Nachbeelterung

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Gastacht

Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Mi Mai 01, 2019 10:32 pm

Guten Abend,
Aus aktuellem anlass: gibt es hier leute die eine thera hatten, bei der es vorrangig um nachbeelterung ging... also ich sag jetzt mal platt: ganz empathisch gespiegelt werden, viel trost, viel mama ersatz...aber ohne grenz überschreitung?
Und die sagen das hat richtig geholfen...langfristig zb geholfen dass sie sich selbst beruhigen können...etc
Ich häng an der Theorie weil die idee so schön klingt muss aber feststellen, dass es irgendwie nicht gut hilft.
Leute wie Ulrich sachsse sagen ja ähnliches...
Mmh aber ist jemand hier dem das allein half? Ohne emdr, innere kind Arbeit etc.?
Danke
Gastacht

bloß ich
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von bloß ich » Mi Mai 01, 2019 11:14 pm

Hallo gastacht,
aus meiner Erfahrung heraus würde ich deine Frage mit *jein* beantworten. Ich hatte eine Thera die mich nachbeeltert hat und ja, das tat mir sehr gut. Allerdings beinhaltete das schon auch alles andere (außer emdr).
Sie war sehr tröstend, emphatisch. Es war für mich so, das sie wie eine erste, gute Mutter für mich war. Sie hat mir gezeigt, wie gute Mütter reagieren, agieren usw. Nahm mich in den Arm, wenn ich weinte und weinte sogar oft mit mir gemeinsam. Das war sehr berührend und gut für mich. Allerdings hat sie dabei wirklich sehr stark gespürt, wo meine Grenzen waren, hat sie niemals übertreten, oder eingerissen.

Aaaber die innere Kind Arbeit war ein genauso wichtiger Teil dabei. Ich konnte dabei immer mehr lernen, alles das was sie mir gab, selbst zu tun. Es gab auch Situationen, in denen ich zu fordernd wurde und dann hat auch sie auf ihre eigenen Grenzen gewiesen und mich dazu bewegt, selbst aktiv zu werden. Immer sehr behutsam, aber doch bestimmt, so das ich lernen konnte, das auch *Mütter* Grenzen haben und nicht immer und zu jeder Zeit verfügbar sein können. Und das ich eben als Erwachsene die Veratwortung für mich selbst übernehmen muss.

Es war ziemlich ergänzend und eigentlich als etwas Ganzes zu sehen. Grundsätzliches nachbeeltern ja, aber eben wichtig, mich auch auf mich selbst zu *werfen*, damit ich lerne, mich um mich zu kümmern.

Heute ist es so, das ich in extremen Stresssituationen immer wieder in alte Muster zurück falle und es sehr schwer ist, mich dann gut um mich zu kümmern. Ich glaube aber auch, das dies etwas ist, das immer bleiben wird. Es ist das, was ich als erstes in meinem Leben gelernt habe. Oftmals Schockstarre, lautes (unpassendes) Lachen, mich um alle anderen kümmern, nur nicht um mich selbst. Und unter Stress, kommt das anerzogene (scheinbar gut bewährte) immer wieder als erstes hoch. Da würden dann Achtsamkeitsübungen helfen, auf die ich aber nicht komme, wenn ich in dem Moment große Ängste habe.
Erst wenn ein bisschen Entspannung da ist, kann ich mich wieder besser einsammeln.

Lieben Gruß
bloß ich

~SteinHart~
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » Do Mai 02, 2019 12:03 am

Hallo Gastacht, für mich ist das ja noch neu. Die neue Thera, Dr.R. macht das meiner Meinung nach. Es ist irritierend, aber ja, es tut gut. ABER, ich hatte vorher eine recht stabile Phase in meinem Leben gehabt, neun relativ normale, ja "gute" Jahre und davor umfangreiche VT. Ich denke das macht schon einen Unterschied.
Außerdem und das schreibe ich sehr ungern, mit eine PS (und tiefsitzendem womöglich auch frühkindlichen Traumata) ist das denke ich echt schwierig. Ein tiefgreifendes, unstillbares Bedürfnis KANN meiner Meinung nach dadurch nur noch schlimmer werden, es wird gefüttert... kann durchs Außen (die Thera) NIE gestillt werden. Statt etwas nachträglich entstehen zu lassen, wird der leider nicht gemachte Entwicklungsschritt und die daraus resultierenden Probleme eher am Leben gehalten.

SH
Zuletzt geändert von ~SteinHart~ am Do Mai 02, 2019 2:19 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Unverblümt
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von Unverblümt » Do Mai 02, 2019 2:10 pm

Hallo,

auch wir kennen Nachbeelterung, aber nie mit Körperkontakt und immer gleichzeitig mit der Anleitung es selbst zu übernehmen. Die Thera war immer darauf bedacht die Großen von uns dazu anzuhalten diese Aufgaben zu übernehmen. Wir machen VTund de Thera hat auch viel "Erziehungsarbeit" mit uns gemacht, dass war gut so. Heute macht sie beides nicht mehr, weder Erziehungsarbeit noch Nachbeelterung nur noch, wenn wir um Unterstützung bitten.Es war hilfreich so für uns, weil wir lernen konnten wie wir uns selbst trösten und gut versorgen können. Die Thera war sehr wachsam in dieser Zeit, damit keine Abhängigkeit entsteht und sie dadurch in den Mittelpunkt rücken wūrde und wir total unselbstståndig werden.
Es war mehr ein "vormachen" wie wir die Kinder selbst bemuttern können, wie eine Mutter bzw. Vater sich gegenüber seinen/ihren Kindern verhält. Es war mit Arbeit verbunden und auch Traumaarbeit war dabei, kein EMDR.

EMDR machen wir erst gut 1 Jahr ambulant und auch nur "kleinere" Traumasachen. Fūr die wirklch dicken Traumasachen gehen wir immer noch in den sicheren Rahmen der Klinik, weil auch große Programme ausgelöst werden können.
Bild
ich bin ich und so gefalle ich mir Bild

wayward affinity
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von wayward affinity » Do Mai 02, 2019 3:31 pm

Das Konzept von Reparenting ist ähnlich fehlerhaft, wie Therapie mit einem Therapeuten allgemein. Solche Erfahrungen kann man nicht im ''professionellen'' Rahmen machen. Das sind menschliche Erfahrungen, die man bräuchte, im Professionellen gibt es diese Menschlichkeit meist nicht und wenn doch, dann sicherlich nicht aus professionellen Gründen... wie kann man unprofessionelle dh authentische Menschlichkeit im therapeutischen Verhältnis finden?

Gar nicht, es sei denn der Psychodoc bricht die Regeln. Das wäre dann wiederum auf andere Weise fragwürdig....

So oder so, Therapie (also mit Therapeuten) ist dysfunktionell. Die bloße Idee, mit jemandem über seine Wunden zu reden, dessen erste grundlegende Bedingung ist, einen zum Patienten herabzusetzen, ist in sich widersprüchlich.

''Nachbeelterung'' im natürlichen Rahmen? Möglich und wünschenswert. Solange keiner für seinen Part bezahlt wird...

Libellchen

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Libellchen » Do Mai 02, 2019 3:50 pm

Nachbeelterung oder wie das heißt, gibt es nicht, dass ist Illusion. Die Therapeutin bekommt ein monatliches Gehalt für Ihre Arbeit. Die Gefühle, ihr Mitgefühl, dass ist kein Mitgefühl im Mütterlichen. Den Schmerz den wir haben, den kann und darf sie nicht an sich heranlassen. Den dann würde sie sich kaputt machen. Wenn man bedenkt dass sie das den ganzen Tag macht und sie mütterliches Handeln ihren Ganzen Klienten entgegenbringen würde. Wenn das was der Klient erzählt, wenn das Ihre Tochter IHrer Mutter erzählen würde, dass ihr das passiert wäre. Dann würde die Mutter richtige Gefühle entwickeln. Aber die Gefühle entwickelt sich nicht gegenüber Ihren klienten. Ja, sie zeigt mitgefühl, ja, sie zeigt wärme. Aber das ist auf professionele Weise. Das sind Ihre Technicken, die sie im Studium gelernt hat. Im inneren hat sie die gefühle nicht für die Patienten. Das ist hart, aber das ist so. Eine Therapeutin hilft sehr viel, sie hilft einem auf dem Weg. Es ist so wichtig, dass es die Therapeutin gibt. Aber das Mitgefühl im inneren, dass ist illusion von unserer Seite. Das gibt es nicht. Die Therapeutin würde dabei selbst draufgehen. überlegt mal, wenn die Tochter der Therapeutin ihrer Mama ihre sorgen erzählt, wie wird die Mutter im inneren leiden? Welche Sorgen macht sie sich um Ihre Tochter? Welche schlaflosen Nächte hat sie dann? Das alles hat sie bei uns nicht. Weil sie professionel arbeitet. Und mitgefühl, dienstlich übergibt. Aber nicht im innneren Kern ihres Herzens.

Gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Gastacht » Do Mai 02, 2019 4:49 pm

Ach komm libellchen nicht dein ernst...
Du weißt also was alle theras denken und fühlen...schon klar.
Klar ist sie nicht meine mutter aber natürlich fühlt eine gute thera mit. Mit grenze ja... aber die
hat man bei allen Menschen.
Und in der Ausbildung, nicht im studium, lernt man zumindest in tp Mitgefühl...und keine technik und distanz.
Meine thera hatte mal tränen in den augen als sie mein svv sah. Das war gut und wichtig. Und das kam klar aus dem herzen.
Schad dass du das so abwehren musst und noch nicht erlebt hast.
Und klar gibt es das... gibt ja zig bücher zu. Dass das die kindheit oder ne mutter nicht ersetzt ist auch klar...
Und doch trost und Wärme geht... hatte nie körperlich kontakt. Und doch tat es innerlich sehr gut.
Und ein thera ist als erstes Mensch. Wie sollte man sonst den job machen?
Oder willst du nen roboter zum thera?

Das klingt schön sh und unverblümt...

Gastacht

evu50unl

Re: Nachbeelterung

Beitrag von evu50unl » Do Mai 02, 2019 5:17 pm

du hattest ja nach persönlichen Erfahrungen gefragt und wir haben die auch gemacht bzw. machen sie noch und finden sie auch sehr hilfreich, sehr ähnlich wie es Unverblümt auch schrieb, auch wenn unsere Theras TP machen und der Focus nicht vordergründig focusiert ist auf dem: "wie können wir das selbst machen?", schwingt das aber immer automatisch mit und ist das für uns die Konsequenz, die Veränderung, die wir miteinander - also unabhängig von den Theras - mittlerweile selbst immer wieder erleben. Das entwickelt sich quasi automatisch nebenher: Mitgefühl mit den Kindern, Trösten, Da-sein, für sie eintreten u.a. - das hat sich sehr verändert dadurch. Wir sind da noch längst nicht an dem Punkt, dass wir das ganz allein können, aber auf einem guten Weg, die Richtung stimmt. Und auch die Kinder, die den Theras auf diese Weise begegnen (das sind nicht alle) verändern sich mit der Zeit und werden mutiger und selbständiger und selbstbewußter, auch gegenüber den theras.

allgemein: Reparenting / Nachbeelterung oder Nachnährung bedeutet für uns nicht, dass die Theras sich wie unsere Eltern fühlen, sondern dass sie sich in ihrem Verhalten situationsgebunden gegenüber unseren Kindern manchmal dem Verhalten guter Eltern annähern, so dass es die Erfahrung ermöglicht, dass es eben noch andere Möglichkeiten gibt, wie Bindungspersonen mit Kindern umgehen können. Wobei sich das niemals so äussert, dass sie Entscheidungen für uns treffen oder die Richtung vorgeben oder sonst etwas in der Art. Die Verantwortung für uns bleibt bei uns. Reparenting ist Schwerstarbeit und fordert ständige Auseinandersetzung mit den Gefühlen, Bedürfnissen, Ängsten, in Kontakt gehen und bleiben, auch wenn es schwierig ist, sich auf neue Erfahrungen einlassen, Ängste überwinden, Grenzen wahrnehmen, schützen, akzeptieren, abhängig sein und unabhängig werden, beides / alles gleichermaßen eine Herausforderung. Es wird bei uns phasenweise auch viel getriggert udn ausgelöst dadurch und das will dann ja auch bearbeitet werden.

Aber der therapeutische Prozess im Ganzen bezieht sich natürlich nicht nur auf diesen einen Aspekt der Beziehung. Wir können das auch nicht getrennt betrachten, also so wie du gefragt hast sinngemäß : hilft das wirklich wenn man nur das allein betrachtet? Das können wir so nicht beantworten, weil es eben nur ein Teil der Arbeit ist.

Ich würde spontan mal vermuten (nur als Gedanke), wenn jetzt ausschließlich ein Bindungstrauma bearbeitet werden will, dass Nachbeelterung hier als Schwerpunkt der Arbeit möglichweise ausreichender wäre, weil es ja dann genau darum geht: Bindung. Wenn aber noch womöglich langjähriger MB u.ä. dazu kommen, dann kann die Bindung ja nur eine Basis sein, um alles andere zu bearbeiten. Also ich glaub nicht, dass "alles gut" wird, nur weil es eine postive Mutter- oder Vater-Übertragung gibt und dadurch neue ERfahrungen gemacht werden können. Da braucht es schon noch viel mehr und anderes auch.


Aber vielleicht ist das Ganze ja sowieso bei Unos nochmal anders? Erleben die das anders?

wayward affinity
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von wayward affinity » Do Mai 02, 2019 5:47 pm

Die Wahrheit ist, dass je schwerer die subjektive Belastung, desto höher die Chance, dass man zusammenbricht, eine Art unterwürfige Mentalität entwickelt. Ich trau den wenigsten mit mb Kindheit und noch weniger denen mit DIS.

Wessen freier Geist sich regt, der muss seinen Weg allein antreten gegen die Widerstände der Umwelt; Leidensgenossen, Psychologen...

Die Sache ist simpel; Wer frei bleibt, wird sich nicht beeltern oder therapieren lassen. Wer unterwürfig lebt, lässt sich therapieren und findet darin den Scheinsegen.

Heilung ist eine einsame Mission.

~SteinHart~
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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » Do Mai 02, 2019 6:44 pm

wayward affinity hat geschrieben:
Do Mai 02, 2019 5:47 pm
Die Wahrheit ist, dass je schwerer die subjektive Belastung, desto höher die Chance, dass man zusammenbricht, eine Art unterwürfige Mentalität entwickelt.
Da ist was dran! Kann es gerade nicht in Worte fassen, fühle nur ne ordentliche Resonanz im Innern.
wayward affinity hat geschrieben:
Do Mai 02, 2019 5:47 pm
Ich trau den wenigsten mit mb Kindheit und noch weniger denen mit DIS.
Was genau meinst du hier?
wayward affinity hat geschrieben:
Do Mai 02, 2019 5:47 pm
Wessen freier Geist sich regt, der muss seinen Weg allein antreten gegen die Widerstände der Umwelt; Leidensgenossen, Psychologen...

Die Sache ist simpel; Wer frei bleibt, wird sich nicht beeltern oder therapieren lassen. Wer unterwürfig lebt, lässt sich therapieren und findet darin den Scheinsegen.

Heilung ist eine einsame Mission.
ganz so sehe ich das nicht, bin aber auch ein ziemlicher Freigeist, lasse mich nicht gern verbiegen ;) Dennoch war Therapie für mich wichtig und auch förderlich. Nicht jede allerdings ;)

SH
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Libellchen

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Libellchen » Do Mai 02, 2019 6:46 pm

Danke wayward affinity, du sprichst mir aus der Seele. " wer frei lebt, wird sich nicht beeltern lassen, wer unterwürfig ist, findet seinen Scheinsegen in der Therapie." den genauso ist es, eine Illusion einer mütterlichkeit, die nicht vorhanden ist.

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Re: Nachbeelterung

Beitrag von wayward affinity » Do Mai 02, 2019 7:20 pm

~SteinHart~ hat geschrieben:
Do Mai 02, 2019 6:44 pm
wayward affinity hat geschrieben:
Do Mai 02, 2019 5:47 pm
Ich trau den wenigsten mit mb Kindheit und noch weniger denen mit DIS.
Was genau meinst du hier?


Dass Leute unter Belastung bekloppt werden, die Seiten wechseln usw. Nicht jeder ist unter Belastung loyal und integer. Gibt viele Scheinfreunde, besonders unter Theras und anderen Betroffenen.

Ist aber so eine allgemeine Einsicht, Plädoyers für Einzelkämpfer halte ich in meinem eigenen Thread schon genug.

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Re: Nachbeelterung

Beitrag von ~SteinHart~ » Do Mai 02, 2019 8:20 pm

Habe ich leider ähnlich erlebt Wayward
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Molly

Re: Nachbeelterung

Beitrag von Molly » Do Mai 02, 2019 9:24 pm

Klar kann eine Therapeutin eine Mama ersetzen, teilweise. Sie ist fester Bestandteil. Ich darf sie jede Woche sehen. Ich darf sie anrufen und ihr mailen. Sie hilft mir in meiner Not. Ich darf in gedanken mir vorstellen, daß sie meine Mama wäre. Sie trocknet meine Tränen wenn ich weine. Sie nimmt mich in den Arm wenn ich weine. Genau das, was ich von einer Mutter erwarte. Nur das ich eine echte Mutter 24 Stunden hätte. Die Therapeutin muss ich mit anderen teilen und sie ist einmal die Woche da für mich. Aber sie ist da und das ist das wichtigste. Und die das nicht so sehen, sind wohl neidisch darauf, weil sie vielleicht keine therapeutin haben, die sie lieb haben können.

gastacht

Re: Nachbeelterung

Beitrag von gastacht » Do Mai 02, 2019 9:35 pm

moment das ist mir zu sehr trotzphase wayward, libellchen.. trotzphase im sinne von: ich kann alles allein
nur weil man sich bei anderen menschen hilfe sucht unterwirft man sich?
aber genau DAS Ist doch das alte muster mb bzw das was man bei mb lernt. das ist ja gar nicht reflektiert..
und nur wer alles allein schafft ist ach so unabhängig??? ich finde gerad durch so eine haltung beweist man wie sehr man an altem gebunden ist.. nämlich der idee niemand könne einem helfen, man müsse alles allein überstehen und dahinter steckt auch viel arroganz und aggression finde ich. a la kein mensch kann mich verstehen...und ich bin in meinem leid ach so einzigartig
und alle die von thdra profitieren sind unterwürfig und das ist nur ein scheinsegen.. puuh das nenn ich mal ein borderline mäßiges schwarzweiß denken.. vor allem weil ich wohl davon ausgehen darf dass ihr ja sicher selbst schon ganz viele theras erlebt habt.
wie werden die nochmal ausgebildet.. was lernen die nochmal, was sind nochmal voraussetzungen? erklärt doch nochmal kurz. :mrgreen:
ihr scheint nicht glauben zu können dass es andere beziehungsformen gibt und das finde ich jetzt mit verlaub doch ziemlich pathologisch und unreif...
denn die gibt es...
nur weil ich geld bezahl heißt es nicht dass ich mich emotional unterwerfen würde etc. im gegenteil dadurch hab ich den raum mich mit allem zu zeigen und auch zu wüten.. genaud as hab ich ja bei freunden etc nicht.
nur weil ich ein schnitzel zahl tu ich ja auch niicht alles vom koch was er will...

mmh das klingt überzeugend evu.. ich denke auch dass die bindung allein nichts bringt... oder eben zu wenig. da muss noch was dazu kommen. aber ohne die bindung geht einfach nichts. es ist die basis, glaube ich.
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