Wem davon erzählen?

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mo Jun 10, 2019 7:58 am

Butterfly hat geschrieben:
Mo Jun 10, 2019 12:24 am
Ich kann Dich gut verstehen!
Mir ging es damals irgendwann genauso. Und auch wenn ich da nicht viel erzählt habe, es überhaupt irgendwie mitzuteilen tat schon sehr gut. Und für eine Freundin von mir war es damals auch sehr hilfreich, weil es in ihren Augen mich erklärt hatte. Es war das fehlende Puzzleteil, so wie sie sagte.
Nach einigen Jahren, in denen mich die Vergangenheit sehr einnahm, habe ich hier einmal alles geschrieben. Aber nur hier. Und da hatte ich such schon gut verarbeitet.
Inzwischen bräuchte ich weder das eine noch das andere.
Ich denke jeder muss seinen eigen Weg finden und den findet man in sich selbst. Ich habe inzwischen wieder gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören und das hat mir in vielen Situationen schon den richtigen Weg gezeigt. Auch wenn nicht immer gleich für mich selbst erkennbar, wieso mein Gefühl dieses oder jenes sagte. Aber im Nachhinein immer verständlich.
Also vertraue Dir selbst!
Also wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass ich es ihm erzählen soll, dann sollte ich es tun? Auch wenn es eben auch nicht viel ist, sondern einfach nur dass da ein Mb stattgefunden hat, und ich deswegen Tage habe wo es manchmal nicht so gut geht?
Wie hast du es denn deiner Freundin erzählt? Wie fängt man an?

Aufatmende
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Aufatmende » Mo Jun 10, 2019 8:34 am

Über die letzten 20 Jahre haben alle, die mich gut kennen, davon erfahren. Aber nur einen Satz: "Mein Vater hat mich sexuell missbraucht und mich mehrfach körperlich bis an die Schwelle des Todes gebracht." Sehr wenige Menschen wissen mehr. Das waren immer geplante 4 Augen Gespräche. Und das Letzte ungeplante hat die Person stark überfordert.
Du kannst nicht viel von anderen erwarten nach meiner Erfahrung.
Ich glaube, es geht uns Schreibern hier darum, dich und deine Gesprächspartner zu schützen und dir Mut zu Therapie zu machen.
Auch bei der Telefonseelsorge ist im Übrigen der Leitsatz: "Raus aus dem Film." Das heißt Stabilisierung in der Gegenwart.
Rückfälle sind Vorfälle!

Aufatmende
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Aufatmende » Mo Jun 10, 2019 8:36 am

Hat sich überschnitten. Dem Bauchgefühl würde ich wohl folgen. Vielleicht schreibst du auf, was du sagen willst?
Was erwartest du denn als Reaktion von ihm? Kannst du ihm sagen, was du dir wünscht?
Berührung oder nicht....
Rückfälle sind Vorfälle!

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mo Jun 10, 2019 9:29 am

Aufatmende hat geschrieben:
Mo Jun 10, 2019 8:36 am
Hat sich überschnitten. Dem Bauchgefühl würde ich wohl folgen. Vielleicht schreibst du auf, was du sagen willst?
Was erwartest du denn als Reaktion von ihm? Kannst du ihm sagen, was du dir wünscht?
Berührung oder nicht....
Bis jetzt habe ich nur drüber nachgedacht, was ich sagen will, vielleicht wäre aufschreiben noch eine gute Idee.
Ich weiß nicht genau, was ich als Reaktion erwarte. Einerseits Verständnis, wieso es mir manchmal nicht gut geht. Andererseits reicht es mir beinahe, einfach zu wissen, dass ich mit dem Wissen nicht mehr alleine bin.
Eventuell ein Ratschlag was ich machen soll, obwohl er wahrscheinlich auch sagen wird, dass ich damit zum psychologischen Dienst sollte. Aber vielleicht kann er mich davon überzeugen dass das erstmal der richtige Weg ist.

Was genau meinst du mit Berührung?

Peach
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Peach » Mo Jun 10, 2019 11:51 am

Hallo Allein,

ich glaube Aufatmende meinte, ob du dir eine berührung. zB Umarmung wünschst oder ob dich das überfordern würde.

Für mich liest du dich so, als hättest du dich schon entschieden, dass du mit der Person sprechen möchtest. Wenn du das sowieso schon willst, warum dann nochmal hier diskutieren :wink: ? Ich finde, man muss selbst entscheiden, ob und mit wem man darüber redet und da finde ich das erwähnte Bauchgefühl auch sehr wichtig. Klar sein sollte einem allerdings, dass man sich sehr verletzlich macht.

Meine Erfahrung ist, dass Freunde besser mit solchen Informationen umgehen können, wenn sie wissen, dass es parallel noch Therapie oder Beratung gibt. Weil sie dann wissen man tut etwas für sich und hat professionelle Hilfe. Wenn es das nicht gibt ist schnell Überforderung da. Du kannst das auch andersherum machen - erst ein Beratugnsgespräch ausmachen und dann erzählen, dass da ein Gespräch in einer Beratungsstelle auf dich zukommt. Die Person wird dann wahrscheinlich sowieso nachhaken.

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mo Jun 10, 2019 12:29 pm

Peach hat geschrieben:
Mo Jun 10, 2019 11:51 am
Hallo Allein,

ich glaube Aufatmende meinte, ob du dir eine berührung. zB Umarmung wünschst oder ob dich das überfordern würde.

Für mich liest du dich so, als hättest du dich schon entschieden, dass du mit der Person sprechen möchtest. Wenn du das sowieso schon willst, warum dann nochmal hier diskutieren :wink: ? Ich finde, man muss selbst entscheiden, ob und mit wem man darüber redet und da finde ich das erwähnte Bauchgefühl auch sehr wichtig. Klar sein sollte einem allerdings, dass man sich sehr verletzlich macht.

Meine Erfahrung ist, dass Freunde besser mit solchen Informationen umgehen können, wenn sie wissen, dass es parallel noch Therapie oder Beratung gibt. Weil sie dann wissen man tut etwas für sich und hat professionelle Hilfe. Wenn es das nicht gibt ist schnell Überforderung da. Du kannst das auch andersherum machen - erst ein Beratugnsgespräch ausmachen und dann erzählen, dass da ein Gespräch in einer Beratungsstelle auf dich zukommt. Die Person wird dann wahrscheinlich sowieso nachhaken.
Achso, ok, ja das mit der Berührung kann ich jetzt noch gar nicht sagen...
Ja eigentlich hab ich mich schon entschieden, ich weiß nur einfach noch nicht genau, wie ich da am besten anfangen soll, dass zu erzählen.

Dass ich mich dadurch sehr verletzlich mache, is mir klar, deswegen ist so ein kleines bisschen unsicherheit immer noch da, aber der wille es endlich loszuwerden, überwiegt da...außerdem weiß die person sonst schon einiges über mich, dass es mir beispielsweise oft nicht gut geht, ich ein paar Probleme habe usw..

Ob ich es schaffe davor einen Termin auszumachen weiß ich nicht...
Die Person der ich das erzählen möchte ist außerdem um einiges älter als ich, ca 30 Jahre. Das ist glaube ich auch der Grund, wieso ich es ihn erzählen möchte und keinem anderen, eben weil ich genau denke, ich würde gleichaltrige Freunde damit überfordern, sie können nicht damit umgehen, und bei ihm hab ich daa Gefühl dass er es kann, auch weil ich ihm über mich schon einiges erzählt habe und er auch da gut reagiert hat, mir versucht hat zu helfen, was da nur leider noch nicht so ganz geholfen hat, weil er das eben noch nicht wusste...

lara64unl

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von lara64unl » Mo Jun 10, 2019 9:50 pm

Hallo Allein,

wieso befähigt es einen Menschen der ein gewisses Alter hat, in dem Fall ca. 30 Jahre alt, mit den Informationen die du ihm erzählen willst, besser umgehen kann, wie jemand der jünger ist?
Nur weil er bisher mit einigem an Informationen umgehen konnte, und dir hilfreich war, ist doch nicht automatisch die Voraussetzung mit dem Thema MB gut umzugehen.

Was wenn dich dein Eindruck trügt und er damit nicht umgehen kann? Wenn es ihn belastet und letztlich überfordert?
Das muss noch nicht einmal gleich im Gespräch deutlich werden. Solche Informationen können auch mit einer längeren "Verzögerung" Menschen verunsichern, triggern und überfordern.
Was wenn du deine eigene Grenze dessen was überhaupt erzählt werden darf und kann - ohne sich selbst zu retraumatisieren und schaden - im Gespräch nicht wahrnimmst?
Gerade weil dein Wunsch es endlich erzählen zu können/dürfen so groß ist, liegt darin eine große Gefahr die eigenen wie die Grenzen des anderen zu missachten.

Wenn es dir wirklich ums "loswerden" geht, dann gibt es doch hier die Möglichkeit es aufzuschreiben und mit der Forumsgemeinschaft zu teilen. Wer hier dann bereit ist es zu lesen, wird dir Rückmeldungen geben.
Schreiben hat meist den Vorteil, das Geschriebene nochmals zu lesen und genau zu prüfen, was da an die Öffentlichkeit kommt.

Mein Eindruck, du suchst nicht ein offenes Ohr sondern jemand der dich an die Hand nimmt und dir sagt, was du jetzt zu tun hast, der Entscheidungen übernimmt, für die du Verantwortlich bist. Bei dem Altersunterschied liegt mir die Assoziation "großer Bruder" auf der Zunge. Es ist nicht seine Aufgabe dir zu sagen, du sollst einen Termin in der Beratungsstelle ausmachen, oder du sollst dir eine Therapeutin suchen.

Also seid ihr der Meinung, ich sollte es ihm nicht erzählen? Sonst hört man doch immer, dass das Wichtigste ist, darüber zu reden, sich jemanden anzuvertrauen...und jetzt höre ich hier, dass das gar nicht so gut sein soll? Soll ich damit lieber alleine bleib


Zum einen wird längst auch innerhalb der Traumaberatung und Traumatherapie unterschieden ob es ein Monotrauma war und die Aufarbeitung zeitnah stattfinden kann. Oder ob es sich um Erfahrungen in der Kindheit handelt, die ggf. auch über einen längeren Zeitraum gehen können.
Bei beiden wird immer geschaut, wie stabil ist jemand in seinem Alltag. Kann diejendige sich nach dem was sie berichtet hat, wieder selber gut "beruhigen, stabilisieren" Verfügt sie über genügend Ressourcen den Alltag wie gewohnt weiter zu gestalten..
Und es geht nicht um "irgendjemanden", das wird so in aller Regel nicht kommuniziert, und das haben dir hier ja auch schon etliche Userinnen wiedergespiegelt. Es geht darum, das in einem geschützten Rahmen und in professioneller Begleitung zu tun.

Ich würde dir einfach wünschen, dass du einen sicheren und geschützten Ort findest dein erlebtes lozuwerden, ohne die Gefahr, dich und den anderen evtl. zu überfordern.

Shalom - lara64

~SteinHart~
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Jun 10, 2019 11:14 pm

~SteinHart~ hat geschrieben:
So Jun 09, 2019 6:22 am

Du schreibst derjenige soll dich motivieren in eine Beratungsstelle zu gehen usw. Nun, damit versuchst du Verantwortung und Entscheidungen abzugeben. Das ist demgegenüber, finde ich, nicht fair. Es ist DEINE Entscheidung und Verantwortung dir Hilfe zu suchen.
Unterstützung ist dabei wichtig, ja, aber nicht dieses an jemand anderen zu delegieren. Derjenige ist nicht dafür verantwortlich dass es dir schlecht geht und sollte auch nicht derjenige sein der deine Entscheidungen trifft.

Schau mal. Du bist doch jetzt schon nicht mehr allein damit ;) Hier wissen es nun einige.
Wie fühlt sich das an?
Da du offensichtlich selektiv liest, oder manches nicht so richtig wahrnimmst, wiederhole ich mich gern ;)

Du hast es längst raus gelassen. Hier. Wie fühlt sich das an?

Er ist sowas von NICHT für dich verantwortlich!
Du scheinst ja schon zu wissen dass Beratung, oder Therapie angesagt ist und versuchst jetzt deinen Job auf ihn abzuwälzen. Er soll dich jetzt überzeugen... Ausserdem hat ein Freund auch Verständnis für "schlecht drauf sein" wenn er nicht genau weiß was der Grund ist.
Es liest sich wirklich so als solle er lediglich Verständnis für dich haben (was ist denn derzeit an seinen Reaktionen in deinen Augen "falsch"?) und dir eben deine Aufgaben abnehmen. Was bitte hat er als Freund davon? Seid ihr sonst irgendwie "enger"? Ist das eine Beziehung, oder Freundschaft, oder ist es ein Dozent???

Ich finde das liest sich manipulativ. Anderen Reaktionen und Übernahme der eigenen Verantwortlichkeiten bezwecken durch das Thematisieren von MB. So als wäre MB worden zu sein irgendein Freifahrtschein.

SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mo Jun 10, 2019 11:42 pm

Ich schaffe es jetzt grade nicht auf alles zu antworten. Muss glaube ich über das wir ihr beiden gesagt habt, erstmal drüber schlafen und nochmal nachdenken.

Aber eine Sache noch dazu, wieso ich generell in Erwägung gezogen habe, es ihm zu erzählen:
Von ihm kam oft die Frage was denn los sei, wollte mich schon öfter dazu drängen dass ich es ihm erzählen soll/kann, meinte, wenn ich es erzähle, geht es mir bestimmt besser. Und jetzt grade vor kurzem hat er mich sogar beinahe direkt danach gefragt, wo ich aber eine Antwort darauf umgangen bin...

Unter anderem aus diesen Gründen

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Dorie
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Dorie » Di Jun 11, 2019 12:03 pm

Hey

Ich kann mich nur den anderen anschliessen, das es andere Möglichkeiten gibt es zu erzählen, ohne es Freunden zu erzählen. Nur weil er 30 ist, gibt es niemals die Garantie, das er damit umgehen kann oder nicht. Es gibt auch keine Garantie das er richtig reagiert wie du es gerne hättest oder sogar brauchst.
Er ist auch dann nicht für dich verantwortlich.

Bei mir wissen es die Freunde, die es selbst erlebt haben. Ich hab es damals einem guten Freund gesagt und ich wünschte ich hätte es nicht gesagt. Er hat nicht falsch reagiert, aber er ist mit dem was gewesen ist, total überfordert. Er behandelt mich wie immer, aber er ist so traurig darüber, das es passierte, das es mir weh tut und ich manchmal nicht weiss, was kann ich tun, damit es ihm besser geht.
Und ich hab's früher mal noch 2-3 anderen erzählt, die das nicht erlebt hatten und plötzlich waren sie weg. Vorher war alles gut. Seitdem bin ich vorsichtig geworden, wem ich das erzähle.

Wenn jemand heute fragt, sag ich nur noch Gewalt in der Kindheit. Das kann vieles sein.
Es kann gut gehen, aber auch daneben gehen

Solange du noch Gründe hast, das sagen wollen zu müssen, wirst du immer ein aber finden. Letztendlich können wir dir nur unsere Erfahrungen erzählen, aber du entscheidest für dich selbst ob du ihm das sagst. Nur wie es im leben ist, das ist deine Verantwortung. Zieht er sich zurück, oder sich irgendwas zwischen euch dadurch verändert, musst du mit den Konsequenzen leben.
Wenn sich nix ändert und er Klasse reagiert dann hast du Glück.

Aber die Erfahrung musst du selbst machen, egal wie du dich entscheidest.
Träume nicht dein Leben,sondern lebe deinen Traum


Gib mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann.
Gib mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Di Jun 11, 2019 8:34 pm

Dorie hat geschrieben:
Di Jun 11, 2019 12:03 pm
Hey

Ich kann mich nur den anderen anschliessen, das es andere Möglichkeiten gibt es zu erzählen, ohne es Freunden zu erzählen. Nur weil er 30 ist, gibt es niemals die Garantie, das er damit umgehen kann oder nicht. Es gibt auch keine Garantie das er richtig reagiert wie du es gerne hättest oder sogar brauchst.
Er ist auch dann nicht für dich verantwortlich.

Bei mir wissen es die Freunde, die es selbst erlebt haben. Ich hab es damals einem guten Freund gesagt und ich wünschte ich hätte es nicht gesagt. Er hat nicht falsch reagiert, aber er ist mit dem was gewesen ist, total überfordert. Er behandelt mich wie immer, aber er ist so traurig darüber, das es passierte, das es mir weh tut und ich manchmal nicht weiss, was kann ich tun, damit es ihm besser geht.
Und ich hab's früher mal noch 2-3 anderen erzählt, die das nicht erlebt hatten und plötzlich waren sie weg. Vorher war alles gut. Seitdem bin ich vorsichtig geworden, wem ich das erzähle.

Wenn jemand heute fragt, sag ich nur noch Gewalt in der Kindheit. Das kann vieles sein.
Es kann gut gehen, aber auch daneben gehen

Solange du noch Gründe hast, das sagen wollen zu müssen, wirst du immer ein aber finden. Letztendlich können wir dir nur unsere Erfahrungen erzählen, aber du entscheidest für dich selbst ob du ihm das sagst. Nur wie es im leben ist, das ist deine Verantwortung. Zieht er sich zurück, oder sich irgendwas zwischen euch dadurch verändert, musst du mit den Konsequenzen leben.
Wenn sich nix ändert und er Klasse reagiert dann hast du Glück.

Aber die Erfahrung musst du selbst machen, egal wie du dich entscheidest.
Ok, danke auch dir für deine Antwort.
Er ist übrigens ca 50. Hab das glaub ich missverständlich geschrieben.

Hab noch bis Montag Zeit, mir Gedanken zu machen.

lara64unl

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von lara64unl » Di Jun 11, 2019 10:52 pm

Hallo Allein
Er ist übrigens ca 50. Hab das glaub ich missverständlich geschrieben.

Hab noch bis Montag Zeit, mir Gedanken zu machen.
Er ist ca. 50 und du bist 22 - richtig. Mh dann ist es nach meinem Empfinden nicht "der große Bruder" der hier einen Rat-Schlag erteilen soll..
ER könnte gefühlt und ganz real dein Vater sein- puhh

ich hoffe sehr er ist nicht dein Dozent oder steht in einer ähnlichen Rolle zu dir. Du schreibst ganz am Anfang etwas von psychologischen Dienst an der Uni. Gehe ich richtig in der Annahme, dass du studierst?

Warum hast du NUR noch Zeit bis Montag?
So etwas sollte in aller Ruhe entschieden werden, ohne Zeitdruck oder sonstigen Druck sei er von Innen oder von Außen.

Shalom - lara64

EineVonUns50
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Registriert: Di Nov 22, 2016 8:00 pm

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von EineVonUns50 » Di Jun 11, 2019 11:20 pm

keine ahnung ob das so stimmt... aber hier ist so ein diffuses ungutes Gefühl.
Du willst unbedingt darüber reden und das ist auch total nachvollziehbar und wichtig, aber du guckst gar nicht auf deine Sicherheit dabei, ist unser Eindruck. Und da ist so ein : das muss unbedingt dieser Mann sein und unbedingt nächsten Montag - also das fühlt sich so an, als ob der was angetriggert hat bei dir. Kann auch völliger Unsinn sein von uns, aber so wie du insistierst und dir selbst Druck machst und gar nicht auf dich aufpassen willst - das macht hier eben ein sehr ungutes Gefühl bei uns.

Mal ganz direkt: Sei vorsichtig, wenn jemand von sich aus nachfragt. Viele Männer geilen sich auch auf bei solchen Sachen und haben ein feines Gespür für ehemalige MB-Opfer, weil sie in den frauen entweder ein leichtes Opfer sehen oder sich zum Retter aufbauen wollen und du tendierst ja selbst dazu, ihn in diese rolle zu heben. Das kann sehr ungut werden.. Ganz spontan hast du dich ja auch beim letzten Gespräch geschützt und nichts gesagt. Vielleicht war das ja ein guter Selbstschutz?

Es gibt bei Wildwasser oder ähnliche Organisationen viele Angebote zum Reden. Das ist dort auch vermutlich viel leichter, weil die Leute viel Erfahrung haben und du musst dir auch keine Gedanken machen, wie die nun damit umgehen. Wenn es dir nicht passt, kannst du einfach wieder gehen. Solche Voraussetzungen sind wesentlich besser fürs "drüber reden" als private Beziehungen/Freundschaften oder ähnliches.
Sei vorsichtig, was du diesem Menschen erzählst und pass gut auf dich auf.

Es kann gut sein, dass das nur unsere Paranoia ist, aber irgendwie springt die halt an bei dem, wie und was du schreibst.

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mi Jun 12, 2019 12:38 am

Ihr beide gebt mir grade ganz gut nochmal zu denken...
Kann da nicht drauf antworten jetzt.
Scheiße...

Allein
Beiträge: 24
Registriert: Mi Jun 12, 2019 12:39 am

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Mi Jun 12, 2019 12:49 am

Bin jetzt registriert. Um schneller antworten zu können.

Ihr habt da gerade irgendwas in mir ausgelöst...
Scheiße...

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