Nachbeelterung

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1983

Re: Nachbeelterung

Beitrag von 1983 » So Mai 05, 2019 11:55 am

Eine Thera kann einen Patienten nur heilen, wenn der Patient selbst mitmacht und an seiner Erkrankung bzw Diagnose arbeitet. Habe ich eine Lungenentzündung möchte der Arzt mich behandeln, damit ich gesund werde. Aber ich als Patient muss mitmachen. Ich muss die Tabletten auch einnehmen usw. mich an das halten was der Arzt sagt. Zur Heilung gehört auch zu 50 Prozent die Mitarbeit des Patienten.

~SteinHart~
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » So Mai 05, 2019 2:36 pm

Hallo gastacht, ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht was du geschrieben hast. Nun, wenn du das gemerkt hast, also dass du weg bist und auch weißt was eigentlich zu machen wäre (während die Thera nachdenkt) dann ist es, finde ich, tatsächlich DEINE Aufgabe das zu machen. Verstehst du wie ich das meine? Ich sage nicht dass das leicht ist ;)

Manchmal denke ich, denn so ging es mir vorletztes und letztes Jahr auch... was ist eigentlich noch da, außer Trauma? Mal ganz ehrlich, ohne das Trauma, das sich damit beschäftigen, die Therapie und das Forum.... was ist da sonst noch?

Bei mir tatsächlich Arbeit, Familie und eine Handvoll wertvoller Freunde. All das wünsche ich dir auch, mag aber auch sagen dass ich mir das jeweils erarbeitet habe, es flog mir nicht einfach so in den Schoß. Und vergiss nicht, trotz Trauma hast du einen Abschluss, hast in den letzten Jahren gemacht was du eben gemacht hast, du ha(tte)st auch Freunde (die nun wirklich nichts für deine Missgunst ihrer privaten Situation können)


Solange da nichts anderes ist, ist das weiterhalten deines schlechten Zustands ja fast schon existenziell. Ohne Trauma und Folgestörung bist du nichts, hast du nichts. Verstehst du?
Ob es ohne das Trauma gerade in deinem Leben laufen würde oder nicht, wer weiß? Frustrierte Singles, oder auch solche die ihren Traumjob nicht machen können gibt es auch ohne komplexe Traumafolgestörung. Und hier dringt immer mal durch dass ein vernünftiges Familienleben, Beruf usw. auch durchaus MIT Trauma und Folgestörungen möglich ist. Das bedeutet aber nicht dass du scheiße bist. Ebenso wenig bedeutet ein in die Hand genommenes Leben nicht dass dir nicht schlimmes passiert ist.

Für die Thera ist es vorbei und da sie dir ohnehin nicht helfen konnte, ist es doch auch gut so. Ich meine an was genau hälst du da fest? Was hättest du gern wieder? Nachhaltig geholfen hat die Thera nicht, hat aber wohl Sehnsüchte bedient.


SH
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gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » So Mai 05, 2019 3:16 pm

hi
ja die wut genau anschauen.. das muss ich wohl. das ist gut, danke.frag die thera mal nach. weil allein schaff ich das nicht. bin d a sofort auf 180 und kann keinen klaren gedanken fassen. schreib dazu viel auf, aber es führt zu nichts konstruktivem...
und ja stimmt unverblümt.. das ist unabhängig von einer diagnose.
ja ich bin sehr sehr wütend auf mich...weil es nicht geklappt hat.
wie meinst du das mit dem nicht erlauben dass es mir gut geht. es ging mir ok, viel besser. dann kamen die schmerzen etc. damit brach sehr viel zusammen. ich glaube nicht dass es darum geht mir nicht zu erlauben dass es mir gut gehen darf.
aber was daran stimmt: dass es mir nicht gehen kann, solang ich dem gesellschaftlichen anspruch nicht genüge. daran sollte ich wohl arbeiten.
verstehe nicht wie das manchen egal sein kann. ich schaff das nicht.
mmh ganz im ernst, das ist meine 15h... wir hatten jetzt neu die dritte stunde, davor 8 monate pause.. sie kennt mich kaum. es wär hilfriech zumindest zu sagen: ich tu gerad nichts, sie können das selbst, aber ich glaub sie hat die ganze situation nicht gecheckt...

@1983: ja stimmt, ich hab die ganze zeit nicht mitgemacht. hab mich faul ins thera zimmer gehockt und gedacht: lass die mal machen... das ich da nicht früher drauf gekommen bin. meine güte, was glaubst du wie mir dein post weiter hilft... wär das über 12 jahre der fall gewesen meinst du nicht, mir hätte das vielleicht mal irgendeine thera gesagt??? haben sie aber nicht gesagt... nein es hieß immer nur ich würd mich total anstrengen und total kämpfen. es wäre schön wenn es so einfach wär... wenn ich mich einfach nicht bemüht hätt. und ganz im ernst: an meiner somatischen erkrankung sieht man auch dass es leider nicht so einfach ist.. ich war bei vier ärzten.. vier meinungen. hab alles gemacht was die sagten und geholfen hat es nichts... so viel dazu. dann hat mir ein facharzt gesagt, dass es bei der erkrankung oft so ist dass keiner rat weiß und nichts hilft und dann wirds irgendwann eifnach besser oder eben nicht.. so viel dazu.

@ sh: danke dir. ich weiß grundsätzlich was zu tun ist.. aber ja nicht wenn ich in der situation bin. da war ich nur in panik. kein klarer gedanke möglich. gerad fällt mir eh auf dass ich seit wochen nicht mehr klar denken kans was emotionen checken und ändern angeht..
ich hatte zig sachen neben dem trauma. das war vor 10 jahren anders. da war ich trauma. aber ich hab mir das auch erarbeitet. freunde, hobbies etc. in üblen phasen sackte das immer weider weg, kam aber auch wieder. es ist nicht so, dass ich nicht loslasse, weil da nichts wär... eher dass ich nicht loslass, weil es immer wieder auch diffus anklopft...
das klingt irgendwie so, finde ich, als hätte ich das alles selbst konstruiert... aber schmerzen sind schmerzen. auch wenn die psychisch sind gerade dann sind sie ja wohl ein zeichen dass da noch was unkalr ist...
ja vermutlich wär ich auch ohne trauma sch.. dran. das weiß keiner. es summiert sich halt. das ist genau der punkt das trauma allein ging irgendwie... aber dazu schmerzen, einsamkeit etc ist halt zuviel..aber was soll das jetzt heißen? das trauma loslassen? mein leben in die hand nehmen? einfach ne beziehung führen? alles nicht so schlimm finden? das trauma ist gerad nicht im fokus... schmerzen etc sind das. bzw. lernen selbstfürsorglich zu sein.
ich weiß nicht irgendwie kommt gerad an, dass ich doch irgendwie unfähig bin...

mach kein disso stopp selbst, nehm mein leben nicht in die hand, fokussiert mich zu sehr aufs trauma, hab in der thera nicht mitgemacht...

nein es ist überhaupt nicht gut dass die thera rum ist. weil nix ist geklärt. ich weiß nicht was schief lief.. das ist wie wenn jemadn stirbt.. ich bin doch mit ihr verbunden.. ich kann das nicht einfach lösen und sagen: das wars jetzt. da waren so viele hoffnungen dran geknüpft. ich kann das nicht alles loslassen. ich hätte gern dass ich das gefühl hab die thera hat mir bei xyz geholfen und ich brauch sie nicht mehr, nin nicht mehr bedürftig und kann mir es selbst geben.
sie hat ja auch an mich geglaubt, mir immer wieder gesagt was wir auch geschafft haben... und wie stark ich bin... etc etc. wenn ich das jetzt loslass, dann ist das als wär das alles ne lüge gewesen..
das ist das schlimme.. es ist alles irgendwie ne lüge gewesen... oder ich hab zu sehr dran geglaubt. aber ich glaub sie auch. woran soll ich denn dann noch glauben? das ist auch mega retraumatisierend merk ich gerad...so viel gluaben, so viel liebe worte... und langfristig nicht stabil.. kaputt.
sie war doch keine wald und wiesen thera. sie macht moderne formen der traumathera, sie war lang auf ner traumastation.. sie ist gut ausgebildet...
sch... irgendwie muss es doch an mir liegen... :cry:

fazit ist, dass ich keine thera hatte wo es ums mitmachen im sinne von übungen etc. ging. dafür kann ich nichts. ich hab mich extrem viel mit mir auseiannder gesetzt, gemalt, geschrieben... lösungen gesucht. ich war in der stunde engagiert. vermutlich hätt ich eher übungen gebraucht, aber das wollt ich nie und niemand /die thera nicht wollte mich davon überzeugen..
mmh naja.

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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Unverblümt » So Mai 05, 2019 6:14 pm

gastacht hat geschrieben:
So Mai 05, 2019 3:16 pm
wie meinst du das mit dem nicht erlauben dass es mir gut geht. es ging mir ok, viel besser. dann kamen die schmerzen etc. damit brach sehr viel zusammen. ich glaube nicht dass es darum geht mir nicht zu erlauben dass es mir gut gehen darf.

okay, da hab ich dann nicht alles gelesen oder falsch verstanden.
gastacht hat geschrieben:
So Mai 05, 2019 3:16 pm
aber was daran stimmt: dass es mir nicht gehen kann, solang ich dem gesellschaftlichen anspruch nicht genüge. daran sollte ich wohl arbeiten.

wo liegt dein Anspruch an die Gesellschaft und damit dein Anspruch an dich selbst?

Und wo glaubst du dem gesellschaftlichem Anspruch nicht zu genügen? Und wer sagt dir oder hat dir gesagt, dass du dem gesellschaftlichem Anspruch nicht genügst?

Der gesellschaftliche Anspruch ist doch auch recht schwierig zu definieren finde ich, denn was ist schon "normal" in diesem Sinne?

Wir alle sind ja normal für unsere Geschichte, denn wir haben uns so entwickelt wie uns die gesellschaftliche Norm uns geprägt hat. Natürlich die Gesellschaft in der wir groß geworden sind und diese Gesellschaften waren sehr unterschiedlich, aber trotzdem prägen sie ein Kind in seiner Entwicklung.
Du entsprichst also der gesellschaftlichen Norm in der du groß geworden bist.

Was die allgemeine gesellschaftliche Norm betrifft denke ich du bewegst dich in ihr sehr angepasst um nicht groß aufzufallen und entsprichst dieser damit auch, oder?

Du machst dir Stress der gar nicht nötig ist, denn du wirst weder straffällig oder gehst deiner Arbeit nicht nach oder beginnst Terror mit deinen Nachbarn oder oder und bist somit der allgemeinen gesellschaftlichen Ordnung vollkommen angepasst und entsprichst ihr auch.
gastacht hat geschrieben:
So Mai 05, 2019 3:16 pm
ja ich bin sehr sehr wütend auf mich...weil es nicht geklappt hat.
Es hat nicht so geklappt wie du es gerne gehabt hättest, aber manchmal braucht es eben viel mehr Zeit und da kommt das blöde Wort "Geduld mit sich selbst" und sich selbst auch diese Zeit zugestehen.

Es ging dir auch schon besser bevor die Schmerzen anfingen dich zu plagen und dann muss es auch was gebracht haben, denn sonst wäre es dir nicht besser gegangen, hm?
gastacht hat geschrieben:
So Mai 05, 2019 3:16 pm
verstehe nicht wie das manchen egal sein kann. ich schaff das nicht.
Sag nicht ich schaff das nicht :wink: sondern sag dir besser "ich werde es schaffen gemeinsam mit der Unterstützung der Thera", dass ist nicht so aussichtslos wie "ich schaff das nicht" so ist es fast schon gescheitert bevor du es überhaupt versuchst hast. :wink:

Und ich sag mir dann immer "was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen" und das hilft mir und macht mir Mut. :wink:
gastacht hat geschrieben:
So Mai 05, 2019 3:16 pm
mmh ganz im ernst, das ist meine 15h... wir hatten jetzt neu die dritte stunde, davor 8 monate pause.. sie kennt mich kaum. es wär hilfriech zumindest zu sagen: ich tu gerad nichts, sie können das selbst, aber ich glaub sie hat die ganze situation nicht gecheckt...
Falls sie die Situation nicht ganz gecheckt hat, es zumindest dein Eindruck ist würde ich es ansprechen und klären, denn dann weißt du auch was sie damit vielleicht bezweckt hat oder eben "unwissend" war und du suchst nicht weiter nach Fehlern bei dir bzw. der Thera, dass ja so bekanntlich zu nichts führt.


Wo sind deine Ressourcen? Und wie kannst du diese aktivieren um dir selbst Kraft und Mut zu geben.
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » So Mai 05, 2019 8:55 pm

Hallo Gastacht,

ich glaube die unverblühmten und ich wollen ein klein wenig in die selbe Richtung. Zumindest teilweise.

Ich kann ja nur von mir und meiner Erfahrung sprechen und da ging es oft um "Krankheitsgewinn" Das Wort klingt erst mal hart und ich mag das auch gar nicht, denn die Folgen des Traumas sind kein "Gewinn" man hat nicht mehr dadurch... ABER manche Symptome sind funktional, sie bringen einem etwas. Und sei es auch nur das verharren in bekanntem schlechten.

Ich reagiere ja gern mal eingeschnappt und sauer wenn man mir meine PS Symptome präsentiert, feststellt ich habe das... also ich hoffe dass du mir das jetzt nicht übel nimmst, aber ich lese da sooooo viel F 60.... sehr oft reagierst du durch (Ab)wertung, ob nun die Thera, oder du selbst, irgendwer wird abgewertet... nicht falsch verstehen, ich glaube nicht dass du das bewusst machst, das ist eben die Krankheit.

Ich hatte hier ein Gespräch mit der Thera in dem ich auch sagte wie weh das letztes Jahr tat, dass die ambulante Thera bei der ich bereits 6 Stunden hatte, die aber bis zur siebten Stunde (nach dem HM Aufenthalt) nur von "PTBS" wusste und dann beim nennen der BPS Diagnose - PLÖTZLICH - 120 Patienten auf der Warteliste hatte, ich solle doch woanders hingehen etc :( Nun, meine Thera hier hat dann erklärt dass da sehr gut von der Thera war, dass sie wahrscheinlich mit PS nicht genug Erfahrung hat, oder schlechte Erfahrungen gemacht hat... dass es gut ist, dass dieses Thera-Verhältnis gar nicht erst zu Stande kam. "Wir" sind eben nicht einfach nur depressiv, wir haben keine einfache PTBS.... nicht jeder Thera kann das, sei er auch noch so gut ausgebildet. Bzw. es liegt nicht jedem. Ich hoffe das kommt jetzt nicht wertend rüber, denn nach dem Gespräch war das nicht zustande gekommene Thera-Patienten-Verhältnis für mich geklärt und zwar so dass ich weder der Thera gegenüber, noch mir gegenüber abwertende Gedanken habe, oder negative Gefühle.


Was ich dir durch den lagen Sermon sagen will, ist dass ich dir wirklich rate eine(n) Thera zu suchen der sich mit PS auskennt und zusätzlich eben auch möglichst mit Trauma. Das muss nicht DBT sein, das ist nicht der einzige Ansatz. Ich glaube dass dir das helfen kann, so dass eben in schlechten Zeiten nicht alles wegbricht. Es kann helfen ein Ende (Thera) nicht als existenzielle Katastrophe zu erleben. Es kann helfen positive Erfahrungen zu machen, die Bestand haben, eben nicht im Nachhinein und rückwirkend negativ bewertet werden müssen.

Du sagst ja selbst 8 Jahre Traumathera haben es nicht gebracht, die ganzen Kliniken auch nicht... bzw. ich würde da raten (aber erst wenn es dir besser geht) mal ganz bewusst das Gespräch zu suchen was zum Beispiel in Gö das Problem war, wie die das da einschätzen.

Nur, müsstest du erst mal dich entscheiden was jetzt dran ist. Vorhin las sich das für mich jeder mal ganz anders... irgendwann letztes Jahr hattest du nämlich eben doch daheim EMDR selbst gemacht... dann hier immer wieder die Suche nach der Möglichkeit in deiner derzeitigen Situation ambulante Thera machen zu können und das immer mit dem Fokus auf das Träume... jetzt habe ich aber gelesen, dass die Schmerzen im Vordergrund stehen, nicht das Trauma...

Da sich dieser Knoten (psychosomatiche Schmerzen, reine Schmerzen, PS, Trauma, desolate private Situation etc) wohl kaum von allein löst, bzw. ich e mir schwierig vorstelle dass das mit dir in einer Klinik die sich "nur" auf Schmerzen zum Beispiel spezialisiert hat Fortschritte machen kannst... kein Vorwurf gegen dich, auch nicht gegen die Kliniken, ich denke nur dass das sehr schwer wäre, für alle Beteiligten.

Nun, es "müsste" eben doch eine Klinik sein die sich mit Schmerzen, PS und Trauma auskennt. Du hattest ja auch schon Engagement gezeigt und Kliniken raus gesucht.... bis dann wieder alles und jeder scheiße sein musste, weil der nächste Schritt gewesen wäre sich dem Unbekannten auszusetzen. Das ist enorm schwer und macht Angst, als sich wieder einlassen...

Da du es aber derzeit nicht alleine schaffst hast du kaum eine Wahl, als dich auf was neues einzulassen. Einfach so leben klappt gerade nicht. Durch dein im Kreis drehen gräbst du dich nur tiefer in den Sumpf.
Gut, sterben wäre noch eine Option, aber auch da ist nicht so einfach.


Was ich bei dir für mich immer wieder raus lese ist dass die traumazentrierte Arbeit dir nicht nachhaltig geholfen hat (?) Wenn du jetzt nicht mehr sagen kannst was du für Entwicklungsschritte in der Thera gemacht hast, oder was du konkret gelernt hast... nun dann war das denke ich mal nicht so nachhaltig.
Zwar kenne ich auch Phasen in denen ich meine Erfolge, oder Entwicklungsschritte in Frage gestellt habe, oder es nicht mehr fühlen konnte... aber ich konnte sie erkennen und benennen. Bei dir lese ich als einziges immer von Bindung, von erfüllten Sehnsüchten, aber eben auch von ungewolltem Ende, verlassen werden, Verlust... :( Mhm, ich meine das ist doch voll blöd. Wenn ich mir das durch den Kopf gehen lasse bleibt einem so ja nur, Endlostherapie bis zum Lebensende, oder eben Leid und Schmerz in den Zeiten ohne Thera (nicht jeder bekommt das ewig finanziert, oder kann das selbst) Da wünsche ich dir wirklich etwas handfesteres.

Ich kenne mich eben nur mit DBT ein wenig aus, bzw. habe da meine Erfahungen gemacht. Glaub mir angenehm ist das im Theraprozess an vielen Stellen nicht, es ist harter, blöder, frustrierender Kampf... es ist lästig und ärgerlich... Es ist wie Mathe ;)
Bis es klick macht, oder man sich dem "einfach" stellt ist es ätzend, wird dann aber plötzlich logisch und hilfreich.

So etwas wünsche ich dir, etwas handfestes mit Ergebnissen die anhalten, die man auch nachlesen kann (in Spannungsbögen zum Beispiel kann man mit viel Geduld über die Zeit echt Fortschritte sehen)


Im Moment wünsche ich dir einen hartnäckigen "Papa" Thera (kann ja wie Dr.K auch ne Frau sein) der dann zwar nicht die Mama Sehnsüchte erfüllt, mit dem du aber Grundlagen schaffen kannst um überhaupt von so einer "Mama-Thera" profitieren zu können.


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » So Mai 05, 2019 9:15 pm

Danke sh
ja morgen termin für männlichen thera...
mal sehen.
danke für deine ganze mühe, deine ganzen gedanken.
nein ich weiß dass ich borderline hab. so was von. hab damit kein problem. vieles war schon besser bzw. passt auch gar nicht. zb hab ich null problem mit allein sein und hab lange enge freundschaften aber vieles passt auch.
nur jetzt kommt der clou... die thera hhat mbt gemacht. das ist ne theraform für patienten mit borderline... :lol:
ich antwort dir morgen in ruhe.
jedenfalls danke für dein da sein.
und danke auch dir unverblümt. ich antwort dir morgen auch.
gastacht

lara64unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von lara64unl » So Mai 05, 2019 10:34 pm

Hallo gastacht,

ob du geschwärmt hast, mag sein. Du hast sie oft auch sehr klar fachlich gut beschrieben, und sie hat ja auch dann in Prüfungszeiten, dann gab es da ja auch einen Todesfall (Oma?? oder) Stress mit deiner Mutter etc..ich erinnere mich doch an einiges auch im außen..und da bist du mit ihr gemeinsam durch..
meine auch, dass hier ein Teil der BPS gerade so sehr abwerten "muss", eben weil es keinen richtigen Abschluss gab und du nicht weißt warum es nicht "gut" ist, nach dem ihr doch sooo lange miteinander gearbeitet habt.
Vielleicht braucht es einfach mal eine andere Brille und Sicht auf die Situation mit der Thera. Den Blick darauf, was alles geschafft wurde!! Und mach es jetzt nicht gleich wieder "klein" und werte es ab, bloß weil es dir gerade nicht so dolle geht.
Dein Anspruch an dich selbst, wann etwas "gut" sein muss, wann du als "geheilt" bei einer Thera raus gehst, ist echt hoch.

Ich habe in der Zeit von 1996-2006 mit der Thera damals nichts anderes "fertig gebracht" als mich wieder in die Lage zu versetzen, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, drei Kinder alleine zu erziehen - die waren schließlich alle drei mal zwischen 2- 5 Jahren in Pflegefamilien bzw. in der Kinder-und Jugendhilfe untergebracht, und in meinen Erstberuf als Krankenschwester zurückzukehren bzw. kurz vor Therapieende dann eine Umschulung zu beginnen.
Sie hat das Trauma "umgangen wie die Pest" und nur vom "hier und jetzt" geredet..für sie war es mit dem langen Klinikaufenthalt von 9 Monaten in Heiligenfeld erledigt..dass dort so gut wie nichts mit dem Trauma gearbeitet wurde, stand eigentlich im Abschlussbericht..denn die hatten wirklich alle Hände voll zu tun, mich wieder darin zu bestärken mein Leben selber in die Hände zu nehmen..
ich hätte nach Ende auch sagen können und habe das auch eine Zeitlang, dass die Therapie völlig unnütz war, denn es gab nach wie vor viele Trigger die Flash und Co. auslösten..sie wusste zumindest von einigem an MB, wenngleich nicht von allem, das war dann bei der "Ignoranz" ihreseits auch nicht möglich. Und es gab einen völlig merkwürdiges Ende bei ihr, weil sie selber eine Depression hatte und diese dann zu dem Zeitpunkt sehr massive wurde. Viele ist für mich da bis heute nicht klar - ABER sie hat mir bei vielem geholfen, und sie hat in den Jahren 1996-2006 an mich geglaubt, daran dass ich mein Leben leben kann und meine Kinder erziehen..

Du hast mit deiner Thera dein Studium abgeschlossen und kannst in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld arbeiten. Es gibt genügend Überlebende von MB und Gewalt, die weder einen Schulabschluss hinbekommen, noch ein Studium abschließen können und dann auch noch darin arbeiten!

Und wozu brauchst du eine Diagnose - außer für die KK und die damit verbundene Einschätzung der Behandlungsbedürftigkeit.
was meinst du genau mit übertragung? also meinst du, ich hasse gerad eigentlich jemand anderen..? ich weiß nicht. aber hast du dazu eine idee
ich glaube die unverblümten haben bereits schon einige Gedankenstöße gegeben..
ob es nun der Selbsthass ist, der ja auch nur Ausdruck für eine Übertragung ist..wessen Ansprüche wirst du denn nicht genug??
Gesellschaft, ach komm. Ja, ohne Gesellschaft geht es nicht, aber meinst du nicht, dass sich hinter der Gesellschaft jemand anderes "verbirgt"? Wer hat denn gesagt, dass du nicht gut genug bist, "streng dich mehr an"..mhh gastacht ich denke da gab es frühe Bindungspersonen, die da ganz gewaltig dir auf die Füße getreten sind.
Buchempfehlung: Karl-Heinz Brisch - Bindungstraumatisierung, Wenn Bindungspersonen zu Tätern werden sehr empfehlenswert, auch weil er gut schreibt - leichter verständlich wie Njienhuis- und doch so treffend und wissenschaftlich sehr fundiert!

mmh ich weiß nicht.. bagatellisier wieder... iaber du hast ganz andere schmerzen ich mein der stärke nach.. dem trigger nach.. dagegen sind meine mini.
und ich hab keine dis und kein desnos und überhaupt. hab nicht mal ne ptbs fiel mir letztens auf...
barmherzig sein.. mmh schwer. davon ämdert sich aber auch nicht dass ich jahrelang gekämpft hab und mein leben am a.. ist... im sinne von nicht dass erreicht was ich erreichen willte und was die gesellschaft vorgibt...
ich kann dann sagen ich arme, das ist alle sganz traurig und tragisch... nur ändern ... mmh. keine ahnung. das hab ich 8 jahre in der therapie gemacht zu üben zu spüren was ich für ein armes hascherl bin. aber geholfen hat es nicht
Hallo gastacht, wir sind nicht bei Olympia oder einem Wettkampf, wer hat die schlimmsten Schmerzen psychisch wie physisch. Du bist du- und ich bin ich. Du erlebst deine Schmerzen für dich als kaum aushaltbar- punktschlussamen! Du erträgst - du kannst sie nicht alleine tragen - die Schmerzen nicht. Also lass doch das vergleichen. Für was ist das hilfreich, dich hier abzuwerten. Du musst mich nicht "aufwerten".
Körperschmerzen sind doch sooo hilfreich - gerade wenn sie psychosomatisch sind. Der Körper ist das beste Gedächtnis, dagegen ist das bisschen "graue Masse" da oben, das bisschen Explizite und Implizite Gedächtnis wenig. Der Körper wird dir schon sagen, wo es lang geht und was du so erlebt hast. Versuche es einfach einmal so zu sehen, und schaue ob du eine/einen Therapeuten findest der z.B. mit SE arbeitet, oder der mit Körpererfahrungen etwas anfangen kann..

Und Selbstmitleid ist nicht Barmherzigkeit - da verwechselt du echt etwas.
Wenn ich barmherzig mit mir und meiner Situation bin, dann gestehe ich mir ersten ein, dass es so ist wie es ist und ich es gerade auch nicht ändern kann! Da muss ich mich nicht selbstbeweihräuchern, sondern kann sagen. Ja, ich habe eine Menge scheiß erlebt im Leben, aber ich kann mein Leben auch jetzt noch ändern und ich habe auch Dinge erlebt, die mein Leben hell und licht machen.
Barmherzigkeit ist eine innere Haltung mit sich und der Umwelt. Dazu gehört für mich auch, mit mir demütig zu sein, mich nicht für alles was heute/die letzte Woche/das letze Jahr..nicht gut gelaufen ist fertig zu machen, mich abzuwerten. Sondern ehrlich zu mir sein und sagen, ja da bin ich hinter meinen Möglichkeiten geblieben, da habe ich jemanden verletzt, habe ich mich mit meinem Versagen erlebt und zugleich kann ich heute mich ändern, kann ich mir erlauben, dass ich ein Mensch bin- der Stärken und Schwächen hat, der mit manchen Menschen gut kann und manche Menschen am liebsten auf den Mond schießen würde..
ich kann mich so wie ich bin akzeptieren und bejahen..das ist für mich barmherzig sein mit mir..und wenn es mir gelingt auch mit anderen..

Da bin ich kein armes hascherl, weil ich eben auch Fehler mache, Menschen verletzte und unachtsam durch die Welt stiefle, anderen Menschen auf die Socken trete, aber eben auch weiß, dass andere Menschen mich verletzt haben, mich immer wieder verletzen werden, weil ich da eine Verletzung habe, die nur sehr schlecht abheilt, und deren dünnes Narbengewebe schnell wieder aufbricht..

so und zum Nachbeeltern, ja da braucht es Zeit- eher Richtung Mitte der Woche.

Shalom - lara64

lara64unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von lara64unl » So Mai 05, 2019 10:36 pm

boah, hatte so einen langen Text geschrieben - und jetzt wieder alles weg!!!

Also dann vielleicht doch bis Mitte der Woche warten!!

Shalom - lara64

Gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Mo Mai 06, 2019 8:36 am

Der hat den Termin doppelt vergeben....
Und mich nach Hause geschickt...

Irgendwie ist es gerad ....ohne Worte. Falle und falle...
Neuen Termin hat er erstmal nicht...
Ich will schlafen...ich will nicht mehr leben. Hier sein.
Für was????
Für waaaaaass?

Geh jetzt schneiden.
Aber stimmt ich mach ja nicht mit...

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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Unverblümt » Mo Mai 06, 2019 12:13 pm

schneiden hilft ja auf Dauer hervorragend "Ironie aus" was hilft es dir dich zu schneiden nur um für 2 sekunden Erleichterung zu haben, dass ist doch nicht wirklich hilfreich.

Was kennst du zum Druckabbau noch, was ist auf Dauer das bessere Mittel dafür?

Es ist Mist, dass er den Termin 2x vergeben hat und dann auch noch dich nach Hause geschickt hat, aber die Wut über den Thera jetzt an dir abzureagieren bringt dich kein Stück weiter. Du hast doch keine Schuld daran jetzt und warum bestrafst du dich dann dafür???

Such nach deinen Ressourcen die dir jetzt helfen deine Wut abzureagieren.

Schneiden ist nicht hilfreich und ein altes Muster, dass weißt du auch alleine.
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Unverblümt » Mo Mai 06, 2019 12:23 pm

Geh besser joggen um deine Stresshormone abzubauen. Oder geh in den Wald und verdrisch Bäume um deine Wut aus dem Körper zu kriegen, dass hilft langfristig wesentlich besser als sich selbst zu bestrafen.
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Windspiel » Mo Mai 06, 2019 1:51 pm

huhu gastacht,
das tut mir leid wie das mit dem Thera gelaufen ist. Ich kann mir auch total gut vorstellen wie sich das für dich grade anfühlt. Und ja das ist sch... aber schneiden bringt ja auch keine lösung, macht die Situation nicht ungeschehen.
Ich schließ mich den unverblühmten an, lieber die Wut rauslassen, Sport, oder im Wald auf irgendwas einschlagen. Nur eben nicht auf dich. oder melde dem Thera deine Gefühle zurück. Darf er ja ruhig wissen, er hats ja auch verbockt.

zum Thema nachbeeltern kann ich nicht viel aus eigener Erfahrung sagen, aber hab grade ein buch in der Hand wo es kurz darum geht. Würd dir dazu einfach ne PN schicken wenn du magst.
Wenn du schreist, weil du weißt was es heißt, wenn die Hoffnung nicht mehr als ein leeres Wort ist,
Wenn du gehst und du flehst, dass dich jemand erreicht, weil du immer noch ganz allein bist,

*ASP- Schwarzer Schmetterling*

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » Mo Mai 06, 2019 7:50 pm

hallo
also erstmal ganz lieben dank für eure ganzen antworten und dass ihr nicht locker lasst etc.
das ist wirklich eine ganz wihctige schöne erfahrung.
und entschuldigung für diesen emotionalen ausraster. schäme mich.. und nein habe "skills" gemacht, war laufen und hab mit ner freundin telefoniert.. war mal ehrlich und viel geweint (gilt das als skill? :wink: ) :oops: und mich dann auch wieder gefangen. ohne svv.
nun mal zu euch:
@windspiel: danke windspiel. gerne pn. und ja klar weiß ich dass svv nichts bringt. möpp- :roll:

@lara: dein text ist doch da. :mrgreen: zum glück... irgendwie... mag das gar nicht so laut sagen.. schäm mich weil es so banal ist.. aber irgendwie hat das wirklich in mir was bewegt muss ich sagen. was du geschrieben hast also eine andere sicht.. die tut zwar weh und ist peinlich und unschön.. aber ja... vielleicht ist es so "einfach" und das ist nebenbei gesagt genau das was die thera sagt :cry: dass es gut war aber eben nicht genug...
hab nochmal was über borderline gelsen und bin in vielen beziehungen auch anders, aber bei ihr.. was soll ich sagen.. wie aus dem lehrbuch: idealisierung und abwertung und dann abbruch der beziehung aber sich emotional nicht trennen können. ists mir so peinlich...das ist echt.. krank. irgendwie.

und ja es wurd was geschafft. ich hab nicht mehr egshnitten und hab die uni geschafft. hatt ja auch einen freund. ... mmh ich hätt mir nur gewünscht dass es mal bleibt. und wieso schaffen das denn andere so viel schneller..? ( da laufen gleich wieder tränen). das verstehe ich nicht. das ist so schlimm für mich. so eine kränkung. so peinlich, so beschämend. ich streng mich doch so an. früher hab ich mich auch immer so angestrengt, dass... egal da kommt jetzt die kleine gastacht an und das ist gerad zu viel...

danke für dein erzählen von dir. pbwohl ich schon wieder sag drei kinder erziehen ist doch mega krass. viel mehr als ich in der zeit gemacht habe...hab ein bisschen rum studiert. und nun brech ich wieder zusammen nur wegen ein bisschen schmerz... kann auch verstehen dass du sauer warst. wär ich garantiert auch gewesen... und das klingt nach einem grässlichen ende. das tut mir echt sau leid.
aber wie schaffst du es nicht in mein schwarz weiß zu kippen?
zu sehen dass es nur dafür gereicht hat und nicht für mehr... das tut so unermesslich weh... dass das alles so begrenzt ist... hab alte unteralgen gelesen... da sagte meine jugendpsych evtl ginge das svv nie weg... da war ich 16 und niemand wusste vom mb.
ich dachte irgendwie immer das sei ein witz.. das könnte ja andere betreffen.. aber doch nicht mich fie tolle gastacht. und immer mehr merk ich dass ich...dass es so chronisch ist... und bei anderen nicht. und das ist so schrecklich...weil ich mich doch so anstrenge. so verdammt anstrenge... :cry:
wie bist du da raus gekommen lara? aus der wut?

nein mein erzeuger.. dem war das alles egal. der wollte immer dass ich am besten nur den hauptschulabschluss mach.. keine ahnung wieso. das ist MEIN anspruch. ich willnämlich anders sein als er. er ist seit ewig depressiv und sein leben ist am a.. auch abgesehen davon dass er täter ist. meine mutter hatte auch nie ansprüche an mich. das war immer ich. mein üeberlebensmechanismus. aber vielleicht ist es das.. ich will nicht so sein wie er.. dieser eklige looser.. er kriegt kein hartz 4, weiß nicht von was für geld er lebt... vermutlich oder evtl von...."meinem"...(STOPP!)
musste voll lachen über dein: sind nicht bei olympia. jaha, du hast ja recht. und ja körperschmerzen sind so...wichtig. auch wenn sie schlimm sind.

barmherzigkeit. das ist eins chönnes wort. triggert ein wenig, aber ist ok. klingt eigentlich schön. musss ich mir merken... dass es was andere sist
meine große angst... ist da nie rauszukommen... noch in 5 oder 10 jahren zu sagen: ich hab ja schlimmes erlebt.. udn deshalb ist mein leben am a...
puuh erinner mich ja quasi an nichts aber gerad kommt so ne ahnung.. was ist wenn der erzeuger immer sagte: ich hab so schlimmes erlebt und deshlab...so will ich nicht sein. ich will das nicht immer als "entschudigung" dass ich mein leben nicht auf die reihe bekome... aber wenn man schwächen hat, dinge nicht schafft...zu langsam ist, sich nicht binden kann... dann.. dann bin ich.. wie mein vater. der war, wenn er nicht gerad zum minster mutierte... immer so schwach... und so will ich nicht sein.. :cry:

und darf ich noch was fragen: wie kann etwas "kleines" wie zb ein normaler sommertag, oder ein kaffee im cafe mit einer freundin bedeutung für dich haben? wie kannst du dich sehen als jemand der zb mutter ist oder in sienem job gut? und nicht nur als jemand der xyz an unerträglichem erlebt hat? wie kann es danaben noch eine andere welt geben. jean amery hat mal gesagt wer folter erlebt hat kann nicht mehr heimisch werden in der welt... und obwohl ich so wenig weiß denk ich manchmal das hab ich. nichts ist wichtig neben dem trauma (ja sh irgendwie hast du doch recht...) wie ging das bei dir?wieviel raum hat das früher in dir und wieviel das jetzt? wie kannst du dich als jemand fehlbaren sehen der andere verltzt...? das ist doch so was von lächerlich im sinne: bevor du das über dich denkst musst du doch erstmal gerehctigkeit erfahren und die wirst du ja nie bekommen..?

@sh: danke dir liebe sh. ja das mit ps und trauma wör sicher gut. der heutige thera hat das. lang im zentrum für f+lteropfer gearbeitet. hab nächste woche neuen termin. hat mir gemailt und neuen termin angeboten. sehr nett. freu mich und bin dankbar.
und nein dass das nicht gebrahcts hat stimmt auch nicht. wahr ist: nicht so viel wie ich wollt eund wie mein anspruch war. und in gö war das problem dass ich auch mit emdr zu wenig erinnerte. das weiß. und die kliniken davor haben was gebracht. durch die erste schnitt ich weniger, in der zweite fand ich meien beste freundin, die dritte gab mir raum vom mb zu reden, die vierte half mir eine krise zu überstehen und stärkt emich kein suizid zu machen... :oops:

also ich such mir nun erstmal nach etwas ambulanten was evtl anders ist als die jetzige thera.. und klinik hab ich im kopf. ganz sicher.
es gab außer in gö ja keine traumazentrierte arbeit... wir haben im hier und jetzt geschaut welche gefühle wodurch entstehen. es gab keine kofnronattion, keine introjekt arbeit im klassischen sinn... und ja es half mich zu sortieren aber allein kann ich das eben nicht nur bis zu einem bestimmten punkt und der ist eben seit 8 monaten, seit den schmerzen überschritten..davor ging es ja.. was mich wieder zum thema anspruch an mich und ne tehrapie führt...ja das mit dem handfesten.. da hast du wohl recht..und schon wieder wut und das gefühl ich war zu doof da nicht einfach wegzugehen..aber auch sofort wieder der impuls dass ich das nicht will was handfestes.. weil es auch heißt es irgendwie weg zumachen (zb mit nem skill) und das triggert so... ja kannst es auch langsam veränedrn nennen, aber irgendwie verbind ich das damit...ich muss und will leiden irgendwie.. und ich will aber auch nicht dass es weggemacht wird... ich muss das echt erarbeiten woher diese krasse abwehr kommt... dieses egfühl ich muss und will im schmerz versinken und gleichzeitig leid ich wie ein hund..

@unverblümt: naja die gesellschaft sagt hab familie.. hab einen netten partner.. haben meine freunde.. und das hab ich nicht. aber ja hast voll recht entsprech der egsellschaft in de rich groß geworden bin...

ja es hat was gebracht... nur eben nicht dauerhaft und nicht so tief wie ich es mir wünsche..
hihi ja.. ich sag das dann anders. hast recht :wink:

mmh ressourcen... ich hab hobbies, freunde... aber mag die nicht machen...weil ich mich im großen so dumm und beschämt fühl.. und ein spaziergang oder sort ändert nicht meinen status.. etc. es heisst zeit tot schlagen etc. dann gehts mir evtl 2 h besser. und dann? gehts mir eh wieder sch... und vor freunden fühl ich mich gerad auch so sch.. und peinlich...

puuh, werd nochmal in ruhe nachdenken.. aber dass halt nicht mehr ging... und deshalb nicht alles schlecht war... ja vemrutlich muss ich mich damit anfreunden. und damit dass mein anspruch zu hoch ist. und damit dass es andere schneller und besser schaffen ihren sch.. zu bearbeiten.
platz gerad nicht vor wut, aber vor schmerz...
ich will doch auch so gern... ich will nicht mher kämpfen... das ist so gemein...so traurig und so... beschämend. unendlich beschämend.
ich will kein opfer sein. wirklich nicht. ich will entweder nie mb worden sein oder ich will eine strake toughe frau sein, die das alles gut überuwnden hat...aber so ein durchschnittsopfer, was ewig damit rum krebst... manches erreicht und manches halt nie... das will ich einfach nicht. :cry: :cry:
das ist so schäbig, so verachtenswert... wie das mädchen mit dem dreckigen kleid...
dann bin ich wie mein vater... :oops: :cry:
wisst ihr man kämpft immer.. so viel ist zufall. andere tehra hieße evtl dass es mir viel besser ginge, aber evtl auch schlechter. niemand weiß das. und das heisst irgendwie auch man ist ausgeliefert im leben.
und was auch wichtig ist zu sehen.. anderen gehts auch so. und ja anderen gehts viel viel beschissener. die hat nie auch nur den hauch einer chance im leben. nur pech. das problem ist aber dass ich eben von anderen menschen umgeben bin, von vielen... und das macht es schwer.
ich bin so entsetzlich traurig. :cry:

vielleicht ist das jetzt mal der beginn... davon dass die wut ein bisschen wenigstens abgelöst wird von der traurigkeit. wär vielleicht nicht das schlechteste.
und darf ich euch noch was fragen: das ist echt kein fishing for compliments und klar sagt ihr mir nicht wir verachten dich. aber bitte veruscht ehrlich zu antworten: wie seht ihr das denn? wie seht ihr mich? denkt ihr nicht irgendwie: wär die doch bloß weg gegangen oder wieso ist sie das nicht?

danke... geht mir bisschen besser. werd noch was heulen und dann mal mit dem hund raus.
gastacht

Imagica
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Imagica » Mo Mai 06, 2019 8:46 pm

Liebe Gastacht,

das tut mir echt Leid, daß das jetzt so blöd gelaufen ist. Bei mir laufen so Dinge ja auch oft so. Ich bitte um Hilfe und krieg eins in die Fr..... Irgendwie ist das ein typisches Muster, was da bei uns unbewußt abläuft und so bekommen wir dann auch genau immer wieder das. Aber manchmal ist es auch anders, manchmal läuft auch was gut und ich hoffe immernoch dadrauf, daß eines Tages mal das meiste gut läuft und die miesen Dinge die Ausnahme sind. Bei mir und auch bei Dir.

Wo ich den anderen zustimmen muß, schneiden ändert leider auch nichts. Aber ich verstehe auch, daß es manchmal das einzige ist, was hilft, auch wenn es rein logisch betrachtet natürlich nicht wirklich irgendwas gutes bringt. Aber Logik hilft halt eben nicht immer und manchmal gehts halt einfach nicht anders, kenn ich ja auch.

Ich wünsch Dir viel Kraft und Mut! Nur weil das jetzt nicht geklappt hat, heißt es ja nicht daß es nie klappen wird!

Liebe Grüße,
Imagica

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » Mo Mai 06, 2019 9:44 pm

danke imagica.

also irgendwie... da hat sich gerad echt was geändert in mir.. ich hoff so das bleibt ein wenig... diese sicht.. diese andere sicht auf mich und die thera.
danke euch, danke dir lara...das war sehr gut
gastacht

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