Genau jetzt

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Aufatmende
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Aufatmende » Do Feb 07, 2019 5:19 pm

Vielleicht meint das Leben es mal gut mit dir? Jedenfalls wird das mit einer größeren Wahrscheinlichkeit passieren, was du erwartest. Dann verlierst du doch nichts, wenn du etwas Gutes erwartest. oder? Schützen kannst du dich sowieso nur, indem du möglichst viele Ressourcen mitnimmst.
Ich kann das mit dem Kind total gut nachvollziehen. So geht es mir teilweise, wenn ich mit meinen Enkelkindern zusammen bin. Und bin heilfroh, dass meine Kinder schon in Schule und Kindergarten waren, als mir allmählich meine Vergangenheit entgegenfiel.
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Imagica
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Do Feb 07, 2019 9:42 pm

Hi SH,

ich denke, im Voraus weiß man bei vielem nicht ob es gut tut oder nicht. Aber wenn es so weit ist, dann spürt mans irgendwann. Und wenn es dann nicht gut tut, kannst Du immernoch beschließen zu gehen. Wenn es aber doch gut tut, dann hast Du etwas, was Dir weiterhilft und das wär ja schön und wünschenswert.

Ich denke aber so ähnlich wie Aufatmende: Wenn Du Positives erwartest, ist die Wahrscheinlichkeit höher, daß Du auch positives bekommst. Klar verstehe ich auch sehr gut, das Positives erwarten nicht so einfach ist und weiß auch sehr genau, das das auch nicht immer funktioniert. Wie bei mir mit Pro Familia. Aber es gibt auch Momente, wo es eben doch funktioniert.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall das es Dir gut tut und Du das dann auch wahrnehmen und spüren kannst!

Liebe Grüße,
Imagica

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Re: Genau jetzt

Beitrag von Evenstar » Do Feb 07, 2019 9:46 pm

Sehr gut, wie du das geregelt bekommst.

Meistens fühlt es sich gut an, wenn es einem gut tut. Woran merkst du sonst, dass dir etwas gut tut? Wie fühlt es sich dann an?
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 08, 2019 2:48 pm

Aufatmende hat geschrieben:
Do Feb 07, 2019 5:19 pm
Vielleicht meint das Leben es mal gut mit dir? Jedenfalls wird das mit einer größeren Wahrscheinlichkeit passieren, was du erwartest. Dann verlierst du doch nichts, wenn du etwas Gutes erwartest. oder? Schützen kannst du dich sowieso nur, indem du möglichst viele Ressourcen mitnimmst.
Ich kann das mit dem Kind total gut nachvollziehen. So geht es mir teilweise, wenn ich mit meinen Enkelkindern zusammen bin. Und bin heilfroh, dass meine Kinder schon in Schule und Kindergarten waren, als mir allmählich meine Vergangenheit entgegenfiel.
Hallo Aufatmende :)

mhm, ich sehe das ehrlich gesagt anders :oops:

Das Leben meint es gut mit mir, kommt bei mir gerade so an wie "du hast Glück" ja und auch wenn ich weiß dass die Platte einen Sprung hat, nur noch nervt usw. aber ich hatte damals mit der HM "Glück" wurde schnell aufgenommen (wobei ich was das betraf auch hartnäckig dafür gesorgt habe auf die Springerliste zu kommen) habe die sanfteste Thera dort erwischt die da war... usw. also Glück... aber es ging schief. Nicht ohne mein Zutun, aber manches war einfach nicht meine Aufgabe, also ich habe nur einen Teil schuld an dem ganzen... Glück geht also auch mal nach hinten los.

Meine Erwartungshaltung damals war sehr hoch, ich wollte wirklich stabil da raus. Hatte gedacht AKUT Klinik ist akut und dass die großen Bekannten Stationen/Kliniken so eine Art Garant sind, dafür dass ordentlich gearbeitet wird, dass man da wirklich voran kommen kann... und auch mir machte ich soooo viel Druck... das alles in der Erwartung, dass es mir hinterher besser geht...


Jetzt scheue ich mich davor irgendwas zu erwarten...


Mal schauen was ich mitnehme... was ich habe, innerlich und äusserlich.


Kinder... ein ganz eigenes Thema. DAS war nie ein Thema... Kinder mögen mich, ich mag Kinder... das war nie ein Problem... jetzt will ich sie weit, weit weg haben... zugleich aber auch tauschen, oder mit deren Spielzeug spielen.... sie in den Arm nehmen und trösten...
Gut, dass ich nur selten Berührungspunkte mit Kindern habe.

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 08, 2019 3:03 pm

Imagica hat geschrieben:
Do Feb 07, 2019 9:42 pm
Hi SH,

ich denke, im Voraus weiß man bei vielem nicht ob es gut tut oder nicht. Aber wenn es so weit ist, dann spürt mans irgendwann. Und wenn es dann nicht gut tut, kannst Du immernoch beschließen zu gehen. Wenn es aber doch gut tut, dann hast Du etwas, was Dir weiterhilft und das wär ja schön und wünschenswert.

Ich denke aber so ähnlich wie Aufatmende: Wenn Du Positives erwartest, ist die Wahrscheinlichkeit höher, daß Du auch positives bekommst. Klar verstehe ich auch sehr gut, das Positives erwarten nicht so einfach ist und weiß auch sehr genau, das das auch nicht immer funktioniert. Wie bei mir mit Pro Familia. Aber es gibt auch Momente, wo es eben doch funktioniert.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall das es Dir gut tut und Du das dann auch wahrnehmen und spüren kannst!

Liebe Grüße,
Imagica
Mhm, ich rutsche in alte Strategien. Die sind sicher(er)

Weil, wenn ich schlechtes erwarte, kann ja nur folgendes passieren:

die Erwartung erfüllt sich NICHT - es kommt also zu einer positiven Überraschung
die Erwartung erfüllt sich - man ist quasi schon darauf vorbereitet, es tut nicht so weh



Gehen zu können ist aber wohl tatsächlich eine Ressource (MERKEN!) denn, das hatte ich in der HM nicht. Wo hätte ich denn suizidal (und mit dem restlichen Scheiß) hingehen sollen? Zu gehen wäre, finde ich, unverantwortlich gewesen :?

Bleibt noch, zu merken wann es schief geht und Zeit ist zu gehen. Denn, "es ist schwer" (als Gefühl) heißt ja nicht es läuft schief. Therapie ist schwer... ich hätte Dr.K permanent davon laufen müssen und Dr. R auch... wenn schwer gleich zu setzen wäre mit falsch :lol:

Ich weiß nur nicht wie ich das auflösen kann, bzw. wie das überhaupt klappen soll. Offensichtlich war ich ja auch hochmotiviert und mit Vertrauen ein unerträgliches Ekel. Wie soll das also funktionieren, wenn ich den schlechte Erfahrungen Kram auf das Personal dort quasi übertrage? Die können ja nun tatsächlich nichts dazu. Was für ein Scheusal bin ich wohl vollkommen misstrausich??? :oops:


Vielen Dank für den Wunsch.

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 08, 2019 3:24 pm

Evenstar hat geschrieben:
Do Feb 07, 2019 9:46 pm
Sehr gut, wie du das geregelt bekommst.

Meistens fühlt es sich gut an, wenn es einem gut tut. Woran merkst du sonst, dass dir etwas gut tut? Wie fühlt es sich dann an?
Danke :oops: es war wohl gut, dass da Druck dahinter war und fast alles an der Arbeit statt fand. Da funktioniere ich deutlich besser.



Mhm, ganz ehrlich? Ich glaube ich weiß das nicht, spüre das nicht. Zumindest nicht schnell genug und auch nicht sofort beim ersten Mal.


Zum Beispiel das "den richtigen Sitzabstand finden" in der letzten Thera-Stunde. DAS war ätzend, richtig blöd, das fühlte sich NICHT gut an... zu keinem Moment. Auch wenn die Thera sagte meine Schultern wären entspannter gewesen... auch wenn, irgendwann mein Puls sich schneller beruhigt hat... ich mochte das ganz und gar nicht. Irgendwann hatte ich mich wohl eher an das, sie erhebt sich leicht, ändert die Position und fragt dann, gewöhnt. Ich bin also schneller runter gefahren, aus der "Habachtstellung" was ich damit sagen will, meiner Meinung nach spüre ich zum Beispiel NICHT welcher Abstand mir gut tut.


Ich habe Wünsche... also zum Beispiel dass Dinge zeitnah besprochen und nicht eine Woche lang gesammelt werden... dass Probleme dokumentiert werden, (auch zeitnah) nicht im verborgenen bleiben und es so rückwirkend für alle Beteiligten fast unmöglich ist, aufzudröseln was da wann und warum passiert ist...

Das ist aber nicht fühlen was mir gut tut (?)



Auf der andeen Seite gibt es Dinge die tun gut. Das weiß ich und fühle ich dann auch. Decken zum Beispiel, oder am Ende einer Konversation, oder Auseinandersetzung das Gefühl zu haben verstanden zu haben und verstanden worden zu sein. Im Wasser treiben (ja voll strange, weil ich soooo Angst vorm duschen etc. habe :roll: ) aber im Urlaub, auf der Wasserhängematte, mitten im See.... da habe ich alle anderen um mich herum vergessen und einfach nur genossen. Das fühlte sich richtig gut an... in Gesellschaft essen fühlt sich gut an....

Aber die meisten Dinge, von denen ich mittlerweile weiß dass ich sie mag und genieße.... nun das dauert(e) eine Weile... beim ersten Mal mag ich so gut wie garnix und da fühlt sich nahezu alles wohl auch nicht gut an :oops:


Bei manchen Personen macht es sozusagen *klick* die mag ich gleich. Wenn das ein bisschen gegenseitig ist, ist das gut. Manchmal ist es aber einseitig, sehr oft sogar... da mag ich mehr als der andere und das endet in Frust, meist auch beidseitig. Tja und selbst wenn es beidseitig *klick* macht, werde ich scheu und misstrauisch, manchmal zumindest..... typisch PTBS, BPS :oops:


Ich weiß nicht wie ich das dort hinkriegen soll... denn ich war gerne in der HM, ja tatsächlich.. es war schwer, von Anfang an... aber richtig schlecht waren nur die letzten zehn Tage.... da stieß ich mit meiner Angst und Verzweiflung dann aber leider nur noch auf Ablehnung. Das tat weh... jedes einzelne Mal... richtig weh...


Ablehnung (gefühlte von mir aus) ignoriert werden, wenn man mir nicht glaubt... das alles fühlt sich nicht gut an und das auch direkt.

Aber nicht alles was sich schlecht anfühlt ist auch schlecht, oder bleibt es...


Ich weiß nicht wie ich das lösen kann

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Feb 09, 2019 6:26 am

Mhm, ich schwimme gerade in einem Luxusproblem.

Habe jetzt ja gut vier Wochen Zeit mich vorzubereiten. Nur, ich weiß nicht auf was. Es gibt sowas wie eine Packliste, das ist auch nicht das Problem gerade. Mein Problem sind die Katerchen.



Sie werden versorgt, ziehen für die Zeit auch um. Wobei, da gehen die Probleme schon los. Der jüngere ist sehr ängstlich, für den ist der Umzug echt nicht gut, er hat letztes Mal mehrere Tage gebraucht um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Mein Seelenkater ist da cool, für den ist das ein Abenteuer und er wird wohl weder in den ersten zehn Minuten seinen neuen Stammplatz finden, sich alles genau anschauen usw.


Bis zu einer Woche lasse ich sie hier daheim schon mal allein, aber sehr, sehr selten und dann werden sie zweimal am Tag betreut und das jeweils für mindestens eine Stunde. Das schreibe ich nicht vor, oder so, das macht meine Familie einfach so...

Aber ab dem dritten, spätestens fünften Tag leiden sie dennoch. Fressen nicht, sind mega anhänglich... deshalb auch der "Umzug" als Venunftsentscheidung. SO ist es weniger Stress für meine Familie, aber eben auch angenehmer für die Kater, da sie eben total auf Menschen fixiert sind.


Ja, nur was mache ich jetzt?


Futter besorge ich ohnehin immer auf Vorrat, aber wie sinnvoll ist es sie umziehen zu lassen, wenn ich ohnehin nicht lange weg bin?

Und ich würde diesmal ungern die letzte Nacht ohne sie verbringen... Vielleicht bleiben sie also besser daheim?


Rand-, oder Ausweichthema könnte man sagen. Stimmt vielleicht auch. Aber die beiden sind mir wirklich sehr, sehr wichtig. Sie sind auch ein ganz wichtiger stabilisierender Faktor. Wobei auch das gewackelt hat...

Ich hatte dafür gesorgt, dass sie nach Entlassung bei mir daheim sind, dass ich einen Grund habe nach Hause zu fahren. Zwei die hilflos sind, in gewisser Weise, darauf angewiesen dass ich heim komme... wollte mich ja umbringen, eigentlich, oder hatte den Zwangsgedanken, oder was auch immer es war... Sie halfen... direkt.... meine Familie, die so lieb war auch am ersten Tag vorbei zu kommen, die mir sogar Geschenk hingestellt hatten, dann aber noch kamen... die Wochenlang sich um die Kater gekümmert hatten, mir mein Auto brachten, trotz dass ich mich kaum gemeldet habe (ziemlich undankbar) nun sie kamen, was nett war, aber ich war entspannter wieder allein, mit den Katern...


Tja und dieses S Mistding war (ist?) ja hartnäckig.... nichts wurde besser, meine Symptome blieben, weitere Ablehnung folgte... alles war schwer und ich baute ab... bis hin zu dem Gedanken die beiden umzubringen, um dann mich umbringen zu können.... DAS war ein absoluter Tiefpunkt in der Zeit nach der HM. Meinen Seelenkater auf dem Schoß liegen zu haben, meine Hände um den Hals gelegt in dem Gedanken jetzt alles zu beenden... und er drehte sich, sah mich direkt an (er schaut mir wirklich direkt in die Augen, oft) streckte sich lang, präsentierte mir seinen Bauch... schnurrte als ich die Hände schloss…. totales Vertrauen... :cry:
Ins Fell geheult habe ich ihm...


Es ist schwer daran zu denken... ich bin entsetzt(?) über mich selbst...


Und jetzt auch... Gedanken... viele, viele Gedanken... und eben auch der, für mindestens ein halbes Jahr Futter kaufen, vor Abreise mein Konto leer räumen, das Geld im Futterschrank, oder so hinterlegen.... so dass ich gehen kann, wenn es wieder schief läuft, wenn es mir schlechter geht, weil ich es wieder zu spät merke... Symptome gehen nämlich nicht einfach so wieder weg... damit lebt man dann ne Weile... oder für immer (?)


Tja wunderbar... so wird aus Sorge und Verantwortungsgefühl... dem Gedanken gehen zu können, nicht aushalten zu müssen.... wieder was suizidales.... ganz wunderbar...


Diese Gratwanderung ist schwierig, frustrierend....



Einen Tag habe ich im Handy-Kalender markiert. Den Anreisetag. Grün markiert. Die Farbe mag ich eigentlich nicht, aber sie steht für Hoffnung, weißt es doch(?) und die Farbauswahl war nicht so groß. Da ist ja ganz viel mehr was ich markiert habe und markiere... Erinnerungen, Arbeitszeiten, Urlaub, privates... nahezu alles... Ohne das olle Ding bin ich fast nichts mehr...

Also grün. Ein Tag...

Hatte überlegt vielleicht 14 Tage zu markieren, zu blocken sozusagen. Weil in der ersten Woche kommt man ja erst mal an, in der zweiten geht's los... also vor Ende der zweiten Woche, geht man doch eher nicht... oder vielleicht dritte? Weil man ja erst mal schauen muss, sich daran gewöhnen...

Aber vielleicht gibt es ganz klar NEINS da, Dinge die ich nicht will.... Dinge vom letzten Mal... die ich nicht will... also vielleicht ist Anreise auch Abreise...

Ein Tag, grün...


Positiv sehe ich aber auch manches. Manche der Rahmenbedingungen machen es mir vielleicht etwas leichter. Weniger Fehler hoffentlich... weniger ich darf nicht, andere aber doch... weniger, ich bin ein Störfaktor von Tag eins an... Einzelzimmer zum Beispiel, für jeden... so kann einem das weder das Personal, noch Mitpatienten zum Vorwurf machen... das hat einfach jeder... nicht weswegen man sich schuldig fühlen muss...


Ich weiß aber immer noch nicht was ich da soll... irgendwie will ich hier weg, aber da nicht hin. Nirgends will ich hin...


Ein Tag ist grün...


Wenn das so weitergeht habe ich mich an diesem ersten Tag längst in den Ruin gedacht, grün und blau gedacht... fix und fertig gedacht...
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Feb 09, 2019 6:49 am

Es kann nur schief gehen, wenn ich so an die Sache herangehe. Das ist mir durchaus klar.
Nur, wie löse ich mich von dem Gedanken dass es schief geht, wie löse ich mich von der Angst vor neuen Symptomen?
Vertrauen ist zu einem gewissen Grad eine Entscheidung. Ja, also sollte ich mich entscheiden? Was aber mache ich mit meinem Gefühl??? Ignorieren? Nein, ich soll ja schauen, was mir gut tut.

Dieses rumgegrübel tut mir nicht gut.


Vollkommen ohne Gegrübel geht aber auch nicht...


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von aoi » Sa Feb 09, 2019 10:47 am

Liebe SH,

es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. Es ging vorher einfach nicht - zuviel bei mir und mit mir zu tun. Auch wusste ich nicht, ob ich dir mit dem, was ich schreiben würde, helfen könnte. Ich versuche es einfach mal. Falls es dir nicht gut tut und du es rechtzeitig merkst, überlies es einfach.
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Mhm, ich sehe das ehrlich gesagt anders :oops:

Das Leben meint es gut mit mir, kommt bei mir gerade so an wie "du hast Glück" ja und auch wenn ich weiß dass die Platte einen Sprung hat, nur noch nervt usw. aber ich hatte damals mit der HM "Glück" wurde schnell aufgenommen (wobei ich was das betraf auch hartnäckig dafür gesorgt habe auf die Springerliste zu kommen) habe die sanfteste Thera dort erwischt die da war... usw. also Glück... aber es ging schief. Nicht ohne mein Zutun, aber manches war einfach nicht meine Aufgabe, also ich habe nur einen Teil schuld an dem ganzen... Glück geht also auch mal nach hinten los.

Meine Erwartungshaltung damals war sehr hoch, ich wollte wirklich stabil da raus. Hatte gedacht AKUT Klinik ist akut und dass die großen Bekannten Stationen/Kliniken so eine Art Garant sind, dafür dass ordentlich gearbeitet wird, dass man da wirklich voran kommen kann... und auch mir machte ich soooo viel Druck... das alles in der Erwartung, dass es mir hinterher besser geht...

Jetzt scheue ich mich davor irgendwas zu erwarten...
Ich kenne diese Gedanken und kann sie nur zu gut nachvollziehen. Ja, im allgemeinen ist es so, dass einem mehr positives entgegen kommt, wenn man dies auch erwartet. In meinen Augen kann dies aber auch gelingen, wenn du ohne Erwartungen an Dinge herangehst. Wichtig ist dann nur, dass du keine negativen Erwartungen hast und dich dann dementsprechend verhältst. Vielleicht kann es dir helfen, wenn du offen für das bist, was auf dich zukommt, dir aber Zeit und Kraft einräumst, die es braucht, um Vertrauen zu fassen - und dann zu einem späteren Zeitpunkt - positives annehmen kannst. Denn dafür ist Vertrauen zwar nicht unbedingt notwendig, aber es hilft!
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Kinder... ein ganz eigenes Thema. DAS war nie ein Thema... Kinder mögen mich, ich mag Kinder... das war nie ein Problem... jetzt will ich sie weit, weit weg haben... zugleich aber auch tauschen, oder mit deren Spielzeug spielen.... sie in den Arm nehmen und trösten...
Gut, dass ich nur selten Berührungspunkte mit Kindern habe.
Auch hier kann ich mich bedingt wiederfinden. Ich wollte immer Kinder, wusste aber schon früh, dass ich ihnen nicht das geben könnte, was sie von mir benötigt hätten. Zudem kam noch, dass ich keine Beziehung hatte und sich das Thema eh erledigt hatte. Seit ich davon wei, distanziere ich mich auf einer Seite immer mehr und mehr von Kindern, da ich es emotional nicht aushalte. Ich kann es also gut nachvollziehen, dass du "sie weit, weit weg haben" möchtest. Bei mir persönlich besteht immer noch ein großer Wunsch nach eigenen Kindern, aber ich weiß, dass ich damit im Moment keinem etwas positives bringen könnte. Das verletzt mich sehr. Ich finde es gut, dass zumindest dieser Gedanke bei dir scheinbar keine große Rolle spielt. Das ist doch gut. Dann kannst du Kinder versuchen auf Abstand zu halten. Und du verletzt weder dich noch die Kinder damit, da sie in einer emotional-distanzierteren Position sind .... (im Vergleich dazu, dass es deine eigenen wären). Es ist normal, dass du Schwierigkeiten mit Kindern hast. Ich hoffe, das weißt du!?! Lass dir also keine Schuld oder unwohlen Gefühle dazu einreden. Das ist eine ganz normale Konsequenz. Konzentrier dich erstmal auf dich.

~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Gehen zu können ist aber wohl tatsächlich eine Ressource (MERKEN!) denn, das hatte ich in der HM nicht. Wo hätte ich denn suizidal (und mit dem restlichen Scheiß) hingehen sollen? Zu gehen wäre, finde ich, unverantwortlich gewesen :?
Auf jeden Fall! Halte dir das vor Augen. Wenn es dir gar nicht gut tut - und damit meine ich nicht, dass es schwer werden könnte - dann kannst du jederzeit gehen. Es ist dein freier Wille! Und dem wird auch Rechnung getragen. Es kann dir also gar nichts "schlimmes" passieren. Du hast die Entscheidung!
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Mhm, ganz ehrlich? Ich glaube ich weiß das nicht, spüre das nicht. Zumindest nicht schnell genug und auch nicht sofort beim ersten Mal.
Du musst nicht immer sofort wissen, was dir gut tut und was dir nicht gut tut. Manchmal bedarf es einfach Zeit. Nimm dir die Zeit. Und wenn du es beim zweiten Mal "erst" merkst, kannst du sehr wohle formulieren, dass du dies oder das (Sitzordnung, Nähe, etc.) nicht magst. Das ist doch vollkommen in Ordnung. Sei da nicht so streng mit dir. Jedem Menschen steht es frei seine Meinung zu hinterfragen und/oder zu ändern.

~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Ich habe Wünsche... also zum Beispiel dass Dinge zeitnah besprochen und nicht eine Woche lang gesammelt werden... dass Probleme dokumentiert werden, (auch zeitnah) nicht im verborgenen bleiben und es so rückwirkend für alle Beteiligten fast unmöglich ist, aufzudröseln was da wann und warum passiert ist...
mal ganz davon abgesehen, dass mir das auch sehr gut tut ;) , weißt du hier ganz genau, was dir gut tut und was dir nicht gut tut. Das ist eine gute Ressource. Du schaffst es sicher, dies weiter auszubauen. Und ich denke schon, dass das ein Gefühl ist, was da hintendran steckt. Vielleicht ist es das Gefühl Klarheit zu schaffen, um Vertrauen aufzubauen. Vielleicht brauchst du die Klärung, um dich auf deine Gefühle einlassen zu können. Auf jeden Fall ist in meinen Augen das Gefühl der Antriebsmotor für dieses Vorgehen.

Ebenso wie das Gefühl angenommen und akzeptiert zu sein.
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Bei manchen Personen macht es sozusagen *klick* die mag ich gleich. Wenn das ein bisschen gegenseitig ist, ist das gut. Manchmal ist es aber einseitig, sehr oft sogar... da mag ich mehr als der andere und das endet in Frust, meist auch beidseitig. Tja und selbst wenn es beidseitig *klick* macht, werde ich scheu und misstrauisch, manchmal zumindest..... typisch PTBS, BPS :oops:

Ich weiß nicht wie ich das dort hinkriegen soll... denn ich war gerne in der HM, ja tatsächlich.. es war schwer, von Anfang an... aber richtig schlecht waren nur die letzten zehn Tage.... da stieß ich mit meiner Angst und Verzweiflung dann aber leider nur noch auf Ablehnung. Das tat weh... jedes einzelne Mal... richtig weh...


Ablehnung (gefühlte von mir aus) ignoriert werden, wenn man mir nicht glaubt... das alles fühlt sich nicht gut an und das auch direkt.
Hier koppelst du, glaube ich, die alten Erinnerungen an den neuen Aufenthalt. Aber wenn du keine Erwartungen hast, wie du es oben beschrieben hattest - dann kannst du auch keine negativen Erwartungen haben. Viellicht schaffst du es, es auf dich zulassen zu kommen. Und wenn in einer Klinik dir jemand Ablehnung gegenüber bringt, heißt es noch lange nicht, dass dies aufgrund deines Charakters ist. Vielleich mag dich dein Gegenüber und hat selbst Probleme Nähe zuzulassen, so dass sie dich wegschiebt, um sich ihren Gefühlen nicht stellen zu müssen. Das kannst du nicht wissen.

Jipp, ignoriert werden ist totale Scheiße. Aber auch das ist zumindest bei mir ganz oft von früher getriggert. Manchmal schaffe ich es überhaupt nicht, das zu trennen. Manchmal schon. Da sage ich mir ganz bewusst, dass ich heute in einer anderen Position bin. Und selbst, wenn sie mich ignorieren würden, sollte es mir egal sein, denn ich bin NICHT MEHR drauf angewiesen und es steht mir jederzeit frei zu gehen. So ca. in der Hälfte der Fälle wird es dann etwas leichter und auch der Kontakt zu anderen "vereinfacht" sich. Da es mir selbst schwer fällt, kann ich aber leider keine weiteren Hilfestellungen gerade geben. Versuche das Gefühl der Ignoranz, dass warhscheinlich auch bei dir von früher kommt, bei den Personen zu lassen, wo es hingehör. Täterintrojektion???

~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Habe jetzt ja gut vier Wochen Zeit mich vorzubereiten. Nur, ich weiß nicht auf was. Es gibt sowas wie eine Packliste, das ist auch nicht das Problem gerade. Mein Problem sind die Katerchen.

Aber ab dem dritten, spätestens fünften Tag leiden sie dennoch. Fressen nicht, sind mega anhänglich... deshalb auch der "Umzug" als Venunftsentscheidung. SO ist es weniger Stress für meine Familie, aber eben auch angenehmer für die Kater, da sie eben total auf Menschen fixiert sind.

Und ich würde diesmal ungern die letzte Nacht ohne sie verbringen... Vielleicht bleiben sie also besser daheim?

Rand-, oder Ausweichthema könnte man sagen. Stimmt vielleicht auch. Aber die beiden sind mir wirklich sehr, sehr wichtig. Sie sind auch ein ganz wichtiger stabilisierender Faktor. Wobei auch das gewackelt hat...

Ich hatte dafür gesorgt, dass sie nach Entlassung bei mir daheim sind, dass ich einen Grund habe nach Hause zu fahren. Zwei die hilflos sind, in gewisser Weise, darauf angewiesen dass ich heim komme... wollte mich ja umbringen, eigentlich, oder hatte den Zwangsgedanken, oder was auch immer es war... Sie halfen... direkt.... meine Familie, die so lieb war auch am ersten Tag vorbei zu kommen, die mir sogar Geschenk hingestellt hatten, dann aber noch kamen... die Wochenlang sich um die Kater gekümmert hatten, mir mein Auto brachten, trotz dass ich mich kaum gemeldet habe (ziemlich undankbar) nun sie kamen, was nett war, aber ich war entspannter wieder allein, mit den Katern...


Tja und dieses S Mistding war (ist?) ja hartnäckig.... nichts wurde besser, meine Symptome blieben, weitere Ablehnung folgte... alles war schwer und ich baute ab... bis hin zu dem Gedanken die beiden umzubringen, um dann mich umbringen zu können.... DAS war ein absoluter Tiefpunkt in der Zeit nach der HM. Meinen Seelenkater auf dem Schoß liegen zu haben, meine Hände um den Hals gelegt in dem Gedanken jetzt alles zu beenden... und er drehte sich, sah mich direkt an (er schaut mir wirklich direkt in die Augen, oft) streckte sich lang, präsentierte mir seinen Bauch... schnurrte als ich die Hände schloss…. totales Vertrauen... :cry:
Ins Fell geheult habe ich ihm...


Es ist schwer daran zu denken... ich bin entsetzt(?) über mich selbst...
Puh, viele Infos.
1. Es isst blöd, wenn Katzen aus ihrer Umgebung rausgewissen werden. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie wissen, wie es dir geht. Daher werden sie sicher nichts essen, weil sie in einer anderen Umgebung sind, sondern weil du ihnen fehlst und sie sich sorgen. Ok, dann sind sie vielleicht zickig, wenn du zurück kommst. katzenrache ist süß ;) Aber danach hat sich das Thema für sie erledigt. Es ist also nicht toll, aber kein Gedanke, an dem du weder viel ändern kannst, noch einer mit dem du viel Schaden zufügst. Kümmer dich daher um dich. Damit hilfst du ihnen am meisten, und dazu zählt jetzt auch Klinik.

2. Ich würde an deiner Stelle schauen, dass sie bei dir zu Hause sind, wenn du kommst.

3. Das klingt nach dem Schema des "Erweiterten Selbstmordes". Vielleicht kannst du dazu waas googlen. Und selbst, wenn du dich umbringen magst, kannst du die Katzen vorher gut unterbringen. Diesen Schritt brauchst du nicht gehen. Und dann kannst du dich auch gut fühlen. Mir ist aber schon klar, dass es aus einer emotionalen Bindung hervorgerufen ist. Das ist verdammt schwer! Aber in meinen Augen, solltest du dann für diese Gedanken Verantwortung übernehmen und die Katzen in Sicherheit bringen.... Mal ganz davon abgeshen, dass ich nicht hoffe, dass es soweit kommt ;) Da du gerade auf einen richtig guten Weg bist! :)

~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Tja wunderbar... so wird aus Sorge und Verantwortungsgefühl... dem Gedanken gehen zu können, nicht aushalten zu müssen.... wieder was suizidales.... ganz wunderbar...


Diese Gratwanderung ist schwierig, frustrierend....
Ja, total sch... Vielleicht kannst du dir bewusst machen, wodurch es ausgelöst sind und dass deine Gedanken und Ängste gerade nicht real sind. Das wären sie erst, wenn es dort tatsächlich ganz schlimm und unterirdisch abliefe.

~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Weil, wenn ich schlechtes erwarte, kann ja nur folgendes passieren:

die Erwartung erfüllt sich NICHT - es kommt also zu einer positiven Überraschung
die Erwartung erfüllt sich - man ist quasi schon darauf vorbereitet, es tut nicht so weh
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Einen Tag habe ich im Handy-Kalender markiert. Den Anreisetag. Grün markiert. Die Farbe mag ich eigentlich nicht, aber sie steht für Hoffnung, weißt es doch(?) und die Farbauswahl war nicht so groß. Da ist ja ganz viel mehr was ich markiert habe und markiere... Erinnerungen, Arbeitszeiten, Urlaub, privates... nahezu alles... Ohne das olle Ding bin ich fast nichts mehr...

Also grün. Ein Tag...
Ich finde es total interessant, dass du den Tag grün markiert hast :) Hoffnung scheint ein großes Thema zu sein. Erstens scheinst du dich nicht auf sie verlassen zu dürfen, weil es sowieso nie eintritt. Und zweitens, hoffst du dann doch, dass du eventuell irgendwann ein kleines bißchen Hoffnung haben könntest. Schwierig, das ist echt ein hin und her der Gefühle! Und ist sicher schwer aushaltbar. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Weg findest.

MMhhh.... vlt schaffst du für dich eine neutrale Farbe, die dir gut gefällt und mit der du etwas positives erinnerst, so dass das deine persönliche Farbe der Hoffnung ist?
~SteinHart~ hat geschrieben:
Fr Feb 08, 2019 2:48 pm
Ich weiß aber immer noch nicht was ich da soll... irgendwie will ich hier weg, aber da nicht hin. Nirgends will ich hin...

Vertrauen ist zu einem gewissen Grad eine Entscheidung. Ja, also sollte ich mich entscheiden? Was aber mache ich mit meinem Gefühl??? Ignorieren? Nein, ich soll ja schauen, was mir gut tut.
Na klar weißt du das nicht. Es ist alles ungewiss, du weißt nicht, was auf dich zukommt, wie die dortigen Verhaltensregeln aussehen und was es dir bringt. Schreit nach Kontrollverlust und Ohnmächtigkeit. Vielleicht ist es dann eine Möglichkeit den ersten Schritt so zu sehen, dass das Hingehen Klarheit gibt. Dann erfährst du erste Dinge, Verhaltens- und Routineregeln und gewinnst eine Art Kontrolle zurück, Ungewissheit sinkt. Das wird dann sicherlich nach und nach weiter so verlaufen, bis du eine bessere Ahnung hast, was du da sollst. Und? Wenn du nirgends hin willst, dann kannst du auch hingehen. Dann spielt es nämlich keine Rolle, wo du bist und es wäre naiv dann eine solche Chance abzulehnen. :)

Schick dir ganz viel Kraft!
GLG Aoí

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Sa Feb 09, 2019 2:38 pm

Vielleicht versuche ich es mit "hoping for the best, but expecting the worst" wie in dem Lied. Also beides. Denn da ist beides.

Habe mir heute Nacht Gedanken gemacht, was ich gern hätte. Das wird zwar schwierig umzusetzen und wohl auch durchzusetzen sein, aber versuchen kann ich es ja.
Ich möchte nämlich ehrlich gesagt keinen Stress. Einfach nur hier raus. Raus aus dem Chaos, weg von Strukturlosigkeit. Abstand zu dem ganzen.
Lernziel könnte evtl. sein, Dinge nicht auszuhalten und auszusitzen. Also nicht jeden Mist mitmachen. Denn neben all meiner Kritik habe ich auch Dinge ausgehalten die Quatsch waren. Nicht generell Quatsch aber für mich eben. Denn ich konnte nicht liegen... warum also bin ich jede Woche zum PMR, bzw. warum habe ich nicht gefragt ob man das lassen kann, oder gefragt ob man das individueller machen kann... oder sowas... ich saß da, permanent damit beschäftigt mich nicht zu verlieren. Jede Woche...
Andere sind, bei tatsächlich jeder Therapie nach maximal zehn Minuten raus, spazieren gegangen, oder sonst was... haben sich bei den Diensten mit dem Argument ihnen geht's nicht gut raus gezogen (ja klar, wir anderen waren da weil es uns soooo gut geht :roll: )

Damals fand ich das blöd, dachte ehrlich gesagt warum diejenige den Platz jemandem weg nimmt, der damit vielleicht tatsächlich etwas anfangen kann. Spazieren gehen kann man auch daheim. :oops: ja, ich denke oft ziemlich böse :(

Jetzt wäre ich gern diejenige die sich nimmt was sie braucht und ablehnt was nicht gut tut. Ohne dafür auf den Deckel zu bekommen...


:? irgendwie liest sich das aber total blöd.

Will ja auch mitmachen, gerne. Was auch immer. Aber ich möchte nicht ständig anecken, oder eben zeit absitzen.

Wenn es so wäre wie damals, also als ich 18 war, oder dann später die Station von Dr. K da war ich dann knapp 20. Da war mehr Therapie, auch mehr Gruppentherapie, die ich so nennen kann.

Aktiver und mehr... mit klaren Regeln die für alle gleich sind. Mitmachen und wenn etwas nicht passt kann man hinterher mit jemandem reden. Damals war das nie Anlass für Kritik. Es gab nie eine Runde in der allen kollektiv vorgeworfen wurde zu viel Ressourcen zu nutzen, obwohl es nur einzelne betraf...

Ich will nur kein Elterngespräch, oder die Kripo da haben, oder zum Gutachten müssen. Das wird ja wohl aber diesmal alles nicht der Fall sein. Das ist vorbei.


Vielleicht aber irgendsojemand wie Herrn K, Schwester C, oder Frau P :cry: solche Menschen wären gut. Die zugewandt bleiben, bei denen man nicht stört.



Erste Woche ankommen und hingehen wo ich hin soll und in der zweiten Woche auch. Dann mal schauen wie sich das anfühlt und denkt und schauen was ich will... und ganz wichtig schauen wie die anderen das machen. Also wenn jeder immer überall hingeht, mache ich das auch. Wenn niemand kritisiert mache ich das auch nicht. Zumindest versuchen. Versuchen wie alle zu sein.



Toll, könnte schon wieder heulen gerade... ich will niergendwo hin.... zu niemandem.... will nichts machen... nur schlafen, oder sowas... meine Ruhe haben....



SH
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Imagica
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Sa Feb 09, 2019 10:45 pm

Liebe SH,

ich denke, Du solltest Dich nicht überanpassen und verstellen. Das hilft Dir nämlich nicht weiter. Damit machst Du ja dann so ziemlich dasselbe, was Du als Kind tun mußtest. Und das kann einfach nicht gesund und hilfreich sein. Klar, ein bißchen anpassen muß man sich immer überall. Also z.B. wärs doch total unangemessen, wenn man auf einer Beerdigung Witze erzählen würde. Also auch da paßt man sich an und tut sowas natürlich nicht. Aber da gibts ja schon auch eine Grenze, wann die Anpassung "normal" ist, und wann es zu viel wird und zu Überanpassung wird.

Ich würde auch sagen, laß Deine Kater erst dann abholen wenn Du selber weg bist. So hast Du die Nacht noch mit ihnen, kannst Dich in Ruhe von ihnen verabschieden, ich glaube, das täte Dir sicher gut. Und zurückbringen, kurz eh Du nach Hause kommst. So sind sie gleich da und begrüßen Dich, oder aber zeigen Dir beleidigt ihre Hintern :D ..was dann aber auch nur zeigen würde, daß sie Dich wirklich vermißt haben und Du ihnen wichtig bist. Und wenn Du dann so direkt sehen kannst, wie Du vermißt wurdest, dann hilft das vielleicht auch gegen eventuelle S-Gedanken?

Ich würde mir glaube ich, die vorgesehene Zeit (wenn Du das weißt? Hab da echt keine Ahnung von ob man das im Voraus genau weiß?) dann grau im Kalender markieren. Am allerbesten grau mit einem grünen Rahmen drum, aber das geht bei nem Handykalender vermutlich nicht? Weil das würde dann grau für neblig, ungewiß markieren, und der grüne Rahmen stünde für die Hoffnung das das graue Ungewisse was Gutes sein wird. Und den voraussichtlichen Tag der Rückkehr nach Hause und dem Wiedersehen der Kater würde ich in Regenbogenfarben markieren. Ja sorry, jetzt werd ich kitschig ;-)

Ruhe haben.. nichts machen, niemanden sehen, nirgendwo hin.. ja also DEN Wunsch kann ich sehr gut nachvollziehen! Das wünsche ich mir auch ziemlich oft.

Liebe Grüße,
Imagica

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Feb 11, 2019 6:22 pm

zu schwach und wackelig bin ich für so viel an einem Tag :(

Jetzt ist er fast vorbei, bin seit halb fünf auf den Beinen. Den ganzen Tag Stress, weil unterbesetzt und ich dann so eine Art Turbogang einlege und je nachdem mit wem man arbeitet... nun heute habe ich alles aufgefangen. Je nach Kollege verteilt es sich, werde ich sogar weg geschickt, Pause machen oder so. Heute nicht. Ich kann noch da auch nicht wirklich schützen, habe es heute weiter erst bemerkt als es zu spät war...

Echt ko gewesen, am Ende vom Dienst schon. Nee eigentlich die letzten beiden Stunden. Wir sind so ausgestaktet, dass es OHNE besondere Vorfälle gerade so funktioniert. Tja... da muss man dann Abstriche machen. Auf Toilette war ich gar nicht, Pause nur zehn Minuten und Pflege nach Mindeststandards, reden nur wärend dessen... nicht schön :(

Dann kann auch blich Chef... der so neugierig ist. Mich ausgefragt hat, erst belangloses, dann sollte ich was zeigen, er hat x mal den Platz im Raum gewechselt. die Zehn Minuten Pause mit dem Chef der im Grunde wissen wollte wo ich hingehe... denke ich mal, denn nach mehreren Randthemen fragte er dann direkt. Dazu sagte ich aber nix... er liebt das sei auch mal in einer Klinik gewesen.... ich würde jetzt, aber auch später fehlen... es ist also ok jetzt zu gehen... das wird schon.... stressig fand ich das dennoch.


Bin aber pünktlichst raus, hatte das auch angekündigt... wegen Zahnarzt :(

Hatte Zahnbürste daheim vergessen und weil der Termin so dicht an der Arbeit war und ich eigentlich echt zu alt für diesen Zirkus bin... nun geplant ohne Beruhigungsmittel...

Heim gerast, Zähne geputzt... zum Auto raus...


sprang nicht an.... Radio geht, Licht auch, aber sonst kein Mücke. Nix...


super zehn Minuten bis zum Termin, morgen Frühdienst...

ganz schnell einen Fahrer gesucht und in der Werkstatt angerufen... sie holen es... Schlüssel aufs Rad... oh man gedanklich bin ich durchgedreht... sah mich ohne Auto weil geklaut, oder weil unreparierbar, oder weil zu teuer.... und dreckig ist mein Auto auch, innen wie außen... peinlich...

ohne Auto im Wartezimmer und zu spät hatte zur Folge dass ich eine Stunde warten musste... warten mit dem Gefühl nicht weg zu können, weil kein Auto... mit der Angst nicht geholt zu werden... vergessen, oder Handy geht nicht... oder oder oder....

dann ein anderes Behasndlungszimmer als beim letzten Mal. Eine Kleinigkeit... andere Frau dabei, die viel zu jung und nicht so ruhig war... mir liefen da schon Tränen.... alles zuviel...

der Zahnarzt aber wieder lieb und geduldig... sagte zu ihr sie soll dern Knautschzahn für mich holen... aber dadurch war er kurz allein mit mir und mir war eh schon alles zu viel...


Tränen und Zittern...

Immer noch Eiter... wieder Medikament rein...


ja und dann sagtev ich dass ich in 4 Wochen ins Krankenhaus muss und das länger... wie lang? 6-8 Wochen... ja hab's gesagt, allen Gedanken und dem ganzen Chaos im Kopf zum Trotz...

Die schaute komisch... er blieb ruhig... ich sage dann nur dass meine Zahnarztangst nicht mein einziges Problem ist.... das dachte er sich, er erwähnte meine Narben am Arm... peinlich irgendwie... aber es ging...

er hat Urlaub und dann bin ich weg... der Zahn kann erst mal so bleiben, ich soll mich aber melden wenn ich wieder da bin. zu lang darf es nicht so bleiben.

Ja.


Dann draußen - ohne Auto

Anrufen... verwählt und verklickt und nix ging richtig... dann aber doch...


kommt gleich.... ich draußen... ich gehe seit Sichern, nein Monaten, über ein Jahr... naja lange halt... nur zu Terminen.. mit meinem Auto, so nah wie möglich dabei (selbst seitwärts einparken nehme ich dafür in Kauf)
im Anschluss klappt dann manchmal noch einkaufen.... WENN es mir gut geht, ich etwas dringend brauche UND der richtige Parkplatz frei ist...


ohne Auto fühlte ich mich winzig und schutzlos und ganz allein...


ganze 5 Minuten allein (lächerlich eigentlich) in einer Kleinstadt... hell war es auch noch... (ja lächerlich)
Auto vor der gefunden... dachte erst sie hätten es vergessen... aber es ging an... dachte ich hätte was falsch gemacht und die lachen jetzt über mich.... aber Autofahren klappt super...

angerufen... ein Kabelbruch war es und sie haben auch Lämpchen erneuert und Öl nachgefüllt... die wissen ganz genau dass ich nur fahren kann, sonst nix. Doch Wischwasser auffüllen und als die Motorkontrollleuchte mal an war, habe gewissenhaft nachgeschaut und in der Werkstatt dann berichtet, dass der Motor da ist wo er hingehört und ich mehr nicht tun kann. Was haben sie gelacht... dabei war das mein voller Ernst... kontrolliert und dann in fachkundige Hände übergeben....

Ja also es läuft, Rechnung kommt. Klang jetzt nicht so teuer... ging auch schnel... abwarten...

ja und jetzt... getippt... wie um mein Leben... aber es hilft... es fließt raus, hat einen Platz und später kann ich nachschauen wo meine Probleme waren und wo sie sind... wie ich das einzuordnen habe...


Aber ich habe hier daheim nichts gemacht... bin nicht mal richtig in die Wohnung... Hocke im Flur und die Kater jammern mich an.

10,5 Stunden übrig.... aber schlafen möchte ich auch... also eigentlich nur noch bis 21:00 Zeit...

Hilfe hätte ich gern... weil auch wenn das was ich noch machen muss um morgen auf die Arbeit zu können stresst mich schon... und das ist nur Kleider raus legen und zwar wirklich und alles und dahin wo es sein soll und liegen lassen... genau da... Tee kochen... aber mmt Wasserkocher, was besser ist als der Herd... damit ich genug trübe und nicht wieder Kopfschmerzen bekomme für den ganzen Tag morgen... also mehrfach kochen... und dabei nicht den Faden verlieren, oder losheulen weil ich mich verbrenne oder so... dann noch Essen einpacken und ALLES vor die Haustür legen.... wirklich und tatsächlich und DA liegen lassen...


Das ganze dann noch für die Katzen... heute Abend morgen früh.


Das sind nur die Basics... da ist noch kein Abendritual, oder mit den Katzen Spielen, oder irgendwas... geschweige denn die Zeit und der Stress wenn ich diesen Körper auf Vordermann bringen will... was eigentlich zu den Basics gehören sollte....


Ich weiß nicht wie und wann ich das früher hingekriegt habe... ohne darüber nachzudenken, oder Stress, oder Vernachlässigung... ja und auch ohne peinliches Onlinetagebuch....

kalt ist mir auch und Hunger habe ich auch... na immerhin meldet sich mein Körper wieder... ach ja, letzte Nacht Dank Tablette und Decke gut geschlafen. Fünf Stunden Blackout :)


Soll ja auch positives seinen Platz haben...


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Mo Feb 11, 2019 9:43 pm

Hi SH,

puuuuuh, das klingt aber auch extrem anstrengend! Ehrlich, ich glaube, das hätte auch einen "normalen" (blödes Wort, aber ich meine halt einfach Jemanden ohne mb-Erfahrungen oder ähnliches) total aus der Bahn geworfen und völlig ausgelaugt.

Hihihi.. sorry, aber da muß ich jetzt auch lachen, daß der Motor da ist wo er hingehört. Ich hab zwar auch keine Ahnung von Autos, aber wenn irgendwas ist, dann googele ich stundenlang bis ich kapiert habe, was die Ursache sein könnte. Ist aber auch notgedrungen so, weil das Geld für spontan mal eben Werkstatt habe ich nicht, also muß ich mir dann schon was einfallen lassen, wie ich das möglichst günstig wieder hinkriege. Zur Not selber machen. Einiges habe ich in der Tat schon selber hinbekommen, anderes nicht. Aber zumindest versucht hab ichs immer.

Dann hast Du wohl ähnliche Probleme mit Deinem Zahn wie meine Tochter mit ihrem. Ihrer bleibt jetzt einfach komplett offen, weil immer wenn er zu gemacht wird, kommt die Entzündung von vorn. Aber bei ihr ist es natürlich auch was anderes, denn es ist ja noch ein Milchzahn, der sowieso irgendwann ausfallen wird, aber jetzt halt einfach noch bleiben sollte, weil bis der dran ist, wirds noch ein paar Jahre dauern.
Find ich aber mutig, daß Du das dem Zahnarzt so sagen konntest! Ich weiß nicht ob ich das könnte.

Ich wünsche Dir viel tiefen Schlaf heut Nacht!

Liebe Grüße,
Imagica

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Feb 12, 2019 5:42 pm

Danke Imagica :)

Ich habe echt Null Ahnung von sowas, bzw. alles was "Kabel" ist macht mir Angst... bzw. alles was mit Strom irgendwie in Verbindung steht... musste früher sowas anfassen, absichtlich... naja :(

Wobei ich schon auch jedes Mal Google nutze ;) Und mir fällt gerade ein, dass ich tatsächlich mal eine Sicherung gewechselt habe. Logisch ist bei mir wohl nix (siehe oben)

In der Werkstatt wissen sie aber meist auch erst nach dem "auslesen" was das Auto hat. Wenn mein Tablett mir das ganz genau sagen würde, ginge vielleicht mehr... wer weiß...


Oh je, dass deine Tochter so Probleme hat tut mir leid. Hoffentlich tut es nicht weh(?)

Zähne sind wie Autos. Kommen mit "Au", gehen mit "O" und dazwischen ist "T" wie teuer :(



Heute bin ich direkt nach der Arbeit auf "Fotosafari" gegangen, denn da ist grün, frisches grün. Im Vorgarten den die Vermieterin ordentlich hält, aber auch in meinem "Garten" Krokusse, glaube ich und auch eine mini (hoffentlich mini) Narzisse schaut aus der Wiese. Ich hatte ja viele, viele Blumenzwiebeln gesetzt, irgendwohin...

Jetzt hoffe ich es friert nicht mehr, damit sie nicht sterben... ärgere mich dass ich das neue Hochbeet nicht mal ausgepackt, geschweige denn angelegt habe... wollte schon Googlen wegen den Johannisbeeren, wann ich die schneide und nochmal wie genau... tja und dann liefen mir die Tränen, draußen... weil ich ja weg bin, wenn es richtig los geht... :( Meine bunte Blumenwiese :(


Und bis ich wieder da bin, ist es vielleicht zu spät für mein Gemüse?



Luxusprobleme, ich weiß, Jammern auf extrem hohem Niveau. Ja. Undankbar auch, weil andere ewig warten auf einen Platz usw.


Aber gerade denke ich, vielleicht könnte ja der Garten was längerfristiges sein... ein "Plan" so wie letztes Jahr das Musical im Dezember, welches mir das weitermachen oft erleichtert hat. Ein erreichbares Ziel.. Ach weiß auch nicht, der Gedanke verflüchtigt sich gerade wieder...


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Di Feb 12, 2019 9:18 pm

Hi SH,

hmm.. weiß nicht ob das jetzt zu viel verlangt wäre, aber könnte nicht vielleicht irgendwer von Deiner Familie mal zwischendrin ein paar Fotos von Deinem Garten machen für Dich? Das ist zwar nicht ganz dasselbe wie es selber live zu erleben, aber vielleicht ja trotzdem schön?

Es gibt bestimmt auch Dinge, die Du danach noch pflanzen kannst. Irgendwas spätblühendes oder so. Ich hatte mal ein winziges Beet und null Ahnung, aber plötzlich hatten mein Exfreund und ich Lust, es in Ordnung zu bringen und da irgendwas zu pflanzen. Ich glaube, es war schon Juni, aber es hat trotzdem funktioniert und vieles ist dann auch wirklich schön gewachsen. Nicht alles.. wenn zwei völlig ahnungslose rumexperimentieren klappts halt auch nicht immer ;-) Aber ein großer Teil ist doch tatsächlich was geworden, obwohl auf den Samenpäckchen überall eine viel ehere Zeit zum Einpflanzen angegeben war.

Zähne sind wie Autos, DAS ist gut! Und echt passend! Nein, Schmerzen hat sie nicht mehr, solange der Zahn einfach offen bleibt und sie dann aber auch wirklich regelmäßig Zähne putzt und gurgelt, damit sich nix reinsetzt. Anfangs wars aber echt schlimm. Sie sagte abends sie hätte da an der Seite Zahnschmerzen und ich dachte noch, da drückt vielleicht irgendwo ein neuer Zahn oder schießt ein. Und am nächsten Morgen war ihre Wange doppelt so dick und ich geschockt. Aber jetzt ist es ok so, mit dem offenen Zahn.

Ähm.. ja.. Kabel..wem sagst Du das. Ich hab da auch so meine Erfahrungen mit. Einmal hab ich mir selbst nen Schlag verpaßt, mit zarten vier, weil ich experimentieren mußte und zwei Steckdosen mit wunderschönem Geschenkband mit Goldstreifen drin verbinden mußte *autsch*. Und einmal wars mein Opa, der das einfach witzig fand mich und meine Cousins ans obere Ende der Kellertreppe zu stellen und uns Kabel in die Hand zu geben die wir halten mußten. Nacheinander.. er hat jeden damit "reingelegt". Mein Opa war nicht bösartig, er war sogar der beste und netteste aus der Familie, aber er hatte einen fiesen und teils echt gefährlichen "Humor".
So als Teenie und Anfang 20 habe ich dauernd Dinge zum Kurzschluß gebracht, durch meine bloße Anwesenheit. Betrat ich einen Raum, machte es "Peng" und die Glühbirne brannte durch. Ein Schalter mit kleinem Lämpchen drin hat plötzlich geblitzt als ich ihn anfaßte, Autos in die ich stieg, sprangen nicht mehr an und und und. Zum Glück hat das größtenteils aufgehört, sonst hätte ich ganz schlechte Karten mit selbst reparieren :D Also, langer Rede kurzer Sinn: Ich hab auch Respekt vor Kabeln und allem elektrischen, und das elektrische wohl auch vor mir.

Und ich finde das übrigens nicht undankbar, sondern kann es gut verstehen daß Du Dir da Gedanken machst. Der Garten ist eine Deiner Ressourcen (behaupte ich jetzt einfach mal, aufgrund dessen was Du früher schon darüber geschrieben hast) und klar will man, daß die Ressource natürlich dann auch erhalten bleibt! Also absolut verständlich und vollkommen in Ordnung, wenn Du nachdenkst, wie das denn trotz Abwesenheit wohl klappen kann. Eigentlich bloß Selbstfürsorge, und die ist immer gut, wo wir ja dazu neigen da eher wenig Energie reinzustecken.

Liebe Grüße,
Imagica

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