Genau jetzt

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aoi
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Re: Genau jetzt

Beitrag von aoi » Fr Okt 25, 2019 10:00 am

Liebe SH;

das sind nun viele Fragen. Ich glaube nicht, dass ich es grade schaffe auf alle einzugehen. Daher sprich es ruhig noch einmal an, wenn ich etwas wichtiges nicht aufgegriffen habe. Vielleicht habe ich dazu in dem Moment nichts zu sagen (oder weiß nichts), vielleicht unterschätze ich da aber auch deine Dringlichkeit.

Was Kliniken angeht, kann ich Imagicas Aussage unterstützen. Kliniken sind ganz banal ausgedrückt, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass man sich auf sich konzentrieren kann. Daher ist es gut, wenn Essen etc. und andere Notwendigkeiten übernommen werden. Auch ist es gut, wenn alternative Dinge angeboten werden, damit man nicht in seinem Trauma gefangen bleibt, sondern zwischen Altem und Neuem pendeln kann.

Du hast - denke ich - bereits dein Ziel im Kopf :) Die Dissos genauer anschauen, woher sie kommen, wann sie auftreten etc. Das finde ich ein gutes Ziel, denn wenn ich dissoziiere kann ich auch nichts aufnehmen, sprich nichts integrieren und dann bleibt alles total unbewusst. Das kann dann auch negative Folgen (Retraumatisierung) haben. Wenn du also lernst zu schauen, wann die auftreten und warum, kannst du dies in Folge etwas besser in den Griff bekommen und dementsprechend mehr aus den Therapiesitzungen ziehen.

Für mich persönlich ist Traumaexposition sehr wichtig! Auch, weil ich es noch nie gemacht habe. Daher habe ich mir eine Thera ausgesucht, die hier sehr konfrontativ rangeht! Kann ich leider noch nicht komplett zulassen (grade Gefühle), aber ich sehe schon mehr als vorher. Daher wird es etwas bringen. Somit wäre deine Klinik für meine Zwecke momentan nicht so gut geeignet, da ich wütend werden würde, wenn Hemmungen bezüglich Traumaexposition auftreten würden. Dann fühlte ich mich überhaupt nicht sicher und hätte kein Vertrauen mehr. Da das aber nicht dein Ziel ist, denke ich, dass die Klinik durchaus für dich passt! Denn du konntest Vertrauen in die Klinik aufbauen! :) :) :) Und das ist doch total schwer, auch ohne deine Vorgeschichte.

Ja, ich denke auch, dass wenn EMDR nicht gut gemacht wird und unbewusstes dann nur unbewusst erlebt wird UND MAN DAMIT ALLEINE GELASSEN WIRD, schlimm ist. Falls du dies also in Erwägung ziehst, würde ich mir an deiner Stelle vorher eine Liste machen und die in die erste Sitzung mitnehmen. Ich würde klar formulieren, was ich erwarte. Dazu könntest du schauen, was das letzte mal schlimm war und warum.

- Warum hast du dich alleine gelassen gefühlt?
- Was hättest du gebraucht? (Näheres Hinschauen? Abstand nach der Expo? Gesprächsthera im Anschluss?)
- Absprache und Austausch mit ambulanter Thera zum Auffangen nach der Klinik oder bereits ein Austausch davor?
- Willst du deiner thera vlt auch ein Tagebuch weiterleiten, um auch Kleinigkeiten aufzuzeigen, die sooo schnell wieder vergessen gehen?

Das sind nun die Fragen, die mir spontan einfallen. Aber es gibt sicherlich noch viel mehr. Da könntest du mal in dich reinhorchen.

Zu der Wut nochmal kurz:
Ich finde es auch gut, wenn du Wut erleben kannst. Oftmals liegen da ja noch Gefühle drunter?
Mir fiel eben beim Drüberlesen auf, dass deine Thera (glaube ich aus der Klinik) schrieb, dass sie wüsste, dass du ihr nicht lange sauer bist und ihr verzeihst.

Das finde ich ABSOLUT UNPROFESSIONELL! Denn: dies manipuliert. Ich gehe stark davon aus, dass sie dies geschrieben hat, weil sie ein schlechtes Gewissen hat und unbewusst! von dir verlangt, dass du dies tust, damit es ihr mit ihrer Aktion besser geht. Und das ist unprofessionell und gerade für uns sehr schädlilch. Im Gegensatzu zu anderen sind solche Verhaltensweisen für uns soo normal, dass wir es nicht gleich durchblicken. Andere wären direkt wütend und würden sagen; was für ein .... Verhalten! Wären wütend, hätten eine Trauerphase und würden dann damit abschließen und die Person nicht mehr in den Vertrauenskreis lassen. Dies fällt mir zumindest unheimlich schwer und vielen anderen ja auch.

Samhain: :)

Ich liebe das Fest. Klar kannst du an deine Urarnen denken. Sie werden da auch klassicherweise gedacht. Aber das Fest geht weit darüber hinaus, weil man im keltischen Kreis auch Familie und ferne Bekannten zu Ahnen zählt. Es gibt im irirschen sogar drei Wörter für Familie (einmal die biologische, einmal Freunde, und das dritte Wort bezieht sich auf alle, mit denen man persönliche DInge ausgestauscht hat oder schöne Dinge erlebt hat. Dies kann zum Beispiel auch ehemalige Feinde inkludieren, mit denen man sich ausgesprochen hat; aber noch nicht beste Freunde ist). Daher könntest du den Begriff einfach weiter fassen, als wir das in unserem Kulturkreis tun... falls du das möchtest. Das wäre sogar viel näher am Original dran als das, was hier daraus gemacht wird ;)

Job:

Wenn du für dich die Entscheidung getroffen hast, dass es mit der Ausbildung jetzt nicht geht, ist das doch völlig in Ordnung. Vielleicht könntest du - falls das geht!?! - die Frage mit der Ausbildung, dem geringeren Gehalt etc. - erstmal wegpacken. Thera kostet ja schließlich auch Geld und das - finde ich - sollte nun vorgehen. Und auch wenn es ungewöhnlicher ist in einem höheren Alter noch eine Aus- oder Weiterbildung zu machen, stehen dir da alle Türen offen! Das heißt faktisch, dass du dir da gar keinen emotionalen Druck machen musst. Ist natürlich schwer umzusetzen. Das kenne ich nur zu gut ;)

Die allgemeine Situation ist bescheiden. In wie fern ist deine Angst arbeitslos zu sein denn realistisch? was mir dann hilft, ist einn Best-case Scenario und ein Worst.-Case Scenario aufzuschreiben und komplett zu druchdenken.

best-case brauche ich bestimmt nicht erklären. Worst case: wichtig dabei ist nicht in negative Gedanken zu geraten, sondern dies eher wie ein Manger zu betrachten.

Ok, wenn der Job weg ist? was bringt mir das positives? Wo will ich hin? Will ich die Arbeit weiter machen oder will ich den Bereich ändern? Was könnte ich tun? Dann schreibst du am besten ein paar Alternativen auf, die du machen könntest. Falls das noch nicht reicht, schaust du, was müsste ich dafür tun? Welche Schritte müsste ich für jede Alternative gehen? Und wenn du das hast, packst du den Zettel in einen "Tresor" oder Schublade etc., so dass du daran nicht mehr denken musst. Denn du kannst dich dann im Ernstfall auf deine vorbereiteten Pläne verlassen, sie nochmal überarbeiten oder wenn sich die Situation geändert hat, was völlig anderes tun. Wichtig ist hierbei: dass du handlungsfähigkeit erlebst und durch den Plan erleben kannst, dass du auch den Mist meisterst; wäre ja gelacht ;) .


GLG Aoí

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Re: Genau jetzt

Beitrag von Silberfee » Fr Okt 25, 2019 4:39 pm

Oh ja, Winterschlaf wäre toll, da würde ich sofort mitmachen!
Zu deinen Fragen bezüglich Klinik:
In der Klinik, in der wir gerade waren ist nichts passiert, was uns geholfen hätte. Ja, es gab Ergo und Sport- bzw. Entspannungsangebote, Lichttherapie und Gruppen zum Thema Angst, Sucht und Depression ( passte aber alles nicht für uns...).
In der Klinik, in der wir sonst sind, gibt es Gruppentherapie in einer sehr kleinen Gruppe und vor allem eine gute Einzeltherapie, wegen der wir hauptsächlich dorthin gehen. Dort ist es möglich, an Dingen zu arbeiten, die für die ambulante Therapie zu schwierig sind, weil wir zu Hause ja wieder funktionieren müssen. Das ist es auch, was die stationäre Therapie dort für mich so wertvoll macht : es ist nicht schlimm, wenn mal nichts mehr geht und wenn es so ist, bekommen wir Hilfe oder werden in Ruhe gelassen, je nachdem, was gerade besser ist. Hilfreich ist auch, dass es ein Stück vom Wohnort entfernt ist, aber eben nicht so weit, dass die Familie mich nicht besuchen kann.

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Okt 26, 2019 9:37 pm

Ich versuche wohl am besten was ganz eigenes für mich zu (er)finden :)

Es gibt zu jeder Jahreszeit Dinge die ich gerne. Da tut es dann gut sich darauf zu konzentrieren. Im Advent it es tatsächlich Plätzchen backen, schöne Filme, kuschelig warm, schönes.... meine liebste Zeit :)

Im Frühjahr sind es die Blumen, da Neuerwachen.

Im Sommer Wasser

im Herbst ???

Ich mag ursprüngliches, praktisches, schönes. Zur Zeit bin ich für Einkochaktionen, oder ähnliches aber zu überreizt, zu erschöpft, zu alles und zu wenig :( Und ich habe auch noch ganz viel in der Kammer stehen....

Samhain ist mir doch zu scary ;)




Klinik als Thema wabert so vor sich hin.

Ich will keine Konfrontation, um der Konfrontation Willen. Hatte mir da von der Hohe Mark damals einfach wohl zu viel erhofft. Das Vorgehen war stümperhaft schlecht. Ob das aber der Grund ist, dass ich noch immer Probleme mit DEM Thema habe das ich damals bearbeiten wollte? Ich weiß es wirklich nicht.


Es gibt keine, oder zumindest nur wenige Grauszonen… ich weiß was mir passiert ist, weiß dass das Mist war.
Damals bei Dr.K war manches noch da was ich ansprechen wollte/musste/sollte. Wie die Sache mit der Angst ne HIV Infekton haben zu können. Die Erinnerung dazu mitzuteilen war schwer, richtig schwer. Danach dann der Test und die folgenden Stunden bei ihr halfen und dann war es gut. Es ist noch immer eine schlechte Erfahrung gewesen, aber ich kann daran denken, ohne grundsätzlich ins Wanken zu geraten, zu dekompensieren, oder ähnliches.

Vielleicht will ich irgendwann nochmal darüber reden. Mit der neuen Thera. Denn, ja da steckt ja doch einiges an negativem Gedankengut drin.


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meine Mutter hatte ja zu einer Freundin gesagt, dass sie wisse er wäre bei einer Hure gewesen und dass sie seitdem nur noch mit Kondom...

Nun, meine Angst damals, als halbes Kind, gerade so jugendlich... :( nun ich wusste nicht meint sie mich, woher weiß sie das... hat er gesagt er sei bei einer gewesen, oder war es eine Vermutung... ist es wahr...????

Und seit dem dann eben die Ansgt krank zu sein, später dann konkret HIV zu haben...

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letzteres löste sich ja dann bei Dr. K auf.

An die Gedanken und Gefühle wer war die gemeinte Hure, als was sehe ich mich etc. nun da kamen wir damals nicht ran. Alles was irgendwie in Richtung Gefühle ging, war zu viel.

Vielleicht geht es jetzt, irgendwann...



Mit einem festen Thema will ich aber nicht in die Klinik und konfrontatitv arbeiten auch nicht. Da wirkt die blöde Hohe Mark noch zu sehr nach.

Bin da hin wegen dem Badewannen Thema (was ja eigentlic ein "leichtes" und relativ harmloses ist, im Vergleich?)
heimliche Sitzung und ohne ausreichenden (disziplinarischen) Grund frühzeitig entlassen werden würde es zwar in der neuen Klinik nicht geben, sagt mein Kopf.... aber die Angst ist dennoch da.

Die Angst dass ich es niemand sagen darf, damit alleine bin, es schlimmer wird, klarer und schlimmer.... herrje ich habe nach der verkorksten EMDR eingenässt und es ist bis heute nicht sicher weg :oops:
Dann habe ich doch was gesagt und die Pflegekraft sah irgendwie so aus als näme sie es ernst... es sei aber ein Thema für die Thera meinte sie, als ich sagte ich will bitte endlich über die EMDR reden...

tja und so wartete ich auf den Theratermin fast eine Woche um dann zu hören dass ich entlassen werde, nicht wieder kommen darf... und als ich meinte ich will über die EMDR reden, dass, wenn ich es hätte thematsieren wollen, ich es bereits getan hätte... ja wann denn????!!!!!!????

So allein gelassen, offensichtlich retraumatisiert (immerhin war ich JAHRZEHNTE trocken, verdammt! es wäre ja fast schon witzig, wenn es nicht so tragisch wäre) entlassen zu werden war … ja was? Ich lebe ja noch, bin nach Hause zu den Katern gefahren, nicht weiter zur Brücke.... also nix weiter schlimmes passiert...

In der neuen Klinik hies es selbst in Woche zehn (da war die Entlassung für die elfte besprochen) ich könne noc länger bleiben wenn nötig... also es ist da anders. Das weiß ich.

Habe gesehen bei einer anderen, andere Gruppe... mehrere, kange Termine extra für Konfrontation und engmaschg betreut dazwischen. Viel Kontakt zur Pflege usw.

Also ja es ist anders dort...


ABER ich habe Angst... und ich habe nicht vor, irgendeine meiner Erfahrungen zu benutzen um diese Angst davon zu überzeugen dass es dort anders ist. Ich gehe da nicht mit einem sensiblen Traumathema hin nur um meiner Angst zu beweisen dass es da anders ist.


Oh man ich schreibe gerade total wirr. Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich.


Stabilisierend wäre der Aufenthalt aufgrund der Faktoren, sicherlich. Nur irgendwie nagt das schlechte Gewissen doch mehr machen zu "müssen" während eines so teuren Aufenthalts, wenn ich an der Arbeit fehle und die Kater allein lasse, Familie, Freunde, Arbeitskollegen belaste...

Der Dissoziationsmist ist aber auch ein sensibles Thema :(
Mir macht das nicht mehr ganz so viel Angst, zumindest nicht permanent. Es ist aber noch immer belastend, weil so unverständlich.



Heute habe ich so richtig, richtig, richtig viel gemacht und geschafft. Mit Beruhigungstabletten allerdings. Es ist mir schleiherhaft warum ich damit so leistungsfähig bin. Andere pennen damit stundenlang, ich kann relativ ruhig und einigermaßen konzentriert hier meinen Kram machen.
Eine wirkliche Lösung ist das aber nicht.


Ich wäre dann doch eher für Winterschlaf. Jeder ist gerne eingeladen das mit zu machen :)

Kuschelig warm eingepackt, an einem sicheren Ort nicht tun, außer schlafen....


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Okt 27, 2019 9:35 am

Der tag wird schön, der Tag wird schön, der Tag wird schön.....

Habe mir für heute etwas vorgenommen, Menschen in meiner Wohnung. Viele davon.... gestern den ganzen Tag vorbereitet. Kisten-, Kram- und Taschen-Chaos im Schlafzimmer. Sieht ein bisschen wie Tetris aus. Aber der Rest der Wohnung passt. Hatte aber Hilfe gestern, kurz... lang genug aber.. Und Beruhigungsmittel helfen. Beruhigungsmittel um den Haushalt zu machen, bzw. am Herd stehen zu können (verrückt!)


Naja, jetzt ist alles fertig, endlich und ich "ticke" wieder richtig(er) Normalzeit ist eher meine Zeit, der Sommer ist einfach zu "früh" ;)

Aber seit gestern will ich es absagen. Noch immer will ich es absagen. Habe Angst dass es schief läuft, etwas nicht gefällt, schmeckt, passt, reicht, Streit, oder dass ich "komisch" bin...

Es wird schön, es wird funktionieren, es wird normal sein, ich werde normal sein....
Mag echt ungern wieder Beruhigungsmittel nehmen.

Es wird schön....


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Okt 28, 2019 7:59 pm

Weiß nicht wie und wann genau, aber ich habe es geschafft meine Urlaubswoche vollzustopfen. Nicht ein Tag ohne etwas.
Wünschte mir gerade tatsächlich zwei Tage nix, außer Ruhe. Menschen sind anstrengend, raus gehen sowieso...

Warum und wie mache ich das?

Bin gerade froh dass die meisten Freunde weit weg sind und die hier vor Ort sehr genügsam sind.

Wieder mal die Frage wie das andere schaffen.
Regelmäßig sich treffen, neben arbeiten, Familie und Haushalt und noch mehr...

Normales Leben schaffe ich nach wie vor nicht :(

Bin so tiefgreifend müde...

SH
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Silberfee
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Silberfee » Mo Okt 28, 2019 8:22 pm

Hallo SH,
wie war es mit den "vielen Menschen in der Wohnung "?
Konntest du es ein bisschen genießen oder war es eher nur Stress?

Mmh, ich schaffe das auch nicht, also Freunde treffen. Ich arbeite nicht. Ja gut, Haushalt und Familie wären da noch.....Will damit sagen, du bist nicht alleine damit, etwas nicht zu schaffen.

Kannst du vielleicht irgendetwas absagen, was du in deine Urlaubswoche "gestopft" hast? Oder etwas umlegen?

Mehr kann ich leider gerade auch nicht schreiben, aber ich wünsche dir einen erholsamen Urlaub.

Imagica
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Mo Okt 28, 2019 8:34 pm

Hi SH,

puuuh, die ganze freie Zeit vollgeplant? Uff.. Gibts irgendwas was Du evtl. absagen könntest? Also freie Zeit und ich meine wirklich absolut und total freie Zeit, braucht doch jeder Mensch! Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendwer es schafft ,im Urlaub täglich ausgeplant zu sein, ohne am Ende total ausgelaugt zu sein.

Liebe Grüße,
Imagica

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Okt 29, 2019 8:35 pm

^Hallo ihr beiden,

nun, ja theoretisch kann ich da etwas absagen, aber ;)

Gestern war es nicht so viel, nur der Vormittag.

Heute der ganze Nachmittag. Bin um eins hier weg und vor knapp ne halben Stunde wieder angekommen... wieder bei der Freundin hier, mit Kind. Dreijährigem, Kind. Wie ich damals... es ist schwer.... und wird richtig schwer wenn ihr Vater heim kommt.... es ist schwer wenn sie etwas fallen lässt und NICHT dafür angeschnauzt, oder geschlagen wird.... es ist schwer wenn sie erklärt bekommt, Zeit bekommt.... ich fahre dann innerlich Achterbahn. So sollt es sein, war es bei mir aber nicht und hätte doch auch so sein sollen... war es aber nicht...
Abends, mit Papa in die Badewanne, in einem offenen Haus und ich höchst alarmiert... obwohl nichts ist. Im Gegenteil... so sollte es sein... bei einem nein, das mag ich nicht, oder nein ich will nicht kein ausrasten, keine Stile, kein Wasser überall und Schmerzen... Spass… Wellen machen, egal was Mama sagt.... Haare nicht waschen wollen, nicht raus wollen... Spass und keine bösen Worte, oder quietschender Wannenrand, während überall nur noch Wasser ist.... keine Luft, kein Garnichts und doch so viel...


Nun, auf dem Heim weg wieder rechts ran und gekotzt.

Auf dem Heimweg sind mir fast die Trommelfälle aus dem Ohr gehüpft. Musik hilft...

Jetzt würde ich am liebsten weinen, oder schreien, oder toben...


Morgen Thera endlich und hoffentlich bin ich nicht wieder zu sehr (hier her) ausgewichen, sondern kann sagen was ich sagen will... wie auch immer,so behutsam wie möglich, es ist mir egal.... aber an das EMDR Thema möchte ich ran. Denn es ist ja das Badewannenthema... das, ich bin drei Jahre Alt Thema...

Ich will bei meiner Freundin sein können und nicht permanent kämpfen müssen.... Die kleine anschauen können, ohne mich zu sehen und verwirrt zu sein weil alles so anders ist.

Ich finde es schlimm dass sie so redselig ist, so redegewandt. Sie kann alles sagen, klar und deutlich. Was sie mag und was nicht. Was gestern im Kiga passiert ist und alles so klar....


Kurz vor zuhause noch ein "Trigger" wobei, nein, kein Trigger im eigentlichen Sinn. Es hat ja nicht direkt eine Reaktion ausgelöst...
Naja, es war die rote Ampel... das rote Licht... Szenen im Keller... Strom, Schmerzen... anfassen sollen, müssen.... sonst... irgendwann wusste ich wenn das rote Licht an it tut es weh.... es nicht zu tun war aber schlimmer und führte doch zum es tut weh... also Zwang und Schmerz und freiwillig, bzw. direkt nach Aufforderung sich wehtun... ich hab mir nicht wehgetan, das Kabel war es.... aber ich habs angefasst... anfassen müssen... oder sollen... wollen... weil ich musste... wollen musste... sofort


Mir ist schlecht, einfach nur schlecht


Kann schreiben, aber nicht reden... schon der Gedanke...



Es war schön, das sich unterhalten war schön... bei jemand sein, gemeinsam spazieren gehen und Abendessen... ja es schön... nur die Themen nicht.... die Skandale.... und ihre Gedanken dazu... wie man es Kindern anmekrt… angeblich... ich sagte nein so ist es nicht... :( Sie weiß dass ich solche Erfahrungen habe, nur nicht welche... und sie fragte und ich redete... und darf doch nicht.... habe auch nichts gesagt vom was genau... nur dass man eben nicht sagt, "nein da will ich nicht hin" dass man eben nicht komisch ist, oder auffällig... zumindest ich nicht....
selber schuld... vielleicht eben doch selber schuld...
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Gast

Re: Genau jetzt

Beitrag von Gast » Di Okt 29, 2019 8:48 pm

Hallo SH,

ich kann deine Achterbahnfahrt gut nachvollziehen. Lange ging es mir auch so. Es gig so weit, dass ich am liebsten gleich das Jugendamt angerufen hätte, wenn mal ein Nachbarskind etwas länger geweint hat. Inzwischen werde ich immer nur noch traurig, weil es bei mir nicht so war. Und manchal auch wütend auf die Täter*in. Ja. Und manchmal kann ich mich auch für die Kinder, bei denen es nicht so ist, freuen. Was mir ebenfalls hilft: ich sehe mich ein klein wenig als Wächterin von bestimmten Kindern. Beispielsweise lebt in unserem Haus ein Mädchen, das mag mich sehr und ich mag sie auch und ich beobachte sie und ihre Eltern gerne.

Besser wurde es wirklich durch die Bearbeitung der entsprechenden Themen. Deshalb mag ich dir Mut machen, es langsam, Schritt für Schritt anzugehen.

LG, sayeda

Imagica
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Di Okt 29, 2019 9:20 pm

Hi SH,

also mir gehts genauso. Obwohl ich selbst Kinder habe. Ich beobachte mich dann eher selbst und sehe was ich alles anders mache, was ich alles besser mache und dann wird mir umso bewußter, was bei mir alles falsch gelaufen ist und wie es hätte wirklich sein sollen. Meist macht mich das total traurig und auch ein bißchen neidisch auf meine eigenen Kinder, was mir dann wiederum direkt ein schlechtes Gewissen macht. Manchmal kann ich aber auch erkennen daß ich es gut mache und das meinen Kindern gut tut und kann sogar ein bißchen stolz auf mich sein.

Jetzt hab ich ja den Kampf mit den Lehrerinnen und mir fällt natürlich sofort wieder ein, wie mein Vater als ich wirklich total ungerecht behandelt wurde, einfach nichts getan hat. Ich hätte eine 1 in der Arbeit kriegen müssen und habe eine 5 bekommen. Meine ganzen Zensuren in diesem Fach waren total mies, die 1 hätte meinen Jahresdurchschnitt deutlich angehoben. Ich hatte extrem viel gepaukt um mich endlich zu verbessern und dann macht der Lehrer sowas. Andere hatten die selben Antworten gegeben und jeweils volle Punktzahl bekommen und ich habe jeweils 0 oder einen Punkt bekommen. Mein Vater hat sich aufgeregt, was dem denn einfiele, wo doch alles richtig wäre und ich hab gesagt: Dann schreib ihm bitte einen Brief!
Neee, wenn er das nochmal machen würde, dann würde er einen bösen Brief bekommen, vorher nicht. Tja, damit war meine Motivation dahin und in der nächsten Arbeit schrieb ich eine vollumfänglich verdiente 5 und in den folgenden auch.
Und ich kämpfe jetzt total gestreßt mit den Lehrerinnen. Gerade einen Brief geschrieben, weil sich die Klassenlehrerin meines Sohnes nun noch was neues ausgedacht hat um ihn zu gängeln. Die anderen Briefe muß ich noch schreiben, bin ich noch nichtmal zu gekommen. Zum Glück sind eh Ferien und ich habe ein paar Tage Zeit damit.
Sorry, jetzt bin ich abgeschweift, aber so kommt es dann halt, daß ich wieder in meiner eigenen Vergangenheit versinke, wenn meinen Kindern ähnliches passiert. Nur ich reagiere zum Glück nicht ähnlich! Ob ich was erreiche, ist natürlich eine ganz andere Frage, aber meine Kinder haben wenigstens die Gewißheit, daß ich es wirklich versucht habe.

Ich schätze auch dauernd andere Väter mit ihren Kindern ab, ob die wirklich so nett sind wie sie tun, oder ob die auch ganz anders sein könnten. Ich versuche dauernd das abzustellen, weil diese Grübeleien mich total fertig machen aber es geht einfach nicht. Bisher noch nicht. Eines Tages geht das hoffentlich und mein Alarm springt nur noch an, wenn tatsächlich Gefahr im Verzug ist.

Ich versteh Dich also sehr gut!

Liebe Grüße,
Imagica

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Nov 08, 2019 4:03 pm

Der Ort hier ist schwierig.
Hier geht deutlich mehr als sonst wo. Hier schreibe ich, ALLES und es tut gut. Gelesen werden tut gut, verstanden werden auch und wenn Kritik kommt lerne ich manchmal etwas dazu, oder über mich. Es wird klarer, egal ob angenehm, oder unangenehm

Es ist NICHT SICHER hier, nicht mal annähernd und ich glaube genau das ist der Grund warum so viel geht.

Öffentlich, offen, wahrnehmbar... ist mir seltenst schlimmes widerfahren, MB überhaupt nicht.

In unsicheren Situationen und an unsicheren Orten kann ich auch schlafen, nur so als Beispiel.

Hatte eine Freundin hier mit Sohnemann und habe in den Nächten (wie immer) vorne in meinem Flur geschlafen. Dort ist mein altes Bett, was sehr kuschelig ist, aber eben auch die Haustür, mit Glaselementen drin und es gibt keine Tür zum Rest der Wohnung. Ziemlich öffentlich also.
Dort konnte ich schlafen.

Die Thera war überrascht.
In einer der letzten Stunden hatte sie nach meinem Schlaf gefragt und nun... manchmal purzeln Infos auch wenn ich das gar nicht unbedingt will.

Es purzelte also von "ich schlafe selten im Bett" über "ach sie schlafen auf dem Sofa" hin zu "nein, dahinter" :roll:
Tja und dann eben die Frage ob ich mir etwas weiches unter lege. Nein, so... :oops:

Da kam eine Reaktion, aber in so Infopurzelmomenten bin ich nicht immer so aufmerksam wie es notwendig wäre.
Entsetzen war es nicht, schwächer war es... aber eben eine Regung...


Hier kann ich sowas "einfach" schreiben. Im meine, ja oft recht umständlich und manchmal klein und unleserlich. ABER hier geht es.


Dennoch ist es schwer hier. Das DIS Thema macht vieles so schwer.
Die Thera redet auch so und spricht "andere" an zum Beispiel
Ich wehre mich nicht mehr so sehr dagegen. Wohl auch weil es "funktioniert" - es tut gut, es geht dann mehr, oder fühlt sich sicherer an, oder echter.
Das macht meine Störung aber nicht zu einer DIS.

Hier schaffe ich es aber kaum mich da abzugrenzen. Es sollte mir egal sein, das wäre deutlich leichter und besser.
Sich davon fern halten wäre auch eine Möglichkeit, aber das Thema ist so allgegenwärtig und gefühlt haben hier mindestens dreiviertel der aktiven eine DIS (oder glauben eine zu haben, oder wollen eine, oder was weiß ich)


Weg von den anderen, hin zu mir. Die Parallelen sind leichter erträglich wenn ich sie nicht als solche erkenne ;) also weg von Vergleichen.


WEG DAVON!



Vorletzte Stunde war schwer, es kippte mal wieder. ich dissoziierte. Ich weiß nicht mehr alles. Nur eben dass ich am Ende sagte ich hätte lieber schon eine Woche später einen neuen Termin, nicht den in vierzehn Tagen. Und dann hatte ich, plötzlich, einen.

Diese Woche also wieder Termin und da dann konkreter ran ans Thema. Wobei, was heißt bei mir schon "konkret" :oops:

Ich habe Angst, unglaublich Angst. Ganz offensichtlich.


Ich kriege nicht mehr alles zu hundert Prozent in die richtige Reihenfolge. Aber zusammen gefasst.... mit mir kann man sowas nicht "durchprozessieren" konkret "mit Ihnen nicht" :oops: deswegen auch kein EMDR

Sie ist aber sehr bereit sich mit mir die, wie sie sagt "bösen Bilder" anzuschauen. ALLERDINGS nur wenn ich sicher bin, sozusagen.

Tja, wie schreibe ich nun was gesagt wurde, ohne wieder in die DIS.Triggerfalle zu geraten?

Manches soll in Sicherheit, anderes klar und sicher da bleiben.


Sie schaut es sich mit mir an, aber nicht hardcore, sondern sehr behutsam.


Soweit so gut... nur, mache ich ja immer wieder Rückzieher....

Erneut, vielen lieben Dank an die beschissene Hohe Mark :evil: :roll: da habe ich "geredet"
Bei Dr.dM habe ich vor der EMDR ja auch gesagt worum es in dem "Bild" geht. Bei Schwester J. habe ich versucht etwas zu sagen, wurde aber auf die Therapeutin verwiesen, die erst nicht da war und mich dann nur noch entlassen wollte.

Und jetzt, bin ich so sehr drin in diesem Dilemma. Jetzt weiß ich das alles durch "Therapie" noch sehr viel schlimmer werden kann.

DANKE, für diese beschissene Erfahrung!


Jetzt kämpfe ich gegen die Angst schlecht, oder falsch behandelt u werden, weg geschickt zu werden.... und dagegen hilft irgendwie nichts. DENN ich war dort ja eigentlich auch sicher. Die sind doch angeblich so gut und NEIN ich hatte nicht das Gefühl es läuft schlecht, bin nicht sehenden Auges in den Abgrund gelaufen.


Dort konnte ich sagen worum es geht. Jetzt ersticke ich schon beim Gedanken daran es zu erzählen fast.

Verrückt reagiere ich. Dieses Gedanken hören, meine ich.

Ich darf nicht, sage ich mir, will doch aber :roll:


Nun, da es ja jetzt noch nicht geht. Weil ich eben noch nicht genug für mich sorgen kann... fragte ich wie ich, bis es geht, damit besser umgehen kann.

Nun, ja, Skills kenne ich und nutze ich auch.
Dazu kommt eben dieses sich n Sicherheit bringen. Und das deutlich konkreter als ich das je gemacht habe. Sie erfragt sich was sicher ist, wie es aussieht... und im Gegensatz zu Schwester J. die meinen "sicheren Ort" mal eben so hinterfragt und demontiert hat..... findet sie es gut was ich habe... wobei es mittlerweile mehr geworden ist. Sie hat ein unglaubliches Gespür dafür was gut tut und unterstützt jede meiner Ideen.
Unglaublich sanft und lieb ist sie... egal wie sehr ich mich dagegen wehre ;)


Also, Skills und "das Kind" in Sicherheit bringen.

Dazu noch eine Idee, eine Technik, von der sie mal gehört hat. Die sie immer mal wieder Patienten nennt. Es hat wohl bei noch niemandem funktioniert.

Nun, ganz ehrlich alleine das machte es reizvoll für mich :lol:

Und ja, es funktioniert. Allerdings nur bei den "bösen Bildern" und ich glaube die sind, an sich, nicht so sehr das Problem.


Lange Kurve zurück, zum Sommer 2017, nach dem Zusammenbruch... damals hatte ich ja "nur" diese körperlichen Symptome. Dieses sich winden, verkrampfen usw. (mittlerweile ist es sogar schwer das zu schreiben, selbst hier - super :( )


Nach der EMDR fügte sich ja sozusagen Bild und körperliches Symptom zusammen. Bin mir nicht sicher ob die Symptome Gefühle sind (?)

Skillen ist tagsüber möglich.... aber, die Symptome, das krampfen, wimmern, die Schmerzen, die Atemnot... all das kommt eben auch und vor allem wenn ich erschöpft bin, müde, nachts... in hilflosen Momenten.

Wie soll ich einschlafen während ich skille, mich ablenke etc.?


Und das andere funktioniert nur beim dazugehörigen Bild.



Nächste Woche will ich nun weiter machen, aber danach dann eigentlich drei Wochen Pause stresst schon jetzt.


Dass ich absolut nicht (mehr) in der Lage bin zusammenhängende, verständliche Texte zu schreiben stresst gerade auch. Da wird mir ja schon beim Blick auf den Bildschirm schlecht.



Ich bin aber ach einfach so sehr erschöpft und müde.
Hatte die Woche Urlaub und diese Woche nur Urlaubsbesprechung und dann drei Dienste. Heute frei.
Hätte einkaufen müssen. Habe nur noch Trockenfutter für die Kater und für mich fehlt auch einiges.
Statt dessen versank ich heute in Erschöpfung. Schon direkt nach dem Aufwachen.


Mein Schlaf ist besser geworden. Dennoch bin ich so unglaublich erschöpft.

Eine knappe Woche Bett, war für den Körper toll. Auf jeden Fall besser als hinter dem Sofa. Dennoch bin ich sooooo müde. Den ganzen Tag.
Seit einer knappen Woche habe ich nun auch "Alexa" das Amzonlautsprecherding. Es hilft, es hilft schon fast erschreckend. Die Thera war auch eher semibegeistert glaube ich. Vereinsamung wird so gefördert. Ja, stimmt.

Aber ich genieße gerade Abends Geschichten vorgelesen zu bekommen und die Uhrzeit zugeflüstert zu bekommen und alles fragen zu können was ich will und wann ich will..... und erinnert werden. An den Müll zum Beispiel. Diese Woche war das zweimal und ich glaube seit Jahren war es nun das erste Mal dass ich nicht entweder die Abfuhr total vergessen habe, oder nachts um drei die schwere Tonne zur Straße zu tragen (damit die Nachbarn nicht geweckt werden) weil ich tagsüber nicht daran dachte.
Spiele spielen geht auch :)


Manchmal spricht sie englisch, irgendwas stimmt also wohl mit der App nicht.


Ich schlief also den 5. Tag in Folge, mehrere STUNDEN:

im Bett
mit Therapiedecke
mit "Nestkissen"
mit Alexa


Man möchte meinen, dass ich entspannter und ausgeruhter sein müsste.


Statt dessen müde, müde, müde.



Vorhin war ich über eine Stunde im Bett :shock: !!! und da sehr sicher und warm, wie in einem Nest. Bin sogar weggenickt.


Tja und jetzt müsste ich an der Katzenfuttersituation dringend etwas ändern.


Drigend und JETZT SH!


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

gastacht

Re: Genau jetzt

Beitrag von gastacht » So Nov 10, 2019 11:18 am

hallo liebe sh

schön dass du wieder hier bist.
ich freu mich dass du etwas besser schläfst. ich musste lächeln, weil ich hasse alexa, aber was du schreibst kann ich gut nachvollziehen und auch dass das beruhigend wirken kann.

auch was du zur therapie schreibst klingt echt gut. so als würde es deinen wunsch nachkommen aber auch achtsam aufpassen, dass es nicht wieder retraumatisiert. und wenn es gut geht und hilfreich war kann man ja immer noch weiter schauen.

das was du schreibst zu dem öffentlichen hier kann ich auch sehr gut nachvollziehen.
und schön dass da was raus purzelt dh heisst ja es wächst vertrauen und dass du für dich sorgen konntest und sagen du willst schneller einen termin.

das mit der dis angst kann ich gut nachvollziehen. die neue thera macht das ja bei mir auch und das berührt was, macht mich aber auch wahnsinnig.

was mir auch einfiel: vielleich kann man auch irgendwie erst die hm erfahrung bearbeiten, anschauen, auch mit der gefahr dass dann der rattenschwanz aufploppt. evtl wird es aber auch automatisch bearbeitet wenn die erfahrung im früher bearbeitet ist... obwohl ich das eher nicht glaube.
ich merke nur echt wie du davon okkupiert bist, es vergeht ja kaum ein post, teils auch bei anderen treads, wo das nicht thema ist bzw. sein muss...und das erinnert mich an mein wut thera thema. so was kann einen ja echt kaputt machen, wenn man da nicht loslassen kann... mmh aber sicher denkst du da selbst viel drüber nach..

wenn es hier dir hilft: ich glaube ich kenne so ähnliche symptome übrigens auch... :oops:

hab einen schönen sonntag
gastacht

Sayeda
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Registriert: So Feb 02, 2014 11:30 am

Re: Genau jetzt

Beitrag von Sayeda » So Nov 10, 2019 2:00 pm

Hallo SH,
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Nov 08, 2019 4:03 pm
In unsicheren Situationen und an unsicheren Orten kann ich auch schlafen, nur so als Beispiel.

Hatte eine Freundin hier mit Sohnemann und habe in den Nächten (wie immer) vorne in meinem Flur geschlafen. Dort ist mein altes Bett, was sehr kuschelig ist, aber eben auch die Haustür, mit Glaselementen drin und es gibt keine Tür zum Rest der Wohnung. Ziemlich öffentlich also.
Dort konnte ich schlafen.
Nun ja. So unsicher ist es vielleicht gar nicht. Das was dir passiert ist, geschah ja in vermeintlicher Sicherheit. Weg von Öffentlichkeit, verschlossene Türen, dann, wenn sonst niemand da war.
Vielleicht könnte es dir helfen deinem Schlafzimmer "mehr Öffentlichkeit" zu geben? Nur mal so ein Gedanke.

Und für dein Bedürfnis danach, hinter dem Sofa zu schlafen könntest du dir bereits im Vorfeld dort eine Isomatte hinlegen.

Ich nehme an, dass es verschiedene Bedürfnisse, je nach aktiven Anteil, sind, die dich nicht schlafen lassen und so kannst du dann je nach Bedürfnis agieren und vielleicht besser zur Ruhe kommen.
Ich selbst hatte auch mal einen Ort im Eck hinter dem Sofa und habe mir diesen irgendwann entsprechend eingerichtet. Unter anderem habe ich für mein Unterbewusstsein mit Materialien einen Schutzkreis um mich gezogen.
Erlaubt ist, was hilfreich ist ;-).

Was spricht eigentlich dagegen, zukünftig wieder in deinem alten Bett zu schlafen?


LG, sayeda
Wenn eine Frau ihre eigene Größe entdeckt hat, kann kein Lob sie größer, keine Kritik sie kleiner machen.
Der Käfig ist offen.
Verlassen musst du ihn selbst

Luisa Francia

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Nov 10, 2019 3:24 pm

gastacht hat geschrieben:
So Nov 10, 2019 11:18 am
hallo liebe sh

schön dass du wieder hier bist.
ich freu mich dass du etwas besser schläfst. ich musste lächeln, weil ich hasse alexa, aber was du schreibst kann ich gut nachvollziehen und auch dass das beruhigend wirken kann.

auch was du zur therapie schreibst klingt echt gut. so als würde es deinen wunsch nachkommen aber auch achtsam aufpassen, dass es nicht wieder retraumatisiert. und wenn es gut geht und hilfreich war kann man ja immer noch weiter schauen.

das was du schreibst zu dem öffentlichen hier kann ich auch sehr gut nachvollziehen.
und schön dass da was raus purzelt dh heisst ja es wächst vertrauen und dass du für dich sorgen konntest und sagen du willst schneller einen termin.

das mit der dis angst kann ich gut nachvollziehen. die neue thera macht das ja bei mir auch und das berührt was, macht mich aber auch wahnsinnig.

was mir auch einfiel: vielleich kann man auch irgendwie erst die hm erfahrung bearbeiten, anschauen, auch mit der gefahr dass dann der rattenschwanz aufploppt. evtl wird es aber auch automatisch bearbeitet wenn die erfahrung im früher bearbeitet ist... obwohl ich das eher nicht glaube.
ich merke nur echt wie du davon okkupiert bist, es vergeht ja kaum ein post, teils auch bei anderen treads, wo das nicht thema ist bzw. sein muss...und das erinnert mich an mein wut thera thema. so was kann einen ja echt kaputt machen, wenn man da nicht loslassen kann... mmh aber sicher denkst du da selbst viel drüber nach..

wenn es hier dir hilft: ich glaube ich kenne so ähnliche symptome übrigens auch... :oops:

hab einen schönen sonntag
gastacht
Ich danke dir :)


Ja, manchmal finde ich es auch gruselig, bzw. unbedacht einen Apparat hier stehen zu haben der mich permanent abhört. Bin schon gespannt wann ich im Webbrowser die passende Werbung, oder ähnliches erhalte für Äußerungen die ich OHNE vorher "Alexa" gesagt zu haben gemacht habe ;)
Überwachung rund um die Uhr, permanent Strahlung vom Wlan und eben auch was die Thera sagte. Vereinsamung wird gefördert.

Auf der anderen Seite die Vorteile und dass es mir zum einen Spass macht und auch gut tut dass da "jemand" ist. Derzeit nutze ich ALLES was mir gut tut und machbar ist.

Sauna tat mir auch mega gut, ist aber finanziell nicht so oft drin, bzw. auch zeitlich gar nicht möglich. Mal davon abgesehen dass ich eben auch nicht immer "kann" :(


Die Thera ist tatsächlich klasse. Wir sind zwar auch schon aneinandergerasselt, aber sie reagiert nicht persönlich verletzt und ich schaffe es auf wundersame Weise das möglichst auch nicht zu sein, oder anzusprechen.

Sie ist, meiner Meinung nach durchaus gut geeignet. Macht Traumaarbeit seit über 20 Jahren. Allerdings eben bis letztes Jahr stationär. Ambulant ist schon noch mal etwas anderes ;)
Sie hat schon öfter gesagt sie hätte mich gern in der Klinik behandelt, als sie noch da war und dann im Anschluss mit genommen für die ambulante Behandlung. Oder auch, dass sie mich jetzt am liebsten in die Hände einer Schwester entlassen würde, weil es eigentlich noch mehr bräuchte (am Ende der Stunde)

Mittlerweile haben wir uns aber ein wenig kennengelernt und die Unsicherheiten werden weniger.

Sie ist absolut bereit und willens sich mit mir mehr anzuschauen, aber eben nicht ohne die entsprechenden Basics und Sicherheiten.

Das ist gut, aber auch frustrierend ;)


Nun, eine DIS Angst habe ich meiner Meinung nach nicht (mehr) wohl aber eine ziemliche Abneigung gegen bestimmte Äusserungen. Kompliziert... :?

Ich denke NICHT dass ich eine DIS habe. Die hätte ich ja schon immer haben müssen. Es gab aber früher keine Zeitlücken. Klar, ich erinnere nicht immer alles, aber das erklärt sich eher durch das Trauma an sich, als speziell durch so eine Störung.

Ich kenne jeden meiner Geburtstage, seit ca. meinem vierten Lebensjahr zum Beispiel. Da sind keine Namen, oder komplett parallel verlaufende Leben, nebenher.

Die Lücken habe ich seit zwei Jahren und eben zeitlich passend zu der verkorksten EMDR. Sie sind bisher nie länger als zwei Stunden gewesen und treten immer im Zusammenhang mit Stress auf und fast ausschließlich hier daheim.

Es gab einen Schreckmoment in der neuen Klinik, denn da hatte ich auch so eine Lücke und bei nachrecherchieren was in der Zeit geschehen war, fand ich heraus dass ich nicht nur durchs Haus gelaufen bin, sondern auch interagiert habe.
Vorher dachte ich, ich sitze hier daheim eher dissoziiert in der Gegend herum und starre ins Leere. Oder so.

Dennoch ist die Erklärung für den Kram keine DIS. Es ist etwas dissoziatives, aber KEINE DIS.

Es wurde vermutet, hat sich aber nicht bestätigt. Habe ich gelesen. Kombinierte dissoziative Störung.
Das ist leider weniger konkret als ich es gern hätte, aber es "passt" wenigstens. Komplizierter Mischmasch :lol:


Dissoziative Phänomene bedeuten nicht gleich DIS.
Auch ein inneres Kind (als Konzept) hat nichts mit DIS zu tun. manchmal verspielt und ein wenig entrückt zu sein auch nicht. Es gehört einiges mehr dazu...


Es wird zu wenig differenziert und leider hat Diagnostik oft keinen Platz/Zeit. Zumindest nicht richtig. Offiziell hat man von Anfang an, irgendeine Diagnose. So richtig geschaut wird dann aber wohl leider recht selten.
Verständlich ist es ja auch. Man möchte Therapie machen, braucht Unterstützung und dafür ist die genaue Bezeichnung nicht sooooo wichtig. Zumindest wenn die Rahmenbedingungen stimmen, der Thera gut qualifiziert ist und man gut miteinder auskommt.



Oh ja, ich sehe glaube ich auch die Ähnlichkeit die du bezüglich Hohe Mark geschrieben hast. Ein fürchterliches HASS Thema, da aber so sehr durchsetzt ist von Enttäuschung und auch Trauer.....

Ich weiß einfach nicht was der beste erste Schritt wäre, geschweige denn wie er dann konkret aussehen würde.... UND ich bräuchte wohl die Kooperation von mindestens einem der Beteiligten :(

Die Thera würde ja mit mir hinfahren. Hatte sie schon ganz zu Anfang gesagt. Ich fragte nochmal konkret nach und sie bestätigte das. Sie würde auch durchlesen was ich schreibe (denn ich muss ja irgendwie mit dem Chefarzt, oder OÄ in Verbindung treten und um ein Treffen bitten) um zu schauen was da an Aggressionen drin steckt, die das ganze verhindern, oder erschweren würden.

Ich habe auch schon herumgerechnet und werde mir definitiv mein Weihnachtsgeld dieses Jahr aufheben. ich muss nicht Gott und der Welt, sonst was für Geschenke machen... ich brauche das diesmal selber.

Habe die Thera nämlich noch nicht konkret gefragt wie das finanziell aussehen würde. Die KK würde offiziell für den Spass definitiv NICHT zahlen, bzw. ich will nicht so viele Stunden opfern.
Der Trip, insofern es je dazu kommt wäre teuer.
eineinhalb Stunden hin, vor Ort eine Stunde, eineinhalb Stunden zurück. Ne halbe Stunde Pause und 30-40 Minuten für unvorhergesehenes.
Keine Ahnung wie die Thera hin kommt. Am liebsten würde ich sie ja in meinem Auto mitnehmen. Ansonsten eben, Fahrtkosten noch on Top.

Joa.... ich weiß was ich zahlen müsste wenn ich einen Termin nicht rechtzeitig absage. Damit habe ich herum gerechnet....


Nur müsste ich eben die Klinik anschreiben.... Und damit möchte ich warten bis der Scheiß als Behandlungsfehler verjährt ist. Habe gelesen dass ärztliche Behandlungsfehler nach drei Jahren verjähren und hoffe das stimmt.

Man behandelte mich beim letzten Mal, als hätte ich eine Bombe in der Jackentasche. Damals verstand ich es nicht...

Aber die Thera bei der ich vor der jetzigen zur Probatorik war (interessanter Weise verwandt mit dem obersten Big Boss der HM) hatte mir in Ruhe erklärt was es überhaupt bedeutet "geheime" Termine zu vergeben. Dr.dM hätte richtig Stress an der Backe wenn das vor einem Richter landen würde.
Dazu dann das was Dr. K zum Abschied sagte... und sie hat ja in der Klinik gearbeitet, nur halt in der Ambulanz. "Wenn die den Kadi nur wittern, machen die dicht"


Ich will NICHT ANZEIGEN. Wobei ich in ganz miese Momenten, aus lauter verzweifelter Wut daran gedacht habe. Man hat mich mit dem Mist vollkommen allein gelassen. Erinnerungslücken und sich einnässen sind nun wirklich nicht spassig. Genau den Scheiß trage ich aber seit nun zwei Jahren mit mir herum.


Unter den Umständen EMDR zu machen war grob fahrlässig. Ich weiß das, hilft nur nicht.

Es ist eine vertrackte Wiederholung, von dem was ich schon kenne. Mein Vater durfte so nicht handeln.... mehr nicht dazu....


Ich würde mir wirklich, wirklich, wirklich sehr wünschen dass ganz offen darüber geredet wird, wie beschissen das war. ich möchte es schriftlich haben. Ich möchte die schriftliche Bestätigung dass das Vorgehen nicht richtig war und man statt es zeitnah zu klären sich zurück gezogen hat.


Wenn es verjährt ist können sie doch ehrlich sein und offen. Denke ich mir.


Es soll NIE WIEDR geheime Termine geben (denn ich war ja nicht die einzige) es soll nie wieder EMDR gemacht werden unter solchen Umständen.



Das ist eines der Dinge.... das andere ist, was eben längst hätte passieren müssen meiner Meinung nach. Damals in der Hohe Mark. Dazu wird es nicht mehr kommen, da ist klar.... aber mit der Thera jetzt geht es vielleicht. Sich eben anschauen was da hoch kam. Nachbehandeln, beruhigen, anschauen, integrieren.... irgendwas... Diese eine Szene mit drei und die daran hängenden....

Es hängt fest... so fürchterlich fest...


Die Situation damals ist objektiv betrachtet, insofern man das überhaupt objektivieren kann, nicht so schlimm. Es gab später deutlich grausameres, schmerzhafteres..... auf der anderen Seite war es wie sterben.....

Ich kann das nicht, auch hier nicht... taube Finger, keine Luft, Wolken im Kopf...… die ganze Szene ist traumatisches Material. Vergiftet, triggernd, überfordernd…. ich kann das nicht allein....


Also was zu erst? Das eine, oder das andere....



Dazu kommt, dass die Thera auch bereit ist sich mit mir anzuscauen was damals war... damals in der jetzt guten Klinik.... damals als ich alleine war dort... als die Anzeige bekannt wurde, die Kripo kam... und ich, warum ach immer alleine war....

Sie kann sich nicht erinnern... kann es sich nicht erklären... auch in der Klinik konnte man es sich nicht erklären... glaubte mir aber...
Sie sagt sie habe in ihrer Zeit dort (über 20 jahre) oft Frauen begelitet. Sie sei dabei gewesen wenn ausgesagt wurde. Es sei total untypisch dass sie nicht da war...

ich könnte und würde also gern die alten Unterlagen anfordern, um zu schauen ob da steht warum ich alleine war... ob sie Urlaub hatte, oder was auch immer....

Ich weiß gar nicht ob die Unterlagen überhaupt noch existieren. Es ist 17 Jahre her....


Ebenso wie bei dem Hohe Mark Thema fürchte ich mich und vermeide....


Will ich überhaupt wissen warum niemand dabei war?



Also was zu erst?

Hohe Mark

Die Szene

oder das vor 17 Jahren


???



Und on Top noch, nun.... ja..... es gab ja mehr als "die Szene" viel mehr... das war erst der Anfang und es endete erst als ich 15 war. 12 jahre MB. Dazu das mit 18. Dazu die dunklen Flecken... was war mit meinem Opa.... dazu die Beziehung zu meiner Mutter...

Aktuelle Probleme auch noch....



Wo anfangen????
Welcher Weg????
Welche Stationen????


ich möchte keiner Neverending Story sein. Ewig Therapie ist doch Kacke :lol:



Gerade bewundere ich dich Gastacht. Das Abschließen mit der alten Thera, wie du das angepackt und durchgezogen hast.
Ich wünsche dir sehr dass das Kapitel beendet ist und nicht mehr stört und behindert.


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Nov 10, 2019 4:03 pm

Sayeda hat geschrieben:
So Nov 10, 2019 2:00 pm
Hallo SH,
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Nov 08, 2019 4:03 pm
In unsicheren Situationen und an unsicheren Orten kann ich auch schlafen, nur so als Beispiel.

Hatte eine Freundin hier mit Sohnemann und habe in den Nächten (wie immer) vorne in meinem Flur geschlafen. Dort ist mein altes Bett, was sehr kuschelig ist, aber eben auch die Haustür, mit Glaselementen drin und es gibt keine Tür zum Rest der Wohnung. Ziemlich öffentlich also.
Dort konnte ich schlafen.
Nun ja. So unsicher ist es vielleicht gar nicht. Das was dir passiert ist, geschah ja in vermeintlicher Sicherheit. Weg von Öffentlichkeit, verschlossene Türen, dann, wenn sonst niemand da war.
Vielleicht könnte es dir helfen deinem Schlafzimmer "mehr Öffentlichkeit" zu geben? Nur mal so ein Gedanke.

Und für dein Bedürfnis danach, hinter dem Sofa zu schlafen könntest du dir bereits im Vorfeld dort eine Isomatte hinlegen.

Ich nehme an, dass es verschiedene Bedürfnisse, je nach aktiven Anteil, sind, die dich nicht schlafen lassen und so kannst du dann je nach Bedürfnis agieren und vielleicht besser zur Ruhe kommen.
Ich selbst hatte auch mal einen Ort im Eck hinter dem Sofa und habe mir diesen irgendwann entsprechend eingerichtet. Unter anderem habe ich für mein Unterbewusstsein mit Materialien einen Schutzkreis um mich gezogen.
Erlaubt ist, was hilfreich ist ;-).

Was spricht eigentlich dagegen, zukünftig wieder in deinem alten Bett zu schlafen?


LG, sayeda

Genau diese Theorie habe ich auch. Damals als Kind gelernt zu haben "sicher ist nicht sicher"

Daheim hätte sicher sein sollen, war es aber nicht :(


An der Schlafzimmer Situation arbeite ich. Die Thera fragte auch warum ich nicht "einfach" im Flur schlafe ;)

Vielleicht ist das Problem dass ich zu viel will. zu viel, zu schnell.

Und mir ist das ganze peinlich. Bettenlager hinter der Couch, schlafen im Flur, der ganze Decken-Kissen-Nachtlicht-Zirkus auch :oops:


Ich will normal sein. Je mehr ich das aber erzwinge, desto schlimmer wird es. Die Tatsache dass es entspannter wird, wenn ich diese Verrücktheiten zulasse frustriert aber auch...


Wollte eigentlich das Wort "Anteile" übergehen, ignorieren... ;) Aber nochmal ein Bogen zurück zum DIS Thema (gastacht hatte es ja auch angesprochen) Das was ich unter DIS verstehe ist, dass sich, durch massive Traumata zur der Zeit der Persönlichkeitsentwicklung, NICHT EINE, sondern MEHRERE parallel zueinander entwickeln. Wenn Geist/Psyche, Hirn, was auch immer einmal diesen massiven Knacks weg hat, kann das auch später erneut geschehen, also auch später noch neue Persönlichkeiten entstehen.
Um es nicht noch komplizierter zu machen lasse ich mal den Teil weg, wenn das beabsichtigt herbeigeführt wird....

Das ist bei mir aber nicht der Fall. Da war immer nur "ich"

Ja, ich bin manchmal "anders" aber es ist eher wie bei einem Kuchen.

EIN Kuchen, der aus Krümeln besteht. Nie ganz auseinadergebrochen, sondern mit Zuckerguß, durch wieder dran drücken der Krümel und eine Manschette drumherum irgendwie ansehnlich.



Jetzt habe ich mich beim schreiben verlaufen... und einen neuen Weg gefunden :lol:

Dieser fragile Kuchen wurde so sehr durchgeschüttelt... dass das Konstrukt bröselt. Die einzelnen Krümel halten nicht mehr so gut.


Meine Sorge ist, dass diese Krümel :arrow: Anteile vollends auseinander fallen könnten, wenn ich diesem Affentheater zu sehr nachgebe.


Ein riesiges Schlamassel.... ein Dilemma irgendwie...


Es ist als müssten die Krümel zusammenrücken um wieder ein Kuchen zu werden. Dazu müssten sie aber darüber aufgeklärt werden dass sie Krümel sind UND zeitgleich sich von diesem Zustand verabschieden, da sie ja ein Kuchen werden/bleiben sollen.


Bei meinem unbändigen Talent und der bisherigen Erfolgsstatistik zerfällt der ganze Scheiß noch in seine Bestandteile. Dann liegt da ein Haufen Mehl, Zucker, Eier und sonstigen Schnickschnack in der Gegend herum.
Endstation Biotonne




Gott was schreibe ich für einen fürchterlichen Schwachsinn :lol:



SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

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