Wem davon erzählen?

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Allein

Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Sa Jun 08, 2019 1:30 am

Ich habe noch nie jemandem davon erzählt, bin jetzt 22. Ich weiß es seit ungefähr 2 Jahren.
Jetzt gibt es da eine Person, mit der ich gut klar komme, der ich irgendwie vertraue...und ich muss so langsam jemandem davon erzähle. Ich mache das die ganze Zeit mit mir selbst aus und das schaffe ich nicht mehr lange. Habe die Angst irgendwann in einem ungünstigen Moment zusammenzubrechen...
Wie kann ich sicher sein, dass diese Person die richtige ist um es ihr zu erzählen? Aber abgesehen davon weiß ich auch gar nicht wie..

~SteinHart~
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Jun 08, 2019 9:02 am

Hallo Allein,

ich kann den Wunsch es endlich erzählen zu wollen, ja zu "müssen" gut verstehen, genauso aber eben auch das nicht wissen, wie das überhaupt funktionieren soll.

Ich mag fragen warum du es erzählen willst, also was du dadurch erreichen möchtest?
Alles einfach mal raus lassen kann man zum Beispiel auch hier, oder bei der Aufarbeitungskommission. Letztere ist genau dafür da. Auch Beratungsstellen (möglichst mit MB Ausrichtung) sind geeignete Anlaufstellen um Hilfe zu bekommen.

Denn, vom reinen erzählen (wenn das denn überhaupt funktioniert) geht es einem nicht besser.


Ich finde Privatpersonen sind mit Details sicherlich überfordert. Freunde sind auch keine Therapeuten. Als Vertraute sind sie aber auch wertvoll. Man kann sich an sie wenden wenn man gerade zum Beispiel nicht allein sein mag, oder jemand braucht der einen zur Beratungsstelle begleitet, oder so etwas in der Art.

Du schreibst dass du seit ca zwei Jahren davon weißt, ich gehe also von MB aus und eher keiner einmaligen Sache(?)


Die Angst zusammen zu brechen, irgendwann, ist nicht abwegig. Leider.


Es liegt an dir, wem du, bei welcher Gelegenheit, was erzählst. Niemand wird dir da etwas raten, oder sagen können.
Ich selbst habe aber die Erfahrung gemacht, dass Details erzählen gar nicht geht. Selbst bei Vertrauen und nach Jahren und bei Therapeutin. Was geht war schreiben und das lese ich hier sehr oft, dass man es schreibt, statt zu reden. Vielleicht ist das etwas für dich.
Ich rate aber sich darüber Gedanken zu machen was man damit erreichen möchte und was das gegenüber realistisch tun kann.

SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » Sa Jun 08, 2019 9:58 am

Danke für deine liebe und ausführliche Antwort.

Was ich dadurch erreichen möchte? Es einfach einmal rauslassen zu können weil es mich innerlich irgendwie auffrisst und ich damit nicht mehr alleine klarkomme. Und um das in irgendeiner Beratungsstelle zu tun, oder bei dem psychologischen Dienst der Uni ( viele Unis haben so ein kostenloses Angebot) fehlt mir die Überwindung, mich dazu zu trauen. Was ich mir durch das erzählen genau erhoffe? Ich weiß es nicht...abgesehen einmal von dem rauslassen vielleicht Hilfe wie ich weiter damit umgehen soll, dass er mich überzeugt Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, irgendwie sowas glaube ich.

Details könnte ich sowieso nicht erzählen, abgesehen davon weiß ich auch (noch) nicht so viele Details, nur manches

Und ja, es handelt sich um MB....nichts einmaliges, aber wie oft weiß ich auch nicht.

Was das gegenüber realistisch tun kann, kann ich auch nicht genau sagen, vielleicht dass ich einfach damit nicht mehr alleine bin. Ich wurde von ihm schon einmal mehr oder weniger auf sowas angesprochen und ich bin dem dann ausgewichen, weil ich nicht bereit war das zu erzählen. Das war vor einer Woche. Seit dem mache ich mir vorwürfe es nicht getan zu haben, weil es mir seitdem noch mehr so ging als ob es endlich rausmuss und ich noch mehr über alles nachdenken musste..

Aber ich weiß einfach nicht wie...

Blütenweis

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Blütenweis » Sa Jun 08, 2019 4:04 pm

Und wenn du dir eine Therapeutin suchst. Dann kannst du es jemanden erzählen- sogar oft und mehrfach.

Dorie unlog

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Dorie unlog » Sa Jun 08, 2019 5:56 pm

Hallo allein

Ich hab die Erfahrung gemacht, das darüber reden machbar ist, aber erst nach Jahren und jetzt bei meiner 4. Thera. Ich habe meiner ersten Thera zu 100% vertraut. In ihrer Thera Zeit, habe ich gelernt Dinge auszusprechen, aber nur was sie vorher gelesen hatte. Über dem MB haben wir nicht gesprochen, weil sie darauf nicht spezialisiert war. Aber es gab genug andere schwierige Themen.
Meine 2 und 3 da war zwar vertrauen, aber entweder wollten die nicht oder ich konnte nicht.
Jetzt bei meiner kann ich alles sagen. 150% vertrauen und wir gehen richtig ins Detail um es zu verändern. Wir telen nur, weil andere Bundesländer, aber es ist näher als mir je eine Thera geben kann, wenn sie vor mir sitzt.

Reden kann gehen, wenn alles drum rum stimmt "für dich", aber es kann halt dauern.

Ich kenne Leute, die nur drüber geredet haben, die sagen das sie das nur durch reden geschafft haben. ABER wenn sie es verarbeitet hätten im ganzen, dann würden sie auch ihr Verhalten bzw ihre Trigger ändern. Bei einer zb muss ich ständig meine Grenzen verteidigen. Hätte sie also ihre Vergangenheit wirklich aufgearbeitet, würde sie besser mit Grenzen anderer umgehen. In meiner Aufarbeitung rede ich nicht nur, sondern arbeite an den Grenzen.

Den Wunsch es auszusprechen kann ich auch nach vollziehen.

Aufatmende
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Aufatmende » Sa Jun 08, 2019 7:09 pm

Reden braucht Schutz und die Fähigkeit, sich selber zu stabilisieren. Das Wichtigste, was meine erste Therapeutin getan hat, war, mich daran zu hindern, zu erzählen, was passiert war, bis ich das, was kam, auch wieder begrenzen und verändern konnte.
Rückfälle sind Vorfälle!

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » So Jun 09, 2019 12:12 am

Dorie unlog hat geschrieben:
Sa Jun 08, 2019 5:56 pm
Hallo allein

Ich hab die Erfahrung gemacht, das darüber reden machbar ist, aber erst nach Jahren und jetzt bei meiner 4. Thera. Ich habe meiner ersten Thera zu 100% vertraut. In ihrer Thera Zeit, habe ich gelernt Dinge auszusprechen, aber nur was sie vorher gelesen hatte. Über dem MB haben wir nicht gesprochen, weil sie darauf nicht spezialisiert war. Aber es gab genug andere schwierige Themen.
Meine 2 und 3 da war zwar vertrauen, aber entweder wollten die nicht oder ich konnte nicht.
Jetzt bei meiner kann ich alles sagen. 150% vertrauen und wir gehen richtig ins Detail um es zu verändern. Wir telen nur, weil andere Bundesländer, aber es ist näher als mir je eine Thera geben kann, wenn sie vor mir sitzt.

Reden kann gehen, wenn alles drum rum stimmt "für dich", aber es kann halt dauern.

Ich kenne Leute, die nur drüber geredet haben, die sagen das sie das nur durch reden geschafft haben. ABER wenn sie es verarbeitet hätten im ganzen, dann würden sie auch ihr Verhalten bzw ihre Trigger ändern. Bei einer zb muss ich ständig meine Grenzen verteidigen. Hätte sie also ihre Vergangenheit wirklich aufgearbeitet, würde sie besser mit Grenzen anderer umgehen. In meiner Aufarbeitung rede ich nicht nur, sondern arbeite an den Grenzen.

Den Wunsch es auszusprechen kann ich auch nach vollziehen.
Mir geht es ja erstmal gar nicht darum, so viel zu erzählen, ins Detail zu gehen und so weiter. Und dass auf lange Sicht eine Therapie das richtige ist, weiß ich...:/
Mir geht es jetzt im ersten Schritt eigentlich nur darum, dass diese Person weiß dass da was war. Einfach aus dem Grund dass ich nicht mehr die einzige Person mit diesem Wissen bin, das halte ich nicht mehr aus.

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » So Jun 09, 2019 12:13 am

Aufatmende hat geschrieben:
Sa Jun 08, 2019 7:09 pm
Reden braucht Schutz und die Fähigkeit, sich selber zu stabilisieren. Das Wichtigste, was meine erste Therapeutin getan hat, war, mich daran zu hindern, zu erzählen, was passiert war, bis ich das, was kam, auch wieder begrenzen und verändern konnte.

Wie genau meinst du das?

~SteinHart~
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von ~SteinHart~ » So Jun 09, 2019 6:22 am

Ich antworte mal darauf was mir dazu in den Sinn kommt.

Reden, sei es auch nur wenig kann auch echt in die Hose gehen. Es könnte sein, dass es doch aus dir herausfließt, oder du gar nicht reden kannst, oder die Reaktion eine nicht gewollte ist, oder, oder, oder....

Es kann auch sein dass da bei dir deutlich mehr ist als gedacht und du allein durchs darüber reden wollen innere Prozesse in Gang setzt die vielleicht selbstzerstörerisch sind. Ich für meinen Teil finde JETZT gerade heraus (nach Jahren der Therapie und auch guten Therapiefreien Jahren dazwischen) dass das "nicht reden können" vielleicht einen deutlich brisanteren Hintergrund hat als ich immer dachte und reden eben bei mir auch mit Suizidalität verknüpft ist.


Du schreibst derjenige soll dich motivieren in eine Beratungsstelle zu gehen usw. Nun, damit versuchst du Verantwortung und Entscheidungen abzugeben. Das ist demgegenüber, finde ich, nicht fair. Es ist DEINE Entscheidung und Verantwortung dir Hilfe zu suchen.
Unterstützung ist dabei wichtig, ja, aber nicht dieses an jemand anderen zu delegieren. Derjenige ist nicht dafür verantwortlich dass es dir schlecht geht und sollte auch nicht derjenige sein der deine Entscheidungen trifft.

Schau mal. Du bist doch jetzt schon nicht mehr allein damit ;) Hier wissen es nun einige.
Wie fühlt sich das an?


SH
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Aufatmende
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Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Aufatmende » So Jun 09, 2019 8:31 am

Therapie ist auf kurze Sicht vermutlich das richtige.
Weil es dauert, bis man Vertrauen gefasst hat und überhaupt einen Therapieplatz findet.
Man muss nicht alles wissen und alles aufarbeiten. Die Frage Ist, wo heute deine Lebensqualität eingeschränkt ist oder eben auch nicht. Stichworte:
Sexualität
Höhe
Enge
Dunkelheit
Selbstverletzung
Suizidgedanken
.....

SH hat schon alles beantwortet, was du mich gefragt hast.

Wenn du nicht reden kannst, Versuch es mit Malen oder Schreiben. Aber auch damit kann man sich in Verfassungen reinreiten, aus denen man schwer wieder rauskommt.
Rückfälle sind Vorfälle!

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » So Jun 09, 2019 10:12 am

Also seid ihr der Meinung, ich sollte es ihm nicht erzählen? Sonst hört man doch immer, dass das Wichtigste ist, darüber zu reden, sich jemanden anzuvertrauen...und jetzt höre ich hier, dass das gar nicht so gut sein soll? Soll ich damit lieber alleine bleiben?
Ich habe das alles so gut es ging die letzten zwei Jahre immer verdrängt, immer ein Lächeln aufgesetzt, alles vorgespielt mir ginge es gut odet wenn sie mal gemerkt haben, dass mich was beschäftigt, ihnen einfach irgendwas anderes erzählt. Und jetzt hab ich das Gefühl soweit zu sein, mich und meine gefühle nicht immer vor allen zu verstecken, und jemanden davon zu erzählen, was der wirkliche Grund ist...und jetzt wird mir gesagt, ich soll das gar nicht tun? Ich hab halt das Gefühl, dass das momentan die einzige Chance ist dass sich was ändert. Ich komme von allein da nicht mehr raus.
Oder soll ich einfach so weiter machen wie bisher, als wenn nichts wäre? Das kann doch auch nicht dir Lösung sein. Nur der Schritt zu irgendeiner Beratung ist für mich weitaus größer als ihm nächste woche davon zu erzählen...auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie.

Gast 1010

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Gast 1010 » So Jun 09, 2019 2:11 pm

Hallo liebe/lieber Allein,
sowas gehört in professionelle Hände, und nicht in den privaten Personenkreis. Man kann andeuten, das da mal was war, aber
mehr sollte man seinem Freund/Freundin/Bekannten/Bekannter echt nicht antun. Das sind keine geschulten Leute,
die dich enstprechend beraten können. Meine Erfahrung ist, dass das Mitteilen von allzuviel Persönlichem auch schnell
mal nach hinten losgehen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass man den Anderen damit ja auch belastet,
und dann verabschieden sich manchmal die Leute, weil sie mit dem Thema an sich nicht umgehen können.
bzw. damit nicht behelligt werden wollen.

Such Dir Hilfe bei einer Selbsthilfegruppe/therapeutin/Telefonseelsorge/(Frauen)beratungsstelle
oder Hilfe auch sonst als Online-Beratung bei Leuten, die sich mit sowas auskennen.
Kannst Du hier über Wildwasser oder auch bei LIchtweg oder Schotterblume e.v. (um nur einige zu
nennen) machen. Die kennen sich mit solchen Themen aus und sind speziell ausgebildet dafür.

Und das Ganze thematisieren halte ich persönlich für sehr gut - nur so können die Täter
ein "Stopp" kriegen, und es entlastet die Seele und die Psyche ungemein
(es sei denn es laufen irgendwelche Mindcontrol-Programme im Hintergrund - dann ist
Vorsicht geboten; dann sollte man sich lieber vorischtig herantasten).

LG Gast 1010

Allein

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Allein » So Jun 09, 2019 7:41 pm

Gast 1010 hat geschrieben:
So Jun 09, 2019 2:11 pm
Hallo liebe/lieber Allein,
sowas gehört in professionelle Hände, und nicht in den privaten Personenkreis. Man kann andeuten, das da mal was war, aber
mehr sollte man seinem Freund/Freundin/Bekannten/Bekannter echt nicht antun. Das sind keine geschulten Leute,
die dich enstprechend beraten können. Meine Erfahrung ist, dass das Mitteilen von allzuviel Persönlichem auch schnell
mal nach hinten losgehen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass man den Anderen damit ja auch belastet,
und dann verabschieden sich manchmal die Leute, weil sie mit dem Thema an sich nicht umgehen können.
bzw. damit nicht behelligt werden wollen.

Such Dir Hilfe bei einer Selbsthilfegruppe/therapeutin/Telefonseelsorge/(Frauen)beratungsstelle
oder Hilfe auch sonst als Online-Beratung bei Leuten, die sich mit sowas auskennen.
Kannst Du hier über Wildwasser oder auch bei LIchtweg oder Schotterblume e.v. (um nur einige zu
nennen) machen. Die kennen sich mit solchen Themen aus und sind speziell ausgebildet dafür.

Und das Ganze thematisieren halte ich persönlich für sehr gut - nur so können die Täter
ein "Stopp" kriegen, und es entlastet die Seele und die Psyche ungemein
(es sei denn es laufen irgendwelche Mindcontrol-Programme im Hintergrund - dann ist
Vorsicht geboten; dann sollte man sich lieber vorischtig herantasten).

LG Gast 1010
Danke für deine Antwort.
Ich weiß, es gehört in professionelle Hände, würde Privatpersonen auch nicht viel erzählen, halt nur dass da mal was war...
Mir geht es halt oft nicht gut wegen der Sache, und dann suche ich halt immer andere Begründungen wieso es mir gerade nicht gut geht, anstatt die Wahrheit zu sagen.. und genau das nervt mich...und stört mich. Und wirklich verstehen die dann immer nicht, wieso ich grade so drauf bin. Und sie merken auch manchmal, dass da noch mehr ist, was ich nicht sage...
Also immer dieses ständige Lügen...

Und jetzt gibt es halt eine einzige Person, wo ich mir vorstellen könnte, nicht mehr lügen zu müssen, um manches einfacher zu machen.

Gast 1010

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Gast 1010 » So Jun 09, 2019 11:45 pm

Man braucht ja nicht zu lügen - davon halt ich sowieso nichts. Man kann ja durchaus sagen, dass man traumatisiert ist.
Und die Einzelheiten gehen dann erstmal niemanden was an. Die Erklärung hilft jedoch Anderen, Dich wegen mancher
Reaktionen/ Verhaltensweisen besser zu verstehen. Und (ganz wichtig) man kann authentisch bleiben
und braucht sich nicht zu verstellen.

LG Gast 1010

Butterfly

Re: Wem davon erzählen?

Beitrag von Butterfly » Mo Jun 10, 2019 12:24 am

Ich kann Dich gut verstehen!
Mir ging es damals irgendwann genauso. Und auch wenn ich da nicht viel erzählt habe, es überhaupt irgendwie mitzuteilen tat schon sehr gut. Und für eine Freundin von mir war es damals auch sehr hilfreich, weil es in ihren Augen mich erklärt hatte. Es war das fehlende Puzzleteil, so wie sie sagte.
Nach einigen Jahren, in denen mich die Vergangenheit sehr einnahm, habe ich hier einmal alles geschrieben. Aber nur hier. Und da hatte ich such schon gut verarbeitet.
Inzwischen bräuchte ich weder das eine noch das andere.
Ich denke jeder muss seinen eigen Weg finden und den findet man in sich selbst. Ich habe inzwischen wieder gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören und das hat mir in vielen Situationen schon den richtigen Weg gezeigt. Auch wenn nicht immer gleich für mich selbst erkennbar, wieso mein Gefühl dieses oder jenes sagte. Aber im Nachhinein immer verständlich.
Also vertraue Dir selbst!

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