Genau jetzt

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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Mai 05, 2019 10:59 pm

:shock: Hallo Unverblühmt, vielen Dank für die Antwort.

Manche Zufälle sind … ja fast schon wieder gruselig...

Die Oberärztin hier hat mir Tradozon empfohlen, vorletzte Woche. Ich habe mich grob darüber informiert, auch kurz darüber nachgedacht, es aber dann wieder verworfen... tja und jetzt.... mhm… es bliebe ja eine feste Einnahme, also jeden Abend. Das schreckt mich ab. Wenn ich es aber einigermaßen flexibel nehmen kann, wäre es vielleicht doch etwas(?)

Ob ich wirklich eine antidepresssive Wirkung brauche weiß ich nicht. Irgendwie finde ich, bin ich nicht so richtig langanhaltend depressiv...

Das Zopiclon nehme ich ja nur bei Bedarf und spüre wenn ich es wie jetzt seit ein paar Tagen wieder NICHT nehme tatsächlich keine Absetzerscheinungen. Es macht mich entweder nicht abhängig, oder aber ich nehme es dazu zu selten. Von daher habe ich mit dem Zopiclon keine Probleme, ohne nur die die ich ohnehin habe... :?

ungewünschte Nebenwirkungen würde ich ja relativ bald merken(?) und könnte es dann absetzen.


Ich glaube ich spreche das am Dienstag in der Visite nochmal an, oder frage ob ich nochmal zur OÄ kann um da nochmal nachzufragen. Wegen der Nebenwirkungen habe ich ja Angst, da würde ich es dann doch lieber hier ausprobieren, als daheim allein.

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Unverblümt » So Mai 05, 2019 11:07 pm

Also die einzige Nebenwirkung die ich habe bzw hatte vom Trazodo waren 2 kg Gewichtszunahme :mrgreen: damit kann ich gut leben.

Gut ich habe das Zopiclon regelmäßig über Jahre genommen und bin froh davon weg zu sein.
Der Schlaf ist für mich qualitativ wesentlich besser jetzt.

Frag noch mal nach und las es dir erklären.
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » So Mai 05, 2019 11:11 pm

Danke.

Ja ich spreche das spätestens Dienstag nochmal an.

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Unverblümt » So Mai 05, 2019 11:15 pm

PS und ich hab natürlich die angenehme Nebenwirkung der aufkommenden Müdigkeit und des besseren Schlafes und nur deshalbnehme ich es nicht wegen Depression.

Ich nehme auch noch ein anderes Medi wo wir es nur auf die Nebenwirkung abzielen, ein Blutdruckmedi wo womit ich weniger Albträume und Flahs habe in der Nacht.

und bitte gern :wink:
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Mo Mai 06, 2019 9:01 pm

Hi SH,

haha, nichts planen, nicht nachdenken wann der richtige Zeitpunkt für irgendwas ist.. ähmmm... :D Also sowas geht bei mir ja auch mal rein garnicht.

Ich finde, Deine Pläne klingen gut! Und daß Dir das Gespräch mit Deiner Mutter Angst macht, verstehe ich sehr gut. Das ginge mir ganz bestimmt ganz genauso. Umso besser und mutiger finde ich, daß Du das machen willst.

Ich meine auch, daß Du so ein AD nicht punktgenau nach Uhrzeit nehmen müßtest. Also ich hatte ja früher mal eins und das habe ich dann genommen wenns ging. Wenn ich früh ins Bett ging, hab ichs früher genommen, ging ich später, hab ichs später genommen. Das konnte mal um 21 Uhr und auch mal um 0 Uhr erst sein. Meins hat zwar auch nicht wirklich müde gemacht, aber so nehme ich jetzt noch meine Medikamente für den Rücken (also wenn ich gerade welche nehme, ich mache immer wieder Pausen damit). Wenn es welche sind die müde machen. Immer so ca. ne halbe Stunde vorm schlafen gehen. Der Wirkung hat das bisher nie geschadet und mein eines Medi für den Rücken ist auch gegen Angststörungen, wirkt also schon auch auf die Psyche.

Aber ja, daß Du jede Nacht schlafen würdest, ich glaube ich verstehe da das "Problem" dabei. Ich könnte es jetzt nicht erklären, warum und wieso, aber ich verstehe es trotzdem. Ich hab mir mal versucht vorzustellen wie es sich anfühlen würde, wenn ich keine Probleme mehr hätte. Keinen Streß, kein Trauma (oder es wär halt gut genug verarbeitet), kein dauerndes Pech mehr, keine Krankheiten, kein ewiger Schlafmangel.. einfach ein gutes Leben. Ich hab mich richtig in das Gefühl hineinversetzt und nach wenigen Sekunden fühlte es sich garnicht mehr gut an, sondern ich dachte: Und jetzt? Sch... mir ist langweilig! Was mach ich denn jetzt bloß? Wenn das alles weg wäre, müßte ich mir ein neues Ziel suchen und ich hab ehrlichgesagt null Ahnung was das sein könnte. Ja, vielleicht irgendein Job, Geld verdienen wär ja mal toll. Nur hab ich null Ahnung was ich überhaupt machen wollen würde. Ich weiß ja garnicht wer ich bin, wie ich soll ich da wissen was ich machen wollen würde?
Und beim Schlaf kommt auch noch dazu: Wenn wir gut schlafen würden, wären wir (theoretisch) viel leistungsfähiger. Und wenn wir leistungsfähiger wären, würden wir auch viel mehr von uns erwarten zu leisten. Und wenn wir das dann aber trotzdem nicht schaffen, würden wir uns wieder selber runtermachen. Also bei mir zumindest wär das mit Sicherheit so.

Liebe Grüße,
Imagica

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Mai 07, 2019 3:27 pm

Hallo Imagica, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Wobei es durchaus so ist dass ohne Trauma und Folgen erstmal eine ziemlich große gähnende Leere, ein NICHTS da ist.

Ausbildung ja, Fachbai auch, Studium beendet nein, Partnerschaft/Familie nein, Beruf mit Aufstiegschancen nein.

Ich glaube manchmal ich halte so sehr an meinem Beruf fest, weil ich mit geregelten Arbeitszeiten und freien Wochenenden in die Bedrängnis käme mit meiner Freizeit tatsächlich etwas anstellen zu müssen :shock: :wink: :lol:


Ich behalte das mal im Hinterkopf.


Und ich muss zugeben, dass ich das mit dem AD NICHT angesprochen habe in der Visite. Auch wenn es verrückt klingt, aber es beschreibt am besten wie das ist. Es wurde wieder laut im Kopf, Gedanken in sämtliche Richtungen zugleich, aber mit dem Grundtenor NEIN



Nun, aber mal zu dem Tag gestern. MONTAG. Montag ist seit Woche eins (ich kam ja montags an) der heftigste Tag der Woche

Der Plan für gestern:

ab 6:45 wiegen und RR Kontrolle (also Schlange stehen und Stress)
anschließend Frühstück
9:00 Wochenstartgruppe (geballte Emotionen, Pläne, Probleme der Gruppe in der retrospektive zum WE und perspektivisch für die Woche)
10:00 verbale tiefenpsychologische Gruppenpsychotherpie (geballte Emotionenen, schwere intensive Themen)
11:00 Traumastabilisierungsgruppe OÄ geleitet (da sind wir "gemischt" aus meiner iegentlichen Therapiegruppe bin ich die einzige die daran teilnimmt, die anderen kommen von anderen Stationen)
anschließend Mittagessen
13:30 Gymnastik
(14:00 ein Vortrag der CÄ den ich sehen wollte zu Thema Körperbild und Essstörung)
15:00 das erste Mal Körperwahrnehmung für mich

Manchmal kommt noch Ergometer dazu und oder Wassergymnastik


In der Startgruppe konnte ich sagen wie das WE war, was ich diese Woche vor habe, dass mir der Gruppenwandel zu schaffen macht.

In der VG gabs einen sehr emotionalen Abschied. Das tut mittlerweile richtig weh, weil ich die Menschen gut kenne... heute auch "mein" Patenpatient (ich fühle mich für "meine" doch verantwortlich ehrlich gesagt)
dann die Frage vom Thera wer ein Thema dabei hat.

gewartet, noch mehr gewartet... innerlich von 10 rückwärts gezählt... gesagt dass ich die Stunde gern nutzen will.

Tja und dann ohne Details, ohne MB oder sowas in den Mund zu nehmen gesagt dass es ein Gespräch mit meiner Mutter geben wird, ich fürchterliche Angst davor habe. Mein Erkenntnis dass die Welt da draußen sich während dem Aufenthalt erbarmungslos weiter dreht. Meine Probleme ja noch immer da sind und die einzige Lösung für mich ist, dass ich neue Hilfen etablieren und vorhandene Angebote ANNEHMEN muss.

Und warum auch immer, erklärte ich wie schwer es ist arbeiten zu gehen, wenn man nicht einfach so einkaufen gehen kann... sagte dass das im letzten Jahr meist nur in Begleitung geklappt hat... und ich sagte auch dass ich Probleme mit dem Duschen habe... daheim, aber eben auch dass ich in den acht Wochen hier nur einmal im Zimmer geduscht habe...

Gott, war mir das peinlich, schon direkt in dem Moment...

es gab auch viel Stille, aber auch Rückmeldungen… der Thera war sehr hilfreich, unterband zu konkrete Fragen, blieb aber unterstützend. Es gab Rückmeldungen, die durchaus positiv und aufbauend sein sollten... aber ich wäre am liebsten versunken...

Am Ende der Stunde flüchtete ich regelrecht zur Traumagruppe.

Da waren mehrere durch den Wind. Die OÄ hat dann sehr individuell stabilisierende Hilfen gegeben. Ob ich überhaupt bleiben kann fragte sie... denn ich konnte zur Spannung kaum etwas sagen (ein Indiz für extrem hoch) konnte nur nicken und mit dem Kopf schütteln...

über die Themen der anderen taute ich dann aber auf und redete auch... konnte auch sagen dass ich Angst habe vor dem Ende der Gruppe, weil es ja bedeutet raus zu gehen, zu den anderen...


Wie das Leben aber so ist, Gruppen enden, Räume müssen verlassen werden...

ich schlich ins Zimmer

dort übelegte ich gar nicht zum Mittagessen zu gehen. Die Option strich ich aber... denn in solchen Situationen nicht essen zu gehen könnte kippen. Dann wäre ich womöglich abends auch nicht und auch mehrere Tage am Stück nicht.

Dazu bin ich nun aber wirklich zu lange hier und generell in Behandlung und wenn ich das bewusst so denken kann, ist es meine Aufgabe das zu lassen (finde ich) und ausserdem soll es diese Woche um das Gespräch mit meiner Mutter gehen, nicht um mein gestörtes Essverhalten bei Stress....

Also um 12:25 runter geschlichen (bis halb ist Essensausgabe)

Auf dem Gang von einer Mitpatientin über den Arm gestreichelt worden (Wah! ANFASSEN! schrecklich)

Im Speisesaal war niemand mehr von der Gruppe, dennoch versteckte ich mich hinter einem Pfeiler....

Gymnastik… es war laut, ich empfindlich... an sich machte es spass aber ich war zu aufgedreht, machte die Übung anders als andere... erschreckte mich leicht... letztendlich zog ich mich auf die Bank zurück...
Die Bewegungsthera versuchte mit mir zu reden... nur redete ich nicht... es war laut und durcheinander... Nach einem kurzem über die Schulter streichen (wah! schon wieder ANFASSEN) ging sie erst mal wieder zur Gruppe

Am Ende schlich ich so schnell wie möglich raus, wollte nicht mehr angesprochen werden.

Vortrag... tja da ärgerte ich mich, weil mE nach Adipositas etwas stiefmütterlich behandelt wurde. Über das Ärgern kamen Frust und Schuldgefühle. Ich kam mir schlecht vor, böse, kritisch, unzufrieden... als würde ich die CÄ ungerechtfertigt kritisieren.

Am Ende des Vortrags Blick auf die Uhr. JETZT! beginnt Körperwahrnehmung!

Hoch ins Zimmer gerannt, ich hatte nämlich die Decke und Stoppersocken nicht vorher eingepackt, ich Trottel
runter auf -1 gerast. ZU SPÄT!

Wieder hoch ins Zimmer, wo dann buchstäbdlich der Tage über mir zusammen brach. Alles falsch gemacht. Erst zu viel, dann gar nicht geredet, nicht mitgemacht, "Böse" gewesen, zu spät gekommen. Wochenlang nach Körperwahrnehmung gefragt und dann zu spät kommen...

Eingewickelt in meine Therapiedecke durchs Zimmer gelaufen, nur besser wurde es nicht, weiche Knie, Schmerzen in Armen und Beinen, alles voller Gedanken...

Melden soll ich mich, versuchen mich früher zu melden, nicht erst wenn es vorbei ist... nach vorne laufen machte Angst, weiche Knie, Angst hinzufallen, Angst Zeit zu verlieren... also habe ich geklingelt und mich beim aufleuchten des roten Lichts erst recht erschreckt. Richtig schnell kam da Panik. Jetzt kommt jemand, ich habe geklingelt...

Mit Decke und Skillbeutel in die Zimmerecke bei der Balkontür geflüchtet und zusammen gesackt. Ich wollte davon laufen, im Boden versinken, aber bevor ich irgendwas machen konnte war die Schwester schon da.

Ach du je... wo ich bin und wo genau... wer ich bin, wer sie ist... wer mein Therapeut ist... Fr.Ko ob sie sie rufen darf, dafür müsse sie kurz aus dem Zimmer. Nicken.

Es kam dann der Arzt, klar, Fr.Ko ist noch im Urlaub gewesen.
Aber er war ganz so wie er eben ist. Sanft und ruhig und vorsichtig. Geklopft, sich angekündigt noch in der Tür stehend, dass er rein kommt... ich bin trotzdem tiefer in der Decke verschwunden...
Er setzte sich... ob ich nicht aufs Bett will.... tja und da kam altes und ich kämpfte ziemlich heftig dagegen an... Bett und (gefühlt) aufgefordert werden …
ich glaube er hats gemerkt... ob ich auf einen Sitzwürfel will, oder auf den Stuhl... aber ich wurde kleiner in der Decke und schüttelte den Kopf.

Letztendlich setzte er sich zu mir auf den Boden, was mich auch heute noch beeindruckt.

Irgendwann ging auch reden und bisschen aus der Decke raus kommen.

Viel hätte ich geschafft, das wäre eigentlich auch zu viel, mehr als er heute gemacht hätte. Eine Sache nur nicht geschafft...

Später dann gemeinsam ins Stationszimmer.. eine Schmerztabeltte, vor lauter weinen hatte ich Kopfschmerzen.


Bei der Schwester durfte ich noch eine Weile sitzen bleiben... habe da auch mehr erzählt dann. Dass ich mich schäme eben, am liebsten abreisen würde, sofort, einfach um niemanden aus der Gruppe sehen zu müssen, keine Fragen....

Beruhigen, abwägen, auch ablenken und über die Katze hier reden... irgendwann wars besser...

Vorm Abendessen nochmal vorbei kommen könne ich (hatte erzählt dass ich am liebsten nie mehr etwas essen will hier, einfach um niemandem zu begegnen)

Die knappe halbe Stunde im Zimmer konnte ich mich aufs Bett legen, war so unglaublich erschöpft....

Tja und um 17:25 (wenn man noch was warmes will sollte man früh da sein) ging ich dann los. Winkte der Schwester kurz zu, die nachhakte ob ich zum Essen gehe. Nicken.

Tja und da unten dann erst mal versteckt, hinter der Pflanze und mich schon geärgert dass der Autoschlüssel im Zimmer ist... dann aber doch in die Schlange gestellt und dann mit zwei Mitpatienten an "unseren" Tisch. Erst war es still, dann haben wir über Essen geredet, das Wetter, ein für uns neues Getränk dass jemand mitgebracht hat (Birkenwasser mit Minzgeschmack, geniales Zeug) ja und ich redete auch und selbst lächeln ging... es war gut, aber irgendwie auch ein wenig wie daheim... damals vor 16 Jahren nach dem Aufenthalt hier... die Katze aus dem Sack, aber niemand sprach darüber...
später dann waren wir aber nur noch zu dritt. Zwei mir sehr vertraute Mitpatienten und ich. Und da wurde doch gefragt, ganz behutsam und sehr ehrlich waren wir alle... ähnliches ist bekannt, manches anders... aber kein sich abwenden, oder ekeln... im Gegenteil.... und ich heule gerade bei dem Gedanken daran wie gut das tat. Auch lachen zu können, dabei....

Oben dann der Schwester berichtet wie es war und dass es gut war, gut tat...

Bin dann sogar einkaufen gegangen und habe mir auf dem Rückweg einen Blumenstrauß gepflückt.


Was für ein Tag



Heute Visite.... habe nach einer schnelleren Laufgruppe gefragt... statt dessen das Laufen ganz gestrichen bekommen. Zu viel... ich gehe bald, runter frahren.. mir helfen lassen... sie geben acht. Nun gut (*grummel*)


"meine" Thera ist wieder da. Der Arzt war zwar nett und ich meine - hey der setzte sich sogar zu seinen Patienten auf den Boden ;) aber sie ist eben sie und da ging schon ganz viel und beim Gespräch ist sie dabei und überhaupt. Ich freue mich dass sie wieder da ist.
Sehr gut lief finde ich auch die körperbezogene tiefenpsychologische Gruppenpsychotherapie (KG) reden ging, mitmachen ging, mich aber auch rausziehen als etwas schwierig war und ich Angst vorm wegdriften hatte, ging auch.


MTT war heute auch das erste Mal. Erst mal "nur" Einweisung in die Geräte. Und da merkte ich dass ich viel selbstsicherer bin, aber eben auch wie wichtig mir vertraute Personen sind, die ich mag und die mit mir umgehen können. Fr.O :)
Es war gut, aber ich merkte auch wie schnell altes und neues sich vermischt, wie nah am "kippen" es manchmal ist und wie wichtig es ist da ganz bewusst gegen zu steuern. Ich meine es sind lediglich Fitnessgeräte in einer Klinik, nichts schlimmes... dennoch dieses fast eingeschnürt sein in dem einen und die halbliegende Position mit angewinkelten Beinen auf dem anderen... nun das war schon schwer und grenznah, während dem Einstellen der Geräte. In Bewegung und auf den "Ball auf der Straße" achtend war es dann wieder gut und mein Ehrgeiz gepackt.

Mal schauen ob sowas vielleicht auch ambulant daheim geht. Also bissi geschützter als einfach Fitnessstudio. Vielleicht geht da ja?


Einzelkrankengymnastik war auch gut. Entweder haben die das im PC, oder sie sind sensibel genug dafür... oder was auch immer... komplett ohne angefasst zu werden ging das richtig gut.

Wobei ich gerade jeden Knochen spüre und froh bin nachher nur noch aufs Ergometer und dann ist Schicht im Schacht und Feierabend für heute.


Tag zwei geschafft 8)


Irgendwann die Woche nochmal zur Thera wegen Vorbereitung vom Gespräch mit meiner Mutter und sie will auch nochmal die Tests mit mir besprechen.

Morgen will ich die OÄ nochmal nach meinen Unterlagen die ich ihr gegeben habe fragen und erhoffe mir, dass wir da kurz drüber reden können.

Freitag dann Gespräch.... ach ja und morgen eigentlich Zahnarzt... auch sowas vor dem ich am liebsten davon laufen würde...



Ehrlich gesagt reizt es mich wieder zu kommen. Vielleicht in einem etwas besseren Zustand als dieses Mal, nicht so skeptisch und ängstlich am Anfang.... vielleicht...


SH, in der GmbH, von der ich dachte dass knallhart Geld mit mir verdient wird. Tja, wer hätte gedacht dass das so individuell, hochfrequent und zugewandt sein würde?
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Mai 07, 2019 3:53 pm

Irgendwie scheint mein Entwicklungsschritt nach nun ja 8 Wochen hier zu sein einen roten Knopf gedrückt zu haben.

Und die körperliche Erkenntnis gerade ist, dass trotz nur eingewiesen werden und Einstellen der Geräte und ganz sanfte Übungen in der Einzepphysio mir gerade der ganze Rücken und das rechte Bein die Freundschaft kündigen...

SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Di Mai 07, 2019 9:28 pm

Hi SH,

wow, das find ich total mutig, daß Du es geschafft hast, all das in einer Gruppe anzusprechen! Kann ich mir natürlich auch sehr gut vorstellen daß Du dann hinterher Angst vor den Begegnungen mit den anderen hattest. Aber es lief ja dann doch noch gut :-)

Puh, bei dem Tagesablauf wird man aber auch atemlos schon allein beim Lesen! Also da wunderts mich, daß Du alles bis auf eins hingekriegt hast. Ich glaube, bei mir würde das anders aussehen. Ich würde sicher die Hälfte vergessen oder zur falschen Stelle gehen oder so ;-)

Freut mich, daß sich der Gedanke festigt, irgendwann mal wiederzukommen. So hast Du einen (realen) sicheren Ort an den Du gehen kannst wenn Du meinst, das es gerade paßt.

Liebe Grüße,
Imagica

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mi Mai 08, 2019 4:13 pm

Hallo Imagica,

man bekommt das alles auf einem Zettel, jede Woche neu. Da steht, was, wann, wo. Außerdem gibt es ein Heft in dem für jede Therapie steht was man anhaben, und oder mitbringen muss. Stoppersocken, Turnschuhe, Decke, Handtuch, Badesachen... In der ersten zeit habe ich mir das auf den plan übertragen, mittlerweile weiß ich was ich wann brauche. Und nach ca zwei Wochen kannte ich auch alle Räume und die Zeiten der jeweiligen Therapie. Es klingt komplizierter als es ist.

Habe mich heute gemeldet. Klingt super, aber das drumherum, der Weg dahin... ich mag das alles nicht.

Bin zum Zahnarzt, mit Tavor im Gepäck. habe die vor Ort aber nicht genommen, hatte es vor der Praxis vergessen und drin waren so viele Menschen, ich stand plötzlich mitten drin. Vor denen wollte ich sie weder nehmen, noch mich umdrehen, gehen, um kurz drauf wieder rein zu kommen...
Nun es ging auch ohne, es tat auch nichts weh, der Zahnarzt war nett....
Aber es war ein aushalten und Angst runter schlucken...

Der Rückweg zu Fuß half beim "da" bleiben, Ich spürte den Boden gut und die Straße wird fast nicht befahren. Das war gut, denn ich war ein bisschen wackelig unterwegs, so ganz "da" eben nicht.

Vorhin dann VG. Erst sicheres Terrain, bis plötzlich und unvermittelt mein altes und neues Chaos über mir zusammen brach. Ich kann nicht sagen warum, was der Auslöser war (ich weiß es darf aber nicht)

ich versuchte mich zu orientieren, aber der Igelball half nicht, Gegenstände zählen auch nicht... irgendwann sank ich in mir zusammen.

Mich melden, aus der Situation raus gehen, etwas sagen... das wäre richtig gewesen und wollte ich auch tun... aber je mehr eine Mitpatientin redete desto schlimmer wurden meine Gedanken...

nicht reden dürfen
aushalten müssen
das muss so sein

je mehr ich mich aus der Situation befreien wollte desto schlimmer wurde es. Atemnot, Schmerzen in den Armen, den Händen, Beine taub, Übelkeit, Kopfschmerzen... am schlimmsten aber das nicht atmen können.

Ich habe das als unabhängig von der Situation empfunden, eher wie ein Druckmittel. Je ruhiger und kleiner ich wurde, desto besser ging atmen. Sobald ich auch nur versuchte den Mund aufzumachen ging nix mehr...

Im Grunde saß ich dann wie ein Möbelstück da, abwesend, still... gehört habe ich alles und mir innerlich Vorwürfe gemacht. Denn ich will doch hilfreich sein, zumindest aber zugewandt... Taschentücher verteilen, etwas sagen... statt dessen saß ich da wie ein Mehlsack.

Irgendwann sollte jeder was sagen... ich schüttelte aber nur mit dem Kopf. Stunde vorbei, darauf hatte ich gewartet und gehofft... war dann aber kaum in der Lage aufzustehen... alles taub und ich hatte dieses "ich kippe gleich um Gefühl" ich kenne das. Es ist kein "Gedanke", bzw. wenn dann sehr still....

Ich bin dann aber ganz vorsichtig zur Schwester.. habe immer wieder daran gedacht dass umkippen nun wirklich nicht hilfreich ist... man wird mich anfassen.... im Grunde den Spieß rumgedreht.... je mehr dieser Körper umkippen wollte desto intensiver dachte ich an die negativen Auswirkungen davon. Ich kann vielleicht nicht den Atem nehmen, aber auf Kontrollverlust aufmerksam machen, die negativen Konsequenzen usw.

Über einen kurzen Umweg über das falsche Stationszimmer landete ich bei der Schwester. Da war ich fast ein wenig stolz. Nicht umgekippt, mich melden statt dessen. Nur bedeutet sich melden eben auch reden...

Ich habe mich selber nicht verstanden, die Stimme war weg... der Igelball half nur wenig... was die nächste Stufe ist fragte die Schwester... der Würfel...

Tja und da ging es dann, was ja gut ist, aber ebenso komisch… Wenn ich mal bei der Beschreibung "ich höre meine Gedanken" bleibe, würde ich sagen, die misten mögen den Würfel nicht, verziehen sich sozusagen. Auf der anderen Seite ist da etwas ziemlich verspieltes, dass richtig Freude daran hat dass jemand anderes ihn "bunt" macht, durcheinander bringt... da ging anschauen und lächeln sogar...
zwischendurch eher erklären, sich in Details verlieren, auch mit anschauen und eben Konversation verbunden...

Tja und ich eben... ich will den einfach nur lösen, kann das, würde es aber lieber nicht öffentlich machen. Und während dem lösen konnte ich reden. Sehr konzentriert war ich dabei, denn beides zu gleich ist eine Herausforderung.

Es war sogar möglich zu sagen dass das Problem war plötzlich nicht reden zu dürfen... ohne Atemnot oder sonst was... habe schon fast darauf gewartet, aber da kam nix. Wenn überhaupt dann war da Ungeduld...



Ich meine dass das früher nicht so war. Nicht so ein Durcheinander.
Nicht tun zu können was ich will, was richtig und angemessen ist kann ich überhaupt nicht leiden.


Bleibt das jetzt so? Oder brauche ich demnächst in allen Situationen den Würfel :roll:

Mir wird vieles bewusster hier, aber besser wird es dadurch nicht. Im Gegenteil. Das ganze macht mir Angst, nach wie vor... Die Sorge ist, dass es durch das sich mehr und mehr damit beschäftigen eher intensiver wird und öfter vor kommt (?)



Die OÄ hat ja schon gesagt keine DIS aber es gäbe ja ein Spektrum... nun denn... vielleicht ist es das? Also ich und zwar wirklich ICH in verschiedenen Entwicklungsstadien(???)

Boah nee, ganz ehrlich wenn ich mir den Satz da so durchdenke, nochmal lese während dem weiterschreiben wird mir schlecht. Am liebsten würde ich es löschen... das ganze Post... alles bisher...

Sie meinte dass bin alles ich, mal... also das war eins der Gespräche die ich nicht mehr ganz auf dem Schirm habe...
Nun schön und gut alles ich... ich wie ich mir selbst die Luft nehme... um mich am reden zu hindern... während ich reden will.... das ist ungefähr so logisch wie eines der Treppenbilder bei denen man nicht weiß ob es hoch oder runter geht, rein oder raus... ich, die optische Täuschung ?


Bei dem Gedanken wird mir schlecht... Bin ich froh wenn ich mich wieder mit Grundpflege, dem Dienstplan und den Problemen meiner Freundin beschäftigen kann.




SH blieb stehen und hat sich gemeldet, wäre so ohne den ganzen Psychomist mal mein positives Resümee


SH
Zuletzt geändert von ~SteinHart~ am Mi Mai 08, 2019 8:08 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Wildi
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Wildi » Mi Mai 08, 2019 6:43 pm

Ich les dich!

Schreiben geht noch nicht so gut bei mir, aber für liebe Grüße reicht's. :D

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mi Mai 08, 2019 8:06 pm

Danke Wildi :)

So mir geht's immer noch nicht wirklich besser... habe jetzt nach dem diensthabenden Thera gefragt, bzw. wie das jetzt abläuft... dadurch dass ich hier etwas gesondert untergebracht bin, muss ich jetzt also nicht in die Sprechstunde runter, sondern der Thera kommt hoch. Oh man, ich bin nervös.... jemand fremdes...

Bisher bin ich, wenn dann einfach vor zur Schwester (dank der Unterbringung geht das) und damit war es dann meist auch gut... ich hätte nur irgendwie gerade lieber einen Thera...

Na dann hopp SH :roll:


Jedes mal wenn es in der Traumastabi Gruppe um "Anteile" ging, also auch nur das Wort erwähnt wurde... oder auch bei den Terminen bei der OÄ... werde ich still... ich will das nicht hören im Grunde. Ein Unwort, fast schon. Dann wird die OÖ gefühlt vorsichtig, sagt Dinge wie "das sind alles Sie"

naja nun, aber will sie mich damit beruhigen oder was? Das bin alles ich...

Noch immer nicht gegoogelt geschweige denn mal ein Buch gesucht, oder irgendwas um zu schauen was es denn da so gibt auf dem "Spektrum" was das bedeutet.


Am liebsten würde ich gerade alles hinschmeißen. Kein MB mehr als Thema, keine Therapie, gar nichts!

Ohne das blöde Thema keine Zeitlücken, ohne das blöde Thema kein Gedankenwirrwarr.... wobei das ja auch wieder nicht stimmt.... das Wirrwarr beschränkt sich nicht darauf.... wenn ich mal drauf achte...

Mir dem ganzen mehr bewusst zu werden war eine ganz beschissene Idee!
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Mi Mai 08, 2019 8:57 pm

Hi SH,

naja, wie sagt man doch so schön: Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
Das heißt aber nicht, daß man auf der Stelle Dinge ändern kann, nur weil man sie erkannt hat. Manche Dinge an mir habe ich schon vor zehn Jahren erkannt, aber geändert hab ich da trotzdem noch nicht viel bekommen. Nur mm-weise. Kaum spürbar oder sichtbar. Bei manchen Dingen gehts natürlich auch schneller und einfacher, aber vieles braucht eben seine Zeit und die kann für einen ungeduldigen Menschen der alles sofort schaffen will, weil er hohe Ansprüche an sich selbst hat, natürlich auch mal unerträglich lang werden (ich fasse mir da gerade mal an meine eigene Nase ;-) ).

Erkenntnis ist erst der Anfang. Und manchmal haut einen die Erkenntnis erstmal um, aber auch das gehört dazu um so eine Erkenntnis voll und ganz annehmen und irgendwann auch wirklich Stück für Stück ändern zu können. Also den ersten Schritt hast Du schon geschafft und die nächsten wirst Du auch noch schaffen!

Liebe Grüße,
Imagica

gennixx

Re: Genau jetzt

Beitrag von gennixx » Do Mai 09, 2019 9:18 pm

Hi,

hier ist noch eine, die seit Kurzem von Opripramol abends auf Trazodon wechselte - und seitdem viel besser schlafen kann.
Gleichzeitig wache ich jedoch trotzdem auf, wenn sich z.B. nachts meine Hündin meldet. Also alles ok.
Was ich beim Trazodon so gut finde: Es ist gut einstellbar... man kann klein anfangen und dann notfalls noch hochdosieren...

LG, Gennixx

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Mai 10, 2019 12:13 am

Hallo Imagica,

danke für die Antwort. Es so zu lesen ist fast schon beruhigend :)

Es macht mir aber sehr viel Angst. Das alles wirkt so unkontrollierbar. Daheim Zeitlücken zu haben zum Beispiel ist eine Sache. Hier in der Öffentlichkeit sozusagen im Kontakt mit anderen Menschen ist das noch mal etwas ganz anderes. Finde ich.

Die Thera setzte heute an, wollte etwas sagen... ließ es aber dann, das wäre heute nicht gut... nun denn... wir wollten ja auch eigentlich das Gespräch mit meiner Mutter vorbereiten, für morgen.... aber auch das schafften wird nicht... morgen Vormittag also nochmal ein Termin, Nachmittags ist dann meine Mutter da.
Eine Scheißangst habe ich ehrlich gesagt.

Nunja… neben der Angst vor morgen, interessiert mich aber auch was sie sagen wollte.
Vielleicht auch in etwa was da im Entlassbrief stehen wird... in "Wünschdirwas Land" hätte ich gern eine "Rucksackdiagnose" etwas das ich (zusätzlich) habe, nicht etwas das ich bin. Ja noch immer möchte ich lieber keine PS haben. Wenn dann aber doch, dann impulsiver Typ oder so... Das dissoziative Zeug will ich auch, egal wo auf dem Spektrum.

Nee, eigentlich hätte ich in Wünschdirwas Land lieber Nix. Bzw. doch, ein Haus, ein Pony, ne Million auf dem Konto. So etwas in der Art ;)

Hallo Gennixx,

danke auch dir.

Mhm, ich würde es gern doch nochmal ansprechen. Es ist nur ein wenig so wie sonst manchmal beim nicht sprechen und sich nicht rühren können. Je mehr ich will, bzw. wenn ich kurz vorm in die Tat umsetzen bin, herrscht totales Chaos. Da weiß ich dann fast nicht mehr was ich will, oder was nicht und vor allem warum... Wie so ein instinktives Nein, also etwas das ich nicht bewusst konstruiere, sondern es ist da du ich kann mich nicht durchsetzen dagegen...


Vielleicht schaffe ich es zur nächsten Visite doch noch anzusprechen und zu versuchen. Es bliebe noch eine Woche es zu testen. Negative Wirkung müssten ja recht bald auffallen(?)



SH
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(William Gibson)

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Mai 10, 2019 12:20 am

Tja und ganz unabhängig von dem ganzen war der tag heute recht gut, aber zu kurz und ich zu langsam.


JETZT, also zu einer sehr bescheuerten Uhrzeit, würde ich echt gern duschen. Morgen bissi frischer sein als Waschlappig gewaschen :oops: Bis jetzt hat sich zwar niemand beschwert, aber meine Haare stören mich dann doch nach ein paar Tagen...

Nur habe ich nach wie vor Angst, wieder zusammen zu sacken und wimmernd da rum zu liegen.... womöglich gefunden zu werden, nackt, in nem beschissenen Zustand...

Würde ja eigentlich echt gern zur Schwester vor und das sagen... daheim ging es auch am ehesten, wenn jemand in der Wohnung war... Badtür angelehnt, auf keinen Fall zu... aber eben auch die Absprache mich NICHT anzufassen, auch im Notfall nicht... möglichst draußen bleiben und wenn überhaupt nötig ne Decke über mich werfen und dann erst kommen...

DAS ging einigermaßen... bzw. da passierte mir nix und es hielt sich was die Peinlichkeit betrifft in Grenzen... im Grunde durch die angelehnte Tür zugequatscht werden, sich ein wenig bescheuert fühlen...

Aber jetzt das Thema ansprechen ist nicht gerade der beste Zeitpunkt...


Und nach nun über acht Wochen ist es auch einfach so festgefahren... hier im Zimmer nur Katzenwäsche (wobei mir ehrlich rückgemeldet wurde man würde mich nicht riechen, nach immerhin :oops: ) und im Schwimmbad, bzw. vor der Wassergymnastik duschen...


Oh man ich möchte im Boden versinken.... jetzt sofort... vielleicht kommt man ja so ins Wünschdirwas Land?


SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

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