tabuthema suizid

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Nuria

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Nuria »

peshewa hat geschrieben:dachte echt ich sei über solche scheisse hinweg :-( also bezüglich dem thema hier. schäme mich so :-( schäme mich für alles.
Nein , schäme dich nicht. Du hast ja keine Schuld, ganz andere müssen sich schämen.

Nuria
peshewa

Re: tabuthema suizid

Beitrag von peshewa »

egal
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

schäme mich auch..........aber, peshewa, wir sind wie wir sind..........und das, was wir fühlen, können wir wohl nicht ändern..........nur annehmen........oder eben nicht.........?
:roll:
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Ich hatte mal nen Thread zu dem Thema pesh ........denn auch in mir gibt es "Judith, die Hure" .......das Thema ist absolut schambesetzt, nach wie vor .......
Du bist nicht allein damit und du bist nicht egal, pesh!
peshewa

Re: tabuthema suizid

Beitrag von peshewa »

ich schäme mich hald wenn ich hier grosse Reden schwinge zum Thema: aufgeben gilt nicht, es gibt andere Wege BLABLA und dann nur wenig später selbst grosse Kacke baue, wobei ich nicht so recht weiss ob ich das wollte bzw. bin ich einfach irgendwie ausgetickt. Bin nun aber doch froh, ist alles nochmals gut ausgegangen und ich schäme mich zugleich, dass ich glücklich bin, dass sich mein Mann um mich gekümmert hat, dass ich ihm nicht egal war. Es ist kacke, wenn man Mist bauen muss, damit man dieses Gefühl bekommt.
Manchmal mache ich mich selbst dazu, einfach weil ich glaube, dass man mich vielleicht wenigstens dafür lieben könnte, denn zumindest bei meinem zweiten ... ich kann das Wort immer noch nicht aussprechen ... fühlte ich mich "geliebt", trotz oder weil er Dinge tat, die andere nicht ertragen mussten, als wäre man was Besonderes, keine Ahnung, voll krank, aber er gab mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, weil ich seine "Frau" war und spielte so auch meine Mutter gegen mich aus. Das war immer schon ein sehr kranker "Machtkampf", dafür schäme ich mich.
Heute schreibe ich offen, das liegt daran, dass es mir für einmal etwas besser geht, fast schon viel besser, könnte man sagen. Aber ich weiss auch, dass morgen bereits alles kippen kann. Es nervt mich, wie sehr ich mir selbst im Weg stehe. Sie haben mir 11 Jahre Kindheit genommen, ich nahm mir selbst die nächsten 19 Jahre, irgendwie. Das ist schon beschämend. Keine Ahnung was hier gerade schreibt, fühlt sich nicht wirklich nach mir an. Aber ich lass es jetzt einfach mal stehen, sehe dass da meine Finger schreiben und eigentlich ist der Teil ja ganz konstruktiv, irgendwie. Mal schauen, was sich daraus entwickeln kann.
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

peshewa hat geschrieben:ich schäme mich hald wenn ich hier grosse Reden schwinge zum Thema: aufgeben gilt nicht, es gibt andere Wege BLABLA und dann nur wenig später selbst grosse Kacke baue
peshewa, ich glaub so gehts uns hier allen......also mir zumindest geht es so. klar will man andere ermutigen, aber klar verliert man auch selbst immer wieder mal den mut......ich denke das ist "normal", oder?.....die einen mehr die anderen auf weniger extreme weise........so ist es nunmal.....deswegen brauchst du dich nicht zu schämen!
peshewa hat geschrieben:Es ist kacke, wenn man Mist bauen muss, damit man dieses Gefühl bekommt
ja, das ist es! vielleicht gibt es einen anderen weg, dieses gefühl zu bekommen? vielleicht wäre es leichter bzw. besser, den wunsch zu äußern. zu sagen, was man jetzt brauchen würde weil es sich grad beschissen im innen anfühlt? ist das vorstellbar?
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Für anderer sorgen können wir doch alle besser, als für uns selbst pesh .......never mind ......

Und zumindest weißt du schon mal, dass es besser wäre andere Wege zu finden - das ist der erste Schritt.
peshewa

Re: tabuthema suizid

Beitrag von peshewa »

gästefrau: wir hatten die fast gleiche Situation schon mal vor etwa 6-7 Jahren, da hatte ich auch Mist gebaut. Mein Mann drückte 50 Minuten ab, blieb dann 10h neben mir wach (es war abends), weil er angst hatte. Danach änderte sich vieles zwischen uns und zwar zum Positiven. Seit ein paar Monaten ist ziemlich Chaos ausgebrochen, den Grund dafür weiss ich, kann es aber nicht ändern. So gesehen war das wohl unbewusst eine Art Verzweiflungstat, denn wieder scheint sich plötzlich was zu tun. Äussern nützt längst nichts mehr, dafür sind wir glaube ich zu tief in der Scheisse gelandet, aber wie gesagt, tragischerweise gehen wir seither wieder Schritte aufeinander zu. Im Moment selbst habe ich aber nicht nachgedacht, da funktioniert denken gar nicht mehr, nur noch die Gefühle und die waren sich mal wieder einig dass es besser für alle sei, wenn ich nicht mehr bin :-(
Ich habs auch noch in der Thera angeschaut, fühle mich seither etwas entlastet. Es ist einfach irgendwie beschämend, wieder an dem Punkt gelandet zu sein. Aber okay, dann eben von vorne, wie so oft.

Auf dem Weg: ja, und nichts tut mehr weh als seinen eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Dann spricht es in mir nur noch von VERSAGERIN und drängt mich noch mehr FÜR ANDERE KEINE LAST MEHR ZU SEIN. Aber ja, Schritt für Schritt wollte ich gehen, Schritt für Schritt werde ich gehen.
Die.Wolfsfrauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Die.Wolfsfrauen. »

Ist Suizidalität "heilbar"??? Wie loslassen???
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Heilbar ist ein großes Wort, wolfsfrauen.
Hilfreich ist es sicher ein Notfallprogramm zu haben: wen kann ich kontaktieren, egal um welche Tageszeit, gibt es eine akutklinik in die ich gehen würde, welche positiven Erfahrungen kann ich so festhalten, dass sie mich in dem Moment evt. retten.
Außerdem versuchen rauszukriegen, ob es einen immer gleichen Auslöser gibt, einen Punkt of no return - wenn man den genau kennt, kann man eher vorher gegensteuern.
Drittens die Frage, geht es wirklich darum sterben zu wollen, oder bin ich nur mit meiner Kraft am Ende, will endlich (ewige) Ruhe haben?
......und vielleicht auch die frage: wer würde sich freuen, wenn ich tot bin? Und will ich dem Arschloch den Gefallen tun?
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

das mal für mich hervorhebe und überdenken muss.......
Auf dem Weg hat geschrieben:geht es wirklich darum sterben zu wollen, oder bin ich nur mit meiner Kraft am Ende, will endlich (ewige) Ruhe haben?
Auf dem Weg

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Auf dem Weg »

Ich glaube gästefrau .......das ist wirklich ganz oft das Hauptproblem
gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau »

schwer zu beantworten..........oft glaub ich ist es trotzdem (ewige) ruhe haben zu wollen............

andererseit stell ich mir - und zugleich allen hier - gerade die frage: was tun, wenn ich mit meiner kraft am ende bin? wenn ich nicht mehr weiterweiß? was kann ich tun, außer notfallkoffer, in dem moment, wie ja vielleicht manche wissen, eventuell nicht mehr richtig hilft (weil ich die grnze überschritten hab und nicht gespürt hab, dass ich bereits früher gegensteuern hätte müssen)????
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

wenn nichts mehr geht
ist vielleicht eine Pause gut?!

Anhalten, ruhen, pausieren...
nicht mehr versuchen zu funktionieren
oder irgendwas zu schaffen
sondern innehalten
*wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von *wirrli »

weil... viel Druck entsteht ja aus uns selber
wenn wir uns den nehmen können,
dann ist es oft nicht mehr so auswegslos...

kannst du damit etwas anfangen?
Antworten