Widerstand

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wayward affinity
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Widerstand

Beitrag von wayward affinity » Fr Jul 23, 2021 2:41 pm

widerstand. habt ihr gekämpft? damals? euch die hände schmutzig gemacht?

wie ekelhaft diese netten helfer. die ein braves gebrochenes opfer erwarten, das sie bevormunden können oder ''nach maß'' respektieren. die helfer, der staat, das gesetz, die gesellschaft. und wie furchtbar, diejenigen, die sich derart tätscheln und ruhigstellen lassen.

nur die braven kriegen hilfe. ''hilfe'' obendrein, hilfe so ein haustierleben zu führen. was ist mit dem rest? ich bitte nicht. ich sage was sache ist.

ich war kein opfer dem alles ''passiert'' ist. ich war ein mensch der den krieg geführt hat, von dem in der außenwelt keiner wissen wollte. und bis heute wird nur ekelnette hilfe angeboten ''du armer''. ein psychisch integres ''opfer'' will keiner sehen. ein veteran, der berichten kann, dass es nicht einfach passiert, sondern dass man verantwortung und kraft hatte zu handeln in einer welt die mit aller gewalt wegschaut. aber die leute mögen geschichten mit happy end. un dieses ende lautet: eine laufbahn als patient unter dauermedikation. ruhigstellen. manches ist happy, aber nichts im leben ist end.

es geschieht auch ncith aus dem nichts heraus. auch eine einzelne tat hat ursache und wirkung. man lebt nicht damit, man geht mdait um. man ghet in die schule, damals, spielt de schüchternen dummkopf, oder dne asozialen oder dne clown... eine rolle, eine fassade, die auf keinen fall fallen darf.

du bist geheimagent und weißt selbst nicht auf wessen seite du stehst. du trägst verantwortung als kind schon, auf leben und tod, musst die erwachsenen schützen vor der grausamen realität. musst dich abhärten um zu ertragen, in abgründe blicken die außer dir keiner kennt. und du wilslt keine freundliche hand auf der schulter, die dich an deine verlorengegangene menschlichkeit erinnert.

natürlih haben die leute weggeshaut sind unter der bleastung zerbrochen bis man allein dasteht. auch ich habe verrat erlebt. wen ndu dich nicht brechen lässt bist du totes fleisch für die, die mitspielen. du bist die gefahr für ihr realitätsmodell, der fehler im system an dem ihre logik scheitert und der ihre lügen offenlegt. und es ist i nder geselslcahft bis heute so. es funktioniert ienfach so gut, die geschädigtne ruhigzustellen, den begriff ''belastbarkeit'' nimmt keiner in den mund dabei ist das der entscheidende faktor bei der aufarbeitung. um die eigene scuhld zu ertragen, weggeschaut und mitgespielt zu haben, weil man den bequemen weg genommen hat.

was verstehen irgned so ne ute und beate mit ihrer brille und dem hirnlosen grinsen, die den scheiss aus büchenr und von willigen ruhiggestellten therapieopfern kennen, die ja von haus aus ein beschissenes selbstwertgefühl haben und sich dementsprechend ohne gegenwehr so als ''patienten'' behandeln lassen? sie würden nicth grinsne, sie würdne ihre namen ändenr aus respekt und den job kündigen, denn nahc allem was ich wiess, ist es moralisch nicht vertretbar, derart therapeut zu sein.

es wird kein unterschied gemacht zwischen opfern und, nun, veteranen. man wird bevormundet weil die wahrheit zu erkennen brisant ist und die schuld der verdärngungsgesellscahft aufdeckt. lösung? erhöt die scheiss dosis.

ich habe widerstand geleistet. ich habe mir die hände scmhutizg gemacht und will kein mitleid, ich bitte nciht um hilfe. habe ich nie gebraucht. und es kotzt mich an diese brave opfer kultur. für die das eine show ist, der einer abgeht vor mitleid.

es kotzt mich einfach so an.
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Bugs
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Re: Widerstand

Beitrag von Bugs » Sa Jul 31, 2021 11:30 pm

Und es wird keine Lösung geben.
It's over and done. Der Punkt ohne Widerkehr. Es ist geschehen und damit zu leben eigentlich unmöglich.
Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er damit umgehen möchte.
Meine Fassade ist auch nicht mehr da. Ohne lebt es sich aber auch nicht wirklich besser.
Irgendwie sein Leben leben.
Ich habe niemanden etwas zu sagen, will es nicht und brauche mir auch nichts mehr anhören.

Bugs
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Re: Widerstand

Beitrag von Bugs » Sa Jul 31, 2021 11:47 pm

Und solche Leute die sich wehren, werden mit ihrer Mission, mit ihrem Willen, einfach sterben.
Man kann es nicht schaffen. Mit seinem bestreben sein Ziel zu erreichen wird man untergehen und vergessen.
Aber immerhin hatte man ein Ziel und eine Aufgabe. War mir auch immer lieber, als mich dem Willen von anderen unterzuordnen.
Eine Fremdbestimmung, welcher ich nie zustimmen konnte, es nie gefühlt habe. Selbst als ich es nachvollziehen konnte.

wayward affinity
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Re: Widerstand

Beitrag von wayward affinity » Mo Aug 02, 2021 2:50 pm

Es ist nicht unmöglich, damit -also mit den Gewalterfahrungen von früher- zu leben. Ich lebe gut damit. Ich habe akzeptiert, dass die Welt so ist und fühle mich mit diesen Erkenntnissen vollständig und wohl. Aber das bedeutet eben auch zu spüren, wie sehr man von den Menschen totgeschwiegen und ins Psychopathologische abgeschoben wird, weil sie mit der Wirklichkeit nicht klarkommen. Es darf eben keine ''starken Opfer'' geben, so ein Natascha Kampusch Effekt. Ein Opfer, das kein Mitleid will ist ''undankbar'' und konfrontiert die Leute mit ihrer eigenen Verantwortung.

Im Krieg mit der Welt fühle ich mich aber wohler als im falschen Frieden. Ist mir auch egal ob ich dran verreck und vergessen werde. Von allen Optionen ist das für mich die beste.

Solange ich lebe, will ich dieser Scheinwelt so unbequem und unerträglich wie irgendmöglich sein und ich hoffe, dass man mich dafür erschießt.

Ich seh einfahc so viele weichgeklopfte ''Überlebende'' die einfach dauerahft Therapie spielen. Die sind scuhld dran, dass der gesunde Aufstand ausbleibt und die Therapeuten nutzen das auch noch aus, kein Wunder dass Kinder heutzutage immenroch so rechtlos und ausgeliefert sind. Wer kämpft tut das auch für künftige Generationen. Wer aufgibt und mitspielt, schadet ihnen. Diese netten Leute, diese netten Patienten und Therapeuten sind per Definition asozial.
Und solche Leute die sich wehren, werden mit ihrer Mission, mit ihrem Willen, einfach sterben.
Man kann es nicht schaffen. Mit seinem bestreben sein Ziel zu erreichen wird man untergehen und vergessen.
Keine ahnung wieso, aber mich spornt das nur umso mehr an. Mir ist optimistisch zumute. Der Widerstand an sich ist mir gut genug.
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Laura
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Re: Widerstand

Beitrag von Laura » Mo Aug 02, 2021 3:53 pm

Hey wayward,
Mal ne Frage: begegnen dir die Menschen wirklich auf diese Art und Weise? Erwarten sie, dass du dich als Opfer siehst, Medikamente nimmst, dich Therapeuten unterordnest und hörig sein sollst? Und wer erwartet das denn???

Ich kann nur für mich selbst sprechen. Ich hab Therapie gemacht und mein Thera befürwortet keine Medis. Auch erwartet er nicht, dass ich ein hilfloses Opfer bin, schliesslich ist das Teil meiner Geschichte - meiner Vergangenheit. Das ist mir passiert, aber ich bin nicht der Missbrauch und er findet das jetzt auch nicht so gut, sich jetzt ewig hilflos selbst dafür zu bemitleiden. Auch löst er keinerlei Probleme - das darf ich schön selbst machen. Oder es halt auch einfach sein lassen.
Niemand in meinem Umfeld behandelt mich wie ein Opfer. Ich gehe ziemlich offen mit meiner Geschichte um und oft überrascht Menschen, wenn ich so offen und ehrlich bin. Im Endeffekt wird es aber als Stärke und beeindruckend gesehen. Ich sehe mich selbst nicht als "Opfer", sondern als Überlebende eines Verbrechens.

Erlebst du das anders?

Alles Liebe
Laura

wayward affinity
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Re: Widerstand

Beitrag von wayward affinity » Di Aug 03, 2021 12:57 am

Das ist düster, Laura. Deine Darstellung unterscheidet sich ja kaum von meiner. Nur, dass du mitten drin steckst.

Das gehört nicht in Therapie. Das gehört auf die Straße, in die Schulen, und in die Köpfe eines jedes mündigen Menschen, so wie die Allgemeinbildung über den zweiten Weltkrieg. Keiner muss Experte sein, aber jeder ein Laie. Muss. Das ist keine Bitte.

Du hast Therapie gemacht und bist glücklich zur Normalität zurückgekehrt? In diese Normalität in der eifrig darüber geschwiegen wird, dass fast jeder Wohnblock dieser schönen Welt als Kinderbordell oder Kinderfolterlager durchgehen könnte?

Wie ist das mit Therapie? Wacht man dann auf aus diesem Albtraum, dass alle nur die Wahrheit verdrängen, auf der Flucht vor dem eigenen Trauma sind und alles nur Scheinwelt ist? Hat man dann wieder den gesunden Glauben an diese Familien aus der Frühstücksflockenwerbung?

Die Welt ist nicht so scheiss knusprig.

Therapie ist keine Lösung, weil es keine Lösung gibt, weil es keine Lösung BRAUCHT. Die Welt ist grausam, alles was wir tun können, ist aufhören wegzuschauen. Und ich lebe gut damit, tue mein Bestes, das aber eh nie reichen und kaum etwas bewirken wird. Die Gewalt bleibt. Es ist ein grausames und gutes Leben. Ich fühle mich komplett, solange ich nicht wegschaue, nicht mitspiele, wie es erwartet wird.

Aber die fröhlichen Menschlein. Die abgefuckten Therapiehippies. Die Frühstücksindustrie. Das nehm ich persönlich.
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Laura
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Re: Widerstand

Beitrag von Laura » Di Aug 03, 2021 7:08 am

Das ist düster, Laura. Deine Darstellung unterscheidet sich ja kaum von meiner. Nur, dass du mitten drin steckst.
Versteh ich nicht, weshalb Und was genau ist düster?

Mir hat die Therapie dabei geholfen zu verstehen, wer ich bin. Keine Suizidgedanken mehr zu haben, keine Flashbacks, weniger Depressionen, keine Fassade nach aussen mehr.

Zur Normalität zurückgekehrt? Was ist schon Normalität? Aber ganz sicher bin ich nicht in das Leben zurückgekehrt, das ich vor der Therapie gewählt habe. Ich habe mich entwickelt und bin gewachsen. Habe zu mir selbst gefunden, liebe mich selbst ganz genau so wie ich bin. Und regelmäßig thematisiere ich Missbrauch und Suizid. Die zwei Themen, über die niemand reden möchte, weil es das ja nur im Fernsehen gibt. Ich konfrontiere Menschen mit den Themen, kläre sie darüber auf und stelle jedes Mal fest, dass Basiswissen fehlt. Oder mein Gegenüber ist plötzlich erleichtert, dass das Thema endlich Mal jemand anspricht.
Für mich ist das definitiv kein zurückkehren in eine Welt vor der Therapie, denn da gab es nur die Fassade und die Angst, was andere Menschen von mir denken könnten.

Und nein, durch die Therapie ist mein Leben nicht zur Frühstücksflocken Werbung geworden. Ganz sicher nicht! Das war Scheisse hart und hat eigentlich gezeigt, wie falsch das Leben vorher gewesen ist. Ein Aufwachen ist es so oder so nicht. Es ist ein Prozess mit Sau harter Arbeit! Und da wurde mir auch nichts vorgegeben. Bearbeitet wurde, was ich wollte. Dafür bin ich innerlich nun ausgeglichen und nicht mehr im dauerhaften Unruhe und Panikmodus.

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