Genau jetzt

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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 12:42 pm

Danke Imagica.


ich weiß nicht was ich schreiben kann und will und soll. Ich kann da nicht wieder hin. Da zerbrösele ich ganz und viel tiefer. Das ist Zuviel, viel, viel Zuviel.


Dafür bin ich zu bröselig. Es hat mich zusammen gefaltet, ganz. Das war Zuviel.
Zuletzt geändert von ~SteinHart~ am Mo Nov 05, 2018 12:59 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 12:58 pm

Jetzt habe ich Angst und zwar wirklich, richtig. Was sie jetzt macht, was passiert...

Lügen muss ich lernen. So ein elender Mist, weil ich es nicht kann. Ich antworte, ehrlich, auf Fragen. Immer. Und jetzt?

In den letzten fünf Minuten die Frage und dann würfelt es das ohnehin schon zu viele komplett durcheinander. Das ginge so nicht und wenn sie jetzt keinen Termin hätte würde sie mich hinfahren. Wer mein Hausarzt ist und zwei Sachen unterschreiben. Kann mich melden, kann nochmal kommen.


Wollte nur noch weg. War längst im Fluchtmodus, aber gefangen in diesem beschissen verharrend, erstarrenden Körper.



jetzt bin ich dabei Scherben aufzusammeln.



SH
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Windspiel
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Windspiel » Mo Nov 05, 2018 2:47 pm

huhu SH,
ich versteh grade nicht was passiert ist, aber klingt sehr chaotisch, sehr anstrengend. Ich wünsch dir jetzt ein gutes wieder runterkommen.

Liebe Grüße und viel erholung
Wenn du schreist, weil du weißt was es heißt, wenn die Hoffnung nicht mehr als ein leeres Wort ist,
Wenn du gehst und du flehst, dass dich jemand erreicht, weil du immer noch ganz allein bist,

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Wildi
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Wildi » Mo Nov 05, 2018 4:31 pm

Was ist denn passiert?

Erstmal atmen und Kater streicheln.

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 5:00 pm

Ein Tag. Was für ein Tag. Wie in einer Waschmaschine. Rundherum getrudelt, zwischendurch mal durchgeschleudert und jetzt ist Ruhe. Hoffentlich. Ich bin nicht stabil, ich sehe es (ein)



Ich sortiere jetzt mal durch. Die Wäsche bleibt aber möglichst in der Maschine erst mal. jetzt noch ausschütteln, rumdrehen und aufhängen ist mir Zuviel. Dann lieber morgen nochmal kurz durchspülen.


Ich mag ja meine Metaphern. Manchmal.



SH
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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 6:19 pm

10 Uhr Termin, um neun hier weg gefahren. Nach ca drei Stunden Schlaf, hatte ich noch die halbe Nacht (vier Uhr frühs ist noch Nacht) und den frühen Morgen um mich zu sammeln. Das brauche ich auch. Katerchen, dann kurz frische Luft schnuppern (An der Haustür, beide Füße IN der Wohnung) aber eben frische Luft. Mir war schlecht, also kein Frühstück. Aber genug getrunken und nachdem ich gestern Abend den Stress mit "rausgehakzeptabel" hatte, konnte ich mir das heute sparen.
Manchmal hat mein verqueres Zeitgefühl auch Vorteile. Die fünf Stunden waren ratzfatz vorbei.

Dort angekommen, fand ich vieles schön, genauso viel komisch. Dubiose Post-it Zettel mit diversen bin dann und dann wieder da Botschaften. generell viel Post-it und Zettelkommunikation im Flur. Nun denn. Wartezimmer gemütlich und ich einigermaßen gesammelt. Für mich stand fest, ich sage gleich dass ich nur mal schauen will, mich schon für jemand anderen entschieden habe. Schauen und wieder gehen.


Ja, dann kam ein Mann, anderer Patient(?) und wie er die Wartezimmertür geöffnet hat, hörte ich SIE. Die Stimme. Warum auch immer ich reagiere da sehr drauf.
Sie sieht anders aus. Ziemlich anders, als vor ja nun eineinhalb Jahrzehnten.


Drin dann kurz neu sammeln. ich finde ja so, "Tür zu" Situationen generell schwierig, aber der Raum war schön und sie wirkte irgendwie ein wenig unsicher, oder was auch immer. Angst hatte ich keine mehr. Soweit so gut.


Wie es aussieht, ob ich kommen möchte. Gleich ehrlich gesagt dass ich mich schon für jemand anderes entschieden habe, aber sie mir eben doch mal anschauen wolle. Sie reagierte nicht wie befürchtet. Es war in ordnung, sie habe schon damit gerechnet, sagte sie.


Innerlich drehten meine Gedanken direkt ihrere Runden. Sie hatte ja gesagt, beim termin ausmachen, dass ich im "Notfall"mich melden könne, Notfälle könne sie immer noch rein schieben. Ja, nur was ist ein "Notfall"??? Füt mich ist ein Notfall, totales dekompensieren, akute Suizidalität, mit Handlungstendenz, sowas in der Art.... und SOWAS regele ich anders. Habe es anders gelernt. Bei solchen Dingen wähle ich Notrufnummern, lasse mich in die Klinik fahren, oder so. Da bitte ich keine mir eigentlich fremde Therapeutin um einen Termin.

und jetzt, interpretierte sie mein, mich nicht melden, wohl so, dass ich mich gegen sie entschieden habe(?) Was zwar stimmt, also das sich gegen sie entscheiden, aber eben "anders" Egal...


Dass es für sie in ordnung war und sie auch nicht sagte, gut dann könne ich ja direkt wieder gehen, blieb nur noch das Problem etwas zu sagen. Also irgendein Inhalt für Komunikation. mein Vorhaben, zu sagen wie das damals für mich war, aus meiner Persepktive, scheiterte direkt am Knoten in der Zunge, Ketten um den Mund, oder was auch immer mich verstummen lässt.



Letztendlich hangelte ich micb irgendwie durch. Ich wollte die HMmöglichst gar nicht erwähnen, letztendlicb gab es aber einen ;oment in dem ich nicht wusste wie ich erklären soll, dass es mir nach dem Aaufenthalt schlechter geht, als es vorher der Fall war. ich blieb aber sehr oberflächlich.
Wobei ihre Reaktion auch da anders war als befürchtet.

Das sei viel zu früh gewesen, retraumatisierend usw. Dabei hatte ich wirklich ganh ehrlich nicht übertrieben, oder überhaupt viel gesagt. Nur die Eckdaten. Der neuroaufenthalt letztes Jahr war aucb Thema und im er wieder mal doch der Aaufenthalt in der Klinik damals... als sie oberärztin dort war.. und was da eben ungünstig war. Nur sie war ja die meiste zeit gar nicht zuständig. Das betonte ich auch immer wieder. Sie sagte trotzdem sachen.... wie "so haben wir sie entlassen?" mit eben so einem kleinen Entsetzen in der Stimme.


Ja und hinter allem steht ja eigentlich der MB. Den habe ich glaube ich lange komplett ausgeklammert bei Termin(?) ich sagte Kripo, Gutachten usw. unirgendwann fragte sie, ob das ein Geheimnis ist, woru es ging. Mit interessanter Betonung des Wortes Geheimnis. Ich stolperte kurz über meine eigene Zunge spürte schon wieder uschnürende Ketten und Knoten.... während sie sagte, ich müsse darüber nicht reden....


Habe dann alles abgeschüttelt und den Mund aufgemacht. Gesagt dass es MB in Kindneit und Jugend gab.... und wie auch immer.... ich sagte wie ungünstig es war damals beim Aufnahmegespräch.... sagte dass sie so wissend wirkte, ich mittlerweile weiß dass die Kripo längst angerufen hatte, sie also tatsächlich einen Wissensvorsprung hatte, von dem ich damals nicht wissen konnte.... und ich sagte dass er da war, einen Tag vor Verlegung.... mich raus holte und es noch einmal MB gab... da zögerte ich... denn das ist es für mich ja nicht... kein MB weil Volljährig... aber das sagte ich nicht... musste aber Gedanken sortieren... was sage ich denn? Weil ich wollte nichht dass sie weiß was (genau) war.... keine Details... und MB umschreibt ja quasi alles nur erdenklich... ja verdymmt, es gibt schlimm und schlimmer... und anscheindend ist mir das doch zu (peinlich?) ich wollte nicht dass sie es weiß... was alles... also MB.... gesagt und direkt revidiert (irgendwieist es im Sstress schwer zu wissen was ich sagen will und wie und es dann auch konsequent zu tun????) nun ich revidierte... sagte MB war es eigentlich nicht aber ich hätte kein passenderes Wort dafür...


Und dann... ja dann... sagte ich ihr dass ich im Gespräch mit ihr dann das Gefühl hatte sie weiß es... was ja stimmt, wegen dem Wissensvorsprung... ich aber in meinem dummnaiven 18jähreigen magischen Denken... dachte, sie weiß ALLES.... ALLES... aucb von gestern...


Um dann noch zu sagen, dass das fatal war, denn ich sagte deswegen nichts mehr damals... eil ich dachte es sei nicht nötig, da ich dachte sie weiß es ohnehin....und dass, hätte ich doch etwas gesagt man hätte den Beweis finden und sichern können, den ich nie wieder erbringen konnte....





Super SH! Weil, damit war viel zu viel gesagt. Viel zu viel Detail. Was sichert man denn.... dazu muss es ja schon "mehr" gewesen sein... nicht nur anfassen z.B.



Das war zu viel... und ich war wohl weg... denn da war sie plötzlich kurz wie Dr.K. wo ich bin.... um dann anders zu sein als Dr.K. mit wem sie denn da nun spricht.... herrje... ich habe keine DIS... warum scbeint man das haben zu müssen, nach MB????? Aber sie schwenkte von allein um... mit was für einem in eren Zustand sie da gerade zu tun hat....



ja und an der Stelle... also das taf es ganz gut...


Was für win Zustand??? Sie wirkte so als kenne sie das. Mehr noch, als wisse sie was das ist. Bei Dr.K ging und geht es in solchen Momenten ditekt darum da raus zu kommen. Skills. Dissoziationsstopp etc. raus da... dann schauen was war... wie beim nöchsten Mal intervenieren.... VT(?)

bei ihr war das anders.... und ich wüsste ja schon gern was das ist. Mehr als den Oberbegriff -dissoziieren- sie hat das anders gemacht, sagte anderes.


Da wollte ich zum einen weg und zwar so schnell wie möglich und zu anderen bleiben, Dr. D. über den Haufen werfen und bei ihr weiter machen.Um wiederum zeitgleich auf der gedankenachterbahn in mehrere Richtungen gleichzeitig zu fahren. In diesen, tatsächlich wenigen Minuten, in denen ich glaube ich nur noch nickte und mit dem Kopf schüttelte, wenn ich sie etwas sagen hörte (wie durch Akustiknebel hindurch) "verlor" ich mich. Das trifft es, am besten. Ich wusste nicht mehr was ich bin und will und war fast vollständig damit beschhäftigt zu sortieren wer oder was ich bin und will.


Dieser "Zustand" mag Dissoziation sein. Dissoziation muss weg, soll zeitnah unterbrochen werden, bestenfalls rechtzeitig vermieden. So habe ich das gelernt. Aber DIESE Zustand ist mehr, als mein fast schon normales träumen. ich möchte wissen was da passiert und mir die einzelnen Stränge anschauen, sie nicht durchschneiden und beenden.
Gleichzeitig macht es mir Angst, also ich will das auch gelichzeitig auf keinen Fall näher anschauen. Und wiederum gleichzeitig ist es ein lästiger, weil stummer Zustand. Ich kann nicht reden. Gar nicht. Das mag ich nicht.


Nun, ca zwei bis fpnf Minuten vor Terminende fragte sie ob ich suizidale Gedanken habe, oder hatte. und ich sagte ja. ich antworte, ehrlich. Immer. ich Idiot


Was auch immer sie für Vorerfahrung hat, gefühlt "flippte" sie aus...das ginge gar nicht ob ich mir vorstellen kann wie das gerade für sie ist... und so kann sie mich nicht gehen lassen... ich versuchte anzusetzen und zu sagen dass es nur noch Gedanken sind, die akute Phase vorbei ist, ich nichts konkret plane... aber das scheiterte immer wieder, sie hörte gar nicht zu. Und vor lauter flatterigkeit bei ihr bekam ich Angst.


Sie wolle mich in die Klinik fahren, direkt, das ginge aber nicht, weil sie direkt im Anschluss eine weitere Patientin hat... ich soll in die Klinik... ich wollte nicht... wollte erklären dass das nicht sein muss... um zu merken dass der Gedanke daran stationär zu sein totale Panik innerlich auslöst...um zu merken dass seit den letzten zehn Tagen HM Klnik (leider) für mich nichts mehr mit Sicherheit zu tun hat..... und sie brabbelte weiter... las meine Krankenkassen ´Karte ein.... so ließe sie mich nicht gehen.... und ich sagte noch, wenn ich gehen will gehe ich... dass ich stärker bin als sie... warum ich das gesagt habe ist mir ein Rätsel...


Letztendlich wollte sie wissen wer mein Hausarzt ist, ich sollte eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben. Sie würde es ihn wissen lassen. und handschriftlich vetfasste sie einen Text, dass ich den empfohlenen stationären Aufenthalt ablehne....




Irgendwann sagte ich nur noch winselig und ziemlich "klein" das ich weg will, gehen will....


Dann standen wir mitten im Raum... und ich wollte bitte einfach gehen... und sie agte das dürfe ich... ich könne ich melden, könne nochmal kommen diese Woche (???) und dass sie da steht... und das tat sie... mitten im Raum, zeigte auf sich... sie sei da und biete ihre Hilfe an... ich könne mich melden.... ich dürfe sie auch wieder anschauen (wann ich aufgehört habe sie anzuschauen weiß ich nicht mehr) sie sei kein "Monster" und ich müsse mich auch nicht schämen (???) wobei da Scham war... warum auch immer woher auch immer... und Amgst und Frust und wer weiß was noch alles...
ich wollte aber einfach nur gehen und wartete sehnsüchtig auf das obligatorische Händeschütteln... oder sowas... da kam aber nix.... und dann machte ich das eben... und bin ziemlich fluchtartig da raus...



Boah ging es mir schlecht danach... bin zum Auto... konnte aber nicht einsteigen, hatte solche Angst... vor? Keine Ahnung. Einfach nur Angst.... Vor dem Autofahren, davor dass sie hjnter mir her läuft die Polizei kommt, oder sonst was... also in den Laden gegenüber. Etwas zu trinken wollte ich holen (hatte zwar Wasser im Auto, aber ich wollte etwas dass nach etwas schmeckt)
Super, im fremden Laden, dann gemerkt... dass ich da ja alleine bin und die Menschen um mich herum... die falsche Regalaufteilung.... alles einfach... Angst.... Autopilot an, gerade aus laufen.... auf die Füße konzentriert.... und einfach die Gänge entlang....


Irgendwie die Ggetränke gefunden.... meine lieblings Cola mit Ingwergeschmack gefunden... wieder raus...


Im Auto dann gesammelt... gefühlte zwa zig mal den k opf der Zentralverriegelung gedrückt. Ingwer-Cola getrunken... in der tasche nach meinen Notfall Skills gesucht...



heim gefahren... und natürlich Autobahn... und dann kommt sie ja, DIE Brücke... und ja... akute Handlungstendenz ist ein Arschloch... wartet auf nen günstigen Moment und labert mich zu... ich werde verrückt, definitiv... bin es schon... wer weiß...


radio, laut, lauter am lautesten... und weg von der Brücke...




Hier daheim dann wieder durchgedreht... die lässt mich einweisen, oder sonst was... oder mein Hausarzt... Sachen packen, reiß aius nehmen... ich wollte die Katze frei lassen, zurück zur Brücke, sofort zur Bberaterin, hinters Sofa, putze , kotzen, im Boden versinken... alles gleichzeitig...




Habe dann versucht sie anzurufen. AB. Ohne die Möglichkeit etwas aufs Band zu sprechen. Also Mail geschrieben, dass sie bitte meinen Hausarzt nicht informieren soll, der letztes Jahr schon überfordert war. Wenn sie unbedingt jemand informieren will, dann Dr.K. dass die mich kennt und Fachärztin ist und ich, das auch unterschreibe, wenn es sein muss... ich sei morge nochmal in der Stadt.



Keine Lesebestätigung... ewig lang nicht... bis jetz nicht...



Dr.K geschrieben... bei abschicken lange gezögert, denn ich muss meinen Kram allein erledigen, noch dazu ist sie ja bald nicht mehr da.... trotzdem weg geschickt... mit kurzer Info dass da irgendwas ziemlich schief ging ich bitte telefonieren möchte und befürchte eingewiesen u werden.



Eine Stunde später Anruf Dr.K. da ging es schon gleich besser, weil sie gut tut und ruhig bleibt... sie hat erklärt was schlimmsten Falls passiert... ich soll dir Kontrolle, wie jetz ja schon geschehen wieder in die Hände nehmen. Im Fall der Fälle erklären dass das ein Missverständnis war, dass das ein chronischer Zustand ist, dass keine akute Gefahr besteht.


Kurz noch geredet...



da ging es mir schon besser....



Vorhin dann Telefon... Festnetz... Dr.R. Waschmaschine nochmal auf Hochtouren...

Sie bedankte sich für die Mail. Sie könne aber nicht schriftlich antworten... Datenschutz... ich scherzte, dass man uns auch jetzt zuhört... kurzes lachen auf ihrer Seite...


Wenn icb mit Dr.K. spreche wolle sei das gut... habe dann dar´ber informiert dass ich das schon getan habe...



Sie ruderte dann zurück... sie wisse ja dass das bei mir wohl chronisch sei und ich da auf mich aufpasse... und so weiter... es sei ja der erste Kontakt, da sei das schwierig und sie könne das nicht übergehen...


Ja, so war das für mich deutlich leichter...



Dann sagte sie, dass sie neugierig ist... und ich fragte auf was... sie sagte, wie es jetzt weiter geht....



Da konnte ich nur sagen "ich auch"



Ssie meinte dann noch dass ich auf mich aufpasse. Als frage formuliert und ich sagte ja.... das ganze dann nochmal wieder holt... wieder ja...



Von ihr kam "Adieu", von mir... mhm... ich weiß gar nicht mehr... ich glaube einfach "tschüss"




Soweit dazu
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~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 6:35 pm

Ihr "Wissen" erzeugt in mir sehr komische Gefühle. Vorhin am Telefon wieder. Als wisse sie, dass ich überlege wieder zu ihr zu gehen, ja sogar generell zu ihr zu gehen. Denn, warum sonst sagen dass sie neugierig ist wie es weiter geht??? Weil, wenn ich nicht mehr komme, wie ich es ihr gesagt hatte um kurz nach zehn heute früh... nun dann erfährt sie doch gar nichts mehr (?)
Als wisse sie, dass ich wieder komme... Das weiß ich doch aber selber noch gar nicht (!)


Ich meine, ich überlege... tatsächlich... weil der Anfang und zwischendrin war "gut" interessant eben und sie wirkt sehr erfahren. ist tatsächlich erfahren, hat das Traumatherapiekonzept erstellt, die Station geleitet... Sagte letzte Jahr am Telefon dass sie so manche Frau seit über zehn Jahren begleitet...



ABER so eine Achterbahnfahrt, so ein Schleudergang, kurz vor Stundenende, das geht gar nicht!!! ich bin da weniger stabil raus als rein. Das geht so nicht. Und auch wenn ich selbst darauf achten muss/sollte dass das Ende gut wird... also man kann das nicht immer verhindern... manchmal ist ein Ende schwierig... und das Thema ist ja tatsächlich wichtig und brisant. Ja... aber wenn ich das thematisiere, dann weil ich selbst nicht zurecht komme, weil ich selber Angst habe eigentlich.... ich kann in so einem Moment nicht auch noch ihre Angst schultern....


Es hat sich vorhin ja wieder beruhigt und sie war deutlich gesammelter... und ich ja auch wieder...




Super... ich bin gerade total durcheinander... ich will zu Dr.D. will VT machen... etwas dass ich kenne... und jetzt DAS...



SH
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Maya
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Maya » Mo Nov 05, 2018 7:54 pm

Hi SH!

Ich weiß gar nicht ob wir uns „grün“ genug sind das ich dir etwas schreibe.
Du hattest echt einen harten Tag! Ich verstehe deine Argumente. Vor allem wo du gemeint hast du willst wissen was da mit dir passiert und nicht immer nur alles abschneiden. Ich kann es nicht so wieder geben und auch nicht zitieren. Du weißt bestimmt was ich meine.
Diese Erfahrung habe ich nämlich auch gemacht. Man kann doch nicht immer nur irgendwelche Skills und Übungen machen, das will doch auch raus und einem etwas sagen.
Es ist sehr gut wie du für dich gesorgt hast. Und es ist gut das du über deine Gefühle schreibst.
Ich weiß nicht ob es mit eurer Vorgeschichte gut ist zusammen Therapie zu machen. Aber ich finde es total gut das du über die Situation sprechen konntest die du mit ihr in diesem Krankenhaus hattest. Das du erzählen konntest was da schlimmes bei raus kam.
Ich hab manchmal so die Vorstellung von früher dem Richter zu schreiben das Seine Urteilsbegründung ein Witz war und ihm zu sagen was wirklich hinter der ganzen Geschichte stand. Und das es nicht möglich war so vor dem zu sprechen. Lauter so Sachen. Es klären. Und das konntest du jetzt. Aber ob das sich beruhigt und eine gute Therapie daraus wächst, oder ob das immer als Schatten im Hintergrund bleibt weiß ich nicht. Vielleicht wäre es eine Idee die 5 Termine bei ihr zu machen und zu deiner eigentlichen Therapeutin zu gehen. Um dir erstmal alle Chancen offen zu lassen. Allerdings geht es natürlich nicht das du jedesmal in der Waschmaschine landest. Vielleicht einen Plan vorher machen. Aber ich habe das Gefühl du könntest aus dieser Situation auch wirklich wachsen. Stärker werden. Denn du stellst dich da ja einer Situation die dich sehr verletzt hat und du handelst heute anders kannst anders für dich einstehen weil du eben keine 18 mehr bist.
Ist meine Vorstellung davon. Vielleicht auch völliger Quatsch. Spüren tust du das am besten. Bzw als einzigste.
Aber ich finde was du heute erzählst wirklich richtig stark!
Liebe Grüße!

Wildi
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Wildi » Mo Nov 05, 2018 9:15 pm

Ich aus meiner weit entfernten Perspektive finde, dass der Termin gut gelaufen ist.

Erstgespräche sind immer irgendwie furchtbar und voller Tücken und Triggerfallen. Aber es hat sich doch super aufgelöst.
Ich finde, die Frau hört sich richtig gut an.

Gute Erholung!

gastacht

Re: Genau jetzt

Beitrag von gastacht » Mo Nov 05, 2018 9:23 pm

Darf ich daumen hoch sagen oder gehste dann nicht mehr hin? :mrgreen:
Ich freu mich fuer dich
gastacht

Imagica
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Imagica » Mo Nov 05, 2018 9:34 pm

Hi SH,

also ja, ich schließe ich mich da an: Es klingt ganz gut für mich. Ich hab nun natürlich auch noch nicht wirklich viel Thera-Erfahrung, aber ich finde es klingt gut. Wenns auch gegen Ende erstmal ganz doof lief, aber aus ihrer Sicht natürlich auch dann doch wieder verständlich. Und es ließ sich ja dann auch doch noch klären.

ABER: Du mußt jetzt ja überhaupt garnicht sofort eine Entscheidung treffen. Laß das erstmal sacken, erhole Dich und irgendwann guckst Dus Dir nochmal an (also gedanklich, was war positiv, was war negativ). Testest mal bei der anderen und dann guckst Du welche Du dann besser und passender findest.

Liebe Grüße,
Imagica

~SteinHart~
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Nov 05, 2018 9:34 pm

Wildi hat geschrieben:
Mo Nov 05, 2018 9:15 pm
Ich aus meiner weit entfernten Perspektive finde, dass der Termin gut gelaufen ist.

(...)
Ich finde, die Frau hört sich richtig gut an.

Ja, so sehe ich das auch. Und genau das ist gerade mein Problem. Mir wäre es lieber, sie wäre selbstgefällig, abgehoben, abweisend, oder sonst wie mies gewesen.
Bis auf die (mittlerweile ja realitivierte und geklärte) übersteigerte Reaktion von ihr am Schluss fand ich den Termin sehr gut und habe ja nun den Gedanken im Kopf, vielleicht besser zu ihr zu gehen.


Entscheidungen fallen mir schwer, generell. Bei dieser Sache nochmal speziell. Ich möchte keinen Fehler machen. Es soll nicht noch schlechter werden, ich möchte dass es mindestens so bleibt wie jetzt, dass das was gerade ist zumindest stabil schlecht bleibt, sich noch mehr einpendelt... und irgendwann dann besser wird.


Sie macht TP und ich habe da eigentlich gar keine, zumindest kaum gute Erfahrung. Damals mit 18, meine erste Thera (auch TP) da habe ich ein dreiviertel Jahr ja fast kein Wort gesagt, das war so fürchterlich belastend.

Die Klinik damals (wo Dr.R Oberärztin, aber eigentlich nicht für mich zuständig war) arbeitete auch TP, da ging es mir aber ziemlich schlecht und der, sehr junge, unerfahrene Therapeut (er war noch nicht ganz fertig mit seiner Ausbildung) traute sich vieles nicht, ich sprach auch fast nicht und überhaupt.


Dann die Klinik, die Psychotherapiestation in der Psychiatrie, mit Dr. K als Oberärztin. Das war VT und richtig gut. Die haben wirklich großen Anteil daran, dass ich es "geschafft" habe. Dr.K. ambulant, auch VT, das war so hilfreich.


Letztes Jahr die HM (TP) und ja.... die Geschichte ist bekannt. Musikthera war klasse (ein bisschen so wie heute der Termin, obwohl eben auch ganz anders... kompliziert das zu erklären) ich merkte da ja, dass ich das eigentlich mittlerweile will. Tiefer hinschauen, der Ansatz mir gut gefallen hat.


Nur, über DER Erfahrung dort, die ja über lange trecken zwar schwierig, aber "gut" war klebt der ekelhafte Pechfilm "Behandlungsfehler", weg geschickt werden, akut suizidal, man glaubt mir nicht, ich darf nicht wieder kommen und dass ein Fehler gemacht wurde ist denen egal, sieh zu wie du klar kommst SH....


Dafür kann ja die Therapieart nichts. Dennoch, es ist belastet.




Jetzt überlege ich hin und her, was denn jetzt die richtige Entscheidung wäre und welche Konsequenzen das jeweils hätte.



SH
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Wildi
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Re: Genau jetzt

Beitrag von Wildi » Di Nov 06, 2018 8:25 am

Mach doch einfach weitere probatorische Termine aus und besprich das alles mit ihr. Deshalb macht man ja diese Probestunden. :wink:

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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Nov 06, 2018 5:43 pm

Rolle vorwärts, rückwärts, seitwärts. Die Frau macht mich kirre, ich glaub´ ich geh dahin.


Das wird was werden. Weil die weiß mehr als ich, weiß Dinge bevor ich die entschieden habe und das mag ich nicht wirklich.


Habe einen neuen Termin, aber erst in drei Wochen. Das Telefonat eben war...interessant...


Ich bat um einen neuen Termin. Ich sei sehr mutig das zu tun, nach dem Termin gestern. Die Welt ist mix für Feiglinge dachte ich mir, sagte aber nichts.

Wiederkommen, also bald, diese Woche quasi, war wohl gekoppelt an - ich gehe in die Klinik - in IHRE Klinik. Das habe ich gestern wohl überhört, falsch verstanden, oder wie auch immer.


Jetzt habe ich den Termin in drei Wochen, wys ich etwas ungünstig finde, da ich nächste Woche bei Dr.D. bin und da gerne etwas konkretes sagen würde, was ich aber nicht so richtig kann gerade, weil ich denke ich brauche für eine Entscheidung (Dr.D oder Dr.R) noch einen Termin bei Dr.R.
Wenn ich das AMbivalenzspiel noch ein Weilchen spielen möchte kann ich das gerne tun. Ok, ja...


Ich gehöre in die Klinik, sagt sie. Mein ganzes Auftreten zeigte dass ich permanent in "hab´Acht Stellung" bin, das sei sehr anstrengend. Sie könne mich in ihrer Klinik unterbringen. (Auf nachfrage erklärte sie mir warum sie nicht mehr dort ist) sie kennt das Team sehr gut und sie garantiere mir, dass mir das gut tun würde. Aha... Garantien... na denn...


Klinik macht Angst!


Sie verstehe das, aufgrund der letzten Erfahrung etc... ich erklärte dann dass ich auch wegen dem Job Angst habe und ich glaube das verstand sie auch. Ich soll es im Hinterkopf behalten. Das Team sei sehr gut, sie lege die Hand dafür ins Feuer. Klinik sei angesagt und wichtig und es müssten ja auch keine 6-8 Wochen sein, ich könne ja auch über zweimal 4 Wochen im Jahr neben der Therapie bei ihr nachdenken.


Sie wartet jetzt mit dem Antrag bis zu nächsten Termin. Joa, das klang so als wäre der schon fertog, oder so. Wie gesagt irgendwie wusste die vor mir, dass ich wieder komme (???)



Irgendwas ist da, eine Verbindung oder so. Aber alles in allem fühlt es sich eben wie Schleudergang, Rodeo, oder Achterbahn an.


SH
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Re: Genau jetzt

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Nov 06, 2018 8:37 pm

Ich mag das "Wissende" nicht, aber es fasziniert mich.

Gestern sagte ich NICHTS über meinen Alltag, oder irgendein mittlerweile alltägliches Problem Heute sagte sie, ich hätte Probleme im Alltag und das geht auf die Dauer nicht gut.

Sie sei da, sie hilft, mein Anteil sei aber rechtzeitig, bevor es eskaliert in die Klinik zu gehen, so dass es nicht erst zum Zusammenbruch, Suizidalität und Psychiatrie kommt.
Das hat so was "elterliches" sie weiß was gut ist, wie man es richtig macht. ich soll jetzt zustimmen.


Ich mag das nicht. Sage mir aber die ganze Zeit, es ist nicht wie früher, es ist anders. Nur, wie anders denn?

Regelmäßig Klinik. Ein, oder zweimal im Jahr. Jedes Jahr(?)

Das geht ohnehin schief. Nicht stationär behandelbar. Alles passen, nur ich nicht, egal wie sehr ich mir Mühe gebe.

Die liest in mir wie in einem Buch. Was ich mir mühevoll und umständlich zusammengereimt habe, sagte sie heute, einfach so... wie in einem Buch...


Und irgendwas in mir reagiert auf sie. Ich sagte ihr vorhin, dass ich mir gestern schon vorstellen konnte mit ihr zu arbeiten, das aber so wie gestern nicht jedes Mal sein kann. Das war zu viel. Sie meinte, ja ein Teil von ihnen wollte mir ganz viel erzählen. (????) Ja, nein, jain….



Stationär könnte ich loslassen, abschalten. Dort würde niemand etwas verfrüht machen. Das Konzept ist von ihr, das Team sei klasse. Es wäre ergänzend zur Therapie bei ihr.


Ja, das klingt ja super. Klingt richtig gut. Ideal...
richtig, korrekt, so wie es sein soll. Wobei mir regelmäßig Klinik nicht gefällt... nicht so oft...aber rein theoretisch, wenn ich mal meinen Sturschädel und die Angst ausschalte.... klingt das doch gut(?)


oder?




Ambivalenzspielchen….




SH
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