Erneuter Anlauf - Wieder da

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lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Jan 01, 2019 10:20 pm

Das Jahr 2018 ging dann doch noch sehr entspannt bei einer Freundin gestern zu Ende! Irgendwie war es ein sehr versöhnlicher Abend. Wenn gleich auch typische Dinge den Alltag bestimmt haben, die vielen Menschen im Außen so nicht als "schwierig" auffallen, mir aber den Alltag gerade wieder sehr kompliziert machen, und nur Menschen die mich gut kennen, merken wie bedrohlich das wieder werden kann/könnte.
Die Zeitlücken im Alltag sind wieder häufiger- ich merke dass meist am schnellsten, wenn ich zu Vereinbarungen zu Spät komme, Termine bei Ärzten, Physio/Ergo und sonstigen TherapeutInnen nicht einhalten kann, oder auch da nicht pünktlich ankomme.
Ich im Job, oder wann immer es um Themen geht, die nicht mich direkt betreffen - Gottesdienste halten, Hauskreise, Chortreffen etc. - superpünktlich bin, dass es eben dann den Freundinnen auffällt, die mich in unterschiedlichen Kontexten erleben..

So eben dann auch gestern - sehr pünktlich losgefahren zu der Freundin, wir wollten zusammen noch in den Altjahrgottesdienst - und nein ich bin da irgendwie nicht pünktlich angekommen und hatte auch die Messengernachricht nicht "richtig gelesen", dass der Godie nicht in der evangelischen Kirche ist, sondern da ökumenisch in der kath. Kirche ist..also kein gemeinsamer Gottesdienst. G. kann damit umgehen und ich war dann eben gut 40 Minuten mit Yoda auf dem Friedhof der Gemeinde in der G. lebt..habe geschaut ob ich das Grab von G. Ehemann finde, der vor 3 Jahren mit 55 an einen Hirntumor verstorben ist. War dann bei Ch. eine weile am Grab - ich mag Friedhöfe auf eine bestimmte Art.
Danach war es ein so wunderschöner Abend mit G. , lecker gegessen, gelacht, gespielt, gequasselt..uns mit Yoda beschäftigt..G. wohnt klasse. In der Nähe einer JVA bei der auch ein JVA- Klinik bei ist - daher aus doppeltem Grund keine Ballerei - und dennoch hat man von dort eine klasse Sicht..für Yoda wars ein anstrengender Abend, zumindest als die Ballerei im Dorf unten dann heftiger wurde..und auch als wir dann auf den Straßen waren..gut, dass er nur knapp über 5KG wiegt, sonst könnte ich ihn ja nicht so einfach auf den Arm nehmen..
dann wieder zu Hause und nochmals lange gespielt..so spät war es bei mir glaube ich schon Jahre nicht mehr..also jedenfalls nicht bei einer Feier oder so..
Mit G. heute Morgen dann über die Klinikbesichtigung und die Aussagen des Chefarztes gesprochen. Ja, da hat er durchaus Recht, mit dem dass man uns/mir auch gewachsen sein muss - ohne hier arrogant oder überheblich zu klingen. Man muss auch meinen Emotionen gewachsen sein und auch meiner Art..jupp..Frau sollte schon ein wenig "standing" haben, wenn sie mir mir arbeitet. Selbst wenn es vordergründig gar nicht um das Tramathema geht, bringe ich es ja mit, und ich bringe ja mich, wie ich bin mit..mit allem! Eben auch mit dem Fachwissen, meinen fachlichen "Ansprüchen"..

Nach dem späten Frühstück dann hier nach Hause, erst mal geschlafen wir beiden..auf dem Sofa gekuschelt..ich genieße es gerade ein wenig zur Ruhe kommen zu können, auch wenn es mir sehr schwer fällt, in die Ruhe zu kommen, mir da gerade mein Körper bei hilft..Luft erst mal raus ist.

Von daher bin ich unendlich dankbar, beruflich erst einmal ruhiger zu beginnen, Minusstunden machend in den ersten Tagen des Jahres, dann auch eher langsam und ruhiger, mich einlesen, einarbeiten, Konzepte entwickeln und entwerfen - Dinge die mir eher sehr leicht fallen..
und die Zeit nutzen jetzt, mich zu entspannen, der Erschöpfung Raum zu geben, wann immer das gerade sein kann und darf.

Denn im privaten gibt es schon auch noch einiges zu klären, beantragen usw..aber nicht mehr mit der Dringlichkeit, die hier schon war..
und vielleicht auch die Tage einfach auch für viel Zeit mit Yoda genießen..wenn auch draußen sein gerade eher eine Herausforderung ist..

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Mi Jan 02, 2019 11:58 pm

Was für ein großes Glück, dass ich erst nächsten Mittwoch mit arbeiten beginnen muss. Auch, dass bereits jetzt am WE vor dem Jahreswechsel das Assistenzhundewochenende ausfiel, Trainerin erkrankt. Und die anderen beiden "Paare" im Januar nur dann können, wenn ich nicht kann. So wird es leider oder Gott sei Dank Anfang Februar bis wieder ein ganzes Wochenende sein wird. Einzeltraining am Montag, das passt ganz gut.
Die Fahrten zur Trainerin sind derzeit oft schmerzlich, und rufen oft Erinnerungen wach, die gerade nicht hilfreich sind. Dazu später oder die Tage was.

Über die Weihnachtstage auch nochmals über das zu Stande kommen, des Arbeitsvertrages mit dem neuen Arbeitgeber nachgedacht. Auch über die Rückmeldung, dass meine Bewerbung ein "Weihnachtswunder" war. Musste an eine Situation im Jahr 2010 denken. Gerade fertig mit den Praxissemester und wieder an der Hochschule, als das Handy sich meldete. Der Geschäftsführer der Praxisstelle war dran, eigentlich waren die Dinge doch geklärt..ich war vor dem Praxissemester bereits dort in der Beratungsstelle und hatte ein Projekt dort, dass ich auch nach dem Praxissemester fortführen sollte/konnte..aber das war grundsätzlich geklärt.
Mhh M. war dran, ob ich mir für eine begrenzte Zeit (drei Monate) eine Elternvertretung vorstellen könne, in einer anderen Beratungsstelle, aber zum Verbund gehörend..es wäre eilig. Er dürfe nicht so genau sagen weshalb, aber er könne sich vorstellen, dass ich das hinbekomme, mit Unterstützung der Kolleginnen hier aus der Beratungsstelle..
und so habe ich dann am nächsten Tag dort angerufen, für den übernächsten Tag ein Vorstellungsgespräch gehabt und genau 5 Wochen später dann eine Elternzeitvertretung von 6 Monaten mit 50%..die aktuelle Stelleninhaberin, die nur wenige Monate vorher hier begonnen hatte, hatte einen Adoptionsantrag für eine Säuglingsadoption gestellt und war dann innerhalb von drei Tagen Schwanger, Mutterschutz, Geburt und dann eben in Elternzeit..
und es war eine meine besten Erfahrungen im Berufsleben, die ich je gemacht habe..aus 6 Monate wurden dann insgesamt 18 Monate. Ich habe dann meinen Nachfolger noch eingearbeitet während ich mein Doppelstudium abgeschlossen habe und bis heute gibt es zu den KollegInnen gute Kontakte.

Nun war die Situation jetzt vor Weihnachten ziemlich ähnlich, und ich wünsche mir einfach sehr, dass es hier für den Schluss meiner Berufszeit reicht. Ich mich hier die nächsten 120-13 Jahre "austoben" kann, und zugleich hier so arbeiten kann, wie es mir liegt, wie es meinem Verständnis von Beratung entspricht..Erfahrungen von damals abrufen/wachrufen. Zugleich aber ist es eine neue Situation, etwas anders..
Hier gibt es mehr Aufbruchstimmung insgesamt, und mehr Möglichkeiten mir im Aufbruch einzubringen.

Freue mich auf die Einführungstage übernächste Woche, das Kennenlernen von weiteren neuen Kolleginnen, wenn gleich die Mehrzahl wohl in der Suchtklinik im Sauerland angestellt sein werden. Hier in der Region ist das BlK, eher weniger verbreitet..

und heute, erst einmal einfach in aller Ruhe die Dinge erledigt, und bei dem herllichen Sonnentag mit Yoda lange draußen gewesen.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Jan 12, 2019 8:52 pm

So die ersten Arbeitstage von Mittwoch bis Freitag liegen hinter mir..sie waren mehr als ruhig..der noch Kollege hat auch erst Montag wieder angefangen, und wollte ja Montag und Dienstag noch für sich in Ruhe hier AB Anrufe klären, E-Mails beantworten, die zwischen den Jahren gekommen waren und das Büro ein wenig sortieren.

Mir tut seine Art sehr gut, jetzt für den Berufswechsel. Er geht nach 33 Dienstjahren Suchtberatung/Suchttherapie in Ruhestand. Er hat hier vor Ort vieles geleistet, auch wenn dann vor ca. 8 Jahren die Beratungsstelle einmal "Opfer" von Sparmaßnahmen der Stadt waren. Das BK ist eben kein so großer Träger, und so haben sich andere Träger eher durchgesetzt, auch weil die innerhalb der Stadt in anderen Bereichen des Sozial-und Gesundheitswesens präsent sind.
Und doch wurde seine Stelle weitestgehend aus Spendenmittel über beinahe 8 Jahre finanziert. Zuerst noch Vollzeit und dann in Schritten runter jetzt das letzte Jahr auf 50%..
es dann hier in der Stadt große Veränderungen gab, im Bereich Sucht, vor allem der Chroniker und ein spezielles Konzept innerhalb der Stadt dafür entwickelt wurde..da dann die Psychiatrie und Suchtstation/Suchtambulanzen an die Klinik hier im Stadtteil angebunden wurden, entstand dann ein größerer Bedarf direkt hier im Stadtteil, und so konnte letztes Jahr das BK aufspringen und ist jetzt wieder mit 1,5 Stellenanteilen in der Stadt verankert..
Und M. weiß, er hat keine Kraft und Energie mehr für einen Neuanfang, kann und will das auch nicht mehr. Er muss auch niemanden etwas beweisen, kann stolz auf das sein, was hier aufgebaut und bewahrt wurde, und hält mich gerade den Rücken frei, Suchtberatung und Suchttherapie nach aktuellem Stand hier durchzuführen..und zugleich kann ich mich auf all seine Kontakte etc. verlassen..#

So konnte ich jetzt Mittwoch und Donnerstag gut dort sein, Termine die wichtig sind eingeplant, Rahmenbedingungen für den Stabswechsel besprochen..alles in einer großen Ruhe..was einfach klasse ist..Zeit dann auch mich in die Konzepte einzulesen..
Freitag dann beim Landesverband einen Außentermin, bei ca. 35cm Schnee eine eher anstrengende Autofahrt, aber ein sehr schöner Termin..auch dort ist mach froh eine Nachfolgerin gefunden zu haben. Allen dort ist der diakonische Backround sehr wichtig, und wird sehr gewürdigt/geschätzt eingefordert.

Das war auch von den SelbsthilfegruppenleiterInnen die Rückmeldung, dass es ihnen wichtig ist, sonst könnten sie auch wo anders hin..
In der Beratung/Therapie kann/darf das natürlich Thema sein. Es muss aber nicht. Wenn jemand damit nichts anfangen kann und möchte wird er/sie von mir genauso beraten wie alle ! Irgendwie ja klar, sollte eigentlich besonders erwähnt werden müssen..

Hatte dann am Montag ein längeres Telefonat auch mit dem Geschäftsführer in Wuppertal, auch jetzt wegen der Einführungstag und so..
Ein dienstlicher Termin mit etwas informellem Charakter, was mir gerade gut tut..und dann eben die zwei Tage in Wuppertal..die dann eher knackiger werden. Da das aber mit der DB fahren jetzt klappt, sind zumindest die Fahrten hoffentlich einigermaßen entspannt.
Habe mir die für Umstiege jeweils immer einen Umstieg, die Unterstützung der Bahnhofsmission bereits gesichert. So kann ich mit Yoda und dem Gepäck für uns beide (bei einer Woche ist das echt einiges, auch wegen dem aktuellen Wetter, und auch weil Yoda ja Rohnahrung hat..) in Ruhe umsteigen und habe keinen Stress.

Denn ansonsten sagen Körper, Geist und Seele eigentlich Auszeit!! Dringend!! Akutklinik!! Oder Reha!!
Aber in der Probezeit gerade keine gute Option. Ich weiß, dass die Helferinnen das gerade auch noch mittragen! Was mir gerade sehr hilft. Über die Freundinnen bin ich einfach unglaublich dankbar.

Und als Glücksfall ich eine Pflegestelle für Yoda gefunden habe, wo ich ein supergutes Gefühl habe. Es ist eine gute Freundin meiner Assistenztrainerin. Die hatte auch von der selben Züchterin ein "Löwchenmännchen", als wir geschaut haben, dann der ganz große Halbbruder zu N. und zu Yoda..und auch Hobbit hatte Allergien und war im Magen-Darmbereich sensibel..er war als Diabetikerhund ausgebildet..ist leider vor gut einem Jahr einer FSME gestorben (muss sehr schlimm gewesen sein, denn M. spricht nur ungern drüber..). Sie hatte davor auch schon größerer Hunde, also jemand mit viel Erfahrung, viel Platz, großen Garten und vor allem auch Zeit, wenn sie nicht gerade in Spanien weilt..
das hat bei mir und vielen der Helferinnen für große Erleichterung gesorgt. Denn hier geht eben mal so 2-3 Nächte, im Notfall mal eine Woche, aber wenn dann doch mal länger?? Und auch so, mal für ein verlängertes WE, einfach mal so zum Luftholen.
Ja, Yoda ist ein ganz großer Schatz und ich könnte mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Aber aktuell ist er super super anstrengend mit seinem Sexualtrieb..das war schon vor Weihnachten oft echt schwierig auch hier vor Ort in der Hundeschule, da die Hündinnen so langsam auch läufig wurden..er ist dann wie "fremdgesteuert" nix g geht dann mehr. Hatten es jetzt gut drei Monate mit diversen Homöopathischen und anderen Präperaten versucht. Mit mäßigem Erfolg..was zu echten Krisen über die Feiertage geführt hatte, und auch Yoda aktuell da immer einmal leidet..Liebeskummer. Schräg gegenüber hat eine junge Frau vier "Handtaschenhündinnen" wo gerade immer eine läufig ist. Da die das auch noch mit der Hygiene nicht so genau nimmt, oft alles liegen lässt ist Yoda echt angefixt..
es ist und war dann einfach kein normales draußen sein mehr möglich. Und so gab es am Montag die "6 Monatsspritze", die in 2-3 Wochen die volle Wirkung hat und dann bis Ende Juni anhält..dann können wir schauen, und gemeinsam besprechen. Habe da einen tollen Tierarzt, der ja um die besondere Ausbildung von Yoda weiß, sich sehr interessiert und von daher der Kompromiss erst einmal für Entspannung sorgen soll. Damit ich aus der "Badfrauchen-Rolle" für Yoda wieder raus komme, und ich auch wieder entspannter mit ihm unterwegs sein kann und hier nicht unterschiedliche Innenpersonen massiv getriggert werden..

Ja ich bin super erschöpft und ausgelaugt. Das letzte halbe Jahr war eine einzige Achterbahn..

Nach dem superschwierigen Sommerende mit der Therapeutin gab es dann im August/September/Oktober diverse Mail-/Briefkontakt. Zum Teil einfach verwirrend und wiedersprüchlich, zum Teil auch schmerzlich und dann auch hoffnungsvoll. Die Helferinnen haben sich sehr eingesetzt, weit mehr als Freundinnen so leisten sollten.
In diese Sommerzeit hinein gab es dann in dem was Ausstieg so genannt wird, eine für die meisten von Außen betrachtenden eine gute Erfahrung/Situation. Für uns ist es gerade oft kaum auszuhalten..nicht öffentlich zu schreiben.."leben in so einer ähnlichen Situation wie der Verbannung aus einer Gruppe/Gemeinschaft.." so ungefähr könnte man es wohl nennen..was hier an etlichen Tagen, eher Nächten für viel viel Chaos gesorgt hat..Autoschlüssel dann hier in der Nacht bei einem meiner beiden Untermieter war..
es gab dann im Oktober nach einem Brief der Helferinnen an die Therapeutin und einem Brief von mir, einen Termin bei der Therapeutin. Sie kann/konnte sich dann vorstellen wieder die Therapie fortzusetzten. Es war ein schmerzlich-guter, schöner- vertrauter Termin, wo noch vieles an Vertrauen da ist, wo noch klar wurde, da können sich noch etlich drauf einlassen..
und dann wenige Tage später die Info, sie ist erneut in der Klinik, hat sich aus der Klinik gemeldet.

Wir haben dann bevor sie erneut in die Reha ging länger telefoniert. Sie nimmt sich bis Ende 2019 eine Auszeit, beendet alle Therapie oder Unterbricht diese..je nach dem. Sie führt jetzt seit Januar nur das Fortbildungsinstitut weiter.
Sie möchte in dieser Zeit für sich klären, ob sie nochmals die Energie und Kraft aufbringen kann und möchte Komplextraumatisierte Frauen zu begleiten, oder ob sie nur noch das Institut fortführen möchte.
Vom Herzen her, würde sie gerne wieder/weiter auch Traumatherapie anbieten, sie möchte es aber gerade für ihre Klientinn gut klären.

Ihr Reinfarkt fiel genau in die Zeit der OEG Begutachtungen, und hat daher mehr als nur für Chaos gesorgt. Dank an die Helferinnen und an die PNs hier im Forum!!

Mit der Fachärztin, Frau W. von der Traumaambulanz in M. und den Helferinnen bin ich nach einem zähen, schwierigen und heftigen inneren Ringkampf zu dem Entschluss gekommen:

A) ich schaue mir diese Klinik an die Hund mitaufnimmt, was ja auch schon passiert ist. Doch den Pflegeplatz der ganz in der Nähe der Klinik im übrigen ist, ergibt sich seit gut einer Woche für die Klinik nochmals eine ganz neue Option.

B) ich suche mir eine "normale" Traumatherapeutin mit der ich ambulant dringend an der Stabilisierung arbeite und das bisher erreichte aufrecht erhalte, meine Arbeitsfähigkeit so wie sie jetzt ist erhalte und für mich innerlich kläre, wie ich es mit der Traumatherapeutin halte. Welchen Weg ich da einschlage?? Kann ich mich nochmals auf die Therapeutin einlassen, sollte sie Anfang 2020 erneut Traumatherapie anbieten? Oder haben da inzwischen zu viele Angst, auch dass sie uns nicht mehr Stand hält?? Die Haltung des Chefarztes hat uns auch bei der Suche der ambulanten Therapeutin darin bestärkt, hier vorsichtig zu schauen, und ggf. lieber länger Wartezeiten in kauf zu nehmen. eine Retraumatisierung bei einer Therapeutin die uns nicht "halten" kann wäre der Supergau!

denn
C) ich suche nach einer Traumatherapeutin, die nach dem Konzept von Nijenhuis arbeitet, da gibt es leider hier in der Region noch nicht allzu viele, und lasse mich da so möglich auf eine Warteliste setzten. Frau W. aus München wird mir da behilflich sein. Nijenhuis führt dort inzwischen Fortbildungen und Supersivionen durch, so dass sie sich dazu bereit erklärt hat in den Seminaren und Supervisionen bei ihm nach Therapeutinnen zu fragen, die aus meiner Region (Umkreis 80 km) kommen und die ggf. Therapieplätze anbieten können.

D) ich hoffe, dass die Therapeutin sich nochmals erholt und uns einen Therapieplatz 2020 anbieten kann und mag..und wir dann schauen können bis dahin was für uns sich stimmig anfühlt..

Wir könnten uns evtl. eine andere Therapeutin vorstellen, das Konzept der enaktiven Traumatherapie von Nijenahuis ist für uns das wichtigste. Auch wenn es dann vielleicht ein wenig anders umgesetzt wird, gibt es ja einiges dass er in seinen Fortbildungen weitergibt, und in den beiden Fachbüchern ja auch so nachzulesen ist..und wir mit dieser Form der Traumatherapie mit der Thera ganz gut gefahren sind. Sich das Konzept der enaktiven Traumatherapie für uns als das stimmigste anfühlt..

Wir dankbar sind, für die begleitenden anderen Therapien die jetzt weiterlaufen, vor allem die Ergotherapeutin hat da vieles abgefedert und abgefangen..
die PIA mit Oberärztin und Sozialarbeiter auch, die geistliche Begleitung etc..
Und doch gab es hier auch einiges an Chaos und Dingen die einem das Leben sehr schwer machen..Termine versäumt, "vergessen", auch wichtige, wie den für die Pflegekasse, oder Fachärztinnen. Wobei ich mir bei letzterem nicht so sicher bin, welches Vergessen" hier vorliegt, denn die Termine hätten mir auch gut getan, geholfen..nun denn..

Was dieser Körper vor allem spürt, ist dass wir seit Sommer keine vernünftige stabile physiotherapeutische Behandlung haben..und so Notfallspritzenserie (7 Termine für PRT und PDI) nur zielführend sind, wenn dann Physio fortgeführt wird, und eigenübungen dann auch wieder greifen können. Da gibt es ab übernächste Woche dann auch einen Lichtblick - der Körper sehnt sich danach..
kann den Kopf kaum drehen, und den unteren Rücken auch nicht gut. Und seit gut einer Woche ist im BWS Bereich ein Nerv eingeklemmt..Rotation der WS ist gerade und oft nur mit "Aufschrei" möglich..höher mit dem Opiat möchte ich nicht mehr..ist ja auch eigentlich ohnehin beim aktuellen Job eher Widersprüchlich..
aber ich kann auch nicht jeden Tag ein 45 minütiges Wannenbad nehmen.

Und auch so Erkenntnisse, dass nach 23 Jahren Therapie noch immer jede Menge Baustellen offen sind, die gefühlt genau so lange noch brauchen..
Andererseits, Freundinnen immer wieder darauf hinweisen, was und wie viel sich gerade in den letzten vier Jahren verändert hat..vor vier Jahren hätte mich eine Situation wie jetzt mit der Therapeutin auf die Akutstation gebracht und das wohl für etliche Wochen/Monate...da haben wir gemeinsam mit der Therapeutin einiges geleistet und gemeistert..

Langer Bericht heute hier..und merke, dass es mir schwer fällt einiges hier stehen zu lassen, und es nicht gleich zu entfernen..
Daher jetzt für heute hier Feierabend.
Den letzten Schliff an der Predigt für morgen noch gestalten, und dann Feierabend und ab ins Bett. Godie ist morgen schon um 09:30 Uhr..

Shalom - lara64

gastacht

Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von gastacht » Sa Jan 12, 2019 11:16 pm

Hi lara
es ist schön dich zu lesen.
Das klingt sehr anstrengend und mühsam, aber auch nach immer wieder kraftgebenden Menschen und Situationen. Ich wünsche dir dass du eine Thera findest, die passt, sei es eine die direkt enaktiv Therapie mit dir macht oder jemand zur Vorbereitung.
Ich glaube es ist ein harter Kampf und natürlich sind das nicht die Schritt evon Menschen ohne deine Erfahrung (schreibe bewusst nicht: ohne Mb Erfahrung) Naja, man soll nicht werten, aber du weißt schon, wie ich das meine.
Ich finde e stoll wie du darum kämpfst arbeiten zu können und dich nicht auf irgendeiner Position auszuruhen, im Sinne von: Mein Leben war schon schwer genug.. und das wars ja wirklich.
Ich wünsch dir eine ruhige Nacht.
SChicke dir auch noch eine PN wenn ich darf
Gastacht

lara64unl

Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64unl » So Jan 13, 2019 12:24 am

Hey gastacht,
PN gerne. Aber ich bin ab Montag für eine Woche dienstlich mit Yoda "on Tour"..klar habe ich WLAN in der Unterkunft und wohl auch dann bei meinem GS, weiß halt nicht wie viel Zeit ich dann für so Sachen wir Forum habe, oder mir auch nehmen möchte.
Meine Energie geht ins RL.

Dir eine gesegnete Woche.
Shalom - lara64

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Jan 26, 2019 10:41 pm

Angst mich/uns das erreichte zu verlieren, weil gerade im Außen Dinge sooo unglaublich sind und laufen und manchmal dann wieder Tage an denen ich nicht weiß wer hier wirklich so da ist...

vor knapp zwei Wochen waren wir mit Yoda auf Dienstreise und das war irgendwie außerhalb der Norm und doch in vielem so Ottonormal..
Wir waren zuerst von Montag - Mittwochnachmittag bei den Einführungstagen Neuer Mitarbeiter, auf der AG großen Wert legt. Üblicherweise werden MA erst nach der Probezeit eingeladen, man hofft wohl sehr, dass wir die Probezeit "gemeinsam überstehen" und geht davon aus, mich auch längerfristig zu beschäftigen. Daher kam kurz vor Weihnachten dann die Planung, dass ich zu den Einführungstagen in ein Gästehaus des AG mitkomme und dann anschließend mit nach Wuppertal fahre wo ja die Bundeszentrale des AG sitzt. Yoda und ich dann im beheizbaren Gartenhäuschen eines der Geschäftsführers (der aus meiner Region kommt, so echt ums Eck.. 8) :D ) übernachten können.

Also am Wochenende vor zwei Wochen nach dem Gottesdienst angefangen zu packen, was gut überlegt sein musste. Ich hatte beschlossen mit dem Zug zu fahren, vor allem die Heimstrecke wäre mir alleine zu Weit gewesen im Auto.
Wir haben ja schon für uns so ein Problem mit Packen, selbst für eine Nacht, sieht das immer aus wie "Auszug aus Ägypten", aber jetzt dann auch noch an alles für Yoda denken- puhh. Da Yoda Essenstechnisch problematisch ist, gebarft wird, musste ich gut schauen wie ich das mit den Fleisch und Gemüse mache. Ich hatte den Ablauf der Einführungstage erhalten und gesehen, da ist nicht so viel Luft um mal eben für den kleinen Schnucker seine Sachen einkaufen zu gehen. Da es ja kalt genug war, hatte ich mit der Hausleitung geklärt, dass ich das Futter von Yoda vor die Terassentüre stelle (natürlich gut gesichert gegen andere Tiere :wink: ).
Wir ja unser eigenes Kopfkissen mitnehmen und noch für zum Zug fahren ein Hirsekissen immer dabei haben, und eben wer von den "Stofftieren" muss mit, und wer kann hier bei Lea (meine Gepardin) bleiben. Was muss sonst noch so an "Haltgebendem" mit, damit wir als Team die Woche gut schaffen, Bilderbuch und Co. Zum Glück hatten da alle Einzelzimmer 8) :D ..
Eine Freundin konnte uns dann am Montagmorgen auf den Zug bringen, da es dann echt viel Gepäck war: faltbare Reisebox für Yoda, Rollkoffer ziemlich gefüllt, kleine Kühltasche mit seinem Rohfutter, ein wenig Trockenleckerli..und eben so anderen Sachen.
Für den Umstieg hatte ich bereits im Vorfeld die Bahnhofsmission informiert, soweit hatte dann alles geklappt..dort angekommen und froh war, über die tolle Athmosphäre und Yoda ja ohnehin so ein "Türöffnerhund" ist, der hat bis heute so ein Kindchenschemagesicht..einfach zu süß :roll: 8)

Die Tage dort waren dann doch sehr gefüllt, mit vielen Informationen zum AG, seiner Entwicklung, den Werten die heute wichtig sind, manches das für Außenstehende eigenartig wirkt wie so manche Selbstverpflichtung z.B. zur "Loyalen Abstinenz" von legalen Drogen wie Alkohol die in Stufen je nach Arbeitsfeld/Betätigungsfeld im Arbeitsvertrag verankert ist, und logischerweise zur vollständigen Abstinenz von illegalen Drogen, ging auch um MB und Gewalt. Auch so manche unheilvolle geschichtliche Seite im Dritten Reich wurde nicht ausgespart. Viel Transparenz und Offenheit im Umgang erlebt, von Seiten der Geschäftsführung. Die Tage wurden von den beiden Geschäftsführern und zusätzlich vom der erweiterten Geschäftsführung gestaltet..hallte 7 haben sich sehr persönlich und menschlich vorgestellt..
Für mich waren die Tage besonders dicht, da es ja dort am Standort wo ich angefangen habe um so etwas wie einen Neuanfang, ein "abstauben und erneuern" geht, ohne alles bisher geleistet gleich über Bord zu werden..da gab es so manches 6-8 Augengespräch in den Pausen oder auch am Abend..Die Umgebung dort muss toll sein, wenn Frau mehr Zeit hat..viel Wald, und einen tollen Weiher. Yoda hat sich wohl gefühlt, auch weil einige der TN selber Hundebesitzer sind, und so Yoda immer jemand gefunden hat, der sich mit ihm beschäftigt, wenn ich mal wieder mit den Ohren und Augen wo anders war..das drumherum war eine wunderschönes "sorgloscare-Paket" reichhaltige Mahlzeiten, bei Problemen wurde dafür gesorgt, dass Abhilfe geschaffen werden kann..und dann gab es einen Whirpool und eine therapeutischen Sandliege, die Frau auf Anfrage nutzten konnte, was ich dann Montag- und Dienstagspätabend auch gemacht habe, wenn Yoda dann versorgt war und "Bettreif" war..mein Rücken ächtzte sehr..

Dann die gemeinschaftliche Fahrt mit einigen MA aus Wuppertal und den beiden Geschäftsführern im VW Bus...dort dann noch in der Geschäftsstelle vorbei und einiges vor Ort schon noch am Abend geklärt...und dann mit R. zu sich heim. Das hatte was von heimkommen, in den eigenen Dialekt, etwa das selber Alter er und seine Frau, ganz große Gastfreundschaft, ein schnuckeliges Gartenhaus bei dem selbst an Yoda gedacht wurde, stand schon ein Wassernapf bereit :) ..
die Mahlzeiten bei R. und D. im Haus, und große Offenheit..gibt ja nach wie vor immer mal so vorbehalte und Klischees zu Menschen die sehr im christlichen Glauben leben und arbeiten, von wegen die haben keine Probleme dann mit Kind und Kegel. Da haben die beiden erfrischend und positiv anders gewirkt, und das hat mir Mut gemacht.
Die beiden Tage dort dann mit KollegInnen mich getroffen, was im Vorfeld gut vorbereitet war, und die beiden auch total hilfreich waren. Auch da superviel Input und Infos..und aber dort eben auch das sorgloscare-Pakte was Mahlzeiten und reinigen anging..und doch auch privat tiefe Gespräche die noch nachwirken..

Auf der Heimfahrt dann am Freitag sehe ich im meinem E-Mail-Postfach dass mein Anwalt sich gemeldet hat..die Gutachten sind da und seine Mitarbeiterin hatte sie mir auch gleich als Anhang beigefügt..
und wie "größenwahnsinnig" kann ich manchmal sein..ja klar musste ich im ICE die Gutachten anfangen zu lesen :shock: :shock: :oops: :evil: um dann schnell aufzuhören, weil gemerkt Team fällt auseinander, doch wieder reingeschaut..wieder innenchaos ohne Ende..um dann irgendwann nur noch auf das Ergebnis zu schauen..und zu denken - ich bekomme das Ergebnis nicht mit dem Bericht, jedenfalls nicht mit dem was ich gelesen habe zusammen..

Konnte dann in der Nacht kaum schlafen, immer wieder versucht die Gutachten weiter zu lesen, um es dann bleiben zu lassen, weil ach irgendwie keine Worte dafür gerade..
und am Wochenenden dann einfach nur nur platt und wollte nix anderes wie Ruhe - um einfach mich wieder zu sortieren, und auch Yoda ja doch bei aller Aufmerksamkeit die er erhalten hatte, etwas durch den Wind war..
und zu allem Glück dann am Samstag Post von der Klinik da war, wo wir gerne mit Yoda hinwollten. Es gab eine Absage vom Chefarzt. Es täte ihm leid, aber in einer hitzigen Teamdiskussion wäre das Team übereingekommen, sie könnten mir keinen stabilen und Halt gebenden Rahmen geben..man fühle sich mit mir überfordert - zwischen den Zeilen lesbar - nicht nur wegen der Biographie, sondern eben auch, weil ich eben selber auch vom Fach bin..UND jetzt!!
Enttäuscht und doch auch froh schon im Vorfeld die "Absage" erhalten zu haben, eine erneute Retraumatisierung, weil eine Station/eine Abteilung einer Klinik mich nicht halten/auffangen kann das hatten wir ja Anfang 2015 bereits schon einmal..und doch fühlt es sich nicht gut an..kein Platz für Sie hier..Anregungen und Kliniktipps vom Chefarzt, an die hatte ich auch schon gedacht, einige scheiden aus, weil zu dicht hier vor der Haustüre, da kann es dann in Zukunft kollegiale Berührungspunkte geben..
Und immer wieder die Gedanken da zu dem OEG-Gutachten hin..o Mann, auf was habe ich mich da eingelassen...manches echt entwürdigend, obwohl wir den Gutachter ja so empathisch und wertschätzend erlebt hatten..

Und dann sooo froh über Yoda sind/waren..denn egal wie es uns hier geht, er hat zumindest seine Grundbedürfnisse für die ich verantwortlich bin, obs mir nun scheiße geht und ich mich am liebst im Bett verkrochen hätte/ist gerade aktuell immer mal da..oder ob mein Rücken oder sonst was weh tut, er will raus und laufen, er will spiele und beschäftigt werden, lernen und quatsach machen..und das alleine hilft..er ist total toll für mich da, und auch diese Seite hilft sich nicht so zu verkriechen, denn wenn ich dann mit ihm einen Stunde draußen war, gehts mir oft auch besser..

diese Woche dann also so beinahe mal richtig gearbeitet..also mal angefangen Strukturen zu entwickeln, Konzepte zu lesen, wichtige Menschen anzumailen etc...und gleichzeitig mit dem noch Kollegen Büro entmistet, wichtige Informationen vom ihm notiert..

ich wusste, dass ich am Mittwoch ein Telefonat mit Frau W. haben werde, und habe versucht so lange das mit dem OEG und so aus meinem Kopf zu bringen/halten, auch die Sache mit der Klinik..
das war dann auch ein wichtiges und wertvolles Gespräch, wir haben dann auch jetzt auch einen Termin bei ihr in München vereinbart..OEG war sie sehr offen, ja sie geht bei dem Ergebnis davon aus, dass das Versorgungsamt in Berufung gehen wird..ich soll mich so weit ich es kann jetzt im Verfahren schützen, mir gut überlegen ob ich zu der Verhandlung mitgehe, wenn es keine direkte Notwendigkeit von Seiten des Gerichts gibt..das meinen Anwalt machen lassen..
wegen der Klinik wollte sie die Ziele für den Klinikaufenthalt wissen, wir da Stabilisierung machen wollten und die Situation mit der Traumatherapeutin für uns nochmals besser klären wollte..sie hatte dann Ende letzten Jahres bei einem Seminar nachgefragt, zwei Rückmeldungen beides leider Männer, hatte ich vergessen zu sagen, dass eben keine Männer gehen..
wir dann im Gespräch dann nochmals auf die Traumathera gekommen sind, und wir dann hängen geblieben sind an einem Satz, dass es sich hier doch viele nicht vorstellen können, mit einer anderen Traumathera wirklich zusammen zu arbeiten...das auch das Gefühl von Frau W. schon vor Weihnachten war..sie wichtig findet erst einmal da noch zu schauen und klären, was das heißt, wie damit umgehen, was da wofür steht..

wir heute einen Pflegeplatz für Yoda angeschaut haben, weil wir gemerkt haben, wir könne uns gerade gar nicht erlauben nichtig auszufallen, weil wir keine soooo langfristige Ersatzlösung auf dem Bildschirm hatten..denke das passt wo wir heute waren. Yoda hat sich dort wohl gefühlt..die hatte auch schon ein Löwchen von der selben Züchterin wie wir, auch vom selben Vater..

und doch sind so Tage wie heute dann auch erst einmal anstrengend und grau - eher innen, denn außen und kosten gerade echt krass viel Energie..

Morgen muss hier einiges an Schriftkram laufen! Echt wichtig!!

Shalom - lara64

lara64unl

Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64unl » So Jan 27, 2019 8:02 pm

Die Frage von Frau W. hat uns heute währende eines langen Spaziergangs mit Yoda beschäftigt.

"Können sie sich aktuell überhaupt eine andere Traumatherapeutin vorstellen, sich auf eine andere Traumatherapeutin für die Traumaaufarbeitung einlassen"

Das was da mit den Freundinnen schon mal angedacht war, es gilt irgendwie und irgendwie doch auch nicht!

Ja, klar ist und bleibt es braucht jemanden für die Stabilisierung - da hat Frau W. evtl. jemanden für uns, keine Psychologin mit Kassenzulassung, jemand der bei E. N. die "Grundausbildung" gemacht hat..sie denkt könnte passen für die Stabi..

und sie ist sich auch aus dem was in den Gesprächen schon so war, nicht sicher ob wir wirklich aktuell schon bereit sind uns auf eine andere Therapeutin einzulassen. Sie frägt in den Seminaren weiter.

Sie kann verstehen, warum es uns wichtig wäre wieder mit der alten Thera die Beziehung aufzubauen..
es könnte für uns auch eine große Chance sein!

Aber auch sich auf einen neue einzulassen wäre eine Chance. Wobei wir eben dieses schon mal hatten, als Ende 2013 die Therapie nach einem ähnlichen Muster beendet werden "musste". Wir dann die Thera gefunden hatten, und uns langsam genähert..

Heute so durch den Kopf auch ging, ja es gibt hier Innenkinder die sie sehr vermissen, er gibt hier auch welche die sie nach wie vor "auf den Mond schießen könnten" die ärgerlich und wütend sind. Hier im Außenteam gibt ist es so, dass ich gerne mit ihr weiter arbeiten würde, ich das auch gerne mit ihr klären würde, so im RL was da an Ärger, Frust und Wut da ist, weil ich mir sehr sicher bin, dass sich bei ihr dann auch die zeigen die davon betroffen sind, und sie es mit denen auch kann, einige davon ganz gut "kennt" und ja schon so manches an verbalen gab..sie das gut ab kann.
Vor allem aber vermisse ich ihren Humor, ihre Art manche Dinge im leben so ähnlich zu sehen, manche Wortspielerei die wir hatten..
und zugleich ihre sehr große Professionalität in der Traumabearbeitung..noch nie haben wir uns da soooo sicher gefühlt, so empathisch haltend begleitet und danach geschaut, dass am nächsten Tag auch Alltag möglich ist..
da ist glaube ich die größte Angst und das größte Misstrauen, zu glauben/hoffen dass wir da jemanden finden der das ähnlich gut kann..

irgendwie aktuell am stimmigsten jemanden für die Stabi und dann im Frühjahr 2020 uns bei ihr melden..und vielleicht haben wir im Verlauf von 2019 noch den Mut für jemanden anderes anzufragen.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Do Jan 31, 2019 8:51 pm

Unser Anwalt hat sich heute gemeldet, also mehr so seine Mitarbeiterin. Wollte wissen, ob für die Gutachten 'Stellungnahmen notwendig sind??`
Ähm puh, wir konnten bisher die Gutachten nicht zu ende lesen, und von daher wissen wir auch nicht ob und wie wir dazu Stellung nehmen sollen.
Hatten jetzt überlegt gemeinsam mit einer Freundin (die sowas kann) und dem Anwalt die Gutachten zu lesen und dann zu überlegen, ob es dazu noch etwas zu sagen gibt, von unserer Seite.

Alleine werde ich die Dinge nicht mehr anfangen zu lesen..hoffe ich jedenfalls. Denn die haben sooo sehr getriggert, dass es enorm Kraft gekostet hat, dann wieder auf den Boden zu kommen und halbwegs alltagstauglich und arbeitsfähig zu werden.
Für solche Kraftgeschichten habe ich gerade einfach keine Kraft!!

Gestern dann Termin mit dem Sozialarbeiterkollege aus der PIA, auch zum Thema Gutachten und auch zum Thema Klinik. Es kam von ihm noch eine andere Klinik in die wir wohl Yoda mitnehmen könnten - ich kenne die Klinik. War dort vor gut 20 Jahren, damals fand ich da manches gut. Heute sehe ich manches von damals kritisch, aber die Klinik hat sich auch entwickelt..und mehr und mehr habe ich beim Thema Klinik Angst. Dort so angetriggert zu werden, von anderen Patientinnen, dass meines dann deutlich mehr zum Thema wird, wie ich es derzeit machen möchte, zumal ja keine ambulante Therapeutin dann parat ist..

dann eher noch eine Schmerzklinik - ja ich weiß, dass auch dort dann etliche mit einem Traumahintergrund da sein können. Jedoch ist das gesamte Setting auf etwas anderes hin fokusiert, wenngleich zumindest die Klinik an die ich denke auch sehr ganzheitlich arbeitet, die Psyche also nicht außen vor gelassen würde..ABER so habe ich das zumindest ja auch in den beiden Reha-Aufenthalten nach den WS -OPs erlebt, der Fokus ist deutlich somatischer! Ich hätte vielleicht nicht ganz so viel Angst, dort so massiv angetriggert zu werden..
und die Schmerztherapeuten plädieren schon länger für einen stationären Aufenthalt, um zu sehen, ob das Opiat reduziert bzw. ganz weg gelassen werden kann..das wäre dann eine gute Möglichkeit die beiden Dinge miteinander zu verknüpfen. Nochmals etwas Abstand zu hier und all dem was so in den vergangenen 12 Monaten war..und dann auch noch etwas versucht, dass der Gesundung dient..

Und hoffentlich eine gute Physio gefunden, zumindest fachlich fühlt es sich schon mal gut an.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » So Feb 03, 2019 10:49 pm

Ausbildungswochenende mit Yoda gehabt. WAr gut, anstrengend und zum ersten mal richtiger switch und Situation wo wir nicht mitbekommen haben und Yoda dann wohl echt wichtig war, für die Trainerin..puhh.

Es war schon gestern sehr anstrengend, weil wir auch viel Einzeltraining dieses Mal war, wir eher viel drin waren. Hat hier sehr geschneit, daher dann erst mal Yoda und wir mit der Trainerin. Das mit Licht anmachen der Nachttischlampe klappt total klasse, nächster Schritt dann ich liegend im Bett, und ohne Handzeichen für Yoda, nur noch über "Kommando" fürs Licht machen. Auch das "Beutelchen" mit dem Notfallhandy holen klappt klasse. Nächster Schritt dann daheim, der Beutel bleibt ca. 30 Minuten an den Ort, wo gerade noch geübt wird liegen, und erst auf meine Aufforderung hin, darf Yoda das Notfallhandy holen..
Auch sonst klappt vieles besser, manches ist noch ausbaufähig, wenn bei Yoda dann hoffentlich das chippen wirkt und ich abschätzten kann, ob es ihm hilft und er dann sich wieder besser steuern kann.
Aber so mit den beiden anderen Frauen und der Rüde/Hündin ist toll im Austausch.
Aber es ist dann auch einfach lang - von 09:00 Uhr - 17:00 Uhr - und Anfahrt für mich eine gute Stunde..
und heute dann wieder, und gerade ohnehin so wenig Energie..

letzlich dann kurz vor dem Mittag als die Trainerin eigentlich mit einem anderen Team (Diabetikerhund) beschäftigt war, müssen wir geswitcht haben. Denn Yoda hat so laut "rumgebellt" bis die Trainerin dann wieder in den anderen Raum (wo wir saßen und was schreiben wollten..) kam...da war ich dann auch schon fast wieder da..
und schwierig dass so öffentlich zu haben bei ihr, und für sie aber hilfreich, weil sie jetzt in etwas einschätzen kann, wie es dann für Yoda ist..

und auf dem Heimweg heute gedacht, gerade stimmt das mit Psycho-Klinik nicht so..
Schmerzklinik ja, aber auch gut schauen, ansonsten eher lieber nicht...

und die Sache mit dem Anwalt sitzt mir echt im Nacken..evtl. den Termin nochmals schieben?? Wenn die eine Freundin uns nicht begleiten kann, geht es nicht. Ich kann das gerade nicht ohne Begleitung von einer Freundin..

und heute Abend hier zu Hause, auch so gespürt und Rückmeldung von einigen innen, vorsichtig sein gerade mit allem was wir "neu" anfangen..fühlt sich oft gerade als Überforderung an..
und einige kleine Mädchen wollen lieber gerade so viel wie möglich Ruhe und Beständigkeit..
ist gerade oft so vieles..und so viel Kalenderchaos wieder.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von ChaosBande » Mo Feb 04, 2019 1:01 am

Hallo Lara,

das Klingt sehr anstrengend, aber auch eine Super Unterstützung durch Yoda.
Es freut mich zulesen das es so toll klappt. Das er dir die Hilfe bringt oder "nur" da ist und mit seiner an Wesendheit hilft.

Darf ich fragen was du mit dem Satz meintest das wenn das Chippen wirkt und ob er sich dann besser steuern kann?

Jetzt eine schöne erholung und viel Kraft dann für alles was die nächste Woche so auf euch zu kommt.

Grüße ChaosBande

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Mo Feb 04, 2019 11:34 pm

Hallo 'Chaosbande,

schön dich zu lesen. Du hattest ja neulich schon mal nach Yoda gefragt.
Ja die Ausbildung ist anstrengend, und das ist ja nur die Ausbildung bei der Assistenzhund-Trainerin. Ansonsten sind wir ja jede Woche noch vor Ort in einer Ausbildungsgruppe, wo wir mit etlichen Hunden seit der Welpenspielgruppe zusammen sind.

Yoda tut mir gut, einfach als Hund, weil er da ist, weil er Grundbedürfnisse hat, die es zu stillen gilt, egal wie es mir gerade geht. Raus gehen eine Runde laufen, auch bei einem Wetter wie gestern hier in der Region. So einem Tag wäre ich vor einem Jahr NIE im Leben vor die Türe gegangen. Heute muss ich, und meist geht es mir dann auch besser.
Bin allerdings auch froh Notfall-Lösungen zu haben, wenn es mir nicht gut geht.

Ich setze mal eine Triggerwarnung!!!

Da Yoda bereits am Jahresende und dann rund um die ganzen Weihanchtsfeiertage und so sehr unter seinem Sexualtrieb gelitten hat, hier einerseits stundenlang vor der Wohungstüre und der Terassentüre lag und gewinselt hat, dass einem es auch irgendwann auf die Nerven ging. Er andereseits kaum waren wir draußen seinen Kopf nur noch dem Hormonrausch überließ und sämtliche bereits erlernten Grundgehorsamsdinge wie weggepustet waren. Spazieren gehen eher einer Kampf und Gezerre, oder Krieg und Frieden glich, denn einem erholsamen und lustigen gemeinsamen unterwegssein. Ich mich auch schon vor jedem Hundekontakt gefürchtet habe, weil er entweder die Hündin sofort angerammelt hat, oder einen anderen Rüden derart rüde angebellt hat, auch in der Hundeschule mir innerhalb von wenigen Minuten der Schweiß auf der Stirn stand, und selbst so erfahrene Trainereinnen wie die hier vor Ort keine wirklich gute Lösung mehr wussten - alle homöopathischen Präperate durch waren, habe ich mich Anfang des Jahres zur chemischen Kastration entschlossen.
Einfach um zu sehen, ob sich Yoda dadruch in seinem Wesen verändert, apathischer wird, aggressiver, Gewicht zunimmt etc...
Sollten dann die positiven Erfolge überwiegen, wird Yoda im Sommer kastriert. Anderfalls war es ein Versuch und wir müssen schauen, wie wir mit seinem Sexualtrieb erzieherisch noch besser umgehen.

Trigger Ende

ich habe lange darüber nachgedacht, und mich dann gemeinsam mit der Assistenzhundetrainerin dazu entschlossen, es so zu versuchen. Einfach auch weil mich sein Verhalten sehr getriggert hat und hier an vielen Tagen für ziemlich Wirbel gesorgt hat.
Laut Tierarzt sollte das Hormonpräperat in den nächsten 1-2 Wochen anfangen zu wirken und dann sehen wir wie sich Yoda dann verhält.

Soviel mal zu Yoda..zu den anderen Themen die Tage mehr.

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Aufatmende » Do Feb 07, 2019 5:27 pm

"Meins" wäre es eher, das mit dem Anwalt durchzuziehen, damit es hinter mir liegt. Aber "Meins" ist es auch schon mal, mich zu überfordern....
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Evenstar » Do Feb 07, 2019 9:43 pm

Dann drücke ich mal die Daumen, dass der Chip gut anschlägt und ihm so geholfen werden kann.

Das was du ja beschreibst geht ja über die "periphere Taubheit" beim Teenager-Alter hinaus. Wir haben damals auch eine gute Erfahrung mit dem Chip gemacht. Auf einmal war Hund wieder ansprechbar. War aber der Hund, mit dem wir oft gemeinsam spazieren gehen. Bei unserem Goldi haben wir so lange wie nur möglich abgewartet mit kastrieren, auch das hat ihm gut getan. Damals haben wir sehr lange abgewogen ob machen oder nicht. Mein Hütehund kam ja schon kastriert hier her.


Viel Kraft für den Anwaltstermin.

Liebe Grüße

Even
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
bis alle Wunden verheilt sind.



Ich geh meinen Weg ans Ende
Sehnsucht nach der Zukunft
Heimweh nach der Fremde

(Max Herre-Fremde)

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Feb 09, 2019 10:42 pm

Anwaltstermin verschoben. Ich konnte das nicht! Geht gerade nicht, auch nicht mit der Freundin!
Ich bekomme bei dem Thema gerade kaum Abstand - und leider ist ja auch keine Thera da, die einen dann so richtig auffängt. Und meine Psychiaterin die das immer auch mal kann, kommt erst Ende des Monats auf ihrem großen Urlaub zurück..

Und zwei Freundinnen jetzt mit mir den Termin nochmals vorbereiten, auch damit das bei Gericht dann auch möglich ist..
wobei Frau W. aus M. gemeint hat, ich soll klären, ob ich da überhaupt dabei sein soll/will/muss..

Ja, Even es scheint schon ein wenig angeschlagen zu haben. Ist jetzt vier Wochen her..ich hoffe auch, dass es sich positiv auswirkt, auch wenn es immer so viele Horrorgeschichten dazu gibt.

Und aktuell eine heftige Entzündung des Schleimbeutels im Gelenk des Oberschenkelkopfs - der ganze Oberschenkelaußenmuskel schmerzt so unglaublich..ich hatte schon an die WS gedacht..auch ein wenig. Das ISG - Gelenkt auf der selben Seite ist auch betroffen..linke Seite ist eigentlich die gute Seite. Denn rechts ist ja der Peronäus geschädigit..Überlastungssyndorm meinte mein Neurochrirurg am Freitag.
Weniger Bewegung und bestimmte Dehnungsübungen, Physio für die WS und überhaupt..eine Frage von ihm die mich wieder mal sehr betroffen gemacht hat..

was denn gerade los sei..die WS von unten nach oben - oben nach unten wäre ja in Dauerspannung, und wäre nicht förderlich gerade..
ob ich wieder zuviel auf dem Kreuz trage??

Shalom - lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64unl » So Feb 10, 2019 11:15 pm

Kann nicht einschlafen. Yoda ist seit heute Nachmittag zur Probe bei einer "Pflegestelle" - Freundin meiner Assistenzhundtrainerin. Sie hatte bis vor 1,5 Jahren den ganz ganz großen Bruder von Yoda - und hat somit viel Erfahrung mit den kleinen Rackern und vor allem mit den diversen Magen-Darm Anfälligkeiten und Problematiken..

Aber nun sitze ich hier und traue mich nicht ins Bett. Seit Ende Mai, habe ich nicht mehr ohne Yoda geschlafen, und merke jetzt schon wie gut mir das getan hat/tut..

Ja und gerade einfach sooo vieles und so viele Tränen auch oft, Einsamkeit mitten unter Menschen, selbst unter Menschen die ich mag und die mir gut tun und gut zu uns sind..
Und schwanken zwischen völliger Erschöpfung und wie gestern total viel Energie und Lust..

Und ja, vielleicht diese Woche Anwalt. Warte auf Ersatz-Termin..

Und sollte hier nochmals dringend raus..vielleicht mit einer Freundin in die Communität.

Shalom - lara64

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