Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Bonale88
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Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Bonale88 » Do Dez 05, 2019 2:04 am

Hallo ich habe dieses Forum gefunden und weiß nicht wo mir der Kopf steht. Vor einigen Stunden habe ich erfahren das mein Sohn meine Tochter sexuell missbraucht hat.
Wie weit der Akt an sich ging weiß ich nicht.
Ich bin völlig verzweifelt. :(

Mein Sohn ist 11 jahre alt .. wird bald 12.
Die kleine Schwester ist 7.

Heute Abend hab ich sie ins Bett gebracht und sie hat sich mir anvertraut das sie nicht mehr so gern mit ihm spielen möchte weil er sie am Boden fest gehalten hat und ihre Unteehose runtergezogen hätte. Sie meinte er legte sich auf sie.

Wir sind eine ganz normale Familie, mein Mann hat uns vor einigen Jahren verlassen und mein Sohn hat weder Gewalt noch Missbrauch oder sonst etwas erlebt. Ich bin total überfordert mit der Situation. Muss ich meine Tochter zum Gynäkologen bringen um erstmal zu wissen ob es wirklich so weit ging wie ich befürchte?

Ich bin am Ende was soll ich tun, wo bekomme ich Hilfe.
Ich liebe meine Kinder über alles. Mein Sohn hat zugegeben sich auf sie gelegt zu haben 😔

Einen Psychologen kontaktieren da bekomme ich doch ewig keinen Termin. Muss ich mein Sohn einweisen lassen?
Was soll ich nur tun bitte bitte helft mir.

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Ma.
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Ma. » Do Dez 05, 2019 7:35 am

Hallo Bonale,

ich hoffe, du verstehst das Folgende nicht falsch. Ich möchte es nicht verharmlosen. Ich denke aber, wenn es dabei geblieben ist, dass dein Sohn sich "nur" auf deine Tochter gelegt hat, macht ihn das nicht zu einem Sexualverbrecher. Allerdings finde ich es auch wichtig, das Gespräch mit ihm zu suchen. Wenn es irgendwie geht, am besten vorwurfsfrei. Lass dir erst mal von ihm erzählen, was und warum genau er das getan hat. Vielleicht hat er es irgendwo gesehen und nachgestellt.

Du kannst Hilfe bekommen über den Kinderarzt. In der Regel haben die entsprechende Kontaktadressen.
Dein Sohn muss lernen, wo die Grenzen anderer Menschen sind und dass er diese nicht einfach überschreiten darf. Und deine Tochter sollte nicht mit ihm spielen müssen, wenn sie das (derzeit) gerade nicht will. Wichtig finde ich einen offenen Umgang damit. Vielleicht erzählt die Kleine dir dann noch etwas mehr. Die Schilderungen beider Kids können dabei auch widersprüchlich sein. Möglich, dass sie es unterschiedlich wahrgenommen haben.
Heute weinte ich –
aber keine Träne benetzte eine Blume.
Still, leise und nutzlos!
Werde ich auch so von der Welt gehen?

Bonale88
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Bonale88 » Do Dez 05, 2019 8:51 am

Ich bin total verzweifelt kann kaum atmen.
Ich habe heute morgen versucht so gut es geht damit klar zu kommen. Habe mit beiden Kindern gesprochen.

Es ist das schlimmste was mir bisher im Leben passiert ist und wir brauchen ganz dringend therapeutische Hilfe. Aber wo bekomme ich die schnell??

Meine Tochter hat gesagt das er ihr den Pippi hingedrückt hat unten. Er sagt das hat er nicht getan.

Gottes Willen wie kommt mein Sohn nur auf so etwas wir sind so vorsichtig mit Thema Medien. Sein Handy ist über family Link mit meinem verbunden also er kann keine Seiten aufrufen die für ihn nicht geeignet wären und so weiter.

Was hab ich nur falsch gemacht. 😔😔😔😔😔

Windspiel
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Windspiel » Do Dez 05, 2019 9:23 am

Hey,
Als allererstes Mal tief durchatmen. Keine Panik. Was war ist passiert und kann nicht mehr geändert werden.
Ich glaub die Frage nach was hast du falsch gemacht bringt Grade niemanden von euch weiter. Sie raubt nur Kraft. Wichtig ist zu schauen wie es jetzt weitergeht. Ja ihr braucht alle Hilfe.
Für die schnelle erste Hilfe würde ich Beratungsstellen vorschlagen. Hier auf der Wildwasser Seite kann man glaube ich sogar welche suchen. Wenn nicht dann Google Beratungsstellen sexueller Missbrauch.

Es ist gut dass du mit beiden Kindern redest, behalt das bei, lass euer Band nicht abreißen. Sei für sie da. Aber auch wichtig ist dass du für dich Hilfe suchst und jemanden zum Reden.

Warum oder wie dein Sohn auf die Idee gekommen ist sind alles nur Spekulationen. Entweder einfach wo aufgeschnappt oder halt entdecken der eigenen Sexualität oder vllt ist ihm auch Mal was passiert (im Sport oder sonstwo). Wichtig ist ihm altersgerecht zu erklären dass das nicht geht und der Schwester schadet. Und Hilfe suchen für ihn.

Gleiches mit der Schwester. Sag ihr dass es ganz toll ist dass sie es dir erzählt hat. Sag ihr dass sie sich immer wehren darf wenn sowas ist und sie das auch immer dir sagen darf/soll. Unterstütz sie einfach so gut es geht. ber ich denke ein normaler Alltag wird hilfreich sein, also geh ganz normal mit ihr um.

Therapeuten listen kannst du von der Krankenkasse bekommen oder auch einfach Mal googlen nach Therapiesuche etc. (Links sind hier leider keine erlaubt). Evtl können auch die Beratungsstellen Therapeuten empfehlen.

Viele Grüße und viel Kraft.
Wenn du schreist, weil du weißt was es heißt, wenn die Hoffnung nicht mehr als ein leeres Wort ist,
Wenn du gehst und du flehst, dass dich jemand erreicht, weil du immer noch ganz allein bist,

*ASP- Schwarzer Schmetterling*

Hoffnung
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Hoffnung » Do Dez 05, 2019 9:26 am

Hallo,
Erstmal tief durchatmen. Vor allem das ausatmen ist wichtig. Ich kann verstehen, dass einem das den Boden unter den Füßen nimmt...
Was Hilfe betrifft: es gibt Hilfetelefone, vom Frauennotruf, Organisationen wie Wildwasser, dem weissen ring etc.
Was therapeutische Hilfe betrifft, können sie sich an Ki- Ju Therapeuten wenden, seit ein paar Jahren haben Therapeuten eine psychologische Sprechstunde und müssen ihnen in dringenden Fällen einen zeitnahen Termin geben. Das kann auch sehr schnell gehen. Zwingen sie Therapeuten aber nicht wenn die sich sträuben, aber schildern sie die Situation und Leute beraten sie in der Regel auch gerne. An guten Ratschlägen wird nicht gespart...
Insistieren sie ein wenig und bestehen sie auf einen zeitnahen Termin. Da kann das dann oft auch klappen und sie bekommen dann auch eine Idee davon, wie es weitergehen könnte.
Ansonsten: Mir ist nahezu das gleiche passiert wie ihrer Tochter (ersetzen sie den Bruder durch den Nachbarn, mit dem ich aufgewachsen bin) .
Ich hätte mir von meiner Mutter gewünscht,dass sie mir glaubt, nachfragt und mit mir darüber redet.
Geben sie ihrer Tochter die Chance das aufzuarbeiten.
Was den Umgang mit ihrem Sohn angeht weiß ich es ehrlich gesagt nicht so genau, aber versuchen sie ihn nicht zu sehr zu verurteilen, denn das wird auch nicht helfen.
Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt: das wird schon und sie schaffen das. Es ist wirklich mutig von ihnen, dass sie ihren Kindern zuhören und sich damit konfrontieren, anstatt die Situation wegzulügen. Das ist echt mutig und toll!
Rufen sie mal jemanden an und Beratungsstellen sind oft echt gut!
Ich wünsche ihnen alles gute und viel Kraft!
Sie schaffen das!
Mira
Zuletzt geändert von Hoffnung am Do Dez 05, 2019 3:43 pm, insgesamt 1-mal geändert.

elefantenkind
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von elefantenkind » Do Dez 05, 2019 9:40 am

Du kannst dich auch an den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst wenden, dort sollte man in Notfällen auch schnelle Hilfe bekommen. Dort können sie vielleicht auch einschätzen, was bei deinem Sohn dahinter steckt.

Und sieh was du richtig gemacht hast: deine Tochter hat dir von dem Erlebnis erzählt und bekommt jetzt Hilfe. Ihr wird geglaubt und es wird nicht mehr vorkommen. Das ist ganz heilsam. Also verzweifle nicht. Ihr habt eine gute Beziehungsebene.

Gastacht

Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Gastacht » Do Dez 05, 2019 12:40 pm

@mira: Vorsicht mit Vergleichen.
Du sagtest es ging Monate.
Hier ist es unklar ob es einmalig oder öfter war.
Das ist aber ein großer Unterschied.
Was ein Kind gut verarbeitet ist für ein anderes ganz schlimm.

Bitte denk jetzt nicht dein Kind ist ein Wrack deshalb.
Und Beide!! brauchen Hilfe. Dein Sohn ist juristisch auch kein Täter. Und vermutlich hat er 50 Pornos bei Freunden gesehen. Sorry aber ist so heutzutage.

Gastacht

aoi
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von aoi » Do Dez 05, 2019 1:45 pm

Liebe Bonale 88,

ich kann mich den anderen nur anschließen.

Du hörst beiden Kindern zu, zu glaubst ihr und ihr sprecht drüber. Das ist im Moment das Wichtigste. Und das ist das, was du jetzt tun kannst. Ich weiß, es ist sehr hart, aber viel mehr kannst du im Moment nicht machen. Das heißt aber vor allem, du machst alles richtig.

Zu deiner Tochter: Hör ihr weiterhin zu, schenk ihr Vertrauen, vielleicht macht ihr auch mal etwas Schönes zu zweit. Was dir sicherlich nicht leicht fallen wird: versuche es zu akzeptieren, wenn sie etwas erstmal nicht direkt sagen mag und gewähre ihr den Abstand zu seinem Sohn, den sie braucht, da sich ansonsten ihre Erlebnisse im Nachhinein verschlimmern können. Du könntest sie zum Beispiel fragen, ob sie nur nicht mit ihm spielen mag oder ob ihr gemeinsame Essen etc. ebenso unangenehm sind? Einen Gynokologen-Termin könntest du vereinbaren. Ich weiß nicht, ob etwas in der Art passiert ist, auch nicht, wann der Vorfall war und ob es - falls mehr passiert ist - noch nachweisbar wäre. Aber es könnte ihr - falls mehr war - im Nachhinein helfen, die Geschehnisse zu akzeptieren. Denn vieles verdrängt man (gerade, wenn man nicht gehört wird) und da könnten Arztberichte später helfen, es für sich in Einklang zu bringen. Eine Beratungsstelle und einen Therapeuten (Schwerpunkt: sexueller MB) finde ich für sie wichtig.

Zu deinem Sohn: eigentlich, finde ich, gilt ähnliches. Behalte die gute Bindung zu ihm, hör ihm zu und rede mit ihm. Versuche ihn auch erstmal nur zu zu hören, so dass er seine Sichtweise erzählen kann bevor du stark emotional reagierst. Ich weiß, das dürfte sehr schwer sein. Signalisiere ihm, dass du für ihn da bist. Ich könnte mir vorstellen, dass dies wichtig ist, damit er sich öffnet. Vielleicht erfahrt ihr gemeinsam - und vor allem in Beratung und Therapie - Gründe, warum er so gehandelt hat und was überhaupt genau vorgefallen ist.

Ich würde auch erstmal zu einer Beratungsstelle wie Wildwasser gehen, um zu schauen, was passiert ist und wie es beide wahrgenommen haben. Sie können dir Hilfestellungen für Therapeuten geben. Generell kannst du Therapeuten auch im Internet googlen; ebenso mit Fachrichtung sexueller Missbrauch. Ich weiß nicht genau, welche Therapieart für dein Sohn am besten ist, da ich denke, dass es damit zusammenhängt, ob und falls ja, was ihm eventuell passiert sein könnte und wie er das verarbeiten kann.

Zu dir: Ich glaube nicht, dass es aus den Medien kommt. Da mache dir bitte keine Vorwürfe. Ich finde es sehr berührend und toll, dass du direkt handelst! Du bist verzweifelt und in Panik und das ist absolut verständlich. Achte bitte aber auch auf dich. Vielleicht hast du eine Vertraute, mit der du drüber sprechen könntest. Versuche etwas zu tun, auch wenn es nur eine Minute am Tag ist, in der du das Thema "etwas" beiseite schieben kannst, so dass du im Anschluss wieder mehr Zeit hast, um für beide da zu sein.

Es berührt mich wirklich sehr, dass du so aktiv handelst und für deine Kinder da bist. Das ist wundervoll, nicht selbstverständlich und vor allem nicht ersetzbar! Ihr schafft das!

GLG Aoi

aoi
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von aoi » Do Dez 05, 2019 1:55 pm

Etwas hatte ich noch vergessen.

Deine Tochter kennt ihre körperlichen Grenzen und vertraut ihrer Intuition, wenn sich für sie etwas falsch und bedrohlich anfühlt. Du hast auch hier alles richtig gemacht, sonst würde sie ihre Grenze nicht spüren und könnte es nicht formulieren.

Es tut mir leid, dass ihr nun da durch müsst.

Bonale88
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Bonale88 » Do Dez 05, 2019 1:57 pm

Ich habe mit beiden Kindern jetzt nach der Schule nochmal gesprochen. Bevor der große heimkam hab ich mit der Tochter gesprochen sie hat gesagt sie hätte in der Situation gesagt er soll sofort aufhören und ihn mit den Füßen weggetreten. Ich weiß nicht was ihn geritten hat sowas zu tun. Jedenfalls haben wir nun einen Termin bei Wildwasser gleich nächste Woche.

Mir geht es auch besser weil meine Tochter meinte sie hatte keine Schmerzen dabei (heißt hoffentlich das es nicht zum schlimmsten kam)

Ich will nicht das mein Sohn für mich ein Monster ist. Ich liebe beide bzw alle 3 Kinder die ich habe sehr. Hoffentlich ist ihre Kinderseele nicht für immer gebrochen. :-(

Hab meiner Tochter gesagt das sie nicht mit ihm spielen möchte etc wenn sie das nicht will. Jetzt sitzen sie aber beide im Wohnzimmer und hören Musik gemeinsam und gucken dem Bruder beim Tanzen zu.

Ich bete zu Gott das es nie mehr passiert ich habe ihm klipp und klar gesagt das wenn er sich entdecken möchte er dies tun kann. Alleine. Das es völlig normal ist aber man niemals jemandem etwas aufzwingen darf. Ich hoffe er hat das verstanden.

Danke für eure Nachrichten und euer Verständnis und die Tipps.

aoi
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von aoi » Do Dez 05, 2019 2:03 pm

Das klingt doch "gut".

Es ist schön zu hören, dass deine Tochter keine Schmerzen hatte. Ja, ich denke, das deutet darauf hin, dass nicht mehr passiert ist. Also durchatmen!

Ich finde es auch toll, was du deinem Sohn gesagt hast. Er wird dich dafür nicht für ein Monster halten. So wie ich es von hier aus der Ferne beurteilen kann, ist eure Bindung stark, um das zu durchstehen. Und wenn das der Fall ist, will er auch auf dich hören.

Dass ihr einen Termin bei Wildwasser habt, finde ich klasse! Ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen.

Ich kann es nachvollziehen, dass sie mit ihm spielt. Denn egal, was er getan hat, er ist ihr Bruder und sie liebt ihn. Wie ihr damit am besten umgehen könnt, werdet ihr sicher bei Wildwasser besprechen. Die Berater sind sehr professionell und kennen sich gut im Umgang mit solchen Themen aus. Sie werden euch helfen können.

Du bist für sie da. Sie bekommt direkt Hilfe. Auch, wenn sie es verarbeiten muss, all das, was du tust, sind Kriterien die den Heilungsprozess immens beschleunigen und ihn fruchtbar machen. Es wird Zeit brauchen, aber wenn ihr so weiter macht, wird sie es schaffen!!!
Zuletzt geändert von aoi am Do Dez 05, 2019 2:06 pm, insgesamt 1-mal geändert.

Bonale88
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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von Bonale88 » Do Dez 05, 2019 2:04 pm

Und meine Tochter auf die bin ich mächtig stolz sie ist ein tolles ehrliches Mädchen die mit mir über alles spricht. Was ich gut finde. Mein Sohn hätte auch sagen können sie lügt das stimmt nicht.. er hat es auch zugegeben.
Werde jetzt sehr darauf achten das sie ihren geschützten Rahmen hat. Und sie weiß sie darf mir alles sagen egal was ist.. ich werde sie immer schützen. Die Kinder sind doch mein Leben. Ich will doch keinen Vergewaltiger großziehen.. hoffentlich hilft mir Wildwasser.. denn warum er es getan hat das kann er selbst nicht sagen. :-(

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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von aoi » Do Dez 05, 2019 2:09 pm

Das ist wahnsinnig schön!!!

Sie hat ihn weggetreten und darin kannst du sie auch nochmal bestärken. Das sie in diesem Moment absolut richtig gehandelt hat und sie dich jederzeit dazu rufen kann, wenn sie sich bedroht fühlen sollte.

Dann könnte sie dich auch rufen, wenn in Realität keine Bedrohung herrscht... da ihr das Ergebnis im Gedächtnis sein könnte. Daher würde ich versuchen an deiner Stelle - falls das überhaupt nochmal vorkommen sollte - zuerst ihr zu zu hören und dann deinem Sohn.

Ich finde es auch toll und mutig von deinem Sohn, dass er es zugegeben hat. Er scheint zu wissen, dass es nicht ok war und das ist eine sehr gute Voraussetzung.

Er weiß es vielleicht wirklich nicht, warum er es getan hat. Ich denke, dass ist die Wahrheit. Da hilft leider nur Geduld, viel reden und ganz, ganz viel Vertrauen und Zuwendung.

Allein dass du hier bist, zeigt, dass du sie immer beschützen wirst. Das glaube ich die absolut!!!

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Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von aoi » Do Dez 05, 2019 2:13 pm

Bonale88 hat geschrieben:
Do Dez 05, 2019 2:04 pm
Ich will doch keinen Vergewaltiger großziehen.. hoffentlich hilft mir Wildwasser..

Langsam, durchatmen! Ich verstehe deine Angst. Aber im Moment scheint es so, als hätte er dies nicht getan. Versuche abzuwarten, was in den Gesprächen heraus kommt.

Falls er etwas erlebt hat, was ihn dazu gebracht hat, reicht Therapie, dass er es nicht mehr tun wird. Davon bin ich ganz tief überzeugt.

Und falls andere Dinge Gründe sein könnten, schafft ihr das auch. Es gibt mittlerweile Programme, die Personen mit Gewaltgedanken (und auch Täter) unterstützen, um anders mit ihren Gedanken umzugehen.

Es gibt Hilfe!!!

puh...

Re: Boden unter den Füßen weggerissen.. verzweifelt

Beitrag von puh... » Sa Dez 07, 2019 12:21 am

nur ganz kurz ein paar gedanken die ich hier beim lesen hatte ... ganz nichtig, bitte lies es nicht als vorwurf!!

du scheinst dich gerade mehr in die ganze sache emotional zu steigern als deine beiden kinder zusammen
es ist gut dass ihr miteinander redet aber wie du von deinem sohn als potentielles monster oder vergewaltiger redest ... bitte pass da auf

auch bei deiner tochter ... du dramatisierst im schreiben sehr stark .. mit zerstörter kinderseele etc
sicher kann es passieren aber so wie sich darüber redet kann sie aktuell damit umgehen

du schreibst du hast nichts falsch gemacht bei deinen kinder, der sohn hat ein kindersicheres handy , es ist sogar mit deinem verbunden
das klingt auch schon wieder als hättest du da etwas zu sehr übertrieben denn das führt bei einem kind dazu dass es erst recht neugierig werden könnte

und dass sein handy geschützt ist nützt dir gar nichts weil er in der schule bei den klassenkameraden die kein geschütztes handy haben alles konsummieren kann was er möchte
wenn ich sehe wie die kleinen jungs heutzutage an der bushaltesstellen alle am handy hängen und was sie da teilweise anschauen und hören... das lässt sich nicht mehr kontrollieren, den kampf haben wir schon verloren

also versteh mich nicht falsch: deine handlungen sind goldrichtig, nur in deinen gedanken musst du aufpassen nicht zu übertreiben
dass ihr direkt einen wildwasser termin habt ist super
ich bin ganz zuversichtlich dass das erlebnis euch am ende als familie enger zusammen schweißen wird

und ich hoffe ich war mit meiner wortwahl nicht zu verletzend

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