Skill´s Achtsamkeitsübungen

Hier findet Ihr fachliche und inhaltliche Informationen zum Thema sexueller Missbrauch, wie z.B. Literaturhinweise, Adressen und mehr.
nicki

Skill´s Achtsamkeitsübungen

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 12:39 pm

Ich schreibe hier nun einiges an Übungen für uns alle auf, die uns helfen sollen unser Verhalten-, Gefühls und Denkmuster zu verändern, die zu Schwierigkeiten und seelischen Belastungen in unserem Leben führen.

Wenn ihr nicht zurecht kommt, weil eine Übung nicht gleich funktioniert, macht nichts, es sind Übungen die immer wiederholen könnt.

Vielleicht besprecht ihr auch die eine oder andere Übung mit eurem Therapeuten.

Und ich würde mir wünschen, das hier keine Diskussion entsteht, da die Übungen dann möglicherweise aus einander gerissen werden.

Ich mache hier zu einen Skill´s Austausch- Thread auf, in dem alles besprochen werden kann. Dort können wir dann geeinsam ein Erfahrungsaustausch statt finden.

http://forum.wildwasser.de/viewtopic.ph ... 123#346123

Ich wünsche uns allen ein gutes Gelingen....

liebe Grüße Nicki und passt gut auf euch auf.

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 2:10 pm

Sich seiner Selbst Gewahr werden:

.............................Formen der Bewusstheit...............................................



Vernunft................ ...................Gefühl

.............................in der Schnittmenge.............................................

---------------------Intuitives Verstehe undWissen------------------------------


Innere Achtsamkeit

Was - Fertigkeiten

Was kann ich tun?


Wahrnehmen

- Achte auf dein Erleben. Achte auf deine Wahrnehmung, ohne davon
eingefangen zu werden. Erlebe Sie, ohne auf ihre Wahrnehmung zu
reagieren.
- Lass deine Gefühle und Gedanken in ihrer Bewußtheit kommen und
wieder davon ziehen.
- Entscheide dich, worauf du deine Aufmerksamkeit richten willst und sei
ganz offen für das, was du dann wahr nimmst. Schiebe sie nicht zur Seite
Bleib an nichts haften.

- Sei wie ein Pförtner an einem Tor: aufmerksamfür jeden Gedanken,
jedes Gefühl und jede Handlung- all das, was durch das Tor deines
bewußtsein kommt.
- Wenn du deine Aufmerksamkeit nach inne richtestund beobachtest, dann
siehst du deine Gedanken kommen und gehen, wie Wolken am Himmel.
Wenn wenn du beobachtest, dann achte auf jedes Gefühl, wie es
aufsteigt und wieder entschwindet, wie Wellen am Ozean.
Beobachte genau was sie gerade tun.

- Nehme wahr, was von außen durch deine Sinne zu dir gelangt- durch die
Augen, Ohren, Nase, Haut, Zunge. Schaue , wie andere menschen und
ihre Gefühle ausdrücken.

Beschreiben

-Benne dein Erleben. Wenn ein Gefühl oder ein Gedanke in dir aufsteigt,
oder du etwas tust, dann benenne es z.B. sage dir innerlich:" Ein Gefühl
von Traurigkeit ist gerade in mir aufgetaucht" oder " Die B auch-
muskulatur spannt sich an" oder " Der Gedanke, ich kann das nicht tun"
ist mir gerade gekommen, oder " Ich esse gerade"
-Fasse dein Erleben in Worte. Beschreibe dich selbst was gerade geschieht
Gebe deinen Gefühlen und Regungen eine Beziehung. Nenne ein Gefühl
ein Gefühl, einen Gedanken, einen Gedanken, eine Handlung, eine
eine Handlung. Lasse dich nicht von dem Inhalt gefangen nehmen.


Teilnehmen

- Gehe in die gegenwärtige Situation. Sei du ganz eins mit deiner
Erfahrung, und lass das Grübeln.
- Handle ganz aus dir selbst heraus. Mach genau das was in einer
Situation notwendig ist- wie eine Tänzerin, die eins ist mit der Musik und
ihrem Partner, weder verkrampft noch passiv oder kraftlos.

Übe aktiv diese Fähigkeiten, so lange bis sie ein teil von dir sind und du sie ohne bewußte Steuerung einsetzten kannst

Übe:

1. Ungünstige Situationen zu ändern
2. Ungünstiges verhalten zu ändern.
3. Sich selbst und die Situation zu akzeptieren, wie sie sind.

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 2:34 pm

Wie- fertigkeiten

Wie kann ich das tun?

Nicht bewertend

- Sehe, aber bewerte nicht. Nehme eine nichtbeurteilende Haltung ein. Kümmere dich nur um die Tatsachen. Füge nichts hinzu und nehme nichts weg. Konzentriere dich auf das, " was", nich auf das " gut" oder " böse" das
" schreckliche" oder das " wunderbare" , das " man sollte" oder das" man sollte nicht"

- Trenne deine Bewertungen von den Tatsachen, voon dem " wer, was, wann und wo"

- Nehme jeden Augenblick an. nehme jedes Geschenk an, wie eine Pflanze, die den Regen wie auch die Sonne annimmt.

- Erkenne das Hilfreiche, das Heilsame, aber beurteile es nicht. Erkenne das Schädliche, das Ungesunde, aber beurteile es nicht.

- Wenn du bemerkst, dass du gerade bewertest: Bewerte nicht dein bewerten.

Konzentrieren

- Konzentriere dich in jedem Augenblick immer nur auf eine Sache. Wenn du ißt, dann ißt du, wenn du gehst, dann gehst du, wenn du badest, dann badest du, wenn du arbeitest, dann arbeitst du. Wenn du dich im Gespräch befindest, dann konzentriere deine Aufmerksamkeit auf den Kontakt mit der anderen Person. Wenn du denkst, dann denkst du, wenn du dich ärgerst, dann ärgerst du dich. Wenn du dich an etwas erinnerst, dann erinnerst du dich.
Mache alles mit deiner ganzen Aufmerksamkeit.

- Wenn andere Geschehnisse oder Gedanken, oder heftige Gefühle dich ablenken, lass sie los und geh zurück zu dem was du gerade tust- wieder und wieder und wieder.

- Konzentriere deine Gedanken. Wenn du merkst das sich zwei Dinge zur gleichen Zeit tun, stopp sie und wende deine Aufmerksamkeit wieder einer Sache zu.

Wirkungsvoll

- Konzentriere dich auf das was möglich ist. Mach das was in der Situation zu tun ist.
Kümmere dich nicht um " gerecht" oder " ungerecht", " richtig " oder " falsch", " man sollte" und man " sollte nicht"

- Halte dich an die Spielregeln, und schade nicht dir selbst.
- Handle so gut du kannst und halte dich dabei an die Erfordernisse der Situation, in der du dich befindest - nicht der Situation, in der du gerne wärst, nicht der Situation, die gerade angenehmer wäre...usw....

- denke in der Situation auch an deine Ziele und tue das was notwendig ist, um sie zu erreichen.

- Lass Rache, sinnlosen Ärger und übertriebenen Gerechtigkeitssinn, die dir nur weh tun und keinen Erfolg bringen.

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 2:47 pm

Zwischenmenschliche Fähigkeiten


------------------------Orientierungshilfen-------------------------------------------

Pflege deine Beziehungen

- Lass nicht zu, dass Kränkungen und Problee überhand nehmen.
- Setzte deine zwischenmenschlichen Fähigkeiten ein, um Probleme abzuwenden.
- Beende aussichtslose Beziehungen
- Löse Konflikte, bevor sie überwältigend werden.


Bringe deine persönlichen Ziele und die Anforderungen von anderen Menschen in ein Gleichgewicht- setzte Prioritäten.

- Wenn du dich von Anforderungen überwältigt fühlst, dann reduziere die weniger wichtigen, oder schiebe sie beiseite.
- Bitte andere um Hilfe, sage nein, wenn es notwendig ist.
- Versuche deine eigenen Aufgaben und Strukturen zu schaffen, wenn du nicht genügend zu tun hast. Biete anderen an, etwas zu tun.

Bringe das Verhältnis von Wollen und Sollen in ein Gleichgewicht.

- Schaue wieviel Dinge du tust, die du wirklich tun " möchtest" und wie viele Dinge du tust, weil sie getan werden müssen und die du tun " sollst" Versuche beides im Gleichgewicht zu halten, selbst wenn:

- Du willst, dass deine Meinung ernst genommen wird
- Du von anderen Menschen etwas erwartest.
- Du nein sagst du unerwünschten Forderungen.

Entwickle und steigere Selbstachtung und Kompetenz.

- verhalte dich so, dass du dich kompetent und zufrieden fühlst, und nicht hilflos und abhängig.
- Stehe zu dir selbst, zu deinen Überzeugungen und Ansichten. Folge deinem wahren Selbst.

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 2:58 pm

Zwischenmenschliche Fähigkeiten

Ziele: wozu dienen zwischenmenschliche Fähigkeiten?

Zieleffektivität: Ziele in einer Situation erreichen

- Setzte dich für deine Rechte ein.
- Erreiche, dass deine Meinung oder dein Standpunkt ernst genommen wird.
- Fordere andere Menschen auf, deinem Bitten nachzukommen.
- Löse zwischenmenschliche Konflikte.

1. Welche Ergebnisse oder Veränderungen erhoffe ich mir von diesem Gespräch?
2. Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen? Was wird gelingen?


beziehungseffektivität
Gute beziehungen aufbauen und aufrechterhalten

- Verhalte dich so, dass die andere Person dich weiterhin mag und respektiert.
- Finde ein Gleichgewicht zwischen unmittelbaren Zielen und dem Wert einer langanhaltenden Beziehung.

1. Wie soll die andere Person mir gegenüber empfinden, wenn die Begegnung vorüber ist?
2.Was habe ich zu tun, um eine Beziehung aufzubauen ( oder aufrecht zu erhalten?)
Was wird gelingen?

Selbstavhtungseffektivität:
Die Selbstachtung aufbauen oder aufrecht erhalten.

- Respektiere deine eigenen Werte und Überzeugungen.
-Verhalte dich entsprechend deiner Werte.
- Verhalte dich so, dass du dich kompetent und zufrieden fühlst.

1. Wie möchte ich mich fühlen, wenn eine Begegnung mit dem Menschen vorüber ist?
2. Was habe ich zu tun, um mich so zu fühlen? Was wird gelingen?

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 3:14 pm

Zwischenmenschliche Fähigkeiten



--------------------------Hindernisse-------------------------------------------------

Mangel an Fertigkeiten

Im Moment weißt du nicht, was zu sagen ist, du weißt nicht, wie du dich verhalten sollst, um deine Ziele zu erreichen. Du weißt nicht was wirksam ist.

Störende Gedanken:

Störende Gedanken beeinträchtigen deine Fähigkeiten, erfolgreich zu handeln Du hast die Fähigkeit, aber die störenden Gedanken hindern dich daran, das zu tun oder zu sagen, was du möchtest.

- Sorgen wegen negativer Konsequenzen
" Sie werden mich nicht mögen", sie wird denken, dass ich dumm bin".

- Sorgen, ob dir auch zusteht, was du möchtest.
" Ich bin so ein schlechter Mensch, dass ich das nicht verdiene"

- Sorgen, nicht erfolgreich zu sein- Selbstanklagend.
" Ich werde es nicht richtig machen ", " Ich werde mich lächerlich machen", " ich bin dumm"

Beeinträchtigende Gefühle

Deine Gefühle ( Ärger, Enttäuschung, Angst, Schuldgefühle) beeinträchtigen deine Fähigkeiten erfolgreich zu handeln. Du hast die Kompetenz, aber deine Gefühle hindern dich daran, dass zu tun oder zu sagen, was du möchtest.

Unentschlossenheit

Du kannst dich nicht entscheiden, was zu tun ist, oder was du wirklich willst. Du hast die Fähigkeit, aber deine Unentschlossenheit hindert dich daran, das zu tun oder zu sagen, was du möchtest. Du bist dir unsicher über deine Ziele. Du bist dir unsicher über das richtige Maß:

- zu viele fragen oder gar nicht fragen
- zu allem nein sagen oder allem zustimmen

Umfeld

Manche Umstände machen es sogar für sehr kompetente Personen unmöglich erfolgreich zu sein.

- Andere Menschen sind zu mächtig.
- Andere Menschen fühlen sich bedroht oder haben andere Gründe, zu verhindern, dass du dich durchsetzt.
- Andere Menschen wollendir nicht geben, was du brauchst, ohne dich gleich zu demütigen.

nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 3:26 pm

Zwischenmenschliche Fähigkeiten


Ungünstige Einstellungen ( Mythen)

1. Wenn jemand versucht mich aus der Fassung zu bringen, kann ich das nicht aushalten.

Gegenargument ______________________________________________

2. Wenn ich nein sage, wird mich das umbringen.

Gegenargument__________________________________________________

3. Ich bin es nicht Wert, zu bekommen, was ich möchte, oder brauche.

Gegenargument_______________________________________________

4. Wenn ich um etwas bitte, wird das zeigen, dass ich ein schwacher Mensch bin.

Gegenargument_______________________________________________

5. Ich muß wirklich unfähig sein, wenn ich das nicht schaffe

Gegenargument_______________________________________________

6. Bevor ich um etwas bitte, muss ich wissen, ob die Person ja sagen wird.

Gegenargument_______________________________________________

7. Um etwas zu bitten ist aufdringlich ( schlecht, ichbezogen, selbstsüchtig)

Gegenargument________________________________________________

8. Das ist eigentlich gleichgültig, ich lege keinen Wert darauf.

Gegenargument________________________________________________

9. Offensichtlich existiert dieses Problem nur in meiner Vorstellung
Wenn ich nur anders denken würde, dann müßte ich andere Menschen nicht belästigen.

Gegenargument________________________________________________

10. Diese Situation ist eine Katastrophe ( ist wirklich schlimm, macht mich verrückt, wird mich zerstören, ist ein Unglück)

Gegenargument_______________________________________________

11. Eine Bitte abzulehnen, ist immer selbstsüchtig.

Gegenargument________________________________________________

12. Ich sollte bereit sein, für andere auf meine eigenen Bedürfnisse zu verzichten.

Gegenargument________________________________________________


nicki

Beitrag von nicki » Mo Sep 22, 2008 3:40 pm

Förderliche Aussagen

1. Es ist in Ordnung, wenn ich von einer anderen Person etwas möchte oder brauche.

2. Es steht mir zu, eine andere Person nach etwas zu fragen, das ich möchte oder brauche.

3. Ich kann es aushalten, wenn ich nicht bekomme, was ich möchte oder brauche.

4. Dass jemand nein zu meiner Bitte sagt, bedeutet nicht, dass ich nicht hätte fragen sollen.

5. Wenn ich meine Ziele nicht erreiche, bedeutet es nicht unbedingt, dass ich etwas falsch gemacht habe.

6. Für mich kann es genaus wichtig sein " kleine " Dinge zu erreichen, wie es " große " Dinge für andere Menschen sind.

7. Ich darf auf meinen rechten bestehenund bin immer noch ein wertvoller Mensch.

8. Ich habe das Recht auf meine Meinung, selbst wenn dies für andere Menschenmanchmal unbequem sein mag.

9. Die Tatsache, dass andere Menschen sich manchmal nicht durchsetzten, heißt nicht, dass ich das nicht auch sollte.

10. Ich kann andere Menschen verstehen und schätzen und sie dann noch bitten, was ich möchte.

11. Es gibt kein Gesetz, das mir sagt, dass die Meinungen anderer Menschen richteiger sind als meine.

12. Manchmal möchte ich Menschen, die mir wichtig sind, gefallen, aber ich muß ihnen nicht immer gefallen.

13. Geben ist nicht alles im Leben, ich bin auch ein wichtiger Mensch in dieser Welt.

14. Wenn ichanderen Menschen eine Bitte abschlage, heißt das nicht, heißt das nicht das ich sie nicht mag. Wahrscheinlich werden sie es auch verstehen.

15. Wenn mich jemand um einen Gefallen bitten, bin ich nicht verpflichtet ja zu sagen.

16. Wenn ich zu jemanden nein sage, macht mich das nicht zu einem selbstsüchtigen Menschen.

17. Wenn ich zu jemanden nein sage und er ärgerlich wird, heiß das nicht, dass ich hätte ja sagen sollen.

18. Ich kann mit mir selbst im Reinen sein, auch wenn jemand ärgerlich auf mich ist.

nicki

Beitrag von nicki » Di Sep 23, 2008 2:12 pm

Hallo,

ich denke wir haben oft das Problem unsere Gefühle zu beschreiben. Zum einen weil wir nicht genau hinsehen, zum Anderen weil wir vielleicht nicht die richtigen Worte finden.
Ich denke das ist schon ein großes Übungsfeld, für die Verarbeitung.

deshalb möchte ich jetzt erstmal mit diesem Thema weiter machen.

Ziele des Trainings der Gefühlsregulierung


Lerne, deine Gefühle zu verstehen

- deine Gefühle identifizieren ( beobachten und beschreiben)
- die Bedeutung und die Auswirkung deiner Gefühle verstehen


Lerne, deine emotionale Verwundbarkeit zu verringern.

- übermäßige, selbstschädigende Empfindsamkeit verringern.
- positiven Gefühlen mehr Raum geben.


Lerne, emotionales Leiden zu vermindern

- schmerzliche Gefühle mit innerer Achtsamkeit wahrnehmen
- schmerzliche Gefühle durch entgegengesetzte Handlungen ändern.


Ausdrucksformen von Freude:

Spaß, Wonne, Fröhlichkeit, Genuß, Ausgelssenheit, Zuverlässigkeit, Stolz, Lustigkeit, lust, Hingabe, Entzücken, Übermut, Euphorie, Erregung, Bezauberung, Triumph, Wohlgefallen, Jubel, Zuversicht usw......


Erlebnisse, die das Gefühl von Freude hervorrufen können:

- du erledigst erfolgreich eine Aufgabe
- du erreichst ein positives Ergebnis.
- du bekommst was du willst.
- du wirst respektiert, geschätzt oder gelobt.
- du bekommst etwas wofür du hart gearbeitet hast.
- du erlebst eine wunderbare Überraschung
- etwas geht besser aus, als du erwartet hast.
- die Realität übertrifft deine Erwartungen.
- du tust etwas, dass dir gut tut und angenehme Gefühle in dir auslöst.

usw......

nehme schöne Erlebnisse wahr so wie sie sind und verändere nichts daran.

DAs Gefühl von Freude erleben:

- Aktiv und voller Energie
- Lust haben zu kichern, oder zu lachen
- merken dass das Gesicht ganz warm wird.

Auswirkungen der Freude:

- zu anderen Menschen freundlich oder liebenswürdig sein
- eine positive Einstellung haben; die angenehmen Dinge des Lebens zu sehen
- sich an andere Zeiten erinnern, in denen es dir so gut ging.
- erwarten dass es dir auch weiterhin so gut geht

usw.....


nicki

Beitrag von nicki » Di Sep 23, 2008 2:41 pm

Nutze deine Ressourcen....

Ressourcen sind Kraftquellen. Dazu können persönliche Neigungen, Talente, Fähigkeiten und Hobbys, aber auch Sozialkontakte, Familie, Wohnung und Beruf gehören.Alles was dir langfristig gut tut, kann dich stabilisieren.
Auch der Alltag mit einer sich wiederholenden Tagesstruktur kann eine Ressource sein und Sicherheit vermitteln

Wenn es dir geling, Verpflichtungen mit Entspannung und angenehmen Aktivitäten zu verbinden, kannst du deine Stresstoleranz und Belastbarkeit verbessern.

Erstelle doch mal eine persönliche Ressourcen- Liste...

Einige Beispiele....

- bewegung
- bewusste Wahrnehmung der Natur
- Musik
- Literatur
- Kreativität ( basteln, malen, Handarbeiten etc.)
- Backen
- Geselligkeit
- Lachen....was bringt dich zum Lachen?



Info.

Vorstellungen verändern das Gehirn

Inzwischen gibt es auch von Seiten der Hirnforschung Bestätigung dafür, dass Vorstellungen das Gehirn fast genauso beeinfluusen und formen können wie echte Erfahrungen. Schon länger wissen wir, dass Vorstellungsbilder im Körper zu nachweisbaren veränderungen führen. Lebhafte Visoalisierung, d.h. lebhaftes Sich- Vorstellen aktiviert dieselben Gehirnzellen wie die vorgestellte Handlung selbst


Dankbarkeitstagebuch

Nimm dir am Abend um eine bestimmte Zeit fünf Minuten frei und überdenke die letzten 24 Stunden. Notiere bis zu fünf Dinge in deinem Leben, für die du dankbar bist.

nicki

Beitrag von nicki » Di Sep 23, 2008 3:10 pm

Eine Last kann auch STARK machen....


Das Märchen von der Palme

Durch eine Oase ging ein finsterer Mann, mit namen Ben. Er war so gallig in seinem Charakter, dass er nichts gesundes und Schönes sehen konnte, ohne es zu verderben. Am Rand der Oase stand ein junger Palmenbaum in bestem Wachstum.
Der stach diese finsteren Mann in die Augen. Da nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme in die Krone. Mit einem bösen Lachen ging er weiter.
Die junge Palme schüttelte sich und bog sich und versuchte, die Last abzuschütteln.
Vergebens. Zu fest saß der Stein in der Krone. Da krallte sich der junge Baum tiefer in den Boden und stemmte sich gegen die steinernde Last. Er senkte seine Wurzeln so tief, dass sie die verborgene Wasserader der Oase erreichten und stemmte den Stein so hoch, dass die Krone über jeden Schatten hinausstrahlte.
Wasser aus der Tiefe und die Sonnenglut aus der Höhe machen eine königliche Palme aus dem jungen Baum.

Nach jahren kam Ben wieder, um sich an dem Krübbelbaum zu freuen, den er verdorben hatte. Er suchte vergebens.
Da senkte die stolze Palme ihre Krone, zeigte Ben den Stein und sagte:>> Ben, ich muß dir danken, deine Last hat mich stark gemacht.

nicki

Beitrag von nicki » Di Sep 23, 2008 6:54 pm

Was hilft bei Angst?

traumatisierte Menschen leiden sehr oft unter Angst und Panik. Die mit dem Trauma verbundene Angst meist als sehr quälend und vorallem überwältigend empfunden.
Man fühlt sich hilflos, was dabei viellleicht das Schlimmste ist.


Ausdrucksformen von Angst:

Entsetzten, Schreckhaftigkeit, Schmerz, Schock, Panik, Furcht, Spannung, Besorgnis, Befürchtung, Nervosität, Leid, Unbehagen, Sorge, Grauen...usw...


Erlebnisse die das Gefühl von Angst hervorrufen können.

- du bist in einer neuen oder ungewonten Situation.
- du bist allein ( zu Hause, beim Spazierengehen, allein Lebend ...)
- du bist in der Dunkelheit.
- du befindest dich in einer Situation, in der du früher schon mal bedroht oder verletzt wurdest, oder du hast schmerzhafte Dinge gesehen.
- du verlierst das Gefühl von Kontrolle


Vorstellungen, die das Gefühl von Angst hervorrufen können.

- du glaubst, dass dich jemand ablehnen, kritisieren, nicht mögen oder gegen dich sein könnte
- du glaubst das ein Scheitern möglich ist, du erwartest das Scheitern.
- du glaubst nicht, dass du die Hilfe und Unterstützung, die du brauchst bekommen würdest.
- du verlierst das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben oder das Gefühl von Kompetenz.
- du glaubst, dass du sterben könntest, oder du bald sterben wirst......usw...


Das Gefühl von Angst erleben:

- Schweißausbrüche
- die Blicke huschen umher, unruhiges Herumschauen
- Atemlosigkeit
- du hast einen Kloß im Hals, ein würgendes Gefühl
- Muskelanspannung und Verkrampfung
- Durchfall, Erbrechen
- dir wird kalt


Auswirkung der Angst.

- du verlierst die Fähigkeit, dich zu konzentrieren, oder wirst verwirrt
- du fühlst dich benommen
- deine Umgebung erscheint dir unwirklich ( Derealisierung) du verlierst das Gespür für dich selbst ( Depersonalisation)
- Schock/ Betäubung

Selbsthilfe... Was du bei Angst tun kannst

- konzentriere dich auf deinen Körper. Nehme achtsam irgendeinen Teil deines Körpers wahr, z.B. kannst du dich wie ein Baby auf deine Finger oder Zehen konzentrieren und diese genau betrachten.

- Mach dir klar, dass du mehr bist als deine Angst
beobachte dich dabei, wie du angst hast. Sage dir: >> Ich kann mich beobachten, wie ich Angst habe, deshalb bin ich mehr als meine Angst

- Frage dich: >> Wer in mir hat diese Angst? Bin ich das, die erwachsene Personvon heute oder ist das ein jüngeres Ich?

- Falls ja, kannst du dein jüngeres Ichberuhigen, ihm deutlich machen, wo du jetzt bist, welche Zeitjetzt ist und das jetzt alles in Ordnung ist.

- Wenn dein jüngeres Ich Grund hat, Angst zu haben, z.B. weil es etwas schlimmes erlebt hat, hilft es ihm, wenn du ihm sagst, dass du seine Not und Angst verstehst.

- Das was den meisten Menschen hilft ist Mitgefühl.

- Mache etwas, das dir Freude bereitet. Nichts ist hilfreicher als Dinge zu tun, die man gerne tut.


Wichtig.....Aufgrund einer traumatischen Erfahrung Angst zu haben ist normal. Es ist wichtig, sich das immer wieder zu sagen.

- Es hilft auch zu merken, dass einem andere etwas zutrauen und dann zu schauen, ob man nicht doch mutiger ist, als man gerade jetzt denkt.

Du kannst auch andere fragen; WAS DENKST DU; WAS KLAPPT BEI MIR GUT; WAS KANN ICH; WANN HABE ICH MICH GEFREUT; WAS WEI?T DU VON MIR; WAS ICH GUT KANN.......

nicki

Beitrag von nicki » Mi Sep 24, 2008 2:52 pm

Ausdrucksformen der Scham


Reue, Verwirrung, Vernichtungsgefühl, Beleidigung, gewissensbisse, Reue, Scham, Verlegenheit, Zerknirschung, Demütigung, Schuldgefühl, kränkung.....


Erlebnisse, die das Gefühl von Scham hervorrufen können.

- du tust etwas ( fühlen od. denken) von dem du oder Menschen, die dir wichtig sind, glauben, dass es falsch oder unmoralisch ist.
- du erinnerst dich an etwas Falsches, Unmoralisches oder " Anstößiges", das du früher einmal getan hast.
- etwas sehr persönliches von dir wird bloßgestellt.
- andere Menschen merken das du etwas falsch gemacht hast und machen sich über dich lustig.
- du wirst öffendtich kritisiert und erinnerst dich an öffentliche Kritik.
- deine Integrität wird angegriffen.
- du wirst von einem Menschen den du liebst verraten.
- von dir wird erwartet, dass du über intimes sprechen mußt
.....usw.....

Vorstellungen, die das Gefühl von Scham hervorrufen können:

-du glaubst das dein Körper nicht richtig ist...zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn
- du glaubst das du böse, unmoralisch oder nicht in Ordnung bist
- du glaubst das du den Erwartungen Anderer nicht entsprichst.
- du hälst dich für minderwertig, nicht gut genug oder nicht so gut wie andere Menschen
- du vergleichst dich mit anderen und denkst du seist ein Versager.
- du glaubst du bist nicht liebenswert.
....usw....

Das Gefühl von Scham erleben:

- druckgefühl in der Magengegend
- das Gefühl von Angst
- weinen, schluchzen, Tränen, erröten, ein erhitztes Gesicht
- das Gesicht verdecken oder verstecken wollen.
- das Gefühl zu würgen, zu ersticken
...usw....

Auswirkungen der Scham:

- du vermeidest über das Geschehene nachzudenken " dichtmachen" alle Gefühle blockieren.
- du stürzt dich in unüberlegtes Verhalten, um dich abzulenken.
- Isolation
- starke Gefühle von Ärger, Traurigkeit oder andere negative Gefühle

Welche Bedeutung haben Gefühle?

Durch Gefühle kommunizieren wir mit anderen Menschen, und wir beeinflussen andere mit ihnen.

Gefühle sind eng mit dem Gesichtsausdruck verbunden. Bei Naturvölkern und bei Tieren haben Gesichtsausdrücke die gleiche Funktion wie Worte. Auch in moderen Gesellschaften übermittelt die Mimik Botschaften schneller als Worte es tun.
Wenn es wichtig ist, anderen etwas mitzuteilen, kann es unter Umständen sehr schwierig sein unsere Gefühle zu kontrollieren.
Ob wir wollen oder nicht, jedesmal wenn wir Gefühle ausdrücken, beeinflussen wir andere Menschen.


Gefühle motivieren unser Verhalten. Die Motivation zum Handen ist oft fest mit bestimmten Gefühlen verbunden. gefühle bereiten uns auf das Handeln vor.
Intensive Gefühle helfen uns Hindernisse zu überwinden. Hindernisse in uns selbst oder in der Umgebung.

Gefühle können unsere Wahrnehmunen und Konzepte bestätigen.

Unsere emotionale Reaktion auf Menschen oder Ereignisse können können uns Informationen über eine Situation geben. Gefühle können Signale sein, dass etws geschieht.
Wenn wir ihnen aber zu starke Bedeutung beimessen, dann kann es passieren, dass Gefühle wie Tatsachen behandelt werden: " Wenn ich mich unfähig fühle, dann bin ich es auch", wenn ich vor etwas Angst habe, dann ist es auch bedrohlich", " ich liebe ihn, also muß er auch in Ordnung sein.

nicki

Beitrag von nicki » Mi Sep 24, 2008 3:09 pm

Schamgefühle kommen häufig vor

traumaopfer schämen sich oft, als hätten sie etwas falsch gemacht, sich schlecht benommen. Menschen die traumatische Erfahrung gemacht haben, äußern sich deshalb darüber häufig in Gesprächen mit professionellem Kontex nicht. Häufig eben aus scham, insbesondere dann, wenn es sich um sexuelle Gewalterfahrungen handelt. Auch Schuldgefühle können eine Rolle spielen, wenn man sich nicht traut, über traumatische Erfahrungen zu sprechen.

Ein weiterer Grund kann sein, dass die traumatische Erfahrung für normal gehalten wird.
Viele wissen auch nicht, dass Gewalt gegen Kinder, insbesondere, wenn diese sehr klein sind, verheerende Folgen haben kann und das die Gewalt heute als eine Form der Traumatisierung verstanden wird.

Nicht bagatelliesieren

Je mehr man denkt, dass das, was einem wiederfährt " normal" ist, desto eher wird man sich dafür schämen oder schuldig fühlen.
Tatsächlich sind Traumata etwas, das niemals " normal" ist.

nicki

Beitrag von nicki » Mi Sep 24, 2008 3:21 pm

Die Verwundbarkeit gegenüber schmerzhaften Gefühlen verringern.

körperliche Krankheiten behandeln

- achte auf deinen Körper
- gehe zum Arzt wenn es nötig ist
- nimm die verordneten Medikamente

Ausgewogen ernähren

- iß weder zu viel noch zu wenig
- halte dich fern von Nahrungsmitteln, die dich übersättigen und nicht guttun.

Stimmungsverändernde Substanzen vermeiden

- meide nicht verordnete Medikamente, Drogen einschl. Alkohol

Ausreichend Schlaf

- versuche so viel Schlaf zu bekommen, dass du dich wohl fühlst
- mach ein Schlafprogramm, wenn du Schlafschwierigkeiten hast


Bewegung

- betätige dich jeden Tag körperlich
- versuche auf 20 Min. Training zu kommen

Selbstdisziplin

- nimm dir jeden Tag etwas vor und erledige es
- So bekommst du Kontrolle über dein Leben und fühlst dich kompetent.


Positive Erfahrungen sammeln

Kurzfristig: mache angenehme Dinge, die jetzt möglich sind.

Langfristig, ändere dein Leben so, dass positive Ereignisse häufiger vorkommen, schaffe dir ein lebenswertes Leben

- arbeite Zielorientiert. Sammel positive Aktivitäten
- erstelle eine Liste der positiven Ereignisse, die du dir wünscht
- notiere kleine Schritte, in Richtung Ziel
- mach den ersten Schritt


- kümmere dich um deine Beziehungen
- stelle alte Beziehungen wieder her
- bemühe dich um neue Beziehungen
- arbeite an gegenwärtigen Beziehungen

Vermeide das Vermeiden. Vermeide es aufzugeben



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