Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

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Maya
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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Fr Apr 26, 2019 7:01 pm

Meine Kinder haben mich vernichtend geschlagen. Aber hat Spaß gemacht.

Ruhe aushalten ist ein lebensthema. Kann ich auch noch nicht so gut. Aber schon wesentlich besser als früher.

Ich wünsche dir einen guten Weg zu finden. Die guten Dinge gibt es leider nur durch viel Arbeit, positive Herangehensweise und Geduld.

Was meinst du hört sich so gut an bei mir?
Ich fühle mich sehr oft gar nicht so. Aber ich war immer ein sehr positiver, aktiver Mensch. Und damit fahre ich gut. Weil das schlechte kommt von allein.

Liebe Grüße!

Maya
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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Mo Apr 29, 2019 1:05 am

Mein Vater ist gestorben.
Er hat mir nie was getan. Aber er war Alkoholiker und alles an seiner Lebensweise war überhaupt nicht mit meiner Auffassung von leben zu vereinen. Zuletzt habe ich ihn 2017 gesprochen. Am Telefon. Aber ich weiß nicht mal sicher mehr wann. Es war auch kein gutes Gespräch. Er wurde ein Pflegefall. Wegen dem Alkohol und noch anderem. Ich wollte keinen Kontakt. Ich wollte auch nicht das meine Kinder ihn sehen.
Und trotzdem war er mein Vater. Ich weiß nicht was ich fühlen soll. Bzw ich fühle gar nichts. Aber trotzdem sind mir die Tränen in die Augen geschossen und ich habe gezittert. Und hatte nicht ein Gefühl dazu. War seltsam.
Er hatte einfach irgendwie gar keinen Platz in meinem Leben. Eigentlich schon seit ich verheiratet bin nicht mehr.
Vor zwei Jahren ist meine Mutter gestorben. Da habe ich zumindest geweint.
Aber jetzt? Ich schäme mich auch echt dafür das ich so kaltschnäuzig bin.
Mein Leben verändert sich nicht weil er weg ist. Und doch ist da einfach auch das Gefühl ganz allein zu sein. Und die letzten Tage habe ich oft überlegt ihn mal anzurufen. Genau so war es bei meiner Mutter auch.
Eigentlich möchte ich nicht so kalt und berechnend sein. Sein Tod kam für mich nicht überraschend. So wie er gelebt hat. Beide Eltern sind erst Mitte und Ende 50 gewesen. Trotzdem war klar das er wahrscheinlich nicht mehr lange überlebt.
Ich habe echt Angst das ich ein schlechter kalter Mensch bin.

Maya
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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Mi Mai 22, 2019 5:39 pm

Ich habe gelesen immer wieder zu erzählen verändert die Sichtweise und hilft zu verarbeiten. In zwei unterschiedlichen Büchern.

Und da sind so ein paar Sachen die mir dauernd so einen Druck machen. Ich habe das schon mal erzählt. Und das ist auch nicht so schlimm wie sonst manche Sachen von anderen hier. Ich weiß nur nicht wohin. Tut mir leid.

Triggert
Er war 17 und ich da gerade 15 geworden. Hab bei ihm und seiner Familie gelebt. Und wir gingen in den Urlaub mit dem Wohnmobil. Ich hatte meine Periode nicht mehr bekommen. Aber das ausgeblendet. Wie vieles. Obwohl ich oft Angst davor hatte schwanger zu werden.
Wir machten alle einen Ausflug. Mir war nicht gut. Hatte so wahnsinnig schlimme Krämpfe, wie noch nie. Aber ich war so angepasst das auffallen inakzeptabel war. Ich hab mich zusammen gerissen. Aber konnte nicht mehr aufrecht stehen oder laufen.
Ich war auf dem wc. Ein öffentliches Klo. Hatte mich abgesondert weil es zu schwer war unauffällig zu sein. Es fing an zu bluten. Für mich ziemlich viel damals. Ich hatte noch nicht oft meine Tage und so war es nie. Am Klopapier hing etwas, das ich mir genau ansah. Ein Würmchen, mit armstummelchen und rießigem Kopf und Schwanz so groß wie eine Bohne vielleicht. Mit Blut und Schleim. Ich habe es mir sehr genau angesehen. Und als mir klar war was das ist, hab ich es vor Schreck ins Klo geworfen. Ist alles ziemlich eklig. Entschuldigung.
Meine Erinnerung ist immer nur so fraktioniert. Nicht durchgängig. Ich erinnere mich nur an einige Sequenzen. Vielleicht bringe ich auch alles durcheinander.
Später wieder im Wohnwagen, ich lag im Bett über der Fahrerkabine. Er kam auch dazu. Er wusste das es mir schlecht ging und ich Schmerzen hatte. Er fing an an mir rumzumachen. Es war klar was er will. Seine Familie saß hinter dem Vorhang am Tisch im selben Wohnwagen. Vielleicht allerhöchstens 2 Meter entfernt. Sie spielten Karten am Tisch. Seine Mutter, ihr Lebensgefährte und ihr jüngerer Sohn. Ich habe ihn ins Ohr geflüstert das er bitte bitte bitte nicht hier machen soll. Ihn angebettelt. Er hat nicht aufgehört.
Meine Jeans auszuziehen war so schwer. Alles wackelte dabei und es war laut. Ich hatte so Angst das die anderen es hören, es mitbekommen. Ich habe mich so geschämt. Auch heute noch. Ich habe meine Jeans dann selbst runter gezogen. Und er hat gemacht. Ich kann mich an dann nicht erinnern. Aber ich weiß ich hatte ein Tampon benutzt und stark geblutet.
Ich sehe das er hätte sich auch anders verhalten müssen. Aber ich war immer so brav das ich immer kooperiert habe. Ich hab sogar geholfen. Wie sollte er mit seinen 17 Jahren das verstehen? Das sind ja widersprüchliche Signale. Ich habe mir das also immer wieder selbst angetan. Und es ist irgendwie meine Perversion das ich so bin und so unterwürfig werde wenn für mich was irgendwie schlimm ist. Dafür können ja andere dann nichts.
Vielleicht ist erzählen doch nicht gut. Vielleicht sollte ich auch nicht lesen. Aber das eine war ein Erziehungsbuch. Das andere schon einschlägig.
Ich fühle das Chaos. Aber ich weiß nicht was ich dagegen tun kann. Nichts macht es weg.

Maya
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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Mi Mai 22, 2019 6:02 pm

Ich war nie jemand wichtig. Das zieht sich durch. Nur durch ... hatte ich für manche eine Bedeutung. Es ist gerade so viel. Ich habe niemanden der nach mir fragt. Ich bin einfach überhaupt nichts wert. Ich fühle mich so verloren. Ich hab ständig so Angst alles was ich hab zu verlieren.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Imagica » Mi Mai 22, 2019 8:32 pm

Liebe Maya,

ich glaube doch, daß es Menschen gibt, denen Du etwas wert bist! Ganz sicher! Natürlich kenne ich Dein Umfeld nicht, aber mindestens Deinen Kindern bist Du sicher ganz ganz viel wert! Und ich bin auch sehr sicher, daß es da noch viel mehr Menschen gibt.

Tut mir sehr Leid, was Du da für eine schreckliche Erfahrung machen mußtest. Aber Du bist definitiv NICHT Schuld! Er hätte das sehr wohl verstehen können, daß Du deutlich nein gesagt hast und trotzdem dann notgedrungen "geholfen" hast. Mit 17 ist man kein kleines Kind mehr! Er wußte ganz genau was er da tat und das tut mir sehr Leid für Dich, daß er offensichtlich schnell gemerkt hat, daß Du (aufgrund früherer Erlebnisse) ein "perfektes Opfer" für ihn warst.
Und puh.. eine Fehlgeburt ganz allein auszuhalten, in dem Alter auch noch.. und dann danach noch vg.. das ist wirklich heftig! Und Du redest von "klitzekleinem Trauma"? Und das war ja "nur" ein Teil des ganzen! DAS war schon alles andere als klitzeklein!

Liebe Grüße und viel Kraft,
Imagica

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Do Mai 23, 2019 2:02 am

Es tut mir leid. Zur Zeit ist so viel los bei mir und das macht viel Unruhe.
Ich habe wieder schlimme Albträume und bin dauernd ziemlich angespannt. Das mein Vater gestorben ist hat mir doch mehr ausgemacht als ich dachte. Die Tatsache das ich jetzt nicht mehr zurück kann und keine Familie mehr habe. Meine Arbeit war jahrzehntelang mein roter Faden, ein Anker. Und das fällt jetzt weg. Ich arbeite noch aber ich werde neu sein und das fällt mir nicht so leicht. Ich bräuchte jetzt wirklich jemand, aber weiß nicht wohin ich sollte. Morgen ist Therapie und ich hoffe das macht es besser und geordneter.
Ich kann verstehen was du sagst. Zweifle aber sehr daran.
Es fällt mir immer noch schwer alles zusammen zu bringen.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Do Mai 23, 2019 12:05 pm

War in Therapie. Es ist so anstrengend mich zu durchschauen. Das ganze dissoziative Zeugs ist so kompliziert und unglaublich. Ich blicke es einfach nicht.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Do Mai 23, 2019 7:45 pm

Ich soll mich nochmal mit dem Thema beschäftigen und lesen. Ich hab immer noch Angst das ich dieses ganze dis Zeugs vorspiele. Das sie, was ich sage, falsch interpretiert. Das ich manipuliere und Lüge und übertreibe. Um mich vor meiner Schuld zu drücken und mich wichtig zu machen und zu rechtfertigen warum ich mich so anstelle wegen so Kleinigkeiten die waren.

Sie meint, ich hätte gewechselt. Heute. Und ich weiß nicht warum ich das mache. Das habe ich ihr erklärt. Das mir das peinlich ist und ich nicht verstehe warum ich das mache.
Sie sagt dann kann sie mir nicht helfen. Sie hat keine anderen Optionen was mit mir sein könnte. Und das ich so gerissen bin das ich alle täusche.
Mir ist das schon sehr sehr peinlich. Weil ich mich nicht unter Kontrolle habe.
Sie fragte woran ich mich erinnere. Und da waren zwei Sätze die ich wusste. Aber gesagt habe ich das ich geheult hatte und alles weiß. Dann hat sie gefragt ob ich das gerade war und ich weiß natürlich das ich da saß, vom Kopf her, aber ich verstehe dann nicht mehr warum ich mich so verhalten habe. Ich fühle es dann nicht mehr so.
Aber das ist doch nicht Dissoziation? Oder doch?
Jetzt soll ich wie gesagt nochmal Bücher lesen. Und ich soll nicht mehr mit meinem Mann schlafen weil ich keine Rücksicht auf meine Anteile nehme, weil ich ja auch nicht daran glaube, und denen damit schade.

Und ich fühle mich einfach nur so sehr verrückt das mir niemand helfen kann normal zu werden.
Ich habe echt schon überlegt ob ich vielleicht lieber mit so Therapeuten reden sollte die Täter behandeln weil ich mich so schuldig fühle und die das vielleicht verstehen. Es gibt doch auch das Täter sich nicht mehr an ihre Taten erinnern und das verdrängen. Und ich hab mir das vielleicht so zurecht gelegt das ich als Opfer dastehe und bin nur auf der falschen Seite.
Ich weiß einfach überhaupt nicht was richtig ist was aus meinem Hirn kommt.
Und eigentlich möchte ich nur normal leben. Oder vielleicht ist mir auch zu langweilig in einem normalen Leben und deswegen erfinde ich den ganzen scheiß.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Fr Mai 24, 2019 11:54 am

Therapeutensuche ist so schwer!
Und ich fühle mich so einsam. Freiwillig will irgendwie niemand in meiner Nähe sein. Und eben nur wenn ich gut gelaunt bin. Bin ich ja auch.
Es sind immer alle anderen Menschen lauter um mich herum.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Sa Mai 25, 2019 9:17 am

Die Mutter von meinem verstorbenen Vater hat angerufen. Bei meinem Mann und möchte nun Kontakt. Die hat mir nichts getan. Aber sie will er klärendes Gespräch und über alles reden was früher war. Und sie bekommt jetzt so viel mit was mein Vater alles für Mist gemacht hat. So mit Geld und Alkohol und kleinkriminelle Sachen. Hat nichts mit mir zu tun.
Aber ich hab trotzdem Angst davor.
Mein Vater hat mir ja auch nichts getan. Er war halt unzuverlässig und alkoholiker und nicht für mich da.
Aber er hat mich zb nie geschlagen.
Allein wenn ich so darüber nachdenke sehe ich überhaupt nichts mehr was irgendwie schlimm war und schäme mich so wahnsinnig das ich mich so anstelle. Und gleichzeitig merke ich aber das irgendwas in mir sich den Magen umdreht und verkrampft.

Meine Therapeutin hat gesagt ich schade den anderen teilen von mir. Und ich nehme das nicht ernst weil ich sie nicht als wahr anerkenne.
Und es stimmt, ich suche immer noch nach Alternativen warum ich so bin und denke irgendwann kommt raus das alle sich geirrt haben und ich nichts hab und mich nur völlig lächerlich angestellt habe. Eigentlich sollte das nicht so schlimm sein. Aber diese Vorstellung ist trotzdem schlimm für mich. Aber genau so die Vorstellung das ich keine Kontrolle habe wenn jemand anderes vor der Therapeutin sitzt und sich dämlich verhält.
Ich hab das hier gelesen.
„„Viele Menschen behaupten, sie hätten mehrere Persönlichkeiten, wenn sie in Wirklichkeit ein Alter Ego haben. Ein Alter Ego ist eine erfundene/erschaffene zweite Persönlichkeit, die eine Person als Mittel nutzt, um sich auf eine Weise zu verhalten oder zu handeln, die von ihrer normalen Persönlichkeit abweicht. Viele Menschen mit einer DIS sind sich (aufgrund der auftretenden Amnesie) nicht vollständig über ihre multiplen Persönlichkeitszustände bewusst, wohingegen Personen mit einem Alter-Ego sich nicht nur über ihre zweite Persönlichkeit bewusst sind, sondern sich geistig bewusst angestrengt haben, um sie zu erschaffen.““

Und vielleicht habe ich mir das eingebildet?? Und dann hat sich das verselbstständigt das ich nicht mehr von erfunden und Realität unterscheiden kann?
Ich habe ja auch bevor mir die Therapeutin gesagt hat das da Anteile wären nichts davon mitbekommen. Vielleicht weil es da niemand gab?
Obwohl, ganz so war es dann auch nicht.
Ich muss einfach meiner Pflicht nachkommen nach der Wahrheit zu suchen. Und ich bin nicht sicher. Nichts ist einfach sicher.
Als Kind hatte ich immer Traumwelten in meinem Kopf. Alle möglichen Alternativen zur Realität. Und ich weiß heute noch nicht von meinen Traumwelten im Kopf zur Realität zu unterscheiden. Ich hab einfach das Gefühl das ganze Traumazeugs und das ich traurig bin und leide und was in der Vergangenheit war ist alles nur und wirklich nur und ausschließlich in meinem Kopf. Ich habe mir diese Welt erschaffen. Und natürlich fühle ich mich schuldig deswegen. Weil man erschafft sich schöne Welten und nicht schlimme Welten. Und hier und überall sind Menschen die haben wirklich in der Realität grausame gehaltvolle Sachen überlebt, und ich erschaffe mir eine Welt in der das so bei mir war!!? Ich habe eine äußere reale Welt. Die ist wunderschön und wirklich toll! Alles andere ist nur in meinem Kopf. Und ich bin zur Therapie gegangen weil ich dieses böse in meinem Kopf loswerden will. Weil ich weiß es ist nicht fair und völlig krank und pervers was ich mir ausdenke! Aber niemand hilft mir dabei. Und alle fallen auf meine selbstgeschaffene Kopf Realität rein und denken das sei wahr. Weil warum sollte man sich sowas ausdenken. Aber genau das ist ja das kranke, warum ich zum Arzt gehe, weil es krank ist das ich mir diese Dinge ausdenke und weil ich das alleine nicht in den Griff bekommen habe. Und niemand hilft mir! Ich weiß das ich meistens gehasst werde. Das sich die Menschen ekeln vor mir und auf mich runter sehen weil mit mir sowas nicht stimmt. Ich hab versucht das alles einfach zu überdecken mit Schminke und schicken Kleidern und einer arbeitsuniform und mit einem großem Haus und so weiter. Aber scheiße bleibt scheiße. Egal was ich mache, ich bin nichts. Mein Mann liebt dieses Abbild von dieser äußeren Realität die ich geschaffen habe. Und Kollegen schätzen das Abbild was in der Arbeit ist.
Das ist aber nicht ich. Das ist nicht vollständig.
Niemand möchte mit mir etwas zu tun haben. Ich werde immer einfach übersehen. Es spricht wirklich niemand mit mir, egal was ich mache. Nur mit diesen Abbildern. Die sind aber überhaupt nicht real. Nicht echt. Und ich bin so allein. Am liebsten würde ich sterben. Aber die anderen haben sich da was aufgebaut, das sehe ich ja ein. Ich verstehe nicht warum man mir immer sofort anmerkt was ich bin? Woran die Menschen riechen was ich bin.

Ok, ich hab wieder einen Fuß in der Tür. Ich werde das jetzt trotzdem abschicken. Ich weiß das so ziemlich alles an mir völlig irre ist. Und deswegen bin ich ja immer wieder zu allen möglichen Ärzten gegangen. Aber es ist ok, ich bin nicht gefährlich für andere, das schätzen die wirklich auch immer wieder ab.
Es tut mir leid.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Sa Mai 25, 2019 9:39 am

Ich weiß auch nicht wo dieser Mist herkommt. Und warum ich solches Zeugs schreibe. Aber ich weiß es. Ist nicht lange her. Und jetzt ist alles schon wieder völlig anders. Obwohl da immer noch so eine getriebene Unruhe in mir ist. Ich weiß gar nicht was mit mir los ist. Zur Zeit ist es aber auch ein ständiges hin und her.
Ich hoffe das ich hier nicht so arg störe. Wenn es jemand stört das ich hier schreibe, dann ist das wirklich in Ordnung und ich gehe. Macht mir auch nichts aus.

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von aoi » Sa Mai 25, 2019 10:36 am

Hallo Maya,

schön, dass du deine Gedanken und Gefühle geschrieben hast. Ich habe jetzt leider keine Kapazitäten, aber ich versuche am Wochenende drauf einzugehen. Ich muss mir erstmal überlegen, wie ich es formulieren kann. Das fällt mir nicht leicht.

Es ist gut und wichtig, dass du hier schreibst. Mach dir darüber keine Gedanken. Du bist ok so wie du bist!
Ich schicke dir erstmal ganz viel Kraft.
Bis bald Aoí

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Sa Mai 25, 2019 12:30 pm

Hallo Aoi!
Du musst dich da jetzt nicht verpflichtet fühlen! Es ist alles ok mit mir. Ich sorge immer für mich. Mir geht’s immer gut! Es tut mir leid wenn ich manchmal so Dinge schreibe und dann einen anderen Eindruck mache. Hier ist nun einfach der einzige Ort wo andere auch mal etwas sagen können. Und ich habe kein generelles Problem. Ich habe alles. Später werde ich einkaufen und spazieren gehen und im Garten arbeiten und abends zu einer Geburtstagsfeier. Ich komme also sehr gut zurecht und kümmere mich um alles.
Das soll jetzt auch überhaupt nicht unhöflich klingen! Ich bedanke mich sehr für deine Worte und deine Mühe. Aber du hast dein eigenes Päckchen zu tragen und ich möchte nicht das du dir da irgendwie Zuviel zumutest. Deine Kapazitäten gehören erstmal Dir! Und dann kommt mit großem Abstand erstmal nichts.
Ich möchte dich wirklich nicht vor den Kopf stoßen. Das steht mir auch wirklich schon gar nicht hier zu. Ich möchte dir nur sagen, sorge gut für dich selbst und niemand muss sich um mich sorgen, das mache ich wirklich allein!
Ich bekomme es leider nicht hin das freundlicher aus zu drücken. Das tut mir sehr leid.
Liebe Grüße!

evu50unl

Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von evu50unl » Sa Mai 25, 2019 12:53 pm

Was wäre denn, wenn die Ärzte und Therapeuten Recht hätten mit der DIS und du dir das nicht alles einbilden würdest und das wirklich so schlimm damals gewesen wäre und du um zu überleben, alles hättest abspalten müssen. Also wenn das einfach alles wirklich so wäre. Was wäre dann?

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Re: Klitzekleines Trauma-riesige Folgen

Beitrag von Maya » Sa Mai 25, 2019 12:55 pm

Ich soll ja lesen. Und ich habe telefonisch ausgemacht das mein Mann das nächste mal mit zum Termin geht. Er weiß eigentlich immer alles, aber ich kann auch nicht immer alles sagen. Und ich dachte es wäre gut wenn die Therapeutin ihm manches besser erklären kann. Und er kann mich auch auf eine reale Art und weise bezeugen. Er sieht mich durchgängig und weiß wie ich bin und wie nicht und kann das der Therapeutin sagen.
Ich lese auf jeden Fall. Und teilweise ist das sehr schockierend für mich. Es ist so unglaublich was manche Kinder durchmachen müssen. Es ist tatsächlich unglaublich das die das überleben konnten. Ich habe aber auch versucht nicht so triggernde dinge zu lesen.
Das ganze macht mich eh durcheinander und alles kippt hin und her.

Ich habe auf folgender Seite dieses hier gefunden.
http://www.gestalttherapie.at/graduieru ... eumayr.pdf

Ich kenne da soviel! Aber ich frage mich natürlich auch ob das so breit gefächert ist, das jeder da etwas von sich wiedererkannt? Oder bin ich einfach sehr anfällig für Suggestion? Mich hat das auf jeden Fall schockiert und fasziniert gleichzeitig. Aber ich weiß einfach nicht was ich denken und was ich glauben soll.

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