Nachbeelterung

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evu50unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von evu50unl » Fr Mai 03, 2019 5:30 pm

vielleicht ist es ja gar nicht die frage von "zu xx", also nicht: zu viel, zu wenig, zu kurz, zu lang usw.
Sondern die Frage, ob die gewünschte Veränderung und Entwicklung zur Selbständigkeit im ausreichenden Maße stattfindet. Diese Frage sollte man sich selbst wohl immer wieder mal im Verlauf der therapie stellen und das kann jede*r letztlich auch nur für sich selbst beurteilen und beantworten.

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » Fr Mai 03, 2019 9:08 pm

hallo,
ja aber das komische ist, dass ich dachte es sei ein selbstständig machen.
es gab zb kein handykontakt und keine mails. auch nicht im notfall. musste da immer allein mit klar kommen.
es wurde immer geschaut wie ich mich fühle und warum und geschaut dass ich das versteh und mit mir fühlen kann...und nicht wiedder beim selbsthass und beim chaos lande.. sondern halt üben zu sortieren.

keine ahnung wieso ich so abhängig wurde. es gab eben keine skills etc. das wollte ich aber auch nicht.
sah sie auch nur einmal die woche oder seltener.
sie sagte klar zb: das ist nicht nachholbar etc. sie sagte nie was von mama sein oder körperkontakt...
war einfach empathisch und tröstend.

es ist eine arbietsbeziehung ja. und etwas was nicht alles richten kann. viel weniger als ich wohl glaub.
nun ist sie vorbei.
für sie egal. für mich schlimm. sie meldet sich nicht. für sie egal. für mich alles ungeklärt.
puuh anderes thema..
gastacht

evu50unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von evu50unl » Fr Mai 03, 2019 9:23 pm

Wie kam es denn zu dem Beenden der therapie? Es hört sich nicht so an, als hätte das Problem was mit unguter Abhängigkeit, Nähe zu tun, also so wie du beschreibst, hört sich das doch gut an. Wurde der vielleicht der Prozess nicht wirklich zu einem guten Ende gebracht, sondern vor seiner Zeit abgebrochen?
Wie ging es dir denn während der therapie und als es zu Ende ging?

evu50unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von evu50unl » Fr Mai 03, 2019 9:25 pm

mit "unguter Abhängigkeit" meinte ich, dass da in dem Bezug während der Therapie was falsch gelaufen ist... so hört es sich nicht an...

Mama

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Mama » Fr Mai 03, 2019 9:26 pm

gastacht : für sie egal.... das glaube ich nicht so ganz wörtlich. Außerdem würde sie ohne Gehalt dastehen, wenn es uns Patienten nicht gäbe. Ich bin sicher, du warst ihr schon wichtig. Das unter der woche keine mails angeboten werden, oder anrufe, kann durchaus normal sein. Das ist nichts auffälliges. Das heißt nicht, dass kein Interesse da ist. Es wir öfters mal von einer Therapeutin soviel verlangt. Wenn es unter der Woche probleme gibt, muss man ja nicht immer die Therapeutin benachrichtigen. Man kann auch bei der Seelsorge anrufen, oder sich woanders Hilfe suchen. Wenn es ganz schlimm ist, lässt man sich in eine Klinik selbst einweisen. Das alles geht. Die Arbeit wird für die Psychologen nie so wichtig sein, wie Ihre Familie, dass ist logisch. Nur, die Patiennten verennen sich da manchmal, klammern ohne Ende. Dabei sind sie nicht die einzigen. Die Theapeutin muss sich auch noch um andere kümmern. Wenn ihr täglich mehrere Patienten das Mailfach zuspamen oder sie anrufen, dann käme sie nicht mehr dazu, überhaupt noch therapie zu machen. Sie hat nicht einen Patiennten, sie hat mehrere. Man ist also nichts besonderes. Sie hat leicht 15 Patienten in der Woche und alle wollen sie als Mama. Puh, ja prost mahlzeit. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Ich habe selbst alles grausame erlebt. Hatte nie eine Mama die mich liebt. Aber ich fange sicher nicht an, die Mama auf die Therapeutin zu projezieren.

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » Fr Mai 03, 2019 10:22 pm

hi
ich weiß das alles "mama". irgendwie irritierender name... ich beschwer mich auch nicht. wollt das nur sagen um zu zeigen dsas es keine abhängigkeit gabe in diesem sinn.
menschen sind immer unterschiedlich. dann projizierst du eben nicht. vielleicht hattest du diese art der therapie einfach noch nicht. sonern mehr trianings etc. da entsteht so was ja nicht.

ja kann sein evu. nur ich hatte schon 8 jahre.. vielleicht sollte das echt mal gehen. irgendwann muss man auch krisen wie zb schmerzen etc abkönnen ohne direkt auszurasten. find das wär nach 8 jahren mal dran...
während de rthera gab es viel sehnsucht nach ihr und das ende war auch schwer..während der thera ging es mir immer wieder schlecht zb bei stress im job...
gab nie zb ein jahr ohne suizidgedanken etc.
gastacht

evu50unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von evu50unl » Fr Mai 03, 2019 11:04 pm

Ich hab nachgefragt, weil der eine Teil von dir immer wieder so mit dieser Therapie oder mit der Thera hadert und der andere immer wieder aber auch ganz viel davon zehrt, weil das sehr wertvoll war und einfach sehr traurig ist, dass es diese Art der Unterstützung nicht mehr gibt.
Und mir nicht so ganz klar ist, ob der Frust des einen anteils jetzt erst im Nachhinein kommt, weil du jetzt eben wieder allein bist und es dir jetzt so schlecht geht und das gerade zu der dynamik passt, die da eh abläuft oder ob das tatsächlich damit zu tun hat, dass in dieser Therapie was schief gelaufen ist. Aber das was du bisher zu dieser therapie geschrieben hast, liest sich das eigentlich nicht so als sei da was grundlegendes schiefgelaufen wäre.

Was du jetzt zuletzt uns geantwortet hast, erinnert schon auch ein bißchen an die Richtung, über die wir vor kurzem mal geschrieben haben mit dem Krieg und dem Einbeinigen. Wenn die Erwartung ist, wieder zwei beine zu haben, sind alle Veränderungen die der einbeinige macht, unzufriedenstellend und frustrierend - für den einen Anteil.
Und der andere ist vielleicht einfach unendlich traurig, dass diese Hilfe nicht mehr da ist, weil auch sonst niemand da ist, der so ähnlich unterstützt, fühlt sich vielleicht hilflos und überfordert udn allein gelassen.
Und dann kommt der andere wieder und will alles "weg machen", weil das halt sein Lösungsversuch ist.. und das funktioniert aber halt auch nicht, also muss wenigstens jemand schuld sein: entweder bist du das selbst oder das ist die thera oder die welt oder sonst wer... aber schuld ermöglicht wut und das ist allemal besser als sich hilflos und ausgeliefert zu fühlen.
und das tut aber dem anderen anteil gar nicht gut und der sehnt sich noch mehr nach Hilfe, Nähe, Verbindung.

Vielleicht war diese Thera die einzige (oder eine der wenigen) mit der du so positive Unterstützung erlebt hast, wenn dem so wäre, wäre auch verständlich, dass du an ihr hängst, besonders wenn es dir schlecht geht und du eben so eine Unterstützung jetzt wieder brauchen würdest.

also so kommts uns halt vor, wir kriegen hier ja nur einen kleinen Ausschnitt mit und versuchen das zu verstehen... Falls das daneben ist, vergiss es einfach wieder...

~SteinHart~
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Mai 04, 2019 5:45 am

Hallo Gastacht,

Die Verallgemeinerung dass bei "Trainings" (du meist wohl DBT) sowas (Abhängigkeit) nicht entstehen kann ist falsch. Gerade in der DBT ist zum Beispiel häufiger Kontakt Teil des Konzeptes. So gehört die Möglichkeit sich JEDER Zeit melden zu können (je nach Möglichkeit des Thera) absolut dazu. Außerdem sind VT Therapeuten durchaus auch empathisch und zugewandt, ja ikm Grunde war meine VT Erfahrung so wie du es weiter oben beschrieben hast ;)
Dadurch entsteht schnell auch mal ein Abhängigkeitsgefühl.

Ich finde nach wie vor verallgemeinerst du ganz gerne mal, oder "spaltest" sogar, wie es so nett heißt. VT, DBT lehnst du konsequent ab und aus dem nun jahrelangen Frust heraus schmeißt du jetzt auch TP über die Wupper und Kliniken und überhaupt : alles und jeder ist scheiße ;)

Deine Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit kann ich sehr gut nachvollziehen und auch den daraus resultierenden Wunsch nach einer eigenen (Bilderbuch) Familie.
Dieses Gefühl wird aber (meiner Meinung nach!) NIE gestillt werden im außen, ganz egal von wem. Keine Thera, kein Partner, kein Kind, nichts und niemand wird dieses Loch ausfüllen. Das kannst nur du selbst.
Ich bin der festen Überzeugung dass dich das Glück und die Liebe gerade in den Arsch beißen könnte, aber du würdest es nicht merken, in Frage stellen, oder ablehnen....

Eine Patentlösung gibt es nicht, aber eben hilfreiche Angebote.
Klar deine Situation ist schwierig, aber du bist auch nicht der einzige Mensch in dieser Situation.

Hier hat diese Woche eine Schwester nen Satz gesagt, da bin ich fast rückwärts vom Stuhl gekippt. "wenn sie sich nicht melden und statt dessen im Zimmer hocken bleiben, ist das einzige was sie tun, sich im Selbstmitleid zu suhlen" :shock:

Es war zwar nicht an mich gerichtet, traf aber auf mich ebenso zu, denn ich melde mich oft NICHT.
Erst dachte ich ach du je, sowas will ich nicht hören. Später dann dachte ich es passt doch nicht zu mir, denn ich suhle mich, meiner Meinung nach, nicht, sondern schäme mich zu Tode.
Tja letztendlich ändert sich so aber tatsächlich nix und ich kann hier im Forum unendlich oft schreiben was alles beschissen läuft, was ich alles nicht kann, oder dass es wieder Chaos gab.... Ich könnte aber auch einfach mal DIREKT nach vorne gehen und Bescheid sagen dass da gerade Chaos ist.


Ich sehe bei dir ein starkes Bemühen, du schaust nach Lösungen, nach Theras, Kliniken.... kurz vor knapp ist aber alles Mist und unnütz, niemand kann oder will helfen und letztendlich kommt dann wieder diese Thera Erfahrung, oder Wut auf deinen Vater hoch. Das endet dann in einer Altes ist sinnlos Blockade.

Zwar kann ich das gut nachvollziehen, bei mir ploppen auch immer wieder die negativen Erfahrungen auf, wollen gehört werden... immer und immer wieder... das darf auch sein,auch hier in der Klinik, aber nach einer kurzen Zeit wird das unterbrochen und der Fokus geht (ACHTUNG!) ins HIER und JETZT.
Das klingt abgedroschen ja, aber es funktioniert.

Du bist Erwachsen, wirst nicht mehr MB, die Thera ist vorbei!

Deine derzeitigen Baustellen zu ignorieren und auf Konfrontation zu drängen, wird dich meiner Meinung nach nicht weiter bringen.


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Sa Mai 04, 2019 8:28 am

Ok ich erzähl der thera Details. Dissozier und bin panisch.
Und sie sagt zweimal dazu: ich denk nach.mehr nicht.
Ich sag dass das nicht hilfreich war. Und sie sagt wieder nichts.
Was also soll ich tun? Wie damit umgehen?

Und ja natürlich hast du recht... mit Selbstmitleid. Blockade blablabla.
Aber das ist rational ja nicht lösbar. Für mich nicht.
Ich kann nicht sagen ach ja stimmt. Ich mach es alles ab jetzt anders. Spalte nicht mehr.
Ich war 600 h in thera. Plus 5 Kliniken. Und im ernst dass ich so bin ist nicht meine Sch... Verantwortung. Nicht nur.
Was haben die bitte mit mir gemacht dass es ich das alles nicht kann????
Schreib später weiter...
Gastacht

Gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Sa Mai 04, 2019 8:29 am

Und zum 3 mal: ich mach keine Konfrontation! Und dräng da nicht drauf. Im gegenteil

~SteinHart~
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Mai 04, 2019 9:31 am

Der Satz ist aber tatsächlich etwas dürftig :(

Also bei Dr. K und auch hier, ja selbst in der HM ( ;) ) wird in so einer Situation (dissoziieren, erhöhter Puls, höhere Atemfrequenz, Zittern etc.) in etwa so reagiert:


Person ansprechen, klar und deutlich
um Blickkontakt bitte, sollte das nicht gehen, dann zumindest den Blick nach oben richten
eine Übung wie 5 gelbe Dinge suchen, oder 5 Hunderassen aufzählen

Wenn man dann wieder einigermaßen auf Kurs ist, nachfragen was gewesen ist, ob ein Auslöser erkannt wurde usw.

Einfach nur (hilflos) nachdenken verbinde ich jetzt aber auch nicht mit nachbeeltern :?



Mir kommt es oft so vor, dass du Techniken wie man sie in der DBT lernt (es gibt ja auch durchaus noch anderes) eher ablehnst(?) Nur, Dinge wie EMDR sollte man eben nur MIT einem Thera machen, nicht allein daheim (korrigier mich bitte wenn ich falsch liege) da ist doch die Gefahr zu groß, dass man es mal konfronttativ einsetzt, denke ich mal (unsereiner ist ja gerne mal selbstzerstörerisch unterwegs, High Risk und so ;) ) Skills hingegegn sind Dinge die man ja alleine einsetzen lernen kann und soll, Achtsamkeit etc soll einen festen Platz im Tagesablauf haben. ÜBEN, üben, üben, gerade in Zeiten in denen es einem gut geht. Nur so kann es angewendet werden, wenn es einem schlecht geht.

Das sind Dinge die du weißt und anderen auch rätst.

Wenn das bei dir noch nicht funktioniert, gilt es doch neues zu suchen, oder mehr zu üben und ja, ich weiß das nervt, frisst Zeit ohne Ende... ist aber meiner Meinung nach unerlässlich und Voraussetzung dafür sich irgendwelchen Anteilen und der (selbstständigen) Anteilsarbeit überhaupt widmen zu können.

Pferd erstmal putzen, dann satteln und dann erst reiten.
Dieses intensive sich mit dem Nebel (du weißt ja vieles nicht) beschäftigen wollen, das suchen und forschen nach Anteilen und deren Beweggründen... ich glaube das überfordert dich. Kann das sein?



Aber mal zurück zu dem was ich als nachbeeltern erlebe/erlebt habe:

Bei Dr.K war es eben nicht Sätze wie "das wird schon wieder", oder "stell dich nicht so an" von ihr zu hören, sondern, Trauer, Wut, Angst und was sonst so da war als solches zu benennen und da sein zu lassen. Das Gefühl auch mal positiv unterstützen, in dem sie, sobald ich relativieren wollte, oder mit den Schultern zuckte, wenn sie fragte wie Wut denn ist... nun also sie zeigte dann selbst eine wütende Reaktion, stampfte mal mit dem Fuß auf und so weiter und hielt das Gefühl ne Weile aus, animierte mich dazu da mit zu gehen, zuzulassen, auszuhalten.... meine Angst auszusprechen, dass sie mich als wütende SH ablehnen wird... und dann eben die Erfahrung NICHT ablehnt zu werden, auch ein offen ausgesprochenes, " ich mag Sie auch wütend" und diese Versicherung dass sich an unserer Beziehung zueinander nichts geändert hat immer und immer wieder... innerhalb der Stunde, aber eben auch Stunden später, wenn ich anrief nochmal am Telefon bestätigt.... in der Therastunde der Folgewoche dann auch noch mal....

bis das irgendwann nicht mehr in der Intensität und Frequenz nötig war, weil die Gewissheit in mir gewachsen war dass sie mich dennoch mag, nicht ablehnt, weg schickt, anders behandelt, oder sonst was.... also reichte irgendwann ein kurzes nachhaken meinerseits, innerhalb der regulären Termine...


DAS ist für mich nachbeeltern. Kann ja auch sein dass ich da ganz falsch liege.


Bei Dr.R empfand ich das Engagement ihrerseits deutlich höher, gefühlt wollte sie mir erst mal alles mögliche aus der Hand nehmen.... dass ich weiterhin zum Zahnarzt gehe z.B. da sagte sie " ich werde sie darauf achten" oder sie meinte sie kümmert sich um hilfreiche Dinge in der Stunde, damit ich weniger dissoziiere.... da fühlte ich mich wie ein Kleinkind manchmal (generell fühlte ich mich so oft schon bei ihr, ohne jetzt für jedes Mal einen konkreten Satz von ihr benennen zu können)

Vielleicht ist das der TP Ansatz, vielleicht auch einfach IHRE Art. Bei Dr.K war es halt von Anfang an eher so, dass sie fragte was ich tun kann, dass ich mir Gedanken um hilfreiches machen und das dann zur nächsten Stunden mitbringen soll....


Um im Bild zu bleiben, ist Dr.R eher so ne Art behütende "Mama", wohingegen Dr.K eher wie ein, die Selbstständigkeit anregender, auf meine Fähigkeiten vetrauender "Papa" war. Äh ja das klingt jetzt komisch, aber mir fällt kein besserer Vergleich ein.


So, jetzt bin ich aber mal wieder weg, will ins Schimmbad :)


Bis später und lieben Gruß,
SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Sa Mai 04, 2019 8:55 pm

Hallo,
Nein dachte nicht an dbt. Mehr an ein Stress Training etc. Kenn aber mehrere Leute die dbt seit Jahren machen und da ist niemand so krass abhängig. Thera Wechsel löst zb Schulter zucken aus... egal. Liegt wohl am thera.
Und ja find das geht auch Richtung nachbeeltern.
Und ja kenn das mit dissos auch so aber ist ja nicht mein Job ihr das dann vorzuschlagen.
Und ja ich find wohl einfach alles ger ade mega Sch...aus Wut heraus die man nicht lösen kann. Wie 8 Jahre Lebenszeit wieder aufwiegen...? Durch ne Entschuldigung? Und das zieht sich ja vermutlich noch Jahre hin...
Und aus Angst mich jemals wieder auf was einzulassen.
Vertrau mir selbst nicht mehr.

Und nein mehr üben ist Quatsch. Man muss da ansetzen wo ich nicht will. Bei introjekten. Wenn ich es einfach mach aus Zwang etc geht es mir extrem schlecht...

Und ich mach kein emdr. Weder allein noch mit thera. Kenn aber einige die emdr ohne dbt machten und das ging gut... egal.

Mich überfordert die Enttäuschung, dass die thera das Sch... egal ist , mein Hass , mein Kampf der zu sehr wenig führte... das überfordert. Und das die neue thera so dumme Sätze sagt. Die Anteilsarbeit nicht.
Und der mb ist nicht vorbei da nicht verarbeitet. Wär ja auch dumm das in 8 Jahren thera zu erwarten. Hahaha. Beendet ist die thera in mir auch nicht da nix geklärt...
Aber ja du hast recht muss Verantwortung tragen. Weiss nur nicht wie...
Danke dir!

Ja es lief nix grundsätzliches falsch... ausser dass es mich nicht dazu brachte mich selbst zu kümmern. Und kaum Besserung. Damit hader ich. Vielleicht bräuchte ich nochmal 8 Jahre... aber im ernst... das ist lächerlich.
Und ja der zweite Anteil vermisst die thera sehr. Ihre Nähe.
Und mein mb war nicht so krass. Hab keine dis, dissozier kaum, kaum flashs etc. Freunde hatt ich. Bin intelligent. Glaub also die Erwartung nach 8 Jahren thera wär Beziehung möglich und kein svv mehr und sich beruhigen Können ist nicht außergewöhnlich hoch.
Kenn zig denen es mit übleren Diagnosen und weniger thera besser geht .
Naja seis drum. Die Erwartung ist vermutlich zu hoch...
Danke evu

lara64unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von lara64unl » Sa Mai 04, 2019 11:03 pm

hallo gastacht,

mhh, zur Nachbeelterung per PN was, wenn du magst.

Was ich mich frage ist, warum gerade jetzt die Nachbeelterung Thema wird, warum manche andere Themen gerade auftauchen bei dir.
Bei mir klingt auch manches an, wenn du über die erste Therapeutin schreibst, und frage mich ob das therapeutische Ende da wirklich "gut" war. Ob der Frust, der da in Richtung Thera geht, wirklich der Thera gilt oder ob es sich da nicht um eine Übertragung/eine Projektion handelt.

Ich entsinne mich noch an Zeiten, an denen du von der Thera geradezu geschwärmt hast und sie sehr gelobt hast.

Das Verhalten der neuen Thera finde ich auch eher sehr "dürftig" und ungewöhnlich. Hast du sie einmal darauf angesprochen, dass du dir da ein anderes Verhalten wünscht??
... irgendwann muss man auch krisen wie zb schmerzen etc abkönnen ohne direkt auszurasten. find das wär nach 8 jahren mal dran...
echt :roll: 8)

dann bin ich total Versagerin :shock:
ich kann auch nach 23 Jahren unterschiedlicher therapeutischer Begleitungen an manchen Tagen/auch mal längere Phasen mit Schmerzen kaum gut umgehen, und gerade dann schnell in suizidale Krisen.
Ich raste da dann manchmal auch aus, weil ich die Schmerzen kaum aushalte - egal welchen Ursprung die Schmerzen haben. Ich bin dann auch pampig, ungeduldig, wütend usw.

ich würde dir gerne etwas mehr Barmherzigkeit und Demut mit dir selber wünschen.
Es ist doch völlig unerheblich welchen Ursprung und ggf. welches Ausmaß das Trauma hatte, für das eigene Erleben ist es furchtbar(gewesen)..und bagatellisieren nützt da auch nichts..

Shalom - lara64

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » So Mai 05, 2019 12:35 am

hallo lara
danke. ich freu mich dass du schreibst. gern etwas zu nachbeelterung per pn wenn du zeit und kraft hast.
ja ich weiß hab auch viel geschwärmt.
aber da war ich regelmäßig bei ihr und es gab keine äußere krise. nichts wo man hätte sehen können, ob sich viel geändert hat- und immer wieder gab es ja auch krisen zb in prüfungszeiten.
und ja sie ist inm vielem auch gut.. zb erspüren wie es einem gut. im passende empathische worte finden.. das ist alles schön. aber eben langfristig für mich, wenn ich allein bin nicht hilfreich.
was meinst du genau mit übertragung? also meinst du, ich hasse gerad eigentlich jemand anderen..? ich weiß nicht. aber hast du dazu eine idee?

mmh ich weiß nicht.. bagatellisier wieder... iaber du hast ganz andere schmerzen ich mein der stärke nach.. dem trigger nach.. dagegen sind meine mini.
und ich hab keine dis und kein desnos und überhaupt. hab nicht mal ne ptbs fiel mir letztens auf...
barmherzig sein.. mmh schwer. davon ämdert sich aber auch nicht dass ich jahrelang gekämpft hab und mein leben am a.. ist... im sinne von nicht dass erreicht was ich erreichen willte und was die gesellschaft vorgibt...
ich kann dann sagen ich arme, das ist alle sganz traurig und tragisch... nur ändern ... mmh. keine ahnung. das hab ich 8 jahre in der therapie gemacht zu üben zu spüren was ich für ein armes hascherl bin. aber geholfen hat es nichts...
puhh sorry. weiß bin nervig
gastacht

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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Unverblümt » So Mai 05, 2019 9:18 am

Ist eine Diagnose wichtig um zu leiden? Eher wohl nicht, denn fūr dich ist es schlimm egal wie intensiv die Schmerzen sind.
Leid kann man doch nicht an Diagnosen knüpfen oder?

Und was sind 8 Jahre Therapie, wenn du noch immer leidest?

Ich bin seit 2005 ununterbrochen in Therapie und hab trotzdem meine Krisen und Ausraster, aber das dazwischen zählt viel mehr. Da wo ich das Leben genießen kann und es mir gut geht.

Ich habe den Eindruck du kannst dir gerade nicht erlauben, dass es dir gut geht und blockierst dich gerade selbst.

Auf wen bist du noch wütend außer auf die Thera? Auf dich selbst vielleicht auch, weil du deine Erwartungen "nach 8 Jahren Thera sollte es mir besser gehen" nicht erfüllt hast nach deiner Meinung?

DBT hab ich nie gemacht, dass war kontraproduktiv für mich. Mir hilft die VT enorm und die positiven Erfahrungen die ich hier machen konnte und kann.

Ich glaube bevor du deine Wut auf alle und alles nicht genauer betrachtest und sie verstehst blockierst du dich weiterhin selbst.

Diagnose hin oder her dir gehts schlecht und warum das so ist steckt in dir. Die Antwort liegt in dir warum z.B. Übungen nicht greifen.

Was die Thera aktuell sagt finde ich auch etwas dürftig, aber vielleicht versucht sie auch dich auf diese Art dazu zu bewegen selbst ans handeln zu kommen, wenn du dissoziierst? Kenn ich jedenfalls auch, dasss die Thera mit Schulterzucken reagiert und ich dann sauer werde auf sie und aber auch selbst ans handeln komme und die Realität anfange zu prüfen und/oder Techniken anwende zum beruhigen und orientieren und das macht mich dann eben auch unabhängig von der Thera.
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