Auskotzen über Therapie (Trigger)

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tangelsand
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Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von tangelsand » So Nov 07, 2021 9:26 am

Ich bin seit 2017 in regelmässiger Gesprächstherapie. War in drei Kliniken, auch in der Psychiatrie. Die erste Thearpeutin die ich hatte - das war 2003, oder so, war so ne Tante vom Jugendamt, hat gleich mal in Frage gestellt ob meine Erinnerung an den Mb überhaupt echt wäre (WTF). Nun, ich hab sehr lange Zeit ohne Therapie gelebt, machte nebenbei ein bisschen Kunsttherapie, allerdings bei einer Bekannten, der ich sowieso schon vertraut hab und bei der ich mich immer wohl gefühlt habe. Aber ohne in die Tiefe zu gehen. Und weil es mir nicht besser ging landete ich eben in Kliniken. Die erste war ziemlich beschissen, kam mir wie eine Erziehungsanstalt vor, die zweite hat den Mb einfach ausgeblendet (man durfte nur in Einzelsettings über das Thema sprechen...ich weiß schon, um andere nicht zu triggern oder um "Normalos" zu schonen weil die sich dann schlecht fühlen, weil die einfach "nur" depressiv sind...aber was soll das?? Muss ich mein Leben immer im Schrank verstecken? Ich hab halt nunmal keinen Schwank aus meiner Jugend zu erzählen um andere aufzuheitern ...und das saug ich mir auch nicht aus den Fingern, das wurde tatsächlich zu mir gesagt: Ich soll doch mal was lustiges erzählen ;D)
Nun ja...die letzte Klinik hat mir dann tatsächlich was gebracht. Aber auch dort war vieles fraglich, besonders für andere aus meiner abgesonderten Traumagruppe...Spezialeinheit...was auch immer...Bloß verstecken damit sich aussenstehende Patienten schön lustig drüber machen können. Ich weiß schon, dass es ja nur zum eigenschutz dient, aber es tut eben sein übriges dazu bei das Thema MB und Trauma auszugrenzen und zu einer Special- Einheit zu machen - Und das merke ich! Was mir entegenkommt von Unwissenden/Nicht-Betroffenen! Das Thema möchten die am liebsten ausgrenzen. Es fällt ihnen schwer zu verstehen, etwas dazu zu sagen, weil alles so schrecklich und unglaublich klingt (Im Fernsehen heißt es ja auch immer: Ein unglaubliches schockierendes Verbrechen ...)
Und nun das Unglaubliche!
Ich hab mich ja schon fast dran gewöhnt dass viele meiner Bekannten und Freunde die kein Trauma erlebt haben mich anschauen wie ein Auto wenn ich mal was erwähne. Man wird zurück gewiesen, sagt, dass man das jetzt nicht hören wolle, das ich mich nicht so rein steigern soll, dass es ja andere gibt die viel schlimmeres erlebt haben ...blablabla (Natürlich gibt es auch hellere Birnen, aber die sind meistens selbst betroffen, oder eben emotional interlligent - großes Dankeschön an alle die da noch Gehirnzellen im Herz haben :)) Selbst in der Partnerschaft bekommt man als betroffene oft kein Verständnis, oder noch schlimmeres... Ausblenden, zu eigenen Zwecken der Sexualität nehmen, herunterspielen. Alles schon erlebt.
Alles kein Ding, weiß ja dass Unwissende sich oft die Realität schön reden, oder zu sehr in ihrer Umlaufbahn fest stecken...
Aber meine eigene Therapetin?
Frag mich warum die sich Trauma-Therapeutin nennt.
Ich erzählte etwas. Eine Horrorszene aus meinem Leben. Und dann fragt die Therapeutin mich: Geht das überhaupt mit Kleinkindern?
:shock: :roll:
Anstatt ihren Job zu machen ...
Und da frägt die sich ernsthaft...
Natürlich geht das! Wenn ein perverser Pädo sein Ding reinstecken will, dann bekommt er es auch in eine Haselnuss! Meine Fresse ...
Haha... war dann sehr putzig, als sie dann durch die Polizei erfahren hat, dass solche Dinge tatsächlich passieren! Aber hauptsache erstmal in Frage stellen. Hmm...
Die Entschuldigung dafür war dann: Sie hätte sich nicht vorstellen können, dass es sowas tatsächlich gibt. Es wäre so unvorstellbar gewesen...das ein Pädo sein Ding überall rein kriegt. Selbst in ein Baby ...
Ja gute Frau, dann geh doch nach Hause! Was suchst du dann im Bereich Traumatherapie? Ich kann hier nur den guten alten Reezo zitieren:
Wer in seinem Job inkompetent ist, der soll doch nach Hause gehen!
Das ist genauso wie wenn ich in meinem Job sage: Ne ihr Haus putze ich nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann das ihr Haus wirklich so dreckig ist...WTF?
Ich erlebe immer wieder viel viel Inkompetenz in Therapien. Es gab bisher nur eine Therapeutin bei der ich mich richtig verstanden gefühlt habe. Aber die arbeitet in einer Klinik und ist ziemlich ausgebrannt. Wäre ich auch ... wenn ich die einzige Thera auf der Erde bin, die Betroffene versteht xD Ironie off*
Fazit: MB wird immer noch als Spezial-Thema behandelt! Wer sich nicht damit auseinander setzen will soll nach Hause gehen und in seiner bunten Lebkuchenwelt glücklich werden! Ich verstehe das. Würde ich auch gerne. Aber der Scheiß klebt nunmal an mir wie Scheisse.

Wie auch immer ... Ich kenne meine Leute ja inzwischen. Die genauso sauer sind wie ich. Die wissen von was ich da rede. Alles weitere Betroffene. Für mich ist DAS unvorstellbar: Das sich Therapeuten nicht vorstellen können das es das gibt. Und trotzdem Traumatherapie anbieten.

Nun, ich brauche hier nun keine Ratschläge. Keiner sagt mir bitte, dass ich mir eine andere Thera suchen soll. Dazu habe ich einfach keine Kraft mehr. So. Und auch keine anderen Tips und Tricks. Ich weiß dass es auch kompetente Theras gibt.
Ich wollte mich hier einfach nur auskotzen. Deswegen sind hier auch nur Kommentare erwünscht von Menschen die sich auch auskotzen wollen. Danke für die Aufmerksamkeit.

eli

Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von eli » So Nov 07, 2021 11:42 am

Hallo tangelsand,

ja was soll ich sagen... das ist unglaublich sch.. diese Aussage. Und ich geb dir Recht: So jemand hat in der Traumatherapie nichts zu suchen.
Der Begriff ist halt nicht geschützt. Jeder Idiot kann sich Traumathera nennen nach einem Wochenendseminar EMDR.

Meine Ex Thera galt auch als super TraumaThera.. und nun ja... war zum kotzen. Habe viel zu spät verstanden, dass sie das Thema nicht interessiert, weil sie selbst ein tolles leben hatte. was interessiert mich dann so eine sch.. bzw. man kann sich einfach nicht reinversetzen. ihr gutes recht aber dann soll sie halt so leute nicht behandeln.

Wenn ich dürfte würde ich dir sagen: Such dir jemand anderes, weil es verlorene Zeit ist. Und ich glaub das weisst du auch. aber ich lass es. :wink:
Jedenfalls wie du sagst muss bei aller wut festgehalten werden dass es auch andere gibt, wie du ja auch meintest. die zu suchen und zu finden lohnt sich finde ich.

Eli

wayward affinity
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von wayward affinity » Mo Nov 08, 2021 3:50 pm

Hah, das ist Auskotz-Gold, tangelsand..

Kindesmb = ausgegrenztes Spezialthema. Das ist für mich persönlich auch ein zentrales Thema. Ausgrenzung, Diskriminierung.

Mit Therapeuten habe ich schon seit Jahren nichts mehr zu tun, meine Hauptaufarbeitung lief autonom und mir gehts heute recht ausgeglichen. Das war kein ''Kinderkram'', im Gegenteil ''Kinder''kram im forensischen Sinne. Da hätt mir kein Thera helfen können, hätte mich nur ausgebremst. Was funktioniert hat, war Austausch mit anderen Betroffenen sowie eigene Recherche und Analyse. Die Sinne schärfen, auf die Intuition hören und durchhalten.
tangelsand hat geschrieben:
So Nov 07, 2021 9:26 am
Fazit: MB wird immer noch als Spezial-Thema behandelt! Wer sich nicht damit auseinander setzen will soll nach Hause gehen und in seiner bunten Lebkuchenwelt glücklich werden! Ich verstehe das. Würde ich auch gerne. Aber der Scheiß klebt nunmal an mir wie Scheisse.
''Würde ich auch gerne. Aber der Scheiß klebt nunmal an mir wie Scheisse.''

Noch sagst du das so. Vielleicht ändert sich das. Ich jedenfalls fühle mich vollständiger denn je, seit ich diesen extremen Teil meiner Vergangenheit emotional weitgehend aufgearbeitet und als wichtigen Anteil meiner Identität und Geschichte verstanden und anerkannt habe. Es klebt auch an mir, in meiner DNA genau genommen, meine Nachfahren würden es genetisch noch spüren, selbst wenn wir uns nie begegnen sollten. Aber ich werte nicht, ich lebe damit und ich finde man kann gut damit leben. Nur, dass ich mich fühle wie auf dem Geisterplaneten Erde, in eine Parallelgesellschaft der pathologisierten Psycho Freaks abgedrängt (die es so nicht mal gibt) während sich vor meiner Nase eine geschönte Gesellschaft breitmacht.

Ja es ist ein ''spezielles'' Thema, besonders tabuisiert heutzutage. Das hindert auch ganz stark die kollektive Aufarbeitung und Prävention in der Gesellschaft. Hinter dieser Ausgrenzung steckt keine tiefere Agenda, es ist bloße Bequemlichkeit und funktioniert wunderbar, da die Betroffenen sich ohnehin kaum wehren können. Es sind nun mal geschwächte, suizidale, verstörte, überforderte Traumatisierte in einer Umwelt, die sie in die Therapeutische Abstellkammer verfrachten und ohne ''dieses Thema'' weiterleben will... aber eben auch ohne diese Menschen.


Zu Therapeuten hab ich nix nettes sagen. Der Berufszweig ist eine Perversion. Die Psychologie an sich ist nicht schuld. Aber irgendwelchen Milchgesichtern die Aufarbeitung der harten Forensik zu überlassen ist kompletter Bullshit. Man muss nur ertragen können als guter Berater, man braucht nicht viel Bücherwissen. Aber diese Leute haben sich ihr Leben lang hinter Bücherwissen versteckt um nichts davon mit eigener Psyche ertragen zu müssen. und die geschwächten Klienten, die immer noch weitgehend als ''Patienten'' tituliert werden spielen mit weil sie nicht glauben könnten wie inkompetent so manche Fachperson ist und suchen den Fehler bei sich.

Sowas gibt's zu oft, weil es nicht gemeldet wird. Weil viele ''Patienten'' weiter mitspielen. Das was du beschreibst klingt ja schon sehr offensichtlich inkompetent. Es gibt aber oft subtilere Fälle, die unbemerkt zu Lasten des Klienten weitergehen.
Deswegen sind hier auch nur Kommentare erwünscht von Menschen die sich auch auskotzen wollen.
Das ist mal ne klare Ansage :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=DmFjZQZMIVs PTBS Lifestyle

https://www.deine-playlist-2020.de Aktion ''Kein Kind alleine lassen'' Flyer und Plakate zum Ausdrucken

tangelsand
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von tangelsand » Di Nov 09, 2021 3:02 pm

eli hat geschrieben:
So Nov 07, 2021 11:42 am
Hallo tangelsand,

ja was soll ich sagen... das ist unglaublich sch.. diese Aussage. Und ich geb dir Recht: So jemand hat in der Traumatherapie nichts zu suchen.
Der Begriff ist halt nicht geschützt. Jeder Idiot kann sich Traumathera nennen nach einem Wochenendseminar EMDR.

Meine Ex Thera galt auch als super TraumaThera.. und nun ja... war zum kotzen. Habe viel zu spät verstanden, dass sie das Thema nicht interessiert, weil sie selbst ein tolles leben hatte. was interessiert mich dann so eine sch.. bzw. man kann sich einfach nicht reinversetzen. ihr gutes recht aber dann soll sie halt so leute nicht behandeln.
Hey Eli,
deine Thera hat es nicht interressiert? :shock: Okay... das ist ja auch mal sch...
Es gibt ja Therapeuten die nehmen einen erst garnicht wenn es um Mb geht. Hatte ich auch schon gehört. Aber sich dann mitten in der Therapie dazu entscheiden, dass es sie nicht juckt, ist schon extrem unproffessionell. Gut das du sie los bist. So was geht garnicht.Und wer sich Therapeut nennt und nicht in diese Dinge hineinversetzen kann, der ist falsch in seinem Beruf.

tangelsand
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von tangelsand » Di Nov 09, 2021 3:38 pm

wayward affinity hat geschrieben:
Mo Nov 08, 2021 3:50 pm
Hah, das ist Auskotz-Gold, tangelsand..
Danke das dir meine Schimpftirade gefällt. Hab mir extra Mühe gegeben ...

Kindesmb = ausgegrenztes Spezialthema. Das ist für mich persönlich auch ein zentrales Thema. Ausgrenzung, Diskriminierung.
Woran machst du das fest?
Fällt mir auch immer wieder auf. Nicht nur mir, sondern auch vielen anderen aus meiner SHG geht es so. Ich hatte mal einen Termin bei einer Thera die bevor ich kam all ihre Kinder evakuiert hat, damit die keine ungesunde Strahlung von mir abkriegen :lol: Danke für´s Gespräch. Bin ich nie wieder hin ...


Mit Therapeuten habe ich schon seit Jahren nichts mehr zu tun, meine Hauptaufarbeitung lief autonom und mir gehts heute recht ausgeglichen. Das war kein ''Kinderkram'', im Gegenteil ''Kinder''kram im forensischen Sinne. Da hätt mir kein Thera helfen können, hätte mich nur ausgebremst. Was funktioniert hat, war Austausch mit anderen Betroffenen sowie eigene Recherche und Analyse. Die Sinne schärfen, auf die Intuition hören und durchhalten.
Autonom kann ich auch gut. Der Austausch mit anderen ist Gold wert. Nur so hab ich überlebt. Und natürlich auch weil ich kreativ damit umgegangen bin. In der Therapie bin ich jedes mal verkrampft. Bin wirklich am überlegen ob es mir jetzt nicht langsam reicht.




''Würde ich auch gerne. Aber der Scheiß klebt nunmal an mir wie Scheisse.''
Noch sagst du das so. Vielleicht ändert sich das. Ich jedenfalls fühle mich vollständiger denn je, seit ich diesen extremen Teil meiner Vergangenheit emotional weitgehend aufgearbeitet und als wichtigen Anteil meiner Identität und Geschichte verstanden und anerkannt habe. Es klebt auch an mir, in meiner DNA genau genommen, meine Nachfahren würden es genetisch noch spüren, selbst wenn wir uns nie begegnen sollten. Aber ich werte nicht, ich lebe damit und ich finde man kann gut damit leben. Nur, dass ich mich fühle wie auf dem Geisterplaneten Erde, in eine Parallelgesellschaft der pathologisierten Psycho Freaks abgedrängt (die es so nicht mal gibt) während sich vor meiner Nase eine geschönte Gesellschaft breitmacht.
Ja das versuche ich. Leichter gesagt als getan. Die Integration fällt mir immer noch schwer, obwohl es jetzt schon viel besser als früher klappt. Schön dass das diir so gut gelingt. Das ist super. In der DNA ist es für immer gespeichert. Schrecklich sowas :(
Ja es ist ein ''spezielles'' Thema, besonders tabuisiert heutzutage. Das hindert auch ganz stark die kollektive Aufarbeitung und Prävention in der Gesellschaft. Hinter dieser Ausgrenzung steckt keine tiefere Agenda, es ist bloße Bequemlichkeit und funktioniert wunderbar, da die Betroffenen sich ohnehin kaum wehren können. Es sind nun mal geschwächte, suizidale, verstörte, überforderte Traumatisierte in einer Umwelt, die sie in die Therapeutische Abstellkammer verfrachten und ohne ''dieses Thema'' weiterleben will... aber eben auch ohne diese Menschen.
Ohne die Menschen vielleicht nicht, aber es läuft schon sehr viel schief was das Thema betrifft. Aber ja, es hindert auf jeden Fall das Wachstum und Voranschreiten einer Gesellschaft die sich mit dem Thema auseinander setzen muss, weil es das ganze Kollektiv angeht und nicht nur die traumatisierten oder Betroffenen. Es hängt so viel damit zusammen. Nicht nur der Mb an sich.
Zu Therapeuten hab ich nix nettes sagen. Der Berufszweig ist eine Perversion. Die Psychologie an sich ist nicht schuld. Aber irgendwelchen Milchgesichtern die Aufarbeitung der harten Forensik zu überlassen ist kompletter Bullshit. Man muss nur ertragen können als guter Berater, man braucht nicht viel Bücherwissen. Aber diese Leute haben sich ihr Leben lang hinter Bücherwissen versteckt um nichts davon mit eigener Psyche ertragen zu müssen. und die geschwächten Klienten, die immer noch weitgehend als ''Patienten'' tituliert werden spielen mit weil sie nicht glauben könnten wie inkompetent so manche Fachperson ist und suchen den Fehler bei sich.
Viele ertragen es aber nicht und das überspielen sie mit Inkompetenz. Ist meine Meinung. Und du hast recht. Es braucht einfach Leute die bereit sind zu ertragen und in der Lage dazu sind dann noch vernüftgie Sätze sprechen zu können. Mindestens das hat jeder Betroffene verdient und nicht irgendso eine Laien-Psychologie.

Sowas gibt's zu oft, weil es nicht gemeldet wird. Weil viele ''Patienten'' weiter mitspielen. Das was du beschreibst klingt ja schon sehr offensichtlich inkompetent. Es gibt aber oft subtilere Fälle, die unbemerkt zu Lasten des Klienten weitergehen.
Ja das kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht jedem klar wird weil es zu suptil ist. Ich meine es gibt noch ein paar Fachleute. Nicht viele, aber vielleicht eine handvoll bei denen man tatsächlich gut aufgehoben ist. Nicht jeder braucht das. Mir fällt es manchmal schwer zu durchschauen wenn es jemand nicht gut mit mir meint ...woher das wohl kommt :roll:
Jedenfalls bin ich mit meiner Thera so gut wie durch. Ich bin stabil genug um ohne Therapie auszukommen weil ich schon immer eher autonom war. Das glelingt mir allerdings nicht immer gleich gut. Aber das ist ja in der Therapie nicht anders.
Deswegen sind hier auch nur Kommentare erwünscht von Menschen die sich auch auskotzen wollen.
Das ist mal ne klare Ansage :lol:
Jup. :lol: danke für deine Antwort

wayward affinity
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von wayward affinity » Di Nov 09, 2021 9:13 pm

tangelsand hat geschrieben:
Di Nov 09, 2021 3:38 pm

Kindesmb = ausgegrenztes Spezialthema. Das ist für mich persönlich auch ein zentrales Thema. Ausgrenzung, Diskriminierung.
Woran machst du das fest?
Wie du schon sagtest, man wird angeguckt wie ein Auto. Und ich finde das verstörend, solche Reaktionen, wo doch Solidarität angebracht wäre. Ich sehe auch Therapie oft als Ausrede, als Abstellkammer für das Thema, damit scheinbar ''Außenstehende'' sich damit nicht beschäftigen müssen.

So werden Betroffene pathologisiert und ganz legal ausgegrenzt. Es ist nichts verkehrt, oder ''krank'' daran nach traumatischen Ereignissen oder Lebensphasen traumatisiert zu sein. Kindesmb sieht aber nicht so gut aus auf der Frühstücksflockenpackung, lieber eine glückliche Familie abbilden. Zielgruppe ist eine fleißige, konsumfreudige Gesellschaft.

Einfacher als dieses Realitätsmodell zu demontieren, ist es, die einzelnen Leute therapeutisch für krank zu erklären. Einfacher, aber als Problemlösung nicht sinnvoll.

Die Therapeuten, die sich in den Beruf verirrt haben und trotzdem irgendwie Ahnung haben, gibt es wohl. Notwendig für eine effektive Aufarbeitung sind sie nicht.

Persönlich musste ich schon Kontakte abbrechen, weil es mich ohne meine Geschichte nun mal nicht gibt. Und auch verwaltungstechnisch habe ich Ausgrenzung erlebt, denn ich bekenne mich offen zu meiner Herkunft. Fühle mich zu unwohl wenn ich mich verstecken muss während alle um mich herum so gottverfickt locker sind. Und es ist einfach mal legal mir zu Therapie zu raten. Man erwartet dann, dass ich mich normalisiere, ''gesund'' werde. Hab ich nicht vor, ich fühle mich ''psychisch krank'' sehr wohl. ( Genaugenomen will ich der bekloppteste aller Zeiten werden, nichts bereitet mir mehr Freude.)

''Woran machst du das fest'' kleine aber feine Frage, darüber könnt ich Bücher schreiben.
https://www.youtube.com/watch?v=DmFjZQZMIVs PTBS Lifestyle

https://www.deine-playlist-2020.de Aktion ''Kein Kind alleine lassen'' Flyer und Plakate zum Ausdrucken

tangelsand
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von tangelsand » Mi Nov 10, 2021 7:48 pm

wayward affinity hat geschrieben:
Di Nov 09, 2021 9:13 pm
tangelsand hat geschrieben:
Di Nov 09, 2021 3:38 pm

Wie du schon sagtest, man wird angeguckt wie ein Auto. Und ich finde das verstörend, solche Reaktionen, wo doch Solidarität angebracht wäre. Ich sehe auch Therapie oft als Ausrede, als Abstellkammer für das Thema, damit scheinbar ''Außenstehende'' sich damit nicht beschäftigen müssen.

So werden Betroffene pathologisiert und ganz legal ausgegrenzt. Es ist nichts verkehrt, oder ''krank'' daran nach traumatischen Ereignissen oder Lebensphasen traumatisiert zu sein. Kindesmb sieht aber nicht so gut aus auf der Frühstücksflockenpackung, lieber eine glückliche Familie abbilden. Zielgruppe ist eine fleißige, konsumfreudige Gesellschaft.


Einfacher als dieses Realitätsmodell zu demontieren, ist es, die einzelnen Leute therapeutisch für krank zu erklären. Einfacher, aber als Problemlösung nicht sinnvoll.

Die Therapeuten, die sich in den Beruf verirrt haben und trotzdem irgendwie Ahnung haben, gibt es wohl. Notwendig für eine effektive Aufarbeitung sind sie nicht.

Persönlich musste ich schon Kontakte abbrechen, weil es mich ohne meine Geschichte nun mal nicht gibt. Und auch verwaltungstechnisch habe ich Ausgrenzung erlebt, denn ich bekenne mich offen zu meiner Herkunft. Fühle mich zu unwohl wenn ich mich verstecken muss während alle um mich herum so gottverfickt locker sind. Und es ist einfach mal legal mir zu Therapie zu raten. Man erwartet dann, dass ich mich normalisiere, ''gesund'' werde. Hab ich nicht vor, ich fühle mich ''psychisch krank'' sehr wohl. ( Genaugenomen will ich der bekloppteste aller Zeiten werden, nichts bereitet mir mehr Freude.)

''Woran machst du das fest'' kleine aber feine Frage, darüber könnt ich Bücher schreiben.
Hey Wayward,

ich kann dich gut verstehen. Ich habe auch immer das Gefühl, dass ich nur als halber Mensch gelte. Das sugerierten mir aber eher Aussenstehende. Die Auto-Gesichter halt ;).
Für die Theras war es immer wichtig das Trauma zu integrieren dass es für mich nicht mehr so überwältigend ist. Dazu waren sie aber wie gesagt einfach zu inkompetent. Alle durch die Bank. Bis auf Fr. O in der Klinik. Aber die werde ich nie wieder sehen. Hat auch aufgehört soweit ich weiß...
Ich weiß was du meinst. Man fühlt sich wie ein Alien auf diesem Planeten.
Es wird nicht Klartext geredet. Mb wird umschrieben und verniedlicht. Meist verbirgt sich dahinter der Schrecken, den einfach viele nicht packen.
Ja ich hab auch schon so manchen "Freunden" den Laufpass gegeben weil ich ums Verrecken nur belächelt worden bin. So verfickt locker wie du meinst sind die meistens aber garnicht. Sie überspielen einfach nur gut.
Du scheinst authentisch zu sein. Herzlichen Glückwunsch. Das bin ich auch und das mögen nicht alle. Schon allein deswegen könnte man schon ausgerenzt werden. Manchmal tut es auch echt gut diese Leute los zu werden.
Was das andere angeht... Von Therapeuten wird einem manchmal so eine Dopeldeutigkeit suggeriert.
Alleine schaffen Sie das nicht wird einem gesagt, aber gleichzeitig wird einem auch gesagt: Sie sind allein und ein Sonderfall. Kommen Sie klar, sonst wird das nix mehr mit "Integration". Die Inkompetenz, Arroganz und die Selbstüberschätzung die manche Theras an den Tag legen regt mich einfach auf! Bezahlte Solidarität ist für den Arsch wenn man nur komplette Inkompetenz serviert bekommt. Und da fehlt es in der Trauma-Therapie leider an allen Ecken. Und ja eine Ausgrenzung ist devinitiv da. Tut aber eben wie gesagt nichts zur Problemlösung bei. Ganz und gar nicht. Traumatisierung ist keine Krankheit. Aber auch ich hätte mal dringend Hilfe gebraucht. Die richtige Hilfe.

Ja, man könnte Bücher darüber schreiben...
Das mache ich :) Du auch?
Ich finde schreiben war bisher die beste Therapie für mich. Romane und Papier verletzen einen nicht und sind immer da.

Deinen Wunsch nach Akzeptanz und das man dich mit deiner Geschichte sieht kann ich so gut verstehen. Ich hoffe du findest diese Leute, die dich so nehmen wie du bist. Und ich weiß was du mit psychisch krank bleiben meinst ;)
Mich hat es oft aufgeregt, dass mir Leute gesagt haben, ich muss lernen mit dem Mb umzugehen. Wie anmaßend. Ich muss fucking nochmal mit garnichts umgehen! In der Traumatherapie sollte es darum gehen, dass der Klient zu sich selbst findet, seine natürlichen Resourcen erkennt und so mit seiner Geschichte umgeht wie er möchte und vor allem wann! Ausgenommen sind da für mich nur Mord oder Gewalt ;) Aber viele Theras vergeigen das halt voll.

Einen schönen Abend dir
tangelsand

Gast

Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von Gast » So Nov 21, 2021 11:26 pm

wayward affinity hat geschrieben:
Di Nov 09, 2021 9:13 pm
tangelsand hat geschrieben:
Di Nov 09, 2021 3:38 pm

Kindesmb = ausgegrenztes Spezialthema. Das ist für mich persönlich auch ein zentrales Thema. Ausgrenzung, Diskriminierung.
Woran machst du das fest?
Wie du schon sagtest, man wird angeguckt wie ein Auto. Und ich finde das verstörend, solche Reaktionen, wo doch Solidarität angebracht wäre. Ich sehe auch Therapie oft als Ausrede, als Abstellkammer für das Thema, damit scheinbar ''Außenstehende'' sich damit nicht beschäftigen müssen.

So werden Betroffene pathologisiert und ganz legal ausgegrenzt. Es ist nichts verkehrt, oder ''krank'' daran nach traumatischen Ereignissen oder Lebensphasen traumatisiert zu sein. Kindesmb sieht aber nicht so gut aus auf der Frühstücksflockenpackung, lieber eine glückliche Familie abbilden. Zielgruppe ist eine fleißige, konsumfreudige Gesellschaft.

Einfacher als dieses Realitätsmodell zu demontieren, ist es, die einzelnen Leute therapeutisch für krank zu erklären. Einfacher, aber als Problemlösung nicht sinnvoll.

Die Therapeuten, die sich in den Beruf verirrt haben und trotzdem irgendwie Ahnung haben, gibt es wohl. Notwendig für eine effektive Aufarbeitung sind sie nicht.

Persönlich musste ich schon Kontakte abbrechen, weil es mich ohne meine Geschichte nun mal nicht gibt. Und auch verwaltungstechnisch habe ich Ausgrenzung erlebt, denn ich bekenne mich offen zu meiner Herkunft. Fühle mich zu unwohl wenn ich mich verstecken muss während alle um mich herum so gottverfickt locker sind. Und es ist einfach mal legal mir zu Therapie zu raten. Man erwartet dann, dass ich mich normalisiere, ''gesund'' werde. Hab ich nicht vor, ich fühle mich ''psychisch krank'' sehr wohl. ( Genaugenomen will ich der bekloppteste aller Zeiten werden, nichts bereitet mir mehr Freude.)

''Woran machst du das fest'' kleine aber feine Frage, darüber könnt ich Bücher schreiben.
Dein Selbstbewusstsein ist wunderbar. Sehe ich auch so, dass schlimmstenfalls ungeeignete Therapeuten nicht nötig sind um sich mit der eigenen Geschichte auszusöhnen.

Den Text, "geh doch mal in eine Therapie" kenn ich auch zu gut. Es macht mich kaum noch wütend, wenn mir jemand vorwirft, ich sei nicht so unbeschwert wie andere in meinem Alter, und würde Pädagogen nicht vertrauen. Daran schließt sich meistens eine vollends verzerrte Diskussion - mit mir oder hinter meinem Rücken - an: Man wolle mir ja nur helfen, weil man sich Sorgen mache, dass es mir nicht gut ginge, und ich mich endlich öffnen könnte (ohne Rücksicht darauf, ob ich das überhaupt möchte), und damit mich meine "Geschichte" nicht mehr überfordern würde. Wenn ich ein "Gesprächsangebot" und "im geschützten Rahmen" höre, bin ich immer schon auf 180 - das bedeutet dann meistens, dass jemand mit irgendeinem Schein (PädagogIn, PsychologIn, unter Umständen auch LehrerInnen) wieder nachbohrt, während ich endlich andere Themen im Kopf habe. Und Grenzen setzen ist nicht drin - dann "verdränge" oder "verleugne" ich, das ist in der Rezeption immer ein Rückschritt. Es ist ja nicht so, als ob sMb eben deshalb so zerstörerisch wirkt, weil er einen so sensiblen Bereich eines Menschen berührt, der auch unter normalen Umständen nicht jedem auf die Nase gebunden werden muss, dessen Neugier oder Voyeurismus gerade berührt wird. In jedem Ratgeber, Lehrbuch, Skript zum Thema müsste stehen: "Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden, wann er/sie wem wie viel über sich und die eigene Se*ualität erzählen wollen und können." Fett und in riesigen Buchstaben, damit auch wirklich jeder mindestens einmal gelesen hat.

Verzerrt daran ist, dass sich die Pädagogen oder andere Helfer als Einzige in dieser Konstellation überwältigend verhalten - beim kleinsten Zeichen von Belastung oder Kummer wird hemmungslos interveniert. Ich habe dann auch keine Identität als Frau mehr (die vielleicht Liebeskummer hat), als Mensch in einer Leistungsgesellschaft (die frustriert ist über eigene Ergebnisse in einer Prüfung), als normaler, gesunder Mensch (ich bin nicht einfach undiszipliniert oder faul, sondern immer gleich depressiv); nur noch eine als Opfer, die alles andere überlagert oder auslöscht, zumindest wird mir so begegnet von qualifizierten Fachkräften - "Profis" sind das keine - , die es ja eigentlich besser wissen müssen.

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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von wayward affinity » Mo Nov 22, 2021 4:05 pm

Ja, PTBS ist Teil der Identität und kein Stempel für die ganze Person, und auch keine lästige Krankheit, die man loswerden kann oder soll. Selbst wenn man die primäre Emotionslast verarbeitet hat, bleibt der Erfahrungswert und der verändert einen nun mal. Daran ist nichts verkehrt, solange man wirksame Schlüsse für die Zukunft daraus zieht (und ich meine nicht Dauertherapie plus Medikation, oder die Mitgliedschaft in einer Sekte).

Zudem, heute gibt's ja zumindest online genug Austausch mit anderen Betroffenen. Damit verfällt das Monopol der Therapeuten, ''der Ort fürs Thema'' zu sein. Das hat ihnen auch viel zu viel Macht gegeben und sie mussten sich scheinbar nicht mehr ausreichend selbst korrigieren und nachbessern. Wenn es also Alternativen gibt, wie entwickelt sich dann die Therapeuten Szene? Verschließen sie sich und werden radikal- schließlich haben sie Studien, Politik und (das bisherige) Bildungssystem auf ihrer Seite- oder lassen sie Kritik zu?

Es gibt mehr als genug Grund für Betroffene erstmal nach autonomen Wegen zu suchen, denn die gibt es inzwischen. Zudem, selbst wenn man theoretisch einen brauchbaren Therapeuten findet, sollte der Schwerpunkt immer auf der autonomen Aufarbeitung bleiben.


Ich hab ja in einem anderen Thread meinen Eindruck geschildert, die ganze Szene driftet Richtung ''Therapiesekte'' wo nur noch die Ja-Sager mitmachen und wer keinen Therapeuten sucht bzw keine Therapie im Sinne von Einzelgesprächen macht, wird als eine Art Verweigerer gesehen, dem etwas Notwendiges fehlt.


Bin immer froh, Kritisches zu lesen. Ist ein wichtiges Thema.
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von wayward affinity » Fr Nov 26, 2021 3:24 pm

Wie gehst du auf lange Sicht damit um tangelsand? Ich meine wie ein Alien behandelt zu werden. Vielleicht finden sich Wege. Oder Weggefährten.

Für mich bleibt es schwierig, es gibt hier und da ein kurzes Aufflackern von Verständnis, oder Solidarität. Dann geht aber wieder alles seinen Lauf. Fühle mich ''vaporisiert'' ( also wie in George Orwells ''1984'' ) als hätte es mich nie gegeben, nur in der Form als verharmloster psychisch Kranker usw. Und da ich den Status aber nicht akzeptiere, führe ich ein Geisterleben.
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Gasttangelsand

Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von Gasttangelsand » Fr Nov 26, 2021 5:00 pm

Hey,

man hat meinen Benutzernamen hier gesperrt. Ich habe keine Ahnung warum. Ich habe gestern lediglich Spam gemeldet der hier im Forum verbreitet wurde und heute morgen stelle ich fest dass ich dauerhaft gesperrt wurde. Ich habe schon die Administration kontaktiert. Bis jetzt keine Antwort. Ich schreibe hier als Gast.

Ich versuche über mein Alien-Dasein zu reden. Mit anderen denen es auch so geht. Das hilft mir gerade am meisten. Aber wenn man mich einfach so aus dem Forum kickt ohne ersichtlichen Grund weiß ich nicht ob ich noch länger richtig hier bin. Deswegen fällt es mir auch grade schwer ausführlicher zu antworten. Ich verstehe es einfach nicht.

Danke wayward für deinen Input. Wenn wir alle Geister sind dann sind wir nicht allein mit diesen Gedanken. Und sorry das ich grade nicht mehr zu sagen habe. Ich bin grade einfach nur fertig :(

Gasttangelsand

Evenstar
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von Evenstar » Fr Nov 26, 2021 9:16 pm

probiere es bitte noch einmal mit dem Anmelden. Kann sein, dass mir (ich vermute, dass ich es war) da gestern ein Fehler unterlaufen ist. :shock: Sorry!

Liebe Grüße

Even
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
bis alle Wunden verheilt sind.



Ich geh meinen Weg ans Ende
Sehnsucht nach der Zukunft
Heimweh nach der Fremde

(Max Herre-Fremde)

tangelsand
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von tangelsand » Fr Nov 26, 2021 11:49 pm

Evenstar hat geschrieben:
Fr Nov 26, 2021 9:16 pm
probiere es bitte noch einmal mit dem Anmelden. Kann sein, dass mir (ich vermute, dass ich es war) da gestern ein Fehler unterlaufen ist. :shock: Sorry!

Liebe Grüße

Even
Okay. Bin grade irgendwie emotional überladen zur Zeit. Vielleicht hab ich etwas überreagiert. Ich konnte mich wieder anmelden. Danke Even. Sry und Lg.

Evenstar
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Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von Evenstar » Sa Nov 27, 2021 4:10 am

Vollkommen nachvollziehbar. Es tut mir leid, dass ich dich in so eine Lage gebracht habe. Sollte so nicht passieren. Gut, dass du dich gemeldet hast. Wir Mods haben keinen Zugriff auf den Kontakt von Admins, so war es gut von dir, auch noch als Gast zu schreiben, so fiel es mir dann auf. Guter Lösungsansatz von dir.

Noch eine weiter ruhige Nacht dir.
Und ein schönes Wochenende
Even
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
bis alle Wunden verheilt sind.



Ich geh meinen Weg ans Ende
Sehnsucht nach der Zukunft
Heimweh nach der Fremde

(Max Herre-Fremde)

Brave

Re: Auskotzen über Therapie (Trigger)

Beitrag von Brave » Do Feb 03, 2022 2:59 pm

Das ein oder andere was hier berichtet wird errinnert mich an eine eigene Erfahrung: Bei einer früheren Therapeutin von mir hatte ich manchmal das Gefühl als würde sie mich heimlich dafür verachten, dass ich so eine Versagerin mit einen Versagerleben bin. Und ich habe mich auch so gefühlt als würde sie sich heimlich vor den Grad meiner Erkrankung ekeln. Gut möglich, dass ich mir das nur eingebildet habe aber ich ganz persönlich fand ihre Art einfach nicht so angemehm. Für andere war sie vielleicht die perfekte Therapeutin.

Derselben Therapeutin habe ich mal von meinen Erinnerungen erzählt, in denen mein Vater mich begrapscht hat und auch dass ich nicht weiß ob er das wirklich so gemeint hat. Als einige Sitzungen später das Thema mal kurz aufkam sagte die Therapeutin so etwas wie (leider kann ich mich nicht mehr an die genaue Wortwahl erinnern) "Das war schlimm für Sie" aber sie sagte es in einen Ton als hätte ich es eigentlich gar nicht schlimm finden sollen als wäre es gar nicht problematisch gewesen. Und natürich gibt es viel schlimmeren Formen des smb und ich bin Gott dankbar, dass ich das nicht erleben musste aber wenn man jemanden bspw. erzählt, dass man mal gemobbt wurde dann möchte man doch auch nicht sowas hören wie "Für Sie war das schlimm" sondern man möchte lieber sowas hören wie "Das tut mir Leid. So eine Erfahrung is **, die Kinder haben sich ** verhalten und kein Kind hat das verdient." wisst ihr was ich meine? Aber vielleicht habe ich auch hier wieder nur ihren Ton missverstanden und sie hat das gar nicht so gemeint. Vielleicht gab es einfach nur ein Kommunikationsproblem zwischen mir und der Therapeutin. Psychotherapien sind etwas seltsames.

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