Täter?

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~SteinHart~
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Täter?

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Jan 22, 2019 7:48 am

Analog zu dem anderen Thread, da ich den nicht crashen will.

Opfer will man also im allgemeinenn eher nicht sein, sondern Überlebende(r) (?) Bzw. wehe mit "Opfer" wird etwas negatives assoziiert, wie wehleidigkeit und Krankheitsgewinn (?) Ich frage mich da, ob man irgendwann auch einfach man selbst ist, oder ob das geschehene grundsätzlich und für immer und ewig die Identität bestimmt...

Aber das soll hier nicht Thema sein, sondern eben analog dazu die Täter.
Da zeigt wich hier im Forum, finde ich eine Doppelmoral. Im einen Thread wird natürlich davon geredet dass der Täter von dem Berichtet wird, Täter ist. In anderen wird in sehr ähnlichen Sachverhalten der Threadersteller geschützt, da finden sich dann Erklärungen warum es denn anders ist.
Während im einen Thread gesagt wird, auch der Altersunterschied zwischen Kindern reicht für ein Machtgefälle, heißt s in anderen dann, dass natürlich das andere Kind "Täter" ist, obwohl jünger, obwohl keiner von beiden geistig, oder generell in der Entwicklung zurück geblieben war...
Klar das hat alles etwas mit der Perspektive zu tun, macht es mir aber unglaublich schwer... denn, es lässt sich auch nicht so zusammen fassen, dass alle die hier im Forum schreiben geschützt sind.... da gibt es dann doch Anschuldigungen, das wäre doch Täterverhalten, oder Täterloyale Anteile letzteres empfinde ich schon wieder als relativieren und die Person - aus Sympathie? - schützen) Ich zeige da übrigens nicht mit den Zeigefinger ausschließlich auf andere, sondern sehe da auch mich ;)

Sobald der persönliche Bezug aber fehlt scheinen die Menschen, die mb haben, grundsätzlich und für immer ihren Status als Mensch, oder irgendetwas anderes als "Täter" verloren zu haben(?)


Nun arbeite ich ja, unter anderem, mit Menschen die in der Forensik waren und ja, da sind auch Menchen dabei die missbraucht haben. Ebenso ist es diese aber auch in anderen Heimen, nur wurden die, wenn überhaupt "normal" verurteilt oder sind eben gan ungeschoren davon gekommen)

Die Personen die zu uns kommen, nach, nucht selten Jahrzehnten im Knast sitzt man deutlich kürzer) sind in meinen Augen keine Täter mehr und bei manchen ist die Unterbringung unverhältnismäßig gewesen. Denn es landen eben ach drogensychtige dort, deren Verbrechen im Grunde Beschaffungskriminalität war. Die Gesell schaft geht aber grundsätzlich von Mördern und Knderschändern aus und mit denen will man niemals wieder etwas zu tun haben.... Ich weiß noch wie geschockt hier mahe waren, auch wie die Reaktion vom Personal in der Klinik waren und letzte Woche bei Dr. R auch... ich erzählte wo ich arbeite umriss das Klientel (wir haben ja auch andere, eben solche die nicht aus der Forensik kommen) sie erschrak merklich, betonte sie mpsse sich kurz sammekn, setzte sich demonstrativ aufrecht hin... das alles nachdem sie gesagt hatte "sie arbwiten aoso mit Tätern" nd ich nach kurzem zögern und einordnen "ja" sagte.



Warum bleiben Täter immer Täter?



Tut mir leid, dass da wieder so viel von mir mit drin ist, ich hoffe es war einigermaßen verständlich.


SH
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~SteinHart~
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Re: Täter?

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Jan 22, 2019 8:00 am

Also ich meine ein "Opfer" emanzipiert sich zum Überlebenden bis hin zu einem freien Leben. Ich weiß noch dass ich das hatte, ein Leben ohne MB und ohne davon eingeschränkt zu sein, so ein klein wenig weiß ich noch wie das war bis vor zwei Jahren, nach erfolgreicher Therapie, "einfach leben"

Geht das bei Tätern nicht, bzw. warum wird von einem Großteil (so kommt es mir vor) der Bevölkerung ihnen das nicht zugestanden?


SH
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Windspiel
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Re: Täter?

Beitrag von Windspiel » Di Jan 22, 2019 8:39 am

oh, heißes Eisen SH ;)

hm ich glaub nicht, dass das geschehene für immer und ewig die Identität bestimmt (bestimmen muss). Sowohl als "opfer" oder "Täter".
Die Worte Opfer oder Täter beziehen sich ja erstmal auf eine (oder mehrere) Situationen oder einen Zeitraum. Und das ist nicht rückgängig zu machen, man bleibt Opfer oder Täter von diesen Taten. Weil man kann es nicht mehr ändern.
Aber man muss nicht in der Täter/Opfer-Rolle oder Täter/Opfer-Identität bleiben. Da kommt es dann auf den eigenen Umgang, das eigene Denken und Handeln dazu an. Und ich finde da auch keinen Unterschied zwischen Opfer und Täter. Als Opfer kann man aus dieser Rolle raus, sich selbst nicht darüber definieren, sich nicht davon bestimmen lassen. Als Täter geht das auch. Auch wenn die Wege natürlich ganz unterschiedlich wären. Wenn ein Täter wirklich aufrichtig bereut, sich dem stellt was er getan hat und sich, sein denken und handeln ändert- Dann wäre er aus der Täterrolle raus. Natürlich bleibt die Tat und auf diese Tat bezogen ist und bleibt er Täter, aber er würde sich nicht mehr in der Täterrolle befinden.
Das hat für mich auch nix mit verzeihen oder sowas zu tun, das ist finde ich davon total unabhängig.

Wenn sich also ein Täter aus dieser Täterrolle rausbewegt, dann wäre er für mich ein Mensch wie jeder andere. Ein Mensch, der Fehler gemacht hat. Nur bei meinen eigenen Tätern könnte ich das dann trotz dem nicht, da Kontakt zu haben etc. Aber ich find das muss auch nicht sein.

Dann zur Doppelmoral, ich finde es kann Erklärungen und äußere Umstände geben, durch die man nicht so klar in Opfer/Täter trennen kann wenn man nur auf die Fakten runterbricht (er/sie hat das gemacht) weil man nicht immer weiß, was noch dahinter ist... Stichwort rg, mc usw.
Wichtig, grade bei so Sachen wo es z.b. um Kinder untereinander geht (aber nicht nur da) ist das Erleben ja auch subjektiv. Für das betroffene Kind war es schlimm. Das ist dann erstmal Fakt und darum sollte man sich kümmern. Genau wie darum dem anderen Kind zu erklären dass es schlimm war, was es gemacht hat. Das mit dem Täter ist dann wieder so eine Definitionssache. Täter ist es, weil es hat ja was getan. Also rein vom Wortstamm her. "Täter" kommt von "tun" und das Kind hat was "getan". Es war also Ausführende/r.
Ob man da jetzt das Konstukt "Täter" im Sinne von Schuld/Verantwortung und Absicht usw noch hintendran stellen muss ist ja ne andere Sache. Ich find das auch grade bei Kindern gar nicht so wichtig, sondern eher wichtig das verletzte Kind zu versorgen und Prävention für die Zukunft zu betreiben.

Ich hoff ich bin jetzt nicht voll an deinem Thema vorbei ;) und mir geht auch grade die Konzentration flöten...

Liebe Grüße

bzw, hab grade deinen Nachtrag gelesen... ich glaub für viele (opfer und nicht betroffene) ist es schwer wirklich zu glauben, dass ein Mensch/Täter sich so sehr ändern kann. Und daher wird Tätern dieses Weiterentwickeln oft abgesprochen. Ich glaub auch, dass es sehr selten ist, aber ich glaube es ist möglich.
Wenn du schreist, weil du weißt was es heißt, wenn die Hoffnung nicht mehr als ein leeres Wort ist,
Wenn du gehst und du flehst, dass dich jemand erreicht, weil du immer noch ganz allein bist,

*ASP- Schwarzer Schmetterling*

aoi
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Re: Täter?

Beitrag von aoi » Di Jan 22, 2019 9:58 am

Guten morgen liebe SH,

ich finde, dass sollte man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten.

1. Im Forum kann das Wort Täter auch dann eingesetzt werden, um mich/dich oder die/den Betroffene*n von dem Täter abzugrenzen, um den Heilungsprozess voranzuschreiten.

2. Gesellschaftlich: Ja, da hast du sicher recht. Es ist bei den meisten Menschen so, dass sie denken "einmal Knast, immer Knast" und viele sehen weder den Hintergrund, noch was die Menschen dazu bewogen hat. Ich bin mir zum Beispiel auch sicher, dass ich Essen stehlen würde, wenn mein Kind hungert und ich bspw. zu ner Minderheitengruppe zähle, die es nicht gestattet ist im Supermarkt einkaufen zu gehen. Wer würde das nicht? Trotzdem wäre ich dann Täter. Das Verhalten muss ich aber z.B. in Dt. nicht zeigen. Da bestimmen dann die Umstände den Werdegang bzw. darüber wie andere über einen denken (mich denken würden). Ich bin mir auch sicher, dass jeder Mensch unter ganz bestimmten Situationen in der Lage wären einen Mord zu vollführen... oder wie das heißt. Das wäre dann aber zumindest noch kein Totschlag. Aber wahrscheinlich ist auch das möglich.

Daher denke ich, dass der Gedanke "Oh, er war im Gefängnis. Er ist Täter" ganz viel mit den Ängsten der Menschen zu tun hat. Sie wollen sich vlt nicht eingestehen, dass in jedem von uns auch Potential besteht ähnliche Taten zu begehen und wollen sich davon abgrenzen. Dann die Angst, "tut er das wieder? Tut er mir das auch an?" etc. Ich denke, es ist also ein emotionales-unreflektiertes Verhalten, was über Generationen weitergegeben wurde ohne es wirklich auf den Sinn in der heutigen Gesellschaft und den jeweiligen Ort, wo es passiert ist, zu hinterfragen.

3. Ich kann mir vorstellen, dass deine Thera in der Siutation so reagiert hat, weil sie besorgt ist, wie es dir damit nicht um die Täterrolle als solches ging. Kann das sein?

LG Aoí

gastacht

Re: Täter?

Beitrag von gastacht » Di Jan 22, 2019 11:48 am

hi

Also ich finde auch dass täter auch menschen sind. hasse dieses todesstrafe geschreie..von wegen ist ne kreatur, kein mensch mehr etc. das hat noch nie weiter geführt. die stehen nicht morgens auf und sagen sie mb jetzt. die haben auch eine gschichte. ob es einem passt oder nicht. kenn jemand der bei "kein täter werden" arbeitet. die hört da die krassesten stories von tätern bzw. noch nicht tätern. aber keiner sagt: ich hatte ne super kindheit und ich steh morgens auf und mb jetzt mal weil ich gerad keine andere idee habe was ich tun könnte. :roll:
und ich glaube auch dass abgesehen von den ganz wenigen psychopathen täter in der lage sind sich zu ändern. nur sehr wenige bekommen eben gute ausreichend lange therapie. aber dann denk ich kann sich schon einiges ändern und das könnte ich dann auch akzeptieren und sagen: du hast bereut und deine strafe abgesessen. (wenn dem so ist).
nur wie ihr sagt: bei meinem täter ginge das nicht.. ein neuer blick. dafür tut es (noch) zu weh.

ich glaube aber auch dass es viel gesellschaftliche abwehr ist. es hilft zu sagen: das sind kreaturen. die ändern sich nie. das heisst DIE sind ganz anders als ICH und ICH könnte so was nie tun. Und es ist klar: einmal so immer so. dann muss man nicht weiter nachdenken und sich nicht kümmern als gesellschaft. es ist leichter einordbar.

und ich finde grundsätzlich dass unter 14jährige nicht mit dem wort täter im juristischen sinne zu belegen sind. AUSSER vielleicht von denen die gewalt von ihnen erfahren haben. aber der gesetzgeber behandelt sie nicht ohne grund anders. danach muss man schauen wie reif jemand ist. das heisst aber nicht dass deren opfer nicht genau so ein recht haben zu hassen etc. und sich nicht genauso schlecht fühlen wie andere betroffene.

gastacht

Opfer-Täter

Re: Täter?

Beitrag von Opfer-Täter » Di Jan 22, 2019 2:52 pm

Ein Täter ist einer, der eine Tat gegangen hat. Sie kann aber die Täterrolle ablegen. Dann war sie mal Täter und ist ist nicht mehr in der Täterrolle.

Ein Opfer ist einer, dem etwas zugestoßen ist. Er kann aber die Opferrolle ablegen. Dann war er mal Opfer und ist nicht mehr in der Opferrolle.

Opfer-Täter

Re: Täter?

Beitrag von Opfer-Täter » Di Jan 22, 2019 6:19 pm

Ich hasse und verabscheue Täter. Aber was mich sehr traurig macht und ich als dumm ansehen, warum ein Täter nicht eine Therapie macht um davon wegzukommen. Eine täter weiß doch dass seine Tat verboten ist, sonst würde er ja das Kind nicht einschüchtern. Ein Täter könnte etwas ändern, kein Täter mehr sein, indem er sich einer Therapie unterzieht.
Ein Opfer/Überlebender unterzieht sich auch oft einer Therapie um sich wieder zu stabilisieren. Ein Opfer/Überlebender zeigt Interesse daran sich zu verändern. Bei einem Täter, in vielen Fällen kann man das nicht sehen. Denn würden die eine Therapie machen, gäbe es die Krankheit von Pädophilie nicht mehr, weil sie geheilt wird. So wie ein Opfer/Überlebender geheilt wird.

aoi
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Re: Täter?

Beitrag von aoi » Di Jan 22, 2019 8:03 pm

Hallo Liebe Opfer-Täter,
Opfer-Täter hat geschrieben:
Di Jan 22, 2019 2:52 pm
Ein Täter ist einer, der eine Tat gegangen hat. Sie kann aber die Täterrolle ablegen. Dann war sie mal Täter und ist ist nicht mehr in der Täterrolle.

Ein Opfer ist einer, dem etwas zugestoßen ist. Er kann aber die Opferrolle ablegen. Dann war er mal Opfer und ist nicht mehr in der Opferrolle.
kann dir da bei allem zustimmen! Und auch deinen anderen Beitrag kann ich nachvollziehen und verstehe es emotional auch nicht.

Leider ist das Thema so stark tabuisiert, dass zukünftige Täter sich icht trauen etwas zu sagen. Sie wissen ja, dass sie sich mit den Gedanken schuldig machen. Die einzige Therapie, die mir für Täter ohne weitere Überlegungen einfällt, die auch erforscht ist und große Chancen bietet nicht zum Täter zu werden, ist in Berlin. Mit Sicherheit gibt es Anlaufstellen für danach. Da habe ich mich noch nicht mit beschäftigt, aber dann ist es mindestens für einen Menschen zu spät. Leider müssen sich dafür noch Gesellschaft und Politik ändern. In eine solche Therapieart und Forschung, was hilft, wird viel zu wenig Geld gesteckt :evil: Ich weiß, das hilft gar nicht. Mich macht das auch total fassungslos und wütend.

LG Aoí

Opfer-Täter

Re: Täter?

Beitrag von Opfer-Täter » Di Jan 22, 2019 8:19 pm

Liebe aoi,

ich stimme Dir auch zu :wink: ,

ich glaube, dass allein durch den Gedanken macht man sich nicht schuldig. aber dieses "Kein Täter werden" Projekt-Therapie finde ich sehr gut. Sowas sollte es in jeder größeren Stadt geben. Es ist schade, dass sich die potenziellen Täter nicht trauen, da bin ich auch deiner Meinung. Da sie oft mit Vorurteilen behaftet werden, obwohl sie sich vielleicht helfen lasse möchten, aber angst haben, dass andere schlecht von ihm denken.. Obwohl vielelcit der potenzielle Täter noch nichts getan hat, außer in Gedanken. Es sollte gleichermaßen Therapien für Täter und Überlebende geben, und niemand sollte schief angeschaut werden dürfen. Dieses Pädophilie ist eine Erkrankung und die kann man heilen.

Imagica
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Re: Täter?

Beitrag von Imagica » Di Jan 22, 2019 8:27 pm

Hallo Opfer-Täter,
Opfer-Täter hat geschrieben:
Di Jan 22, 2019 6:19 pm
Denn würden die eine Therapie machen, gäbe es die Krankheit von Pädophilie nicht mehr, weil sie geheilt wird. So wie ein Opfer/Überlebender geheilt wird.
Da muß ich widersprechen, denn Pädophilie ist nicht heilbar. In den wenigen Therapieeinrichtungen die es für Pädophile gibt, lernen sie "nur", besser mit ihrem Drang umzugehen und ihn zu unterdrücken oder anders auszuleben. Aber die Pädophilie ansich ist nicht heilbar, der Drang wird immer bleiben.

Und davon abgesehen sind die meisten Täter nichtmal pädophil, sondern sind eigentlich ganz normal an gleichaltrigen interessiert. Hauptsächlich ist es Verlangen nach Macht, was die meisten Täter antreibt. Das wiederum könnten sie sicher heilen, wenn sie ihr Leben be- und verarbeiten würden, lernen würden sich selbst anzunehmen um sich kein "gutes Gefühl" mehr durch höhere Macht geben zu müssen.

Und ob ein Überlebender jemals ganz "geheilt" wird, nun das ist Ansichtssache. Die Auswirkungen können natürlich viel besser werden, trotzdem ist da etwas zerbrochen und man kann es wieder zusammenkleben wie eine zerbrochene Vase, aber Wasser wird man in diese Vase nie wieder einfüllen können. Schön aussehen kann sie natürlich trotzdem, aber kann nicht mehr ganz ihren eigentlichen Sinn erfüllen. Sie braucht dann vielleicht Trockenblumen, damit ist es anders, aber trotzdem gut. Nur vollkommen heil ist sie eben doch nicht. So ähnlich sehe ich das mit Opfern/Überlebenden.

Liebe Grüße,
Imagica

Gastacht

Re: Täter?

Beitrag von Gastacht » Di Jan 22, 2019 8:28 pm

Achtung pädophilie ist nicht heilbar. Und es gibt sehr wenige Täter die pädophil sind. Die also zum Projekt gehen können. Das geht glaub nur in Ausnahme wenn Man nicht pädophil ist.
Die allermeisten sind aber nicht pädophil. Ja 90 Prozent.
Die finden keine thera. Denn wenn was passiert ist der thera dran. Das ist sehr vielen zu heiss. Denk nicht dass niemand sich ändern will in einer ruhigen Minute. Nur wohin sich wenden???

Opfer-Täter

Re: Täter?

Beitrag von Opfer-Täter » Di Jan 22, 2019 8:56 pm

OK gut, sorry, ich dachte es wäre heilbar. Dann nehme ich es zurück. JA, das ist sehr schlimm, dass täter keine Anlaufstelle haben.

Gast Mirror

Re: Täter?

Beitrag von Gast Mirror » Di Jan 22, 2019 9:09 pm

Ob in einem Täter-Forum wohl auch zu lesen wäre, es ist schade, dass so viele MB-Betroffenen-Seelen unwiderbringlich
zerstört und die Opfer keine oder nicht genügend Therapie bekämen?

Opfer-Täter

Re: Täter?

Beitrag von Opfer-Täter » Di Jan 22, 2019 9:22 pm

Das weiß man nicht, ob es in so einem forum steht. Da möchte ich mich auch ungern umsehen.
Ich denke es ist wichtig beide Seiten zu beachten. Den oft verwischt es sich. Täter ist zugleich opfer und opfer ist viellicht auch täter.
Beide Seiten haben ein recht auf Hilfe, Mitgefühl und vor allem Therapie

aoi
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Re: Täter?

Beitrag von aoi » Mi Jan 23, 2019 12:25 am

Hallo ihr Lieben,

wollte nur kurz sagen, dass ich mich mit dem Projekt nicht wirklich auf Pädophilie bezogen habe. Das ist ein Projekt für Menschen, die Täter wurden ohne Pädaphilie. Wie Imagica schreibt, es geht in den allermeisten Fällen um Macht, nichts anders! Bei dem Projekt sind aber auch Pädophile, die erhalten zur Unterdrückung Medikamente und tools, um damit besser umzugehen. Heilbar ist es nach dem Teenageralter nicht mehr, davor sind sich die Psychologen uneinig soweit ich weiß. Man müsste es so gesehen vor der Ausprägung der Sexualität schon ändern. Und das ist schwer.

Habe auch mal gelesen, dass sich die Hälfte aller Pädaphilen strafbar machen. Ich habe auch gehört, dass die Täter des SMBs, die nicht Pädpphil sind, bei 90-95% liegen. Wenn man alleine denen mit einer Therapie helfen könnte? Das wäre doch toll, überlegt mal, wie viele Menschen verschont blieben und Leben nicht zerstört würden. Rentiert sich doch auf jeden Fall.

Gute Nacht :)

PS: Ja, ich bin Überlebende. Aber ein Teil von mir wird immer Opfer sein... leider

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