Tagebuch eines Hasen

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Bugs
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Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Jan 23, 2021 8:36 pm

Ich war schon mal hier. Mich kennt vermutlich kaum einer mehr. Und das ist auch ganz gut so. Jetzt bin ich wieder da.
Ich mache mir mal hier ein Thema auf, um meiner Gefühlswelt zu diesem Thema Raum zu geben.
Es können triggernde Themen oder Wörter auftauchen. Wenn ich diese selbst als Trigger einschätze gebe ich vorher nochmal eine zusätzliche Warnung.

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Von der Therapie hatte ich mir ja viel erhofft.
Ich fange an zu erzählen. Oberflächlich. Dann möchte ich ihre Einstellung dazu überprüfen.
Und was haut sie mir um die Ohren? ,, Man kann es nicht wissen da es nur Erinnerungen sind. Und Erinnerungen nicht wahrheitsgetreu sein müssen."

Jo.

Toll.

Mit diesem Argument kann sie eigentlich Anwältin und Gutachterin für Täter werden. Aber so eine Aussage von einer Therapeutin. Ich bin fassungslos.
Es war einer meiner großen Hoffnungen in der Therapie den Missbrauch aufzuarbeiten und dann so etwas. Das ist jetzt dahin.
Und sie hat gerade erst weitere 36 Stunden gebucht. Ein paar andere Themen habe ich noch, aber worüber dann reden? Der erzähle ich doch nichts vom Mb. Ich werde das keiner Person erzählen, welche mir nicht glaubt.

Und dann die Traumatherapien. Gerade in dem Bereich wo es bei mir geht, wimmelt es an unseriösen Traumatherapeuten.
Und woher soll ich bitte wissen ob eine Therapieform mir gut oder schlecht tut?
Ich wollte eigentlich einfach jemanden der mir zuhört. Der mir glaubt. Und der versucht mich dabei zu unterstützen.
Wo ich einfach auch mal bestätigt bekomme wie schlimm das gewesen sein muss. Das es schrecklich war.

Ja.

Aber nein. Keiner.

Gehen Sie in die Klinik. Gehen Sie nicht über Los. Lassen Sie sich als verrückt diagnostizieren und folgen dem Kreislauf von Scheiße.
Danke für gar nichts ans System. Danke für gar nichts an die Gesellschaft.

Immerhin: Ich schulde euch gar nichts!

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Jan 23, 2021 8:56 pm

So gesehen haben die Täter gewonnen.
Es wurde nicht darüber geredet.
Das ist das, was sie immer wollten: Nicht darüber reden.
Ich bin da echt gegen Wände gerannt.

Sie sagten mir auch, dass dieses Jahr etwas passieren soll. Vielleicht tut es das ja wirklich. Weiß nicht mal ob ich das gut oder schlecht finden soll.

gast wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von gast wolke » Sa Jan 23, 2021 9:03 pm

hallo bugs

ich erinnere mich an dich.
ich würde dir raten der thera zu sagen wie verletzend so eine aussage ist und doch entspricht sie der wahrheit.
meine thera hat mir so was auch schon öfter gesagt und ich finde es vertsörend aber auch gut und wichtig... denn es stimmt. erinnerungen können verzerrt und falsch sein.
mir ist eine thera die alles abnickt und sagt es war definitiv so auf jeden fall nicht lieber auch wenn es hart ist der wahrheit ins gesicht zu sehen nämlich dass erinnerungen nicht stimmen müssne.
ich würd dir raten es anzusprechen und dann je nach reaktion zu entschieden ob du bei ihr bliebst oder nicht.
alles gute dir
gast wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Jan 23, 2021 9:50 pm

Hallo wolke,

ja du hast Recht. Ich bin mir auch bewusst, dass bestimmte Erinnerungen verzerrt oder verfälscht worden sein können. Ich habe nichts gegen Kritik.
Ich habe mit ihr bereits über die Aussage diskutiert. Sie kam dann mit prozentualer Wahrscheinlichkeit.

Ich werde erst einmal bei ihr bleiben um alles andere an Problemen zu behandeln.
Ich habe jedoch kein gutes Gefühl dabei jemanden von meinem Missbrauch zu erzählen als ob es auch alles ein Fantasieprodukt meines Gehirns sein könnte. Das löst einfach einen zu großen Widerstand und zu schlimme Erinnerungen in mir aus.

gast Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von gast Wolke » So Jan 24, 2021 9:37 am

hallo Bugs

ich weiss noch um was es bei dir geht...
hat sie denn gute Ausbildungen?
meiner Meinung nach findet sich auf der Seite der deutschen Gesellschaft für psychotraumatologie gute theras. die haben eine lange Ausbildung in spezieller psychotraumatologie.
meine thera hat die und kennt sich auch gut mit dis und rg aus.
vielleicht da mal googeln. weil du schriebst wie du gute Qualität erkennst.

und solang das nicht geklärt ist solltest du es nochmal ansprechen.
was bringt es dir zu ihr zugehen und sauer zu sein und über Bagatellen zu reden. damit versaust du dir nur wertvolle Stunden.


ich weiss nicht was sie genau gesagt hat.. aber es ist ein Unterschied ob sie sagte einzelnes könnte zu 10 Prozent verzerrt sein oder: alle erinneringen sind ein Fantasie Produkt. das hat sie sicher nicht gesagt.
achte am besten gut drauf was genau ihre Worte waren und was dann bei dir ankommt oder du daraus machst. also ich kenn das von mir. das es da dann teilweise aus Angst Wut hochstress grosse Unterschiede gibt.

wenn das echt nicht geklärt werden kann wär es auch sinnvoll früher zu gehen finde ich
magst du sie denn? habt ihr sonst ein gutes Verhältnis?
weil sonst kann Frau es ja echt vergessen...

alles gute dir
gast wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mo Jan 25, 2021 1:31 am

Hallo wolke,

ich antworte dir mal hier, auch um Raum in dem anderen Thema zu lassen.

Es ging vor ungefähr fünf Jahren los. Da hatte ich die ersten Flashbacks hinter mir und Anzeige erstattet.
Dann wurde es schlimmer. Ich dekompensierte und kam in die Klinik wo meine Glaubwürdigkeit zusätzlich untergraben wurde.

Vieles an meiner Einstellung fußt, wie du richtig bemerkt hast, auf meinen Erfahrungen.
Hätte ich auf andere statt auf mich selbst gehört, wäre ich nie so weit gekommen wie ich jetzt bin.
Ich habe leider wenig Unterstützung erfahren und bin daran verbittert was den Fall anbelangt. Eigentlich habe ich auch resigniert.

Ich weiß nicht, ob es nicht besser ist meine Energie nun in mein "richtiges" Leben zu investieren und die Sache für mich abzuhaken.

Es tat einfach weh zu sehen wie andere das bekommen haben was ich mir auch gewünscht hätte. Häufig sogar eher das negative Gegenteil abbekam.
Hohn und Spott. Teilweise sogar Neid oder Hass der einen entgegenschlägt. Ignoranz oder Verdrehungen von der Sorte wie ich sie früher schon mal erleben musste. Übertragungen der übelsten Art und Weise. Oder völlig unangebrachter Humor. Richtige Unmenschlichkeit ... und das über einen langen Zeitraum.

Die Therapeutin hat ihren Master. Wir haben ein etwas distanziertes aber lösungsorientiertes Verhältnis. Ich schätze ihre kritische Art und finde es gut, dass sie auf alles eingeht, worüber ich reden möchte. Vieles hilft. Weder mag ich sie, noch mag ich sie nicht. Ich stehe ihr ziemlich neutral gegenüber. Klingt ein bisschen hart, aber sie ist für mich irgendwie nur Mittel zum Zweck. Da ist keine persönliche Ebene. Liegt meines Erachtens aber nicht nur an mir.

Die Thematik jedoch welche mich vom Grunde her beschäftigt, das ist ein Thema geworden wo ich mir mittlerweile ganz genau ausschaue mit wem ich noch darüber reden möchte. Weil ich keine Lust mehr auf die Negativität oder Gleichgültigkeit oder eben auch das "kann sein, kann nicht sein" habe. Das löst alles nur Wut in mir aus. Und ich möchte nicht dauernd wütend und enttäuscht sein. Das war ich nämlich auch eine lange Zeit.
Zuletzt geändert von Bugs am Mo Jan 25, 2021 1:55 am, insgesamt 1-mal geändert.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mo Jan 25, 2021 1:51 am

Im Übrigen finde ich Öffentlichkeit so eine Sache.
Ich respektiere jeden und jede der oder die echte Aufklärungsarbeit leistet und auch von den Journalisten/ReporterInnen wohlwollend unterstützt wird.

Ich jedoch mag keine Aufmerksamkeit.
Ich mag auch keine Öffentlichkeit.
Die Leute können über dich urteilen obwohl sie noch nie ein Wort mit dir gewechselt haben.
Man ist quasi von einer gewissen Gunst beim Konsumenten abhängig, um nicht doch noch irgendwie irgendwann in Ungnade zu fallen.

Und im schlimmsten Fall wollen die Konsumenten dann immer mehr.

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » Mo Jan 25, 2021 7:18 am

hallo Bugs

verbitterung und Resignation kenne ich sehr gut. wenn auch aus anderen Gründen.
das mit den Übertragungen und dem üblen Humor etc tut mir wirklich total leid. so was ist sch.. und bestätigt das Gefühl von die Täter hatten recht. Die Welt ist sch...
ich glaub das ist oft eine self fullfillung prophecy weil mein unbewusst manches da zu tut... also ich kenn das von mir.

also was heisst denn master? master in Psychologie? da kann sie keine Therapeutin sein. sie braucht ja noch eine Therapeuten Ausbildung. wenn sie nur den master und die hat kann sie dir vermutlich auch nicht ausreichend helfen.
ist sie noch sehr jung? nix gegen junge theras aber du mit deiner Geschichte, deinen früheren thera Erfahrungen und Übertragungen wärst vermutlich bei jemandem mit viel Erfahrung besser aufgehoben.
mir kommt es so vor als würdest du dich gar nicht mehr trauen irgendwas zu erwarten, nimmst dann irgendeine die keine Ahnung von Traumatherapie hat und es ist kein Wunder wenn sie so einen mist redet und schwupps bist du wieder bestätigt dass es keine Hilfe gibt und Menschen sch... zu dir sind.

also ich wünsch dir von Herzen dass du das durchbricht. such dir eine vernünftige Traumatherapeutin die eine Ausbildung in spezieller psychotraumatologie hat. vielleicht eine die tiefenpsychologisch ist. bringt 1. mehr Stunden und 2
kennt sie sich mit Übertragung aus. aber das nur als Idee.

du hast eine vernünftige thera verdient und die gibt es auch.
wenn du bei ihr gut was klären kannst bleib aber es klingt nicht so.
der wichtigste Faktor dass thera wirkt ist eine gute Beziehung. wenn sie dir egal ist sozusagen kann das echt nicht viel werden. also nicht nichts. aber letztlich ist es wieder dieses andere bekommen was, was ich gern selbst hätte. oder?

manches kann man auch selbst verantworten bzw in die Wege leiten. also ruf die kk an und frag was bei einem Abbruch wäre und dann denk mal drüber nach.
es gibt gute theras und auch du kannst sie finden und hast sie verdient.

wolke

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » Mo Jan 25, 2021 7:24 am

ps
noch was... das mit dem abhaken funktioniert meiner Meinung nach nicht.
man kann es weg drängen aber das kostet enorm Kraft und wieder vergehen Lebensjahre..
wie gesagt ich denke du kannst eine gute thera bekommen. glaubst du denn selbst dran? glaubst du du hast sie verdient.
hatte mal ne Zeit wo ich alle theras aufs Blut gehasst hab und da war im Grunde klar dass ich niemanden finde weil ich alle mit meinem Hass verschreckt hätte.
die jetzige thera hat sich zum Glück nicht verschrecken lassen.

und ja ich geb dir recht mit der Öffentlichkeit. da muss man sehr gut schauen.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mo Jan 25, 2021 9:30 pm

Danke für deine Antwort.

Ich nehme das mal als Erfahrung von jemanden der schon etwas weiter fortgeschritten ist.
Über eine genaue Antwort muss ich erst noch nachdenken und dein Geschriebenes sacken lassen, aber aufjedenfall denke ich, dass ich mir das Wert bin eine gute aufarbeitende Traumatherapie zu machen.

Liebe Grüße

Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Wolke » Di Jan 26, 2021 7:32 am

keine Ahnung ob man das fortgeschritten nennen kann..ich kenne solche dynamiken von mir und würd sie anderen gern ersparen. :twisted: und ich les eben raus dass die thera nicht gut ist also wieso da bleiben? bei einem Zahnarzt der schlecht ist bleibt man ja auch nicht... :wink:
wenn du noch eine Frage hast frag gern.
alles gute dir und schön dass du weisst dass du es verdient hast

wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Do Jan 28, 2021 5:01 pm

Naja, ich habe ja noch andere psychische Erkrankungen. Das macht sie eigentlich ganz gut. Und ich habe mir überlegt, dass ich die Zeit die ich bei ihr habe noch nutzen werde, um diese so gut es geht zu behandeln. Anschließend würde ich dann eine Traumatherapie beginnen.

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Das lässt mich ein wenig in die Zukunft schauen und nachdenklich werden. Die Aufarbeitung benötigt viel Zeit. Für manche Sachen eventuell zu viel Zeit. Um es mit Peter Heppner zu sagen: ,,Irgendwann ist auch ein Traum zu lange her." So ist es wohl. Leider bleibt mir anscheinend keine Wahl.
Aber es ist okay. Ich brauche nicht unbedingt eine Beziehung oder soziale Kontakte. Auch wenn das immer wieder Gebetsmühlenhaft runtergeleiert wird, komme ich gut alleine klar. Ich kann aber verstehen, wenn das für die meisten nichts ist.

Nur möchte ich nicht auf Krampf eine Freundschaft oder Beziehung eingehen, nur weil ich das eigentlich natürlich auch gern hätte. Es ist halt mit meinem Hintergrund nicht drin. Das können anscheinend viele nicht nachvollziehen. Aber ich habe eben auch Sachen erlebt und erlebe sie noch, die sich der Vorstellungskraft vieler entzieht. Es sind bereits auch andere Träume und Wünsche den Bach runtergegangen und ich kann damit umgehen.
Zuerst raubten mir dies die Täter und dann die Gesellschaft. Wenn ich daran denke, empfinde ich nichts als Hass.

Auf die Traumatherapie bin ich dann aber echt gespannt. Ich muss aufpassen, dass ich mir nicht wieder zu viele Hoffnungen mache. Aber ein kleiner Lichtblick ist es schon.

gast wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von gast wolke » Do Jan 28, 2021 5:16 pm

hi bugs

schön dass du nochmal schreibst. bei dem satz mit dem hass musste ich mal seufzen. das kann ich so gut nachvollziehen, auch wenn es sicher auch generalisierend ist..

darf ich nochmal einen impuls geben? ich hab das echt schon in ein, zwei büchern gelesen und eine klinikthera hat das auch gesagt. wieso jetzt ein bisschen an ängsten essstörunge etc. rum docktern? das hast du ja nicht eifnach so, sondern wegen der traumata. wenn du die traumata löst dann löst du das auch. sozusagen nebenbei :wink:
beispiele kannst du auch hier lesen. wenn man anteile versteht, sie beruhigt etc. dann verschwinden die symptome.. klar kann man ein bisschen glaubenssätze kram und skills und so zeug machen, konfrontation... aber es ist überflüssig. bzw. geht nicht an den kern und vergeudet zeit.

versuch es doch. jetzt. du wirst eh monate wartezeit haben. solang kannst du ja noch zu ihr gehen. aber sich jetzt anfangen zu kümmenr.
ich glaub auch dass dieses ding ich brauch keine freunde teil des traumas sind.. teil der zertsörung des vertrauens. aber das nur am rande.

du darfst hoffnung haben. du darfst für dich kämpfen.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mi Feb 03, 2021 8:12 pm

Meine erste Reaktion auf deinen Post war eher ablehnend. Weil ich durchaus in der jetzigen Therapie gute Fortschritte erziele und auf dem Weg bin mich zu stabilisieren.

Jetzt im zweiten Lesen kann ich ein bisschen besser nachvollziehen was du schreibst.
Ich möchte mich dennoch zunächst weiter stabilisieren. Ich glaube so richtig bereit bin ich noch nicht für die Traumaaufarbeitung und die Auseinandersetzung damit. Das wird ein ziemlicher Brocken werden. Den Rat jetzt aber schon mal meine Fühler auszustrecken nach Theras und Art der Therapie halte ich aber für eine gute Idee und werde das meiner Therapeutin bei der nächsten Sitzung auch sagen und bitten mir dabei zu helfen.

Und ja, meine Wut verallgemeinert gerne mal ;)
Ich muss sie aber irgendwie und irgendwo rauslassen. Und wenn das in einem anonymen Forum ist.

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Über 20 Jahre sind die Geschehnisse nun her. Sie wirken entrückt. Wie ein schlechter Traum. Schwer anzunehmen, dass das ein Teil meiner Vergangenheit sein soll. Kaum vorstellbar was ich alles empfunden haben muss. Abgespaltene Gefühle, welche ich langsam wiederentdecke. Neue Persönlichkeitsmerkmale. Eine starke Veränderung ist eingetreten nachdem das alles wieder zu Tage getreten ist.
Durch die Täter habe ich viel Zeit in meinem Leben verloren. Ich möchte nicht sagen, dass diese Zeit sinnlos oder durchweg schlecht war, aber durch sie war es ein anderes Leben und das ist es auch heute noch. Wirkt nach. Meist im negativen Sinne.

Nun ist es so. Etwas womit ich lebe. Ich werde meinen Weg weitergehen, er ist gar nicht mehr sooo steinig.
Ich freue mich irgendwie auf die Traumatherapie und hoffe, dass es mir helfen wird. Ich bin auch gespannt wie es wird.
Irgendwie seltsam. Es wird wahrscheinlich mitunter sehr schrecklich. Und ich freue mich drauf ...

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » Mi Feb 03, 2021 10:03 pm

liebe Bugs
die letzten 20 Abschnitte könnten von mir sein. danke dafür. nur dass ich es steinig finde. :mrgreen:

das klingt nach einem prima Plan. und du hast recht. es kann auch nicht schaden vorher Symptome zu verlernen sozusagen. ich hatte immer gefühllos bei mir geht das nicht gut aber da ist na auch jeder anders
alles liebe und gute Suche
wolke

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