Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

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Dorie unlog

Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Dorie unlog » Do Jan 10, 2019 8:16 pm

Dorie unlog hat geschrieben:
Do Jan 10, 2019 8:15 pm
Da bin ich dann auch nicht mehr klar.
Also wenn der andere aggressiv ist, bin ich nicht mehr klar

Sayeda
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Sayeda » Fr Jan 11, 2019 12:58 pm

Hallo Aufatmende,

ich selbst musste auch schon mehrfach ins MRT und weiß, wie belastend und stressig das sein kann. Auch kann ich deine Gedanken zu Beruhigungsmittel gut nachvollziehen. Die Eltern gaben immer mal wieder Beruhigungsmittel und deshalb kann ich deine Angst vor dem Kontrollverlust ebenfalls gut nachvollziehen.

Umso schwerer ist es dann, solche Untersuchungen einigermaßen erträglich zu machen. Deshalb kannst du sehr stolz auf dich und auch deine Anteile sein, wie gut ihr das bewältigt habt. Welche Belohnung gab es denn? ;-)

Nun hoffe ich, dass sich diese Anstrengung lohnt und dir die Ergebnisse weiterhelfen.

Herzlich,
sayeda
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lara64
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von lara64 » Sa Jan 12, 2019 7:23 pm

Hallo Aufatmende,

wollte jetzt einfach nachfragen, wie es dir und den kleinen Mädchen geht. Konntet du dich wieder etwas reorganisieren und Zeit für die Bedürfnisse der kleinen Mädchen finden? Und du selber? Die Schmerzen im Knie groß??

Hier steht auch MRT Knie an, Innenmeniskus ist der Verdacht was wohl auch so sein wird. Schon seit Sommer.
Bisher geht es mir nach der Ergo meist besser. Hoffe, die Physio ab übernächste Woche trägt dann auch dazu bei, würde die OP gerne auf den Sommer verschieben. Winter mit Krücken und noch Geheingeschränkter wie ich ohnehin bin - nenene..

Und du?? Auch in Richtung Meniskus, oder schon die Arthrose??

Dir ein ruhiges Wochenende und einen erholsamen Sonntag.

Shalom - lara64

Aufatmende
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » Sa Jan 12, 2019 8:50 pm

lara64 hat geschrieben:
Sa Jan 12, 2019 7:23 pm
Konntet du dich wieder etwas reorganisieren und Zeit für die Bedürfnisse der kleinen Mädchen finden?
Nicht wirklich. Zuerst hatten wir Besuch, dann musste ich arbeiten und jetzt bin ich krank. Ich glaube, die Kleinen warten auf den nächsten Termin bei meiner Therapeutin. Der ist erst am 24. Die letzten beiden Termine waren dermaßen anstrengend, ich übe mich in Geduld. Eine meiner leichtesten Übungen. :mrgreen:
lara64 hat geschrieben:
Sa Jan 12, 2019 7:23 pm
Und du selber? Die Schmerzen im Knie groß??
Kaum Schmerzen im Knie. Ich kann nur nicht gut stehen und hinke zunehmend. Komme auch schlecht eine Schräge mit Schotter runter. Schlecht, wenn man in den sieben Bergen wohnt. Aber die gegenüberliegende Hüfte hat auch schon Arthrose. Das Knie sowieso. Es hält schon mehrere Jahre länger, als ein Orthopäde prophezeit hat.
Ich will so lange es geht gar keine OP. Da ich berufsbedingt immer das sehe, was bei OPs schief gegangen ist.

Dir ebenfalls ein ruhiges Wochenende.
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lara64
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von lara64 » Sa Jan 12, 2019 8:55 pm

Hallo Aufatmende,
Ich will so lange es geht gar keine OP. Da ich berufsbedingt immer das sehe, was bei OPs schief gegangen ist.
Kann ich so gut verstehen.

Ich berufsbedingt viele Jahre in der Unfallchirugie gearbeitet..ich also gesehen habe, wie den PatientInnen ankommen, und wie sie dann gehen :roll: :shock: 8)
ich lieber auf der Seite bin, und nur sehr ungern die Rolle tausche.

Shalom - lara64

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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » So Jan 13, 2019 8:05 am

Du schreiben wie Yoda, der echte. Oder deine Autokorrektur dir dein " haben" geklaut hat. :lol:

Mein Kopf dröhnt, mein Hals tut weh. So kann ich morgen nicht arbeiten.
Ich finde es besonders frustrierend, weil ich im letzten Jahr so gut wie noch nie für mich gesorgt habe und mich innerhalb meines Leistungslimits bewegt habe.
Wahrscheinlich habe ich noch immer den Krafteinsatz der inneren Arbeit unterschätzt.
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Sayeda » So Jan 13, 2019 9:41 am

Solch kniehohe Strümpfe ihr braucht. Dann es besser euch geht.
Bild
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » So Jan 13, 2019 10:16 am

Weiß rot geringelte Socken ich trage. Dicke. Gestern doppelte Socken mit einem Rentier mit Knubbelnase ich getragen habe. Ich zu alt bin. Ich nicht Fotos hier ins Forum kriege. Sonst ich meine Füße fotografiert hätte. :D
Außerdem man ja dann Ohren an den Beinen hat. Dann man ja den Staub unter den Füßen knirschen hört. :mrgreen:
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Sayeda » So Jan 13, 2019 10:38 am

Du können nach Bilder upload suchen, gespeichertes Foto du dann dort hochladen tust. Da probieren kannst, weil neugierig ich bin 8) .
Du Ohrschützer auf Ohren kannst tun. Dann Staub so laut nicht mehr. :mrgreen:
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » So Jan 13, 2019 12:25 pm

Ohrschützer von Bein rutschen. Keine Idee, wie Upload geht. Dabei Avatar mal gehabt habe. Lange her. Du kennst sie noch. Sitzt auf dem Sofa.
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » Fr Jan 18, 2019 3:00 pm

:( Gerade habe ich mit jemandem aus meiner Herkunftsfamilie telefoniert, der von einer Katastrophe in die andere schlittert. Es tut weh, das mit anzuhören und nichts tun zu können :cry:
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von lara64 » So Jan 20, 2019 1:35 pm

Liebe Aufatmende,

etwas Schnappatmung habe beim Wort Herkunftsfamilie - hoffe du kannst da gut für dich sorgen.
Ansonsten ist es sicherlich schwierig solche Dinge zu hören und keine Unterstützung bieten zu können.

Shalom - lara64

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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » Do Feb 07, 2019 4:34 pm

Das Folgende habe ich so ähnlich meiner Thera nach der letzten Sitzung in der letzten Januarwoche geschrieben. Ich habe jetzt gerade mal 8 Werktage gearbeitet, mit halber Stimmkraft, und bin ab heute mit Husten, Schnupfen und fast ohne Stimme schon wieder bis Ende nächster Woche krank geschrieben, muss Antibiotikum nehmen. Es drängt sich auf, dass sich trotz aller Anstrengung die Schweigegebote somatisieren, noch in mehr Aspekten, als ich hier öffentlich schreiben kann. Damit das Seifenkind und das Drachenkind wissen, dass ich es WIRKLICH ernst meine, dass niemand mich mehr zum Schweigen bringt, schreibe ich es jetzt doch hier. Auch wenn sich das Forum unsicher anfühlt und mir vieles zu negativ ist.

und wieder eine Sitzung, nach der ich heute denke: ich hätte nicht einen Millimeter weiter ohne die Hilfe meiner Therapeutin gehen können. Ich dachte, es sei schon gut für das Seifenkind, ich hätte genug getan. Mitnichten. Es fühlt sich wie eine neue Runde an: als hätte ich vor zwei Jahren Anteile, vor allem schwebende, die sich so verdammt nah am Tod angefühlt haben, eingesammelt aus Erinnerungen, wo so vieles vereinzelt und unzugänglich war. Und jetzt sind es unerträgliche Gefühle, die weit entfernt sind von Sprache. Es scheint mir, als hätte ich gestern so einige Schleifen gedreht, bis wir uns überhaupt dem Seifenkind angenähert haben.
Das war mir egal. Ich hab' gemerkt, wie sehr du dich gemüht hast. Wie ich gerne groß und stark sein wollte und es nicht ging. Und du mich gerne bei dir haben wolltest und es auch nicht ging. Und wie viiiel besser es war, als ich auf Frau S. Schoß sitzen durfte und du beide Hände frei hattest.
Es fühlt sich jetzt nicht rund an, sondern wund. Wie etwas, das mit keiner Macht der Welt wieder gut zu machen ist.
Ich bin traurig. Du hast meine Tränen wiedergefunden. Früher sollte ich lieb sein und still.
Ja, du darfst jetzt weinen, so lange du willst. So laut du willst. Die Wütende, die heißt vielleicht doch verkehrt. Die könnte gut auch die Traurige heißen. Die kann dich bestimmt trösten oder mit dir weinen.

Ich weiß noch, wie es war, als ich die ersten Erinnerungen aufgeschrieben oder erzählt habe. Da hing oft noch Wochen eine „magische Drohung“ meines Vaters in der Luft. Jetzt ist es anders. Jetzt ist es eine große Genugtuung, dass mir niemand mehr das Maul stopft, dass ich reden kann, wann ich will und wie ich will.

Das Seifenkind schläft. Entspannt und ruhig. Aber es will noch nicht Kakaokind heißen. Das hat, glaube ich, etwas damit zu tun, dass meine Mutter uns auch mit Essen das Maul gestopft hat. Dass das eine der seltenen Formen von Zuwendung war. Ich dachte, ich muss meine Wut finden, damit ich in schwierigen Situationen besser für meine Bedürfnisse eintreten kann. Vielleicht geht es viel mehr darum, mir selber nicht mehr das Maul zu stopfen.
(In der Sitzung habe ich imaginativ mit meiner Mutter vierhändig Klavier gespielt. Weil das die einzige Möglichkeit war, sie als ein Person wahrzunehmen und nicht dissoziiert, in mehrere Teile auseinander gefallen. Da war ein Lichtwesen, voller Liebe und Wärme, das ich in Ermangelung anderer Namen nur Jesus nennen kann. Der hat ihr die Hände auf die Schultern gelegt und sie zusammengefügt.)
Imzwischen hat sich das Klavierbild verändert: auf den weißen Tasten liegt jetzt ein Stück Seife, so eins wie man es im Hotel bekommt, auf den schwarzen Tasten ein nahezu identisch großes Täfelchen Schokolade. Meine Mutter hat die „Strafe“, ein Teil zu essen und auf einem elektronischen Tablett, das auf dem Notenständer steht, eine Tat meines Vaters anzusehen mit den Folgen, die es für mich hatte, die sie gehört oder gebilligt hat. Das fühlt sich gerecht an. Angemessen. Auch für das Seifenkind. Es wird eine Ewigkeit dauern, bis alle Tasten leer gegessen sind.
Das Drachenkind spielt Plastiktrompete, laut und fordernd. Ich ahnte es schon gestern, dass es nicht gut ist. Vielleicht geht es noch ein weiteres Mal darum, nicht meine Gefühle, meine Bedürfnisse mit Essen hinunter zu schlucken. Und vielleicht habe ich nicht wegen des MRT, sondern wegen dieser beiden Innenkinder so lang anhaltende und wiederkehrende Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.
Du weißt, dass ich mich um dich kümmere, so gut ich kann und dass auch du auf Frau S. Schoß sitzen darfst. Aber ich muss erst einmal Atem holen und mich um das Seifenkind kümmern. Ich sehe und höre dich.

Das Seifenkind schläft, hört mir aber zu und lächelt mich an. Es ist wohl sehr müde und darf jetzt endlich traurig sein. Gibt es so etwas, wohlige Trauer? Etwas, das nie sein durfte wie ein Loch im Bauch, das sich jetzt allmählich schließt. Ohne dass ich noch etwas tun muss. Außer gelegentlich einen Blick auf das Seifenkind zu werfen.
Etwas stimmt mit dem Namen Kakaokind nicht. Wie zur Illustration richtet das Seifenkind sich auf, trinkt genüßlich und langsam einen Kakao und schaut zu, wie er aus dem Loch im Bauch wieder hinaus läuft. Und schüttelt den Kopf.
Ich glaube, du willst mir sagen, dass von Kakao Trinken schon nichts besser geworden ist, als du klein warst. Das hat den Geschmack weg gemacht, aber nicht das Traurig Sein. Und wenn du traurig und verlassen und verstört sein darfst und du und ich das nicht mehr weg machen müssen, dann muss ich auch kein Loch mehr zustopfen.
Nicken
Mit Süßigkeiten. Dann kann ich heute, noch nicht ganz fit, langsam und achtsam Schnee fegen, mich daran freuen, was mein Knie noch alles kann und mich daran freuen, dass mein Puzzle bald fertig ist. Die Pausen, die ich noch brauche, genießen.
Ich will jetzt Glückskind heißen.
Das ist sehr paradox, wenn mir dabei die Tränen kommen.
Nein, Tränen können auch glücklich machen, wenn sie endlich fließen können. Das weiß ich, auch wenn ich klein bin.
Ich bin ein Glückskind, weil ich jetzt reden darf. Weil du für mich geredet hast und geschrieben.

Da stehen sie alle, die Innenkinder, und applaudieren. Stehende Ovationen.
Sie helfen dem Glückskind, ein Floß zu bauen, auf das ein Stück Seife passt. Ich kann spielend Sommer imaginieren und einen flachen, langsam fließenden Bach. Da lässt sie das Floß auf Nimmerwiedersehen wegschwimmen.
Aber Mama muss die Seife und die Schokolade noch alle aufessen. Die ist noch lange nicht fertig. Und ich kann traurig sein und glücklich sein. Beides. Sogar durcheinander.

Auch mit etwas Abstand fühlt es sich so an, als ob sich nichts von dem Seifenkind/ Kakaokind/ Glückskind zum Drachenkind transportiert. Das steht im Schnee, nackt, nicht zitternd, sondern schon wie endgültig erfroren. Als ob das nicht reichen würde, klebt ein breiter Klebestreifen auf seinem Mund.
Ich bin verwirrt. Das hat das Glückskind schon gemacht. Ich kann doch mit dir nicht nochmal den gleichen Weg gehen.
Jetzt dreht sie mir den Rücken zu.
Das heißt doch jetzt nicht, dass ich nicht für dich sorgen will! Ich verstehe ja, dass du mir zeigen möchtest, wie verlassen und erstarrt du noch bist. Dass ich dich zwar in Sicherheit bringen konnte und wir etwas gefunden haben mit dem Wackelpudding und dem Kuschelschuppenkleid. Aber dass an dir eben auch noch Schweigen klebt.
Jetzt sieht sie mich wenigstens wieder an und ihre Wangen röten sich etwas.
Könntest du dir vorstellen, wieder an den sicheren inneren Ort zu kommen und dich warm anzuziehen, auch wenn dir noch ganz kalt innen ist? Oder Schlitten zu fahren oder einen Schneemann zu bauen, dich irgendwie zu bewegen? Und ich verspreche dir, dass wir mit Frau S. zusammen suchen, was dir noch fehlt, damit du richtig lebendig wirst?
Schon wieder falsch. Natürlich ist sie schon lebendig. Nur verstört.
Ich weiß, du bist sehr klein. Da ist das Reden schwierig. Aber ich traue mich gerade nicht, dich einfach auf den Schoß zu nehmen, weil du soooo kalt bist und soooo stumm. Damit steckst du mich an. Das hilft uns beiden nicht, wenn ich nicht mehr auf mich aufpassen kann.
Vielleicht kann ich auch etwas für dich malen, weil du nicht reden magst? Etwas Schönes? Einene Schneemann? Und wenn du dann mit einem Bild was erzählen willst, nehmen wir ein anderes Blatt.

Kontakt. Und Einverständnis. Es fühlt sich eher so an, als sollte ich mich nicht allzu viel kümmern, weil ich den Abstand nicht regulieren kann. Eben doch wieder Loch. Aber nicht im Bauch, sondern ein riesiges schwarzes im Boden. Unüberschaubar.
Das Glückskind malt mit einer Handvoll Fingerfarbe dem Drachenkind ein grünes Herz auf den Bauch. Auf die Stelle, wo sich bei dem Glückskind das Loch langsam schließt. Vielleicht transportiert sich doch etwas von der einen zu der anderen. Jedenfalls lässt sich das Drachenkind mit einigem Widerstand an der Hand an den sicheren inneren Ort ziehen. Dort wartet schon eine Große mit einem warmen Bademantel. Natürlich auch grün.
Grün ist die Hoffnung.
Rückfälle sind Vorfälle!

Imagica
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Imagica » Do Feb 07, 2019 9:29 pm

Das klingt sehr schön und aber auch nach sehr viel Arbeit! Mir fallen einfach keine passenden Worte ein weil ich viel zu beeindruckt bin, also wünsche ich Dir einfach mal gute Besserung!

Liebe Grüße,
Imagica

Aufatmende
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Re: Ein Hauch von Nichts und Nahtod * triggert*

Beitrag von Aufatmende » Sa Feb 09, 2019 7:14 pm

Das Drachenkind, wieder nackt, liegt im Schnee, macht einen Schneeengel, steht vorsichtig auf, macht noch einen Schneeengel bis es einen Kreis im Schnee erzeugt hat. Dann fängt es an zu husten, so wie ich jetzt huste, und kotzt in den Schnee.
Ich verstehe: es war fürchterlich kalt um dich herum und deswegen nehme ich dich gerade nicht ernst, wenn ich versuche, dich zu wärmen und dich anzuziehen. Gerade kann ich dich nur so lassen. Und wir wissen beide, was du da heraus kotzt.
Ich bin stolz auf dich, weil du das Beste daraus gemacht hast: du hast dir so etwas wie einen magischen Kreis geschaffen und die Engel sind lebendig und lichtvoll und wärmend geworden und die waren immer da. Auch wenn sie nicht mehr getan haben, als zu verhindern, dass du stirbst.

Sie schüttelt den Kopf und blickt nach oben und ich sehe ihre Seele in den Himmel steigen. Und unten bleibt nur ihre kalte Hülle. Nicht schon wieder! Nicht schon wieder etwas, was fern von Leben und Hoffnung ist!
Als unsere Kinder im Grundschulalter waren, haben wir eine Theateraufführung der Schneekönigin gesehen. Ich war froh, dass mein Sohn auf meinem Schoß saß, weil die Parallele zu meiner Mutter mich schaudern ließen. Ich war betroffen darüber, dass ich Kay nicht hätte retten können, weil ich damals im Gegensatz zu Gerda keine Tränen hatte.
Wenn ich jetzt anfange, mit dir zu reden, dass es heute nicht mehr kalt ist und ich heute Tränen habe, dann hältst du dir die Ohren zu. Ich nehme jetzt unseren Strandkorb mit zu dir in den Schnee und setze mich ganz warm eingepackt hinein. Ich bin da und warte auf dich.
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