Wohin trigger

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
gastacht

Wohin trigger

Beitrag von gastacht » Do Jan 31, 2019 10:34 pm

ich hab drei theras angefragt. mich emotional mehr oder weniger ausgezogen.
nachdem ich wochenlang gerungen und gekämpft hab mit mir
hab mir gut zugeredet. mich bemüht. in ruhe recherchiert
zwei haben keinen platz, eine dritte antwortet nicht und hat keine sprechzeit, da darf man dann raten wann sie sprechzeit hat und 30 mal in der woche anrufen.

war irgendwie wahnwitzig die letzte kraft zusammen zu kratzen und es zu versuchen.
trotz aller angst und aller wut
es nochmal zu versuchen...
obwohl es gegen alle vernunft ist

LÄCHERLICH
tut mir einen gefallen und beschwert euch nicht ihre sch... fachleute wenn ich krepier.
dann tut ihr so entsetzt.
und seid ja so betroffen.
ich könnte nur noch kotzen.
das wars dann wohl.
error

ICH HASSE EUCH
ICH HASSE DAS SYSTEM was auf psychisch kranke sch..
ach gott der schlimme mb!!!
die armen kinder
just ja wieder in allen zeitungen.


fickt euch
interessiert keine sau
eurer sch... fonds.
lächerlich
ICH HASSE EUCH SO SEHR

Täter werden nicht verurteilt.
Therpie gibt es nicht
Plätze gibt es nicht.
aber täter kriegen 20 jahre lang vollpension und therapie.
da sieht man eben was der gesellschaft wichtig ist. :lol:


die nächsten monate wird es definitiv keinen versuch geben.
nächste woche nochmal einen versuch beim psych. aber vermutlich schaff ich es da dass ich wieder angeschrien werde. :lol:

trigger
schon mit 16 ein lieblingsspruch...
menschen könen einen verlassen, aber svv verlässt einen nicht.

manche dinge ändern sich nicht.


es ist egal
was du tust
wie du kämpfst
ES HILFT NICHT




ich habe angst :cry:

gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von gastacht » Do Jan 31, 2019 10:37 pm

tschakka du schaffst es :mrgreen:
(werde keine details schreiben da es gegen die regeln ist aber es ist nicht positiv gemeint.)

Gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von Gastacht » Do Jan 31, 2019 11:20 pm

Ach und seit 3 Tagen werden die Schmerzen nochmal schlimmer. Freu mich fast. Lenkt vom tot sein Gefühl ab

Gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von Gastacht » Fr Feb 01, 2019 12:12 am

Ich sag wie es ist

Kann nicht schlafen vor schmerz
Schmerztablette hilft nicht gut
Hab Suizid Gedanken.
Natürlich
Seit Monaten enge Begleiter

Ach Bera übrigens auch gefragt
Die hat komplizierten Bruch :cry:

Es gibt vielleicht mächte in mir die das wollen

Egal

Bambus 1
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Re: Wohin trigger

Beitrag von Bambus 1 » Fr Feb 01, 2019 9:08 am

Ich setze mich zu dir in der Hoffnung dass du ein klein wenig das Gefühl hast nicht ganz alleine zu sein. Kann verstehen wie du dich fühlst. Das Leid schreit aus deinen Worten. Es tut mir sehr Leid. Ich kann dir nichts Aufbauendes sagen, es würde nicht ankommen. Versuch weiter zu machen, ich weiß dass es sinnlos scheint, aber hoffe für dich selbst irgendwie, daß irgendwann genau das richtige passiert, was auch immer es sein mag!! Versuch daran zu glauben ohne etwas erzwingen zu wollen

~SteinHart~
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Re: Wohin trigger

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 01, 2019 9:12 am

Ich lese dich auch weiterhin.

Ob Antworten sinnvoll sind weiß ich gerade nicht. Wer weiß schon wer, oder was da gefüttert wird bei dir und erreichbar erlebe ich dich schon länger nicht :(

Also, Antworten werden weniger :( Zum einen weil diese penetrante Hoffnungslosigkeit viele abschreckt, ebenso wie das wütende schnauben, kratzen, treten und beißen. Denke ich.

Ich denke du möchtest gesehen werden(?) und so lange ich das Gefühl habe es tut dir irgendwie gut, wird ein *Klick* nach neuen Antworten von mir sein. Mehr geht glaube ich nicht(?)




SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von Gastacht » Fr Feb 01, 2019 4:08 pm

Hi

Danke Bambus. Deine Worte freuen mich. Und dass du dich zu mir setzt auch. Das brauch ich gerad. Da sein und aushalten. Den schmerz mit mir aushalten. Das hätte ich gern gerad im rl.

Kein Problem sh
Erreichbar...?weiss nicht.
Will halt gerad keine Klinik.
Ambulante hab ich ja geschaut. Kein Platz aber warte Liste erwartet. Aber dann halt nicht

Ja schreckt ab. Salz in die Wunde.
So ist das halt mit starken Dauer Schmerzen. So wird man dann halt. Oder ich. Sorry dass ich penetrant hoffnungslos bin. Das klingt als hätte ich ne Wahl.wie wenn man penetrant nachfragt oder so. Oder ich versteh es falsch

Versteh gerad alles mögliche falsch. Zb dass theras Geld kriegen weil sie helfen. Ein großes Missverständnis. :lol:
Sorry dass ich nicht mehr freundlich optimistisch bin.
Aber das ist nicht drin
Dafür reicht die Kraft einfach nicht.
Keine Ahnung ob das wer versteht.
Erwart auch keine Ratschläge hier. Will nur was raus schreiben was in mir wütet.
Mehr nicht.

Nein mehr muss nicht. Kann nicht. Whatever.

Zitat ich hätte viele Kliniken durch. (mit missmutigem ton)
Was ich höre ist: Sie sind ein hoffnungsloser Fall.
So wollte ich nie nie nie sein. Nun bin ich so.

Ich bin müde.
Werde nun schlafen
Gastacht
Ps am schlimmsten ist dass ich im rl egal bin. Dass viele nicht die verzweiflung spüren. Eigentlich niemand

~SteinHart~
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Re: Wohin trigger

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 01, 2019 4:35 pm

So meinte ich das nicht. später mehr. Muss jetzt was tun.

Lieben Gruß,
SH
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Gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von Gastacht » Fr Feb 01, 2019 6:40 pm

Ich kann nicht mehr
Am schlimmsten ist die Einsamkeit.
Das egal sein.
Dass die anderen Leben haben
Die wichtiger sind als ich
Alles ist wichtiger als ich
Kind Mann...
Ich hab aber keins
Ich vermisse meinen ex Freund
Einfach wie er war.

Vermisse das jemand sieht was los ist
Vermisse Trost
Vermisse dass jemand anerkennt wie lange ich schon Kämpfe.

Draussen Frauen mit Kleinkindern.
Lachen
Muss komisch sein so ein Leben zu führen

Es ist alles so kaputt.
Und ich habe einfach keine Kraft mehr
Für gar nichts mehr
Am wenigsten zu vertrauen

Tränen
So viele Tränen
So viel Erschöpfung
So viel Hass
So Schmerzen

Wie soll ich da jemals wieder raus kommen?

EineVonUns50
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Re: Wohin trigger

Beitrag von EineVonUns50 » Fr Feb 01, 2019 7:50 pm

wir wollen was zu dem Egal-Sein sagen:

vielleicht verwechselst du "nicht helfen können" mit "egal sein"?
Wenn jemand dir nicht helfen kann, heißt das nicht, dass du dem/derjenigen egal bist!

Egal-Sein - das ist das schlimmste - noch schlimmer als nicht gesehen werden. Dann bist du einfach nicht mehr existent als Mensch.

Niemand ist eine Insel, wir brauchen andere, die uns sehen und bei/mit denen unsere Existenz irgendwas macht, das wieder auf uns zurück geworfen wird, also wo wir uns erleben können in der Reaktion der anderen.
Du hast mal von einer Freundin im RL erzählt, der du ein bißchen etwas von deinem SChmerz zeigen wolltest?

Wir hatten gestern in der Thera auch über das "nicht helfen können/wollen" geredet und vielleicht passt das ja auch ein bißchen?

Das wird hier auch gerade bei einer getriggert wird und hat viel mit dem Mutter-thema zu tun. Weil die Mutter nicht geholfen hat und der Mutter das egal war, was mit uns ist. Das wird hier gerade auch von einer auf die Thera übertragen und ihr vorgeworfen.

Und dann wurde aber verstanden, dass das zwar bei unserer Mutter so war, aber die thera ja nur helfen kann, wenn sie weiß, dass die eine von uns Not hat, aber die lässt sich das nicht anmerken und wird dann nur wütend, weil die Thera das nicht blickt.

Aber gute Mütter sehen ja auch nur an den Reaktionen des Kindes, dass es diesem schlecht geht, weil es weint z.b. und dann versuchen sie heraus zu finden, was denn helfen könnte. Das ist ein Ausprobieren. Das gilt ja für alle: In der Thera (und auch sonst) ist es genauso: was dem einen hilft, hilft dem anderen längst nicht. Und natürlich muss erstmal sichtbar werden, dass jemand in Not ist und Hilfe braucht.

Ich weiß, dass du keine thera hast - aber vielleicht lässt es sich ein Stück weit übertragen? Inwieweit kannst du den Helfern / Freundinnen o.ä. zeigen, wie es dir geht? Gehört das auch schon zu der schwierigen Situation dazu, dass das gar nicht so richtig deutlich wird?

und auch wenn du nicht weißt, was helfen könnte - es kann auch niemand anders wissen! das ist kein Versagen, weder deines noch das der anderen. Es ist ein Ausprobieren, von aussen kommen vielleicht Vorschläge oder man muss selbst rumprobieren und suchen. Was anderes bleibt nicht übrig. Solang bis man was gefunden hat oder bis man aufgibt.

Aber auch wenn niemand zur Zeit helfen kann, heißt das eben nicht, dass du egal bist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zuletzt geändert von EineVonUns50 am Fr Feb 01, 2019 9:25 pm, insgesamt 1-mal geändert.

~SteinHart~
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Re: Wohin trigger

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 01, 2019 9:18 pm

Also ich nochmal. Mhm, also wenn ich mal nicht (viel) schreibe geht es auch schief ;) aber egal, hat nix mit dir zu tun.


Ich meinte eher dass die Antworten weniger werden, allegemein nicht exklusiv meine. Klar, neue Threads animieren zum schreiben, konkrete Themen, Fragestellungen auch, aber deine derzeit generelle Depri und die ganze Welt ist scheiße Haltung (kein Vorwurf, so nehme ich dich wahr und das sogar ziemlich wertfrei) macht es schwer. Konkrete Hilfestellung kann dir kaum einer geben, denke ich. Ambulante Thera ist gerade nicht drin (wobei ich Warteliste sogar gut finde, dann könntest du, wenn du aus der scheiß-sie-zahlen-nicht-KK raus bist los legen) und Klinik willst du nicht... weder wegen der Depri, noch wegen Trauma und wegen der Schmerzen auch nicht...

Jede aber auch jede Idee geht nicht, oder willst du nicht und ich habe das nun verstanden und akzeptiert. Somit fehlt aber eine Menge Stoff, den man/ich schreiben könnte....


Was bleibt ist dieses "sich zu dir setzen" und ich will das nicht schlecht reden. Das ist wichtig, tut gut, ja so gut, wenn jemand da ist... einfach da... nur, nun ich sehe die Zahl der derzeit aktiven Langzeit-User… DAS und nichts anderes meinte ich mit, es werden weniger Antworten kommen. Im Grunde präventiv, so ähnlich wie du bei mir geschrieben hast... damit es sich nicht wie, auf die Nase fallen, anfühlt....


Viele sind da, lesen dich. Ja, auch ich. Ebenso stoisch begleitend und darum bemüht zu unterstützen. Du bist nicht allein! Scheiße, oder? Nicht mal allein gelassen wird man ;)


SH, die dich wohl immer lesen wird und quasi Gewehr bei Fuß, bereit steht, sobald ich das Gefühl habe helfen zu können, oder konkrete Fragen da sind.

Es gibt Menschen die bei dir sind. Real weiß ich nicht, aber hier eben und hier ist ja kein totales Traumland, uns hier gibt es ;)
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von gastacht » Fr Feb 01, 2019 9:23 pm

hallo ihr zwei
danke euch.
ich bin sehr müde gerade,aber es kullern gerade gute tränen. tränen dass ich hier so gesehen werde. ja hast recht sh nicht mal allein gelassen wird man *ehrliches lachen*
ich melde mich morgen oder die tage.
aber eure worte waren gut
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Re: Wohin trigger

Beitrag von aoi » Sa Feb 02, 2019 10:08 am

Hallo liebe Gastacht,

ich habe deine Beiträge gelese und war mir zuerst unsicher, ob du es "nur" schreiben möchtest, um die Gedanken loszuwerden oder ob du dir eine Antwort wünschst. Jetzt habe ich gerade deinen letzten Beitrag gelesen und werde mal warten bis zu wieder da bist :)

ABER: Ich wollte dir noch liebe Gedanken hierlassen. Und freu mich darauf, wenn du wieder schreibst.

LG Aoí

gastacht

Re: Wohin trigger

Beitrag von gastacht » Sa Feb 02, 2019 2:50 pm

Danke aoi. Danke dass du mich liest

danke sh. ja ich hätte auch gern eine warteliste, aber die gibt es wohl neuerdings kaum noch. hab jedenfalls gefragt und die machen keine mehr. und eine andere freundin meinte habe 18 theras angerufen und da machte nur noch eine eine warteliste...
ja ich blocke, da hast recht. ich blocke alles was mit tehrapie zu tun hat. aber das aus schutz. du würdest ja auch nicht nochmal in die hm gehen :wink:
ja klar kann man auch noch den zehnten anderen thera versuchen genauso wie ich mit dem körperschmerz zum zehnten facharzt rennen kann, ich glaube aber nicht dass das was bringen würde.
weil ich die erfahrung mache dass niemand mit dem hass umgehen kann. niemand. keiner sieht die verzweiflung dahinter. und ja es mag menschen geben die dann noch weiter suchen und noch die zehnte klinik aufsuchen und das habe ich auch 18 jahre gemacht.. aber nun habe ich eben keine lust und vor allem keine kraft mher und ich finde das kann man auch verstehen. irgendwann ist mal schluss. ich generalisiere ich weiß.. aber irgendwann generalisiert man. und wenn die letzten 12 jahre so weit geführt haben dann ist die frage wohin mich die nächsten 12 jahre therapie bringen würden? ja das weiß niemand...aber ich hab auch keinen bock mehr es auszuproblieren.
wenn man das statistisch anschaut ist die wahrscheinlichkeit dass wenn es sich in 18 jahren nicht oder kaum gebessert hat, es sich in den folgenden 18 jahren auch nicht großartig ändert... leider exorbitant hoch. da hat die ärztin schon recht wenn sie mir vermittelt ich bin ein hoffnungsloser fall.

ich hab zwei werte die mir sehr wichtig sind... gerechtigkeit und perfektionismus. und das ganze ist so was von ungerecht und wird immer ungerechter je länger ich einen schritt in irgendeine fucking praxis setze.. und ich bin so voller scham ganz ganz tief dass ich das alles versaut habe die letzten jahre und das ist so dermaßen unperfekt wie ich lebe und wie die letzten jahre waren... das kann man nicht mehr kitten, das kann nicht mehr "schön" werden.. und dann bin ich halt so borderline und sage: dann eben gar nicht. wenn ich nicht werden kann wie meine freunde dann eben gar nicht mehr.
weil dann wird auf diesem leben immer stehen: war beschissen wegen mb und das hat man auch gesehen an äußeren umständen. und dann lieber gar kein leben. da ist so unendlich viel scham. daher vielleicht auch die wut. ich hab mich so angestrengt es gut zu machen, so zu sein wie jemand ohne mb, mir alles aufzubauen.. und das hat nicht geklappt. und dafür hasse ich die theras. und mich vor allem.
Ja danke. ich versteh das mit den Antworten und das ist auch ok.

danke auch dir evu.
also es kann schon sein dass ich das ein wenig verwechsele. dachte ich zumindest gestern Abned.
und es kann sein dass ich allen das gefühl geb ihr könnt mir nicht helfen und dann entsteht ja so eine dynamik dass dann wirklich niemnad nachhört etc.
andererseits ist das schon auch meine erfahrung... seit mehrere freundinnen ein kind haben rufen sie eben einfach nicht mehr an. beantworten nachrichten nach monaten. ja versteh ich. ein baby macht stress. aber bei mir kommt eben an: ich bin egal. dsa wär mir auch egal wenn ich das auch hätte oder ansatzweise die aussicht darauf. gibt es aber nicht.
ein sehr guter freund meldet sich gar nicht mehr. hat therapie gemacht und will jetzt mehr nach sich schauen. aha. gut.

meine nicht kranke ex thera weiß sehr sehr gut wie beschissen es mir geht. meldet sich aber nicht. stellt ihre sch.. therapeutische abstinenz über das was ich gern hätte. ohne dass ich den sinn darin sehen könnte nun ja das provoziert...
ich könnte noch mehr beispiele aufzählen.. wo sich eben niemand meldet. und zwar wirklich nicht weil ich die person fies angemacht hätte. die wissen gar nicht von meiner wut weil sie sich nicht melden. ja ich könnte mich melden... hab ich auch öfter. aber irgendwann mag ich nicht mehr. und da ist auch so viel scham. ein baby ist doch wichtiger als eine freundin. ist doch klar.
und apropos gute mutter... bei der thera versteh ich es null dass sie nicht versteht dass hinter der wut ein einziger großer hifeschrei steht. aber gut vielleicht ist sie auch nicht die richtige zu helfen. ich muss sie loslassen. und sagen: ist sch. gelaufen und tschüss. aber das kann ich nicht. mein ganzes leben ist so: sch.. gelaufen, neuer versuch.. sch.. gelaufen.. neuer versuch. ich kann sie nicht loslassen. dann krepier ich wirklich. mir einzugestehen dass das fürn a.. war und sie und ich wir haben es nicht gemerkt. das ist UNAUSHALTBAR. da steigt der selbsthass ins unermessliche.

und mmh den freundinnen sag ich das so im nebensatz: ich bin heute müde, weil es mir so schlecht geht. da kommt dann aber keinerlei reaktion und dann sag ich halt nichts mehr.

und ja wenn ich es nicht weiß weiß es keiner. stimmt schon. bin kein kind mehr wo die mutter das erspüren muss.
helfen würde schmerzfreiheit, dass die thera gesund wird und freunde die sehen wie es mir geht. und einen zugang finden.
und das geht halt nicht.

ja aufgeben wäre schön. arbeite gerad eher daran. wie kann ich aufgeben. das erscheint leichter und viel versprechender als das andere.
es ist aber auch die message: ich hasse euch. das steht gerad hinter allem was ich tu: ich hasse euch.

und wie gesagt ich bin halt borderline.. entweder es wird ganz gut (nicht perfekt, aber lebbar und nicht so unendlich einsam) und das wird nicht mehr passieren oder dann eben wird gar nichts mehr.
ein halb beschissenes leben voller kampf, wo dann am ende ein kleines schamvolles stück sch.. bei rauskommt, wo normale menschen mit familie und job drüber lachen (natürlich nicht offen, aber die mitleidig oder peinlich berührt auf mich hinabschauen), nein, das halte ich einfach nicht aus.
klingt vielleicht blöd aber so ist es.

gastacht

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Re: Wohin trigger

Beitrag von EineVonUns50 » Sa Feb 02, 2019 4:40 pm

Wie es auf uns wirkt:
Du bist dauergetriggert. Im getriggerten Zustand vermischen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, weil eben Zeit nicht mehr existiert. Was zur Folge hat, dass alles generalisiert und verallgemeinert wird und die Gefühle so übermächtig werden, dass sie den Atem rauben. Alles wird verzerrt.

Demnach wäre ganz klar, was es jetzt vor allem zu allererst braucht:
Re-Orientierung im Hier und Heute.

Falls das passen könnte:

Das folgende sind die Sachen, die uns einfallen und helfen, aber vielleicht erinnerst du dich ja an was, was dir schon geholfen hat. Vielleicht schaffst du es ja, das einfach zu tun und mögliche Wenns und Abers in eine Ecke zu stellen solang. Die können auch später noch versorgt werden.

über die Emotionen?
Vielleicht kannst du auf die Suche gehen, innen drin. Nach dem Teil in dir, der weiß und sich auch erinnern kann, dass es dir schon mal anders - besser - ging. Ich glaub, dass dieser Teil der einzige ist, der nicht in der Dauertrigger-Schleife gefangen ist. Vielleicht kannst du den suchen gehen und stärken, um aus diesem Gefängnis raus zu kommen und sei es immer nur für ein paar Momente. Dieser Teil könnte vielleicht in so einem klaren Moment die Erinnerungen aufschreiben. Wir haben das mal gemacht mit Karteikarten. Das braucht viel Selbstüberwindung, aber das hilft wieder mehr im Jetzt anzukommen. Und jedesmal wenn du merkst, dass du jetzt wieder in die Dauertrigger-Schleife rutscht, die Kartenkarten durchlesen und sich nur versuchen zu erinnern wie sich das damals angefühlt hat. Das Gefühl wieder erinnern, mehr nicht.

Über den Körper (wobei ich mir gerade überlege, ob dein Körper das nich schon die ganze Zeit versucht über die Schmerzen? den eigentlich holen einem Schmerzen ja auch irgendwie schnell ins Heute. Blöd nur, wenn sie halt triggern, aber das ist ja dann wieder die sache des Gehirns, das weiß der Körper ja nicht, der versucht es halt mit seinen Möglichkeiten, also das war jetzt nur so ein spontane Idee, kann auch Unsinn sein)

oder über den Verstand:
Welche Gefühle sind da?
Welche Situation hat das (zuletzt) ausgelöst?
Kennst du das Gefühl von früher?
Auf wen bezogen sich diese Gefühle?
Wie sah die Situation damals aus?
Wo gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten von damals und heute?

und jetzt noch so eher neurologischer??? Gedanke:
Wir lesen gerade Levine und so die Grundidee (vereinfacht), die wir bisher verstanden haben, ist, dass der Körper durch diese Gefühle durch muss und eine Lösung finden muss (und da genügt die Vorstellung allein), damit er aus der Erstarrung raus kann. Von dem her, wäre es ja auch noch ein Ansatz zu sagen: Okay, du bist komplett angetriggert und dein Gehirn wird gerade dauer- re-traumatisiert, weil du da nicht rauskommst. Die Aussensituation (keiner hilft dir) entspricht dann auch noch annähernd der ursprünglich traumatischen Erfahrung. du erlebst also quasi erneut das Trauma von damals und hängst darin fest.

Aber du konntest schon weiter oben irgendwo schreiben, was du jetzt bräuchtest, was ja unter dieser Perspektive bedeuten würde: Dein Gehirn hat schon die Lösung! Also mal dir das aus! STell dir vor genau vor, was du brauchst und dir wünscht und versuche das zu fühlen und zu empfinden, wie es ist, wenn du es bekommst. Also die Vorstellung mit Leben zu füllen. Damit das wirkt, braucht es nicht die Realität dazu, für das Gehirn genügt die Vorstellung! (das ist wohl mittlerweile wissenschaftlich bewiesen)

Du möchtest schmerzfrei sein.
Du wünscht dir TRost in deinem Schmerz und Anerkennung für deinen Kampf. Von wem wünscht dir das? Stell dir vor, wie sich das anfühlt, wenn du den in so ausreichendem Maße bekommst?
Stell dir einfach irgendwas vor, was du glaubst, was dir jetzt gerade wirklich helfen würde und geh möglichst intensiv in die Fantasie rein und werde dir der positiven Gefühle/Empfindungen bewußt und lass dein Gehirn den Rest erledigen.

Soweit unsere Ideen. Vielleicht ist ja was dabei, was du als hilfreich empfindest.

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