Tagebuch eines Hasen

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Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Feb 06, 2021 2:26 pm

Meine Therapeutin meinte letzte Stunde zu mir, sie würde auch Traumatherapie machen.
Das muss ich mir überlegen.

Da sie Verhaltenstherapeutin ist, wäre das wohl auch ihr Ansatz.
Ich weiß nur nicht, ob ich dieses Thema mit diesen Ansatz behandeln lassen möchte.

Mich interessiert ehrlich gesagt eher, dass ich eine ganzeheitliche Vergangenheit bekomme. Das Verdrängte wieder aufdecke.
Jetzt wo es eben schon einmal aufgebrochen ist, möchte ich auch den gesamten Film wiederhaben.
Denn ansonsten habe ich meine Krise größtenteils geschafft oder bin dabei und bin zufrieden mit mir selbst.

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » Sa Feb 06, 2021 8:00 pm

hi

ich kann das gut verstehen.
würd sie fragen wie genau sie arbeitet.
weil vtler machen ja oft Exposition und das geht ja schlecht ohne Erinnerung
emdr aber auch nicht gut. keine Ahnung.
du findest sicher einen guten Weg für dich.
gast wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Feb 06, 2021 9:45 pm

Ganz ohne Erinnerung bin ich ja nicht. Es sind Fragemente. Die würde ich gerne wieder zusammenfügen. Jetzt, wo es schon einmal aufgebrochen ist.
Fragen werde ich sie bei der nächsten Stunde, ja.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Sa Feb 06, 2021 10:09 pm

Es hätte den Vorteil, dass sie mich aus der Therapie bereits gut kennt und einschätzen kann und eventuell damit verbundene Probleme ebenfalls therapieren kann. So, dass wir Zusammenhänge erkennen. Ich glaube ich werde auch die Traumatherapie bei ihr im Anschluss buchen. Sozusagen ihr Komplettpaket. Und wenn ich im Anschluss daran noch Bedürfnis habe mehr zu wissen bzw. behandeln zu lassen, dann suche ich mir eine mit EMDR.

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » So Feb 07, 2021 10:16 am

Warte doch erstmal ab... oder?
Würde erstmal einen Versuch starten oder auch 2 oder 3!, ob man mit dem was sie kann an Trauma Konfrontation Dinge zusammenfügen kann und wie sie dann ist und ob sie gut mit umgeht. Du musst und solltest dich da gerade noch nicht festlegen finde ich.
Klar hätte es Vorteile aber wenn es nicht funktioniert bringt dir das auch nichts ...
gast wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mo Feb 08, 2021 8:37 pm

Es liegt auch zum Teil an ihrer Person und wie sie ist. Mich therapiert.
Es fühlt sich irgendwie schlecht an meine Vergangenheit von ihr behandeln zu lassen. Ich möchte das irgendwie nicht.
Für den anderen Psycho Kram ist sie ganz gut. Aber für Trauma sehe ich sie (für mich) nicht geeignet.

Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Wolke » Di Feb 09, 2021 7:03 am

bin verwirrt. du hattest doch am Samstag geschrieben du willst auch die Traumatherapie bei ihr "buchen". Finde den Begriff etwas unpassend aber ich denke du meinst das ironisch :wink:

aber ja egal du wirs dann wenn es soweit ist schon spüren was richtig ist
wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Di Feb 09, 2021 1:47 pm

Die Gedanken an den Missbrauch sind derzeit wieder etwas stärker.
Es belastet.
Fast noch belastender ist wie mein Umfeld damit umgeht:
Ignoranz, Ungläubigkeit, Leugnen, Verharmlosen oder sogar fordernd.
Ich frage mich echt manchmal was in deren Köpfen vorgeht mir gegenüber so zu handeln.
Und das obwohl sie es wissen müssten.
Ein paar mag ich trotzdem noch, aber ein Großteil ist bei mir unten durch.

Ich hatte so viel Angst. Es tat so weh. Es war einfach furchtbar.
Und dann kam alles wieder hoch. Und ich durchlebte diese Hölle noch einmal.
Und jetzt, heutzutage .. Ein Trauerspiel. Tagtäglicher Kampf und Krampf.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Di Feb 09, 2021 2:30 pm

Was man nicht alles für mich getan hätte...

lol

Meinen Tod haben sie in Kauf genommen.

Nun bin ich ein wandelndes Mahnmal. Haha. Ich hoffe ihnen läuft der blanke Schauer den Rücken runter wenn die mich nochmal sehen.

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Mo Mär 01, 2021 9:00 am

Meine Programmierungen sind ganz interessant.
Die Täter haben sogar zwei Wahrscheinlichkeiten eingerechnet. Das heißt, sie haben einmal den positiven und einmal den negativen Verlauf eines Ereignisses mit mir durchgekaspert. In der einen bin ich der Protagonist und in der anderen der Antagonist. Ich vermute, die Täter finden beide Varianten toll und sind da völlig wertneutral, hauptsache sie haben mich als Spielgerät.

Auch in der Wohnung in welcher ich momentan wohne, habe ich hin und wieder Bilder, welche bereits von hier stammen.
Das heißt: Es war eingeplant, dass ich hier wohne. Naja. Stört mich nicht. Ich wohne hier gerne. Ich kann mich auch relativ sicher fühlen, da meine Täter mich scheinbar nur als Spielobjekt betrachten. Ich wünsche viel Vergnügen.

Das einzige worauf ich zu achten brauche ist, dass ich kein Kind in die Welt setze.
Denn das ist gewiss: Da ich mir den Programmierungen nun bewusst bin, kann ich meine Entscheidungen auch bewusster steuern. Bin schwerer zu beeinflussen. Habe die Entscheidungshoheit.

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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Di Mär 02, 2021 7:03 pm

Mir scheint manchmal, dass bereits vieles mit mir (vor-)geplant wurde.
Und da das meiste nun nicht in Erfüllung geht, ich einen Zusammenbruch hatte oder weil mein Gehirn zu gut funktioniert löst sich dieses Knäuel an Mind Control langsam auf. Vielleicht war es auch so gewollt, das kann ich aus meiner Position nicht beurteilen.
Ich weiß auch nicht wie ich das bewerten soll. Denn es sind auch einige Sachen dabei die weh tun, weil diese nicht in Erfüllung gegangen sind.

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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Di Mär 02, 2021 7:18 pm

Ich wurde in eine Welt geboren, auf welcher ich gar keine Chancen hatte.
Die Strukturen wurden weit vor meiner Geburt gelegt und aufgebaut. Ich wurde dafür bestimmt. Chancenlos.
Was will man machen wenn sich solche Leute, mit diesem Wissen, ein Kind aussuchen.
Mir bleibt nur das ausbaden.

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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Di Mär 02, 2021 8:02 pm

Erst anschaffen, dann abschaffen.
Träume sind Schäume. Ich bade es dann mal aus.

Gast_Wolke

Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Gast_Wolke » So Mär 14, 2021 9:52 am

hi Bugs

klingt echt schlimm und traurig finde ich. sehr traurig. ja das ausbaden was andere für Verbrechen taten. kenne ich. oder wir besser gesagt.

wieso sicher wenn du noch Objekt bist?
ich sende dir Kraft
wolke

Bugs
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Re: Tagebuch eines Hasen

Beitrag von Bugs » Fr Mär 19, 2021 1:46 pm

Naja. Ich habe ja auch mit 9 Jahren ein Verbrechen begangen. Das war auch ganz schlimm und unverantwortlich von mir.

Sicher bin ich, weil wenn ich sterben sollte die Täter ziemlich blöd dastehen würden. Selbst*or* ist da manchmal schon ein Gedanke.
Aber naja. Ich habe Zeit, mein Leben ist eh gegessen und vorherbestimmt und seit ich krank geworden bin, bin ich auch nicht mehr derselbe.
Bin quasi schon mal getötet worden.

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