erst mal klar machen müssen dass manches eben einfach nicht geht(!)

Die einzig festen Zeiten die es gibt, die sowohl bei Frühdienst, Spätdienst als auch im Frei gingen wäre morgens 5:00 und abends ab 21:00

Zu früh und zu spät.

Tja, die Vorschläge es anders zu machen... besonders das "zu spät" soll weg...

brachten Chaos.

Erkenntnis: Ich habe eine Essstörung. Eine SUCHT. Eine die kein Mitleid hervorruft, oder verständnis.... eine die Abneigung, ekel hervorruft und als faul abgestempelt wird. Bei vielen zumindest.

Es endete in Kapitulation, bevor es schlimmer wird. Und einer Mail an die Thera. Eine wütende, aber auch erklärende.... es wurde schlimmer und das will ich nicht. Hatte es gut im Griff, keine Fressatacken, oder mega Portionen mehr... und den Staus quo will ich aufreht erhalten.
Und der Hinweis dass es in der Klink auch nicht besser war, trotz mega Tagesstruktur schlief ich wenig und schlecht...


Immerhin besser als in der verrotzten Hohe Mark. Da waren es blos 2 Stunden und manchmal auch gar nicht schlafen. Aber da war ohnehin vieles scheiße...


Schlechter schlaf ist besser als kein/sehr wenig Schlaf.


Es ist doch scheiße, dass es so viele Baustellen gibt. Jetzt steht die Esstörung dem im Weg, was (vielleicht) besseren schlaf bringen würde....
Die Arbeit ist belastend, gibt aber Struktur.
Familie ist auch belastet/belastend, gibt aber Halt(?)


Wie so ein bescheuertes Mobile, das heruntergefalln und verknubbelt wieder aufgehangen wurde.
Wie entwirrt man sowas, ohne die falschen Anhänger zum Wackeln zu bringen?



Tja, was da wieder hoch kam... wie damals in der Hohe Mark (das erste Mal) vorher war mir nicht bewusst, mit welcher Erinnerung mein komisches Essen zusammen hängt. Hoffentlich nur damit. Wäre doch super, wenn ich EINE ERINNERUNG abarbeiten könnte.... es nicht erneut ein Mobile ist....

Ja und jezt habe ich also drei Dinge die ich erzählen will. Seit drei Jahren...


Vielleicht kann ich ja das Essensthema zumindest abarbeiten?
Diese eine Erinnerung.

Es muss doch möglich sein irgendwas belastendes von früher mal zu SAGEN!

Und eigentlich morgen auch Antrag mit der Bera ausfüllen... Ich will nicht...


So eine dämliche Scheiße! Wenn ich mir überlege dass es sein könnte dass irgendwann nichts mehr geht...ich wäe am Arsch. So richtig am Arsch... offensichtlich ging irgendwann zwischen Fachabi und heute meine Fahigkeit verloren Anträge auszufüllen....

SH
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silan
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Re: Genau jetzt

Beitrag von silan » So Okt 18, 2020 5:14 pm

Das darfst du gerne anders sehen.
Ich habe übrigens keine Täter, auf solche Besitzansprüche verzichte ich dankend. Aber ja, ich gebe dir recht. Es waren dämliche Idioten.
Wünsche Dir, dass du deinen Weg hier finden kannst.

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Okt 18, 2020 5:42 pm

Kommst du auf die "besitzansprüche" wegen dem "deine Täter"?

Wie hätte ich das anders schreiben sollen, deiner Meinung nach?

Frage ich mich gerade wirklich.

Zu schreiben "DIE Täter" würde ja bedeuten, dass es bei jedem die selben gewesen wären, also eine feste Gruppe an Tätern, die jedem hier geschadet haben :?
Ich meinte aber speziell, diejenigen die dir das angetan haben.

SH
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silan
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Re: Genau jetzt

Beitrag von silan » So Okt 18, 2020 9:36 pm

Die Täter, die dir/euch das angetan haben z.B. oder die sowas zu verantworten haben, oder ganz allgemein die zu solchen Mitteln greifen... gibt da viele Möglichkeiten.
Meine/deine Täter, das hat was mit fehlender Distanz zu tun, vielleicht sogar mit Identifikation. Auf jeden Fall mit Macht, die zumindest wir denen nicht mehr geben.

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Okt 18, 2020 9:39 pm

ok. Das wollte ich mit der Formulierung nicht ausdrücken.

Es war tatsächlich gemeint wie "Dein Chef" oder sowas.... also nicht als würde die da was gehören oder so.

SH
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Laraaa
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Laraaa » Mo Okt 19, 2020 11:34 pm

Hi SH,

wenn du eine Antwort darauf findest, ob man reden muss um zu verarbeiten, dann lass es mich bitte wissen ;)

Stehe auch immer (noch) an dem Punkt. Riesiges Bedürfnis es zu erzählen, vielleicht zu flüstern, vielleicht sogar zu brüllen? Bedürfnis, dass es jemand hört, jemand sieht, jemand da ist.. hatte es zig mal vor Gericht erzählt, das ist einfach scheisse, weißt du ja selbst. Man erzählt alles, aber es kommt (gefühlt) nicht an. Es wird nicht wahrgenommen, also nicht verständnisvoll, nicht wohlwollend, nicht mit dem Fokus auf das kleine Kind von damals. Sondern nur mit Fokus auf Wiedersprüche, auf eklige Details.

Vor Gericht ging das reden, völlig problemlos. Aber wenn jemand wirklich wohlwollend, fürsorglich, aufmerksam, liebevoll, präsent da ist, dann geht nix bis wenig. Blöd nicht wahr.

Laraaa

Gast_Wolke

Re: Genau jetzt

Beitrag von Gast_Wolke » Di Okt 20, 2020 11:37 am

ich denke schon das reden wichtig ist.
1. wird es dadurch eine Geschichte. bekommt Kohärenz. zumindest etwas wenn es noch nicht verarbeitet ist...
2 wenn man nicht drüber reden kann heisst das ja gefühlt es ist gefährlich..man ist im früher.
wenn man redet kapiert man man ist sicher.. es ist vorbei.
und man bekommt eben Trost...

aber ja speechless Terror gibt es wohl echt.
vielleicht hilft erstmal schreiben und malen was du sh ja auch schon machst teilweise.

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 9:02 am

Laraaa hat geschrieben:
Mo Okt 19, 2020 11:34 pm
Hi SH,

wenn du eine Antwort darauf findest, ob man reden muss um zu verarbeiten, dann lass es mich bitte wissen ;)

Stehe auch immer (noch) an dem Punkt. Riesiges Bedürfnis es zu erzählen, vielleicht zu flüstern, vielleicht sogar zu brüllen? Bedürfnis, dass es jemand hört, jemand sieht, jemand da ist.. hatte es zig mal vor Gericht erzählt, das ist einfach scheisse, weißt du ja selbst. Man erzählt alles, aber es kommt (gefühlt) nicht an. Es wird nicht wahrgenommen, also nicht verständnisvoll, nicht wohlwollend, nicht mit dem Fokus auf das kleine Kind von damals. Sondern nur mit Fokus auf Wiedersprüche, auf eklige Details.

Vor Gericht ging das reden, völlig problemlos. Aber wenn jemand wirklich wohlwollend, fürsorglich, aufmerksam, liebevoll, präsent da ist, dann geht nix bis wenig. Blöd nicht wahr.

Laraaa

Sofort lasse ich dich das wissen :)


Bei mir ging es ja nicht vor Gericht. Aber das reden (müssen) bei der Kripo und dann bei der Gutachterin war schrecklich. Das erste Mal sagen was gewesen ist. In allen Details. Details die damals zu schlimm waren (klar, sonst wäre ich nicht traumatisiert) und auch heute noch zu viel sind. Selbst JETZT, also erwachsen, erfahrener, klarer, mit ewig Therapieerfahrung...

Das war ja kein hilfreiches Reden, es ging nie darum dass das hilft. Innerhalb eines Strafverfahrens ist man im Grunde kaum mehr als ein BeweisSTÜCK. "Opferzeuge" klingt da schon sehr nett.

Ich kam mir grundsätzlcih wie ein "STÜCK" vor dabei. Auch heute aus der Retrospektive betrachtet.

Weißt du Laraa, ich denke dass das Reden in dem Zusammenhang es eher kaputter macht/gemacht hat. Bei dir, meine ich. Zwar auch bei mir, aber da war es eben nicht so oft.

Du hast erzählt und ich glaube das ist ein ganz dirngendes Bedürfnis von einem als damaliges Kind. Reden, sagen was ist... um gerettet zu werden.
Genau darum geht es aber eben NICHT vor Gericht :(

Im Grunde wurdest du/dein früheres ich ignoriert, vielleicht sogar in negativen Gedanken bestätigt :(

Schlecht sein, schuldig sein, sich nicht (ausreichend) gewehrt haben, es verdient haben, oder gar zu lügen....


Elende Scheiße! So sollte das nicht sein.


Ich wollte mal Anwältin werden. Ab meinem zwälften Lebensjahr. Hatte Rechtkunde an der Schule belegt und erkannt dass ich bessere leistung bringen muss, um Abitur zu machen etc.

Nun, dieser Wunsch erledigte sich, als ich erkannte dass Recht, oft das gegenteil von Gerechtigkeit ist.


Irgendwie war ich weiser in meiner Jugendzeit ;)



Mhm, du konntest also relativ "leicht" reden in den Situationen?
Das war bei mir vollkommen anders. Es war quälend. Wirklich quälend. Ich dachte bisher dass das daran lag dass ich ja nicht angezeigt hatte, das alles im Grunde gar nicht gewollt hatte.

Mittlerweile befürchte ich, dass mein "darüber reden können" grundsätzlich gestört ist(?)

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 9:26 am

Gast_Wolke hat geschrieben:
Di Okt 20, 2020 11:37 am
ich denke schon das reden wichtig ist.
1. wird es dadurch eine Geschichte. bekommt Kohärenz. zumindest etwas wenn es noch nicht verarbeitet ist...
2 wenn man nicht drüber reden kann heisst das ja gefühlt es ist gefährlich..man ist im früher.
wenn man redet kapiert man man ist sicher.. es ist vorbei.
und man bekommt eben Trost...

aber ja speechless Terror gibt es wohl echt.
vielleicht hilft erstmal schreiben und malen was du sh ja auch schon machst teilweise.
Interesant ;)

Zu erstens: Ich habe ja meine "Geschichte" aufgeschrieben. Sogar zeitlich passend. Irgendwann (zur Zeit kann ich es nicht lesen) könnte ich mal die Kleinigkeiten ergänzen, die fehlen. Es gibt ja Erinnerungen die immer mal dazu kommen, oder erst später als "missbräuchlich", oder "gwaltsam", als "falsch" eingeordnet werden.
Und eben die (vielen?) schönen Dinge. Es gab ja sehr, sehr viel Normalität. Alltag, aber auch Freizeit. Dinge die gut liefen. Ferien. Auch Momente mit meinem Vater die positv waren.

Also vielleicht, könnte es helfen, die vollständige Geschichte zu schreiben(?)

Ich stecke was das betrifft nicht im Nebel, oder suche nach verlorenen Erinnerungen. Klar manches huscht doch mal in den Nebel. Aber die Erinnerung an sich nicht. Verstehst du?
Meine Einordnung, meine Art zu reagieren.... kleine Details... die sind manchmal verschüttet, oder auch "abgespalten" (im Sinne von: werden anders erinnert)

Es gibt aber eben durchaus Koherenz. Es ist (m)eine Geschichte.


Zum zweiten:

Genau das sagt meine Thera... sie will immer wieder daran arbeiten dass ich sie als sicher erkenne... oder eben daran, dass ich mich sicherer empfinde.

Immer und immer und immer wieder.... :roll:

Ich weiß aber dass sie mir nichts tut. Die aufploppenden Angstgefühle sind, wenn überhaupt, dann alte.

Immer und immer wieder...


Ich weiß aber dass sie sicher ist und ich will reden!
Dieses sich im Kreis drehen finde ich als überaus frustrierend.



Malen kann ich nicht und will ich auch nicht.

Der ganze Kreativkram funktioniert nur als Ablenkung, oder um Frustrationstoleranz zu trainieren, oder Erfolgserlebnisse zu haben...
Das was eben "Körbchenflechten" in der stationären Therapie so bewirken soll ;)

Ich drücke mich nicht kreativ aus. Höchstens früher mal in Form von Gedichten. Gott, ist das schon lange her. Hier standen ja auch mal welche... wie ein anderes Leben....

Malen nach Zahlen könnte mich ablenken... frei herumkritzeln würde ich nicht machen. Erst recht nicht wenn jemand dabei ist, oder ich es zeigen soll.



Manchmal denke ich... dass es vielleicht ginge. In einem sehr intesiven eins zu eins Kontakt... aber eben auch (wieder mal :roll: ) nur nach sehr, sehr , SEHR langer Zeit.


Die Einzelmusiktherapie in der Hohe Mark... da ging einiges... aber eben auch zu wenig.



Denke schon das das gehen könnte... vielleicht... aber eben nicht in dieser Welt :(
Dazu bin ich zu langsam und zu schüchtern, zu schnell beschämt...



SH
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Gast_Wolke

Re: Genau jetzt

Beitrag von Gast_Wolke » Sa Okt 24, 2020 12:35 pm

hi

mmh... vielleicht geht es dann echt über viel Zeit und vertrauen..oder eben was du sicher ablehnen wirst darüber Konfrontation mit den Erinnerungen zu machen die du mit dem Schweigen, dem schweigegebot verbindest. wenn das etwas aufgelöst ist wäre es vielleicht leichter.vielleicht ist aber ja auch alles damit verbunden...

da die thera ja so wenig und unregelmäßig Zeit hat ist es eben gerade echt mist. denkst du ab und an darüber nach sie zu wechseln? auch wenn sie sehr gut ist...?

mmh ich glaube nicht dass es so klar zu trennen ist mit alt und neu. wenn sie bei ihr aufploppen und es nicht geht bei ihr wirst du mit einem Bein im früher sein. sonst ginge es ja...

und du sh weisst das!!! meine thera würde jetzt sagen: wissen das denn alle? das lass ich mal so stehen 8)

sei doch nicht so negativ. es gäbe ja theras wo du 2mal die Woche hin kannst. und es gäbe Musik thera über den Fonds...
und ja ich weiss keine Zeit etc. die Frage der Priorität...

schönen Tag dir
wolke

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:18 pm

Und da bin ich wieder an dem Punkt... an dem ich feststecke... immer und immer wieder...


Joa, Musikthera gäbe es über den Fond... aber hier nicht... du weißt wo ich wohne, hattest mal nach Theras geschaut... weißt du noch?

Hier "einfach" weggehen ist aber auch nicht drin. Meinen festen Job im öffentlichen Dienst aufgeben? Probezeit irgendwoanders überstehen? Eher nicht... denn ich müsste schon sehr weit weg, wie du weißt...

realistisch betrachtet schaffe ich es allein nicht. zur zeit schaffe ich es nicht irgendeinen Antrag auszufüllen (das scheint toxisch zu sein... denn auch bei der Bera ging nichts... warum auch immer... dazu schreibe ich nochmal was vielleicht hat ja jemand eine Idee dazu)

Eine Bewerbung packe ich nicht... Zeit für Probearbeiten habe ich auch nicht... ich müsste so gigantisch weit weg... einen Umzug organisieren... und Probezeit schaffen, OHNE krank sein... defintiv erst mal mindestens 2 jahre durchhalten.. vorher gehört man nicht dazu und ist im Krankehtisfall im Team geschützt, wenn überhaupt je...


Meine thera ist gut... was schlecht an ihr ist, ist dass sie Klinikverwöhnt ist. Sie war ja ewig und drei Tage Oberärztin dort... und Klinik ist eben sooooo extrem anders, als normaes Leben... Dort macht man schneller Fortschritte, traut sich mehr... da ist man so weg von allem...


Vieles was in einer Klinik geht, geht hier nicht so ohen weiteres...


Sie hat wenig Zeit... aber wir haben auch nur noch 30 Stunden... dann stünde nur noch Regelversorgung im Raum... macht sie...wäre einmal im Monat... ein zusätzliches Mal könnte ich selber zahlen... aber sie geht eben auch in Rente...

Ich wünschte so ich könnte einfach direkt einsteigen, bei jeder Stunde... wünschte ich hätte Doppelstunden.... wünschte wünschte, wünschte...


Nüchtern betrachtet habe ich meine Chancen immer verpasst...


Hätte damals bei Dr. K viel mehr machen sollen... damals war ich jung... krank sein kaum ein Problem, die Anbindung gut...

Hätte in 2017 direkt in "meine" Klinik gehen sollen... bin aus ANgst nicht hin... ich Idiot(!!!) die Thera meinte auch... sie hätte mich gern stationär gehabt (damals war sie noch in der Klinik) und dann mit in die Ambulanz genommen...

Tja, Chance verpasst... ich musste ja unbedingt Angst haben wegen früher... und bin dann, weil das ja so sein musste in die tolle, spazialisierte Klinik/Station... weil die ja einen so guten Ruf hat... Beschissene Scheiß Entscheidung war das.... RÜCKWIRKEND BETRACHTET


Was einen großteil meiner Symptome betrifft bin ich keinen Schritt weiter gekommen. In anderen Teilen gibt es minimalste Fortschritte, oder aber zumindest keine Verschlechterung...



Hier gibt es keine passende Thera... zum Suchen habe ich keine Zeit und für zweimal die Woche Therapie habe ich auch keine Zeit, so schön es auch wäre... der eine feste Tag in der Woche ist schon kaum möglich...

Für irgendwelchen Krativkram habe ich erst recht keine Zeit... hatte damals kurz nach der hohe Mark tatsächlich überlegt es über den Fond laufen zu lassen... und zu fragen ob ich ambulant kommen dürfte... aber 130km einfache fahrt... dazu das ungeklärte Zerwürfnis mit dieser beschissenen klinik... und der noch immer nicht gestellte Fondantrag... (sind ja erst drei Jahre... seit ich das versuche)

unrealistisch...


hatte mich hier umgeschaut nach Ergo Therapie... weil ich es hier im Forum immer mal lese... ABER... ich bin offensichtlich zu blöd, oder das ehißt anders.... ganz unabhängig davon dass das auch alles mega weit weg ist... lese ich immer bloß Dinge die zu samtischen Erkrankungen passen, oder bestenfalls zu Menschen mit geistiger behinderung, oder so.... NIERGENDS stand irgendwas von PTBS und anrufen... fragen... sagen was ich habe und möchte... ????


Ich weiß gar nicht was ich möchte.... und hier im Forum steht auch imer bloß so wenig konkretes...



Und Zeit habe ich eben auch nicht... und wer soll das bezahlen....


Ein beschissenes Hamsterrad in dem ich da sitze...



In einer perfekten Welt gehe ich in MEINE Klinik...aber mit der Musiktherapie von der Hohe Mark und nehme MEINE ambulante Thera mit. Habe tätglich Therapie bei ihr und überhaupt... Das wird an der Arbeit akzeptiert, keine schrägen Blicke, wegen "schon wieder Klinik" keine unterschwelligen Vorwürfe... kein hinterher die Dienstpläne einsehen und mir selber Vorwürfe machen, weil meine 30 Stunden die Woche ja irgendjemand machen muss... es gibt eine Krankheitsvertretung... jemand der super passt, aber wieder geht wenn ich komme und finanziert wird das direkt von der KK, damit mein Chef keine Andeutungen bezüglich der ersten sechs Wochen macht...


Im perfekte Welten erstellen bin ich super ;)



Nun ist meine Thera aber ambulant tätig... die Klinik verändert sich auch (ihr Konzept war zwischenzeitlich zerstückelt und ohne ihren Namen online... wird also wahrscheinlich bald ganz anders sein, einfremdes, neues, kostendeckenderes Konzeptwird entstehen...) und überhaupt wird Corona schon dafür sorgen dass demnächste gefälligst kostendeckender Traumatherapie gemacht wird... wenn überhaupt noch...



Ich weiß nicht wie ich es schaffen kann... egal was...


Aber entweder ich kriege es endlich mal hin... oder ich verliere alles... werde zum Sozialfall und habe dann zeit für Therapien... die es hier aber eben immer noch nicht geben wird...


und ich drehe mich von vorn...


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:42 pm

SH und die Anträge, eine Neverending Story



Ich weiß wirklich nicht wie das passiert ist. Wirklich, wirklich nicht!!!!

Vorgeschichte:

Also, Job ist wichtig, aber es dahin zu schaffen ist massiv gestört. Vor Ort funktioniere ich gut.

Wenn ich mir anschaue was daheim alles NICHT klappt, bin ich "behindert"

Mein Job ist ein Sicherheitsfaktor, den ich erhalten möchte.

Ein Schwerbhindertenstatus stufe ich als hilfreich ein. Mehr Urlaub, mehr Kündigungsschutz...


Also, wieder mal sich mit dem Antrag beschäftigt.


In der Hohe Mark, war es so, dass Mitpatienten mich darauf gebracht hatten. "Musst du unbedingt machen" die Sozialarbeiterin vor Ort, war irgendwie gelangwielt, genervt... wie auch immer... so wirklich unterstützt fühlte ich mich nicht... aber damals wollte ich ja auch noch nicht so wirklich...

Vielleicht habe ich das übetragen? Vielleicht war sie aber auch der Meinung ich muss endlich, endlich weg aus der Klinik...


Nun, Antrag bekommen.... aber der ist weg... keine Ahnung wann ich den hier daheim habe verschwinden lassen... bin mir nicht mal sicher ob ich ihn mitgebracht hatte damals...


Ok... dann hatte ich ihn, letztes Jahr(?) ausgedruckt... der ist auch weg...


Nach dem zusammentreffen mit dem Chef (ich bin zu oft krank, soll das in den Griff kriegen) Immerhin war ich in den letzten Drei Jahren durch die zei Klinikaufenthalte eben wirklich viel zu lange krank.... und dieses Jahr eben auch öfter krank. Meine HWS und dann der Coronaverdacht... und dann eben das letzte Mal.... :(


Tja... wieder an den Antrag gedacht...


Erkannt, dass ich das nun drei Jahre lang nicht hinbekommen habe... mit der Thera besprochen, was ich bei ihr brauche und gesagt dass ich die Bera wieder ins Bott holen will (immerhin war ich da das letzte Mal noch VOR Corona) damit ich ihn mit ihr mache. Damit er eben wirklich gemacht und abgeschickt wird...


Als ich dann endlich bei ihr war... erklärt was ich möchte... gesagt dass ich es seit drei Jahren nicht geschafft habe ihn auszufüllen... dass ich mir wünsche es gemeinsam mit ihr zu machen... dass ich Umschlag und Marke mitbringe und er mit deren Post raus geht... damit es nicht wieder nichts wird, weil ich ihn verschwinden lasse, oder so...



Joa... Termin gesucht, mit Zeit dafür...



hatte es geschafft mir den Antrag ausdrucken zu lassen... habe ihn sogar angeschaut (ich glaube die vorherigen hatte ich nicht mal angeschaut... zumindest war ich überrascht wie wenig man da ausfüllen muss, er war mir total unbekannt...

Nun, ich dachte darüber nach es doch lieber allein zu machen. Weil das einfach aussieht...

Bin also zur Bera gefahren und überlegte noch beim eintreten, zu sagen, es lieber allein machen zu wollen... aber evtl. zu klären, ob ich mich wieder selbst verarsche... und es wieder nichts wird...


Nun, ab jetzt weiß ich nicht was ich falsch gemacht habe... keine, wirklich keine Ahnung...


Es ging direkt um Corona... um Schwieirgkeiten in der Gesellschaft... um Gott und die Welt...


Zwischendurch überlegte ich, zu sagen dass ich wegen dem Antrag da bin... ihn aber alleine ausfüllen möchte...

Interessanter Weise geht bei der Bera nach gewisser (laaaaanger) Zeit dann Zeug, das mir in der Therapie nicht gelingt... ich konnte ihr zum Beispiel (wie auch immer wir auf das Thema gekommen sind (????) ein paar meiner konkreten Probleme im Alltag schildern.
Sehr peinliche Dinge! Sehr konkret schildern.... Konnte auch was zum Missbrauch sagen....

(wie gern hätte ich mal eine XXXXXL Megastunde bei meiner Thera)


Letztendlich ging es der Bera dann schlecht (sie ist krank) es war auch sehr spät schon.... und wir kamen quasi zum Schluss... dann, also kurz vorm Ende... fragte sie was eigentlich mit dem Antrag sei...

Ich sagte dass ich ihn dabei habe, aber noch keine Arztberichte, dass ich lieber diese und die Klinik von der Schwiegepflicht entbinden möchte UND dass ich es nun doch eher alleine versuchen möchte, weil der Antrag nicht sehr aufwändig auszufüllen ist...

Sie fragte dann nur, ob ich wüsste ob ich deswegen meinen Job verlieren könnte.... sie war selber mal Krankenschwester... nun, sie sagte dass sie sich nicht ganz sicher ist, aber dass sie sich erinnern kann... dass man seine Zulassung (oder sagte sie Examen?) verlieren könne bei bestimmten Behinderungen.....

nun, ich sagte dass ich ja kein Examen habe...


Naja... letztendlich meinte sie ich könne mich wieder melden, sollte es in Richtung Wiederspruch gehen.... Ich hatte gesgat mir nutzen nur "echte" 50% etwas....


Also vorerst kein Kontakt mehr zu Bera(?)


Nunja, es ist Corona... und für nette Gespräche über Gott und die Welt ist Beratung ja eigentlich auch nicht gedacht...


Tat aber weh... kurz... DIeses Jahr gabs kein Sommerfest... es wird keine Weihnahctsfeier geben... bei beiden terminen nun gabs keine Umarmung am Schluss..... alles Dinge die ichso sehr genossen hatte früher

Dinge die jetzt verständlicher Weise anders sind... ich kritisiere das nicht(!) aber naja... war eben schöner vorher...



Hatte sie vorgewarnt bei ersten termin... dass ich Aureden finden werde... den Antrag nicht auszufüllen... dass ich ANträge nicht mag...

Sie sagte sie hasst Anträge, aber wir würden uns da gemeinsam durcharbeiten...




Tja, was war das nun?


Ausgefüllt ist im übrigen noch immer nichts.

Ich bin echt scheiße in sowas...



SH
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(William Gibson)

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:58 pm

Als ich schilderte womit ich noch immer Probleme habe, wie das konkret aussieht...


Sie hat komisch geschaut. Traurig nicht... eher betroffen, oder so(?)


Naja... sie frgate ob ich denn mit der Thera daran arbeite.

Ich sagte ja... aber dass es eben sehr schwer ist, bei manchen... ich vieles auch nicht mitbekomme... zum Beispiel konkret die Nächte... dass ich genau deshalb eigentlich gerne noch mal in die Klinik gegeangen wäre um konkret zu schauen was da passiert... sagte auch dass ich die Thera ja schlecht zum Übernachten einladen kann, um zu schauen was ist...

Sagte dass ich vieles gar nicht sagen kann.. bzw. wenn wir konkret daran arbeiten wollen, Symptome kommen.. es eine frustrierende, sich im kreis drehende Angelegenheit ist... Dass ich Dinge nicht sagen kann, obwohl ich willl... dass bestimmte Erinnereungen sehr konkret einem Abarbeiten im Weg stehen....


Eben dieses verflixte Traumamobile...



Tja... und erneut die Erkenntnis... dass ich es nicht schaffen werde, bis die Thera in Rente geht... dass es keinen Ersatz geben wird dann... Welcher Therapeut will schon mit langwierigen Gutachten udn Begründungen beginnen, weil die Therapiestunden ausgereitzt wurden..... wenn es dennüberhaupt jemanden gäbe den ich erreichen könnte...


I solchen Momenten... also wenn es keinen Anfang, kein Ende, keine Lösung, keine Perspektive gibt...

Würde ich manchmal am liebsten von der Brücke springen... weil es ja ohnehin nichts mehr werden wird, mit meinem Leben.... oder aber, die abgeschächte Version (Suizidalität ist derzeit nicht wirklich akut und gar nicht drängend - zum Glück) will ich mich verkriechen.
Decke über den Kopf... schlafen... schlafen schlfen...oder Serien schauen, oder Filme, oder gar ncihts machen... und warten bis der Tag vorbei ist... hoffen dass kein neuer kommt....

Sich depressiv verkriechen...


Letztendlich reiße ich mich zusammen... versuche es hier irgendwie auf die Reihe zu kriegen.... schaue wann ich wieder arbeiten, oder zu Therapie muss, oder sonst was... organisiere dass das sicher gestellt ist und geht...

gehe dann arbeiten... fühle mich dort herrlich normal...


Ich sollte mich nicht so sehr mit dem Trauma beschäftigen, oder meiner Situation....


Am besten ist wohl tatsächlich die sich verkriechen Lösung... Also Decke über den Kopf, arbeiten gehen, Decke über den Kopf...

Das einzige was ich in den Griff kriegen muss, ist das Schlafen, die Selbstverorgung, die Selbstpflege....


Tja und der Kreislauf beginnt von vorn... genau das versuche ich ja nun schon wirklich lange...


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gast_Wolke

Re: Genau jetzt

Beitrag von Gast_Wolke » Sa Okt 24, 2020 4:16 pm

hi sh
wie fühlt es sich an dass zu schreiben? zu lesen? was würdest du dir denn schreiben?

eigentlich finde ich, das liest sich einerseits sehr klar analysiert gleichzeitig aber auch sehr resigniert bis gleichgültig gegenüber der eigenen zukunft.
manchmal gibt es hier ja leute die 50 oder 60 sind und ganz traurig schreiben alles sei zu spät.. sie hätten alles falsch gemacht, sie hätten sich immer nur um andere gekümmert.andere seien immer wichtiger gewesen als sie selsbt.. das erinnert mich daran. was wirst du wohl in 20 jahren hier schreiben?

ich verstehe dass dir der job viel gibt, er hält dich ab vom fall... ins nichts, ins unklare...versteh das sehr gut.
aber... ich sehe auch: du siehst es glasklar und dann ist es DEINE entscheidung. eine entscheidung zu sagen job und alles ist wichtiger... das ist dann so.
aber dazu gehört dann auch zu sagen: ich packe es nicht oder will es nicht diesen fall ins vermeintliche nichts. und dann wird es wohl die ganzen nächsten jahre so weiter gehen.. mit mini fortschritten. oder gar nichts.
EINE ENTSCHEIDUNG
du siehst das ja alles selbst und finde das sehr traurig.

ist da zu wenig vertrauen? zu viel hass oder abwertung gegenübe rmenschen die den schritt gehen? zu viel scham? oder was ist der grund? schlimmer als hartz 4 wirds halt nicht...
du musst nicht mehr so sein wie früher.. funktionierne.. machen.. noch dies und das.. keine pause haben.. das ist lange vorbei.

kann sein, dass mein weg falsch ist, das kann man wie immer erst hinterher wissen, aber du weisst wie ich das auch nie wollte. aber ich werde diesen weg vielleicht über kurz oder lang gehen.. der fall ins nichts. erwerbsunfähig. therapie intensiv etc.
ich hab gestern mit einer mitpatientin aus gö geredet der es nun nach 2 sehr krassen jahren ohne dass sie arbeiten konnte etc deutlich besser geht. es ist dauerhaft was besser, gelöst, vorbei...das geht und das gibt es. auch bei dir.

ganz im ernst... und das ist nichts was morgen geht aber woran du arbeiten könntest... VOR allem anderen. ich würde dran arbeiten genau das zu tun. gross stadt, gute therapie zweimal die woche, musiktherapie, ergo oder was du magst, intervall klinik wo auch immer und vielleicht ein ehrenamt. das machst du 2 oder 3 jahre und dann ist es besser. was wäre so schlimm? das wäre mal selbstverantwortung. eine wikrliche änderung. ein loslassen von der sch.. von früher und allen glaubenssätzen die daran hängen noch bevor du irgendeine thera hattest.
und dann kannst du das leben führen was du dir wünschst. es geht nicht drum auf ewig zu hause zu hocken...

und wegen corona keine traumatherapie das glaub ich nicht.. das sind deine ängste vielleicht. aber da wird echt an anderem gespart.

ich weiß nicht. denk einfach mal drüber nach statt sofort nein nein nein zu brüllen. es geht um dein lebne. noch ist es möglich.
ich würde mir zumindest bewusst machen was hinter dem nein steht und dann daran arbeiten.
ich sag auch nicht dass es leicht wird... mir ist klar dass ich ein ideal beschreib... aber weisst du, du kannst dann sagen du hast für dich gekämpft.. du hast es versucht.. und nicht die scham war immer grösser.. die anderen immer wichtiger. ich glaube das ist ne menge wert.

und ja es tut jetzt weh aber andere organisieren sich das auch. schaffen das. und sind dann eben nicht mehr hier. in diesem ollen forum..

werd zum sozialfall und zieh um. bald. sonst wirst du das immer bereuen.
und dann lass die sch.. endlich los und werd frei.
das kannst du und das darfst du.
denk wenigstens mal ernsthaft drüber nach.
wenn man dabei ist, wird vieles anders, leichter. man wird getragen von etwas...zuversicht, hoffnung
das merke ich gerade selbst.

wolke

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