Erneuter Anlauf - Wieder da

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lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » So Jan 26, 2020 6:09 pm

Lange nicht mehr hier gewesen. Zwischendurch auch überlegt hier erst einmal zu gehen.
Es einmal stehen lassen, wie es gerade ist.

Ja es war in den letzten 6 Monaten viel los, und es ist auch gerade jetzt zu Beginn des Jahr 2020 vieles los.
Der Beruf bzw. der Arbeitgeber passen sehr gut, gibt dort viel wertschätzende Rückmeldungen. Sowohl von der Kollegin und dem Kollegen, die ich im Herbst eingestellt und eingearbeitet habe, wie auch von Studenten der jetzt leider mit dem Praktikum fertig ist, den fand ich für sein Alter sehr reif mit Blick auf die Arbeit hier in der Beratungsstelle. Wichtig ist und bleibt der Rückhalt der Geschäftsführung, und da freue ich mich endlich einmal einen Vorgesetzten gefunden zu haben, dem konstruktive Kritik - auf beiden Seiten - wichtig ist. Macht zusammenarbeiten transparenter, wahrhaftiger und wertschätzend.
Allerdings ist es nach wie vor ein Arbeitsfeld, das ein "Lernferld für Abgrenzen" bleibt. Hier könnte ich nach wie vor 48 Stunden an einem Tag arbeiten und hätte gelegentlich immer noch das Gefühl den KlientInnen und dem ganzen Dokumentationswahnsinn gerecht zu werden. Wobei das mit den KlientInnen manchmal beinahe einfacher ist, wie diesem ganzen Dokuwahnsinn zu entfliehen.
Ich hoffe dass im zweiten Jahr manches einfacher und leichter wird, auch weil die beiden jungen KollegInnen sich einigermaßen eingearbeitet haben.

Im Herbst waren Yoda und ich im Urlaub auf einer kleinen Insel in der niederländischen Nordsee, einfach wunderschön dort. Es gibt dort so gut wie nichts das einen ablenkt, ein kleines Städtchen und dann kleine nette Dörfer, sonst viel Natur und natürlich das Meer mit einem soo schönen Sandstrand...leider war der Urlaub zu kurz. Und wir haben im Urlaub erfahren, dass das Haus nun tatsächlich verkauft ist und wir vermutlich mit einer Eigenbedarfskündigung rechnen müssen.
Was dann auch so eingetreten ist, sehr unschön und überhaupt vieles dabei was faktisch falsch war - also Anwalt eingeschaltet.
Dafür dann ganz schnell eine passende Wohnung für Yoda und mich gefunden und Ende des Jahres umgezogen. Innerhalb von 6 Wochen zwischen Wohnungsbesichtigung und dem Umzug, so das wir Weihnachten mit den Kindern in der neuen Wohnung feiern konnten. Noch ist nicht alles perfekt - das kombinierte Gäste-/Arbeitszimmer ist noch nicht fertig eingerichtet. Aber gut, es war auch nicht so einfach von 110m² mit Balkon und einem sehr großen Garten auf 80m² und einem eher überschaubaren Garten mit Terrasse runter zu reduzieren.
Nun sind wir hier und leben uns ein - passt gerade und manches fügt sich zusammen.

Nach wie vor beschäftigt mirch das Thema Würde/Würdigen sehr und ich spüre, dass in diese Richtung einiges gelaufen ist, dass sich sehr positiv auf manche Innenkommunikation ausgewirkt hat. Und auch auf manches im Außen. Mit der KreativThera werden wir weiter arbeiten, auch wenn sich eine Traumathera auftut. Das muss dann eben passen.
Dazwischenendrin hatten wir immer wieder Kontakt mit M. und der Traumaambulanz bzw. Frau W. dort, was dazu geführt hat, dass wir aktuell eine Traumathera kennen gelernt haben, die bei Nij. noch in Ausbildung ist und wo es ggf. möglich ist, dass wir ab Ende März andocken können. Wir hatten mit ihr jetzt ein längeres Telefonat, sie ist auch nicht gerade um die Ecke, aber machbar.
Wir wollten schauen, wenn wir jetzt nach der Knieop für einige Wochen in der Schmerzklinik waren, ob wir uns das dann immer noch vorstellen können und wollen.
Ich schwanke immer einmal, bin mir nicht so sicher - nicht so sicher wie damals bei der Thera davor. Nun denn auch hierfür wird es eine Lösung geben. Im Moment dabei für Yoda die Sachen zusammen zu richten für die Pflegestelle wo er jetzt für 1 Woche sein wird, am Die. ist die Knie-OP. Dann noch einige Tage zu Hause und dann geht es sehr zeitnah mit Yoda in die Schmerzklinik. Da freue ich mich jetzt schon auc ein wenig drauf. Auch wenn das sicher keine Erholungsurlaub wird, so doch erst einmal ein wenig Entlastung von Alltag.

Wie regelmäßig ich gerade hier sein werden, also wirklich was schreiben - mal sehen. GAnz groß ist das Bedrüfniss nicht, aber vielleicht so zwischendurch nutzten.

Shalom - lara64

Silberfee
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Silberfee » Mo Jan 27, 2020 5:50 pm

Hallo lara,
wie schön, mal wieder etwas von dir zu lesen :D
Da war ja wirklich eine Menge los bei dir. Insgesamt finde ich liest es sich anstrengend, aber positiv.

Wie gut, dass du so schnell für Yoda und dich eine passende Wohnung finden konntest. Klar, dass es noch nicht "perfekt" ist, es dauert einfach, bis alle Dinge so ihren Platz finden...
Und die Thera kannst du ja vielleicht erstmal weiter kennenlernen, bevor du eine Entscheidung für oder gegen Therapie triffst.

Ich wünsche dir alles Gute für die Knie - OP und die Zeit in der Schmerzklinik.
Viele Grüße
Silberfee

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Jan 28, 2020 10:18 am

Liebe Silberfee,

gerade auf dem Weg zur OP.
Danke für die Grüße.

Schalom

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Fr Jan 31, 2020 12:24 am

OP verlief gut, war ja nur das Knie- kein Vergleich zu dem was hier schon an OPs in den letzten Jahren war.

Vermisse meinen kleinen vierpfotigen Alltagshelden. Er macht gerade Urlaub von mir bei einer Freundin. Samstag abholen, mit einer anderen gemeinsamen Freundin.

Und dann Anfangen packen für den Schmerzklinikaufenthalt. Geplant sind 4-6 Wochen mal sehen. Irgendwie freue ich mich darauf.
Einzelzimmer für Yoda und mich, raus hier ein wenig und schauen, was hier gerade bei den Medis gehen kann.

Und gerade auch an manchem beruflicher Perspektive arbeiten.

Und zwischen allem was in den letzten zwei Monaten oft so überfordernd und schwierig war, so dankbar für die Helferinnen, die nach 6 Jahren immer noch an unserer Seite sind, und uns Unterstützen..unglaublich!

Shalom - lara64

Silberfee
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Silberfee » Fr Jan 31, 2020 3:54 pm

Hallo lara,
wie gut, dass deine OP so gut verlaufen ist.
Hoffentlich heilt es jetzt gut.
Ja, vielleicht ist es ganz gut in der Schmerzklinik - raus aus der gewohnten Umgebung, ein bisschen Ruhe.
Ich find's super, dass Yoda bei dir sein kann!
Ganz liebe Grüße
Silberfee

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » So Feb 02, 2020 4:27 pm

Yoda ist seit gestern zurück, und es geht mir wieder besser. Wie schnell ich mich an dien kleinen vierpfotigen Helfer gewöhnt habe, und wie sehr ich ihn dann die fünf Nächte vermisst habe.

Die Rekonvaleszenz am Knie geht voran, bin leider für manches mit Hund zu unbeweglich und daher froh, dass über das WE noch eine Freundin da ist. Hoffe ich werde bis Freitag noch ein wenig beweglicher, damit Yoda dann in der Schmerzklinik gut versorgen kann.

Bin noch müde und erschöpft und schlafe viel - aber gut. Verpasse ja gerade nichts, und Wetter ist ja auch nicht so einladen.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Sayeda » So Feb 02, 2020 9:45 pm

Hallo Lara,

auch wenn es anstrengend ist, so liest es sich doch gut. Auf jeden Fall schön von dir zu lesen.

Ich kann das mit Yoda so gut verstehen und nachvollziehen. Wie schnell doch die vierpfotigen Helfer*innen einem ans Herz wachsen und wie sehr sie im Alltag hilfreich sind. Meeine Hündin ist nun 5 Wochen bei mir und ich könnte es mir nicht mehr ohne sie vorstellen. Sie hat mein Leben teilweise ganz schön umgekrempelt und ist jetzt schon eine große Stütze für mich. Vor allem musste ich noch nie in so kurzer Zeit derart viel lachen ;-).

Dir weiterhin gute Besserung.

Sayeda
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Evenstar » Mo Feb 03, 2020 10:22 pm

ohje.... weiterhin noch gute Besserung und gute Reha!

Und eine gute Zeit mit Yoda.
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
bis alle Wunden verheilt sind.



Ich geh meinen Weg ans Ende
Sehnsucht nach der Zukunft
Heimweh nach der Fremde

(Max Herre-Fremde)

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Feb 08, 2020 5:18 pm

So nun die Wochen war noch eher ziemlich puhh schwierigdichtunglaublich..
und dann doch auch wieder Menschen an der Seite die einfach so geholfen haben. Einfach weil wir wir sind..weil es gerade Hilfe braucht und die Helferlein die Zeit haben..

Also dann Sohn1 mich mich gestern in die Schmerzklinik gefahren..da es für keine Reha ist, sondern Klinikaufenthalt, gibt es kein klar definiertes Ende. Was hier einerseits stresst, andererseits auch entlastet, Musste hier nicht gleich zu Beginn darum kämpfen ggf. länger als die üblichen drei Wochen zu bleiben..

Kleine Klinik, wir HundepatientInnen sind in einem Nebenhaus, einem ehemaligen Gästehaus untergebracht. Sehr großes Zimmer, selbst mit der Box von Yoda ist noch genug Platz um sich zu bewegen..manches ist eine wenig abgelebt und bei dem Vorhängen sieht man, dass hier schon Hunde waren. Aber gut- da kann ich locker drüber hinweg sehen.

Die Aufnahme gestern war beinahe herzlich. Die MA aus der Verwaltung, die alles erklärt hat zu den Abläufen hat sich richtig Zeit genommen, alles gut zu erklären, was für die ersten Tage wichtig ist...
auch im Pflegezimmer alles sehr angenehm, und die konnten sogar mit DIS was anfangen :) Für die war das mit dem "Leitfaden" für uns, wenn wir ggf dissoziativ dekompensieren..
Die behandelnde Ärztin sehr angenehm, ruhig zuhörend. Gut strukturierend.
Und ja, gerade sind wir vom dem was wir im Sommer als Ziel formuliert haben meilenweit entfernt.
Sieht sie auch so, und ist für sie auch erst einmal so in Ordnung.
Ziele können umformuliert und angepasst werden.

Gerade geht es erst einmal wieder darum unsere Mitte zu finden, wieder besser mit den Schmerzen umgehen, besseres Handling mit den Ressourcen die wir hier auch schon erarbeitet haben.

Am Spätnachmittag gab es dann einen zufälligen Kontakt mit dem Chefarzt, der sich dann über die aktuelle Situation postoperativ erkundigt hat. sich für 15 Minuten Zeit genommen hat, für die Kniegop, damit da keine Komplikationen entstehen..er erst einmal manches wie Thromboeseprophylaxe weiterlaufen lassen will, bin ihm noch zu immobil, auch weiterhin Unterarmstützen. Keine Experimente.
Und Tempo rausnehmen.


Auch in der Physio und Ergo heute dann langsam ist besser. Therapieplan ist sehr individuell - viel auch mit Achtsamkeit und ähnlichem...

Hoffe hier einfach wieder Kraft schöpfen können, zur Ruhe und Mitte kommen. Abstand von so vielem, und Möglichkeit manche Entscheidungen zu überlegen und manches zu überdenken..

Und doch im Kontakt mit manchen PatientInnen spüren wir eher, dass wir da nicht so viel von uns erzählen wollen. Wir schauen mal, mit wem wir hier Kontakt wollen.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Fr Feb 14, 2020 1:07 pm

So die erste Woche ist rum, der überwiegend positive Eindruck bleibt, klar gibt es auch Dinge die nerven und wie in jeder Klinik auch Angebote oder Anwendungen der Sinnhafitigkeit eben für die DRV oder so da ist..oder für Menschen, die sich bisher noch nie mit Schmerzen auseinander gesetzt haben. Egal ob der nun eher als psychisch oder physisch wahrgenommen wird - die "fehlverarbeitung" wenn es chronisch ist, ist bei beidem gleich, verläuft im Gehirn genau gleich ab, wird auf die selbe Art und Weise verschaltet..
wir konnten mir der Oberärztin klären, welche der Vorträge wir für die BG halt besuchen, und was wir nun wirklich a)xmal schon selber gehört haben, auch in eigenen FBs..und was wir b)auch als FB selber weiter geben..
ganz angenehmer Kontakt mit ihr, hat so einen Humor mit dem wir schon auch können..
gestern war uns nicht wohl, ich war mir sicher Fieber zu haben, hatte aber keinen Thermometer dabei, also ab ins Pflegezimmer..ich rein und hatte nicht gleich gesehen, dass die Oberärztin da ist, und meinte" ich glaube ich bekomme eine Grippe :( .
Aus dem Nebenraum kam dann von ihr" wir sprechen hier doch wohl von einem Infekt der oberen Atmenwege oder nicht Frau lara.."
Sie kam dann raus, meinte ja sie haben ganz rote Bäckchen und so glasige Augen, also Temp. gemessen und jupp - Infekt der oberen Atemwege! 8) Soll heute langsam machen und schauen, was mir gut tut.
Ohnehin jeden Tag Kontakt mit der behandelnden Ärztin, was hat mir am vortag gut getan/geholfen, was war weniger hilfreich..im Zweifelsfall kann das auch sofort über die jeweiligen Therapeutinnen oder das Pflegezimmer angesprochen werden.
Am Tisch ist eine Frau die bereits zum vierten Mal da ist, und gemeint hat, bisher hätte sie noch nie erlebt, dass eine der Mitarbeitenden genervt oder so reagiert hätten, oder dass man mit seinen Schmerzen nicht ernst genommen wird.

So morgen und Sonntag nur jeweils eine Anwendung, aber das passt so auch für mich.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Silberfee » Fr Feb 14, 2020 8:51 pm

Oh nein, jetzt auch noch krank :cry:
Hoffentlich findest du am Wochenende genug Ruhe.
Insgesamt hört es sich gut an, was du schreibst. Es klingt so,als würden Die Ärzte und Pfleger*innen individuell auf die Patienten eingehen.
Wie geht's Yoda denn dort?
Viele Grüße
Silberfee

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Feb 15, 2020 8:48 pm

Hallo Silberfee,

nunja, der Infekt hält sich tatsächlich in Grenzen, eben Niesen, Husten und ein wenig Fieber..man hat mir Wadenwickel angeboten, das habe ich das letzte Mal meinen Kindern vor mhhh ungefähr 20 Jahren gemacht. Die arbeiten hier eher auch unkonventionell bei Schmerzen..also auch mal mit Retterspitzumgschlägen für das geschwollenen Knie (jetzt so nach der OP) oder ähnlichen Sachen..
klar die haben auch die komplett Palette an invasiven Schmerztherapeutischen Maßnahmen da, und wenden die dann auch im Einzelfall an.
Ja, es wird sehr individuell geschaut, alle werden mit ihren Schmerzen ernst genommen und bekommen je nach dem eben die passenden Anwendungen.

Wir fühlen uns hier bisher von allen MAs sehr aufgenommen, ernst genommen und gesehen - als Gesamtperson, mit allem was wir gerade mitbringen.
Am Esstisch (es gibt leider feste Plätze) habe ich leider nicht so viel Glück mit den Mitpatientinnen...lediglich unser "Quotenmann" am Tisch liegt mir, so als Gesprächspartner..
Glück habe ich auch mit der Zimmernachbarin und ihrem 9 monate alten LabbyRüden..das passt ganz gut.
Für Yoda ist es glaube ich kein so ganz großer Unterschied..klar die Hunde dürfen ins Haupthaus nicht mit rein. Sprich zu den Anwendungen und zu den Mahlzeiten auch nicht..aber er kann ja auch mal eine Weile ganz gut ohne mich..ansonsten habe ich dann beinahe mehr Zeit wie zu Hause, da Haushalt und Co. entfällt..die Hundezimmer sind relativ groß und haben Terrasse oder Balkon..und von daher passt das für ihn schon. Denke, wenn das mit dem Knie dann auch etwas besser ist, kann ich das mit ihm noch mehr genießen, denn wir sind gleich am Wald, das haben wir heute zusammen mit dem Tischnachbarn gestest..

so jetzt Bein auf die Bewegungsschiene, dann noch ein bisschen was lesen oder Hörbuch und dann hole ich gerade auch mein Schlafdefizit nach.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Silberfee » So Mär 01, 2020 9:49 am

Hallo Lara,
wie geht's dir? Was macht dein Knie?
Finde ich super, dass sie dort auch mit anderen Methoden arbeiten. Als ich mein Praktikum gemacht habe, in einer geriatrischen Reha, haben die "Knie-Patienten" einmal täglich einen Quarkwickel bekommen.
Riesige Schweinerei, aber wohl sehr angenehm

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Silberfee » So Mär 01, 2020 9:50 am

Oh, aus Versehen zu schnell abgeschickt :roll:
Wollte noch schreiben:
Weiterhin gute Besserung
Viele Grüße
Silberfee

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Mär 03, 2020 5:01 pm

Hallo Silberfee,

vielen Dank für deine Wünsche.
Es geht mir durchwachsen. Ein Ziel des Klinikaufenthalt war es, einen Teil der Schmerzmedikamente zu redzuzieren/abzusetzen.
Das wir uns da zu große Ziele gesetzt hatten, bzw. zwischen Zielplanung und Umsetzungsbeginn leider einige sehr belastende Faktoren im Beruf wie Privatleben waren, konnte ich im Eingangsgespräch mit der behandelnden Ärztin schon sehen.
Daher gab es rasch eine Zielanpassung, die aktuell so stimmt.

Wir haben schon viel erreicht, in dem wir überhaupt wieder zur Ruhe gefunden haben, damit wir auch auf unsere eigenen Ressourcen wieder besser zugreifen können. Da sind wir gerade echt froh drüber.
Das Knie ist ja das kleinste Problem - deswegen hätte es keinen Aufenthalt gebraucht, läuft halt so am Rande mit.
Die Unterschenkelnervenschädigung und die komplexe WS-Schäden inklusive Rückenmarksdefekt sind der eigentliche Anlass für den Aufenthalt in der Schmerzklinik hier..

Fühle mich hier weiterhin gut aufgehoben, auch wenn Klinik für mich immer so eine Grenzerfahrung ist und wohl auch bleiben wird.
Hatte bei der Silberfee gelesen, das du dir da auch so deinen Gedanken machst zu.
Ich kann da einiges von nachvollziehen, weil ich es kenne.


Für ich ist inzwischen entscheidend, dass mir der Klinikaufenthalt gut tut, ich mit den meisten MAs und den angebotenen Therapien zu Recht komme, die zu mir und meinen Bedürfnissen passen.
Und das passt hier gut, da jederzeit eine Rückmeldung gewünscht und möglich ist, ob die unterschiedlichen Therapien wirksam sind, passen, oder ob es Nebenwirkungen, Entzugserscheinungen, wieder stärkere Schmerzen gibt. Wenn gewünscht sehe ich die behandelnde Ärztin Mo-Fr. Vergangenes WE hatte ich zudem jeden Tag einen Termin, da wir eine spezielle Lokalanästhesie des verletzen Unterschenkelnerv erhalten hatten, und die Punktionsstelle für den Katheter kontrolliert werden musste.
Eine ähnliche Therapie wird für die WS überlegt, und soll ggf. bereits in 6-12 Monaten auch hier erfolgen - erneute stationäre Aufnahme - puhh.
Sonst habe ich die obligatorischen Physio- und Ergotherapien, meist Einzel, Physio auch mal in der Gruppe.
Befreit bin ich von dem ganzen Angeboten zum Thema: Entstehung von Schmerzerkrankungen, Schlaf und Schmerz..Entspannung und auch den meisten ärztlichen Vorträgen, wie "Nichtmedikamentöse Therapie von Schmerzen" "Schmerzmittel und Abhängigkeitsgefahren.." etc..
Auch von so Gruppenpsychotherapie wurde ich befreit, habe eine jüngere Psychologin als einzeltherapeutin, die auch kurzfristig mal ansprechbar ist. Was jetzt einmal notwendig war, als ein älterer Klient mit ziemlichen Triggerqualitäten aufgenommen wurde..

Die Mitpatientinnen am Tisch sind nicht so mein Ding, da geht es bei einigen darum, wer hat die "schlimmste" Schmerzerkrankung, wer hat welche Medis in welcher Dosis..usw..oder so Themen, bei denen ich leider auch nicht mitreden kann, wie so Nachmittags- und Vorabendfernsehserien..Bergdoktor und wie der Kram heißt..
Leider ist der Quotenmann am Tisch nach drei Wochen wieder nach Hause gegangen - schade. Wir hatten ein gutes Miteinander gefunden, er mochte auch Yoda sehr, daher waren wir in der freien Zeit oft gemeinsam hier unterwegs.
Gibt noch eine andere Mitpatientin mit Hund, wir können auch ganz gut miteinander, wobei ich bei ihr aufpassen muss, dass ich nicht in meine berufliche Rolle verfalle..
ohnehin der Anteil der Patientinnen mit traumatischen Erfahrungen/Erlebnissen und Schmerz ist Recht hoch. Dem wird hier bei der Behandlung schon auch ziemlich viel Raum gegeben..

Die Klinik ist sehr übersichtlich mit 50 PatientInnen (und die sind mir oft auch schon zuviel..), sehr familiär das Verhältnis von einigen PatientInnen die bereits mehrfach hier waren und MAs die schon länger in der Klinik arbeiten..
Was ich sehr schätze ist, dass die MAs in den Anwendungen immer sehr auf die jeweilige Tagesform eingehen, darauf ob ich lieber an der WS behandelt werden möchte, mehr der Unterschenkelnerv, die Hand..
und wenn es einem wie neulich mal so richtig doof geht, und die gerade Kapazitäten haben, kann Frau auf die schnelle nach der Einzelphysio noch schnell eine "heiße Rolle" bekommen, oder mal eine Moorpackung zusätzlich..
alleine dass das möglich ist, und möglich gemacht wird finde ich schon klasse..

Klar könnte ich auch ein paar Minuspunkte aufführen, Dinge die verbessert werden könnten, die anders laufen könnten..oder so...
und bei manchem muss ich mich dann fragen, was mir wichtig(er) ist..

So nun mit Yoda noch eine kleine Runde laufen, bevor ich Abendessen gehe..

Achja, und dann gibt es ein Phänomen, dass ich bereits in den letzen Monaten zu Hause immer einmal hatte, hier ganz intensiv wurde. Mal sehen, ob ich das hier noch thematisiere.

Shalom - lara64

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